Warum driftet Deutschland nach rechts?

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Warum driftet Deutschland nach rechts?

Diskurs-Hypothese
16
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soziologische Hypothese
15
48%
 
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Unité 1 » Fr 22. Sep 2017, 15:16

schelm hat geschrieben:(22 Sep 2017, 16:01)

Bertelsmann Gruppe ist keine seriöse Quelle. Deren Studien werden regelmäßig ob ihrer Methodik in Frage gestellt.

Das ist so, weil schelm das so sagt. Natürlich. Wenn die Studie unseriös sei, sollte es dir leichtfallen, das aufzuzeigen bzw. anderen Seiten zu verlinken, die die Unseriosität des Religionsmonitors belegen. Hau rein, schelm. Wenn die Deutungshoheit es dir leider nicht gestattet, entsprechende Nachweise über eine Unseriosität des Religionsmonitors zu führen, dann bist du natürlich entschuldigt, weil Opfer der Umstände.
"Everyday we change the world. But to change the world in a way that means anything, that takes more time than most people have."
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schelm » Fr 22. Sep 2017, 15:21

ryu1850 hat geschrieben:(22 Sep 2017, 15:33)

Wer wandert denn in das Sozialsystem ein?
Migranten generell, Kriegsflüchtlinge, Wirtschaftsflüchtlinge? Welche Gruppe davon stört sie genau?
Also Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen gab es schon immer (Siehe WM 2006).
Natürlich gibt es auch polizeiliche Probleme, aber die gibt es schon immer. Es gibt heute nicht mehr Kriminalität als früher weil wir mehr Migranten haben, sondern weil sich immer mehr menschen vom System abgehängt fühlen und keine Perspektive haben.
Sie Rockerbanden ala Hells Angels etc. die immer wachsenden Ausmaße sind auch eher ein Phänomen der Neuzeit.

Von 95-2015 hätte man auch schon lange in die Infrastruktur investieren können wenn man wollte, es fehlt einfach der Wille dahinter. Glauben sie wirklich, wenn wir keine Flüchtlingskosten hätte, dann würde das Geld in mehr Infrastruktur investiert werden?

Ich habe nicht gesagt es gibt keine funktionierenden Staaten. Ich sage, wir bekommen diesen Kreislauf, wenn kein Staat die Flüchtlinge aufnimmt und immer wieder zurück schickt.
Wer sollte sie denn aufnehmen wenn jeder Staat sich strikt abschottet?

Es gibt heute deutlich mehr Gewalt, weil wir eine gewisse Zahl von gewaltaffinen Zuwanderern im Flüchtlingsstrom seit 2015 verzeichnen müssen. Insbesondere bei Körperverletzungen und (Gruppen -) Vergewaltigungen sowie Raubüberfällen, teils auch in Gruppenstärke durch oftmals " polizeibekannte " Täter.

Die Absicherung von Großveranstaltungen gegen Übergriffe und wegen erhöhter terroristischer Gefahr bestand in dieser Notwendigkeit vor 2015 noch nicht.

Geld kann man nur einmal ausgeben. Und natürlich fehlen die 35 - 40 Mrd. Euro an anderer Stelle.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schelm » Fr 22. Sep 2017, 15:22

Unité 1 hat geschrieben:(22 Sep 2017, 16:16)

Das ist so, weil schelm das so sagt. Natürlich. Wenn die Studie unseriös sei, sollte es dir leichtfallen, das aufzuzeigen bzw. anderen Seiten zu verlinken, die die Unseriosität des Religionsmonitors belegen. Hau rein, schelm. Wenn die Deutungshoheit es dir leider nicht gestattet, entsprechende Nachweise über eine Unseriosität des Religionsmonitors zu führen, dann bist du natürlich entschuldigt, weil Opfer der Umstände.

Nein, die Kritik an der Bertelsmann - Stiftung verteilt sich auf breitere Schultern.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Unité 1 » Fr 22. Sep 2017, 15:29

schelm hat geschrieben:(22 Sep 2017, 16:22)

Nein, die Kritik an der Bertelsmann - Stiftung verteilt sich auf breitere Schultern.

Es geht konkret um die Studie und du siehst dich weder in Lage, sie selbst als unseriös bloßzustellen, noch auf einen bereits geführten Nachweis zu verlinken, noch mich überrascht.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon ryu1850 » Fr 22. Sep 2017, 15:51

schelm hat geschrieben:(22 Sep 2017, 16:21)

Es gibt heute deutlich mehr Gewalt, weil wir eine gewisse Zahl von gewaltaffinen Zuwanderern im Flüchtlingsstrom seit 2015 verzeichnen müssen. Insbesondere bei Körperverletzungen und (Gruppen -) Vergewaltigungen sowie Raubüberfällen, teils auch in Gruppenstärke durch oftmals " polizeibekannte " Täter.


Der Großteil dieser Gewalttaten kam von wenigen Intensivtätern und das auch zum Großteil in Flüchtlingsunterkünften selbst. Der "Durchschnittsflüchtling ", geht nicht durch die Straßen und Vergewaltigt und Raubt "Deutsche Frauen" aus.
Aber auch hier lässt sich bei Deutschen ein Anstieg verzeichnen, vor allem bei jungen Männern ohne Zukunftsperspektive.

Die Absicherung von Großveranstaltungen gegen Übergriffe und wegen erhöhter terroristischer Gefahr bestand in dieser Notwendigkeit vor 2015 noch nicht.


Terroristische Anschläge gab es immer, die meisten Terroristen sind Staatsbürger eines EU Landes. Der Terror wird "mehr" das ist statistisch richtig, aber nicht, dass die Flüchtlinge den Terror mitbringen.
Die Gefahr geht von (jungen) Staatsbürgern aus die sich radikalisieren und nicht von Menschen die vor dem Krieg fliehen. (Stellt sich da nicht eher die Frage warum sich hier im Land jemand radikalisiert?)

Geld kann man nur einmal ausgeben. Und natürlich fehlen die 35 - 40 Mrd. Euro an anderer Stelle.


Was stört sie denn jetzt genau, das Geld für Flüchtlinge ausgegeben wird oder das es nicht für Infrastruktur ausgegeben wird?
Wäre es von der Kanzlerlin gewollt gewesen, hätte sie schon lange in die Infrastruktur investieren können.
Glauben sie wirklich, es wäre bei einer CDU geführten Regierung ohne Flüchtlingskrise zu mehr Infrakstrukturinvestitionen gekommen?
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schelm » Fr 22. Sep 2017, 18:28

Unité 1 hat geschrieben:(22 Sep 2017, 16:29)

Es geht konkret um die Studie und du siehst dich weder in Lage, sie selbst als unseriös bloßzustellen, noch auf einen bereits geführten Nachweis zu verlinken, noch mich überrascht.

Solche Gefälligkeitsstudien sind für die Tonne. Bertelsmann = nicht unabhängig, tendenziös.

http://www.focus.de/politik/deutschland ... 66511.html
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 22. Sep 2017, 19:58

schelm hat geschrieben:(22 Sep 2017, 11:43)

Selbstverständlich haben sie das. Sie schaffen ein Klima eingeschränkter Information und lauernder Keulen, schaut jemand hinter die Grenze der Einzelfalltheorie.

Man lese bitte als Selbstversuch ab " schaut jemand .... " erneut. Rechnet man sich irgendwie zum Mainstream, entsteht nach dem Lesen so ein unwiderstehlicher Reflex Pauschalisierung ! zu schreien, anstatt vom Hinweis auf eine unbestimmte Menge auszugehen, der Forderung ein Problem zu quantifizieren und zu qualifizieren.

schelm, wiirklich, du bist doch kein Dummkopf: Was ist ein "Klima eingeschränkter Information" gegen eine tatsächliche soziale Wirklichkeit, Was sind "lauernde Keulen bezüglich einer Einzelfalltheorie" gegen lauernden Arbeitsplatzverlust. Was ist ein "Problemquantifizierungsproblem" gegen ein wirkliches Problem? Das sind doch alles Scheindebatten.


Und es bleibt natürlich ein ganz grundsätzliches systemisches, rein aussagenlogisches Problem: Wie kann die Dominanz einer Mehrheit die Dominanz einer anderen Mehrheit verhindern? Es kann rein logisch keine zwei Mehrheiten geben.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schelm » Fr 22. Sep 2017, 22:33

schokoschendrezki hat geschrieben:(22 Sep 2017, 20:58)

schelm, wiirklich, du bist doch kein Dummkopf: Was ist ein "Klima eingeschränkter Information" gegen eine tatsächliche soziale Wirklichkeit, Was sind "lauernde Keulen bezüglich einer Einzelfalltheorie" gegen lauernden Arbeitsplatzverlust. Was ist ein "Problemquantifizierungsproblem" gegen ein wirkliches Problem? Das sind doch alles Scheindebatten.


Und es bleibt natürlich ein ganz grundsätzliches systemisches, rein aussagenlogisches Problem: Wie kann die Dominanz einer Mehrheit die Dominanz einer anderen Mehrheit verhindern? Es kann rein logisch keine zwei Mehrheiten geben.

Es geht nicht um Dominanz einer Mehrheit als Ergebnis, nicht um den Tausch an Besitz von Deutungshoheit, es geht um Balance als Voraussetzung für Vernunft.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Woppadaq » Sa 23. Sep 2017, 07:16

schelm hat geschrieben:(22 Sep 2017, 23:33)

Es geht nicht um Dominanz einer Mehrheit als Ergebnis, nicht um den Tausch an Besitz von Deutungshoheit, es geht um Balance als Voraussetzung für Vernunft.


Ja, seh ich auch so. Wir brauchen auch mal eine total unvernünftige Partei, damit wir wieder verstehen, was wir an den alten hatten.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Europa2050 » Sa 23. Sep 2017, 07:27

Woppadaq hat geschrieben:(23 Sep 2017, 08:16)

Ja, seh ich auch so. Wir brauchen auch mal eine total unvernünftige Partei, damit wir wieder verstehen, was wir an den alten hatten.


Wäre da nicht die P.A.R.T.E.I. eine Lösung?

Wenn es mir nicht um meine Stimme gegen diverse Randerscheinungen schade wäre, könnte ich die fast wählen, ihre Plakate sind genial ..

Wenn die auf dem gleichen Niveau im Bundestag arbeiten würden, da wär Stimmung :)
Denkt an 1914, denkt an 1933 ...
... und macht verdammt nochmal nicht die gleichen Fehler ... :mad2:

Mist, hab ich einige Leute doch tatsächlich überfordert. :s
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Unité 1 » Sa 23. Sep 2017, 08:18

schelm hat geschrieben:(22 Sep 2017, 19:28)

Solche Gefälligkeitsstudien sind für die Tonne. Bertelsmann = nicht unabhängig, tendenziös.

Ohne Geraune geht's bei dir einfach nicht: Die Bertelsmannstiftung sollte also eine Studie erstellen, die ein günstiges Licht auf Muslime wirft, denn das wurde von ihr eingefordert, weil ... Umvolkung, schelm? In deinem Wahn bekommste es ja nicht mal hin, die Kritik an Bertelsmann korrekt wiederzugeben. Es ist umgedreht, Bertelsmann hat einen enormen Einfluss und die Frage der Abhängigkeit betrifft Politiker. Bertelsmann ist ein Scheißverein, mal ganz direkt gesprochen. Und selbstverständlich sind von der Stiftung in Auftrag gegebene Studien ebenso kritisch zu betrachten und hinterfragen wie jede andere Studie auch. Nur leider siehst du dich dazu außerstande und verfällst in ominöse Andeutungen, *raunraun* politisch motivierte Ergebnisse *raunraun* Abhängigkeit von der Politik *raunraun* .

http://www.focus.de/politik/deutschland/studie-zu-muslimen-in-deutschland-ergebnisse-geschoent-experte-kritisiert-islam-studie-der-bertelsmann-stiftung_id_7566511.html

Wo steht in dem Artikel was zum Religionsmonitor?
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schelm » Sa 23. Sep 2017, 09:18

Unité 1 hat geschrieben:(23 Sep 2017, 09:18)

Ohne Geraune geht's bei dir einfach nicht: Die Bertelsmannstiftung sollte also eine Studie erstellen, die ein günstiges Licht auf Muslime wirft, denn das wurde von ihr eingefordert, weil ... Umvolkung, schelm? In deinem Wahn bekommste es ja nicht mal hin, die Kritik an Bertelsmann korrekt wiederzugeben. Es ist umgedreht, Bertelsmann hat einen enormen Einfluss und die Frage der Abhängigkeit betrifft Politiker. Bertelsmann ist ein Scheißverein, mal ganz direkt gesprochen. Und selbstverständlich sind von der Stiftung in Auftrag gegebene Studien ebenso kritisch zu betrachten und hinterfragen wie jede andere Studie auch. Nur leider siehst du dich dazu außerstande und verfällst in ominöse Andeutungen, *raunraun* politisch motivierte Ergebnisse *raunraun* Abhängigkeit von der Politik *raunraun* .


Wo steht in dem Artikel was zum Religionsmonitor?

Du verlinkst eine lächerliche " Studie " einer Stiftung, die die Förderung von Religion als eines ihrer Ziele ausgibt, die an 1000 Probanden Fragen stellt die so gestrickt sind ein positives Ergebnis zu erzeugen. Du behauptest weiter, ich könne die " Studie " nicht kritisieren, verlinke dir eine Kritik eines anerkannten Experten, trotzdem nervst du mit deinen infantilen Angriffen weiter. Könntest du dich bitte innerhalb deiner Antifagruppe auskotzen, oder eine Studie verlinken, die den geforderten Ansprüchen an Transparenz und Realismus gerecht wird ? Oder meinst du gar für diese Kriterien besäßen der Mainstream oder seine eifrigsten Follower auch schon die Deutungshoheit ?
Zuletzt geändert von schelm am Sa 23. Sep 2017, 09:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Milady de Winter » Sa 23. Sep 2017, 09:20

MOD - nur ein Hinweis, werte User: das Thema ist immer noch die Frage nach einem vermeintlichen Rechtsdrift. Dass dafür auch Begründungen wie die Ausländer- oder Flüchtlingsthematik oder religiöse Einflüsse herangezogen werden, liegt in der Natur der Sache. Aber ich werde hier definitiv keinen Nebenkriegsschauplatz zulassen, der sich - wieder einmal - nur mit den Themen Islam, Migranten und Kriminalität durch jene beschäftig, ohne direkten Bezug zu einem vermeintlichen Rechtsdrift. Euch sind die Stränge hier bekannt, in denen Ihr lang und breit über diese Themen diskutieren könnt, auch ganz ohne Notwendigkeit, einen vermeintlichen Rechtsruck damit assoziieren zu müssen. Ansonsten gehe ich davon aus, dass die Frage beantwortet ist und der Strang geschlossen werden kann. Neue Erkenntnisse scheinen nicht zu folgen.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Unité 1 » Sa 23. Sep 2017, 14:14

schelm hat geschrieben:(23 Sep 2017, 10:18)

Du verlinkst eine lächerliche " Studie " einer Stiftung, die die Förderung von Religion als eines ihrer Ziele ausgibt,
Zur Studie

Der Religionsmonitor der Bertelsmann Stiftung untersucht regelmäßig repräsentativ und international vergleichend die Bedeutung von Religion für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in religiös und kulturell vielfältigen Gesellschaften. Er basiert auf repräsentativen Bevölkerungsumfragen in verschiedenen Ländern. Im Auftrag der Bertelsmann Stiftung haben fünf Wissenschaftler anhand dieser Daten analysiert, wie Muslime in Deutschland leben und wie der Islam von der Mehrheit wahrgenommen wird. Autoren dieser „Sonderauswertung Islam“ sind Prof. Dirk Halm und Dr. Martina Sauer vom Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI), Prof. Kai Hafez und Sabrina Schmidt von der Unversität Erfurt sowie Prof. Richard Traunmüller (Universität Frankfurt). Hierfür nutzten sie die Daten des Religionsmonitors 2013. Um diese Daten mit dem aktuellen Meinungsbild der Bundesbürger vergleichen zu können, befragte TNS Emnid im Auftrag der Bertelsmann Stiftung Ende November 2014 erneut die Einstellungen der deutschen Bevölkerung zum Islam.


die an 1000
Es wurden 14.000 Menschen in 13 Ländern befragt. Das Ergebnis zu Deutschland ist nur ein Teilergebnis.
Probanden
Das waren keine Teilnehmer eines Experimentes, das waren ganz normale Muslime und Nichtmuslime. Weißt du überhaupt, wie Studien solcherart zustandekommen? Ein Tipp: Altmaier ruft an und bekommt sein Wunschergebnis geliefert, ist eine falsche Vorstellung.
Fragen stellt die so gestrickt sind ein positives Ergebnis zu erzeugen.
Ein Beispiel für die perfide Manipulation: Der Aussage, dass die Demokratie eine gute Regierungsform ist, stimmen 90% der hochreligiösen sunnitischen Muslime zu.
Ansonsten steht es dir frei, die "Fragen" zu zitieren und aufzuzeigen, was an ihnen manipulativ sein soll. Genau genommen bitte ich dich nunmehr zum dritten Mal darum. Na los, schelmchen, du kannst das.

Du behauptest weiter, ich könne die " Studie " nicht kritisieren, verlinke dir eine Kritik eines anerkannten Experten, trotzdem nervst du mit deinen infantilen Angriffen weiter.

Au Backe. Du hast die Kritik an einer anderen Studie verlinkt. Meine Fresse, schelm. Ich hab's dir doch im Beitrag davor sogar geschrieben.
Könntest du dich bitte innerhalb deiner Antifagruppe auskotzen, oder eine Studie verlinken, die den geforderten Ansprüchen an Transparenz und Realismus gerecht wird ?
Realismus. :D Ach schelmchen, real kann nur sein, was deinen Vorstellungen entspricht, nicht wahr? Die Methodik wird in Studien erläutert. Und zwar zum Anfang. Sei so gut und teile doch mal mit, was an der Studie intransparent sei.
Oder meinst du gar für diese Kriterien besäßen der Mainstream oder seine eifrigsten Follower auch schon die Deutungshoheit ?

Du redest wirr. Wissenschaftliche Kriterien sind Ergebnis wie Gegenstand wissenschaftlicher Methodik. Selbstverständlich gibt es da eine Deutungshoheit, was als wissenschaftlich gilt und was nicht. Ein Tipp: schelm mag keine "Kulturfremden", weswegen "Kulturfremde" Deutschland gefährden, würde nicht als realistische Betrachtung anerkannt, sondern verlacht. Kennste ja, deswegen biste auch so wütend.

Der Angriff auf alles, was nicht den eigenen Vorstellungen entspricht; die Bereitschaft, gängige Standards über Bord zu werfen, um eigene Vorurteile bestätigt zu sehen; die Weigerung der Wahrnehmung der Realität und das Beharren darauf, dass die persönliche die tatsächliche sei - all das sieht man nicht nur bei dir, schelm. Es ist gewissermaßen ein prototypisches Verhalten von Akteuren wie Rezipienten des Rechtsdrifts. Die Kluft zwischen gesellschaftlich kommunizierter bzw. geteilter und persönlicher Vorstellung von Realität klafft so weit auseinander, dass die Deutungen nicht mehr übereinstimmen können. Um dem eigenen Anspruch nach Objektivität gerecht zu werden, ist es demnach für die Akteure des Rechtsdrifts unabdingbar, die gesellschaftlich kommunizierter Realität zu verändern. Es geht um Diskurse und Narrative. Aus dem Grund ist es dir auch unmöglich, dich mit dem Ergebnis des Religionsmonitors zu beschäftigen. Dabei sieht man an den Einstellungen gegenüber Muslimen, wie verschoben der Diskurs mittlerweile ist: Muslime werden auf das Merkmal Muslim reduziert, es verschwindet dahinter die Einsicht, dass Religion nur ein Teil der Ansichten ausmacht und formt. Nach dem Religionsmonitor goutieren 90% der deutschen Muslime die Demokratie, aber 40% der befragten Nichtmuslime fühlen sich durch Muslime wie Fremde im eigenen Land.
Das ist nur möglich, wenn einer der Grundwerte liberaler, demokratischer Rechtsstaaten erodiert: Pluralismus wird offenkundig nicht mehr so verstanden, dass verschiedene mit dem eigenen Leben inkompatible Lebenskonzepte nebeneinander bestehen. Stattdessen, und du wirst ja selbst nicht müde, das einzufordern, soll der Monismus als Leitbild dienen. Was dem eigenen Lebensentwurf widerspricht, gehört verbannt. Und damit bist du nicht alleine, s.o. Der Rechtsdrift ist unverkennbar ebenso wie die Unersättlichkeit jener, die diesen vorantreiben.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schelm » Sa 23. Sep 2017, 14:41

Unité 1 hat geschrieben:(23 Sep 2017, 15:14)

Zur Studie

Der Religionsmonitor der Bertelsmann Stiftung untersucht regelmäßig repräsentativ und international vergleichend die Bedeutung von Religion für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in religiös und kulturell vielfältigen Gesellschaften. Er basiert auf repräsentativen Bevölkerungsumfragen in verschiedenen Ländern. Im Auftrag der Bertelsmann Stiftung haben fünf Wissenschaftler anhand dieser Daten analysiert, wie Muslime in Deutschland leben und wie der Islam von der Mehrheit wahrgenommen wird. Autoren dieser „Sonderauswertung Islam“ sind Prof. Dirk Halm und Dr. Martina Sauer vom Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI), Prof. Kai Hafez und Sabrina Schmidt von der Unversität Erfurt sowie Prof. Richard Traunmüller (Universität Frankfurt). Hierfür nutzten sie die Daten des Religionsmonitors 2013. Um diese Daten mit dem aktuellen Meinungsbild der Bundesbürger vergleichen zu können, befragte TNS Emnid im Auftrag der Bertelsmann Stiftung Ende November 2014 erneut die Einstellungen der deutschen Bevölkerung zum Islam.


Es wurden 14.000 Menschen in 13 Ländern befragt. Das Ergebnis zu Deutschland ist nur ein Teilergebnis.
Das waren keine Teilnehmer eines Experimentes, das waren ganz normale Muslime und Nichtmuslime. Weißt du überhaupt, wie Studien solcherart zustandekommen? Ein Tipp: Altmaier ruft an und bekommt sein Wunschergebnis geliefert, ist eine falsche Vorstellung.
Ein Beispiel für die perfide Manipulation: Der Aussage, dass die Demokratie eine gute Regierungsform ist, stimmen 90% der hochreligiösen sunnitischen Muslime zu.
Ansonsten steht es dir frei, die "Fragen" zu zitieren und aufzuzeigen, was an ihnen manipulativ sein soll. Genau genommen bitte ich dich nunmehr zum dritten Mal darum. Na los, schelmchen, du kannst das.


Au Backe. Du hast die Kritik an einer anderen Studie verlinkt. Meine Fresse, schelm. Ich hab's dir doch im Beitrag davor sogar geschrieben.
Realismus. :D Ach schelmchen, real kann nur sein, was deinen Vorstellungen entspricht, nicht wahr? Die Methodik wird in Studien erläutert. Und zwar zum Anfang. Sei so gut und teile doch mal mit, was an der Studie intransparent sei.

Du redest wirr. Wissenschaftliche Kriterien sind Ergebnis wie Gegenstand wissenschaftlicher Methodik. Selbstverständlich gibt es da eine Deutungshoheit, was als wissenschaftlich gilt und was nicht. Ein Tipp: schelm mag keine "Kulturfremden", weswegen "Kulturfremde" Deutschland gefährden, würde nicht als realistische Betrachtung anerkannt, sondern verlacht. Kennste ja, deswegen biste auch so wütend.

Der Angriff auf alles, was nicht den eigenen Vorstellungen entspricht; die Bereitschaft, gängige Standards über Bord zu werfen, um eigene Vorurteile bestätigt zu sehen; die Weigerung der Wahrnehmung der Realität und das Beharren darauf, dass die persönliche die tatsächliche sei - all das sieht man nicht nur bei dir, schelm. Es ist gewissermaßen ein prototypisches Verhalten von Akteuren wie Rezipienten des Rechtsdrifts. Die Kluft zwischen gesellschaftlich kommunizierter bzw. geteilter und persönlicher Vorstellung von Realität klafft so weit auseinander, dass die Deutungen nicht mehr übereinstimmen können. Um dem eigenen Anspruch nach Objektivität gerecht zu werden, ist es demnach für die Akteure des Rechtsdrifts unabdingbar, die gesellschaftlich kommunizierter Realität zu verändern. Es geht um Diskurse und Narrative. Aus dem Grund ist es dir auch unmöglich, dich mit dem Ergebnis des Religionsmonitors zu beschäftigen. Dabei sieht man an den Einstellungen gegenüber Muslimen, wie verschoben der Diskurs mittlerweile ist: Muslime werden auf das Merkmal Muslim reduziert, es verschwindet dahinter die Einsicht, dass Religion nur ein Teil der Ansichten ausmacht und formt. Nach dem Religionsmonitor goutieren 90% der deutschen Muslime die Demokratie, aber 40% der befragten Nichtmuslime fühlen sich durch Muslime wie Fremde im eigenen Land.
Das ist nur möglich, wenn einer der Grundwerte liberaler, demokratischer Rechtsstaaten erodiert: Pluralismus wird offenkundig nicht mehr so verstanden, dass verschiedene mit dem eigenen Leben inkompatible Lebenskonzepte nebeneinander bestehen. Stattdessen, und du wirst ja selbst nicht müde, das einzufordern, soll der Monismus als Leitbild dienen. Was dem eigenen Lebensentwurf widerspricht, gehört verbannt. Und damit bist du nicht alleine, s.o. Der Rechtsdrift ist unverkennbar ebenso wie die Unersättlichkeit jener, die diesen vorantreiben.

Lies halt den Link. Wozu hab ich dir den gepostet ? Damit ich es selbst wiederhole, wie beliebig die Fragen sind ? Bsp. : Thema Kontakte zu Nichtmuslimen. Hat jeder zwangsläufig, der das Haus verlässt. Demokratie gut ? Klar, unter ihrem Deckmantel kann man alle undemokratischen, kollektivistischen Ansinnen relativ problemlos ausleben u.s.w.

Langweile mich nicht. Diese Studie ist Müll und Wahlkampfhilfe. Text mich nicht voll, sondern bezieh dich auf die inhaltliche Kritik die ich verlinkt habe.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Woppadaq » Sa 23. Sep 2017, 14:46

Europa2050 hat geschrieben:(23 Sep 2017, 08:27)

Wäre da nicht die P.A.R.T.E.I. eine Lösung?

Wenn es mir nicht um meine Stimme gegen diverse Randerscheinungen schade wäre, könnte ich die fast wählen, ihre Plakate sind genial ..

Wenn die auf dem gleichen Niveau im Bundestag arbeiten würden, da wär Stimmung :)


Ja, ohne die AfD wären die wahrscheinlich in den Bundestag gekommen, das seh ich auch so.

So gesehen, ist die AfD schon konservativ: sie bringt Leute dazu, die alten Parteien wieder zu wählen, obwohl die einen schon fast zu langweilig wurden.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Unité 1 » Sa 23. Sep 2017, 14:47

schelm hat geschrieben:(23 Sep 2017, 15:41)

Lies halt den Link. Wozu hab ich dir den gepostet ? Damit ich es selbst wiederhole, wie beliebig die Fragen sind ? Bsp. : Thema Kontakte zu Nichtmuslimen. Hat jeder zwangsläufig, der das Haus verlässt. Demokratie gut ? Klar, unter ihrem Deckmantel kann man alle undemokratischen, kollektivistischen Ansinnen relativ problemlos ausleben u.s.w.

Langweile mich nicht. Diese Studie ist Müll und Wahlkampfhilfe. Text mich nicht voll, sondern bezieh dich auf die inhaltliche Kritik die ich verlinkt habe.

Lies doch mal die Beiträge, die du zitierst. Dein Link beschäftigt sich mit einer anderen Studie. Ich würde es gerne noch deutlicher machen, aber mehr Formatierungszeichen kennt das pfeu nicht.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schelm » Sa 23. Sep 2017, 17:02

Unité 1 hat geschrieben:(23 Sep 2017, 15:47)

Lies doch mal die Beiträge, die du zitierst. Dein Link beschäftigt sich mit einer anderen Studie. Ich würde es gerne noch deutlicher machen, aber mehr Formatierungszeichen kennt das pfeu nicht.

Ja, Danke. Ich ging natürlich nicht davon aus die würden Studien zum gleichen Thema am Fließband erstellen. :D Ruud Koopmans nimmt in meinem Link allerdings auch auf Bertelsmann 2015 Bezug, in dem darauf verwiesen wird, er kam bereits 2016 zu ganz anderen Ergebnissen bezüglich der Integration in den Arbeitsmarkt, seine Erhebungen würden auch durch die Daten der Bundesagentur für Arbeit belegt.

Mir ist jetzt unklar, welchen Vorteil du aus dem Lapsus ziehen möchtest, die " Studie " von Bertelsmann aus 2015 erscheint doch noch geschönter als die aktuelle, die Koopmans kritisiert. Abgesehen davon, was interessiert eine Studie des gleichen Urhebers aus 2015, wenn eine aktuellere von ihm vorliegt ? Die aktuellste ist jene, mit der Bertelsmann eine Aussage trifft. Diese Aussage wurde von Koopmans kritisiert und von mir verlinkt, dein Link ist Schnee von gestern.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Selina » Sa 23. Sep 2017, 18:02

Dieser Koopmans ist selbst nicht unumstritten und wird gerne von Rechtspopulisten zitiert.

Zitat:

Bei Anne Will vertrat Koopmans unlängst die Meinung, der Islam sei per se ein Integrationshindernis. Alle Einwände, etwa der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor, die auf die Rolle von Bildung und Schichtzugehörigkeit hinwies, wischte er pauschal vom Tisch: Das widerspreche nun wirklich der Forschungslage, behauptete Koopmans so vehement von sich überzeugt, dass Anne Will irritiert die Stirn kräuselte. Gegen den Zuspruch von AfD-Chefin Frauke Petry, die ihm lächelnd zur Seite sprang, verwahrte sich Koopmans dagegen nicht. Auch sonst zeigt er sich in seinen politischen Statements nicht zimperlich. Merkels Flüchtlingspolitik bezeichnete er einmal als „absolute Fehlleistung“, und mit Blick auf die Integration von Zuwanderern plädiert er für „Zuckerbrot und Peitsche“, wortwörtlich.

http://www.taz.de/!5340970/
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schelm » Sa 23. Sep 2017, 18:51

Selina hat geschrieben:(23 Sep 2017, 19:02)

Dieser Koopmans ist selbst nicht unumstritten und wird gerne von Rechtspopulisten zitiert.

Zitat:

Bei Anne Will vertrat Koopmans unlängst die Meinung, der Islam sei per se ein Integrationshindernis. Alle Einwände, etwa der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor, die auf die Rolle von Bildung und Schichtzugehörigkeit hinwies, wischte er pauschal vom Tisch: Das widerspreche nun wirklich der Forschungslage, behauptete Koopmans so vehement von sich überzeugt, dass Anne Will irritiert die Stirn kräuselte. Gegen den Zuspruch von AfD-Chefin Frauke Petry, die ihm lächelnd zur Seite sprang, verwahrte sich Koopmans dagegen nicht. Auch sonst zeigt er sich in seinen politischen Statements nicht zimperlich. Merkels Flüchtlingspolitik bezeichnete er einmal als „absolute Fehlleistung“, und mit Blick auf die Integration von Zuwanderern plädiert er für „Zuckerbrot und Peitsche“, wortwörtlich.

http://www.taz.de/!5340970/

Wer von " Rechtspopulisten " zitiert wird, muss suspekt sein ? :D Koopmans hat Recht, nennt die Dinge beim Namen. Was Kaddor und andere propagieren, betrifft nicht den Anspruch der Religion, sondern die Frage, wie man ihre Anhänger zu Wohlverhalten bewegen könnte. Individuelles Wohlverhalten beruht aber nicht auf den theologischen Ansprüchen einer unorganisierten Religion deren destruktiven Kräfte genau diese unverbindliche Unorganisiertheit ausfüllen können wie ein Vakuum, sondern auf bewusster Distanz und Reflektion gegenüber diesen theologischen Ansprüchen.

Es ist weder die Aufgabe des Westens, noch entspräche es dessen Fähigkeiten, jeden Muslim einzeln zu dieser aufgeklärten Reflektion bezüglich seiner Religion zu bewegen. Wenn Kaddor von Schicht - und Bildungsstand spricht, was schwebt ihr denn da vor ? Etwas zu generieren, was niemanden selbst gelingt, nämlich die absolute Mehrheit einer Population zu hochgebildeten Bürgern zu machen ? Der Islam wäre eben NICHT integriert, nur weil eine Bildungselite schafft sich zu integrieren. Wenn Kaddor darauf verweist, bestätigt sie unfreiwillig Koopmans, denn der problematische Islam, angefangen von fehlenden Individualrechten, antiquierten Rollenverständnis etc. ist eben kein Problem der Minderheit der Bildungselite.

Das Kaddor'sche Denkmodell liefert hingegen die Entschuldigung für die Muslime und die Schuldzuweisung gegenüber der Mehrheitsgesellschaft gleich mit, scheitert die Integration. Nicht die Integrationsunfähigkeit eines unreformierten Denkmodells aus dem 7.Jh. wird dann verantwortlich gemacht werden, sondern angebliche Diskriminierung und fehlende Chancengleichheit.

Seis drum, falls Fr. Kaddor sagen wollte, die Kompatibilität steigt mit dem Bildungsgrad, dann verweist sie indirekt auf das von mir benannte : Die Distanz zu dieser schwer verdaulichen Kost wächst tendenziell damit. Das bedeutet aber mitnichten die Kost selber würde dadurch unproblematischer. Und : Wenn dies nötig scheint um die schwer verdauliche Kost dadurch einzuhegen, dann tun wir durch unsere Zuwanderungspolitik genau das Gegenteil.

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