Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

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jack000
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Re: Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

Beitragvon jack000 » Mi 2. Aug 2017, 20:42

jorikke hat geschrieben:(02 Aug 2017, 21:34)

Gerade heute wurde in den Nachrichten die Summe der Sozialkosten pro Jahr gebracht.
980 Milliarden.
Du meinst also, wenn man ein wirklich dringendes Problem mit 30 Milliarden lösen kann, ist das der Weltuntergang?

Das ist ein Vergleich Äpfel mit Birnen. Vor allem gibt es keine Sozialkosten von 980 Mrd./Jahr, sondern ein Sammelsurium von Einnahmen und Ausgaben bei denen in Summe irgendwas bei +/- 0 bei heraus kommt. Da sind 30 Mrd.€/Jahr eine erhebliche Belastung. Genauso verhält es sich mit diesen "1/80stel" von denen noch 2015 "argumentiert" wurde was sich aber inzwischen als Farce herausgestellt hat.
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Hieronymus
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Re: Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

Beitragvon Hieronymus » Fr 4. Aug 2017, 19:27

Humelix33 hat geschrieben:(02 Aug 2017, 20:59)

Nun, die neuesten Statistiken besagen, das 25% der Bevölkerung ausländische Wurzeln hat, also nicht mehr "Müller, Meier, Schulz, Schmidt..." heißen, so wie man einen typischen Deutschen eigentlich sieht.


Den “typischen Deutschen“ gibt es nicht, er ist eine imaginäre Vorstellung. Bei Menschen kommt es auch nicht auf ihre “Wurzeln“ an, sondern auf ihre Einstellung, ihre Persönlichkeit.

Die Frage ist nicht, ob man etwas gegen Ahmed oder xy aus xistan oder xien hat, sondern, ob man in 20 Jahren und mehr, wenn das so weitergeht noch von Deutschland reden kann, oder ob es nur noch eine Bezeichnung vergangener Tage ist. Die Masse macht es nachher, nicht die Einzelperson. Ich muss Beobachtungen zustimmen, wenn man in Städten unterwegs ist, fragt man sich immer häufiger ob man noch in Deutschland ist, oder im Orient, die Umgebung lässt es noch erahnen.


Deutschland wird Deutschland bleiben. Was die Menschen, kurz: die Gesellschaft in Deutschland angeht, so hat sie sich immer verändert. Die deutsche Gesellschaft um 1817, um 1917 und um 2017 weist deutliche Unterschiede auf, ihre jeweilige Mentalität ist eine völlig andere. Diese Entwicklung ist unaufhaltsam und wird weitergehen.

Dabei kommt es entscheidend auf die Summe der Einzelpersonen und ihrer persönlichen Einstellungen an!

Die dümmste Ausrede, diesen Wahnsinn rechtfertigen zu wollen, ist immer "sie zahlen ja irgendwann in unser System ein" oder "der demographische Wandel wird gestoppt", ich habe vorher geschrieben, dass das eine absurde Schönrederei ist, was die unumkehrbaren Folgen dabei sein werden.


Ausrede? Das ist eine Zukunftsaufgabe, für deren Bewältigung die “Migranten i. w. S.“, die Politik, die Wirtschaft und das deutsche Volk insgesamt gleichermaßen verantwortlich sind!

Den demographischen Wandel haben wir selber verschuldet, weil a) Kinderkriegen lange Zeit als asozial abgestempelt wurde, vor allem durch die Feministenbewegung und b) keine attraktive Familienpolitik gemacht wird.


Ob die Menschen Kinder bekommen oder nicht, ist i.d.R. ihre persönliche Entscheidung, in die der Staat nicht eingreifen kann. Es wäre allerdings ein seltsames Volk, das sich nur durch materielle Anreize – die meines Dafürhaltens nicht so schlecht sind, wie sie ständig gemacht werden - dazu bewegen ließe, Kinder in die Welt zu setzen!

Das sind hausgemachte Probleme, die wir selber lösen müssen, und es ist ein schierer Schwachsinn das mit Asylanten auffangen zu wollen, die nichtmal hierherkommen durften, die Probleme bleiben bestehen. (…)


Wer will denn demographische Entwicklungen “mit Asylanten auffangen“? Das geht nur mit Menschen.

(…) und alle schütteln sie im Ausland mit dem Kopf, was wir hier mit uns selber veranstalten.


Das Ansehen Deutschlands in der Welt ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen.
MfG

H.
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Re: Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

Beitragvon CaptainJack » Fr 4. Aug 2017, 19:40

Hieronymus hat geschrieben:

Das Ansehen Deutschlands in der Welt ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen.

Aber nur völlig oberflächlich betrachtet. Man musste nur ins Ausland schauen, da war von irre, verrückt, Selbstmörder und Wahnsinn die Rede!
Gelobt wird grundsätzlich, wer anderen alle Arbeit abnimmt. Wenn es so toll war, was Deutschland gemacht hat, warum haben die dann nicht Teile davon abgenommen? :p Deutschland hatte ja förmlich darum gebettelt!
Also bitte nicht in die eigene Tasche lügen. :mad:
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Re: Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

Beitragvon Katenberg » Fr 4. Aug 2017, 22:44

Merkel gibt sich bei der Kraftanstrengung volksnah. Zum 1. hin im Fitnessstudio angemeldet, vielleicht einmal dort gewesen, ja sogar mit den laufenden Kosten tut sie es normalen Verbraucher gleich.
Letztendlich kann man sehen, dass alles, was sich im Gebiet der Abschiebungen getan, übliche Tätigkeitssimulation darstellt und der politische Wille die eigens erbrachten Schäden und Rechtsverletzungen auszugleichen nicht vorhanden ist. Mehr ist auch nicht nötig, da die Taktik aufgegangen ist.
Dieser Beitrag ist ein Geschenk an die Menschheit, Beweis meiner Güte und atemberaubender Weisheit.
Honorieren Sie das - emotional, spirituell, oder am besten finanziell.
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Re: Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

Beitragvon schelm » Fr 4. Aug 2017, 23:46

Hieronymus hat geschrieben:(04 Aug 2017, 20:27)

Den “typischen Deutschen“ gibt es nicht, er ist eine imaginäre Vorstellung. Bei Menschen kommt es auch nicht auf ihre “Wurzeln“ an, sondern auf ihre Einstellung (...)

Einerseits richtig, würde man das mit der Einstellung von der Theorie auch in der Praxis umsetzen, andererseits liegt auch ein Widerspruch in der Behauptung. Wenn es nichts " typisches " gibt, gibt es auch keine Multikultur, keinen Pool, aus dem bestimmte Mentalitäten und Eigenschaften als " typisch " zugeordnet werden könnten, die dann koexistieren sollen, was bspw. unterscheidet typisch britischen Humor von typisch arabischen oder paschtunischen Humor ?

Oder anders gefragt, gibt es das, was typisch britischer Humor wäre noch, wenn keine " typischen " Briten da mehr leben würden, sondern zugewanderte Pakistaner ?

Also, zurück zum Ausgang, der richtigen Einstellung. Mit der selbigen ginge der typisch britische Humor nicht verloren, unabhängig der sich verändernden ethnischen Zusammensetzung des britischen Volkes. Dummerweise wäre das aber Assimilation, für manche ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, für andere eine Notwendigkeit, um eigenes, nämlich typisches zu bewahren, anstatt es langfristig auszutauschen.
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Re: Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

Beitragvon Humelix33 » Sa 5. Aug 2017, 03:33

Hieronymus hat geschrieben:(04 Aug 2017, 20:27)

Den “typischen Deutschen“ gibt es nicht, er ist eine imaginäre Vorstellung. Bei Menschen kommt es auch nicht auf ihre “Wurzeln“ an, sondern auf ihre Einstellung, ihre Persönlichkeit.


Natürlich gibt es den, wie man etwas anderes behaupten kann, ist schon mehr als skurril.

Was würdest du sagen, wenn du nach Japan, China, Brasilien, Mexiko fliegst, um Land und Leute kennenzulernen, um festzustellen, dass da nur Deutsche rumlaufen, weil sie sich dort niedergelassen haben, dazu gibt es das typische Essen usw. usf. . Sagt man sich dann nicht "Hätte ich auch zuhause bleiben können" ;)

Was würde ein Chinese in naher Zukunft sagen, wenn er die Welt bereist, alle Kontinente besucht, und auch Deutschland kennenlernen will, sich über Geschichte usw. informiert hat, und man ihm einen natürlich netten Araber mit deutschem Pass präsentiert, und ihn als "Deutschen" dann, was er auf dem Papier sein mag, vorstellen würde, es würde ein Stirnrunzeln geben nach dem Motto "Euch habe ich letzte Woche besucht, seid nett gewesen, aber jetzt wollte ich auch mal mit einem Einheimischen aus Deutschland reden"

Das wäre nichtmal böse gemeint, aber hier wird sich in die eigene Tasche gelogen, auch mit deiner Aussage "es gibt keinen typischen Deutschen", ich gehe jede Wette mit dir ein, wenn du in die Ferne reist, und du stellst fest, es haben sich dort viele Deutsche angesiedelt und es ist wie zuhause, fast, dann wirst du eventuell nur minder begeistert sein, nicht weil du etwas gegen die Leute hast, aber du eben eigentlich mal andere Menschen sehen und kennenlernen wolltest.

Der typische Deutsche hat sich über über mehrere Jahrhunderte entwickelt, und man weiß auch, wie einer ungefähr heißt, und aussieht. Das nennt man dann auch Vielfalt übrigens, genau so wie man mit Nachnamen einen Franzosen oder Briten identifzieren kann.
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Re: Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

Beitragvon ThorsHamar » Sa 5. Aug 2017, 10:11

pikant hat geschrieben:(28 Jul 2017, 11:45)

...ein Buerger darf und kann doch nicht fuer das Versagen eines Staates in Angruch genommen werden, wenn dieser seinen Asylantrag manchmal ueber ein Jahr lang nicht bearbeitet :rolleyes:


Dieser "Bürger" ist kein Staatsbürger des Staates, dessen Gesetze er für sich beansprucht. Und dieser "Bürger" ist kein Flüchtling.
Und selbst Staatsbürger, welche ja die Politik und die Gesetzeslage in ihrem Staat bestimmen, müssen auf die Bearbeitung von Anträgen durch Ämter manchmal jahrelang warten, obwohl die Staatsbürger die Mitarbeiter der Ämter bezahlen (!!) und somit einen nachvollziehbaren Anspruch haben ...
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Re: Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

Beitragvon ThorsHamar » Sa 5. Aug 2017, 10:15

schelm hat geschrieben:(05 Aug 2017, 00:46)

...andererseits liegt auch ein Widerspruch in der Behauptung. Wenn es nichts " typisches " gibt, gibt es auch keine Multikultur, keinen Pool, aus dem bestimmte Mentalitäten und Eigenschaften als " typisch " zugeordnet werden könnten, die dann koexistieren sollen, ....


So ist es! Auf diesen Widerspruch habe ich auch schon mehrfach hingewiesen ....


Also, zurück zum Ausgang, der[i] richtigen Einstellung[/i]. Mit der selbigen ginge der typisch britische Humor nicht verloren, unabhängig der sich verändernden ethnischen Zusammensetzung des britischen Volkes. Dummerweise wäre das aber Assimilation, für manche ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, für andere eine Notwendigkeit, um eigenes, nämlich typisches zu bewahren, anstatt es langfristig auszutauschen.


Richtig, das ist die Konsequenz.
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Re: Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

Beitragvon CaptainJack » Sa 5. Aug 2017, 10:22

Warum sollte ich mein "Typisches" eintauschen zu wollen, um Frauenunterdrückung, Scharia, den Koran, Hass auf Ungläubige, Hass auf Juden usw. zu bekommen? :rolleyes:
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Re: Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

Beitragvon JJazzGold » Sa 5. Aug 2017, 10:54

ThorsHamar hat geschrieben:(05 Aug 2017, 11:15)

So ist es! Auf diesen Widerspruch habe ich auch schon mehrfach hingewiesen ....




Richtig, das ist die Konsequenz.


Was ist “typisch deutsch“ und was davon ist bedingungslos erhaltenswert?
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Re: Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

Beitragvon schelm » Sa 5. Aug 2017, 11:12

JJazzGold hat geschrieben:(05 Aug 2017, 11:54)

Was ist “typisch deutsch“ und was davon ist bedingungslos erhaltenswert?

Typisch bedeutet den Charakter einer Gruppe prägend, eine Art kulturelle Handschrift, typisch bedeutet nicht, jeder würde dieser Handschrift in allen Details entsprechen.

Typisch ergibt sich aus der Summe der Details der Ausrichtung der Sozialisation an Hand bestimmter Traditionen und Wertmaßstäbe, die als kulturell verbindend verstanden werden.

Bspw. ist es ein typisches Paradoxon innerhalb der Gruppe der Kulturrelativierer solche Unterschiede zu leugnen, gleichwohl aber eine Multikultur anzustreben, die demzufolge überhaupt nicht existieren kann, wenn der Kulturbegriff von der Gruppe entkoppelt und nur individualisiert gedacht wird.
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Re: Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

Beitragvon Olympus » Sa 5. Aug 2017, 11:27

schelm hat geschrieben:(05 Aug 2017, 12:12)

Typisch bedeutet den Charakter einer Gruppe prägend, eine Art kulturelle Handschrift, typisch bedeutet nicht, jeder würde dieser Handschrift in allen Details entsprechen.

Typisch ergibt sich aus der Summe der Details der Ausrichtung der Sozialisation an Hand bestimmter Traditionen und Wertmaßstäbe, die als kulturell verbindend verstanden werden.

Bspw. ist es ein typisches Paradoxon innerhalb der Gruppe der Kulturrelativierer solche Unterschiede zu leugnen, gleichwohl aber eine Multikultur anzustreben, die demzufolge überhaupt nicht existieren kann, wenn der Kulturbegriff von der Gruppe entkoppelt und nur individualisiert gedacht wird.

Und was ist wenn ein Deutscher Weisswürste anbetet und der andere Spielt H0 Eisenbahn. Wer ist jetzt Deutsch und wer nicht? Denken die ewig Gestrigen darüber auch mal nach? Also mir schmeckt Döner besser als die Wasserwurst.
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Re: Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

Beitragvon ThorsHamar » Sa 5. Aug 2017, 11:37

JJazzGold hat geschrieben:(05 Aug 2017, 11:54)

Was ist “typisch deutsch“ und was davon ist bedingungslos erhaltenswert?


Ich denke, wenn ich das richtig verstanden habe, Du hast doch auch oft im Ausland, also auch ausserhalb Europas, gearbeitet.
Dann weisst Du doch genau, was Du dort vermisst hast, wenn Du z.B. einen Arbeitsablauf unfallfrei organisieren wolltest ...

Ansonsten hat Schelm es ganz ähnlich so formuliert, wie ich es auch tun würde.
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Re: Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

Beitragvon ThorsHamar » Sa 5. Aug 2017, 11:38

Olympus hat geschrieben:(05 Aug 2017, 12:27)

Und was ist wenn ein Deutscher Weisswürste anbetet und der andere Spielt H0 Eisenbahn. Wer ist jetzt Deutsch und wer nicht? Denken die ewig Gestrigen darüber auch mal nach? Also mir schmeckt Döner besser als die Wasserwurst.


Du hast offensichtlich nicht mal den Kern der Problematik begriffen. Um's Essen geht es jedenfalls nicht ....
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Re: Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

Beitragvon ThorsHamar » Sa 5. Aug 2017, 11:39

schelm hat geschrieben:(05 Aug 2017, 12:12)

Typisch bedeutet den Charakter einer Gruppe prägend, eine Art kulturelle Handschrift, typisch bedeutet nicht, jeder würde dieser Handschrift in allen Details entsprechen.

Typisch ergibt sich aus der Summe der Details der Ausrichtung der Sozialisation an Hand bestimmter Traditionen und Wertmaßstäbe, die als kulturell verbindend verstanden werden.

Bspw. ist es ein typisches Paradoxon innerhalb der Gruppe der Kulturrelativierer solche Unterschiede zu leugnen, gleichwohl aber eine Multikultur anzustreben, die demzufolge überhaupt nicht existieren kann, wenn der Kulturbegriff von der Gruppe entkoppelt und nur individualisiert gedacht wird.


korrekt
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Re: Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

Beitragvon schelm » Sa 5. Aug 2017, 11:50

Olympus hat geschrieben:(05 Aug 2017, 12:27)

Und was ist wenn ein Deutscher Weisswürste anbetet und der andere Spielt H0 Eisenbahn. Wer ist jetzt Deutsch und wer nicht? Denken die ewig Gestrigen darüber auch mal nach? Also mir schmeckt Döner besser als die Wasserwurst.

Typisch deutsch wäre darauf zu achten die Weisswürste als geschützte Marke lizenziert und in ihrer originalen Qualität anzubieten und die HO Eisenbahn nicht mit Elementen aus der TT - Spurgröße zu kombinieren. Die verbindende, ansozialisierte Eigenschaft wäre hier also das was man tut, entsprechend der ( auch umgangssprachlichen ) DIN - Norm gründlich und unverfälscht zu tun.

Typisch deutsch scheint demzufolge auch die Eigenschaft zu sein, am deutschen Wesen die Welt entweder verwesen oder genesen lassen zu wollen, dazwischen passt wohl kein Blatt Papier. ;)
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Re: Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

Beitragvon JJazzGold » Sa 5. Aug 2017, 12:38

ThorsHamar hat geschrieben:(05 Aug 2017, 12:37)

Ich denke, wenn ich das richtig verstanden habe, Du hast doch auch oft im Ausland, also auch ausserhalb Europas, gearbeitet.
Dann weisst Du doch genau, was Du dort vermisst hast, wenn Du z.B. einen Arbeitsablauf unfallfrei organisieren wolltest ...

Ansonsten hat Schelm es ganz ähnlich so formuliert, wie ich es auch tun würde.


Ihr vermeidet es beide, ein paar Beispiele für “typisch deutsch“ anzuführen? Weshalb?

Arbeitsabläufe habe ich generell straff und unfallfrei organisiert, ob im In- oder im Ausland.
Ich habe nichts vermisst, ich war immer ich, wo auch immer ich war und bin so akzeptiert und respektiert worden.
Dabei bin ich alles andere als typisch deutsch.

Vielleicht gibt es längst kein “typisch deutsch“ mehr und ihr habt es nur noch nicht gemerkt?
Vielleicht ist in “Made in Germany“ längst der Wurm drin?

Jetzt hätte ich gerne drei konkrete Beispiele für “typisch deutsch“.
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Re: Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

Beitragvon Billie Holiday » Sa 5. Aug 2017, 13:49

JJazzGold hat geschrieben:(05 Aug 2017, 13:38)

Ihr vermeidet es beide, ein paar Beispiele für “typisch deutsch“ anzuführen? Weshalb?

Arbeitsabläufe habe ich generell straff und unfallfrei organisiert, ob im In- oder im Ausland.
Ich habe nichts vermisst, ich war immer ich, wo auch immer ich war und bin so akzeptiert und respektiert worden.
Dabei bin ich alles andere als typisch deutsch.

Vielleicht gibt es längst kein “typisch deutsch“ mehr und ihr habt es nur noch nicht gemerkt?
Vielleicht ist in “Made in Germany“ längst der Wurm drin?

Jetzt hätte ich gerne drei konkrete Beispiele für “typisch deutsch“.


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Re: Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

Beitragvon schelm » Sa 5. Aug 2017, 14:13

JJazzGold hat geschrieben:(05 Aug 2017, 13:38)

Ihr vermeidet es beide, ein paar Beispiele für “typisch deutsch“ anzuführen? Weshalb?
Jetzt hätte ich gerne drei konkrete Beispiele für “typisch deutsch“.

DIN - Norm. Dinge vom Ende zu her zu denken, also Funktionalität zu bevorzugen, anstatt sich mit den Folgen von Improvisation auseinander setzen zu müssen. Trotzdem improvisieren zu können, aus dem Pool funktionierender Einzelteile / organisatorischer Bausteine eine Zwischenlösung zu bauen, zu organisieren, die immer noch besser wäre als planlose Notlösungen aus Schrott und untauglichen Rezepten.

Der Gedanke der Funktionalität spiegelt sich also über die Frage der Technik hinaus auch in der gesellschaftlichen Organisation von Wirtschaft, Infrastruktur und anderen Abläufen in der Verwaltung wieder. Dazu gehören persönliche Eigenschaften wie Pünktlichkeit, Disziplin, Kompetenz, Effizienz.
Vielleicht gibt es längst kein “typisch deutsch“ mehr und ihr habt es nur noch nicht gemerkt?

Ja, insofern könnte das Trauerspiel um den Berliner Flughafen auch als Angriff auf die nationale Identität verstanden werden. :D
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Re: Merkel kündigt „nationale Kraftanstrengung“ bei Abschiebungen an

Beitragvon JJazzGold » Sa 5. Aug 2017, 15:09

Billie Holiday hat geschrieben:(05 Aug 2017, 14:49)

Formulare und Anträge in dreifacher Ausfertigung. :cool:




;) Davon war ich in Indien geplagter als in Deutschland.
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