Warum driftet Deutschland nach rechts?

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Warum driftet Deutschland nach rechts?

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pikant
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon pikant » Di 7. Nov 2017, 12:34

Dark Angel hat geschrieben:(07 Nov 2017, 12:07)

Nun - mit der Flüchtlingspolitik der Noch-Regierung bin ich auch nicht einverstanden. Ich befürworte eine eindeutige Trennung von Asyl- und Einwanderungspolitik.
Für Einwanderung müssen sehr genaue Kriterien her.
"Dauerhafte Einwanderer wollen wir uns wie jedes andere Einwanderungsland selbst aussuchen." [...]
"Wer kein Bleiberecht hat, muss konsequent abgeschoben werden. Dies ist bundeseinheitlich sicherzustellen. Die der fehlenden Einwanderungssystematik und viel zu langen Asylverfahren geschuldete Tendenz, dass bereits integrierte Flüchtlingsfamilien
abgeschoben werden, aber umgekehrt Findige unser System ausnutzen, ist humanitär nicht verantwortbar, gesellschaftspolitisch gefährlich und auch volkswirtschaftlich ein großer Fehler."


Und ich sehe die Notwendigkeit einer verbindlichen Integration.


das sagt doch die CDU und CSU auch.
selbst die SPD ist auf diesem Dampfer.....
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schelm » Di 7. Nov 2017, 12:39

pikant hat geschrieben:(07 Nov 2017, 11:00)

so ist es und wenn ein Hoecke sagt, dass wir die Geschichte um 180Grad umschreiben sollten, dann beteilige ich mich an diesem idiotischen Diskur als Demokrat nicht.

Genau das ist euer Problem und das der Gesellschaft. Die inhaltliche Auseinandersetzung zu führen löst sich nicht deshalb in ihrer Notwendigkeit auf, weil eurer Meinung nach die falsche Person ihrerseits die Deutungshoheit dazu beansprucht. Ihr glaubt hingegen, weil ein Sarrazin dieses und ein Höcke jenes zu Gehör brachte, könnt ihr den Diskurs darüber tabuisieren, das Thema an sich wäre somit verbrannt, dazu beansprucht ihr wiederum die Deutungshoheit darüber, worum es den falschen Personen ging und worum es bei dem Thema angeblich geht, schlussfolgernd daraus sei es nicht eines Diskurses würdig.

Auf der Strecke bleibt dabei folgendes : Treffen wir wirklich immer rational notwendige Entscheidungen für die Zukunft dieses Landes, oder werden sie teilweise verhindert durch einen spezifischen Umgang mit der Geschichte ? Gelten unsere Maßstäbe beim Umgang mit dieser Geschichte auch für alle Hinzugekommenen, oder legt die Gesellschaft hier doppelte Standards an ? ( Wehret den Anfängen nur für länger hier lebende Personen ? ) Ist die Nazikeule hingegen nicht schon lange ein probates Mittel geworden, um genau den notwendigen Diskurs zu bestimmten Problemen einzuhegen, zu relativieren oder zu verhindern ? Stichwörter : importierte gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus, Homophobie, religiöse Überhöhung, Kollektivismus, Nationalismus, fehlende Emanzipation.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon pikant » Di 7. Nov 2017, 12:54

Selina hat geschrieben:(07 Nov 2017, 12:25)

Du selbst tust das. Hast du nicht gerade geschrieben, du hättest diesmal statt CDU die FDP gewählt? Deine Diktion und der Inhalt der meistens deiner Beiträge ist aber ganz klar AfD-Denken (Stichwörter: Nation, Volk, Kultur, Leitkultur, Islam, Integration). Hab schon oft gedacht, wenn ich deine ausführlichen Erörterungen hier so las, das ist O-Ton Weidel, Gauland, Höcke oder Poggenburg.


Vor allem kommen nie Fakten, sondern es wird eine Behauptung aufgestellt, wie Antisemitismus kommt vor allen in linken Kreise vor und dann verlinke ich das Gegenteil vom Zentralrat der Juden oder Knesset und Schweigen ist.

Natuerlich gibt es den Antisemetismus auch in linken Kreisen, aber die Gefahr kommt doch eher zur Zeit von Rechts und das sehen ja auch Juden so und es gibt auch Antisemetismus unter Muslimen, aber dass diese links zu verordnen sind, wenn man gegen Gleichberechtigung und fuer den Mann als Entscheider ist, das ist mir dann neu. Das Weltbild vieler Muslime ist doch eher rechts als links einzuordnen :rolleyes:

ich sehe zudem keine Leugnung von Antisemetismus und da wird auch nichts schoengeredet und sogar der Bundestag hat Geld in die Hand genommen und eine wissenschaftliche Studie ueber Antisemetismus in Deutschland in Auftrag gegeben und diese hat man dann lang und breit auch im Bundestag debattiert. die Studie kam uebrigens zu der Auffassung, dass in allen gesellschaftlichen Gruppen Antisemetismus verbreitet ist und das wirklich nicht nur ein linkes Problem ist, sondern auch ein Problem des Rechtsextremismus und ja auch ein Problem bei Muslimen

http://www.bundestag.de/dokumente/texta ... mus/502770

Fakten, Fakten und nochmals Fakten, aber dazu muss man dann auch diese wissenschaftlichen Studien lesen und dann sind viele Vorurteile halt nicht mehr aufrechtzuerhalten.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Selina » Di 7. Nov 2017, 13:03

Wo siehst du hier eine Nazikeule, schelm? Ihr Neurechten könnt hier doch ungehindert reden und eure Thesen erörtern. Und man sagt nicht "Nazis" zu euch. Tut man das, gibts doch sofort Schelte. Und jetzt sitzen sogar einige eurer Ober-Nazis, ähmmmm, sorry, Ober-Neurechten im Bundestag, da lässt es sich noch viel besser schwadronieren über eine "neue rechte Republik". Nicht? Neulich kam den Reisenden auf unserem Hauptbahnhof ein straff marschierender Trupp von etwa hundert schwarz gekleideten und streng gescheitelten jungen Männern schweigend entgegen. Sie trugen alle diese gewissen typischen Markenklamotten, die man rechts gerne trägt. Ihr Blick war entschlossen und ja, auch ein wenig wirr. Einige Reisende wären fast in die Gleise geschubst worden, so raumgreifend marschierte diese "Hundertschaft" dort auf. Gruseliges Bild. Ich dachte: Soll das jetzt die Zukunft des Landes sein? Oder geht dieser Spuk schnell wieder vorbei?
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon pikant » Di 7. Nov 2017, 13:10

schelm hat geschrieben:(07 Nov 2017, 12:39)


Auf der Strecke bleibt dabei folgendes : Treffen wir wirklich immer rational notwendige Entscheidungen für die Zukunft dieses Landes, oder werden sie teilweise verhindert durch einen spezifischen Umgang mit der Geschichte ? Gelten unsere Maßstäbe beim Umgang mit dieser Geschichte auch für alle Hinzugekommenen, oder legt die Gesellschaft hier doppelte Standards an ? ( Wehret den Anfängen nur für länger hier lebende Personen ? ) Ist die Nazikeule hingegen nicht schon lange ein probates Mittel geworden, um genau den notwendigen Diskurs zu bestimmten Problemen einzuhegen, zu relativieren oder zu verhindern ? Stichwörter : importierte gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus, Homophobie, religiöse Überhöhung, Kollektivismus, Nationalismus, fehlende Emanzipation.


die Nazikeule holden meist nur die Neurechten raus um ein Thema zu zerstoeren und das macht man mit diesem Begriff.

die meisten Rechtsextremen fuehlen sich uebrigens nicht als Nazis und das ist nur eine sehr kleine Teilmenge von Rechtsextrem zu Ihrer Info, der auch hier wieder diese Kuele rausholt, weil inhaltlich am Ende.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Selina » Di 7. Nov 2017, 13:18

pikant hat geschrieben:(07 Nov 2017, 12:54)

Vor allem kommen nie Fakten, sondern es wird eine Behauptung aufgestellt, wie Antisemitismus kommt vor allen in linken Kreise vor und dann verlinke ich das Gegenteil vom Zentralrat der Juden oder Knesset und Schweigen ist.

Natuerlich gibt es den Antisemetismus auch in linken Kreisen, aber die Gefahr kommt doch eher zur Zeit von Rechts und das sehen ja auch Juden so und es gibt auch Antisemetismus unter Muslimen, aber dass diese links zu verordnen sind, wenn man gegen Gleichberechtigung und fuer den Mann als Entscheider ist, das ist mir dann neu. Das Weltbild vieler Muslime ist doch eher rechts als links einzuordnen :rolleyes:

ich sehe zudem keine Leugnung von Antisemetismus und da wird auch nichts schoengeredet und sogar der Bundestag hat Geld in die Hand genommen und eine wissenschaftliche Studie ueber Antisemetismus in Deutschland in Auftrag gegeben und diese hat man dann lang und breit auch im Bundestag debattiert. die Studie kam uebrigens zu der Auffassung, dass in allen gesellschaftlichen Gruppen Antisemetismus verbreitet ist und das wirklich nicht nur ein linkes Problem ist, sondern auch ein Problem des Rechtsextremismus und ja auch ein Problem bei Muslimen

http://www.bundestag.de/dokumente/texta ... mus/502770

Fakten, Fakten und nochmals Fakten, aber dazu muss man dann auch diese wissenschaftlichen Studien lesen und dann sind viele Vorurteile halt nicht mehr aufrechtzuerhalten.


Stimmt. Natürlich gibt es Antisemitismus, besonders stark bei rechtsextremen Leuten, aber auch in der Mitte der Gesellschaft und ebenso bei einigen wenigen Linken. Hat keiner bestritten. Mir ging es aber im Moment um andere Thesen und Begriffe (siehe oben), bei denen Dark Angels Argumentation jedes Mal glatt dem AfD-Programm oder irgendwelchen Sarrazin-Verlautbarungen entnommen sein könnte. Man schaue sich nur ihre Kommentare an zu solchen Stichwörtern wie Gender, Feminismus, Gleichberechtigung, Kultur, Volk, Nation, Integration, Identität, Islam. Das klingt echt nicht nach FDP, was sie dazu schreibt, sondern schlicht nach festen neurechten Überzeugungen.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon pikant » Di 7. Nov 2017, 13:22

Selina hat geschrieben:(07 Nov 2017, 13:18)

Stimmt. Natürlich gibt es Antisemitismus, besonders stark bei rechtsextremen Leuten, aber auch in der Mitte der Gesellschaft und ebenso bei einigen wenigen Linken. Hat keiner bestritten. Mir ging es aber im Moment um andere Thesen und Begriffe (siehe oben), bei denen Dark Angels Argumentation jedes Mal glatt dem AfD-Programm oder irgendwelchen Sarrazin-Verlautbarungen entnommen sein könnte. Man schaue sich nur ihre Kommentare an zu solchen Stichwörtern wie Gender, Feminismus, Gleichberechtigung, Kultur, Volk, Nation, Integration, Identität, Islam. Das klingt echt nicht nach FDP, was sie dazu schreibt, sondern schlicht nach festen neurechten Überzeugungen.


unbestritten ist das Gesellschaftsbild der FDP nicht mit der vertretenen Ansichten von diesem genannten User in Einklang zu bringen.
es ist auch Meinungsfreiheit die Partei zu waehlen, wo man die wenigsten Schnittpunkte hat :D
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schelm » Di 7. Nov 2017, 13:38

Selina hat geschrieben:(07 Nov 2017, 13:03)

Wo siehst du hier eine Nazikeule, schelm? Ihr Neurechten könnt hier doch ungehindert reden und eure Thesen erörtern. Und man sagt nicht "Nazis" zu euch. Tut man das, gibts doch sofort Schelte. Und jetzt sitzen sogar einige eurer Ober-Nazis, ähmmmm, sorry, Ober-Neurechten im Bundestag, da lässt es sich noch viel besser schwadronieren über eine "neue rechte Republik". Nicht? Neulich kam den Reisenden auf unserem Hauptbahnhof ein straff marschierender Trupp von etwa hundert schwarz gekleideten und streng gescheitelten jungen Männern schweigend entgegen. Sie trugen alle diese gewissen typischen Markenklamotten, die man rechts gerne trägt. Ihr Blick war entschlossen und ja, auch ein wenig wirr. Einige Reisende wären fast in die Gleise geschubst worden, so raumgreifend marschierte diese "Hundertschaft" dort auf. Gruseliges Bild. Ich dachte: Soll das jetzt die Zukunft des Landes sein? Oder geht dieser Spuk schnell wieder vorbei?

Die unterschiedlichen Standards innerhalb der Gesellschaft fallen sofort ins Auge, leider nützt es überhaupt nichts sie beispielhaft zu illustrieren, es entspricht nicht dem Willen derer die zur PC zuzurechnen sind, sie zur Kenntnis zu nehmen.

Trotzdem versuche ich es erneut :

Die absolute Mehrheit der Ostdeutschen sind keine ( NSU ) Terroristen, also gute Ossis. Die ständige, sogenannte Kritik an den Ostdeutschen ist in Wahrheit Hetze durch Generalverdacht und Ausdruck von Ossiphobie. NSU und andere bedauerliche Einzelfälle werden instrumentalisiert, um Ressentiments zu schüren und Feindlichkeit gegenüber Ostdeutschen.

Damit kann das Thema beendet werden, es wurde vollständig abgearbeitet, man konzentriere sich jetzt auf den Kampf gegen die Hetzer gegen Ostdeutschland
!

Hast du die Analogie verstanden ?! Und genau so nehmen euch alle kritischen Geister bei der umgekehrten Problematik wahr, wollen sie importierte gleichrangige oder noch spezifischere Probleme zum Diskurs bringen - und zwar seit vielen Jahrzehnten !
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Ein Terraner » Di 7. Nov 2017, 13:40

pikant hat geschrieben:(07 Nov 2017, 13:10)

die meisten Rechtsextremen fuehlen sich uebrigens nicht als Nazis


Jup, viewtopic.php?p=4051557#p4051557
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon pikant » Di 7. Nov 2017, 13:42

schelm hat geschrieben:(07 Nov 2017, 13:38)


[i] Die absolute Mehrheit der Ostdeutschen sind keine ( NSU ) Terroristen, also gute Ossis.


was fuer einen Mist man hier lesen kann , wenn man Ossis als gut bezechnet, nur weil diese in keiner terroristischen Vereingigung Mitglied sind? :rolleyes:
Wahr ist uebrigens, dass die rechten Einstellunen im Osten unseres Landes staerker vorhande sind, als im Westen
Fakt!
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon pikant » Di 7. Nov 2017, 13:44

uwe hat geschrieben:(07 Nov 2017, 01:41)

Deutschland driftet nicht nach Rechts sondern in Richtung Mitte.


klar, denn die linken Parteien in Deutschland kommen nicht mal mehr auf 30%
dieser Linksruck ist frappierend zu nennen und die neue Mitte bildet wohl die AfD?
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Tomaner » Di 7. Nov 2017, 13:56

schelm hat geschrieben:(07 Nov 2017, 12:39)

Genau das ist euer Problem und das der Gesellschaft. Die inhaltliche Auseinandersetzung zu führen löst sich nicht deshalb in ihrer Notwendigkeit auf, weil eurer Meinung nach die falsche Person ihrerseits die Deutungshoheit dazu beansprucht. Ihr glaubt hingegen, weil ein Sarrazin dieses und ein Höcke jenes zu Gehör brachte, könnt ihr den Diskurs darüber tabuisieren, das Thema an sich wäre somit verbrannt, dazu beansprucht ihr wiederum die Deutungshoheit darüber, worum es den falschen Personen ging und worum es bei dem Thema angeblich geht, schlussfolgernd daraus sei es nicht eines Diskurses würdig.

Auf der Strecke bleibt dabei folgendes : Treffen wir wirklich immer rational notwendige Entscheidungen für die Zukunft dieses Landes, oder werden sie teilweise verhindert durch einen spezifischen Umgang mit der Geschichte ? Gelten unsere Maßstäbe beim Umgang mit dieser Geschichte auch für alle Hinzugekommenen, oder legt die Gesellschaft hier doppelte Standards an ? ( Wehret den Anfängen nur für länger hier lebende Personen ? ) Ist die Nazikeule hingegen nicht schon lange ein probates Mittel geworden, um genau den notwendigen Diskurs zu bestimmten Problemen einzuhegen, zu relativieren oder zu verhindern ? Stichwörter : importierte gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus, Homophobie, religiöse Überhöhung, Kollektivismus, Nationalismus, fehlende Emanzipation.

Weder Sarrazin noch Höcke Themen wurden tabusiert. Was Sarrazin betrift wurde er von Wissenschaftlern und Unis nach Strich und Faden zerlegt. Warum soll man noch die nächsten 30 Jahre darüber diskutieren, ob Araber ein Dummheitsgen haben? Um was geht es dir überhaupt? Kaum kommen von Popolisten Aussagen und Nazis bejubeln diese, dürfen diese nicht mehr kritisiert werden? Ihr habt doch gar keine anderen Themen als die, an allem Übel sind Ausländeranteile Schuld! Es werden von euch ausschließlich diese Themen mit diesem Zusammenhang gesetzt und die Gesellschaft hat sich dann auch nur mit dem von euch gesetzten Themen jahrelang auseinander zu setzen? Genau darum geht es euch, soziale Ungerechtigkeiten, Kapitalismusauswirkungen wie jetzt aufgedeckte neue Steuertricks, die sich negativ auf Gesellschaften auswirken, als wirkliche Ursachen auszuklammern und alles auf Ausländer, also von euch gemachten Sündenböcke abzuschieben.

Was ihr weiter fürchtet wie der Teufel das Weihwasser ist, eine seriöse wissenschaftliche Untersuchung der Geschichte, die alle Fakten beinhalten muß. Ihr tut alles, um wahre bekannte Fakten auszuschalten, die nicht eure Ideologie entsprechen. Ursache für Diktaturen, zwei Weltkriege und industrieller Massenmord waren nationalistische Staaten in Europa, zu denen ihr zurück wollt. Dafür ist euch jedes Mittel recht, eben auch die Benutzung von austauschbaren Sündenböcke, die aktuell Ausländer oder Moslems sind, die aber jederzeit durch Arbeitslose, Frauen die abgetrieben haben oder Personen die für linken Organisationen (u.a. Gewerkschaften) arbeiten oder einsetzen.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schelm » Di 7. Nov 2017, 14:12

pikant hat geschrieben:(07 Nov 2017, 13:42)

was fuer einen Mist man hier lesen kann , wenn man Ossis als gut bezechnet, nur weil diese in keiner terroristischen Vereingigung Mitglied sind? :rolleyes:
Wahr ist uebrigens, dass die rechten Einstellunen im Osten unseres Landes staerker vorhande sind, als im Westen
Fakt!

Das ist (leider) nur lupenreine Realsatire. Die gleiche Frage stelle ich mir nämlich seit ca. 26 Jahren, geht es um den Islam und von Seiten der PC kommt gebetsmühlenartig die Reduktion böser Muslim = Terrorist, guter Muslim = friedlich. Eine solche Reduktion der Probleme verunmöglicht natürlich einen notwendigen Blick hinter die Kulissen, auf den Nährwert von importierten Ressentiments gegen Andersgläubige, auf die Wechselwirkungen fehlender Integration, von Abschottung und Segregation, fehlender Modernität und Emanzipation.

Aber Danke für den Hinweis !
Zuletzt geändert von schelm am Di 7. Nov 2017, 14:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 7. Nov 2017, 14:16

pikant hat geschrieben:(07 Nov 2017, 13:42)

was fuer einen Mist man hier lesen kann , wenn man Ossis als gut bezechnet, nur weil diese in keiner terroristischen Vereingigung Mitglied sind? :rolleyes:
Wahr ist uebrigens, dass die rechten Einstellunen im Osten unseres Landes staerker vorhande sind, als im Westen
Fakt!

Magenschmerzen sind gut, weil dann wenigstens nicht der Kopf ab ist? Man kann sich vieles schönreden. Insgesamt gleichen sich Ost und West immer mehr an. Der Jammerossi hat ausgedient viewtopic.php?f=76&t=64884 Das wird manche Parteien noch hart treffen.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon pikant » Di 7. Nov 2017, 14:16

schelm hat geschrieben:(07 Nov 2017, 14:12)

Das ist (leider) nur lupenreine Realsatire. Die gleiche Frage stelle ich mir nämlich seit ca. 26 Jahren, geht es um den Islam und von Seiten der PC kommt gebetsmühlenartig die Reduktion böser Muslim = Terrorist, guter Muslim = friedlich. Eine solche verkürzte Reduktion der Probleme verunmöglicht natürlich einen notwendigen Blick hinter die Kulissen, auf den Nährwert von importierten Ressentiments gegen Andersgläubige, auf die Wechselwirkungen fehlender Integration, von Abschottung und Segregation, fehlender Modernität und Emanzipation.

Aber Danke für den Hinweis !


nichts zu danken, aber mich hat noch kein Muslime darauf angesprochen, in welcher Relgion ich bin.
Als Bundesregierung wuerde ich bresonders im Osten den Kampf gegen Rechtsextremismus unterstuetzen, wo die Glatzen und dieses Gesocks rumlaufen.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schelm » Di 7. Nov 2017, 14:23

pikant hat geschrieben:(07 Nov 2017, 14:16)

nichts zu danken, aber mich hat noch kein Muslime darauf angesprochen, in welcher Relgion ich bin.
Als Bundesregierung wuerde ich bresonders im Osten den Kampf gegen Rechtsextremismus unterstuetzen, wo die Glatzen und dieses Gesocks rumlaufen.

Nein, müssen sie auch nicht. Die Ablehnung deiner Lebensweise durch diverse Mitglieder innerhalb der Gruppe stellt sich nur anders dar : Du bist ein Ungläubiger, Massenaufläufe bei nichtigen Problemen - fehlende Akzeptanz die Regeln der Ungläubigen zu respektieren, gelegentliche Metzelversuche mit Fahrzeugen, Macheten oder Sprengstoff.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schelm » Di 7. Nov 2017, 14:40

pikant hat geschrieben:(07 Nov 2017, 13:42)

was fuer einen Mist man hier lesen kann , wenn man Ossis als gut bezechnet, nur weil diese in keiner terroristischen Vereingigung Mitglied sind? :rolleyes:
Wahr ist uebrigens, dass die rechten Einstellunen im Osten unseres Landes staerker vorhande sind, als im Westen
Fakt!

War klar, der Beitrag würde inhaltlich ignoriert oder " missverstanden " werden, deswegen mache ich es dir etwas schwerer :

So in etwa sieht der Umgang der PC strategisch mit ihr unliebsamen Problemen aus :

Die absolute Mehrheit der Muslime sind keine Terroristen, also gute Moslems. Die ständige, sogenannte Kritik am Islam ist in Wahrheit Hetze durch Generalverdacht und Ausdruck von Islamophobie. Amri und andere bedauerliche Einzelfälle werden instrumentalisiert, um Ressentiments zu schüren und Feindlichkeit gegenüber Muslimen.

Damit kann das Thema beendet werden, es wurde vollständig abgearbeitet, man konzentriere sich jetzt auf den Kampf gegen die Hetzer gegen Muslime und den Islam.


So sähe das Pendant aus zu eurer fortlaufenden Kritik gegen Ostdeutschland :

Die absolute Mehrheit der Ostdeutschen sind keine ( NSU ) Terroristen, also gute Ossis. Die ständige, sogenannte Kritik an den Ostdeutschen ist in Wahrheit Hetze durch Generalverdacht und Ausdruck von Ossiphobie. NSU und andere bedauerliche Einzelfälle werden instrumentalisiert, um Ressentiments zu schüren und Feindlichkeit gegenüber Ostdeutschen.

Damit kann das Thema beendet werden, es wurde vollständig abgearbeitet, man konzentriere sich jetzt auf den Kampf gegen die Hetzer gegen Ostdeutschland
.

Der Unterschied betrifft zwei wesentliche Details : 1. Im Prinzip gibt es keine wahrnehmbare Abwehr der Kritik zu den Problemen in Ostdeutschland auf diesem ignoranten Niveau. 2. Selbst wenn es sie gäbe, so bliebe sie ohne Wirkung, denn die sie vollziehen könnenden Kreise besitzen nicht die Deutungshoheit in der Gesellschaft, die die erstbenannten innerhalb der Staatsräson jedoch innehaben in der Politik, Medien, Parteien und Verbänden.

Deren Vorgehensweise wie o.g. hingegen erzeugt das Machtgefälle und letztlich als Reaktion das, was ihr als " Rääächts " (zunehmend) wahrnehmt.

Und mehr gibt es dazu eigentlich nicht wirklich zu sagen. :rolleyes:
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Dark Angel » Di 7. Nov 2017, 14:42

Selina hat geschrieben:(07 Nov 2017, 12:25)

Du selbst tust das. Hast du nicht gerade geschrieben, du hättest diesmal statt CDU die FDP gewählt? Deine Diktion und der Inhalt der meisten deiner Beiträge ist aber ganz klar AfD-Denken (Stichwörter: Nation, Volk, Kultur, Leitkultur, Islam, Integration). Hab schon oft gedacht, wenn ich deine ausführlichen Erörterungen hier so las, das ist O-Ton Weidel, Gauland, Höcke oder Poggenburg.

Um das AfD-Programm "hoch-und-runter" deklarieren zu können, müsste ich das erstmal kennen, aber genau das tue ich nicht.

Wie du allerdings darauf kommst, Begriffe wie Nation, Volk oder Kultur ausschließlich räääächts verorten und mit der AfD in Verbindung bringen kannst, ist mir ein Rätsel.

Schau mal:
"Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben."

Da ist Deutsches Volk sogar groß geschrieben!
oder hier:
"1) Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit."

Den Begriff "Nation" findest du u.a. bei UNO = Organisation der Vereinten Nationen

Nation (lat) Natio bezeichnet eine größere Gruppe von Menschen, denen gemeinsame Merkmale zugeschrieben werden.
Im politikwissenschaftlichen Sinn bezeichnet Nation einen empathisch geeinten, politisch souverän organisierten und geordneten Staat als Lebens- und Wohngemeinschaft seiner Bewohner, wobei zusätzlich soziopsychologische Gründe betont werden.
Sehr seltsam, dass ganz besonders deutsche Linke mit Begriffen wie Volk und Nation ein so massives Problem haben.
Das ist - denke ich - einmalig auf der Welt.
Die Franzosen sehen das völlig anders und vor allem relaxt - die bezeichen Frankreich nämlich immer noch als Grande Nation.

Kultur - nunja das hatten wir nun schon öffter. Kukltur ist das Komplexe Ganze (vereinfacht) - alles as vom Menschen geschaffen wurde und unsere europäische Kultur zeichnet sich halt ganz besonders durch Aufklärung und humanistische Werte aus.
Dieser augeklärten humanistisch geprägten Kultur steht der Islam mit seinem archaischen Menschen- und Frauenbild mit seinem religiösem Rechtsverständnis nunmal antagonistisch gegenüber.
Das ist eine Tatsache, die von diversen Islamwissenschaftlern - u.a. Prof. Christine Schirrmacher - heraus gearbeitet wurde.

Thema Integration:
"Wir Freie Demokraten wollen, dass Deutschland ein Einwanderungsgesetz und endlich auch ein modernes Staatsbürgerschaftsrecht aus einem Guss bekommt – so wie andere erfolgreiche Einwanderungsländer auch. Die bestehenden Herausforderungen in der Integration bestärken uns in dieser Überzeugung. Viel zu lange haben Konservative genauso wie die politische Linke die Notwendigkeit verbindlicher Integration ignoriert. Konservative wollten keine verbindliche Integration, weil sie nicht anerkannt haben, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. Linke verweigerten Integration, weil sie in dem naiven Glauben verharrten, jeder Einwanderer sei per se eine Bereicherung und Integration gelinge von allein. Beides war eine
gravierende Fehleinschätzung. Wir Freie Demokraten treten für verbindliche Integration ein, mit dem Ziel, dass Einwanderer zu Verfassungspatrioten werden und sich mit unserer offenen Gesellschaft identifizieren"


Tja - ziemlich harsche Kritik an den Linken und ihrer naiven Blauäugigkeit.
Und gaaanz phöse - die FDP fordert bzw erwartet von den Einwanderern (von denen die überwiegende Mehrzahl Muslime sind) ein Identifikation mit unserer offenen Gesellschaft und das bedeutet auch Anerkennung unserer Werte

Und hier hast du sogar eine Schnittstelle mit der AfD
"Dauerhafte Einwanderer wollen wir uns wie jedes andere Einwanderungsland selbst aussuchen."

Ja - ich habe bisher CDU gewählt, aber ich unterstütze Frau Murksels Politik - des weiter so - nicht länger. Da die AfD eben KEINE Alternative ist, habe ich FDP gewählt.
Und nochwas - ich bin es gewöhnt, mir eine eigene Meinung zu bilden und dazu auch die unterschiedlichsten Quellen zu nutzen und die verschiedensten Argumente zu prüfen. Nicht wer etwas sagt, sondern was und wie er es sagt und begründet, ist für mich entscheident. Da kann es sogar vorkommen, dass es Schnittpunkte mit Linken oder Grünen gibt.
Ich lasse mir halt keine Meinung vorgeben!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

Moralische Entrüstung ist der Heiligenschein der Scheinheiligen
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Selina » Di 7. Nov 2017, 14:45

schelm hat geschrieben:(07 Nov 2017, 14:12)

Das ist (leider) nur lupenreine Realsatire. Die gleiche Frage stelle ich mir nämlich seit ca. 26 Jahren, geht es um den Islam und von Seiten der PC kommt gebetsmühlenartig die Reduktion böser Muslim = Terrorist, guter Muslim = friedlich. Eine solche Reduktion der Probleme verunmöglicht natürlich einen notwendigen Blick hinter die Kulissen, auf den Nährwert von importierten Ressentiments gegen Andersgläubige, auf die Wechselwirkungen fehlender Integration, von Abschottung und Segregation, fehlender Modernität und Emanzipation.

Aber Danke für den Hinweis !


Wer sagt denn sowas? Nie gelesen hier. Mir fällt nur eine ungeheure deutsche Arroganz auf, wenn es um Flüchtlinge geht, noch dazu, wenn es um Flüchtlinge muslimischen Glaubens geht. Stattdessen täten wir als Deutsche gut daran, eigene Defizite aufzuarbeiten und uns zu fragen: Wieso ist solch ein brauner Ungeist hier wieder möglich? Und das Jahrzehnte nach dem Schwur von Buchenwald. Wieso? Alles vergessen? Oder war es eigentlich ganz nett in dieser Herrenmenschen-Zeit damals?
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Selina » Di 7. Nov 2017, 14:48

Dark Angel hat geschrieben:(07 Nov 2017, 14:42)

Wie du allerdings darauf kommst, Begriffe wie Nation, Volk oder Kultur ausschließlich räääächts verorten und mit der AfD in Verbindung bringen kannst, ist mir ein Rätsel.


Korrektur: Ich verorte nicht diese Begriffe ausschließlich als rechts, sondern ich halte deine Erklärungen zu diesen Begriffen für neurechte Denkweise. Kleiner, aber feiner Unterschied. Und wenn du immer beklagst, keiner gehe so richtig auf deine heiligen Argumente im Detail ein, kann ich nur antworten: Genau diese Wort- und Sinnverdrehungen der Aussagen anderer User sind es, die es ihnen schwer machen, sich auf deinen Diskurs einzulassen.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz

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