Warum driftet Deutschland nach rechts?

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Warum driftet Deutschland nach rechts?

Diskurs-Hypothese
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soziologische Hypothese
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think twice
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon think twice » Fr 19. Jan 2018, 17:23

H2O hat geschrieben:(19 Jan 2018, 09:48)

Da sind wir ganz einer Meinung! Mit zivilisierten Menschen kann man auch sprechen, kann auf ihre Gedanken eingehen und darlegen, warum sie sich verrannt haben könnten. Vielleicht keimt auch eine Einsicht... auf beiden Seiten.

Würdest du auch mit Islamisten diskutieren? Ich nicht.
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Zunder
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Zunder » Fr 19. Jan 2018, 17:29

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Jan 2018, 08:17)

Wo hab' ich (genau) das behauptet? Den Rest brauch' ich nicht weiterlesen ....

Das ist dreist.


Dampflok94(17 Jan 2018, 09:38):

"Bei den Grünen gab es vor 30 Jahren ein paar Gestalten, die Pädophälie aus der Verbotszone holen wollten. Sprich Sex mit Kindern zulassen wollten. Das wird der Partei noch heute von einigen vorgehalten. Obwohl die Forderung an sich fraglos durch die Meinungsfreiheit gedeckt ist. Wer Dinge fordert, die gesellschaftlich keinerlei Akzeptanz haben, muß damit rechnen zum Außenseiter zu werden."

schokoschendrezki(17 Jan 2018, 09:57):

"Nein! Die "Forderung" ist weder durch Meinungsfreiheit noch durch sonstwas gedeckt. Weil sie nach Paragraph 176 des SGB ("Sexueller Missbrauch von Kindern") gesetzlich verboten ist. Die Gesetze markieren die Grenzen der Meinungsfreiheit."

Deine Verlogenheit ist erbärmlich.

schokoschendrezki(18 Jan 2018, 07:41):
"Es ist verboten, das Verbot der Gesetzesänderung durchs Parlament zu fordern."

Diesen Schwachsinn hast du wahrscheinlich auch nicht behauptet.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Woppadaq » Fr 19. Jan 2018, 17:33

think twice hat geschrieben:(19 Jan 2018, 17:23)

Würdest du auch mit Islamisten diskutieren?


Ich diskutier mit jedem. Das heisst ja noch lange nicht, dass ich seine Meinung teilen muss.
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think twice
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon think twice » Fr 19. Jan 2018, 17:36

Woppadaq hat geschrieben:(19 Jan 2018, 17:33)

Ich diskutier mit jedem. Das heisst ja noch lange nicht, dass ich seine Meinung teilen muss.

Ich wüsste nicht, warum ich meine Zeit und Energie für Diskussionen verschwenden soll mit Leuten, die mich nie verstehen werden und ich sie nicht.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Europa2050 » Fr 19. Jan 2018, 17:54

think twice hat geschrieben:(19 Jan 2018, 17:36)

Ich wüsste nicht, warum ich meine Zeit und Energie für Diskussionen verschwenden soll mit Leuten, die mich nie verstehen werden und ich sie nicht.


Um Zweifel an seinem Dogma zu säen, und um selbst zu lernen, wie die Leute ticken (gilt für die national hirnbefreiten genauso).

Ich gehe aber davon aus, dass ein echter Islamist wohl mit einem Liberalen, der in so einer Diskussion sicher auch verstärkt atheistische Positionen einnehmen würde kaum diskutiert sondern spätestens nach dem ersten: „Existiert Allah überhaupt?“ die Diskussion abbräche.

Wir Hatten vor Jahrzehnten in der Schule einmal eine Diskussion mit einem Imam, der war recht sicher, wenn es drum ging am Christentum rumzumäkeln, aber sofort ins schwimmen kam, wenn man ihn mit sozialistischen Menschenbildern konfrontierte.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon H2O » Fr 19. Jan 2018, 17:58

think twice hat geschrieben:(19 Jan 2018, 17:23)

Würdest du auch mit Islamisten diskutieren? Ich nicht.


Wenn ich hinreichende Islamkenntnisse hätte... warum nicht?
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon think twice » Fr 19. Jan 2018, 18:59

H2O hat geschrieben:(19 Jan 2018, 17:58)

Wenn ich hinreichende Islamkenntnisse hätte... warum nicht?

Ihr habt seltsame Hobbies. :p
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon H2O » Fr 19. Jan 2018, 19:09

think twice hat geschrieben:(19 Jan 2018, 18:59)

Ihr habt seltsame Hobbies. :p


Stimmt; ganz einfach mitmenschlich mit den Leuten reden, wenn sie erträgliche Umgangsformen wahren.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Woppadaq » Fr 19. Jan 2018, 19:36

think twice hat geschrieben:(19 Jan 2018, 17:36)

Ich wüsste nicht, warum ich meine Zeit und Energie für Diskussionen verschwenden soll mit Leuten, die mich nie verstehen werden und ich sie nicht.


Ich bin mir über beides nie so im Klaren. Bei Extremisten ist sicherlich jede Diskussion sinnlos, egal um welche Ideologie es sich handelt, aber nicht jeder ist ein Extremist.

Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, seine Heimatideologie als falsch oder überholt anzuerkennen. Ich werd nicht Leute vorverurteilen, die noch nicht so weit sind. In erster Linie geht es darum, abzuschätzen, wieviel Mensch in meinem Gegenüber noch sitzt. Und sehr oft gibt es da noch Grund zur Hoffnung. Für mich zumindest.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 19. Jan 2018, 19:45

think twice hat geschrieben:(19 Jan 2018, 17:36)

Ich wüsste nicht, warum ich meine Zeit und Energie für Diskussionen verschwenden soll mit Leuten, die mich nie verstehen werden und ich sie nicht.

Ich kann deine Antipathie gegenüber Islamisten, Rassisten, Nationalisten, Rechtspopulisten usw, usf. absolut verstehen und teile sie hundertprozentig. Das ist gar nicht der Punkt. Und nie nie niemals werde ich Rudolf-Steiner-Anhäger verstehen und sie mein Unverständnis wahrscheinlich auch nicht. Auch wenn in dem Fall wenigstens die vordergründig reflexhafte Antipathie erstmal wegfällt. (Erstmal. Wenn ich ein bissel nachdenke, dann allerdings nicht) Aber ich muss unbedingt wissen, was diese Leute umtreibt. Unbedingt. Das bekomme ich nur in direktem Kontakt heraus.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 19. Jan 2018, 19:49

Woppadaq hat geschrieben:(19 Jan 2018, 19:36)

Ich bin mir über beides nie so im Klaren. Bei Extremisten ist sicherlich jede Diskussion sinnlos, egal um welche Ideologie es sich handelt, aber nicht jeder ist ein Extremist.

Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, seine Heimatideologie als falsch oder überholt anzuerkennen. Ich werd nicht Leute vorverurteilen, die noch nicht so weit sind. In erster Linie geht es darum, abzuschätzen, wieviel Mensch in meinem Gegenüber noch sitzt. Und sehr oft gibt es da noch Grund zur Hoffnung. Für mich zumindest.

Ne. Das sehe ich anders. So würde man vielleicht als Kirchenmissioniar über Religion denken. Aber nicht als politisch rational Interessierter über Politik. Ich habe nicht die mindeste politisch missionarische Intention/Illussion.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon think twice » Fr 19. Jan 2018, 19:54

Wenn man sich auf Diskussionen einlässt, demonstriert man, dass man die Meinung des Anderen wert schätzt, auch wenn man nicht mit ihr uebereinstimmt und seinen Diskussionspartner ernst nimmt.
Es gibt aber Leute, die ich nicht wertschaetze, also diskutiere ich auch nicht mit ihnen.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 19. Jan 2018, 20:01

H2O hat geschrieben:(19 Jan 2018, 17:58)

Wenn ich hinreichende Islamkenntnisse hätte... warum nicht?


Mit Islamisten ... nicht mit Anhängern einer islamischen Religion? Grad' heut' hab ich über HR2Wissen eine Sendung über die Aufnahme jesidischer Mädchen und junger Frauen in Deutschland gehört, die von sunnitischen Islamisten in IS-Gebieten in Syrien und Nordirak als Sex-Sklavinnen ge- und verkauft wurden. Schwer erträgliches Zeug. Wahrhaftig! Ich sag mal so: Über die Natur des Menschen sagt es mir wenig Neues. Und in religiöser Hinsicht? Schiiten sind - wenn ich recht verstanden habe - für fanatisierte Sunniten nicht weniger ungläubiges Freiwild als Jesiden oder Christen. Mal abgesehen davon, dass ich ohnehin nicht recht wüsste, wie ein politisches Gespräch mit einem fanatisierten sunnitischen Islamisten zustande kommen sollte ... das würde ich dann doch eher rein theoretisch analysieren wollen.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 19. Jan 2018, 20:07

think twice hat geschrieben:(19 Jan 2018, 19:54)

Wenn man sich auf Diskussionen einlässt, demonstriert man, dass man die Meinung des Anderen wert schätzt

Oh ne, tw, Neh wirklich. Es gibt auch hier so einige, die sich auf Diskussionen mit mir einlassen und von denen ich nicht nur hoffe, dass sie meine Meinungen nicht schätzen sondern wo ich mir so gut wie sicher bin, dass sie das nicht tun. Gottseidank!
Zuletzt geändert von schokoschendrezki am Fr 19. Jan 2018, 21:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon H2O » Fr 19. Jan 2018, 20:08

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Jan 2018, 20:01)

Mit Islamisten ... nicht mit Anhängern einer islamischen Religion? Grad' heut' hab ich über HR2Wissen eine Sendung über die Aufnahme jesidischer Mädchen und junger Frauen in Deutschland gehört, die von sunnitischen Islamisten in IS-Gebieten in Syrien und Nordirak als Sex-Sklavinnen ge- und verkauft wurden. Schwer erträgliches Zeug. Wahrhaftig! Ich sag mal so: Über die Natur des Menschen sagt es mir wenig Neues. Und in religiöser Hinsicht? Schiiten sind - wenn ich recht verstanden habe - für fanatisierte Sunniten nicht weniger ungläubiges Freiwild als Jesiden oder Christen. Mal abgesehen davon, dass ich ohnehin nicht recht wüsste, wie ein politisches Gespräch mit einem fanatisierten sunnitischen Islamisten zustande kommen sollte ... das würde ich dann doch eher rein theoretisch analysieren wollen.


Na, ich bin doch nicht etwa wild hinterher, um mit diesen Zeitgenossen das Gespräch zu suchen! Aber wenn ich angesprochen werde, dann verweigere ich mich nur dann, wenn umgehend klar ist, daß das Gespräch wirklich nur Zeitverschwendung ist. So sehe ich das aber bei Fanatikern aller Schattierungen.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 19. Jan 2018, 21:21

H2O hat geschrieben:(19 Jan 2018, 20:08)

Na, ich bin doch nicht etwa wild hinterher, um mit diesen Zeitgenossen das Gespräch zu suchen! Aber wenn ich angesprochen werde, dann verweigere ich mich nur dann, wenn umgehend klar ist, daß das Gespräch wirklich nur Zeitverschwendung ist. So sehe ich das aber bei Fanatikern aller Schattierungen.

Ja. Ganz allgemein gilt: Politische Diskussion dürfen gern auch kontrovers sein. Müssen gerad' auch mit Menschen geführt werden, deren Meinung man absolut nicht teilt. Die man zwar möglicherweise nicht ansatzweise beeinflussen kann, wo es aber nützlich ist, zu begreifen, was sie antreibt. Und vor allem: Sind nicht im Mindesten als Wohlfühl- und Harmonieveranstaltungen sinnvoll. Was soll ich damit? Ich brauch auch als Musikhörer Disharmonien. Es dürfen durchaus auch die Fetzen fliegen. Natürlich gibt es da dann aber auch irgenndwo Grenzen. Ich glaub', da sind wir uns letztendlich einig ... Und Entäußerungen rein persönlicher Agressionen mögen so heftig sein wie sie wollen ... sind aber letztendlich nur langweilig weil irgendwann voraussehbar.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Skeptiker » Fr 19. Jan 2018, 21:45

Dampflok94 hat geschrieben:(19 Jan 2018, 09:27)
Der Vergleich trägt nicht. Bei deiner hübschen Satire, würde den Frauen ein Recht genommen. Aber welches Recht haben denn nun diese Pöbler, wie Du sie selber nennst, in Wirklichkeit verloren? Nur Bio-Deutschen auf der Straße zu begegnen? Ihnen gefällt eine Entscheidung einfach nicht, aber in ihren Rechten wurden sie nicht beschnitten.


Der Begriff "Pöbel" stammt in dem Zusammenhang von H2O. Er ist allerdings nicht unbedingt falsch, wenn man pöbelt, dann ist man halt ein Pöbler.

Du hast hier juristischer Rechtspositionen verglichen? Dann hast Du es leider missverstanden.

Es ging mir darum H2O, nach dessen Ablehnung der Gesprächsbereitschaft den "Pöblern" gegenüber, ein Verständnis zu vermitteln, warum diese Leute pöbeln. Das kann man nur wenn man jemanden auf der Ebene emotional abholt, wie diese Menschen sie gerade erleben. Daher habe ich zwei GRUNDWERTE gegeneinandergestellt, wie Linke und Rechte sie sehr emotional empfinden. Kulturelle Identität und Innere Sicherheit, die beide mit der Migrationskrise verbunden sind, sind selbstverständlich sehr wichtige Themen für diese Leute.

Ich finde diesen Vergleich auch deshalb passend, weil er ein Beispiel dafür abliefert, was immer wieder von linker Seite bestritten wird. Nämlich, dass unsere Gesellschaft grundsätzlich stark links orientiert ist. Denn während die Abtreibungsstory vollkommen weltfremd und absurd rüberkommt, trifft die daraus übersetzte Migrationsstory die tatsächliche Lebenswelt Konservativer in meinen Augen sehr gut. Die sehen um sich die Welt zusammenbrechen, während ihnen eine faire Auseinandersetzung zu den Themen, insbesondere in den ersten Monaten nach der Grenzöffnung, zunächst verwehrt wurde (der Preis dafür war jedenfalls für viele nicht zu tragen). Gehe gerne Zeile für Zeile durch, einen Mangel an Beispielen gibt es weiss Gott nicht.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Skeptiker » Fr 19. Jan 2018, 22:22

schokoschendrezki hat geschrieben:(19 Jan 2018, 09:09)
Dieses als "in den Rücken fallen" wahrgenommene ... das so, dass es dabei um irgendein ziemlich seltsames Relikt geht.


Mag sein, dass Du das so empfindest, und es ist sicher richtig, dass es nicht mehr das klassische rechts links Schema in der Form zu gibt. Dennoch gibt es in vielen Themen klassische Unterscheidungen zwischen den Lagern. Und da wird einem fast jeder seriöse Politologe bestätigen, dass Frau Merkel die Interessen vieler Konservativer nicht ausreichend vertritt. Ob man das als Linker gut und richtig findet, steht auf einem anderen Blatt. Man wird einem Menschen kaum absprechen können sich gut oder schlecht vertreten zu fühlen.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schokoschendrezki » Sa 20. Jan 2018, 04:58

Zunder hat geschrieben:(19 Jan 2018, 17:29)
Das ist dreist.
...
Diesen Schwachsinn hast du wahrscheinlich auch nicht behauptet.

Hast recht. Ich seh' alles ein.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schokoschendrezki » Sa 20. Jan 2018, 05:04

Skeptiker hat geschrieben:(19 Jan 2018, 22:22)

Mag sein, dass Du das so empfindest, und es ist sicher richtig, dass es nicht mehr das klassische rechts links Schema in der Form zu gibt. Dennoch gibt es in vielen Themen klassische Unterscheidungen zwischen den Lagern. Und da wird einem fast jeder seriöse Politologe bestätigen, dass Frau Merkel die Interessen vieler Konservativer nicht ausreichend vertritt.

Und möglicherweise (?) werden einem die meisten Soziologen aufgrund empirischer Untersuchungen erklären, dass es diese klassischen Konservativen nicht mehr gibt. Die, die noch Anfang der siebziger mit Zigarre in feinem Zwirn im Chefsessel saßen, joggen heute am Strand oder sitzen bei einer Kombination aus Coaching, Survivaltraining und Managerseminar auf 'ner Eisscholle im Nordatlantik.
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