Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

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Alter Stubentiger
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Alter Stubentiger » So 8. Okt 2017, 16:53

relativ hat geschrieben:(26 Sep 2017, 09:04)

Einige Faktoren hast du richtig erkannt, aber was wäre die Alternative zu deinem heuchlerisch, dein Vorschlag hat einen ganz entscheidenen Hinkefuss.
1. Der Fakt und dies hast du auch richtig erkannt, daß durch vermehrte Krisen , Hungersnöte und Klimawandel wesentlich mehr Menschen fliehen muessen, wollen bzw. dazu auch in der Lage sind und es auch riskieren.
2. Der Reichtum und das relativ bessere Leben in Europa ect. ist im Zuge der Globalsierung und Digitalisierung selbst in den hintersten Winkel der Erde kein Geheimnis mehr.
3. Eine eigene Flüchtlingslogistik in den betroffenen Ländern/Regionen eine ganz wichtige Vorraussetzung erfüllen muss. Sicherheit und Zustimmung der örtlichen Regierungen. Da du wohl nicht mit Diktatoren ect. verhandeln möchtest, fallen wohl viele dieser Fluchthotspots als Logistikhotspot aus.
4. Wir nehmen ja nicht regelmäßig Millionen von Flüchtlinge auf . 2015 war und sollte eine einmalige Sache bleiben, ich denke mal da sind wir uns alle einig.
5. Fakt ist auch, die meisten Flüchtlinge würden lieber in ihrer Heimat bleiben , wenn sie denn die Wahl hätten, daher sind stabilisierungs Einsätze plus "Marschalpläne", gerechter Handel die weit aus bessere Lösung um Massenflucht zu verhindern.
6. Wichtig dabei ist und auch dies hast du richtig erkannt, daß dies nur wirklich wirksam seien kann, wenn alle Nationen, z.B. die von Flüchtlingsströmen hauptsächlich betroffen sind, auch wirklich ernsthaft gemeinsame Lösungen angehen.
7. Hohe Flüchtlingszahlen (gerade zentriert auf nur wenige Länder) sind deshalb schon nicht gesund, weil kein Land auf hohe Flüchtlingszahlen in relativ kurzer Zeit ausgerichtet ist. Sowohl Logistisch als auch Gesellschaftlich.
8. Da unser Grundgesetz keine Obergrenze für Asly vorsieht und wir auch die Genfer Flüchtlingskonvention unterschrieben haben, sind externe Lösungen die bessere Wahl, da wir dort auch mehr Gestaltungsfreiräume haben.
9. Schengen auszusetzen wäre m.M. ein riesiger Fehler, dies kann man höchstens temporär machen, z.B. wenn ein Erdogan den Flüchtlingsdeal mit der EU platzen lässt.
10. der wichtigste Punkt ist m.M. aber, daß die int. Staatengemeinschaft die globale Überbevölkerung in den Griff kriegen muss, sonst bekommt man Fluchtgründe wohl nie erträglich eingedämmt.

Also wenn ich mal davon ausgehe, daß wir das Rad der Globalisierung nicht mehr zurück drehen können, noch wollen, dann bleibt uns gar nix anderes übrig, um uns über Probleme in anderen Ländern nicht nur Gedanken zu machen, sondern zu versuchen deren Lebensverhältnisse zu verbessern bzw. anzugleichen. Was mom. leider geschieht ist m.M. nur Flickschusterrei und wird die Probleme die uns auch Probleme bereiten auf Dauer nicht beseitigen

Btw. Auch für die Transporte von diesen Flüchtlingsgebieten zu uns, tritt wohl eine automatische Obergrenze in Kraft, nämlich die der möglichen/nötigen Logistik, für sehr viele Menschen. Vorteil ist natürlich, daß wir dieses Elend aus unseren unmittelbaren Fokus nehmen, wäre ja für viele auch sehr angenehm....


Man sollte sich nichts vormachen. Wir befinden uns in einem Dilemma was wir nicht lösen können. Die Lebensverhältnisse in weiten Teilen der Welt sind erbärmlich. Das können wir hier nicht wirklich ändern. Und wir können so viel aufnehmen wie wir wollen. Das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wir holen uns nur Konflikte ins Land ohne die Konflikte im nahen Osten und Afrika zu lösen. Man muß der Realität ins Auge sehen. Die nächsten hundert Jahre werden schrecklich. Es ist abzusehen das jetzt schnell ein Punkt erreicht wird wo Bevölkerungsexplosion, Verwüstung von fruchtbaren Böden, Wassermangel zu gewaltigen Verwerfungen führen müssen. Es werden sich unvorstellbar viele Menschen aufmachen um die letzten sicheren Orte zu erreichen.

Wir haben genau 2 Optionen. Die Grenzen massiv militärisch verteidigen oder überschwemmt werden von eine Völkerwanderung die dazu führt das das Elend zurückkehrt nach Mitteleuropa. Es gibt keinen Ausweg.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon think twice » So 8. Okt 2017, 16:57

Alter Stubentiger hat geschrieben:(08 Oct 2017, 17:53)

Man sollte sich nichts vormachen. Wir befinden uns in einem Dilemma was wir nicht lösen können. Die Lebensverhältnisse in weiten Teilen der Welt sind erbärmlich. Das können wir hier nicht wirklich ändern. Und wir können so viel aufnehmen wie wir wollen. Das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wir holen uns nur Konflikte ins Land ohne die Konflikte im nahen Osten und Afrika zu lösen. Man muß der Realität ins Auge sehen. Die nächsten hundert Jahre werden schrecklich. Es ist abzusehen das jetzt schnell ein Punkt erreicht wird wo Bevölkerungsexplosion, Verwüstung von fruchtbaren Böden, Wassermangel zu gewaltigen Verwerfungen führen müssen. Es werden sich unvorstellbar viele Menschen aufmachen um die letzten sicheren Orte zu erreichen.

Wir haben genau 2 Optionen. Die Grenzen massiv militärisch verteidigen oder überschwemmt werden von eine Völkerwanderung die dazu führt das das Elend zurückkehrt nach Mitteleuropa. Es gibt keinen Ausweg.

Befürchtest du auch für Europa eine Bevölkerungsexplosion , Verwüstung von fruchtbaren Böden und Wassermangel oder welches Elend wird nach Mitteleuropa getragen werden?
Wie kann es sein, dass Europa seine Werte verteidigt, in dem es andere Menschen von seinen Werten ausschließt?
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon jack000 » So 8. Okt 2017, 17:21

think twice hat geschrieben:(08 Oct 2017, 17:57)

Befürchtest du auch für Europa eine Bevölkerungsexplosion , Verwüstung von fruchtbaren Böden und Wassermangel oder welches Elend wird nach Mitteleuropa getragen werden?

Die Flüchtlinge die hier sind, sind nicht geflohen wegen:
Verwüstung von fruchtbaren Böden und Wassermangel

sondern weil es in deren Ländern halt beschissen ist. Die Gründe warum es beschissen ist lassen die aber nicht dort, sondern bringen diese mit.
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon think twice » So 8. Okt 2017, 17:24

jack000 hat geschrieben:(08 Oct 2017, 18:21)

Die Flüchtlinge die hier sind, sind nicht geflohen wegen:

sondern weil es in deren Ländern halt beschissen ist. Die Gründe warum es beschissen ist lassen die aber nicht dort, sondern bringen diese mit.

OK. Und welche Gründe bringen sie nun mit?
Wie kann es sein, dass Europa seine Werte verteidigt, in dem es andere Menschen von seinen Werten ausschließt?
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » So 8. Okt 2017, 17:29

jack000 hat geschrieben:(08 Oct 2017, 18:21)

Die Flüchtlinge die hier sind, sind nicht geflohen wegen:

sondern weil es in deren Ländern halt beschissen ist. Die Gründe warum es beschissen ist lassen die aber nicht dort, sondern bringen diese mit.

Das ist so pauschal und über einen Kamm halt auch wieder falsch. Es gibt viele Fluchtgründe. Manche stehen im Gesetz, andere nicht. Den Fluchtgründen ist das einerlei.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon jack000 » So 8. Okt 2017, 17:29

think twice hat geschrieben:(08 Oct 2017, 18:24)

OK. Und welche Gründe bringen sie nun mit?

"Ehren"-morde, Frauen sind nichts wert, Frauen ohne Kopftuch sind Schlampen, Geringe Bildungsstände, Archaische Strukturen, Religion steht über dem Gesetz.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon think twice » So 8. Okt 2017, 17:48

jack000 hat geschrieben:(08 Oct 2017, 18:29)

"Ehren"-morde, Frauen sind nichts wert, Frauen ohne Kopftuch sind Schlampen, Geringe Bildungsstände, Archaische Strukturen, Religion steht über dem Gesetz.

Dein Zitat:

"Die Flüchtlinge die hier sind, sind nicht geflohen wegen:
Verwüstung von fruchtbaren Böden und Wassermangel

sondern weil es in deren Ländern halt beschissen ist. Die Gründe warum es beschissen ist lassen die aber nicht dort, sondern bringen diese mit."

Das sind also die Gründe, vor denen sie geflohen sind , mitbringen und hier aber weiter führen wollen oder wie?
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon jack000 » So 8. Okt 2017, 18:07

think twice hat geschrieben:(08 Oct 2017, 18:48)

Dein Zitat:

"Die Flüchtlinge die hier sind, sind nicht geflohen wegen:
Verwüstung von fruchtbaren Böden und Wassermangel

sondern weil es in deren Ländern halt beschissen ist. Die Gründe warum es beschissen ist lassen die aber nicht dort, sondern bringen diese mit."

Das sind also die Gründe, vor denen sie geflohen sind , mitbringen und hier aber weiter führen wollen oder wie?

z.B. Wenn in einem Land lieber Koranschulen als Universitäten für Straßenbau eingerichtet werden, sind die Strassen in keinem guten Zustand aber dafür hat man viele Leute die einem vorschreiben wie man zu leben hat.
=> Kommt man nach Deutschland profitiert man von den "Universitäten für Straßenbau" muss aber bei der eigenen Bevorzugung von Koranschulen keinen Abstrich machen.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Wähler » Mo 9. Okt 2017, 05:55

Alter Stubentiger hat geschrieben:(08 Oct 2017, 17:53)
Man sollte sich nichts vormachen. Wir befinden uns in einem Dilemma was wir nicht lösen können. Die Lebensverhältnisse in weiten Teilen der Welt sind erbärmlich. Das können wir hier nicht wirklich ändern. Und wir können so viel aufnehmen wie wir wollen. Das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wir holen uns nur Konflikte ins Land ohne die Konflikte im nahen Osten und Afrika zu lösen. Man muß der Realität ins Auge sehen. Die nächsten hundert Jahre werden schrecklich. Es ist abzusehen das jetzt schnell ein Punkt erreicht wird wo Bevölkerungsexplosion, Verwüstung von fruchtbaren Böden, Wassermangel zu gewaltigen Verwerfungen führen müssen. Es werden sich unvorstellbar viele Menschen aufmachen um die letzten sicheren Orte zu erreichen.
Wir haben genau 2 Optionen. Die Grenzen massiv militärisch verteidigen oder überschwemmt werden von eine Völkerwanderung die dazu führt das das Elend zurückkehrt nach Mitteleuropa. Es gibt keinen Ausweg.

Mit Entwicklungshilfe an den Flüchtlingen hier in Deutschland und mit deren Hilfe in deren Heimatländern lässt sich vielleicht Deiner pessimistischen Prognose entgegenwirken. Die Union spricht leider in ihrem Obergrenzen-Kompromiss nur unspezifisch von Fluchtursachenbekämpfung:
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 71962.html
Zuletzt geändert von Wähler am Mo 9. Okt 2017, 09:51, insgesamt 1-mal geändert.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Dampflok94 » Mo 9. Okt 2017, 07:26

Alter Stubentiger hat geschrieben:(08 Oct 2017, 17:53)Wir haben genau 2 Optionen. Die Grenzen massiv militärisch verteidigen oder überschwemmt werden von eine Völkerwanderung die dazu führt das das Elend zurückkehrt nach Mitteleuropa. Es gibt keinen Ausweg.

Was hast Du denn für eine dystopische Weltanschauung? :eek:

Es geht doch hier nicht um Wir oder Die! Es geht darum, wie wir die Probleme lösen können. Und da ist Gewalt, und nix anderes bedeutet ja eine massive militärische Verteidigung, noch nie eine dauerhafte Lösung gewesen.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 9. Okt 2017, 10:19

think twice hat geschrieben:(08 Oct 2017, 17:57)

Befürchtest du auch für Europa eine Bevölkerungsexplosion , Verwüstung von fruchtbaren Böden und Wassermangel oder welches Elend wird nach Mitteleuropa getragen werden?

Versuche meine Beiträge zu verstehen. Und widerstehe der Versuchung zu provozieren. Dazu ist das Thema zu ernst.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 9. Okt 2017, 10:23

Wähler hat geschrieben:(09 Oct 2017, 06:55)

Mit Entwicklungshilfe an den Flüchtlingen hier in Deutschland und mit deren Hilfe in deren Heimatländern lässt sich vielleicht Deiner pessimistischen Prognose entgegenwirken. Die Union spricht leider in ihrem Obergrenzen-Kompromiss nur unspezifisch von Fluchtursachenbekämpfung:
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 71962.html


Sieh mal. Ich finde man sollte leisten was man kann. Aber darf doch nicht die Augen davor verschließen das dies alles nicht mal ansatzweise ausreicht. Zumal die Führer anderer Staaten brutal dagegen arbeiten.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 9. Okt 2017, 10:29

Dampflok94 hat geschrieben:(09 Oct 2017, 08:26)

Was hast Du denn für eine dystopische Weltanschauung? :eek:

Es geht doch hier nicht um Wir oder Die! Es geht darum, wie wir die Probleme lösen können. Und da ist Gewalt, und nix anderes bedeutet ja eine massive militärische Verteidigung, noch nie eine dauerhafte Lösung gewesen.


Ich bitte darum mich korrekt zu zitieren und nicht einzelne Sätze aus dem Zusammenhang zu reißen. Danke für ihre Aufmerksamkeit.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Dampflok94 » Mo 9. Okt 2017, 10:34

Alter Stubentiger hat geschrieben:(09 Oct 2017, 11:29)

Ich bitte darum mich korrekt zu zitieren und nicht einzelne Sätze aus dem Zusammenhang zu reißen. Danke für ihre Aufmerksamkeit.

Ich habe dich korrekt zitiert. Wenn Du da zurück rudern möchtest, dann kannst Du das ruhig sagen. Da bricht man sich nämlich nichts bei ab.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 9. Okt 2017, 10:41

Dampflok94 hat geschrieben:(09 Oct 2017, 11:34)

Ich habe dich korrekt zitiert. Wenn Du da zurück rudern möchtest, dann kannst Du das ruhig sagen. Da bricht man sich nämlich nichts bei ab.


Du hast nicht korrekt zitiert. Du hast so stark gekürzt das der Sinn verloren ging. Das kann man auch Zitatfälschung nennen. Man reißt keine Sätze aus dem Zusammenhang. Ganz schlechter Stil.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 9. Okt 2017, 10:54

Dampflok94 hat geschrieben:(09 Oct 2017, 08:26)

Es geht doch hier nicht um Wir oder Die!

Noch nicht. Aber wenn sich eine wirklich große Völkerwanderung in Gang setzt, dann wird das der Fall sein. Die Gretchenfrage ist jetzt, was können wir tun, um eine solche große Völkerwanderung zu verhindern.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon relativ » Mo 9. Okt 2017, 10:56

Alter Stubentiger hat geschrieben:(09 Oct 2017, 11:19)

Versuche meine Beiträge zu verstehen. Und widerstehe der Versuchung zu provozieren. Dazu ist das Thema zu ernst.

Stimmt das Thema ist ernst, aber das heisst ja nicht, daß wir deinen Horror Szenarien folgen muessen, oder es dafür überhaupt keine anderen Lösungen gibt , als die von dir Veranschlagten.
Richtig, ist, daß wir nicht wissen was morgen ist, man kann sich nur auf mögliche Szenarien vorbereiten, seine "Menschlichkeit" schon vorher abzulegen halte ich allerdings für den völlig verkehrten Ansatz. Denn wenn, dann schafft die Menschheit es nur miteinander, gegeneinander wird sie m. Einstellung zufolge, jeder für sich alleine untergehen.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Wähler » Mo 9. Okt 2017, 12:25

Wähler hat geschrieben:(09 Oct 2017, 06:55)
Mit Entwicklungshilfe an den Flüchtlingen hier in Deutschland und mit deren Hilfe in deren Heimatländern lässt sich vielleicht Deiner pessimistischen Prognose entgegenwirken. Die Union spricht leider in ihrem Obergrenzen-Kompromiss nur unspezifisch von Fluchtursachenbekämpfung:
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 71962.html

Alter Stubentiger hat geschrieben:(09 Oct 2017, 11:23)
Sieh mal. Ich finde man sollte leisten was man kann. Aber darf doch nicht die Augen davor verschließen das dies alles nicht mal ansatzweise ausreicht. Zumal die Führer anderer Staaten brutal dagegen arbeiten.

Jede menschliche Haltung ist unvollkommen und verhältnismäßig klein dimensioniert. Trotzdem hilft folgerichtiges Handeln dem Einzelnen und der Gruppe, um in Übung und Hoffnung zu bleiben.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Dampflok94 » Mo 9. Okt 2017, 13:03

Alter Stubentiger hat geschrieben:(09 Oct 2017, 11:41)

Du hast nicht korrekt zitiert. Du hast so stark gekürzt das der Sinn verloren ging. Das kann man auch Zitatfälschung nennen. Man reißt keine Sätze aus dem Zusammenhang. Ganz schlechter Stil.

Da ist gar nichts aus dem Zusammenhang gerissen. Wenn Du nicht zu dem stehen willst, was Du geschrieben hast, dann ist das dein Problem. Nicht meines.
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Re: Ist unser Verhalten in der Flüchtlingskrise nicht total heuchlerisch?

Beitragvon Dampflok94 » Mo 9. Okt 2017, 13:07

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Oct 2017, 11:54)

Noch nicht. Aber wenn sich eine wirklich große Völkerwanderung in Gang setzt, dann wird das der Fall sein. Die Gretchenfrage ist jetzt, was können wir tun, um eine solche große Völkerwanderung zu verhindern.

Es gibt so vieles was passieren kann. Und das schlimmste ist: Am Ende werden wir alle sterben! :eek:

Ich kann mich natürlich mit allerlei Gruselszenarien beschäftigen. Ein Atomkrieg könnte kommen. Ein Komet die Erde zerschmettern. Und was noch so alles an Armageddon-Szenarien so im Angebot ist. Aber was hilft das?
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