Warum driftet Deutschland nach rechts?

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Warum driftet Deutschland nach rechts?

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Dampflok94
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Dampflok94 » Mi 17. Jan 2018, 09:38

Skeptiker hat geschrieben:(16 Jan 2018, 21:07)

... Meinungs- und Redefreiheit gibt es dann, wenn es nicht nur legal, sondern auch gesellschaftlich akzeptiert ist, seine Meinung ohne Angst vor negativen Auswirkungen sagen zu können. ...

Was für ein Nonsens. Meinungen dürfen bekämpft und geächtet werden. Auch das ist Meinungsfreiheit.

Dazu nur ein Beispiel. Bei den Grünen gab es vor 30 Jahren ein paar Gestalten, die Pädophälie aus der Verbotszone holen wollten. Sprich Sex mit Kindern zulassen wollten. Das wird der Partei noch heute von einigen vorgehalten. Obwohl die Forderung an sich fraglos durch die Meinungsfreiheit gedeckt ist. Wer Dinge fordert, die gesellschaftlich keinerlei Akzeptanz haben, muß damit rechnen zum Außenseiter zu werden.
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schokoschendrezki
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 17. Jan 2018, 09:57

Dampflok94 hat geschrieben:(17 Jan 2018, 09:38)

Was für ein Nonsens. Meinungen dürfen bekämpft und geächtet werden. Auch das ist Meinungsfreiheit.

Dazu nur ein Beispiel. Bei den Grünen gab es vor 30 Jahren ein paar Gestalten, die Pädophälie aus der Verbotszone holen wollten. Sprich Sex mit Kindern zulassen wollten. Das wird der Partei noch heute von einigen vorgehalten. Obwohl die Forderung an sich fraglos durch die Meinungsfreiheit gedeckt ist. Wer Dinge fordert, die gesellschaftlich keinerlei Akzeptanz haben, muß damit rechnen zum Außenseiter zu werden.


Nein! Die "Forderung" ist weder durch Meinungsfreiheit noch durch sonstwas gedeckt. Weil sie nach Paragraph 176 des SGB ("Sexueller Missbrauch von Kindern") gesetzlich verboten ist. Die Gesetze markieren die Grenzen der Meinungsfreiheit. Und das ist wunderbar klar und transparent. Abgesehen vom Rahmen der Gesetze und Ordnungsregelungen (wie StVO) hat es absolut keine Einschränkungen zu geben. Schon gar keine, die auf irgendwelche idiotischen "leitkulturellen" Vorgaben hinauslaufen. Wenns mir einfällt, mich zum Islam zu bekennen, dann tue ich das auch. Und wehe, jemand hindert mich daran! Und auch wenns mir einfällt, in der S-Bahn grundsätzlich Kopfzustehen, werde ich das tun! Und genau deshalb ist auf den Rahmen und die Einhaltung der Gesetze um so mehr zu bestehen.
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Dampflok94
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Dampflok94 » Mi 17. Jan 2018, 10:05

schokoschendrezki hat geschrieben:(17 Jan 2018, 09:57)

Nein! Die "Forderung" ist weder durch Meinungsfreiheit noch durch sonstwas gedeckt. Weil sie nach Paragraph 176 des SGB ("Sexueller Missbrauch von Kindern") gesetzlich verboten ist. Die Gesetze markieren die Grenzen der Meinungsfreiheit.

Doch! Sie haben eine Änderung der Gesetze gefordert. Und das ist selbstredend erlaubt. Natürlich hat jeder das Recht die ersatzlose Streichung des § 176 StGB zu fordern und aller weiteren Gesetze, die dem entgegenstehen. Erinnere dich, es gab damals eine Diskussion um die Abtreibung, als man die Streichung des § 218 forderte. Um damit die Abtreibung zu legalisieren. Natürlich war das völlig legal.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Bleibtreu » Mi 17. Jan 2018, 12:48

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jan 2018, 08:38)

Was ich mich regelmäßig frage ist, wer oder was die Grundlage für dieses bizarre bis perverse Denken gelegt hat und legt.
“Die Gesellschaft“, in Deutschland wohl die Standardausrede No 1 für persönliches Fehlverhalten, kann es nicht sein. Am sozialen Status lässt es sich auch nicht festmachen und ich kann mir schlecht vorstellen, dass die Keimzelle dieses Denkens, wenn denn Denken überhaupt einen Platz in diesem Verhalten hat, solcher Verhaltensweise, generell im Elternhaus gelegt wurde.

Was ist es, was diese Menschen ins Extreme treibt, die in gesichertem Wohlstand leben und doch neiden bis in den Exzess des rechtsaussen Rands?

Darauf gibt es mE keine einfache Antwort und auch keine einfache Loesung - wie immer. Ich glaube auch nicht, dass es unbedingt Neid oder vorrangig Rassismus ist; auch wenn das bei Einigen reinspielen mag. Das ist zu platt. Es ist [Verlust]Angst des eigenen Status, ZukunftsAngst - die gibt es auch bei denen, die nicht so schlecht gestellt sind: [...] Angst vor dem ArbeitsplatzVerlust, vor weniger Verdienst, vor weniger sozialer Absicherung [Rente-KV-ALG], vor "Ueberfremdung", vor unerwuenschter Veraenderung. [...] Wut/Frustration ueber die Politik und die Medien[Berichterstattung]. Das Gefuehl des Ausgeliefert seins. Das Gefuehl nicht gehoert und ernst genommen zu werden. Das Gefuehl manipuliert zu werden. Die FluechtlingsWelle hat das alles noch gesteigert. Und es ist ja nicht so, als haette diese keine Probleme mit sich gebracht und tatsaechlich verschaerft, als wuerde mit der Integration alles rund laufen. Dann die Europa weiten TerrorAnschlaege. Die Probleme, die der konservative Islam + patriarchalische Denke mit sich bringen. Fuer Frauen, fuer Homos, fuer Juden. Da spielt soviel rein...
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Kael » Mi 17. Jan 2018, 13:57

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jan 2018, 08:49)

Das ist Unsinn, niemand diffamiert “die Mitte“ als rechts, die Bevölkerungsmitte ist nach wie vor ein Konglomerat aus gemäßigt links-liberal-konservativ und wählt entsprechend.


Wenn dem so wäre, würde die AfD nicht überall gute Wahlergebnisse erzielen.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Alexyessin » Mi 17. Jan 2018, 14:45

Kael hat geschrieben:(17 Jan 2018, 13:57)

Wenn dem so wäre, würde die AfD nicht überall gute Wahlergebnisse erzielen.


Ostsachsen ist nicht überall.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Selina » Mi 17. Jan 2018, 18:11

Psychologisieren bringt in diesem Fall niemanden weiter. Faschismus ist nun mal systemimmanent. Und auch, wenn es heute noch keinen voll ausgeprägten neuen Faschismus in Europa gibt, sind bestimmte Kräfte auf dem besten Weg dahin.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Polibu » Mi 17. Jan 2018, 18:55

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jan 2018, 08:38)

Was ich mich regelmäßig frage ist, wer oder was die Grundlage für dieses bizarre bis perverse Denken gelegt hat und legt.
“Die Gesellschaft“, in Deutschland wohl die Standardausrede No 1 für persönliches Fehlverhalten, kann es nicht sein. Am sozialen Status lässt es sich auch nicht festmachen und ich kann mir schlecht vorstellen, dass die Keimzelle dieses Denkens, wenn denn Denken überhaupt einen Platz in diesem Verhalten hat, solcher Verhaltensweise, generell im Elternhaus gelegt wurde.

Was ist es, was diese Menschen ins Extreme treibt, die in gesichertem Wohlstand leben und doch neiden bis in den Exzess des rechtsaussen Rands?


Was für ein Fehlverhalten? Es ist doch kein Fehlverhalten, wenn man die ausgeartete Flüchtlingspolitik nicht unterstützt.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Polibu » Mi 17. Jan 2018, 19:03

Bleibtreu hat geschrieben:(17 Jan 2018, 12:48)

Darauf gibt es mE keine einfache Antwort und auch keine einfache Loesung - wie immer. Ich glaube auch nicht, dass es unbedingt Neid oder vorrangig Rassismus ist; auch wenn das bei Einigen reinspielen mag. Das ist zu platt. Es ist [Verlust]Angst des eigenen Status, ZukunftsAngst - die gibt es auch bei denen, die nicht so schlecht gestellt sind: [...] Angst vor dem ArbeitsplatzVerlust, vor weniger Verdienst, vor weniger sozialer Absicherung [Rente-KV-ALG], vor "Ueberfremdung", vor unerwuenschter Veraenderung. [...] Wut/Frustration ueber die Politik und die Medien[Berichterstattung]. Das Gefuehl des Ausgeliefert seins. Das Gefuehl nicht gehoert und ernst genommen zu werden. Das Gefuehl manipuliert zu werden. Die FluechtlingsWelle hat das alles noch gesteigert. Und es ist ja nicht so, als haette diese keine Probleme mit sich gebracht und tatsaechlich verschaerft, als wuerde mit der Integration alles rund laufen. Dann die Europa weiten TerrorAnschlaege. Die Probleme, die der konservative Islam + patriarchalische Denke mit sich bringen. Fuer Frauen, fuer Homos, fuer Juden. Da spielt soviel rein...


Ich habe keine Angst. Vor dem sozialen Abstieg schon mal gar nicht. Die Flüchtlings sind keine Gefahr für einen halbwegs gebildeten Arbeitnehmer.

Ich habe jahrzehntelang die Asylpolitik Deutschlands mitgetragen und für gut befunden. Ich werde mich wohl kaum zum Ausländerfeind gewandelt haben. :) . Ich fand es immer wichtig Menschen in Not zu helfen.

Aber was seit 2015 abgeht trage ich nicht mit. Auf keinen Fall. Das ist ein Durcheinander und Chaos sondergleichen. Jeder kann machen wozu er lustig ist. Ausweis egal, Alter egal, Flüchtling oder Schmarotzer egal, Straftaten auch oft egal, Terrorist oder nicht egal. Ist dieses Land eigentlich völlig bekloppt geworden? Deutschland hat die Kontrolle aus der Hand gegeben beim Thema Asyl.

Gelten Regeln nicht mehr? Unter diesen Umständen will ich keinen einzigen Flüchtling in Deutschland haben. Entweder wird der gesunde Menschenverstand benutzt, wenn man Menschen helfen will oder mit meiner Unterstützung ist nicht zu rechnen.

In Israel werden die Flüchtlinge im übrigen einfach rausgeworfen, wenn sie nicht freiwillig gehen. Hat das für dich auch etwas mit Front National etc. zu tun? Findest du das auch Bizarr?
Zuletzt geändert von Polibu am Mi 17. Jan 2018, 19:32, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Zunder » Mi 17. Jan 2018, 19:03

Selina hat geschrieben:(17 Jan 2018, 18:11)
Faschismus ist nun mal systemimmanent.

War das mal Kalenderspruch des Tages bei einer FDJ-Schulung?

Die einen quatschen von Systemparteien, die anderen von Systemimmanenz.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Polibu » Mi 17. Jan 2018, 19:04

JJazzGold hat geschrieben:(17 Jan 2018, 08:49)

Das ist Unsinn, niemand diffamiert “die Mitte“ als rechts, die Bevölkerungsmitte ist nach wie vor ein Konglomerat aus gemäßigt links-liberal-konservativ und wählt entsprechend.


Natürlich macht ihr das. Alle Nase lang.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon think twice » Mi 17. Jan 2018, 20:09

Polibu hat geschrieben:(17 Jan 2018, 19:03)

Unter diesen Umständen will ich keinen einzigen Flüchtling in Deutschland haben.

Dich fragt aber keiner und du hast auch nichts zu entscheiden.
Im Namen von vielen, tausenden Flüchtlingen, die nichts Anderes wollen, als in Sicherheit und Frieden zu leben, sich Mühe geben und dankbar sind, für die Deutschland und tausende hilfsbereiter Menschen Hoffnung und Rettung sind, sage ich:
Es ist auch gut so, dass IHR nichts zu melden habt!
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Polibu » Mi 17. Jan 2018, 20:15

think twice hat geschrieben:(17 Jan 2018, 20:09)

Dich fragt aber keiner und du hast auch nichts zu entscheiden.
Im Namen von vielen, tausenden Flüchtlingen, die nichts Anderes wollen, als in Sicherheit und Frieden zu leben, sich Mühe geben und dankbar sind, für die Deutschland und tausende hilfsbereiter Menschen Hoffnung und Rettung sind, sage ich:
Es ist auch gut so, dass IHR nichts zu melden habt!


Selbstverständlich fragt mich jemand. Oder was sonst sind Wahlen? Und wie man sieht haben die Wahlen ja auch etwas gebracht. Zwar noch lange nicht ausreichend, aber es geht in die richtige Richtung.

Und in welchen Namen du irgendwas brabbelst interessiert mich nicht.

Gegen viele Tausend Flüchtlinge hätte ich auch gar nichts einzuwenden. Gegen unkontrollierte Einwanderung von Millionen dagegen habe ich sehr wohl etwas. Die vielen Tausend Flüchtlinge können ja in Deutschland bleiben. Die anderen raus. :)
Zuletzt geändert von Polibu am Mi 17. Jan 2018, 20:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon sünnerklaas » Mi 17. Jan 2018, 20:19

think twice hat geschrieben:(17 Jan 2018, 20:09)

Dich fragt aber keiner und du hast auch nichts zu entscheiden.
Im Namen von vielen, tausenden Flüchtlingen, die nichts Anderes wollen, als in Sicherheit und Frieden zu leben, sich Mühe geben und dankbar sind, für die Deutschland und tausende hilfsbereiter Menschen Hoffnung und Rettung sind, sage ich:
Es ist auch gut so, dass IHR nichts zu melden habt!


Gab ja am Wahlabend nur verhaltenen Jubel bei der AfD - und viee lange Gesichter.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Polibu » Mi 17. Jan 2018, 20:22

sünnerklaas hat geschrieben:(17 Jan 2018, 20:19)

Gab ja am Wahlabend nur verhaltenen Jubel bei der AfD - und viee lange Gesichter.


Ich weiss nicht was du dir da am Wahlabend angeschaut hast, aber mit den Bundestagswahlen scheint das nichts zu tun gehabt zu haben. Die AfD hat ein sehr gutes Ergebnis eingefahren. Und genauso wurde es auch von der AfD gesehen. Lange Gesichter gab es keine. Warum auch?
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon sünnerklaas » Mi 17. Jan 2018, 20:32

Polibu hat geschrieben:(17 Jan 2018, 20:22)

Ich weiss nicht was du dir da am Wahlabend angeschaut hast, aber mit den Bundestagswahlen scheint das nichts zu tun gehabt zu haben. Die AfD hat ein sehr gutes Ergebnis eingefahren. Und genauso wurde es auch von der AfD gesehen. Lange Gesichter gab es keine. Warum auch?


Die AfDler, die ich aus dem RL kenne, waren durchweg enttäuscht. Sie hatten mit 20% und mehr gerechnet.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon think twice » Mi 17. Jan 2018, 20:42

Polibu hat geschrieben:(17 Jan 2018, 20:15)

Selbstverständlich fragt mich jemand. Oder was sonst sind Wahlen? Und wie man sieht haben die Wahlen ja auch etwas gebracht. Zwar noch lange nicht ausreichend, aber es geht in die richtige Richtung.

Und in welchen Namen du irgendwas brabbelst interessiert mich nicht.

Gegen viele Tausend Flüchtlinge hätte ich auch gar nichts einzuwenden. Gegen unkontrollierte Einwanderung von Millionen dagegen habe ich sehr wohl etwas. Die vielen Tausend Flüchtlinge können ja in Deutschland bleiben. Die anderen raus. :)

Was haben die Wahlen denn gebracht? Dass 85% der Deutschen entsetzt sind, dass es genug Rechtsradikale gibt, die eine rechtsradikale Partei in den Bundestag katapultiert haben? Das ist ja auch beschämend.
Glaubst du ernsthaft, irgendjemand wird sich jemals mit der AfD zusammentun? Glaubst du, die Partei schafft es in die Regierung? Niemals! Eher koalieren Linke und CSU. ;) Niemals wird die AfD in den Genuss kommen, ihre menschenverachtenden Vorstellungen umzusetzen. Da könnt ihr warten, bis ihr schwarz werdet.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon think twice » Mi 17. Jan 2018, 20:44

sünnerklaas hat geschrieben:(17 Jan 2018, 20:32)

Die AfDler, die ich aus dem RL kenne, waren durchweg enttäuscht. Sie hatten mit 20% und mehr gerechnet.

Du kennst AfDler? :?
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Polibu » Mi 17. Jan 2018, 20:47

think twice hat geschrieben:(17 Jan 2018, 20:42)

Was haben die Wahlen denn gebracht? Dass 85% der Deutschen entsetzt sind, dass es genug Rechtsradikale gibt, die eine rechtsradikale Partei es in den Bundestag geschafft hat. Das ist ja auch beschämend.
Glaubst du ernsthaft, irgendjemand wird sich jemals mit der AfD zusammentun? Glaubst du, die Partei schafft es in die Regierung? Niemals! Eher koalieren Linke und CSU. ;) Niemals wird die AfD in den Genuss kommen, ihre menschenverachtenden Vorstellungen umzusetzen. Da könnt ihr warten, bis ihr schwarz werdet.


Wie kommst du darauf, dass 85% entsetzt sind? Jetzt mal abgesehen davon, dass es um 87% geht. Nur weil 87% eine andere Partei gewählt haben? Komische Argumentation.

Ob sich jemand mit der AfD zusammentut spielt keine Rolle. Ist völlig unerheblich. Wichtig ist, dass erkannt wird, dass man die Wähler zur AfD treibt, wenn man weiterhin auf einen Großteil der Wähler pfeift. Viele haben halt noch aus Gewohnheit oder anderen Gründen nicht die AfD gewählt. So manch einer dachte sich vielleicht "Das wird schon werden"

Aber je deutlicher es wird, dass es eben nicht wird, desto mehr wählen auch die AfD. Das Potenzial ist da. Und um dem entgegenzusteuern muss die Regierung darauf eingehen. Ohne die AfD würde die Sondierungsergebnisse nicht aussehen wie sie aussehen.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon think twice » Mi 17. Jan 2018, 20:53

Polibu hat geschrieben:(17 Jan 2018, 20:47)

Wie kommst du darauf, dass 85% entsetzt sind? Jetzt mal abgesehen davon, dass es um 87% geht. Nur weil 87% eine andere Partei gewählt haben? Komische Argumentation.

Ob sich jemand mit der AfD zusammentut spielt keine Rolle. Ist völlig unerheblich. Wichtig ist, dass erkannt wird, dass man die Wähler zur AfD treibt, wenn man weiterhin auf einen Großteil der Wähler pfeift. Viele haben halt noch aus Gewohnheit oder anderen Gründen nicht die AfD gewählt. So manch einer dachte sich vielleicht "Das wird schon werden"

Aber je deutlicher es wird, dass es eben nicht wird, desto mehr wählen auch die AfD. Das Potenzial ist da. Und um dem entgegenzusteuern muss die Regierung darauf eingehen. Ohne die AfD würde die Sondierungsergebnisse nicht aussehen wie sie aussehen.

Ich glaube nicht, dass mehr Potential als 15% Rechtsradikale da ist. Sie sind der harte Kern von mal 24% AfD-Waehlern, bevor die Partei sich selbst ins Knie geschossen hat mit ihren Rassisten und Antisemiten. Die Anderen haben sich mit Grausen abgewendet. Aber glaubt ruhig weiter, dass sich irgendjemand von euch erpressen lässt.

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