Warum driftet Deutschland nach rechts?

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Warum driftet Deutschland nach rechts?

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think twice
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon think twice » Di 19. Sep 2017, 17:50

Dark Angel hat geschrieben:(19 Sep 2017, 18:46)

Dumm nur, dass die selbst bekennende AfD-Wähler sind!
Es hören halt nicht alle auf Erdogan! Falls die hier überhaupt türkischer Abstammung sind - keine Ahnung, interessiert mich auch nicht. Sie haben nur einen deutschen Pass und damit sind sie Deutsche. Punkt!

Du weisst nicht, welcher Abstammung sie sind, aber du weisst, dass sie alle einen deutschen Pass haben und bekennende AfD-Waehler sind. Muss man in eurem Dorf erstmal so ne Art Selbstauskunft abgeben, bevor man dort ein Haus kaufen darf? :D
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Adam Smith
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Adam Smith » Di 19. Sep 2017, 17:50

think twice hat geschrieben:(19 Sep 2017, 18:47)

Aha, da werden sich die Russen, Polen, Asiaten, die ueberall in WESTdeutschen Großstädten in abgeschlossenen Vierteln leben aber freuen, zu erfahren , dass sie nicht integriert sind und es auch niemals werden. :D


Integriert ist wer sich an die Gesetze hält und arbeitet. :D
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Adam Smith
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Adam Smith » Di 19. Sep 2017, 17:52

think twice hat geschrieben:(19 Sep 2017, 18:50)

Du weisst nicht, welcher Abstammung sie sind, aber du weisst, dass sie alle einen deutschen Pass haben und bekennende AfD-Waehler sind. Muss man in eurem Dorf erstmal so ne Art Selbstauskunft abgeben, bevor man dort ein Haus kaufen darf? :D


Hier noch mal das Zitat.

Falls die hier überhaupt türkischer Abstammung sind - keine Ahnung, interessiert mich auch nicht


:D
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think twice
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon think twice » Di 19. Sep 2017, 17:54

Adam Smith hat geschrieben:(19 Sep 2017, 18:49)

Es würde mich sehr interessieren, ob diese Einladung ernst gemeint ist. :D

Nein. Sie würde sich wahrscheinlich aufführen, wie damals Sarrazin, als er das erste Mal Kreuzberg besucht hat und den türkischen Gemuesehaendlern auf der Strasse gleich mal erzählt hat, wie unmöglich und unnuetz sie doch sind.
Und sich dann noch empoert hat, dass man ihm in einer türkischen Kneipe den Einlass verwehrt hat.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Milady de Winter » Di 19. Sep 2017, 18:02

MOD - so, nachdem sich einige hier ausgetobt haben, wenden wir uns bitte wieder dem Strangthema bzw. der Strangfrage zu. Wenn Ihr weiter über Integrationswillig- oder Unwilligkeit diskutieren möchtet, dann bitte an anderer Stelle. Ab hier wird der Strang um themenfremde Beiträge bzw. persönliche Kabbeleien erleichtert. Danke für Eure Kooperation.
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think twice
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon think twice » Di 19. Sep 2017, 18:08

OK, zum Thema: warum driftet Deutschland nach rechts?
Ich denke nicht, dass Deutschland nach rechts driftet. Schlappe 10% AfD-Waehler sprechen nicht dafür.
Allerdings sind die Rechten lauter geworden. Sie trauen sich wieder, seit Sarrazin Moslemhetze salonfähig gemacht hat.
Aber nur weil sie laut sind, sind sie nicht mehr geworden.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Milady de Winter » Di 19. Sep 2017, 20:27

MOD - zur Beabeitung geschlossen. Gratulation!
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Milady de Winter » Di 19. Sep 2017, 20:42

MOD - so, das war ne schnelle Nummer. Folgendes:

a) ich habe einiges an Spam entsorgt.
b) ich habe etliche Beiträge der letzten 2 Seiten in den Strang "Grundsatzdiskussion Islam" ausgelagert, dort könnt Ihr die Diskussion dazu fortsetzen.
c) sämtliche themenfremden Beiträge - Spam sowieso - , die in einen anderen Strang gehören, werden ab hier direkt in die Ablage verschoben. Also haltet kurz inne, bevor Ihr postet!
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Selina » Di 19. Sep 2017, 21:19

Sorry, Milady de Winter, aber der Kulturalismus bzw. der "kulturelle Rassismus", über den hier debattiert wurde, gehört eindeutig zu den Erscheinungen der Rechtsdrift in Deutschland. Daher gehört die Diskussion - einschließlich meine letzten Beiträge dazu - auch hierhin.
Drüben im Walde kängt ein Guruh - Warte nur balde kängurst auch du. Joachim Ringelnatz
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Milady de Winter » Di 19. Sep 2017, 21:30

Selina hat geschrieben:(19 Sep 2017, 22:19)

Sorry, Milady de Winter, aber der Kulturalismus bzw. der "kulturelle Rassismus", über den hier debattiert wurde, gehört eindeutig zu den Erscheinungen der Rechtsdrift in Deutschland. Daher gehört die Diskussion auch hierhin.

MOD - es ging in den verschobenen Beiträgen fast nur noch um das allseits beliebte Thema Islam. Dabei wurde das Strangthema kaum noch bis gar nicht mehr touchiert. Es gibt diverse Stränge, die all die genannten Themen ausgiebig bedienen. Wenn sich zu stark vom eigentlichen Thema entfernt wird, gerät die Diskussion in einen Status der Beliebigkeit - da kann man dann über alles mögliche diskutieren. Aber hier ist nicht die Weinstube. Haltet Euch ans Thema und setzt bei Bedarf auch mal eine ausufernde Diskussion in einem passenden Strang fort. Ist in meinen Augen weder zu viel verlangt noch setzt es eine besondere Begabung voraus. Danke.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Selina » Di 19. Sep 2017, 21:54

Vom Prinzip her hast du recht, Milady de Winter. Wenn sich eine Diskussion zu stark vom Strangthema entfernt, sollte eingegriffen werden. Sehe ich auch so. Allerdings finde ich, dass in diesem Fall die diskutierten Themen Rechtsdrift, Kulturalismus, Flüchtlinge und Islam alle eng zusammengehören und durchaus in diesen Thread gehören. All diese Aspekte wurden hier von den Beteiligten meines Erachtens immer unter der Überschrift "Rechtsdrift" diskutiert. So, wie es der Strang-Titel vorgibt.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Ger9374 » Di 19. Sep 2017, 22:13

Viele Wähler fühlen sich durch unsere etablierten
Parteien mehr verarscht wie gut vertreten.
Auch wenn das eine Minderheit darstellt will sie
doch wahrgenommen werden!
Als Nazis,geistig minder bemittelte, braune,pack
erhalten sie nur ignoranz statt antworten auf ihre
bedenken und sorgen. Nur mit einer Protestwahl
wird sich das vielleicht ändern!
Die altparteien sind träge und fern vom alltag des Durchschnittbürgers. Selbst Deutsche mit ausländischen Wurzeln verstehen unsere Politik nicht mehr. Das sagt alles! Mittelmass ist das was Deutsche Realpolitik abliefert, das reicht nicht auf dauer.
:thumbup: Es gibt eine Streitkultur, der Hass gehört ganz gewiss nicht dazu :thumbup: :thumbup: :D

Menschen sind Ausländer irgendwo: :thumbup:
Rassisten sind Arschlöcher überall: :thumbup:
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Woppadaq » Di 19. Sep 2017, 22:26

Ger9374 hat geschrieben:(19 Sep 2017, 23:13)

Viele Wähler fühlen sich durch unsere etablierten
Parteien mehr verarscht wie gut vertreten.


Ich kann mich nicht erinnern, dass das jemals anders war.

Als Nazis,geistig minder bemittelte, braune,pack
erhalten sie nur ignoranz statt antworten auf ihre
bedenken und sorgen. Nur mit einer Protestwahl
wird sich das vielleicht ändern!


Vielleicht sorgt die Proteswahl aber auch dafür, dass die Grünen am Ende in der Regierung sitzen.

Und Rassismus, Vorurteile und Hassaktionen bis hin zum Anstecken von Flüchtlingsunterkünften haben für mich nichts mit "Bedenken und Sorgen" zu tun. Ebensowenig Nazi-Hofierung und Geschichtsrevisionismus der übelsten Sorte.

Die altparteien sind träge und fern vom alltag des Durchschnittbürgers. Selbst Deutsche mit ausländischen Wurzeln verstehen unsere Politik nicht mehr. Das sagt alles! Mittelmass ist das was Deutsche Realpolitik abliefert, das reicht nicht auf dauer.


Nich persönlich nehmen, aber: BLA BLA BLA ! Du sagst damit so viel und praktisch doch gar nichts. Ich frag mich da glatt, ob du überhaupt Probleme mit der Regierung hast, oder nur gern welche hättest, weil es so Spass macht, den Wutbürger rauszukehren.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 20. Sep 2017, 06:48

Dark Angel hat geschrieben:(19 Sep 2017, 17:20)
Gesetze, Strafrecht etc SIND Teil unserer Kultur! Und als Teil unserer Kultur haben sie sehr wohl etwas mit Integration, mit Zusammenleben zu tun. Unser Rechtssystem, als Teil unserer Kultur IST auf das Individuum ausgerichtet und genau da liegt das Problem.

Das Rechtssystem demokratischer Staaten ermöglicht eine absolut freie individuelle Lebensgestaltung. Um es mit einem deutlichen Beispiel zu belegen: Ich kann so frauenfeindlich sein, wie ich will. Ich kann behaupten, die Erde sei eine Scheibe. Und ich kann das meinen Kindern nahelegen. Das geht weder das Rechtssystem noch gar den Staat irgendetwas an. Sobald ich jedoch die geschriebenen Gesetze oder Ordnungsregeln verletze, werden mir die Grenzen gezeigt. Dieser starke und sozusagen unnachgiebige Rechtsgrundsatz und dieser uneingeschränkte Liberalismus freier Individuen sind im Prinzip zwei Seiten ein- und derselben demokratischen Grundsätze. Und das ist auch relativ einfach zu begreifen. Nur für dich, wies scheint, nicht. (Nebenbei: Im angloamerikanischen Raum geht dieser liberale Grundsatz noch ein ganzes Stück weiter. Bei einer Bedrohung individueller Freiheitsrechte leuchten sämtliche Warnlichter auf).

Was Du willst: Die Etablierung einer parallel zum demokratischen Rechsstaat operierenden Kulturpolizei ist nix weniger als ein Frontal-Angriff auf diese liberalen, demokratischen Prinzipien. Konsequent zu Ende gedacht, wird es damit irgendwann möglich sein, dass man in Sachsen zu der Meinung gelangt, meine Art mich zu kleiden, meine bevorzugten Musikstile, mein Verhältnis zu Sexualität und Geschlechtern usw. seien irgendwie unsächsisch und mit dem dortigen Lebensstil nicht vereinbar. Und man wird Volksgerichte einberufen, die mich zur Ausweisung verurteilen.

Wenn irgendetwas an irgendeiner kulturellen Praxis so essentiell ist, dass es verboten oder (umgekehrt) vorgeschrieben sein muss, dann besteht der in einer Demokratie übliche Weg darin, solchen politischen Parteien durch Wahlen eine Mehrheit zu verschaffen, die entsprechende Gesetzesvorlagen erarbeiten und im Parlament eine positive Abstimmung bekommen. So läuft das hier!
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 20. Sep 2017, 07:05

Und zur islamischen Welt und der angeblichen Unvereinbarkeit nochmal: Es ist amateurhaft, unprofessionell, man könnte auch sagen populistisch, sich auf Kulturfragen des täglichen Zusammenlebens zu beschränken. Zu einer adäquaten Weltsicht gelangt man erst, wenn man gleichzeitig die nicht sofort im Alltag sichtbaren Prozesse und Vorgänge betrachtet. Aktuell und nur als ein Beispiel von sehr vielen: Eine kühle Analyse der Rolle von Qatar Airways oder des VAR-Unternehmens Etihar bei der Airberlin-Pleite. Die wesentlichen (im Sinne von übergreifenden Weichenstellungen) Vorgänge spielen sich nämlich nicht in der Einkaufspassage von Oberursel ab, wenn da mal einige bekopftuchte Frauen auftauchen sondern in den Vorstands-Besprechungszimmern großer Unternehmen, wenn es mal um die Beteiligung großer arabischer Fondsgesellschaften geht. So gesehen ist die Bundesrepublik längst, nachhaltig, zu beträchtlichen Teilen und unumkehrbar Teil der islamischen Welt. Hinzu kommen die miltitärischen Konflikte im Nahen Osten bzw. die mulitärische Zusammenarbeit des Westens mit einzelnen arabischen Staaten. Und nur all dies zusammen fügt sich zu einem komplexen Abbild der gegenwärtigen Welt und speziell der Beziehung des Westens zur islamischen Welt zusammen, das mit deiner simplen, kulturalistischen Weltsicht so gut wie nix zu tun hat. Und sie ist kulturalistisch, weil die Behauptung eines "Antagonismus" selbstverständlich wertend ist. Ja, was denn sonst?
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Keoma » Mi 20. Sep 2017, 07:14

schokoschendrezki hat geschrieben:(20 Sep 2017, 08:05)

Und zur islamischen Welt und der angeblichen Unvereinbarkeit nochmal: Es ist amateurhaft, unprofessionell, man könnte auch sagen populistisch, sich auf Kulturfragen des täglichen Zusammenlebens zu beschränken. Zu einer adäquaten Weltsicht gelangt man erst, wenn man gleichzeitig die nicht sofort im Alltag sichtbaren Prozesse und Vorgänge betrachtet. Aktuell und nur als ein Beispiel von sehr vielen: Eine kühle Analyse der Rolle von Qatar Airways oder des VAR-Unternehmens Etihar bei der Airberlin-Pleite. Die wesentlichen (im Sinne von übergreifenden Weichenstellungen) Vorgänge spielen sich nämlich nicht in der Einkaufspassage von Oberursel ab, wenn da mal einige bekopftuchte Frauen auftauchen sondern in den Vorstands-Besprechungszimmern großer Unternehmen, wenn es mal um die Beteiligung großer arabischer Fondsgesellschaften geht. So gesehen ist die Bundesrepublik längst, nachhaltig, zu beträchtlichen Teilen und unumkehrbar Teil der islamischen Welt. Hinzu kommen die miltitärischen Konflikte im Nahen Osten bzw. die mulitärische Zusammenarbeit des Westens mit einzelnen arabischen Staaten. Und nur all dies zusammen fügt sich zu einem komplexen Abbild der gegenwärtigen Welt und speziell der Beziehung des Westens zur islamischen Welt zusammen, das mit deiner simplen, kulturalistischen Weltsicht so gut wie nix zu tun hat. Und sie ist kulturalistisch, weil die Behauptung eines "Antagonismus" selbstverständlich wertend ist. Ja, was denn sonst?


Und wen interessiert im täglichen Leben, was Qatar Airways und die Airberlin miteinander zu tun haben?
Im täglichen Leben interessieren die muslimischen Lebensrealitäten, die Rückbesinnung von einer immer größeren Anzahl von Migranten auf die Religion bzw. eine immer strengere Auffassung davon.
Die entstehenden Parallelgesellschaften, bei denen deine hochgelobte Individualität nichts zählt, das Kollektiv alles bedeutet.
Im schlimmsten Fall wird der Anspruch auf Individualität vom Kollektiv Familie so beantwortet:
http://diepresse.com/home/panorama/wien ... -Schwester

Und ja, warum soll man es nicht werten oder vielleicht gar nicht ansprechen, dass sich immer mehr Muslime in Europa an einem Gesellschaftsbild, das aus dem Mittelalter stammt, orientieren?
Wenn dir das egal ist, bitte.
Dem Zusammenleben ist es nicht zuträglich, wenn eine Minderheit, die allerdings stetig im Wachsen begriffen ist, scheibchenweise ihre Lebensanschauungen mehr oder weniger der Allgemeinheit aufs Auge drücken will.
Jeder hat ein Recht auf meine Meinung.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 20. Sep 2017, 07:20

Milady de Winter hat geschrieben:(19 Sep 2017, 22:30)

MOD - es ging in den verschobenen Beiträgen fast nur noch um das allseits beliebte Thema Islam. Dabei wurde das Strangthema kaum noch bis gar nicht mehr touchiert. Es gibt diverse Stränge, die all die genannten Themen ausgiebig bedienen. Wenn sich zu stark vom eigentlichen Thema entfernt wird, gerät die Diskussion in einen Status der Beliebigkeit - da kann man dann über alles mögliche diskutieren. Aber hier ist nicht die Weinstube. Haltet Euch ans Thema und setzt bei Bedarf auch mal eine ausufernde Diskussion in einem passenden Strang fort. Ist in meinen Augen weder zu viel verlangt noch setzt es eine besondere Begabung voraus. Danke.


Aus einer aktuellen Analyse zur jüngeren Entwicklung und der internen Machtkämpfe der AfD:
2015 wird die Islamkritik das beherrschende Thema

Auf dem Sonderparteitag Anfang Juli 2015 in der Grugahalle in Essen muss der Parteichef aber feststellen: Er hat sich verrechnet. Das Thema Islamkritik ist längst das beherrschende geworden.

(http://www.deutschlandfunk.de/machtkaempfe-vor-der-wahl-ungewisser-kurs-der-afd.724.de.html?dram:article_id=395719)

Wenn der Rechstruck in der AfD von einer "Professorenpartei" (wie es in der Sendung leicht ironisch hieß) zu einer ziemlich eindeutig rechtsextremen Partei vorrangig in der Konzentration auf das Thema "Islamkritik" besteht, dann wiederspiegelt die Fokussierung auf dieses Thema in diesem Thread zur Rechtsdrift in Deutschland einfach nur solche Tendenzen.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 20. Sep 2017, 07:34

Keoma hat geschrieben:(20 Sep 2017, 08:14)
Und wen interessiert im täglichen Leben, was Qatar Airways und die Airberlin miteinander zu tun haben?
Im täglichen Leben interessieren die muslimischen Lebensrealitäten, die Rückbesinnung von einer immer größeren Anzahl von Migranten auf die Religion bzw. eine immer strengere Auffassung davon.

Na, worauf Du dich so "rückbesinnst" will ich lieber nicht wissen ...

Wenn man sich für übergreifende Zusammenhänge, globale Entwicklungen, politische Tendenzen usw. usf. jenseits des täglichen Lebens nicht interessiert, braucht man auch nicht an politischen Diskussionen teilnehmen. Schlicht und einfach. Das Internet ist voll von Plattformen, Foren usw. usf. zu Fragen des "täglichen Lebens".

Und ganz grundsätzlich: Ich kann mit Fug und Recht behaupten, mitten in einem "täglichen Leben" zu stehen. Mit all dem, was zu den Themen Islam, Migranten usw. hier so diskutiert wird. Jeden Tag mehrmals. Woher der verbreitete Pessimismus und sogar die "Angst" - vor irgendwas - kommt, ist mir ein Rätsel. Was mir durch den Kopf geht, wenn ich einen muslimischen Studenten gen Mekka beten sehe, ist vor allem die Frage, warum der neue TU-Berlin-Präsident die öffentlichen Gebetsräume geschlossen hat.

Und um zu verstehen, dass das Auftreten von Terroraktionen aus (vorgeblich) religiösen Gründen in einigen westeuropäischen Ländern mich persönlich weit weit weit weniger wahrscheinlich betreffen wird, als ein nächster tödlicher Autonunfall, muss man nicht erst Mathematik studiert haben.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Yossarian » Mi 20. Sep 2017, 07:52

Unter anderem deswegen?

BBC

Will Germany's new law kill free speech online?
http://www.bbc.com/news/blogs-trending-41042266#
Wenn ich einen Vogel sehe der wie eine Ente watschelt und wie eine Ente schwimmt und wie eine Ente quakt dann nenne ich ihn eine Ente. Und wenn der Vogel dementiert eine Ente zu sein ist es eine russische Ente.
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Re: Warum driftet Deutschland nach rechts?

Beitragvon Alexyessin » Mi 20. Sep 2017, 07:54

Yossarian hat geschrieben:(20 Sep 2017, 08:52)

Unter anderem deswegen?

BBC

Will Germany's new law kill free speech online?
http://www.bbc.com/news/blogs-trending-41042266#


Hier hast du ein Taschentuch. Als wäre gerade die Rechten für freie Rede bekannt. Du weißt genau um was es in diesem Gesetz geht, also laber keine Märchen von der rechten Mimimi Front nach nur weil sie nicht mehr in Ruhe auf Fakkebukke Lügen und Hetzen dürfen.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat

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