Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

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Frank_Stein
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Frank_Stein » Sa 14. Jan 2017, 12:29

William hat geschrieben:(14 Jan 2017, 11:58)

Ein Grund mehr es medial nicht immer so aufzubauschen. Egal ob schwul, vegan oder sonst irgendwie fern dem Mainstream, es hat in der Regel nichts mit großartiger Leistung zu tun, der man überproportional Beachtung oder Respekt zollen braucht. Derjenige ist wie er ist und fertig.
Jene, die ihre Einstellung allzu stolz in die Öffentlichkeit tragen, müssen eben auch damit rechnen belächelt oder gar kritisiert zu werden.

So amüsieren mich z.B. auch immer die Aufkleber an Autohecks mit "Nele und Lala an Bord". Alls wäre es eine großartige Leistung Kinder in die Welt zu setzen. Als würde das irgendjemand ernsthaft interessieren oder gar beeindrucken.




Kinder in die Welt zu setzen - sofern es Deutschland betrifft - ist eine großartige Leistung.
Es ist eine größere Leistung und wertvoller für unser Volk und unsere Volkswirtschaft,
als Dieselmotoren für einen Automobilkonzern zu manipulieren und zu verkaufen.


und Stolz hat nichts mit eigenem Verdienst zu tun - wie es einige fälschlich behaupten - sondern damit,
dass man sich zu etwas bekennt - und sich nicht dafür schämt.
Demokratie ist zu wichtig, um sie dem Volk zu überlassen.
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Teeernte
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Teeernte » Sa 14. Jan 2017, 12:35

theo hat geschrieben:(14 Jan 2017, 11:18)

Außerdem stellt sich die Frage- warum 2 Staatsbürgerschaften - warum nicht gleich 3, 4 , 10 , 100 - am Ende weiß niemand mehr, wohin er gehört und zu
welchem Land seine Loyalität gehört.

Nein - schon in der Bibel steht geschrieben - Du kannst nur einen Herren dienen.


Aber - es ist doch so schööööön sich die Rosinen aus den unterschiedlichen Staatsbürgerschaften rauszupicken.....
Grade dann - wenn sich keiner Abstimmt...

Wer zahlt das meiste an "Sozialhilfe" - da nimmt man Pass 1.
Wo zahlt man am wenigsten Steuer ? Pass 2 -

Ertappt ? - schnell die Daten ändern lassen - Pass 2 (Geburtsdatum, Namen - Nachteil von Pass 1 - wenn es da nicht geht ...)

Behörde nimmt Pass 1 weg - damit man nicht reisen kann ?? Pass 2 hilft...

Fahrerlaubnis ? - das Deutsche Amt darf keinen ausländischen Führerschein einziehen..

Führerschein in der Türkei ? >> Pass 2 ( für Deutsche ists teuer den Deutschen in der Türkei umzuschreiben .... 500 Eu - manchmal ohne Quittung..)

Zweitpass - Zweite Chance.... :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon William » Sa 14. Jan 2017, 12:44

theo hat geschrieben:(14 Jan 2017, 12:29)

Kinder in die Welt zu setzen - sofern es Deutschland betrifft - ist eine großartige Leistung.
Es ist eine größere Leistung und wertvoller für unser Volk und unsere Volkswirtschaft,
als Dieselmotoren für einen Automobilkonzern zu manipulieren und zu verkaufen.


und Stolz hat nichts mit eigenem Verdienst zu tun - wie es einige fälschlich behaupten - sondern damit,
dass man sich zu etwas bekennt - und sich nicht dafür schämt.


Sich als Säugetier ohne natürliche Feinde zu vermehren ist keine große Leistung. sondern schlicht dem natürlichen Instinkt nachgegangen.
Wer das nicht kann oder will, der hat ein eigenes Problem, aber das soll hier nicht Thema sein.
Selbstverständlich war die Erfindung des Dieselmotors eine größere Leistung, denn das Talent dazu hat nicht jeder Mensch und andere Spezies auf diesem Planeten überhaupt nicht.
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Frank_Stein
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Frank_Stein » So 15. Jan 2017, 00:12

William hat geschrieben:(14 Jan 2017, 12:44)

Sich als Säugetier ohne natürliche Feinde zu vermehren ist keine große Leistung. sondern schlicht dem natürlichen Instinkt nachgegangen.
Wer das nicht kann oder will, der hat ein eigenes Problem, aber das soll hier nicht Thema sein.
Selbstverständlich war die Erfindung des Dieselmotors eine größere Leistung, denn das Talent dazu hat nicht jeder Mensch und andere Spezies auf diesem Planeten überhaupt nicht.



wenn wir uns nicht in ausreichendem Maße vermehren, dann nützten die tollsten technologischen Errungen schaften nichts- denn wir sind sterbliche Wesen und werden dann für immer
verschwinden, sofern wir keine Nachkommen in dieses Land setzen, die unseren kulturellen Werte - unsere Geschichte fortschreiben
Demokratie ist zu wichtig, um sie dem Volk zu überlassen.
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon William » So 15. Jan 2017, 09:14

theo hat geschrieben:(15 Jan 2017, 00:12)

wenn wir uns nicht in ausreichendem Maße vermehren, dann nützten die tollsten technologischen Errungen schaften nichts- denn wir sind sterbliche Wesen und werden dann für immer
verschwinden, sofern wir keine Nachkommen in dieses Land setzen, die unseren kulturellen Werte - unsere Geschichte fortschreiben


Der Mensch verschwindet von diesem Planeten erst, wenn er unbewohnbar wird. Keine Sorge, selbst wenn mittlerweile Einige nicht mehr gedanklich erfassen können wer oder was sie sind und auch ansonsten Probleme haben nur einen Nagel gerade in die Wand zu schlagen, wird es immer noch Millionen geben, die wissen wie GV funktioniert. Vielleicht kann man mit dieser Masse unseren derzeitigen Lebensstandard nicht mehr halten, weil Wissen und Fertigkeiten verloren gehen, technische Entwicklungen stagnieren und die Produktivität leidet, aber aussterben wird die Spezies Mensch deswegen nicht. Auch die Deutschen nicht, weil es immer noch genügend gibt, die nachhaltig und zukunftsorientiert denken, ohne sich großmächtig auf die bloße Fortpflanzung etwas einzubilden.
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Frank_Stein » So 15. Jan 2017, 23:03

William hat geschrieben:(15 Jan 2017, 09:14)

Der Mensch verschwindet von diesem Planeten erst, wenn er unbewohnbar wird. Keine Sorge, selbst wenn mittlerweile Einige nicht mehr gedanklich erfassen können wer oder was sie sind und auch ansonsten Probleme haben nur einen Nagel gerade in die Wand zu schlagen, wird es immer noch Millionen geben, die wissen wie GV funktioniert. Vielleicht kann man mit dieser Masse unseren derzeitigen Lebensstandard nicht mehr halten, weil Wissen und Fertigkeiten verloren gehen, technische Entwicklungen stagnieren und die Produktivität leidet, aber aussterben wird die Spezies Mensch deswegen nicht. Auch die Deutschen nicht, weil es immer noch genügend gibt, die nachhaltig und zukunftsorientiert denken, ohne sich großmächtig auf die bloße Fortpflanzung etwas einzubilden.


Was andere Völker in ihren Ländern tut ist Sache der anderen Völker.
Aber ich möchte nicht, dass mein Volk - also die Nachkommen meiner
Vorfahren der letzten 30 Generationen aussterben - und leider sieht
es diesbezüglich im Monat nicht gut aus.

1,45 Kinder pro Frau - man muss kein Rechenkünstler sein, um zu sehen,
wohin das in nur 10 Generationen (300 Jahre) führt
Demokratie ist zu wichtig, um sie dem Volk zu überlassen.
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Dampflok94 » Mo 16. Jan 2017, 08:41

theo hat geschrieben:(14 Jan 2017, 11:18)

das ist wie im Fußball - man kann sicherlich der Fan zweier Mannschaften sein - aber wenn diese beiden Mannschaften aufeinandertreffen - auf welcher Seite stehst Du dann? Die Deutschen sollen die Interessen der Deutschen und Deutschlands vertreten. Ließe man zwei Staatsbürgerschaften zu, würde das dazu führen, dass die Politik anderer Länder zunehmend die Innenpolitik bestimmt - etwa, wenn man versucht bei der Wahl die türkischen Wähler für sich gewinnen will. Gleichzeitig würde das dazu führen, dass beispielsweise die Wahl in der Türkei auch zu türkischem Wahlkampf auf deutschen Boden führen würde.

Sollen sie hier doch Wahlkampf machen. Interessiert mich nicht.

Des Weiteren tust Du so, als wäre eine mehrfache Staatsbürgerschaft etwas völlig neues. Ist es aber nicht. Hat nur niemanden interessiert, so lange die andere Staatsbürgerschaft die Italiens, Großbritanniens oder der USA war. Bei der Türkei sieht das offensichtlich anders aus. Warum eigentlich gerade da?
Außerdem stellt sich die Frage- warum 2 Staatsbürgerschaften - warum nicht gleich 3, 4 , 10 , 100 - am Ende weiß niemand mehr, wohin er gehört und zu
welchem Land seine Loyalität gehört.

Nein - schon in der Bibel steht geschrieben - Du kannst nur einen Herren dienen.

Das halte ich für ein extrem antiquiertes Staatsbild. Wenn Du dich als Staatsdiener siehst, dann bitte. Ich sehe mich nicht so.

Und um welche Loyalitätskonflikte soll es denn gehen? Es könnte natürlich sein, daß wir irgendwann einen Krieg gegen die Türkei führen. Oder aber gegen Italien, GB oder die USA. Dann könnte es sein, daß es ein Problem gibt. Aber da ein solches Szenario nicht vor der Tür steht, bleibe ich da gelassen.

Sir Peter Ustinov hatte m. W. vier Staatsbürgerschaften. War auch unproblematisch.
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon jorikke » Mo 16. Jan 2017, 15:48

Ich möchte gern gegen die mehrfach Staatsbürgerschaften vom Leder ziehen.
Dazu würde ich gern anführen wie sehr sie für mich Nachteile bringen.
Mir fällt aber gerade nichts ein.
...kann mir jemand helfen?
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Frank_Stein » Mo 16. Jan 2017, 19:10

jorikke hat geschrieben:(16 Jan 2017, 15:48)

Ich möchte gern gegen die mehrfach Staatsbürgerschaften vom Leder ziehen.
Dazu würde ich gern anführen wie sehr sie für mich Nachteile bringen.
Mir fällt aber gerade nichts ein.
...kann mir jemand helfen?


ja aber natürlich

wer die deutsche Staatsbürgerschaft hat, darf in Deutschland wählen
das gilt auch für EU-Bürger, allerdings darf ein EU-Bürger nur in einem Land wählen (wenn ich mich recht erinnere)

1 Mann eine Stimme - dieses Prinzip wäre bei Mehrfach-Staatsbürgerschaften schwer durchzusetzen

jedenfalls führt die Doppelte Staatsbürgerschaft bei Türken dazu, dass die Parteien sich bemühen, die
Stimmen der türkischen Wähler zu bekommen und dazu machen sie teilweise Vorschläge, die dem
deutschen Wähler keinen Vorteil bringen (Beispiel Feiertagsdiskussion)

ich möchte gern, dass die deutsche Politik eine Politik für die Deutschen macht - und dass das hoffentlich auch in Zukunft so bleiben möge
wenn beispielsweise ein Türkeibeitritt in die EU oder Visa-Erleichterungen nicht im Interesse der Deutschen und der Sicherheit in Deutschland ist,
dann sollten die Politik keinen Beitritt anstreben
Demokratie ist zu wichtig, um sie dem Volk zu überlassen.
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Dampflok94 » Do 19. Jan 2017, 11:18

theo hat geschrieben:(16 Jan 2017, 19:10)
jedenfalls führt die Doppelte Staatsbürgerschaft bei Türken dazu, dass die Parteien sich bemühen, die
Stimmen der türkischen Wähler zu bekommen und dazu machen sie teilweise Vorschläge, die dem
deutschen Wähler keinen Vorteil bringen (Beispiel Feiertagsdiskussion)

Da nur Deutsche wählen dürfen, jedenfalls für den Bundestag, werden sie wohl kaum Vorschläge machen, die DEM deutschen Wähler, wer auch immer das sein soll, nix nützen. Der Wähler mit zwei Pässen ist eben auch ein deutscher Wähler. Genauso wie der mit nur einem Paß.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon CaptainJack » Sa 21. Jan 2017, 12:48

Dampflok94 hat geschrieben:(19 Jan 2017, 11:18)

Da nur Deutsche wählen dürfen, jedenfalls für den Bundestag, werden sie wohl kaum Vorschläge machen, die DEM deutschen Wähler, wer auch immer das sein soll, nix nützen. Der Wähler mit zwei Pässen ist eben auch ein deutscher Wähler. Genauso wie der mit nur einem Paß.

Fortschritt! Der Neidgedanke der Anderen und das nicht plausible Herauspicken der Vorteile fällt weg. Außerdem wird eine Staatsbürgerschaft nicht entwertet.
Zudem würde die Integration gefördert werden, da die Leute, die dann die deutsche wählen, auch dahinter stehen!
"Im Namen der Toleranz lässt man zu, dass die Intoleranten ihre Infrastruktur aufbauen."
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon pikant » Sa 21. Jan 2017, 12:53

Dampflok94 hat geschrieben:(19 Jan 2017, 11:18)

Da nur Deutsche wählen dürfen, jedenfalls für den Bundestag, werden sie wohl kaum Vorschläge machen, die DEM deutschen Wähler, wer auch immer das sein soll, nix nützen. Der Wähler mit zwei Pässen ist eben auch ein deutscher Wähler. Genauso wie der mit nur einem Paß.


sehe ich auch und hier in Luxemburg kannste sogar ohne Pass Luxemburg bei den Kommunalwahlen waehlen. Du brauchste nur hier eine bestimmte Zeit deinen ersten Wohnsitz zu haben, glaube es sind 3 Jahre.
die Voraussetzung fuer den lux. Pass hat man jetzt auch gelockert - 5 Jahre Wohnsitz und eine Sprache entweder fransoesisch oder deutsch perfekt und letzeburgisch B Niveau bei der Sprache und A Niveau beim verstehen. Doppelpass ist Standard, vor allem bei den neuen Buergern mit Pass Luxemburg - wird auch von der Regierung so gesehen - Doppelpass, klar!
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon JJazzGold » Sa 21. Jan 2017, 13:31

jorikke hat geschrieben:(16 Jan 2017, 15:48)

Ich möchte gern gegen die mehrfach Staatsbürgerschaften vom Leder ziehen.
Dazu würde ich gern anführen wie sehr sie für mich Nachteile bringen.
Mir fällt aber gerade nichts ein.
...kann mir jemand helfen?


Das liegt daran, dass ich politisch noch nichts zu bestimmen habe. ;)
Wäre dem so, würde jeder Besitzer eines deutschen Passes in Deutschland Steuern, Rentenbeiträge und Arbeitslosenversicherung zahlen, egal, wo auf der Welt er sich befindet und wie viele Pässe er sein eigen nennt.

Könnte er eindeutig nachweisen, dass er im Jahr mehr als 180 Tage aus Deutschland abwesend ist, würden die Abgaben reduziert. Dafür verliert er das Wahlrecht in Deutschland. Es ist generell soviel einzuzahlen, dass die Mindestrente erreicht wird, Kranken - und Arbeitslosenschutz fortlaufend besteht.

Sind das genügend Nachteile, oder soll ich mir noch ein paar einfallen lassen?
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon jorikke » Sa 21. Jan 2017, 13:48

JJazzGold hat geschrieben:(21 Jan 2017, 13:31)

Das liegt daran, dass ich politisch noch nichts zu bestimmen habe. ;)
Wäre dem so, würde jeder Besitzer eines deutschen Passes in Deutschland Steuern, Rentenbeiträge und Arbeitslosenversicherung zahlen, egal, wo auf der Welt er sich befindet und wie viele Pässe er sein eigen nennt.

Könnte er eindeutig nachweisen, dass er im Jahr mehr als 180 Tage aus Deutschland abwesend ist, würden die Abgaben reduziert. Dafür verliert er das Wahlrecht in Deutschland. Es ist generell soviel einzuzahlen, dass die Mindestrente erreicht wird, Kranken - und Arbeitslosenschutz fortlaufend besteht.

Sind das genügend Nachteile, oder soll ich mir noch ein paar einfallen lassen?


Nee, bloß nicht, ist ja schon gruselig genug.
Wenn also ein Italiener, Türke oder Ami neben seiner ursprünglichen Staatsbürgerschaft die deutsche erhält, ohne seine alte aufzugeben, dann muss ich - als Rentner - Steuern, Rentenbeiträge u. AV bezahlen.
Egal wo ich wohne?
Selbst in Deutschland, meiner lieben Heimat, muss ich löhnen?
Das geht ja alles gar nicht.
Ich werde gleich mal den Herrn Höcke anrufen, vielleicht kann er sich für mich einsetzen.
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Sozialdemokrat » Sa 21. Jan 2017, 14:48

Die Abschaffung der doppelten, dreifachen oder hundertfachen Staatsbürgerschaft ist nicht möglich.
Die Balkanroute ist nicht ganz dicht.
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Katenberg » So 12. Mär 2017, 11:08

Die Wiedereinführung der Optionspflicht wäre die Revidierung eines aus populistischen Beweggründen durchgeführten Fehlers und ist als solche unerlässlich. Der Fall Yücel zeigt perfekt, wie die Zeit der Rosinenpickerei jetzt endet, schon allein dadurch, dass das Passverständnis der verschiedenen Nationen sich unterscheidet. Bei dieser Gelegenheit wäre es auch angebracht, die rechtlichen Vorussetzungen zu schaffen, die Staatsbürgerschaft Personen zu entziehen, die dadurch in die Staatenlosigkeit gehen würden.
Je freier die Nation, desto sozialer ist sie
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Unité 1 » So 12. Mär 2017, 11:26

Ich zitiere aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, Artikel 15:

1. Jeder hat das Recht auf eine Staatsangehörigkeit.
2. Niemandem darf seine Staatsangehörigkeit willkürlich entzogen noch das Recht versagt
werden, seine Staatsangehörigkeit zu wechseln.


Was denkst du, Katenberg, warum steht das wohl in der AEMR?
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Katenberg » So 12. Mär 2017, 11:27

Unité 1 hat geschrieben:(12 Mar 2017, 11:26)

Ich zitiere aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, Artikel 15:

1. Jeder hat das Recht auf eine Staatsangehörigkeit.
2. Niemandem darf seine Staatsangehörigkeit willkürlich entzogen noch das Recht versagt
werden, seine Staatsangehörigkeit zu wechseln.


Was denkst du, Katenberg, warum steht das wohl in der AEMR?


1. Ja, das Recht auf eine, nicht auf die deutsche
2. Ich spreche nicht von "willkürlich" ;)
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Unité 1 » So 12. Mär 2017, 11:30

Katenberg hat geschrieben:(12 Mar 2017, 11:27)

1. Ja, das Recht auf eine, nicht auf die deutsche

Katenberg hat geschrieben:(12 Mar 2017, 11:08)
Bei dieser Gelegenheit wäre es auch angebracht, die rechtlichen Vorussetzungen zu schaffen, die Staatsbürgerschaft Personen zu entziehen, die dadurch in die Staatenlosigkeit gehen würden.

Du meinst, Staatenlosigkeit ist völlig ok, solange die [Gruppenname hier einfügen] nur keine deutsche Staatsangehörigkeit mehr besitzen, obwohl das der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte widerspricht?
2. Ich spreche nicht von "willkürlich" ;)

Klar ist das willkürlich, wenn du einer Gruppe von Deutschen die Staatsbürgerschaft entziehen möchtest, solange du anderen Gruppen von Deutschen bei gleichen Vergehen dies nicht antun möchtest. Und, wo ich nochmal darüber lese, du ja nichts von irgendwelchen Taten schreibst, sondern nur von Staatsbürgerschaftsentzug: Reicht dir da schon der "falsche" ethnische Hintergrund?

Oh, und es interessiert, was du denkst, warum das wohl in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte steht. Vorschläge, Ideen?
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Katenberg » So 12. Mär 2017, 11:40

Unité 1 hat geschrieben:(12 Mar 2017, 11:30)

Du meinst, Staatenlosigkeit ist völlig ok, solange die [Gruppenname hier einfügen] nur keine deutsche Staatsangehörigkeit mehr besitzen, obwohl das der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte widerspricht?

Klar ist das willkürlich, wenn du einer Gruppe von Deutschen die Staatsbürgerschaft entziehen möchtest, solange du anderen Gruppen von Deutschen bei gleichen Vergehen dies nicht antun möchtest. Und, wo ich nochmal darüber lese, du ja nichts von irgendwelchen Taten schreibst, sondern nur von Staatsbürgerschaftsentzug: Reicht dir da schon der "falsche" ethnische Hintergrund?

Oh, und es interessiert, was du denkst, warum das wohl in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte steht. Vorschläge, Ideen?


Inwieweit widerspricht das den Menschenrechten? Es steht den Personen frei, sich einen anderen Staat zu suchen. Auch in der Geschichte gab es andauernde Beispiele von Weltbürgern in der Staatenlosigkeit. Deine Unterstellung wiederum ist widerlich. Ich definiere Deutsch zwar ethnisch, möchte Deutschland aber als eine Nation begreifen, der man beitreten kann, Abstammung ist nicht das einzig entscheidende Kriterium, bin immerhin Liberaler.
Nein, ich möchte abenteuerlustigen Syrien/IS-Urlaubern sehr gerne die Wiedereinreise in die Bundesrepublik oder nach Europa verwehren und ihnen auch den deutschen Pass wegnehmen.
Je freier die Nation, desto sozialer ist sie
Denn jeder Unterdrücker will die Menschen nur vor sich selbst schützen

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