Warum driftet Deutschland nach rechts?

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Warum driftet Deutschland nach rechts?

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Dark Angel
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Dark Angel » Di 19. Sep 2017, 08:47

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Sep 2017, 09:24)

Diese inhaltlichen Aspekte spielen für die Überzeugung, dass jeder Mensch primär und zunächst als Individuum anzusehen ist, keine Rolle!

Das mag DEINE Überzeugung sein und diese Überzeugung ist a) nicht zwingend die "richtige", b) kannst du auf deine Überzeugung keinen absoluten Wahrheitsanspruch erheben, c) muss ICH deine Überzeugung nicht teilen und d) stellt die Behauptung, jede Meinung/Überzeugung, die nicht der deinen entspricht, sei "faschistische Ideologie", eine Diffamierung bzw üble Nachrede dar.
Die inhaltlichen Aspekte spielen sehr wohl eine Rolle - sie zeigen nämlich deutlich, welcher Gemeinschaft sich jeder einzelne Mensch zugehörig fühlt, was ihm wichtig ist, ist Teil seiner individuellen Identität

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Sep 2017, 09:24)Und wenn ich das Attribut "primär" benutze, so sollte eigentlich klar werden, dass es daneben selbstverständlich auch alle möglichen kulturellen, gemeinschaftlichen, religiösen Prägungen gibt. Und ich habe zwei weltweit anerkannte Soziologen zitiert, die diese (angeblich "krude") Auffassung stützen.

Wenn DU das Attribut "primär" benutzt, ist gar nichts selbstverständlich! Klar ist dabei nur, dass DU damit deine ganz persönliche Sichtweise/Meinung zum Ausdruck bringst - die in diesem ganz speziellen Fall der reine Nonsens ist.
Es gibt eben nicht "alle möglichen kulturellen, gemeinschaftlichen, religiösen Prägungen"! Menschen werden durch die Einflüsse der Kultur geprägt, in der sie aufgewachsen sind und durch die sie sozialisiert wurden.
Es gibt keine "gemeinschaftlichen" [...] Prägungen, es gibt Unterschiede und damit auch ein entweder oder.
Es gibt kein "Individuum steht im Mittelpunkt" UND "Kollektiv hat Vorrang", es gibt kein "Frau und Mann sind gleichberechtigt" UND "Frau hat sich dem Mann unterzuordnen". Beides sind jeweils Antagonismen.
Es gibt keine "gemeinschaftlichen" Prägungen wo antagonistische Unterschiede bestehen.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Selina » Di 19. Sep 2017, 09:46

think twice hat geschrieben:(19 Sep 2017, 08:02)

Ich würde mal behaupten, jede Krankenschwester, die den Medikamentenwagen durch die Gegend schiebt und dafür sorgt, dass 40 Patienten ihre richtige Medizin in der richtigen Dosierung erhalten, die 15 schwergewichtige Patienten umbettet und dafür sorgt, dass sie sich nicht wund liegen, die seit 4 Wochenenden hintereinander Schicht schiebt, die in der 3. Doppelschicht in Folge arbeitet, deren Arbeitstag minutiös getaktet ist und die trotzdem noch Zeit für ein freundliches Wort findet, zeigt an einem Arbeitstag mehr Verantwortung, Qualifikation und Einsatz als du in deinem ganzen Berufsleben.
Eine Pflegekraft in Sachsen bekommt übrigens einen durchschnittlichen Lohn von 1700,00 Euro brutto im Monat. Das sind ca. 1100 Euro netto.
Traurig, diese mangelnde Wertschätzung Menschen gegenüber, die sich körperlich und psychisch kaputt schuften, um anderen zu helfen.


Genau. Ist ja auch ein allgemein bekannter Fakt. Hier gibt es großen Handlungsbedarf. Aber ob da eine erneute Groko was tut, ist eher fraglich.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Selina » Di 19. Sep 2017, 09:55

Billie Holiday hat geschrieben:(19 Sep 2017, 06:42)

Es gibt keine fremden Kulturen? Alle gleich, ohne Unterschiede?


Wer hat das gesagt? Es geht um den Begriff "kulturfremd". Du solltest mal LTI von Victor Klemperer lesen. Dort werden die Mechanismen beschrieben, wie und warum die Sprache des dritten Reiches damals entstanden ist bzw. "gemacht" wurde. Da gibt es zu heutigen Entwicklungen deutliche Parallelen und es wird gezeigt, wie verräterisch bestimmte Worte sind und welche Demagogie hinter deren Gebrauch steckt. Sehr empfehlenswert.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Selina » Di 19. Sep 2017, 10:05

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Sep 2017, 07:50)

Natürlich gibt es fremde Kulturen. Und sie sind auch von Menschen gemacht. Nur, umgekehrt nicht: Menschen werden nicht von Kulturen "gemacht". Menschen sind Menschen als Individuen und nicht als "Kulturzugehörige". Schon mehrfach zitiert aber immer noch vollkommen richtig und sehr genau:

Kurz: Kulturalismus ist das heutige funktionale Äquivalent zu Rassismus.
Nur zur Erklärung: John Solomos ist Head of Department für Soziologie an der University of Warwick (Rang 5 national in UK). Les Back desgleichen an der Goldsmith Uni London.

Es ist absolut verständlich, dass der inflationäre Gebrauch von Faschismus/faschistisch nerven kann. Aber genau das, die primäre Sicht auf Menschen als Kultur-Zugehörige und nicht als Individuen ist Faschismus. Schon etymologisch. Fachismus= (in etwa) Reduktion des Menschen auf eine Art Bündigkeit. Und zwar im (vermeintlich) "negativen" wie im (vermeintlich) "positiven" Sinne. Menschen seien nicht Menschen sondern zuerst und vor allem "Angehörige einer Kultur". Es ist klar und logisch, im nächsten Schritt von "überlegenen" und "unterlegenen" Kulturen zu sprechen. Oder dies aus Verlegenheit "antagonistisch" zu nennen.


Richtig. Das ist für mich im Großen und Ganzen die kürzeste und überzeugendste Erklärung der heute von rechten Kreisen verstärkt und bewusst geführten Kulturen-Zugehörigkeits-Diskussion. Mit der im Grunde nichts anderes gemacht wird als Abgrenzung von anderen und Ausgrenzung anderer sowie das Glorifizieren der eigenen "Kultur". Ja, das ist Faschismus. Daher auch immer der Getroffene-Hunde-Aufschrei beim Begriff "Kulturalismus" :D
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Dark Angel » Di 19. Sep 2017, 10:44

Selina hat geschrieben:(19 Sep 2017, 11:05)

Richtig. Das ist für mich im Großen und Ganzen die kürzeste und überzeugendste Erklärung der heute von rechten Kreisen verstärkt und bewusst geführten Kulturen-Zugehörigkeits-Diskussion. Mit der im Grunde nichts anderes gemacht wird als Abgrenzung von anderen und Ausgrenzung anderer sowie das Glorifizieren der eigenen "Kultur". Ja, das ist Faschismus. Daher auch immer der Getroffene-Hunde-Aufschrei beim Begriff "Kulturalismus" :D

Selina - machst du dich eigentlich über dich selbst lustig? Findest du es wirklich so lustig, keinerlei Argemente zu haben, keine Aussagen widerlegen zu können?
Anders kann ich mir deinen inflationären Gebrauch der Grinsesmilies nicht erklären, denn Argumente, mit denen du selbst Aussagen widerlegen könntest, hast du keine!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 19. Sep 2017, 10:47

Dark Angel hat geschrieben:(19 Sep 2017, 09:47)

Das mag DEINE Überzeugung sein und diese Überzeugung ist a) nicht zwingend die "richtige", b) kannst du auf deine Überzeugung keinen absoluten Wahrheitsanspruch erheben, c) muss ICH deine Überzeugung nicht teilen und d) stellt die Behauptung, jede Meinung/Überzeugung, die nicht der deinen entspricht, sei "faschistische Ideologie" ...

Wo steht das geschrieben? Wörtlich oder im übertragenen Sinne? Nirgends ...

Es handelt sich im Übrigen keineswegs um meine persönliche Meinung. Im Gegenteil und nochmal zur Erinnerung:
Dieser Neo-Rassismus kann als "Rassismus ohne Rassen" bezeichnet werden. Sein beherrschendes Thema ist nicht mehr die biologische Vererbung, sondern die Unaufhebbarkeit der kulturellen Differenzen: Er behauptet, jede Grenzverwischung zwischen den Kulturen sei schädlich, die verschiedenen Lebensweisen seien miteinander unvereinbar. Pierre-André Taguieff und Étienne Balibar nennen ihn deshalb einen "differentialistischen Rassismus"

Ich kann dir mühelos zig weitere ähnliche Zitate aus wissenschaftlichen Publikationen anführen, die anstelle von "Antagonismen" eben von (angeblich) "unvereinbaren Lebensweisen" sprechen aber dennoch genau das meinen: Modernen Rassismus. Der sich heute nur eben "differentialistisch" gibt und kein Existenzrecht verweigert sondern "nur" eben die Möglichkeit des Zusammenlebens verneint.

Abgesehen und völlig unabhängig davon: Ein "Zusammenleben" ist ohnehin eher eine sich (möglicherweise nur ebene etwas langsamer) vollziehende Tatsache als das Ergebnis irgendeiner politischen Willensbildung.

Die Menschen haben für dieses Zusammenleben etwas enwickelt, das unter den Begriffen Recht und Ordnung bekannt ist. Man könnte auch von einem "Gesellschaftsvertrag" reden. Wir leben selbst mit Mördern, Geisteskranken und Sexualstraftätern zusammen.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 19. Sep 2017, 11:05

Dark Angel hat geschrieben:(19 Sep 2017, 11:44)

Selina - machst du dich eigentlich über dich selbst lustig? Findest du es wirklich so lustig, keinerlei Argemente zu haben, keine Aussagen widerlegen zu können?
Anders kann ich mir deinen inflationären Gebrauch der Grinsesmilies nicht erklären, denn Argumente, mit denen du selbst Aussagen widerlegen könntest, hast du keine!

Was die gerade diskutierten Fragestellungen anbelangt, kann man aber auch einfach auf die Arbeiten von Wissenschaftlern verweisen, die sich mit der Thematik ausgiebig befasst haben. Stichwort "Kulturalistischer Rassismus".
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Uffhausen » Di 19. Sep 2017, 11:16

Dark Angel hat geschrieben:(18 Sep 2017, 22:46)
Welche Verantwortung tragen die Pflegekräfte denn, dass sie angeblich unterbezahlt sind?


Das kann ich dir als Pfegekraft sagen - obwohl du eigentlich selbst drauf kommen müsstest:

Mein Vater ist Ingenieur für Eletrotechnik und ist derzeit damit beschäftigt, die Hardware zur maschinellen Belederung von Lenkrädern eines neuen Automodells zu entwickeln.

Ich habe auf meiner Station die Verantwortung für bis zu 37 an Demenz erkrankte Menschen, über die Hälfte davon in den höchsten Pflegegraden (4+5).

Wenn mein Vater einen Fehler bei seiner Arbeit macht, ist die höchste Gefahr, dass wirtschaftlicher Schaden ensteht, weil das neue Automodell evt. nicht zum vorgesehenen Zeitpunkt ausgeliefert werden kann - wenn ich einen Fahler bei meiner Arbeit mache, bspw. falsche Medikamente verabreiche oder meine Aufsichtspflicht bei sturzgefährdeten Bewohnern vernachlässige, kann es sehr schnell zu Schaden für Leib und Leben von Hilfsbedürftigen kommen.

Ich verdiene gut und gerne in einer sieben-Stunden-Schicht das, was mein Vater bereits in einer Arbeitsstunde eingenommen hat. Mein Vater kann es sich (aus finanzieller Sicht) leisten, Teilzeit zu arbeiten; er kann sogar Aufträge ablehnen und muss sich nicht an bestimmte Arbeitszeiten halten, weil er in den heutigen Zeiten viel von zuhause aus über das Internet arbeiten kann. Ich muss (aus finanzieller Sicht) Vollzeit arbeiten, kann mir meine Bewohner nicht aussuchen, muss mich an Arbeitszeiten und Dienstpläne halten - anbei schleppe ich noch knapp 300 Überstunden mit mir rum.

Was fändest du denn; wer/was sollte besser bezahlt werden - jemand, der dir bspw. ein totschickes Auto herstellt oder jemand, der bspw. deine pflegebedürftigen Eltern umsorgt?

Andererseits: Geld, bzw. Bezahlung spielt zunehmend die zweite Geige in Pflegeberufen. Im Anbetracht meiner Überstunden hätte ich (wie auch die meisten Kolleginnen und Kollegen) statt Geld lieber Freizeitausgleich. Ist aber leider UNMÖGLICH weil KEIN (Ersatz-)PERSONAL - man würde mir zwar liebendgerne meine Überstunden ausbezahlen, aber davon würde mir die Hälte des Wertes aufgrund Steuern wegfallen - hab ich also nicht viel von; eigentlich nur einen herben finanziellen Verlust. Geld ist also vohanden, aber keiner will's - für physisch und psychisch anstrengende Arbeit jedenfalls.
Seit einigen Jahren finden wir gerade für sie sommerliche Urlaubszeit auch keine Aushilfen mehr - es hat sich mittlerweile rumgesprochen, dass unser Postverteilzentrum den DOPPELTEN STUNDENLOHN im Vergleich zu einer Aushilfstätigkeit im Pflegeheim zahlt. Wofür? Für Briefe und Pakete nach Postleitzahlen sortieren! Ist das zu fassen? Das rechtzeitige Eintreffen von Post ist im Wertevergleich gesehen höher gestellt, als die Pflege von Kranken und Hilfsbedürftigen! Post vs. Menschenleben! :mad2:
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon pikant » Di 19. Sep 2017, 11:33

Uffhausen hat geschrieben:(19 Sep 2017, 12:16)

Das kann ich dir als Pfegekraft sagen - obwohl du eigentlich selbst drauf kommen müsstest:

Mein Vater ist Ingenieur für Eletrotechnik und ist derzeit damit beschäftigt, die Hardware zur maschinellen Belederung von Lenkrädern eines neuen Automodells zu entwickeln.

Ich habe auf meiner Station die Verantwortung für bis zu 37 an Demenz erkrankte Menschen, über die Hälfte davon in den höchsten Pflegegraden (4+5).

Wenn mein Vater einen Fehler bei seiner Arbeit macht, ist die höchste Gefahr, dass wirtschaftlicher Schaden ensteht, weil das neue Automodell evt. nicht zum vorgesehenen Zeitpunkt ausgeliefert werden kann - wenn ich einen Fahler bei meiner Arbeit mache, bspw. falsche Medikamente verabreiche oder meine Aufsichtspflicht bei sturzgefährdeten Bewohnern vernachlässige, kann es sehr schnell zu Schaden für Leib und Leben von Hilfsbedürftigen kommen.

Ich verdiene gut und gerne in einer sieben-Stunden-Schicht das, was mein Vater bereits in einer Arbeitsstunde eingenommen hat. Mein Vater kann es sich (aus finanzieller Sicht) leisten, Teilzeit zu arbeiten; er kann sogar Aufträge ablehnen und muss sich nicht an bestimmte Arbeitszeiten halten, weil er in den heutigen Zeiten viel von zuhause aus über das Internet arbeiten kann. Ich muss (aus finanzieller Sicht) Vollzeit arbeiten, kann mir meine Bewohner nicht aussuchen, muss mich an Arbeitszeiten und Dienstpläne halten - anbei schleppe ich noch knapp 300 Überstunden mit mir rum.

Was fändest du denn; wer/was sollte besser bezahlt werden - jemand, der dir bspw. ein totschickes Auto herstellt oder jemand, der bspw. deine pflegebedürftigen Eltern umsorgt?

Andererseits: Geld, bzw. Bezahlung spielt zunehmend die zweite Geige in Pflegeberufen. Im Anbetracht meiner Überstunden hätte ich (wie auch die meisten Kolleginnen und Kollegen) statt Geld lieber Freizeitausgleich. Ist aber leider UNMÖGLICH weil KEIN (Ersatz-)PERSONAL - man würde mir zwar liebendgerne meine Überstunden ausbezahlen, aber davon würde mir die Hälte des Wertes aufgrund Steuern wegfallen - hab ich also nicht viel von; eigentlich nur einen herben finanziellen Verlust. Geld ist also vohanden, aber keiner will's - für physisch und psychisch anstrengende Arbeit jedenfalls.
Seit einigen Jahren finden wir gerade für sie sommerliche Urlaubszeit auch keine Aushilfen mehr - es hat sich mittlerweile rumgesprochen, dass unser Postverteilzentrum den DOPPELTEN STUNDENLOHN im Vergleich zu einer Aushilfstätigkeit im Pflegeheim zahlt. Wofür? Für Briefe und Pakete nach Postleitzahlen sortieren! Ist das zu fassen? Das rechtzeitige Eintreffen von Post ist im Wertevergleich gesehen höher gestellt, als die Pflege von Kranken und Hilfsbedürftigen! Post vs. Menschenleben! :mad2:


das sieht man mal, dass ein Lohn mit Verantwortung fuer Menschen und oder Sachen sehr wenig zu tun hat und von ganz anderen Faktoren abhaengt.

Danke fuer dieses Posting :thumbup:
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Dark Angel » Di 19. Sep 2017, 11:38

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Sep 2017, 11:47)

Wo steht das geschrieben? Wörtlich oder im übertragenen Sinne? Nirgends ...

Es handelt sich im Übrigen keineswegs um meine persönliche Meinung. Im Gegenteil und nochmal zur Erinnerung:

Ich kann dir mühelos zig weitere ähnliche Zitate aus wissenschaftlichen Publikationen anführen, die anstelle von "Antagonismen" eben von (angeblich) "unvereinbaren Lebensweisen" sprechen aber dennoch genau das meinen: Modernen Rassismus. Der sich heute nur eben "differentialistisch" gibt und kein Existenzrecht verweigert sondern "nur" eben die Möglichkeit des Zusammenlebens verneint.

Es ist nicht meine Schuld, wenn du nicht kapieren, willst, dass es unüberwindliche (antagonistische) Unterschiede zwischen Kulturen gibt.
Gleichberechtigung von Mann und Frau IST ein Antagonismus zur Forderung der Unterordnung der Frau unter den Mann.
Da gibt es nur ein "entweder oder" - entweder die Frau ist gleichberechtigt, dann muss sie sich nicht unterordnen oder sie hat sich unter den Mann unterzuordnen, dann ist sie nicht gleichberechtigt. Beides zusammen funktioniert nicht!
Entweder religiöse Gebote haben Vorrang vor den Gesetzen des Landes in dem man lebt oder die Gesetze des Landes, in dem man lebt, haben Vorrang vor religiösen Geboten. Beides zusammen funktioniert nicht!
Es gibt nur eine Möglichkeit - entweder die kulturelle Errungenschaft der Freiheits- und Persönlichkeitsrechte, die Wertvorstellung, dass Mann und Frau gleichberechtigt sind, wird aufgegeben oder die Vorstellung, dass die Frau sich dem Mann unterzuordnen hat, wird aufgegeben. Eine der beiden Kulturen muss bestimmte Wertvorstellungen aufgeben.
Das hat nichts, aber auch gar nichts mit "modernem Rassismus" zu tun! Das ist eine schlichte Tatsache!

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Sep 2017, 11:47)Abgesehen und völlig unabhängig davon: Ein "Zusammenleben" ist ohnehin eher eine sich (möglicherweise nur ebene etwas langsamer) vollziehende Tatsache als das Ergebnis irgendeiner politischen Willensbildung.

Nein ist es nicht! Auf der Grundlage unüberbrückbarer kultureller Unterschiede gibt es kein "Zusammenleben", da gibt es max. eine "Nebeneinanderleben" - ein gegenseitig Tolerieren, aber gerade diese Toleranz ist seitens der Kultur, die religiösen Geboten den Vorrang vor den Gesetzen des Landes (in dem man lebt) gibt, die die Gleichberechtigung der Frau nicht anerkennt, eben nicht gegeben.
Und das hat auch nichts mit "politischer Willensbildung" zu tun, sondern mit Sozialisierung.

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Sep 2017, 11:47)Die Menschen haben für dieses Zusammenleben etwas enwickelt, das unter den Begriffen Recht und Ordnung bekannt ist. Man könnte auch von einem "Gesellschaftsvertrag" reden.

Einen solchen "Gesellschaftsvertrag" gibt es nur innerhalb einer Kultur bzw zwischen Kulturen, die keine antagonistischen Unterschiede aufweisen. Ein solcher "Gesellschaftsvertrag" setzt gegenseitige Toleranz voraus, aber genau die gibt es seitens der islamisch geprägten Kultur nicht.

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Sep 2017, 11:47)Wir leben selbst mit Mördern, Geisteskranken und Sexualstraftätern zusammen.

Sorry - aber nicht alles, was hinkt, ist auch ein Vergleich! Und das was du hier anbringst, ist KEIN Vergleich.
Nein - wir leben NICHT mit Mördern und Sexualstraftätern zusammen, wir tolerieren sie bzw ihre Handlungen nicht einmal.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Dark Angel » Di 19. Sep 2017, 11:47

Uffhausen hat geschrieben:(19 Sep 2017, 12:16)

Das kann ich dir als Pfegekraft sagen - obwohl du eigentlich selbst drauf kommen müsstest:

Mein Vater ist Ingenieur für Eletrotechnik und ist derzeit damit beschäftigt, die Hardware zur maschinellen Belederung von Lenkrädern eines neuen Automodells zu entwickeln.

Ich habe auf meiner Station die Verantwortung für bis zu 37 an Demenz erkrankte Menschen, über die Hälfte davon in den höchsten Pflegegraden (4+5).

Wenn mein Vater einen Fehler bei seiner Arbeit macht, ist die höchste Gefahr, dass wirtschaftlicher Schaden ensteht, weil das neue Automodell evt. nicht zum vorgesehenen Zeitpunkt ausgeliefert werden kann - wenn ich einen Fahler bei meiner Arbeit mache, bspw. falsche Medikamente verabreiche oder meine Aufsichtspflicht bei sturzgefährdeten Bewohnern vernachlässige, kann es sehr schnell zu Schaden für Leib und Leben von Hilfsbedürftigen kommen.

Sorry - aber weder Pfleger noch Krankenschwester entscheiden, welche Medikamente ein Patient erhält/zu erhalten hat, der stellt auch keine Diagnose. Die Diagnose stellt der Arzt und entscheidet auf dieser Grundlage über die Medikation und der Arzt trägt die Verantwortung.
Der Pfleger/die Krankenschwester hat sich lediglich an die Vorgaben des Arztes zu halten und bei der Verteilung der Medikamente die notwendige Sorgfalt walten zu lassen.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon pikant » Di 19. Sep 2017, 11:52

Dark Angel hat geschrieben:(19 Sep 2017, 12:47)

Sorry - aber weder Pfleger noch Krankenschwester entscheiden, welche Medikamente ein Patient erhält/zu erhalten hat, der stellt auch keine Diagnose. Die Diagnose stellt der Arzt und entscheidet auf dieser Grundlage über die Medikation und der Arzt trägt die Verantwortung.
Der Pfleger/die Krankenschwester hat sich lediglich an die Vorgaben des Arztes zu halten und bei der Verteilung der Medikamente die notwendige Sorgfalt walten zu lassen.


sorry, aber das hat mit keinem Wort der User geschrieben!

Der User hat nur geschrieben, dass er die Verantwortung dafuer traegt die richtigen Medikamente den Patienten zu geben und nicht dass er entscheiden muss, welche Medikamente verschrieben werden.

das ist ein riesengrosser Unterschied und ja bei 37 Patienten ist das schon eine Verantwortung die richtigen Medikamten den richtigen Patienten zuzuordnen.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Uffhausen » Di 19. Sep 2017, 12:01

Dark Angel hat geschrieben:(19 Sep 2017, 12:47)

Sorry - aber weder Pfleger noch Krankenschwester entscheiden, welche Medikamente ein Patient erhält/zu erhalten hat, der stellt auch keine Diagnose. Die Diagnose stellt der Arzt und entscheidet auf dieser Grundlage über die Medikation und der Arzt trägt die Verantwortung.
Der Pfleger/die Krankenschwester hat sich lediglich an die Vorgaben des Arztes zu halten und bei der Verteilung der Medikamente die notwendige Sorgfalt walten zu lassen.

Glaubst du, wir machen die ganze Zeit nichts anderes, als Medikamente zu verteilen? Hast du eine Ahnung von der Vielfalt der Erscheinungsformen von bspw. dementiell erkranken Menschen? Hast du überhaupt eine Ahnung vom Pflege- und Betreuungsalltag? :?:

Bist gerne eingeladen, in meiner Einrichtung ein Praktikum zu absolvieren - vielleicht hast du dann mehr Ahnung, Verständnis und vorallem RESPEKT.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Dark Angel » Di 19. Sep 2017, 12:41

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Sep 2017, 12:05)

Was die gerade diskutierten Fragestellungen anbelangt, kann man aber auch einfach auf die Arbeiten von Wissenschaftlern verweisen, die sich mit der Thematik ausgiebig befasst haben. Stichwort "Kulturalistischer Rassismus".

Du solltest mal lernen zwischen Kultur und Kulturalismus zu unterscheiden und vor allem solltest du endlich mal kapieren, dass es Unterschiede zwischen den verschiedenen Kulturen gibt - Unterschiede bis hin zu Antagonismen, die dir mehr als einmal aufgezählt und erklärt wurden. Ferner solltest du endlich mal begreifen, dass das Nennen dieser Unterschiede KEINE Wertung darstellt und somit absolut nichts mit "Kulturalistischem Rassismus" zu tun hat.
So lange du das nicht auf die Reihe kriegst, bedeuten deine "Verweise auf Wissenschaftler" nichts weiter als "Thema verfehlt - setzen sechs!"
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Dark Angel » Di 19. Sep 2017, 12:44

Uffhausen hat geschrieben:(19 Sep 2017, 13:01)

Glaubst du, wir machen die ganze Zeit nichts anderes, als Medikamente zu verteilen? Hast du eine Ahnung von der Vielfalt der Erscheinungsformen von bspw. dementiell erkranken Menschen? Hast du überhaupt eine Ahnung vom Pflege- und Betreuungsalltag? :?:

Bist gerne eingeladen, in meiner Einrichtung ein Praktikum zu absolvieren - vielleicht hast du dann mehr Ahnung, Verständnis und vorallem RESPEKT.

Nein glaube ich nicht und ich habe auch nirgends behauptet, dass sich Pflegearbeit auf Medikamente verteilen beschränkt.
Eine Antwort auf meine Frage, an welchen Kriterien sich "unterbezahlt" ausrichtet und was eine "gerechte Entlohnung" sein soll, habe ich allerdings immer noch keine Antwort bekommen.
Eine Beschreibung des Arbeitsalltages ist nämlich kein Kriterium.
Und ganz nebenbei, ich habe Respekt vor der Arbeit von Alten- und Krankenpflegern!
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Dark Angel » Di 19. Sep 2017, 12:52

pikant hat geschrieben:(19 Sep 2017, 12:52)

sorry, aber das hat mit keinem Wort der User geschrieben!

Der User hat nur geschrieben, dass er die Verantwortung dafuer traegt die richtigen Medikamente den Patienten zu geben und nicht dass er entscheiden muss, welche Medikamente verschrieben werden.

das ist ein riesengrosser Unterschied und ja bei 37 Patienten ist das schon eine Verantwortung die richtigen Medikamten den richtigen Patienten zuzuordnen.

Ja und? Es gibt Listen, welche Medikamente, welcher Patient zu bekommen hat - geordnet nach Zimmernummern.
Wo ist da eine besondere Verantwortung?
Und ich negiere immer noch nicht, dass der Job im Pflegedienst ein Knochenjob ist, kann aber immer noch kein Kriterium für "unterbezahlt" erkennen.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon pikant » Di 19. Sep 2017, 13:00

Dark Angel hat geschrieben:(19 Sep 2017, 13:52)


Und ich negiere immer noch nicht, dass der Job im Pflegedienst ein Knochenjob ist, kann aber immer noch kein Kriterium für "unterbezahlt" erkennen.


Ich habe von Ihnen noch kein Kriterium gehoert, wie Sie eine Unterbezahlung in einem Beruf festmachen wollen.
Und was ein Knochenjob ist, muessten Sie dann auch mal formulieren.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon pikant » Di 19. Sep 2017, 13:07

Dark Angel hat geschrieben:(19 Sep 2017, 13:44)


Eine Antwort auf meine Frage, an welchen Kriterien sich "unterbezahlt" ausrichtet und was eine "gerechte Entlohnung" sein soll, habe ich allerdings immer noch keine Antwort bekommen.


Diese Frage haben Sie auch noch nicht beantwortet und von daher ist 'unterbezahlt' und 'gerechte Entlohung' immer eine subjektive Sichtweise.

Wenn eine Pflegekraft unter 2000 Euro verdient und ein Fussballangestellter ueber 500 000 Euro im Monat mag das gerechtfertigt sein, aber Millionen Deutsche sehen das anders und definieren gerecht nicht an objektiven, sondern ganz persoenlichen, subjektiven Empfinden und das ist auch in Ordnung so.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Uffhausen » Di 19. Sep 2017, 13:36

Dark Angel hat geschrieben:(19 Sep 2017, 13:44)
Eine Antwort auf meine Frage, an welchen Kriterien sich "unterbezahlt" ausrichtet und was eine "gerechte Entlohnung" sein soll, habe ich allerdings immer noch keine Antwort bekommen.

Ich habe dir Kriterien mitgegeben - aber du hast dich dabei ja nur auf Verantwortung und Entscheidungsbefugnis beschränkt.

Mein Kriterium war: Lebensnotwendigkeit

Ist ein beledertes Lenkrad lebensnotwendig? Ist die rechtzeitige Auslieferung von Post und Paketen aufgrund vorheriger Sortierung nach Postleitzahlen lebensnotwenig? In beiden Fällen Nein, NEIN und nochmals NEIN!

Ist gute, fachgerechte Pflege und Betreuung für hilfsbedürftige alte Menschen, die zudem vielleicht noch an unheilbarer Demenz erkrankt sind, lebensnotwendig? JA! Kann uns schließlich alle mal derart erwischen - und falls wir es noch mitbekommen sollten, sind wir froh, dass uns geholfen wird, dass wir nicht egal sind, dass wir immer noch mensch sind und entsprechend Würde, Anerkennung und Zuwendung erleben dürfen. Bis zum Schluß.

Erkläre mir also, warum ein Auto mit Lederlenkrad oder ein Paket, das gestern bestellt und schon heute zuhause ist, der Gesellschaft soviel mehr Wert ist, als ein zuende gehendes Menschenleben.
"Man sollte auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen." Erich Kästner
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Dark Angel
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Dark Angel » Di 19. Sep 2017, 14:02

pikant hat geschrieben:(19 Sep 2017, 14:00)

Ich habe von Ihnen noch kein Kriterium gehoert, wie Sie eine Unterbezahlung in einem Beruf festmachen wollen.
Und was ein Knochenjob ist, muessten Sie dann auch mal formulieren.

Da ich nach den Kriterien gefragt habe, die zur Begründung der behaupteten Unterbezahlung im Pflegebereich, die insbesondere von einer Userin, im Zusammenhang mit "Einkommensgerechtigkeit" wiederholt wird, kann ich auch keines nennen.
Wenn ich ein Kriterium wüsste, hätte ich nicht danach gefragt.

Was unter einem Knochenjob verstanden wird bzw was als solcher bezeichnet wird, sollte eigentlich keiner besonderen Erklärung bedürfen. Ein Knochenjob ist ein Job, der im wahrsten Sinne des Wortes "auf die Knochen geht", der durch den Anteil an körperlicher Arbeit, physische Belastungen für Skelett, Sehnen und Bänder darstellt.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen

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