Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

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Zunder
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Zunder » So 19. Mär 2017, 12:33

Kibuka hat geschrieben:(19 Mar 2017, 11:49)

Deutschland schafft sich in der Tat ab.

Beim siebten Kind rückt Erdolf an und belohnt die fleißige Gebärerin mit dem Mutterhalbmond.
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Jekyll
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Jekyll » So 19. Mär 2017, 12:40

odiug hat geschrieben:(19 Mar 2017, 08:35)

Aha ... wirklich ... und das ist jetzt aber nicht an den Haaren herbeigezogen :?:
Nein. Ein kreativer Geist, der vor Dynamik nur so strotzt, findet immer Wege und Möglichkeiten, sich durchzusetzen.

Wenn auslaendische Funktionaere zu solchen "Tricks" greifen muessen, dann ist doch schon von vornherein was faul an der ganzen Veranstaltung :rolleyes:
Versuch es mal mit Logik; wenn die türkische Seite aufgrund der unkooperativen Haltung der Deutschen (!) zu solchen Umwegen zurückgreifen muss - auf wen fällt dann das alles zurück? Zur Erinnerung: Die Türken wollten einfach nur eine Wahlkampfveranstaltung abhalten, nichts anderes. Die Beschimpfungen kamen erst nach der Blockadepolitik der deutschen Seite.

Ausserdem stimmt dein Verweis auf die Meinungsfreiheit so nicht ... siehe Bundes Verfassungsgericht.
http://www.zeit.de/news/2017-03/10/urte ... r-10142203
Erstens steht da ein "kann" (ist also nicht zwingend gültig), außerdem bezieht sich das Urteil auf Politiker, die auch als solche auftreten (wollen). Niemand kann einen türkischen Politiker davon abhalten, als Privatmensch einzureisen und etwa in einem Kulturverein sich mit Landsleuten zu unterhalten bzw. Reden vor ihnen zu halten. Und ob so ein Urteil auch auf konsularischem Boden Gültigkeit hätte, müsste auch geklärt werden.
Kahn hat es begriffen => https://youtu.be/GMnBOQAxe4c
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Milady de Winter » So 19. Mär 2017, 12:49

MOD - werte User, tut mir und Euch einen Gefallen und lasst Spam und Spitzen stecken, egal ob direkt oder indirekt platziert! Zudem geht es hier um die Frage, ob der Wahlkampf türkischer Politiker auf deutschem Boden verboten werden sollte, und nicht um die Geburtenraten der Frauen in Deutschland. Und wer sich allgemein bzw. im besonderen mit Erdogan oder der Türkei auseinandersetzen möchte, der möge dies bitte in Forum 34 tun. Danke für Eure Kooperation.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon odiug » So 19. Mär 2017, 12:50

Jekyll hat geschrieben:(19 Mar 2017, 12:40)

Nein. Ein kreativer Geist, der vor Dynamik nur so strotzt, findet immer Wege und Möglichkeiten, sich durchzusetzen.

Versuch es mal mit Logik; wenn die türkische Seite aufgrund der unkooperativen Haltung der Deutschen (!) zu solchen Umwegen zurückgreifen muss - auf wen fällt dann das alles zurück? Zur Erinnerung: Die Türken wollten einfach nur eine Wahlkampfveranstaltung abhalten, nichts anderes. Die Beschimpfungen kamen erst nach der Blockadepolitik der deutschen Seite.

Erstens steht da ein "kann" (ist also nicht zwingend gültig), außerdem bezieht sich das Urteil auf Politiker, die auch als solche auftreten (wollen). Niemand kann einen türkischen Politiker davon abhalten, als Privatmensch einzureisen und etwa in einem Kulturverein sich mit Landsleuten zu unterhalten bzw. Reden vor ihnen zu halten. Und ob so ein Urteil auch auf konsularischem Boden Gültigkeit hätte, müsste auch geklärt werden.

Nochmals ... dein Anspruch, hier als Tuerke in Deutschland tuerkischen Wahlkampf zu veranstalten, ist durch nichts gedeckt ... auch nicht durch das Recht auf freie Meinungsaeusserung.
Er beruht auf der Kulanz der deutschen Regierung.
Diese hat gute Gruende ... stimmt und will ich auch nicht abstreiten, jedoch ist sie kein Recht, auf das du dich berufen kannst oder das von Erdogan eingeklagt werden kann.
Es wird gewaehrt ... und diese Gewaehrung ist an Bedingungen geknuepft.
Werden diese Missachtet, kann dieses "Recht" auch zurueckgezogen werden.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Jekyll » So 19. Mär 2017, 12:52

Kibuka hat geschrieben:(19 Mar 2017, 11:49)

Deutschland schafft sich in der Tat ab.
Überfremdungsängste dürften damit nicht gerade gemindert werden. Punktgenau getroffen.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Loki » So 19. Mär 2017, 12:58

Jekyll hat geschrieben:(19 Mar 2017, 12:40)
[...] Niemand kann einen türkischen Politiker davon abhalten, als Privatmensch einzureisen und etwa in einem Kulturverein sich mit Landsleuten zu unterhalten bzw. Reden vor ihnen zu halten.

Nebenbei: Ein Handwerker nicht in Arbeitskleidung arbeitet auch nicht schwarz, könnte man nun dem Finanzamt versuchen so zu erklären...
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Jekyll » So 19. Mär 2017, 13:01

odiug hat geschrieben:(19 Mar 2017, 08:31)

Macht Trump auch.
Ein Meister darin ist Putin.
Der macht das nur um vieles geschickter als die beiden.
Er schafft es sogar, dabei rational rueber zu kommen.
Das ist eine Kunst.
Das ist keine Kunst bei ihm. Er ist einfach nur schüchtern.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Jekyll » So 19. Mär 2017, 13:04

Loki hat geschrieben:(19 Mar 2017, 12:58)

Nebenbei: Ein Handwerker nicht in Arbeitskleidung arbeitet auch nicht schwarz, könnte man nun dem Finanzamt versuchen so zu erklären...
Es gibt Situationen im Leben, die können am besten mit Flexibilität und Toleranz gemeistert werden. Nicht alles kann durch kalte, starre Gesetze geregelt werden. Wir sind Menschen, nicht die Borg.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Loki » So 19. Mär 2017, 13:19

Jekyll hat geschrieben:(19 Mar 2017, 13:04)

Es gibt Situationen im Leben, die können am besten mit Flexibilität und Toleranz gemeistert werden. Nicht alles kann durch kalte, starre Gesetze geregelt werden. Wir sind Menschen, nicht die Borg.

Nunja, erkläre das mal dem Finanzamt, daß hier schwarz arbeitende, türkische Politiker auch nur Menschen - und etwa keine Borgs - seien...

Wie viel im Monat verdient denn so ein türk. Politiker ? Wie viel davon ist Pi mal Daumen indirekt "Verdienst" der Tätigkeit im Bundesgebiet ?
Vielleicht bekommt die türk. Partei sogar - ähnlich wie hierzulande die Parteien - pro Wählerstimme (aus dem Bundesgebiet) Wahlkostenerstattung ?
Wird das und die politische Tätigkeit ohne Arbeitserlaubnis sachgemäß versteuert ?



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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon odiug » So 19. Mär 2017, 13:23

Es gibt auch Situationen im Leben, wo man sagen muss:"Es reicht!"
So weit und nicht einen Schritt weiter ... und wenn du dann doch weiter machst, dann schicken wir dich eben wieder zurueck auf Null und du setzt ein paar Runden aus.
Zuletzt geändert von odiug am So 19. Mär 2017, 13:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Jekyll » So 19. Mär 2017, 13:24

Loki hat geschrieben:(19 Mar 2017, 13:19)

Nunja, erkläre das mal dem Finanzamt, daß hier schwarz arbeitende, türkische Politiker auch nur Menschen - und etwa keine Borgs - seien...

Wie viel im Monat verdient denn so ein türk. Politiker ? Wie viel davon ist Pi mal Daumen indirekt "Verdienst" der Tätigkeit im Bundesgebiet ?
Vielleicht bekommt die türk. Partei sogar - ähnlich wie hierzulande die Parteien - pro Wählerstimme (aus dem Bundesgebiet) Wahlkostenerstattung ?
Wird das und die politische Tätigkeit ohne Arbeitserlaubnis sachgemäß versteuert ?



Bei Schwarzarbeit im großen Maßstab verstehen die Finanzämter keinen Spaß.
Vielleicht sehen das die türkischen Finanzämter nicht so eng. Für türkische Beamte und Angestellte dürfte das türkische Finanzamt zuständig sein.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Jekyll » So 19. Mär 2017, 13:31

odiug hat geschrieben:(19 Mar 2017, 13:23)

Es gibt auch Situationen im Leben, wo man sagen muss:"Es reicht!"
So weit und nicht einen Schritt weiter ... und wenn du dann doch weiter machst, dann schicken wir dich eben wieder zurueck auf Null und du setzt ein paar Runden aus.
Du beschreibst den Moment, wo das (Bauch)Gefühl und der Verstand getrennte Wege gehen und der Erstere über den Letzteren obsiegt (ich hoffe, ich habe das jetzt richtig formuliert). Der übliche Standard an Stammtischen und in Proletenkneipen.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Zunder » So 19. Mär 2017, 13:36

Jekyll hat geschrieben:(19 Mar 2017, 13:31)

Du beschreibst den Moment, wo das (Bauch)Gefühl und der Verstand getrennte Wege gehen und der Erstere über den Letzteren obsiegt (ich hoffe, ich habe das jetzt richtig formuliert). Der übliche Standard an Stammtischen und in Proletenkneipen.

Faschistoide Anmaßungen zurückzuweisen, ist ein Akt zivilisatorischer Notwendigkeit.
Das Bauchgefühl obsiegt, wenn der Mob eine niederländische Fahne verbrennen will, sie aber nicht von einer französischen unterscheiden kann.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon odiug » So 19. Mär 2017, 13:38

Jekyll hat geschrieben:(19 Mar 2017, 13:31)

Du beschreibst den Moment, wo das (Bauch)Gefühl und der Verstand getrennte Wege gehen und der Erstere über den Letzteren obsiegt (ich hoffe, ich habe das jetzt richtig formuliert). Der übliche Standard an Stammtischen und in Proletenkneipen.

Mein "Bauch" sagt mir, dass ich Hunger habe :p
Mein Verstand sagt mir, dass ich diesen dummdreisten Nationalismus hier nicht haben will ... weder den eines Hoeckes, noch den einer Le Pen und auch nicht den eines Erdogan.
Ersterer ist halt deutscher Saatsbuerger ... mit dem muss ich leben.
Zweitere ist EU Buerger ... wenn sie recht bekommt, dann muss ich mit ihr nicht mehr leben ... aber ich muss sie halt tolerieren und dafuer arbeiten, dass sie niemals recht bekommt.
Bei letzteren jedoch hat man Moeglichkeiten, ihn sofort in seine Schranken zu weisen ... also sollte man das auch tun.
Dass man dabei auch den Beifall der falschen Seite ertragen muss ... tja ... damit kann ich leben :p
Aber zu denen kommen wir auch noch :thumbup:
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Loki » So 19. Mär 2017, 14:10

Jekyll hat geschrieben:(19 Mar 2017, 13:24)

Vielleicht sehen das die türkischen Finanzämter nicht so eng. Für türkische Beamte und Angestellte dürfte das türkische Finanzamt zuständig sein.

Das Thema Wahlkosten wird jedenfalls wohl in der türkischen Verfassung erwähnt... http://www.verfassungen.eu/tr/tuerkei82-index.htm
Möglich somit, daß die tatsächlich hierzulande Geld mit Wahlstimmen verdienen.



Und ob Ausländer, die hier im Land arbeiten und damit indirekt oder direkt Geld verdienen, im Bundesgebiet definitiv steuerpflichtig sind, wissen andere Personen sicherlich besser als ich. Doppelbesteuerungsabkommen ist so ein Begriff, der mir hierzu gerade ins Auge gesprungen ist.

Sofern es keine (in dem Fall ungerechte) Ausnahmeregelungen gibt, gilt für die sehr gut verdienenden, ausländischen, politischen Amtsträger doch grundlegend das Gleiche wie für die hier erwähnte Personengruppe: http://www.finanzamt.sachsen.de/4951.html
Oder nicht ?

Jedenfalls hat der kurzzeitige, herbestellte Palmenbeschneider aus der Türkei hier genauso Steuern zu zahlen wie ein Gefolgsmann eines Palastbewohners mit politischen Ambitionen auf Deutschlandtournee, finde ich.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon DarkLightbringer » So 19. Mär 2017, 15:31

Jekyll hat geschrieben:(19 Mar 2017, 12:40)

Nein. Ein kreativer Geist, der vor Dynamik nur so strotzt, findet immer Wege und Möglichkeiten, sich durchzusetzen.

Richtig, weder Panzer noch Gefängnisse können den Ruf der Freiheit aufhalten. Beispiel: Südafrika.

Versuch es mal mit Logik; wenn die türkische Seite aufgrund der unkooperativen Haltung der Deutschen (!) zu solchen Umwegen zurückgreifen muss - auf wen fällt dann das alles zurück? Zur Erinnerung: Die Türken wollten einfach nur eine Wahlkampfveranstaltung abhalten, nichts anderes. Die Beschimpfungen kamen erst nach der Blockadepolitik der deutschen Seite.

Dem ging die unkooperative Haltung des Erdogan-Regimes voraus, etwa der Terrorismus-Vorwurf oder die Verhaftung von Yücel. Die "Wahlkampfmethoden" werden zunehmend kritischer gesehen.

Erstens steht da ein "kann" (ist also nicht zwingend gültig), außerdem bezieht sich das Urteil auf Politiker, die auch als solche auftreten (wollen). Niemand kann einen türkischen Politiker davon abhalten, als Privatmensch einzureisen und etwa in einem Kulturverein sich mit Landsleuten zu unterhalten bzw. Reden vor ihnen zu halten. Und ob so ein Urteil auch auf konsularischem Boden Gültigkeit hätte, müsste auch geklärt werden.

Das Diktatorenpaar der Assads hat beispielsweise Einreiseverbot. Glaube schon, dass sie auch in der Eigenschaft als Touristen eine Festnahme riskieren würden. Gerade über Asma al Assad heißt es, sie habe immer so gern Designer-Möbel in England eingekauft, was nun nicht mehr gehe. Sie dürfte also auch in GB gelistet sein.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon Bleibtreu » So 19. Mär 2017, 15:54

Jekyll hat geschrieben:(19 Mar 2017, 13:31)

Du beschreibst den Moment, wo das (Bauch)Gefühl und der Verstand getrennte Wege gehen und der Erstere über den Letzteren obsiegt (ich hoffe, ich habe das jetzt richtig formuliert). Der übliche Standard an Stammtischen und in Proletenkneipen.

Du beschreibst gerade, wie ErdoganToyboys und Girls von ZivilisationsBeglueckten wahrgenommen werden.
Guido beschreibt die Konsequenz aus der Wahrnehmung solcher UnderdogGroupies. :)
• ... dass Treue auf der Erde wachse und Gerechtigkeit vom Himmel schaue
https://www.mossad.gov.il/Pages/default.aspx
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon DarkLightbringer » So 19. Mär 2017, 16:37

Die türkische Führung legt nach:
An die Kanzlerin gerichtet sagte Erdogan: "Du benutzt gerade Nazi-Methoden."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/r ... 39475.html

Bekanntlich hält die Kanzlerin Derartiges für eigentlich nicht kommentierbar, wie sie so schön sagt. Wir als Bürger können aber in privater Eigenschaft etwas erwidern: Recep, Du redest Quatsch und machst die Türkei kaputt.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon jellobiafra » So 19. Mär 2017, 19:09

DarkLightbringer hat geschrieben:(19 Mar 2017, 16:37)

Die türkische Führung legt nach: http://www.spiegel.de/politik/ausland/r ... 39475.html

Bekanntlich hält die Kanzlerin Derartiges für eigentlich nicht kommentierbar, wie sie so schön sagt. Wir als Bürger können aber in privater Eigenschaft etwas erwidern: Recep, Du redest Quatsch und machst die Türkei kaputt.


Damit dürfte ein Erdogan-Auftritt in Deutschland endgültig vom Tisch sein.
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Re: Türkischen Politiker Wahlkampf auf deutschen Boden verbieten?

Beitragvon DarkLightbringer » So 19. Mär 2017, 19:25

jellobiafra hat geschrieben:(19 Mar 2017, 19:09)

Damit dürfte ein Erdogan-Auftritt in Deutschland endgültig vom Tisch sein.

Er könnte sich ja entschuldigen - wie schon für den Abschuss eines russischen Bombers.
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