Warum driftet Deutschland nach rechts?

Moderator: Moderatoren Forum 2

Warum driftet Deutschland nach rechts?

Diskurs-Hypothese
16
50%
soziologische Hypothese
16
50%
 
Abstimmungen insgesamt: 32
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 4747
Registriert: Do 29. Sep 2016, 14:33

Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Selina » Do 12. Okt 2017, 12:05

Europa2050 hat geschrieben:(12 Oct 2017, 12:36)

Ich wollte mit meinem Post auch nur @schoko zustimmen, nicht @marmelada widersprechen. Kennst mich doch, immer positiv ;)

Zumal @marmelada auch da Recht hat, wo Liberalismus mit Bequemlichkeit verwechselt wird.

Und doch gewinnt man den Kampf gegen die (hier rechts-) extreme nur über die Köpfe.

Der Rechtsstaat muss die Gesetze durchsetzen - gegen jeden, der meint, sie verletzen zu müssen - nicht „Maßnahmen gegen Rechts“ durchführen. Das ist die Aufgabe jedes aufrichtigen Bürgers und zwar argumentativ und gewaltfrei.

Wo der Staat natürlich eingreifen muss (und vornehmlich gegen Rechtsaußen, weil das Problem fast nur dort entsteht) ist bei Angriffen gegen die Würde und die Grundrechte des Menschen. (Stichwort Hetze)


Ja, ich weiß doch, dass du es positiv meinst ;) Und meine Antwort war auch eher an schoko gerichtet, sie rutschte nur unter dein Posting, vielleicht, um etwas zu bündeln ;) Den Staat hatte ich damit auch gar nicht gemeint und ich glaube, Marmelada auch nicht. Und auch der Liberalismus als politische Idee war nicht gemeint. Zumindest nicht so vordergründig. Das Wort "liberal" wurde hier eher in der alltagssprachlichen Bedeutung von aufgeklärt, freidenkerisch, freigeistig, freiheitlich, tolerant, vorurteilsfrei, vorurteilslos, zwanglos, repressionsfrei (Synonyme für "liberal" laut Duden) verwendet. Im Sinne von "man gibt sich liberal". Und das sehe ich auch so, denn bei dem sichtbaren Rechtsruck sollte man gerade auch als liberal denkender Mensch aus der Deckung kommen und sich nicht bedeckt halten. Letzteres geschieht aber ständig, dieses In-Deckung-Gehen, dieses Schweigen. Und den Satz von dir unterschreibe ich sofort: "Das ist die Aufgabe jedes aufrichtigen Bürgers und zwar argumentativ und gewaltfrei." Darum geht es ja gerade ;)
Zuletzt geändert von Selina am Do 12. Okt 2017, 12:10, insgesamt 1-mal geändert.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Flaschengeist
Beiträge: 907
Registriert: Mi 6. Apr 2016, 16:23

Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Flaschengeist » Do 12. Okt 2017, 12:09

pikant hat geschrieben:(12 Oct 2017, 13:04)

Die FDP ist liberal und die CDU konservativ.
im Kampf gegen Rechtsaussen sind diese beiden Parteien dabei.



Sie meinen im Kampf gegen politische Gegner.

Die CDU war konservativ. Deshalb gibt es jetzt die AfD.
„Nur in Deutschland wird mir vorgeworfen, ich wäre deutschfreundlich“ :)

Christopher Clark
Benutzeravatar
Progressiver
Beiträge: 1651
Registriert: Sa 31. Mär 2012, 23:37
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Progressiver » Do 12. Okt 2017, 18:14

Die FDP ist etwas wirtschaftsliberaler als die CDU. Ansonsten ist sie genau so gesellschaftlich konservativ wie die Unionsparteien. In den 1970ern war das mal anders. Da war sie eine progressive Kraft. Das gesellschaftlich liberale Element wurde jedoch 1982 beerdigt, als die sozialliberale Koalition sich auseinanderdividierte.

Die CDU dagegen ist strukturkonservativ. Alles soll für immer so bleiben, wie es ist. Und nur im Notfall wird sich modernisiert. Die AfD wiederum, die im Zusammenhang mit dem Holocaust von einem "Schuldkult" spricht, will die Rolle rückwärts in die ganz finsteren Zeiten.
"Skepsis ist der erste Schritt auf dem Weg zur Philosophie." (Denis Diderot)
Benutzeravatar
Sole.survivor@web.de
Beiträge: 4282
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 19:37
Benutzertitel: Change Agent

Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 12. Okt 2017, 20:57

Die AfD ist in weiten Teilen ein NPD-Ersatz für kuschelbedürftige Nazis, die nicht im Abseits stehen wollen. Ein falsches Verständnis von Meinungsfreiheit seitens der Demokraten, zu denen diese Leute nicht oder nicht mehr gehören, bedient diese Sehnsucht nach folgenlosem rumnazen. Das ist schon ziemlich schade. Die Krönung ist dann, dass solche Thesen nicht nur ventiliert werden dürfen sondern ihre Zurückweisung noch mit formalem Blabla kritisiert wird - so gesehen letztens in einer Talkschau. Es handelt sich nicht um eine spannende neue Art, die Quote zu retten, obwohl man in HD die Falten besser sieht. Es handelt sich um einen Angriff auf jene Gesellschaft, die in ihrer Verwechslung von Freiheit und Folgenlosigkeit dieses Gezücht nicht rechtzeitig und entschlossen an den Rand schiebt.
Striving for Excellence, Demonstrating Integrity, Activating Leadership, Acting Sustainably, Enjoying Participation, Living Diversity, Eating Meat.
Woppadaq
Beiträge: 1714
Registriert: So 8. Apr 2012, 10:29

Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Woppadaq » Do 12. Okt 2017, 22:05

Flaschengeist hat geschrieben:(12 Oct 2017, 13:09)
Die CDU war konservativ.


Haben die Reps auch mal gesagt.

Das witzige ist, dass die AfD unter Lucke, Henkel und Petry dasZeug zu einer deutschen FPÖ hatte. Aber auf die gesamtdeutsche Radikalisierungstendenzen von Parteien rechts von der CDU/CSU konnte man sich bis jetzt immer verlassen.

Find ich sehr beruhigend.
busse
Beiträge: 631
Registriert: Mo 23. Mai 2016, 09:34

Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon busse » Fr 13. Okt 2017, 06:54

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(12 Oct 2017, 21:57)

Die AfD ist in weiten Teilen ein NPD-Ersatz für kuschelbedürftige Nazis, die nicht im Abseits stehen wollen. Ein falsches Verständnis von Meinungsfreiheit seitens der Demokraten, zu denen diese Leute nicht oder nicht mehr gehören, bedient diese Sehnsucht nach folgenlosem rumnazen. Das ist schon ziemlich schade. Die Krönung ist dann, dass solche Thesen nicht nur ventiliert werden dürfen sondern ihre Zurückweisung noch mit formalem Blabla kritisiert wird - so gesehen letztens in einer Talkschau. Es handelt sich nicht um eine spannende neue Art, die Quote zu retten, obwohl man in HD die Falten besser sieht. Es handelt sich um einen Angriff auf jene Gesellschaft, die in ihrer Verwechslung von Freiheit und Folgenlosigkeit dieses Gezücht nicht rechtzeitig und entschlossen an den Rand schiebt.


Stimmt, alles Nazis. Nachdem es nicht gelungen ist die Diskurshoheit in Vergangenheit wiederzufinden und es an den Wahlurnen ein böses Erwachen gab , wird's das Nazigeschreie immer höher und schriller. Dumm ist nur das weite Teile der (Wahl-) Bevölkerung das schrille Geschreie am Selbigen vorbeigeht.
busse
Benutzeravatar
Sole.survivor@web.de
Beiträge: 4282
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 19:37
Benutzertitel: Change Agent

Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Fr 13. Okt 2017, 06:58

busse hat geschrieben:(13 Oct 2017, 07:54)

Stimmt, alles Nazis.

Nicht alles, aber in weiten Teilen. Der Rest muss sich mal überlegen, ob er damit sympathisiert, ob es ihm egal ist oder ob es nicht Zeit ist, weiterzuziehen. Es nicht gemerkt zu haben ist langsam kaum zu glauben.
Striving for Excellence, Demonstrating Integrity, Activating Leadership, Acting Sustainably, Enjoying Participation, Living Diversity, Eating Meat.
Marmelada
Beiträge: 7942
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 00:30

Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Marmelada » Fr 13. Okt 2017, 11:23

Selina hat geschrieben:(12 Oct 2017, 13:05)

Ja, ich weiß doch, dass du es positiv meinst ;) Und meine Antwort war auch eher an schoko gerichtet, sie rutschte nur unter dein Posting, vielleicht, um etwas zu bündeln ;) Den Staat hatte ich damit auch gar nicht gemeint und ich glaube, Marmelada auch nicht. Und auch der Liberalismus als politische Idee war nicht gemeint. Zumindest nicht so vordergründig. Das Wort "liberal" wurde hier eher in der alltagssprachlichen Bedeutung von aufgeklärt, freidenkerisch, freigeistig, freiheitlich, tolerant, vorurteilsfrei, vorurteilslos, zwanglos, repressionsfrei (Synonyme für "liberal" laut Duden) verwendet. Im Sinne von "man gibt sich liberal". Und das sehe ich auch so, denn bei dem sichtbaren Rechtsruck sollte man gerade auch als liberal denkender Mensch aus der Deckung kommen und sich nicht bedeckt halten. Letzteres geschieht aber ständig, dieses In-Deckung-Gehen, dieses Schweigen. Und den Satz von dir unterschreibe ich sofort: "Das ist die Aufgabe jedes aufrichtigen Bürgers und zwar argumentativ und gewaltfrei." Darum geht es ja gerade ;)
Markus Nierth nennt es Das Schweigen der Mitte. So wie er es beschreibt, hat der Rechtsruck im ländlichen Raum Ostdeutschlands mit einer nahezu völligen Inaktivität sowohl der demokratischen Parteien als auch zivilgesellschaftlichen Engagements zu tun. Wer es sich trotzdem traut, hat dann besorgte Bürger im Schlepptau mit Neonazis im Vorgarten stehen, so wie er. Von Morddrohungen usw. ganz zu schweigen.

Von diesem Phänomen abgesehen fällt mir ein sehr bequemer Umgang mit dem Rechtsdrift auf. Noch vor wenigen Jahren hieß es, in den Bundestag würde niemals eine rechtsextreme Partei einziehen. Ich selber war davon überzeugt. Dann zogen sie in die Landtage ein und es hieß "in den Landtagen sind sie drin, aber bei Bundestagswahlen wird traditionell verantwortungsbewusst gewählt". Jetzt sind sie dritte Kraft im Bund bei fallender Tendenz der ersten beiden und wieder hat man eine bequeme Erklärung parat: Deutschland ist jetzt Teil der europäischen Normalität, schließlich sitzen in fast allen europäischen Parlamenten Nationalisten und Ultrarechte. Aber das ist nun einmal nicht normal, sondern ein Zeichen dafür, dass etwas grundlegend nicht stimmt.

Wenn sie zweite oder erste Kraft werden, darf man auf die nächste bequeme Erklärung gespannt sein, soweit es dann noch Gelegenheit dazu gibt.
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 4747
Registriert: Do 29. Sep 2016, 14:33

Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Selina » Fr 13. Okt 2017, 15:02

Marmelada hat geschrieben:(13 Oct 2017, 12:23)

Markus Nierth nennt es Das Schweigen der Mitte. So wie er es beschreibt, hat der Rechtsruck im ländlichen Raum Ostdeutschlands mit einer nahezu völligen Inaktivität sowohl der demokratischen Parteien als auch zivilgesellschaftlichen Engagements zu tun. Wer es sich trotzdem traut, hat dann besorgte Bürger im Schlepptau mit Neonazis im Vorgarten stehen, so wie er. Von Morddrohungen usw. ganz zu schweigen.

Von diesem Phänomen abgesehen fällt mir ein sehr bequemer Umgang mit dem Rechtsdrift auf. Noch vor wenigen Jahren hieß es, in den Bundestag würde niemals eine rechtsextreme Partei einziehen. Ich selber war davon überzeugt. Dann zogen sie in die Landtage ein und es hieß "in den Landtagen sind sie drin, aber bei Bundestagswahlen wird traditionell verantwortungsbewusst gewählt". Jetzt sind sie dritte Kraft im Bund bei fallender Tendenz der ersten beiden und wieder hat man eine bequeme Erklärung parat: Deutschland ist jetzt Teil der europäischen Normalität, schließlich sitzen in fast allen europäischen Parlamenten Nationalisten und Ultrarechte. Aber das ist nun einmal nicht normal, sondern ein Zeichen dafür, dass etwas grundlegend nicht stimmt.

Wenn sie zweite oder erste Kraft werden, darf man auf die nächste bequeme Erklärung gespannt sein, soweit es dann noch Gelegenheit dazu gibt.


Gut geschildert. Die Sorgen sind berechtigt. Und dass einen diese Zustände an das Ende der Weimarer Republik und die Machtergreifung der Nazis in einigen Punkten erinnert, ist auch nicht aus der Luft gegriffen. Das wird zwar immer bestritten öffentlich, aber Parallelen gibt es schon. Siehe dieses "Schweigen der Mitte". Ich sehe diese Rechtsdrift allerdings als gesamtdeutsches Problem und nicht nur als rein ostdeutsches. In zwei Westbundesländern ist die AfD ebenfalls zweistellig in den Bundestag gekommen und woanders im Westen schwingt sie auch eine größere Klappe als noch vor wenigen Jahren.

Was den Protest anbelangt: Ja, da sehe ich im Osten auch besonders viel Passivität und im Westen mehr Aktion dagegen. Das stimmt schon. Nur, dieses latent Rechtsnational- und Rechtsradikal-Sein von 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung, was es schon länger gibt als diesen braunblauen Haufen, das ist klar ein gesamtdeutsches Phänomen. Früher war das nur mehr "gedeckelt" und man ahnte gar nicht so recht, was da hinter den Kulissen alles so an brauner Gesinnung herumwaberte. Aber gegeben hats das schon lange, hüben und drüben. Wie heute allerdings darauf reagiert wird von dieser "Mitte", das ist schon regional ziemlich unterschiedlich. Aber selbst in Sachsen, wo die AfD zur Bundestagswahl stärkste Kraft (!) wurde, gibt es auch einzelne gute Beispiele des Widerstandes, so etwa in Leipzig, wo OB Jung (SPD) rechtzeitig gegen diesen brüllenden und geifernden Mob die demokratischen Kräfte aller Schichten der Stadt mobilisieren konnte. Beziehungsweise hat Jung die protestierenden Kräfte deutlich unterstützt jederzeit. Was woanders gar nicht so selbstverständlich ist. Auch in Leipzig gibt es zwar ein zweistelliges Ergebnis der AfD, aber in Teilen der Stadt lange nicht so hoch wie anderswo im Bundesland. Ich glaube, solch ein Protest, ob der wirksam oder nicht ist, hängt oft von Persönlichkeiten ab, die sich überzeugend an die Spitze stellen und andere mitreißen können.

Schön, dass es solche überparteilichen Protest-Vereine gibt wie diesen hier:

https://www.aufstehen-gegen-rassismus.d ... allgemein/
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Woppadaq
Beiträge: 1714
Registriert: So 8. Apr 2012, 10:29

Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Woppadaq » Fr 13. Okt 2017, 21:17

busse hat geschrieben:(13 Oct 2017, 07:54)

Stimmt, alles Nazis. Nachdem es nicht gelungen ist die Diskurshoheit in Vergangenheit wiederzufinden und es an den Wahlurnen ein böses Erwachen gab , wird's das Nazigeschreie immer höher und schriller. Dumm ist nur das weite Teile der (Wahl-) Bevölkerung das schrille Geschreie am Selbigen vorbeigeht.


Sieht man an den 87%, die die AfD nicht gewählt haben.
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 4747
Registriert: Do 29. Sep 2016, 14:33

Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Selina » Sa 14. Okt 2017, 10:46

Empfehlenswerter Kommentar zur Neuen Rechten und wie hilflos die Linken (im weitestens Sinne links, nicht nur die Partei Die Linke) auf deren Aufstieg reagieren. Der Autor Leo Fischer war Chef des Nachrichtenmagazins »Titanic«. Bei der Bundestagswahl kandidierte er für die Partei »Die PARTEI«. Und bevor gleich wieder jemand sagt, die Quelle sei linksextrem: Nein, das ist sie nicht. Sie ist eine ganz normale überregionale linke Tageszeitung. Hat auch nix mehr mit dem früheren "Zentralorgan" zu tun.

https://www.neues-deutschland.de/artike ... linke.html
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
Chajm
Beiträge: 2046
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 12:27
Wohnort: Tel Aviv

Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Chajm » Sa 14. Okt 2017, 13:50

Selina hat geschrieben:(14 Oct 2017, 11:46)

Empfehlenswerter Kommentar zur Neuen Rechten und wie hilflos die Linken (im weitestens Sinne links, nicht nur die Partei Die Linke) auf deren Aufstieg reagieren. Der Autor Leo Fischer war Chef des Nachrichtenmagazins »Titanic«. Bei der Bundestagswahl kandidierte er für die Partei »Die PARTEI«. Und bevor gleich wieder jemand sagt, die Quelle sei linksextrem: Nein, das ist sie nicht. Sie ist eine ganz normale überregionale linke Tageszeitung. Hat auch nix mehr mit dem früheren "Zentralorgan" zu tun.

https://www.neues-deutschland.de/artike ... linke.html

Wer wird denn sagen, das "ND" sei linksextrem?
Solang man über den Shop auf der Homepage des "ND" noch Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab" bestellen kann ...! :D
https://www.neues-deutschland.de/shop/i ... D=sarrazin
"Where no counsel is, the people fall, but in the multitude of counselors there is safety."
Benutzeravatar
yogi61
Moderator
Beiträge: 48232
Registriert: So 1. Jun 2008, 10:00
Benutzertitel: Lupenreiner Demokrat
Wohnort: Bierstadt von Welt

Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon yogi61 » Sa 14. Okt 2017, 13:52

Chajm hat geschrieben:(14 Oct 2017, 14:50)

Wer wird denn sagen, das "ND" sei linksextrem?
Solang man über den Shop auf der Homepage des "ND" noch Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab" bestellen kann ...! :D
https://www.neues-deutschland.de/shop/i ... D=sarrazin


Warum sollte man das Buch nicht über ND bestellen können? Gehört zum normalen Diskurs in Deutschland und man sollte den Mist auch gelesen haben.
Two unique places, one heart
https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 4747
Registriert: Do 29. Sep 2016, 14:33

Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Selina » Sa 14. Okt 2017, 13:57

Chajm hat geschrieben:(14 Oct 2017, 14:50)

Wer wird denn sagen, das "ND" sei linksextrem?
Solang man über den Shop auf der Homepage des "ND" noch Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab" bestellen kann ...! :D
https://www.neues-deutschland.de/shop/i ... D=sarrazin


Man muss kennen, was man bekämpft :D
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
Chajm
Beiträge: 2046
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 12:27
Wohnort: Tel Aviv

Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Chajm » Sa 14. Okt 2017, 13:59

yogi61 hat geschrieben:(14 Oct 2017, 14:52)

Warum sollte man das Buch nicht über ND bestellen können? Gehört zum normalen Diskurs in Deutschland und man sollte den Mist auch gelesen haben.

So ähnlich "Man muss doch wissen, was der Klassenfeind sendet" haben die SED-Genossen in der DDR auch immer argumentiert, wenn man sie aufs Westfernsehen und den Westrundfunk ansprach!
Wobei ich dir nicht unterstellen möchte, eine Affinität zu jenem illustren Kreis zu haben. ;)
"Where no counsel is, the people fall, but in the multitude of counselors there is safety."
Benutzeravatar
Chajm
Beiträge: 2046
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 12:27
Wohnort: Tel Aviv

Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Chajm » Sa 14. Okt 2017, 14:01

Selina hat geschrieben:(14 Oct 2017, 14:57)

Man muss kennen, was man bekämpft :D

So ähnlich "Man muss doch wissen, was der Klassenfeind sendet" haben die SED-Genossen in der DDR auch immer argumentiert, wenn man sie aufs Westfernsehen und den Westrundfunk ansprach! :D
"Where no counsel is, the people fall, but in the multitude of counselors there is safety."
Benutzeravatar
yogi61
Moderator
Beiträge: 48232
Registriert: So 1. Jun 2008, 10:00
Benutzertitel: Lupenreiner Demokrat
Wohnort: Bierstadt von Welt

Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon yogi61 » Sa 14. Okt 2017, 14:02

Chajm hat geschrieben:(14 Oct 2017, 14:59)

So ähnlich "Man muss doch wissen, was der Klassenfeind sendet" haben die SED-Genossen in der DDR auch immer argumentiert, wenn man sie aufs Westfernsehen und den Westrundfunk ansprach!
Wobei ich dir nicht unterstellen möchte, eine Affinität zu jenem illustren Kreis zu haben. ;)


Naja, ich lese auch die Bildzeitung und höre mir manchmal sogar Kommentare von Peter Hahne oder Sigmund Gottlieb an, man muss schon wissen welcher Schwachsinn verzapft wird um darauf auch reagieren zu können. :)
Two unique places, one heart
https://www.youtube.com/watch?v=Ca9jtQhnjek
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 4747
Registriert: Do 29. Sep 2016, 14:33

Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Selina » Sa 14. Okt 2017, 14:03

Was bist du denn fürn Witzbold, @Chajm? Schreib lieber mal deine Meinung zum verlinkten Kommentar. Das ist das Thema ;)
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
Selina
Beiträge: 4747
Registriert: Do 29. Sep 2016, 14:33

Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Selina » Sa 14. Okt 2017, 14:05

yogi61 hat geschrieben:(14 Oct 2017, 15:02)

Naja, ich lese auch die Bildzeitung und höre mir manchmal sogar Kommentare von Peter Hahne oder Sigmund Gottlieb an, man muss schon wissen welcher Schwachsinn verzapft wird um darauf auch reagieren zu können. :)


Aber am allerhübschesten gehts in der "Achse des Guten" zu. Nur für Hartgesottene ;)
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
Benutzeravatar
Chajm
Beiträge: 2046
Registriert: Mi 4. Jun 2008, 12:27
Wohnort: Tel Aviv

Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Chajm » Sa 14. Okt 2017, 14:16

Selina hat geschrieben:(14 Oct 2017, 15:03)

Was bist du denn fürn Witzbold, @Chajm? Schreib lieber mal deine Meinung zum verlinkten Kommentar. Das ist das Thema ;)

Dem Kommentar kann ich vollinhaltlich zustimmen!
"Der einzigen Partei, die einen konsequent antifaschistischen, konsequent gegen die AfD gerichteten Wahlkampf gemacht hatte, wurde vom Zentralorgan der Besserlinken (TAZ) bescheinigt, letztlich schlimmer als die neue Rechte zu sein."
"Man sollte nicht versuchen, auf Teufel komm raus ein besserer Linker zu sein. Es wäre oft schon genug, überhaupt nur ein Linker zu sein."
"Where no counsel is, the people fall, but in the multitude of counselors there is safety."

Zurück zu „2. Innenpolitik - Verfassung“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast