Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

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Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

Beitragvon jack000 » Fr 17. Nov 2017, 20:12

Weil die Vermieterin sich getäuscht fühlt, muss sich der Landesvorsitzende der AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative (JA), Lars Steinke, voraussichtlich eine neue Wohnung suchen. Der 24-Jährige habe verschwiegen, dass er wegen seiner politischen Aktivitäten ein potenzielles Angriffsziel für linksgerichtete Gewalt sein könnte.

http://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norde ... ne-Wohnung

[MOD] - Das Thema kann nun hier diskutiert werden. Auf einem niveauvollen Level und Nazivergleiche sind nicht gestattet! (Wer damit Verständnisprobleme hat bekommt das gerne nochmal gesondert erklärt)
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Re: Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 17. Nov 2017, 20:36

Mutmaßliche Opfer von Gewalt werden nicht beschützt, sondern bestraft. Dieses Land ist ein Irrenhaus.
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Re: Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

Beitragvon jack000 » Fr 17. Nov 2017, 20:53

Julian hat geschrieben:(17 Nov 2017, 20:44)

"Ach, Sie sind schwul? Na, dann können Sie hier nicht wohnen. Wissen Sie, es geht natürlich nicht darum, dass Sie schwul sind, aber hier im Haus wohnen einige Schwulenhasser. Das würde nur Probleme geben."

"Ach, Sie sind bei der Linkspartei? Na, dann können Sie hier nicht wohnen. Wissen Sie, es geht natürlich nicht darum, dass Sie links sind, aber hier im Haus wohnen einige NPD-Mitglieder. Das würde nur Probleme geben."

"Ach, Sie sind AfD-Politiker? Na, dann können wir ihr Auto nicht versichern. Wissen Sie, es geht natürlich nicht um ihre politischen Ansichten, aber das Risiko, dass Ihr Auto abgefackelt wird, ist einfach zu groß."

"Ach, Sie sind Jude? Dann können Sie ihr Kind unmöglich in unserer Schule anmelden. Wissen Sie, ich habe absolut nichts gegen Juden - aber wir haben hier viele Kinder arabischer Herkunft, und das würde nur zu Gewalt führen."

Mietkündigungen wegen:
- Parteizugehörigkeit
- Religionszugehörigkeit
- Sexueller Ausrichtung
Sind in Deutschland nicht möglich und ebenso muss man als Mieter dazu keine Auskünfte geben!
=> Die Kündigung erfolgte wegen Veröffentlichung der Kenntnis wahrscheinlich Opfer eines Anschlags zu werden und dieses dem Vermieter verschwiegen wurde.
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Re: Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

Beitragvon jack000 » Fr 17. Nov 2017, 20:54

Tom Bombadil hat geschrieben:(17 Nov 2017, 20:36)Mutmaßliche Opfer von Gewalt werden nicht beschützt,

Das ist das eigentliche Problem.
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Re: Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

Beitragvon ryu1850 » Fr 17. Nov 2017, 20:59

jack000 hat geschrieben:(17 Nov 2017, 20:53)

Mietkündigungen wegen:
- Parteizugehörigkeit
- Religionszugehörigkeit
- Sexueller Ausrichtung
Sind in Deutschland nicht möglich und ebenso muss man als Mieter dazu keine Auskünfte geben!
=> Die Kündigung erfolgte wegen Veröffentlichung der Kenntnis wahrscheinlich Opfer eines Anschlags zu werden und dieses dem Vermieter verschwiegen wurde.


Man kann aber immer noch ohne Angabe von Gründen mit einer 3 Monatsfrist kündigen.
Also niemand muss einem Afd-Mitglied eine Wohnung vermieten, genau so wie niemand einem Schwulen oder einem Moslem eine Wohnung vermieten muss.
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Re: Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

Beitragvon Weltregierung » Fr 17. Nov 2017, 21:05

ryu1850 hat geschrieben:(17 Nov 2017, 20:59)

Man kann aber immer noch ohne Angabe von Gründen mit einer 3 Monatsfrist kündigen.


Das gilt nur für Mieter. Vermieter müssen die Kündigung begründen ("berechtigtes Interesse").
https://www.youtube.com/watch?v=xc80T5QuwQA

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Re: Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

Beitragvon Julian » Fr 17. Nov 2017, 21:21

jack000 hat geschrieben:(17 Nov 2017, 20:53)

Mietkündigungen wegen:
- Parteizugehörigkeit
- Religionszugehörigkeit
- Sexueller Ausrichtung
Sind in Deutschland nicht möglich und ebenso muss man als Mieter dazu keine Auskünfte geben!
=> Die Kündigung erfolgte wegen Veröffentlichung der Kenntnis wahrscheinlich Opfer eines Anschlags zu werden und dieses dem Vermieter verschwiegen wurde.


Klar, man kann einem Schwulen nicht kündigen, weil er schwul ist - aber wenn er aufgrund seiner sexuellen Orientierung das Opfer von Gewalt wird, dann darf man ihm kündigen. Ebenso Juden, denen Hakenkreuze auf die Wohnungstür gemalt werden, oder sonstigen Opfern.

Es wird nun auch interessant zu beobachten, wie sich solch ein Urteil auswirkt. Damit haben Extremisten aller Couleur nun ein probates Mittel an der Hand, anderen Leuten das Leben noch mehr zur Hölle zu machen, indem sie sie unter wohlwollendem Zunicken der Rechtsprechung aus ihren Wohnungen vertreiben: Gewalt zahlt sich aus!

Nun gut, das Urteil dieses Amtsrichters ist noch nicht rechtskräftig. Warten wir ab, ob das Urteil kassiert wird.
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Re: Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Sa 18. Nov 2017, 07:46

Julian hat geschrieben:(17 Nov 2017, 21:21)

Klar, man kann einem Schwulen nicht kündigen, weil er schwul ist - aber wenn er aufgrund seiner sexuellen Orientierung das Opfer von Gewalt wird, dann darf man ihm kündigen. Ebenso Juden, denen Hakenkreuze auf die Wohnungstür gemalt werden, oder sonstigen Opfern.

Das geht aus dem Urteil nicht hervor. Die Kündigung war rechtens, weil der mittlerweile prominente und exponierte Agitator sich bewusst war, ein besonderes Anschlagsziel zu sein und Vater und Sohn den Vermieter absichtsvoll täuschten. Das trifft den durchschnittlichen schwulen Juden gar nicht. Wurde dir auch mehrfach dargelegt. Deine Weigerung, die Sachlage zur Kenntnis zu nehmen, ist natürlich praktisch für das Opfergeheule eines rechtsrandigen Vereins.
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Re: Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

Beitragvon Splinterbell » Sa 18. Nov 2017, 09:47

hafenwirt hat geschrieben:(18 Nov 2017, 09:36)

Trotzdem kann man davon ausgehen, dass er für den linksgrünen Mainstream spricht. Die sind doch alle so und der gleichen Meinung wie Splinterbell. Eigentlich kann man das Thema dann auch schließen, wenn Julian schon die Meinung der Gegenseite darlegt.

Die Fakten sind klar. Der Mieter war nicht aufrichtig und wurde gekündigt. Ich darf auch keine Giftschlange ohne Absprache mit dem Vermieter halten.
Wenn das Eigentum des Vermieters durch mein handeln in Gefahr gerät, hat der Besitzer das Recht dies zu erfahren.
Hier geht es um das Objekt, nicht die AfD. Er wurde gekündigt, weil durch sein handeln das Eigentum eines anderen zerstört wurde.
Einer Linkspartei erging es ähnlich. Hat auch niemanden gejuckt. Mich auch nicht.
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Re: Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 18. Nov 2017, 09:49

Der Mietvertrag konnte erfolgreich angefochten werden, da der Richter eine arglistige Täuschung erkannte und die Sorge der Vermieterin ein berechtigtes Interesse ist. Dabei spielte offenbar ein Beweismittel eine wichtige Rolle, nämlich der abgefilmte Facebook-Eintrag von Lars Steinke.

In dem Film hatte Steinke geäußert, dass die Gegner der AfD sie durch die Straßen jagen und ihre Wohnungen niederbrennen könnten – und damit nach Ansicht des Gerichts gezeigt, dass er kein Mieter sei wie jeder andere. Und dass daher das Vorgehen beim Anmieten der Wohnung „arglistige Täuschung“ gewesen sei.
Denn unterzeichnet hat den Mietvertrag nicht Lars Steinke, sondern sein Vater.
http://www.taz.de/!5457905/

Ein Vertrag ist eine beidseitige Willenserklärung im gegenseitigen Einverständnis. Bewußte Täuschungen einer Vertragspartei rechtfertigen ohne weiteres eine Anfechtung, da der tatsächliche Wille einem eingetrübten Willen entscheidend widersprechen kann.
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Re: Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

Beitragvon Splinterbell » Sa 18. Nov 2017, 10:03

DarkLightbringer hat geschrieben:(18 Nov 2017, 09:49)

Der Mietvertrag konnte erfolgreich angefochten werden, da der Richter eine arglistige Täuschung erkannte und die Sorge der Vermieterin ein berechtigtes Interesse ist. Dabei spielte offenbar ein Beweismittel eine wichtige Rolle, nämlich der abgefilmte Facebook-Eintrag von Lars Steinke.

http://www.taz.de/!5457905/

Ein Vertrag ist eine beidseitige Willenserklärung im gegenseitigen Einverständnis. Bewußte Täuschungen einer Vertragspartei rechtfertigen ohne weiteres eine Anfechtung, da der tatsächliche Wille einem eingetrübten Willen entscheidend widersprechen kann.

Eindeutige Sache. Kündigung gerechtfertigt, ein Vertrag besteht zwischen Mieter und Vermieter. Wenn sein Vater unterschrieben hat, aber der Sohn einzieht ist schon das ein Grund zur Kündigung. Zwar darf ein Familienmitglied gesetzlich außerordentlich einziehen, dies setzt aber eine vorherige Absprache mit dem Vermieter voraus, ausser es sei von vornherein Vertraglich geregelt.
So ist sogar eine sofortige Kündigung gerechtfertigt.
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Re: Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

Beitragvon hafenwirt » Sa 18. Nov 2017, 10:05

DarkLightbringer hat geschrieben:(18 Nov 2017, 09:49)

Der Mietvertrag konnte erfolgreich angefochten werden, da der Richter eine arglistige Täuschung erkannte und die Sorge der Vermieterin ein berechtigtes Interesse ist. Dabei spielte offenbar ein Beweismittel eine wichtige Rolle, nämlich der abgefilmte Facebook-Eintrag von Lars Steinke.

http://www.taz.de/!5457905/

Ein Vertrag ist eine beidseitige Willenserklärung im gegenseitigen Einverständnis. Bewußte Täuschungen einer Vertragspartei rechtfertigen ohne weiteres eine Anfechtung, da der tatsächliche Wille einem eingetrübten Willen entscheidend widersprechen kann.


Ich meine, ich habe es an anderer Stelle schonmal gepostet. Der Mann hat auch einen YouTube Kanal. Man kann sich ja mal die Videos anschauen und dann in die Meinung mit einfließen lassen.

Dort redet er auch allgemein über Linke und hegt Gewalt Phantasien. Ich fühle mich von so jemanden bedroht, immerhin bin ich noch oft im der Heimat.
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Re: Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

Beitragvon think twice » Sa 18. Nov 2017, 10:13

hafenwirt hat geschrieben:(18 Nov 2017, 10:05)

Ich meine, ich habe es an anderer Stelle schonmal gepostet. Der Mann hat auch einen YouTube Kanal. Man kann sich ja mal die Videos anschauen und dann in die Meinung mit einfließen lassen.

Dort redet er auch allgemein über Linke und hegt Gewalt Phantasien. Ich fühle mich von so jemanden bedroht, immerhin bin ich noch oft im der Heimat.

Man muss es nur aus der Sicht des Vermieters sehen. Kein Mieter ist verpflichtet, sich im Namen der Liberalität, Meinungsfreiheit und blabla auf zukünftige Raeuber-und-Gendarm-Spiele von rechts- und linksradikalen Spinnern einzulassen.
Sei nie zu den Bescheidenen überheblich und zu den Überheblichen bescheiden.
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Re: Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 18. Nov 2017, 10:25

Ich mach mal hier dicht, bis sich die Gemüter beruhigt haben und die Moderation den Müll beseitigt hat.
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Re: Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

Beitragvon jack000 » Sa 18. Nov 2017, 16:31

[MOD] - Die faire Chance dieses Thema nun doch noch sachlich zu diskutieren wurde nicht von allen genutzt, sondern man begriff es als Chance zum pöbeln.
=> Das passiert nicht nochmal! Strang ist wieder eröffnet.
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Re: Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

Beitragvon Boraiel » Sa 18. Nov 2017, 17:25

jack000 hat geschrieben:(17 Nov 2017, 20:12)

http://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norde ... ne-Wohnung

[MOD] - Das Thema kann nun hier diskutiert werden. Auf einem niveauvollen Level und Nazivergleiche sind nicht gestattet! (Wer damit Verständnisprobleme hat bekommt das gerne nochmal gesondert erklärt)
=> Die Moderation freut sich auf eine sachliche Diskussion!

Das ist eine völlig falsche Entscheidung, die durch obergeordnete Gerichte hoffentlich wieder aufgehoben wird. Andernfalls ist dringend die Gesetzeslage anzupassen.
Libertatis veritatisque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
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Re: Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 18. Nov 2017, 17:35

hafenwirt hat geschrieben:(18 Nov 2017, 10:05)

Ich meine, ich habe es an anderer Stelle schonmal gepostet. Der Mann hat auch einen YouTube Kanal. Man kann sich ja mal die Videos anschauen und dann in die Meinung mit einfließen lassen.

Dort redet er auch allgemein über Linke und hegt Gewalt Phantasien. Ich fühle mich von so jemanden bedroht, immerhin bin ich noch oft im der Heimat.

Habe mir jetzt ein einziges Video angesehen, in dem Lars Steinke u. a. eine "Generation der Härte" fordert, wutentbrannt und schnarrend. Der Mann wirkt ohne Frage bedrohlich und geistig fragil. Glaube, kaum ein Arbeitgeber würde so jemanden einstellen, wenn er Kenntnis von dessen öffentlichen Auftritten hätte - geschweige denn unters Dach holen.

Könnte mir vorstellen, der Richter hat sich im vorliegenden Fall einen Eindruck verschaffen können.
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Re: Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 18. Nov 2017, 17:37

Boraiel hat geschrieben:(18 Nov 2017, 17:25)

Das ist eine völlig falsche Entscheidung, die durch obergeordnete Gerichte hoffentlich wieder aufgehoben wird. Andernfalls ist dringend die Gesetzeslage anzupassen.

Eine solche Ansicht oder Einschätzung könnte der verängstigten Vermieterin schlaflose Nächte bereiten.
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Re: Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

Beitragvon Helmuth_123 » Sa 18. Nov 2017, 18:51

Das grundsätzliche Problem ist doch, dass wenn man sich politisch betätigt und auf Grund dieser Betätigung Drohungen ausgesetzt ist, sich um seine körperliche Unversehrtheit fürchten muss oder wie in diesem Fall Probleme mit Vermietern bekommen kann. Das gilt sowohl für Politiker der AfD als auch für Bürgermeister, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Da sollte man doch die Frage stellen, ob da nicht etwas grundsätzlich falsch läuft. Und ob und wie man dieses Problem lösen kann.
„Nu da machd doch eiern Drägg alleene!“-Friedrich August III. zugeschrieben
„Konservativ ist, Dinge zu schaffen, die zu erhalten sich lohnt.“-Arthur Moeller van den Bruck
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Re: Mieter gekündigt wegen Verschweigen von Anschlagskenntnissen

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 18. Nov 2017, 19:55

Helmuth_123 hat geschrieben:(18 Nov 2017, 18:51)

Das grundsätzliche Problem ist doch, dass wenn man sich politisch betätigt und auf Grund dieser Betätigung Drohungen ausgesetzt ist, sich um seine körperliche Unversehrtheit fürchten muss oder wie in diesem Fall Probleme mit Vermietern bekommen kann. Das gilt sowohl für Politiker der AfD als auch für Bürgermeister, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Da sollte man doch die Frage stellen, ob da nicht etwas grundsätzlich falsch läuft. Und ob und wie man dieses Problem lösen kann.

Das ist der Preis der Polarisierung und Spaltung, Vermieter haben Angst, Städte haben Angst, Verwandte und Freunde zerstreiten sich. Das könnte man lösen, in dem die AfD verzwergt wird.

Das Mietrecht als solches kann nicht alle Ängste nehmen.
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