Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Moderator: Moderatoren Forum 2

Für Bundeskanzler und -minister:

Ja, Abi/Studium ist Pflicht (bin Akademiker)
3
6%
Ja, ist Pflicht (bin kein Akademiker)
0
Keine Stimmen
Jein, wünschenswert, aber kein Muss (bin Akademiker)
8
17%
Jein, wünschenswert, aber kein Muss (bin kein Akademiker)
5
11%
Nein, ist unwichtig (bin Akademiker)
20
43%
Nein, ist unwichtig (bin kein Akademiker)
10
21%
Sonstiges -> Kommentar (nur im Ausnahmefall ankreuzen, damit die Userakten gefüllt werden können)
1
2%
 
Abstimmungen insgesamt: 47
pikant
Beiträge: 50139
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Beitragvon pikant » Di 14. Feb 2017, 14:32

Lupus hat geschrieben:(14 Feb 2017, 14:31)

Menschen, die nicht über den Tellerrand sehen können, und nur als Fachidioten taugen. Darunter sind mittlerweile auch viele Akademiker.


Politiker schauen meist ueber den Tellerrand und sind keine Fachidioten - sieht man ja auch daran, dass sie viele Posten besetzen.
Benutzeravatar
Lupus
Beiträge: 2236
Registriert: Di 3. Jun 2008, 09:38

Re: Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Beitragvon Lupus » Di 14. Feb 2017, 14:34

pikant hat geschrieben:(14 Feb 2017, 14:32)

Politiker schauen meist ueber den Tellerrand und sind keine Fachidioten - sieht man ja auch daran, dass sie viele Posten besetzen.

Soll das ein Witz sein? Die meisten Politiker haben von nix eine Ahnung und tun nur so, als würden sie an der Frage vorbei antworten. In Wirklichkeit müssen sie Dampf plaudern, weil sie gar keine Ahnung haben, von was sie reden.
Bitte sehen Sie weiter! Es gibt hier nichts zu gehen!
Benutzeravatar
Billie Holiday
Beiträge: 11987
Registriert: Mi 11. Jun 2008, 10:45
Benutzertitel: Mein Glas ist halbvoll.
Wohnort: Schleswig-Holstein, meerumschlungen

Re: Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Beitragvon Billie Holiday » Di 14. Feb 2017, 14:35

pikant hat geschrieben:(14 Feb 2017, 14:27)

Danke,
die haben auch ein Recht Politiker zu werden - ja!


Ich halte die für genauso fähig, wenn nicht fähiger, da im normalen, harten Leben stehend und nicht im Rotwein-Viertel lebend.
Mit goldenem Löffel im Mund kann man so schlecht nachvollziehen, was es bedeutet, alleinerziehend zu sein und keine vernünftige Kita zu finden, um seinen Lebensunterhalt zu erarbeiten.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
K. Kinski
pikant
Beiträge: 50139
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Beitragvon pikant » Di 14. Feb 2017, 14:38

Lupus hat geschrieben:(14 Feb 2017, 14:34)

Soll das ein Witz sein? Die meisten Politiker haben von nix eine Ahnung und tun nur so, als würden sie an der Frage vorbei antworten. In Wirklichkeit müssen sie Dampf plaudern, weil sie gar keine Ahnung haben, von was sie reden.


ich finde viele Poltiiker sind kompetent!
pikant
Beiträge: 50139
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Beitragvon pikant » Di 14. Feb 2017, 14:40

Billie Holiday hat geschrieben:(14 Feb 2017, 14:35)

Ich halte die für genauso fähig, wenn nicht fähiger, da im normalen, harten Leben stehend und nicht im Rotwein-Viertel lebend.
Mit goldenem Löffel im Mund kann man so schlecht nachvollziehen, was es bedeutet, alleinerziehend zu sein und keine vernünftige Kita zu finden, um seinen Lebensunterhalt zu erarbeiten.


das ist ein Aspekt, der zu beachten ist.
glaube aber, dass ein Politiker auch sehr fachbezogen arbeiten kann, wenn er mal eine guten Rotwein abends zu sich nimmt - kein Fusel, sondern edle Qualitaet aus den guten Anbaugebieten.
Benutzeravatar
Lupus
Beiträge: 2236
Registriert: Di 3. Jun 2008, 09:38

Re: Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Beitragvon Lupus » Di 14. Feb 2017, 14:40

Gestern lief auf Phönix eine Doku über unsere Bundes-Präsis und deren Gattinnen. Man konnte gut erkennen, wie blamabel das wird, wenn da Halbgebildete auftauchen, wenn es darum gilt, sich nach Protokoll zu benehmen. Und je weniger Studium, desto mehr Proletentum und damit Blamage auf internationalem Parkett. Aber darauf steht der Proll-Doofmichel ja.
Bitte sehen Sie weiter! Es gibt hier nichts zu gehen!
Benutzeravatar
Moses
Moderator
Beiträge: 6787
Registriert: Di 20. Mär 2012, 14:43
Benutzertitel: Cogito ergo hic erro.
Wohnort: Bayern
Kontaktdaten:

Re: Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Beitragvon Moses » Di 14. Feb 2017, 15:11

Lupus hat geschrieben:(14 Feb 2017, 14:29)

Nein, ich will damit nur sagen, dass man in keinem Land der Welt stolz darauf wäre, kein Abitur zu haben! Hierzulande muss man sich ja fast schon schämen für ein Hochschulstudium. Ernsthafte Bildung hatte hier schon seit jeher einen schweren Stand.


Das ist schlichteweg falsch.
Es gibt viele Möglichkeiten seine persönlichen Stärken einzubringen und für jede dieser Möglichkeiten gibt es die passende Ausbildung . . . nicht für jede ist ein Studium notwendig und nicht für jede benötige ich Abitur.
Das was Du wahrscheinlich meinst ist eine Folge der Abiturienten-Schwemme - viel Eltern wollten, dass ihre Kinder Abi machen (ob sie das brauchen oder nicht) das führte dazu, das sehr viele Kinder Abi machten obwohl es gar nicht zu ihrem zukünftigen Werdengang und auch nicht zu ihrem Wissens- und Lernprofil passte . . . das hat tatsächlich das Ansehen des Abiturs negativ beeinflusst -

Das alles hat aber gar nichts mit Fragestellung des Stranges zu tun und schon gleich überhaupt nix mit Politikern oder Ministern, deren Schulabschluss 30 bis 40 Jahre her ist.
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Benutzeravatar
Lupus
Beiträge: 2236
Registriert: Di 3. Jun 2008, 09:38

Re: Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Beitragvon Lupus » Di 14. Feb 2017, 15:18

Moses hat geschrieben:Das alles hat aber gar nichts mit Fragestellung des Stranges zu tun und schon gleich überhaupt nix mit Politikern oder Ministern, deren Schulabschluss 30 bis 40 Jahre her ist.

Das hast du nicht zu beurteilen. Ich will jedenfalls keine Politiker ohne Abitur in einem Land, wo es ohnehin schon zu viel Mittelmaß gibt. Das merkt man immer dann, wenn deutsche Manager im Ausland sich damit brüsten wollen, nie so richtig gut in Mathe gewesen zu sein. Sie merken nicht, dass sich ihre Kollegen dann angewidert wegdrehen, sondern sind noch stolz obendrauf. Und bei Politikern ist es genauso. Die sind auch mit Studium schon peinlich. Sieh dir nur mal an, wie lange es unter deutschen Politikdern als unschicklich galt, gut Englisch zu sprechen. Beispiel Westerwelle. Es wird noch lange dauern, bis "wir" da international mithalten können. Und da wollt ihr weniger statt mehr Studium? :D
Bitte sehen Sie weiter! Es gibt hier nichts zu gehen!
pikant
Beiträge: 50139
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Beitragvon pikant » Di 14. Feb 2017, 15:27

Lupus hat geschrieben:(14 Feb 2017, 15:18)

Das hast du nicht zu beurteilen. Ich will jedenfalls keine Politiker ohne Abitur in einem Land, wo es ohnehin schon zu viel Mittelmaß gibt.


Politiker sollten schon das Ohr am Volk haben und ja ich bin nicht dafuer nur Politiker im Bundestag sitzen zu haben mit Abitur!
die Mischung macht es!
pikant
Beiträge: 50139
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Beitragvon pikant » Di 14. Feb 2017, 15:28

Lupus hat geschrieben:(14 Feb 2017, 14:40)

Gestern lief auf Phönix eine Doku über unsere Bundes-Präsis und deren Gattinnen. Man konnte gut erkennen, wie blamabel das wird, wenn da Halbgebildete auftauchen, wenn es darum gilt, sich nach Protokoll zu benehmen. Und je weniger Studium, desto mehr Proletentum und damit Blamage auf internationalem Parkett. Aber darauf steht der Proll-Doofmichel ja.


gutes Benehmen hat mit Bildung recht wenig zu tun!
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 25364
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 00:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Beitragvon JJazzGold » Di 14. Feb 2017, 15:30

Billie Holiday hat geschrieben:(14 Feb 2017, 14:35)

Ich halte die für genauso fähig, wenn nicht fähiger, da im normalen, harten Leben stehend und nicht im Rotwein-Viertel lebend.
Mit goldenem Löffel im Mund kann man so schlecht nachvollziehen, was es bedeutet, alleinerziehend zu sein und keine vernünftige Kita zu finden, um seinen Lebensunterhalt zu erarbeiten.


Renate Schmidt war eine davon, als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Der kann eine Schwesig trotz Abitur nicht das Wasser reichen.
God creates dinosaurs. God destroys dinosaurs. God creates man. Man destroys God. Man creates dinosaurs.
Dinosaurs eat man. Woman inherits the earth.
Benutzeravatar
Keoma
Beiträge: 9372
Registriert: Mi 25. Jun 2008, 12:27
Benutzertitel: Drum Legend
Wohnort: Österreich

Re: Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Beitragvon Keoma » Di 14. Feb 2017, 15:50

Bildung ist bekanntlich nicht gleich Intelligenz, doch werden sich intelligente Menschen entsprechend bilden.
Und Spitzenpolitiker sollten zumindest komplexe Zusammenhänge erkennen können.
Es kann durchaus sein, dass jemand in Kindheit und Jugend nicht die Chance auf Bildung hatte, er wird sie sich, wenn er seinen Weg geht, bei Bedarf aneignen.
Auf der anderen Seite stehen die braven, talentlosen Parteisoldaten, mit denen sich Mächtige gerne umgeben und ihnen für ihre Verhältnisse zu wichtige Posten zuschanzen.
Die glauben dann oft an das Sprichwort "wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand".
Müssen sie wohl.
"Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren." -Albert Einstein
Benutzeravatar
Milady de Winter
Moderator
Beiträge: 12635
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 16:37
Benutzertitel: weiß wie Schnee, rot wie Blut
Wohnort: -access denied-

Re: Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Beitragvon Milady de Winter » Di 14. Feb 2017, 20:27

MOD - ab hier bitte auf persönliche Beleidigungen und Aussagen verzichten, die als Hetze gewertet werden können, sonst folgen Sanktionen. Danke.
- When he called me evil I just laughed -
Benutzeravatar
frems
Moderator
Beiträge: 41599
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Beitragvon frems » Di 14. Feb 2017, 20:48

Lupus hat geschrieben:(14 Feb 2017, 14:13)

So eine Frage kann es auch nur in Deutschland geben. In jedem anderen Land würde man schräg von der Seite angeglotzt, wenn man sich mehr unstudierte Politiker wünschen würde. Wir haben heute schon genug Mittelmaß in diesem Land. Noch mehr Bollerköppe braucht keiner.

"Nur in Deutschland" ist schon sehr typisch deutsch, aber dann bliebe die Frage, ob es besser in anderen Ländern läuft. In Ländern wie Frankreich ist das Elitenwesen deutlich ausgeprägter als bei uns. Da reicht meist nicht ein normales Studium, sondern es muss schon an einer der Elite-Unis sein, wo so ziemlich alle Präsidenten, Minister und Kandidaten herkamen; übrigens auch Marine Le Pen und ihr Vater, die sich gerne für die "kleinen Leute mit ihren Alltagssorgen" einsetzen wollen. In Deutschland scheint das etwas flüssiger zu sein, übrigens auch in der Wirtschaft, wo viele Vorstandsvorsitzende mal als Azubi (aus einfachem Hause) bei einem Konzern anfingen, sich über viele Jahre in Abteilungen hochgearbeitet haben, ggf. nochmal gefördert an einer Durchschnitts-Uni bzw. -FH studierten und sich so ihren Posten erarbeitet haben. Ist das schlechter als von den Eltern nach England aufs Eton College geschickt zu werden und anschließend an einer Grande école zu studieren, um daraufhin über Vitamin B aufzusteigen?
Labskaus!
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 8739
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 15. Feb 2017, 11:17

pikant hat geschrieben:(14 Feb 2017, 12:46)

genau ist es!
ein Minister macht Vorgaben, diese muessen die Mitarbeiter im Ministerium umsetzen und dann verkuendet der Minister das Ergebnis!

Gut. Würde ich zum Gesundheitsminister ernannt werden, würde ich die Vorgabe machen, dass niemand mehr krank zu werden hat. Und als Bildungsminister, dass alle Kinder nur noch Einsen zu schreiben haben. Sollen die Fachleute zusehen, wie sie das umsetzen.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 11079
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Beitragvon Teeernte » Mi 15. Feb 2017, 11:31

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Feb 2017, 11:17)

Gut. Würde ich zum Gesundheitsminister ernannt werden, würde ich die Vorgabe machen, dass niemand mehr krank zu werden hat. Und als Bildungsminister, dass alle Kinder nur noch Einsen zu schreiben haben. Sollen die Fachleute zusehen, wie sie das umsetzen.


Versuchs mal damit:

Gesundheit wird bezahlt. (Nicht Krankheit)
Bildung ....die "eins" - unabhängig geprüft ....wird bezahlt.

Geld regelt.
Benutzeravatar
schokoschendrezki
Beiträge: 8739
Registriert: Mi 15. Sep 2010, 15:17
Benutzertitel: wurzelloser Kosmopolit
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 15. Feb 2017, 11:43

Teeernte hat geschrieben:(15 Feb 2017, 11:31)

Versuchs mal damit:

Gesundheit wird bezahlt. (Nicht Krankheit)
Bildung ....die "eins" - unabhängig geprüft ....wird bezahlt.

Geld regelt.


... ganz sicher nicht alles. Wenn das heißen soll: Ein Fachminister braucht keine Fach-Ahnung zu haben sondern nur wissen, wie Geldmittel in seinen Amtsbereich zu lotsen sind ... das wird sicher nix. Der Begriff "Ressourcenfluch" lässt sich, glaube ich, auch im innenpolitischen Bereich anwenden.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 11079
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Beitragvon Teeernte » Mi 15. Feb 2017, 12:01

schokoschendrezki hat geschrieben:(15 Feb 2017, 11:43)

... ganz sicher nicht alles. Wenn das heißen soll: Ein Fachminister braucht keine Fach-Ahnung zu haben sondern nur wissen, wie Geldmittel in seinen Amtsbereich zu lotsen sind ... das wird sicher nix. Der Begriff "Ressourcenfluch" lässt sich, glaube ich, auch im innenpolitischen Bereich anwenden.


Nun...ich mach mir da keine Sorgen, da ein Minister viele Dinge um die Ohren hat - von denen wir uns keine Vorstellung machen.

Die normale Arbeit machen Staatssekretäre. Nur Entscheidungen muss der Minister treffen - nach der Wertung durch Fachleute.

Leider können die meisten Leute keine Entscheidung treffen - das kann man schwer lernen. Konfrontiert mit dem möglichen Ergebnis - ziehen die wieder zurück.

(Kanzlerin - doppelte Atomwende.....bis hin zur Flüchtlingspolitik)
Benutzeravatar
Misterfritz
Beiträge: 1682
Registriert: So 4. Sep 2016, 14:14
Wohnort: badisch sibirien

Re: Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Beitragvon Misterfritz » Mi 15. Feb 2017, 12:08

Teeernte hat geschrieben:(15 Feb 2017, 12:01)

Nun...ich mach mir da keine Sorgen, da ein Minister viele Dinge um die Ohren hat - von denen wir uns keine Vorstellung machen.

Die normale Arbeit machen Staatssekretäre. Nur Entscheidungen muss der Minister treffen - nach der Wertung durch Fachleute.

Leider können die meisten Leute keine Entscheidung treffen - das kann man schwer lernen. Konfrontiert mit dem möglichen Ergebnis - ziehen die wieder zurück.

(Kanzlerin - doppelte Atomwende.....bis hin zur Flüchtlingspolitik)
Und auch Minister entscheiden nicht wirklich, die legen der Fraktion einen Gesetzentwurf vor. Dieser muss erst durch die Fraktion, dann durch den Bundestag und evtl. auch noch den Bundesrat.
Benutzeravatar
Lupus
Beiträge: 2236
Registriert: Di 3. Jun 2008, 09:38

Re: Braucht ein Politiker Abi/Studium?

Beitragvon Lupus » Mi 15. Feb 2017, 13:00

frems hat geschrieben:(14 Feb 2017, 20:48)

"Nur in Deutschland" ist schon sehr typisch deutsch, aber dann bliebe die Frage, ob es besser in anderen Ländern läuft. In Ländern wie Frankreich ist das Elitenwesen deutlich ausgeprägter als bei uns. Da reicht meist nicht ein normales Studium, sondern es muss schon an einer der Elite-Unis sein, wo so ziemlich alle Präsidenten, Minister und Kandidaten herkamen; übrigens auch Marine Le Pen und ihr Vater, die sich gerne für die "kleinen Leute mit ihren Alltagssorgen" einsetzen wollen. In Deutschland scheint das etwas flüssiger zu sein, übrigens auch in der Wirtschaft, wo viele Vorstandsvorsitzende mal als Azubi (aus einfachem Hause) bei einem Konzern anfingen, sich über viele Jahre in Abteilungen hochgearbeitet haben, ggf. nochmal gefördert an einer Durchschnitts-Uni bzw. -FH studierten und sich so ihren Posten erarbeitet haben. Ist das schlechter als von den Eltern nach England aufs Eton College geschickt zu werden und anschließend an einer Grande école zu studieren, um daraufhin über Vitamin B aufzusteigen?

Viele Bundespolitiker sind in Wahrheit nur Lokalpatrioten oder Provinzfürsten, die erst mühsam zum Staatsmann gemacht werden müssen. In Frankreich wäre das nicht nötig, weil die von vornherein den ganzen Staat im Blick haben. Ich kann mit aufsteigenden Provinzfürsten nichts anfangen. Manche schaffen den Absprung aus ihrem Dunstkreis nie.
Bitte sehen Sie weiter! Es gibt hier nichts zu gehen!

Zurück zu „2. Innenpolitik - Verfassung“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast