Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

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Kibuka
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Kibuka » Mo 20. Mär 2017, 07:08

schelm hat geschrieben:(19 Mar 2017, 22:03)

http://www.achgut.com/artikel/identitaeterae

Schöner Kommentar. :thumbup:


Das ganze Spektakel rund um Erdogan zeigt eindrucksvoll, was die linken Gutmenschen aus unserem Land gemacht haben. Jetzt tanzen uns schon irre Diktatoren aus dem Ausland auf der Nase herum und rufen ihre Landsleute in Deutschland auf durch intensiven Nachwuchs politische Einflussnahme zu nehmen.

Währenddessen führt die SPD ihren "Kampf gegen Rechts" auf Hochtouren fort. In der SPD sitzen dieselben Spinner, wie in Ankara. Erdogan wirft Merkel Nazi-Methoden vor und die SPD wirft der AfD Nazi-Methoden vor. Den Wahnsinn sieht man schon an der SPD Intergrationsbeautragten. Die brüllt nach noch mehr Einflussnahme der nicht integrierten Migranten.

Der Anteil an Migranten an deutschen Schulen explodiert. Wenn das so weitergeht, stellt sich in 30 Jahren nicht mehr die Frage, ob man westliche Werte verteidigen will. Dann werden Leute, wie Erdogan, unser Schicksal bestimmen.
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schelm
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon schelm » Mo 20. Mär 2017, 10:05

Jeder Kaiser hat das Recht nackt vor sein Volk zu treten, aber dafür bedarf es eines Volkes, das nicht blind ist.
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relativ
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon relativ » Mo 20. Mär 2017, 10:10

Jekyll hat geschrieben:(19 Mar 2017, 22:56)

Fall Murat Kurnaz:

https://de.wikipedia.org/wiki/Murat_Kurnaz

Die deutsche Regierung war auffällig "ruhig" damals, ebenso hielt sich die moraliche Empörung der deutschen Bevölkerung auch eher in Grenzen.

Tja, wenn es die Richtigen sind, die Grundrechte mit Füßen treten, dann kann man da schon ein paar Augen zudrücken.

Nein, meine lieben Gastgeber, moralisch seid ihr am Ende....einfach nur am Ende.


Ihr/du seid aber keine Opfer. Auch am Ende des Tages nicht.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Ammianus
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Ammianus » Mo 20. Mär 2017, 12:08

Jekyll schrieb:

Nach deinen Phantasien zu urteilen, die du hier so überaus plastisch darstellst und die übrigens äußerst abartig sind, wärest du in so einem System sicher besser aufgehoben als ich. Deine Gleichgültigkeit den hiesigen Defiziten und Missständen gegenüber inkl. deiner Flucht in eine hedonistische Lebensweise interpretiere ich als eine totale moralische Bankrotterklärung.

Da sind keine Phantasien. Da ist die Dummheit vieler Menschen, egal ob sie nun rote Fahnen mit weißem Halbmond und Stern schwenken und Erdogan bejohlen oder ob sie frenetisch einem Höcke Beifall klatschen. Die meisten Länder mit Todesstrafe sind islamisch geprägte. In Saudistan wird öffentlich geschlachtet und das gern am Freitag. Eins plaus eins ...
Was in der Türkei geschieht, kann ich nicht beeinflussen.
Sollten es bei uns Rote (ich mein jetzt nicht "Die Linke"), Braune (nein, nicht die AfD) oder Prophetengrüne versuchen, ihr Ideal zu verwirklichen, dann kann man Wein, Zigarre und Sessel auch mal gegen ein G36 tauschen. So schlecht, wie es mal gemacht wurde, soll es gar nicht sein.

(vergessen zu quoten, Ammianus)
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Unité 1 » Mo 20. Mär 2017, 12:30

Jekyll hat geschrieben:(19 Mar 2017, 22:37)

Willst du jetzt allen Ernstes behaupten, dass das Beschimpfen von Partnern viel schlimmer sei als das Betreiben eines Guantanmo-Gefängnisses, wo Menschen ohne Anklage jahrelang festgehalten und gefoltert werden? (Der Verantwortliche war der Vorgänger von Obama, G. W. Bush.)

What about Völkermord an Armeniern? What about Drittes Reich? What about Militärputsche in der Türkei? What about Whataboutism?

Reden wir besser in dem Strang mit dem Titel "Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?" nicht über Gründe, die dafür oder dagegen sprechen, nech Jekyll? Wäre ja unschön, wenn es gute Gründe dafür gebe. Reden wir lieber über themenfremdes und versuchen, die Legitimtät des moralischen Anspruchs von Vertretern zu untergraben, um sich nicht der Situation in der Türkei stellen zu müssen. Stellen wir den Vorwurf der Doppelmoral auf den Kopf, in dem wir den Ausgangspunkt nach vorne (oder hinten) verlagern.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon firlefanz11 » Mo 20. Mär 2017, 15:38

Gab es eigtl. schon Demos linksradikaler Deutscher gg Erdogans Versuch Adolf 2.0 zu werden?
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 20. Mär 2017, 17:05

Jetzt brabbelt der selbsternannte Sultan immer sinnloseres Zeug - neuste Idee : „Europa denkt über Gaskammern nach“ sein Verteidigungsminister hat derweil "Bundesnachrichtendienst als Drahtzieher des Putschversuchs vom vergangenen Juli „enttarnt“.

Was kommt als nächstes ? In einer derart autoritätsgläubigen Gesellschaft wie sich nun die Türkei nach dem "Doppelputsch" generiert. Erst ein Fake-Putsch - um dann der "eigentliche Putsch" - die abertausenden von Verhaftungen um so "gut vorbereitet" die geplante Erdokratie vollends zu etablieren.

Da längst nicht alle Türken diese Türkei tatsächlich wollen und die zuvor immerhin noch vorhandenen Reste von im demokratischen Sinn "Checks and Balances" die eigentliche Machtübernahme durch den selbsternannten "Rais" zumindest weiter verzögern könnten, werden alle - auch die möglichen - politischen - juristischen Gegner, kurzerhand und ohne Ansehen der Person öffentlich gut sichtbar und in möglichst erniedrigender Form in die Gefängnisse verfrachtet. Dabei wenig beachtet, werden die Streitkräfte von möglichen Widersachern "gereinigt" - so gesehen hat die Türkei aufgehört ein "sicheres Herkunftsland" zu sein jedenfalls für alle gefühlten und tatsächlichen Gegner aus Politik, Justiz, Polizei, Militär und der noch nicht gleichgeschalteten Presse.

Die für Diktatoren übliche Masche, andere zu Schuldigen zu erklären, kann wie im Lehrbuch für Diktatoren, nun jeder der seinen Verstand noch nicht bei Recep Tayyip Erdogan abgegeben hat, in "real" nachverfolgen. Haufenweise fahnenschwingende Zombies, ein gerade für Deutsche bekanntes Bild aus der jüngeren Geschichte. Die Fahne mit der Farbe des Blutes - statt der Swastika, nun der Halbmond - entrückt hysterische Gesichter - vorn der wutschnaubende Führer... da war doch schon mal was :dead:

Die Idee, die hiesigen Vertreter und kritiklosen Anhänger der AKP, als eine künftige 5. Kolonne zu betrachten, wird bei jeder weiteren verbalen Eskalation dieser Clique immer deutlicher. Einer "Rückführung" in ihr "Traumland" könnte sich als vernünftige Lösung erweisen.... In dieser künstlich durch Ankara aufgeheizten Stimmung, wird die Chance, das es lediglich bei verbaler Eskalation bleibt, von Tag zu Tag geringer.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Jekyll » Mo 20. Mär 2017, 19:17

firlefanz11 hat geschrieben:(20 Mar 2017, 15:38)

Gab es eigtl. schon Demos linksradikaler Deutscher gg Erdogans Versuch Adolf 2.0 zu werden?
Danke, du hast mich wieder daran erinnerst, dass Nazi-Vergleiche zuerst und lange Zeit von deutscher Seite kamen.
Ist das jetzt nicht so eine Art Bagatellisierung der Nazi-Zeit? War Adolf 1.0 lediglich ein autoritärer Machtpolitiker, sonst nichts? War da nicht noch was...etwas ganz Entscheidendes vielleicht?
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Jekyll » Mo 20. Mär 2017, 19:35

Unité 1 hat geschrieben:(20 Mar 2017, 12:30)

What about Völkermord an Armeniern? What about Drittes Reich? What about Militärputsche in der Türkei? What about Whataboutism?

Reden wir besser in dem Strang mit dem Titel "Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?" nicht über Gründe, die dafür oder dagegen sprechen, nech Jekyll? Wäre ja unschön, wenn es gute Gründe dafür gebe. Reden wir lieber über themenfremdes und versuchen, die Legitimtät des moralischen Anspruchs von Vertretern zu untergraben, um sich nicht der Situation in der Türkei stellen zu müssen. Stellen wir den Vorwurf der Doppelmoral auf den Kopf, in dem wir den Ausgangspunkt nach vorne (oder hinten) verlagern.
Selbst Jesus sagte, kümmere du dich erstmal um den Balken in deinem Auge, bevor du mit dem Finger auf andere zeigst (sinngemäß). Willst du dich mit Jesus anlegen, Unité? Willst du das? Erst Erdogan, jetzt Jesus?
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Joker » Mo 20. Mär 2017, 19:41

Jekyll hat geschrieben:(20 Mar 2017, 19:35)

Willst du das? Erst Erdogan, jetzt Jesus?

Bin ja nun nicht gerade besonders bewandt was Religion und Gottheiten angeht

Aber war das nicht umgedreht ?
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 20. Mär 2017, 20:10

Dies völlig durchsichtigen - rhetorisch prächtigen Ablenkungsversuche vom Jetzt und Heute - sollten Dir im Hals stecken bleiben angesichts dieser Vorgänge :
Türkei: Gefangene nach Putschversuch gefoltert hat geschrieben:24. Juli 2016 - Amnesty International hat glaubwürdige Beweise zusammengetragen, denen zufolge Gefangene in offiziellen und inoffiziellen Hafteinrichtungen in der Türkei gefoltert werden. Unter anderem gibt es Berichte über Schläge und Vergewaltigungen. Amnesty fordert, dass unabhängigen Beobachterinnen und Beobachtern sofort Zugang zu allen Hafteinrichtungen gewährt wird, in denen nach dem Putschversuch Personen inhaftiert wurden. Dazu zählen Polizeizentralen, Sportstätten und Gerichtsgebäude. Seit dem gescheiterten Putschversuch vom 15. Juli 2016 sind bereits mehr als 10.000 Menschen inhaftiert worden.
Damit begibt sich die türkische Regierung nach und nach auf das Niveau der "Nachbarn" dem Assad Regime - dort hat man die Todesstrafe nie ausgesetzt, und mordet fleißig. Was in der Türkei gegenwärtig noch fehlt ist die offiziell eingeführte Todesstrafe. Innerhalb des "kleinen Bürgerkriegs" in gewissen Provinzen" z.B. Diyarbakır (kurdisch Amed) wird auch fleißig unter dem Deckmantel der Terroristenbekämpfung getötet - geht also auch "irgendwie" ohne "Todesstrafe".

Da hilft es selbstverständlich erst mal auf die Amis hinzuweisen....
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Unité 1 » Mo 20. Mär 2017, 20:47

Jekyll hat geschrieben:(20 Mar 2017, 19:35)

Selbst Jesus sagte, kümmere du dich erstmal um den Balken in deinem Auge, bevor du mit dem Finger auf andere zeigst (sinngemäß). Willst du dich mit Jesus anlegen, Unité? Willst du das? Erst Erdogan, jetzt Jesus?

Dann nimm dir die Worte vom Zottelkopp zu Herzen und unterlass die bescheidenen Ablenkungsmanöver bzw. schreib doch einfach aus, dass du Kritik aus Deutschland an der Türkei für nicht gerechtfertigt hältst aufgrund des Umgangs mit W. Dürfte wohl für jedes Land der Erde gelten. Auch für die Türkei. Womit sich zeigt, dass Kritik an Erdogan gar nicht geht wegen ... whatever.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Darkfire » Mo 20. Mär 2017, 21:04

Jekyll hat geschrieben:(20 Mar 2017, 19:35)

Selbst Jesus sagte, kümmere du dich erstmal um den Balken in deinem Auge, bevor du mit dem Finger auf andere zeigst (sinngemäß). Willst du dich mit Jesus anlegen, Unité? Willst du das? Erst Erdogan, jetzt Jesus?


Interessante Reihenfolge, erst Erdogan und dann Jesus.
Das wirklich schlimme ist daß du mit deinem Hass gegen die Deutschen auch die mitreinziehst die du wohl als "Haustürken" bezeichnest.

http://www.focus.de/politik/deutschland ... 12106.html

Andererseits jedoch ist er enttäuscht von den Deutschen, deren Vorbehalte gegenüber Türken im Allgemeinen gestiegen seien seit Erdogans Nazi-Vergleichen. „Die Deutschen denken schlechter über uns. Ich verstehe sie nicht. Die Deutschen dürfen nicht alle Türken in einen Sack stecken. Was kann ich dafür, dass Erdogan solche Dinge sagt?“

„Die Emotionen sind auf dem Höhepunkt und die Stimmung sehr erhitzt“, schildert auch die türkischstämmige Bundestagsabgeordnete Ekin Deligöz ihre Erfahrungen gegenüber FOCUS Online. „Dennoch dürfen wir nicht zulassen, dass der Wahlkampf in der Türkei unser Zusammenleben hierzulande langfristig beeinträchtigt.“


Typen wie du, welche hier ganz offensichtlich die Brandstifter spielen und so gerne das "Wir" und "Ihr" benutzen ziehen auch die Türken mit rein welche bisher versuchten einfach nur friedlich in Deutschland zu leben und dabei im Gegensatz zu dir auch glücklich waren.
Man merkt gerade sehr gut was es heißt wenn Populisten und Anhänger von Faschisten hier in Deutschland versuchen ihren Wahlkampf zu führen.

Warum tust du also deinen Landsleuten nicht den gefallen packst deine Koffer und gehst zu Erdogan wenn hier die Nazis herrschen und die Deutschen eh so scheiße sind.

Dann können vielleicht auch die Landsleute glücklich leben die hier ganz gerne sind und eine Bereicherung für das Land sind.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Loki » Mo 20. Mär 2017, 21:13

Jekyll hat geschrieben:(20 Mar 2017, 19:17)
[...] War Adolf 1.0 lediglich ein autoritärer Machtpolitiker, sonst nichts? War da nicht noch was...etwas ganz Entscheidendes vielleicht?

Nicht sämtliche oder nicht die Mehrheit seiner Vorfahren kamen aus dem Land bzw. hatten die Staatsangehörigkeit des Staates, in welchem er wütete.

Ist bei Georgürke recht ähnlich.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 20. Mär 2017, 22:21

Ich könnte mir vorstellen, daß Berlin erstmal abwartet wie das Referendum in der Türkei ausfällt. Wenn Erdogan mit seinem Machtausbau durchkommt, dann könnte ich mir vorstellen, daß Berlin härter auftritt. Wenn Erdogan verliert, dann auch. Die Haltung im Moment ist wohl der Situation geschuldet, daß man Erdogan keine Wahlkampfhilfe bieten möchte. Im Moment.

Dennoch ist der Balanceakt schwierig. Denn man bietet dafür innenpolitisch Wahlkampfhilfe für alle die Unzufriedenen, die mit der Possentheater zwischen Erdogan und einer Kanzlerin, die praktisch auf seine Sprüche nicht reagiert echte Bauchschmerzen bekommen. Und die wählen auch.

Grundsätzlich mag es strategisch intelligent sein nicht auf die Kampagne Erdogans auf dem Niveau einzugehen. Das kann sich aber an den Wahlurnen und dem inneren Frieden in Deutschland rächen. Und andere Staaten schauen sich sehr genau an, wie man mit deutschen Staatsführern umgehen kann. :D
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Marmelada » Mo 20. Mär 2017, 23:53

Jekyll hat geschrieben:(20 Mar 2017, 19:17)

Danke, du hast mich wieder daran erinnerst, dass Nazi-Vergleiche zuerst und lange Zeit von deutscher Seite kamen.
...
Aber nicht von der deutschen Regierung.
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Zunder
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Zunder » Di 21. Mär 2017, 02:10

Jürgen Trittin hatte recht. Das ist entscheidend.
https://youtu.be/yq_ARTrR1bY?t=53m
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon DarkLightbringer » Di 21. Mär 2017, 02:29

Bundeskanzlerin Angela Merkel droht indirekt und lässt indirekt drohen. Sie hatte verlangt, die unsäglichen Vergleiche müssten aufhören, jetzt konstatiert sie persönlich, sie hören nicht auf. Sie deutet quasi ein "Schluß mit lustig" an.

Der Sprecher des Auswärtigen Amtes hatte in der eigentümlichen und fast unnachahmlichen kryptisch-trockenen Poetik formuliert:
"Wenn der Bogen überspannt ist, dann ist der Bogen überspannt, und dann wird es auch Reaktionen der Bundesregierung darauf geben", sagte der Sprecher.
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 39638.html

Es solle aber keinesfalls mit gleicher Münze heimgezahlt werden.

Dennoch dürften alsbald ein paar diplomatische Eklats fällig sein.

Die Angela schlug aber noch mehr vor - OSZE-Beobachter könnten doch das Referendum begleiten und überhaupt, Opposition gehöre zu jeder üblichen Demokratie. Das türkische Volk hat den Putschversuch nicht akzeptiert, warum also solle es dann die Abschaffung der Demokratie akzeptieren. So hat es die Angela natürlich nicht formuliert, wohl aber gemeint. Diplomatisch und freundlich verpackt.

Wenn Recep auf Augenhöhe kommen will, muss er noch wachsen.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 21. Mär 2017, 08:25

Also wenn schon in christlichen Gleichnissen, dann aber korrekt : Zitat aus der Bergpredigt: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“ (Matthäus 7,3) - (Lukas 6:41)

Hier kann man allerdings den "Spieß problemlos umdrehen" - "anderen kleinlich jeden Fehler ankreiden, aber die eigenen, schwerwiegenderen Fehler nicht sehen oder nicht sehen wollen" richtet sich gegen den nachlässigen Erstzitierer - hat er doch mit traumhafter Selbsterkenntnis seine Fehler erkannt und dann diese Aussage in böser Absicht versucht gegen seine Feinde anzuwenden. :?

Mal sehen ob sich eine passende Sure aus dem Koran als Munition für Krieg der Meinungen finden lässt.....

Bis dahin muss Münchhausen genügen "sich am eigenen Zopf / an den eigenen Haaren / am eigenen Haar aus dem Sumpf ziehen" - eine zutreffende Analyse jekyllcher Bemühungen, diese Metapher in ihrer ganzen Schönheit :
"Ein andres Mal wollte ich über einen Morast setzen, der mir anfänglich nicht so breit vorkam. Daher sprang ich zu kurz und fiel nicht weit vom anderen Ufer bis an den Hals in den Morast. Hier hätte ich unfehlbar umkommen müssen, wenn nicht die Stärke meines Armes mich an meinem eigenen Haarzopfe, samt dem Pferde, welches ich fest zwischen meine Knie schloss, wieder herausgezogen hätte"
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon firlefanz11 » Di 21. Mär 2017, 09:19

Jekyll hat geschrieben:(20 Mar 2017, 19:17)
War Adolf 1.0 lediglich ein autoritärer Machtpolitiker, sonst nichts? War da nicht noch was...etwas ganz Entscheidendes vielleicht?

Na ja, wenn Erdolf seine Pläne durchkriegt sind die Kurden vermutlich nur einen Steinwurf davon entfernt die nächsten Genozidopfer zu werden..

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