Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 10. Okt 2017, 10:06

pikant hat geschrieben:(10 Oct 2017, 10:54)

das stimmt und im letzten Jahr sind etwa 1 Million Buerger aus Deutschland ausgewandert.
Darum ja auch der Mangel an Fachkraeften in bestimmten Berufen.

Davon war rund ein Zehntel aus historisch deutschen Familien. Auch das ein länger anhaltender Trend.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 10. Okt 2017, 10:08

Olympus hat geschrieben:(10 Oct 2017, 11:02)

Ohne Wachstum kein Reichtum.

Siehe Japan. Deren Wirtschaft ist lange Jahre nicht gewachsen, teils sogar geschrumpft, verarmt sind die trotzdem nicht.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 10. Okt 2017, 10:09

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Oct 2017, 11:00)

Stimmt nicht: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... grafie.png Das ist die Gesamtbevölkerung Deutschlands, Ost und Westaddiert

unter dem Einfluss von jahrzehntelanger Zuwanderung und deren Nachkommen. Du bestätigst es ja selbst - eine ehrliche Rechnung, wenn man nur die Zuwanderungszahlen seit 1960 nullt und der Einfachheit halber die zugehörigen Geburten einfach auf die Restbevölkerung umverteilt wäre desaströs für jene Gedankenwelt, die sich Zuwanderung als einen neuen und feindlichen Fakt vorstellt.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon pikant » Di 10. Okt 2017, 10:10

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(10 Oct 2017, 11:06)

Davon war rund ein Zehntel aus historisch deutschen Familien. Auch das ein länger anhaltender Trend.


ich wundere mich immer, dass man nur vom Einwanderungsland spricht und nicht vom Auswanderungsland Deutschland.
Ohne diese Zuwanderung waere der Wohlstand in Deutschland nicht zu halten.

Von daher ist es bescheuert, wenn man Fluechtlinge in Arbeit wieder in ihre Heimatlaender zurueckschickt - das ist bestimmt nicht im Interesse Deutschlands und seiner Wirtschaft.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 10. Okt 2017, 10:11

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(10 Oct 2017, 11:09)

unter dem Einfluss von jahrzehntelanger Zuwanderung und deren Nachkommen.

Das ist irrelevant. Diese Zuwanderung ist da und wird nicht verschwinden, das beantwortet aber auch nicht die Frage, warum Deutschlands Bevölkerung unbedingt wachsen muss. Sollte es eine sinnvolle Antwort darauf bereits geben, dann kannst du sie ja einfach verlinken.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 10. Okt 2017, 10:13

Olympus hat geschrieben:(10 Oct 2017, 11:02)

Ohne Wachstum kein Reichtum. Da der Mensch ein Kind der Physik ist, kann er nicht anders denken und handeln als er es tut.

Das ist so nicht ganz korrekt. Unter günstigen Umständen kann auch eine insgesamt negative Geburtenrate einen vorläufig unveränderten Wohlstand bedeuten. Es kommt dabei auf viele Faktoren an, einige davon haben wir in den letzten 30 Jahren glücklich ausgereizt und stoßen nun an Grenzen. Die Bevölkerung muss auch nicht unbedingt wachsen, aber sie muss in aureichendem Maße Nachfolger für gesellschaftliche Funktionen generieren - und dabei nicht nur Bundestrainer und SPD-Chefs, von denen man pro Jahr maximal 2-3 braucht.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 10. Okt 2017, 10:17

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Oct 2017, 11:11)

Das ist irrelevant. Diese Zuwanderung ist da und wird nicht verschwinden

Natürlich wird die verschwinden. Genau wie du und ich. Denkst du, ab morgen leben alle ewig? Menschen sterben, Menschen werden alt, Menschen gehen weiter in andere gesellschaftliche Positionen, irgendwann in Rente. Sie hinterlassen Lücken.

das beantwortet aber auch nicht die Frage, warum Deutschlands Bevölkerung unbedingt wachsen muss.

Guck einfach weiter oben. Es ist fraglich, ob Deutschland ohne Zuwanderung überhaupt die meisten freiwerdenden gesellschaftlichen Positionen bedienen kann, wenn es pro Jahr weiter 100.000 Staatsbürger durch Auswanderung verliert und daneben nur 1,5 Kinder pro Frau erwartbar sind.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 10. Okt 2017, 10:19

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(10 Oct 2017, 11:17)

Denkst du, ab morgen leben alle ewig?

Also nur rumgekaspere, auch gut.

Es ist fraglich, ob Deutschland ohne Zuwanderung überhaupt die meisten freiwerdenden gesellschaftlichen Positionen bedienen kann, wenn es pro Jahr weiter 100.000 Staatsbürger durch Auswanderung verliert und daneben nur 1,5 Kinder pro Frau erwartbar sind.

Welche "gesellschaftlichen Positionen" sollen das sein?
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Keoma » Di 10. Okt 2017, 10:23

Bei dem rasanten Wandel der Arbeitswelt kann der Wohlstand auch ohne Wachstum gehalten werden.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon pikant » Di 10. Okt 2017, 10:24

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Oct 2017, 11:11)

Das ist irrelevant. Diese Zuwanderung ist da und wird nicht verschwinden, das beantwortet aber auch nicht die Frage, warum Deutschlands Bevölkerung unbedingt wachsen muss. Sollte es eine sinnvolle Antwort darauf bereits geben, dann kannst du sie ja einfach verlinken.


das muss Sie nicht, aber dann muss man die Frage beantworten wo die Wirtschaft die Arbeitsplaetze herholen soll.
wir hatten 2008 etwa 27 Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplaetze und heute gehen wir auf 33 Millionen zu. Dazu kommen noch 8 Millionen geringfuegig Beschaeftigten, die sich auch kontinuierlich erhoehen..

die Bevoelkerungszahl geht seit 2008 zurueck und die Arbeitsplaetze erhoehen sich um etwa 8 Millionen - das ist ein Alarmzeichen, denn wenn das so weiter geht, dann ist der Standort Deutschland in Gefahr, weil man die Arbeitskraefte nicht mehr findet und dann wanderen Unternehmen ab und die Steuereinnahmen brechen ein mit den bekammten Folgen.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 10. Okt 2017, 10:26

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Oct 2017, 11:19)
Welche "gesellschaftlichen Positionen" sollen das sein?

Alle. Jede einzelne. Ein paar erledigen sich durch Fortschritte, andere kommen neu dazu. Wenn uns ein neuer NPD-Chef abgeht, mag das verschmerzbar sein. Vom Fernsehmoderator bis zum Leiter einer Bürgerinitiative und seinem dritten Kassenwart brauchen wir aber Menschen, die in diese Aufgaben hineinpassen. Eine reiche Gesellschaft braucht alle möglichen Fachidioten und Businessdeppen, das ist klar. Sie braucht aber auch einen riesigen Apparat von Kulturproduktion jeder Art, vom Panflötenindianer bis zum Theaterintendanten. Allein für die kommunale Selbstverwaltung in Deutschland werden viele Tausend Menschen benötigt. Irgendwer muss auch in 20 Jahren den Vorstand im Politikforum machen oder einer geeigneten Nachfolgeinstitution. Sonst wird Deutschland ärmer.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 10. Okt 2017, 10:28

Keoma hat geschrieben:(10 Oct 2017, 11:23)

Bei dem rasanten Wandel der Arbeitswelt kann der Wohlstand auch ohne Wachstum gehalten werden.

Richtig. Unter den Bedingungen einer gleichzeitig alternden und netto auswandernden Bevölkerung ist dies indessen schwieriger als wenn wir die Bevölkerungszahl ungefähr ausgleichen, wie wir das seit Jahrzehnten vorrangig durch Zuwanderung erleben.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Keoma » Di 10. Okt 2017, 10:29

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(10 Oct 2017, 11:26)

Alle. Jede einzelne. Ein paar erledigen sich durch Fortschritte, andere kommen neu dazu. Wenn uns ein neuer NPD-Chef abgeht, mag das verschmerzbar sein. Vom Fernsehmoderator bis zum Leiter einer Bürgerinitiative und seinem dritten Kassenwart brauchen wir aber Menschen, die in diese Aufgaben hineinpassen. Eine reiche Gesellschaft braucht alle möglichen Fachidioten und Businessdeppen, das ist klar. Sie braucht aber auch einen riesigen Apparat von Kulturproduktion jeder Art, vom Panflötenindianer bis zum Theaterintendanten. Allein für die kommunale Selbstverwaltung in Deutschland werden viele Tausend Menschen benötigt. Irgendwer muss auch in 20 Jahren den Vorstand im Politikforum machen oder einer geeigneten Nachfolgeinstitution. Sonst wird Deutschland ärmer.


Beim Vorstand bin ich mir nicht so sicher.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon pikant » Di 10. Okt 2017, 10:33

Keoma hat geschrieben:(10 Oct 2017, 11:23)

Bei dem rasanten Wandel der Arbeitswelt kann der Wohlstand auch ohne Wachstum gehalten werden.


das ist richtig, aber nicht mit der Alterspyramide, die wir in Deutschland vorfinden.
ohne konitnuierliche Nettozuwanderung wird es in den kommenden Jahren massive Probleme auf dem Arbeitsmarkt geben um den Bedarf an qualifizierten Arbeitskraeften zu decken und haetten wir nicht die EU-Freizuegigkeit waere das schon seit Jahren ein grosses Problem.
Deswegen ist Zuwanderung aus anderen Laendern an Arbeitskraeften hypernotwendig und ich verstehe bis heute nicht, warum man noch kein Einwanderungsgesetz hat, wo die Huerden fuer die Arbeitsaufnahmen gesenkt werden um die Kosten fuer die Wirtschaft zu minimieren, damit die Steuereinnahmen noch staerker sprudeln.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 10. Okt 2017, 10:35

Keoma hat geschrieben:(10 Oct 2017, 11:29)

Beim Vorstand bin ich mir nicht so sicher.

Die Bewertung, was gesellschaftlich zum Wohlstand beiträgt und was nicht, ist sicher auch immer subjektiv. Wenn aber diese ganze Klasse von Tätigkeiten stark ausgedünnt würde, wäre wohl für jeden was dabei, das ihm fehlt. Insoweit ist es nur ein naheliegendes Beispiel.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 10. Okt 2017, 10:36

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(10 Oct 2017, 11:26)

Alle.

Auch das erklärt nicht, warum man Bevölkerungswachstum braucht. Und wie wurden vorher mit weniger Menschen die "gesellschaftlichen Positionen" besetzt?
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Dampflok94 » Di 10. Okt 2017, 10:38

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Oct 2017, 10:50)Warum muss die Bevölkerung in Deutschland eigentlich wachsen?

Wir haben ein Demographieproblem. Wachsen muß D eigentlich nicht. Aber es vergreist. Und was nützt dem Pflegebedürftigen das dicke Konto wenn keiner mehr da ist, der ihn pflegen könnte?
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 10. Okt 2017, 10:38

pikant hat geschrieben:(10 Oct 2017, 11:24)

das muss Sie nicht, aber dann muss man die Frage beantworten wo die Wirtschaft die Arbeitsplaetze herholen soll.

Vllt. sollte "die Wirtschaft" anfangen, dort ein paar Zweigstellen zu errichten, wo die Arbeitslosigkeit grassiert. Dann könnten sich die Menschen dort die beschwerliche, teils lebensgefährliche und teure Wanderung zu uns ersparen.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 10. Okt 2017, 10:40

Dampflok94 hat geschrieben:(10 Oct 2017, 11:38)

Wir haben ein Demographieproblem.

Haben wir das wirklich?

Und was nützt dem Pflegebedürftigen das dicke Konto wenn keiner mehr da ist, der ihn pflegen könnte?

Der kauft sich einen Pflegeroboter.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 10. Okt 2017, 10:44

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Oct 2017, 11:36)

Auch das erklärt nicht, warum man Bevölkerungswachstum braucht. Und wie wurden vorher mit weniger Menschen die "gesellschaftlichen Positionen" besetzt?

Wenn du der Meinung bist, dass Bevölkerungswachstum benötigt wird, musst du eigene Gründe vorbringen. Das pikant hat es mit der Zahl der zu besetzenden Vollzeitarbeitsplätze in der Wirtschaft belegt. Ich widerspreche da - immer noch, schon wieder - und sage, dass es für den bisher gekannten Wohlstand nicht unbedingt nötig ist, mehr Einwohner als bisher zu haben. Die EU-Prognose sagt derzeit bis 2040 7 Millionen Zuwanderer voraus, wobei die Bevölkerung aber nur umbedeutend auf 84 Millionen steigen würde. Wir können uns ausmalen, dass es uns auch mit 6 Millionen Zuwanderern und praktisch nicht wachsender Bevölkerung gut gehen kann. Hingegen ist ein Bevölkerungsschwund um fünf Millionen im gleichen Zeitraum - zusammen mit der Alterung der Restbevölkerung - ein relevanter Eingriff. Es ist auch zu befürchten, dass in diesem Fall die Auswanderung eher zunimmt.
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