Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

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Wasteland
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Wasteland » Sa 24. Dez 2016, 13:23

Adam Smith hat geschrieben:(24 Dec 2016, 13:19)

Die Vietnamesen kamen als arme Einwanderer. Hier mal Deutschland.



http://www.zeit.de/2009/05/B-Vietnamesen

Sie sind in der Schule erfolgreicher als Deutsche.


Das ist ja das perfekte Beispiel. In die USA gingen Kriegsflüchtlinge, Bauern und sonstige Asylbewerber. Bis heute schneiden viele unterdurchschnittlich ab.

In die DDR/nach Deutschland kamen Studierende und Gebildete und keine analphabetischen Bauern. Das belegt genau worauf es ankommt.

Gerade das deutsche Bildungssystem ist ja dafür bekannt, dass der Bildungsstand der Eltern maßgeblich ist für den Erfolg ihrer Nachkommen.

The poverty rate for Asian Americans is highest amongst Hmong, Cambodian, Laotian and Vietnamese.


http://borgenproject.org/asian-american ... rty-rates/
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Adam Smith
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Adam Smith » Sa 24. Dez 2016, 13:24

Und hier mal die Vietnamesen in den USA. Und die kamen doch auch hier als arme Einwanderer.

Vietnamese Immigrants in the United States

Vietnamese immigrant households had higher incomes compared to the overall foreign- and native-born populations. In 2014, median household income among Vietnamese immigrants was $59,933, compared to $49,487 for all immigrant households and $54,565 for U.S.-born households. This is due in part to the larger-than-average size of many households headed by Vietnamese immigrants.


http://www.migrationpolicy.org/article/ ... ted-states

Die Vietnamesen sind wohlhabender als die übrige Bevölkerung.

Oder nicht?
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Teeernte » Sa 24. Dez 2016, 13:27

Adam Smith hat geschrieben:(24 Dec 2016, 13:19)

Die Vietnamesen kamen als arme Einwanderer. Hier mal Deutschland.



Warum gibt es so viele Chinesische Imbissstuben (von Vietnamesen geführt) ?

....die können die deutschen Gesetze /Steuer+Gewerbe Verordnungen nicht lesen...

Man kann in der Küche noch 10 andere "VERWANDTE" (gegen Geld ohne Mindestlohn) beschäftigen...??

Die Nähstuben (Arbeits - und Schlafplatz der Subs in D ) siehst Du auf dem Basar ja nicht...
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Adam Smith
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Adam Smith » Sa 24. Dez 2016, 13:29

Teeernte hat geschrieben:(24 Dec 2016, 13:27)

Warum gibt es so viele Chinesische Imbissstuben (von Vietnamesen geführt) ?



Woher weißt du das?
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Teeernte » Sa 24. Dez 2016, 13:45

Adam Smith hat geschrieben:(24 Dec 2016, 13:29)

Woher weißt du das?


Asia imbiss (und dgl) im Verhältnis zu anderen Restaurants.... (Kochendes Wasser, Rechter Winkel >> Statistik)

Deutsche Suppenküche arg in Bedrängnis...
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Wasteland » Sa 24. Dez 2016, 13:50

Adam Smith hat geschrieben:(24 Dec 2016, 13:24)

Und hier mal die Vietnamesen in den USA. Und die kamen doch auch hier als arme Einwanderer.



http://www.migrationpolicy.org/article/ ... ted-states

Die Vietnamesen sind wohlhabender als die übrige Bevölkerung.

Oder nicht?


Wie gesagt, die Studie die ich verlinkt habe besagt folgendes:

The study indicated that Southeast Asians in the United States have consistently relied on food stamps for many decades. Moreover, language barriers are still major roadblocks that prevent Southeast Asian Americans from entering new labor markets.

The poverty rate for Asian Americans is highest amongst Hmong, Cambodian, Laotian and Vietnamese. Hmong Americans have a startlingly high poverty rate at 37.8%, followed closely by Cambodian Americans at 29.3% and Laotian Americans at 18.5%.


Möglicherweise lässt sich das dadurch erklären, dass später gekommene Zuwanderer keine Kriegsflüchtlinge und Analphabeten waren. Denn die ursprünglichen Zuwanderer waren soziale Unterschicht.

With the exception of the relatively small elite group evacuated at the fall of Saigon, most of the refugees lacked education, job skills, and measurable economic resources. They also suffered from the trauma of war and flight and from the severe emotional distress that they experienced at refugee camps. Once arrived in the United States, they were powerless to decide where and when they would be resettled, with almost all of the refugees starting their American life on public assistance.


https://migration.ucdavis.edu/rs/more.php?id=49
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Teeernte » Sa 24. Dez 2016, 14:02

Wasteland hat geschrieben:(24 Dec 2016, 13:50)

Wie gesagt, die Studie die ich verlinkt habe besagt folgendes:



Möglicherweise lässt sich das dadurch erklären, dass später gekommene Zuwanderer keine Kriegsflüchtlinge und Analphabeten waren. Denn die ursprünglichen Zuwanderer waren soziale Unterschicht.



https://migration.ucdavis.edu/rs/more.php?id=49


Möglicherweise ist die Amerikanische Staatsbürgerschaft nicht nur in Steuersachen VORRANGIG zu betrachten...?

Der US-AMI kann sich sein "Steuerland" NICHT aussuchen ! Egal ob Zweit, Dritt oder VIERT-Staatsbürgerschaft .
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Frank_Stein » Fr 30. Dez 2016, 21:42

schon in der Bibel steht, dass man nur einem Herren dienen kann. So kann man auch nur einem Land dienen.
Man muss sich entscheiden - bzw. wird einem diese Entscheidung eigentlich bereits in die Wiege gelegt, denn
man ist seinen Ahnen verpflichtet, ihr Erbe anzutreten und die Welt, die sie einem hinterlassen haben,
zu einem besseren Ort zu machen.

Es ist der Bund, den man mit seiner Geburt eingeht, dass man das Land der Ahnen achtet und schützt um
es wiederum den eigenen Nachkommen als einen besseren Ort zu überlassen, als man ihn selbst vorgefunden
hat.

Die doppelte Staatsbürgerschaft hätte nie eingeführt werden sollen - es war ein Fehler und dieser Fehler ist zu korrigieren.
Demokratie ist zu wichtig, um sie dem Volk zu überlassen.
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Frank_Stein » Fr 30. Dez 2016, 21:44

Kibuka hat geschrieben:(12 Dec 2016, 09:25)

Rückschritt!

In den USA haben auch zahlreiche Bürger mehr als eine Staatsbürgerschaft.

Die CDU führt hier sinnlose Diskussionen. Sie sollte sich besser um die illegale Zuwanderung kümmern. Oder um die verkorkste Energiewende. Oder um die Eurokrise. Oder um die seit Jahren versprochene Steuerreform.


Aha - weil es in de USA so ist, ist es also richtig und ein Fortschritt?
Seit wann sollen die USA für uns ein Vorbild sein?
Das wäre in der Tat ein Rückschritt.
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Frank_Stein » Fr 30. Dez 2016, 21:46

MoOderSo hat geschrieben:(15 Dec 2016, 11:46)

Diese Doppelpass-Diskussion ist genauso schwachsinnig wie die Ausländermaut.


die "Ausländer"maut ist in der Tat völliger Unsinn - und die doppelte Staatsbürgerschaft ist es auch

das eine sollte man erst gar nicht einführen und das andere wieder rückgängig machen
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 6. Jan 2017, 11:50

Doppelte Staatsbürgerschaft macht keinen Sinn und ist Integrations- und Identitätshemmend.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Dampflok94 » Mo 9. Jan 2017, 11:54

King Kong 2006 hat geschrieben:(06 Jan 2017, 11:50)

Doppelte Staatsbürgerschaft macht keinen Sinn und ist Integrations- und Identitätshemmend.


Doppelte Staatsbürgerschaft ist sinnvoll sowie ist Integrations- und Identitätsfördernd.

Schön, daß wir darüber gesprochen haben. Argumente? Braucht man nicht. Forsch behauptet ist halb bewiesen. :cool:
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon William » Mo 9. Jan 2017, 11:57

King Kong 2006 hat geschrieben:(06 Jan 2017, 11:50)

Doppelte Staatsbürgerschaft macht keinen Sinn und ist Integrations- und Identitätshemmend.


In einer Zeit, in der Viele nicht mal mehr wissen ob sie Männlein oder Weiblein sind, spielt das keine allzu große Rolle mehr.
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon pikant » Mo 9. Jan 2017, 12:07

King Kong 2006 hat geschrieben:(06 Jan 2017, 11:50)

Doppelte Staatsbürgerschaft macht keinen Sinn und ist Integrations- und Identitätshemmend.


wuerde mich ueber Argumente mehr freuen als ueber Parolen vom 'rechten' Stammtisch.
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 9. Jan 2017, 19:15

Ich wüßte nicht, daß eine Meinung gegen die doppelte Staatsbürgerschaft etwas mit rechten Parolen und Stammtischen zu tun hat. Wäre dann das Dafür eine linke Parole von Anarchisten? :?:

Wer seinen Lebensmittelpunkt in Deutschland hat, sollte sich auch verbindlich mit den Rechten und Pflichten in Deutschland auseinandersetzen. Ich halte nichts davon, daß Mitbürger mit doppelter Staatsbürgerschaft z.B. hier wählen dürfen und dann - warum auch immer - in ihr Heimatland (?) wieder auswandern oder dort auch ihren Lebensmittelpunkt haben. Mit dem Wahlergebnis und der Partizipation daran muß man dann hier umgehen. Der Wähler selbst nicht, wenn er zwischen den Welten pendelt.

Der Integration wird kein Gefallen getan, wenn es immer Exitmöglichkeiten gibt. Nicht nur in "Ghettos", sondern auch in rechtlicher Hinsicht. Man sitzt hier im selben Boot. Entweder ist man Deutscher oder nicht. In juristischer Hinsicht. Das ist das Mindeste. Das hat mit Assimilation nichts zu tun. Man kann weiterhin italienisch oder türkisch kochen. Arabische Schlager und russische Feste feiern. Kein Problem. Aber die rechtliche Musik spielt hier. Wenn man hier leben möchte. Inwiefern das mit der Freizügigkeit kollidiert in der EU müßte untersucht werden. Aber entweder ist man dt. Staatsbürger oder nicht. Wenn Millionen Staatsbürger auch andere Staatsbürgerschaften haben sehe ich für Deutschland darin keinen Zugewinn. Im Gegenteil.

Ich kenne viele Zugewanderte, nicht nur in Deutschland. Ich vertrete den Standpunkt, daß man in dem Land, in dem man seinen Lebensmittelpunkt aufbaut, Bestandteil sein will auch die volle, nicht die halbe oder geteilte Verantwortung übernehmen muß. Man hängt mit drin, ohne Ausweichmöglichkeit. Volle Verantwortung bei vollen Rechten. Wie gesagt, d.h. nicht, daß man dann Sushi als Japaner meiden muß und nur noch Leberknödel essen muß. Und auf Shintoismus verzichten sollte.

Die meisten Zuwanderer in jüngster Zeit sind aus dem Orient gekommen. Auch da halte ich es imminent wichtig klare Verhältnisse zu schaffen.

Was soll das für Vorteile für Deutschland haben zwei Staatsbürgerschaften zu haben? Außer, daß der Gedanke des Nationalstaates und des Staatsbürgers ausgehöhlt wird? Davon bin ich kein Anhänger. Wie wichtig klare (rechtliche) Identitäten und klare Vorgaben sind, sieht man immer wieder. Wenn man da schwammig wird und sich zurückzieht, dann nehmen andere den Raum ein. Automatisch.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Dampflok94 » Di 10. Jan 2017, 08:28

King Kong 2006 hat geschrieben:(09 Jan 2017, 19:15)Wer seinen Lebensmittelpunkt in Deutschland hat, sollte sich auch verbindlich mit den Rechten und Pflichten in Deutschland auseinandersetzen. Ich halte nichts davon, daß Mitbürger mit doppelter Staatsbürgerschaft z.B. hier wählen dürfen und dann - warum auch immer - in ihr Heimatland (?) wieder auswandern oder dort auch ihren Lebensmittelpunkt haben. Mit dem Wahlergebnis und der Partizipation daran muß man dann hier umgehen. Der Wähler selbst nicht, wenn er zwischen den Welten pendelt.

Wählen darf in Deutschland, wer deutscher Staatsbürger ist. Und das hat nichts mit der doppelten Staatsbürgerschaft zu tun. Auch als "Bio-Deutscher" kannst du auswandern, aber Deutscher bleiben und dann hier wählen. Nun können wir gerne darüber diskutieren ob es sinnvoll ist in einem Land zu wählen, in dem man nicht lebt. Das hat aber mit dem Thema hier nichts zu tun.
Der Integration wird kein Gefallen getan, wenn es immer Exitmöglichkeiten gibt. Nicht nur in "Ghettos", sondern auch in rechtlicher Hinsicht. Man sitzt hier im selben Boot. Entweder ist man Deutscher oder nicht. In juristischer Hinsicht. Das ist das Mindeste. Das hat mit Assimilation nichts zu tun. Man kann weiterhin italienisch oder türkisch kochen. Arabische Schlager und russische Feste feiern. Kein Problem. Aber die rechtliche Musik spielt hier. Wenn man hier leben möchte. Inwiefern das mit der Freizügigkeit kollidiert in der EU müßte untersucht werden. Aber entweder ist man dt. Staatsbürger oder nicht. Wenn Millionen Staatsbürger auch andere Staatsbürgerschaften haben sehe ich für Deutschland darin keinen Zugewinn. Im Gegenteil.

Man ist deutscher Staatsbürger, wenn man die deutsche Staatsbürgerschaft hat. Punkt. Alles andere klingt so, als würde die Existenz einer zweiten Staatsbürgerschaft die deutsche entwerten. Das ist aber Nonsens.
Ich kenne viele Zugewanderte, nicht nur in Deutschland. Ich vertrete den Standpunkt, daß man in dem Land, in dem man seinen Lebensmittelpunkt aufbaut, Bestandteil sein will auch die volle, nicht die halbe oder geteilte Verantwortung übernehmen muß. Man hängt mit drin, ohne Ausweichmöglichkeit. Volle Verantwortung bei vollen Rechten. Wie gesagt, d.h. nicht, daß man dann Sushi als Japaner meiden muß und nur noch Leberknödel essen muß. Und auf Shintoismus verzichten sollte.

Da wird gar keine Verantwortung geteilt. Zwei Staatsbürgerschaften heißen nicht zweimal halbe Verantwortung sondern zweimal volle.
Die meisten Zuwanderer in jüngster Zeit sind aus dem Orient gekommen. Auch da halte ich es imminent wichtig klare Verhältnisse zu schaffen.

Da kommen wir doch zum Thema. Das ist doch nur so hochgekocht, weil es insbesondere die hier lebenden Türkischstämmigen betrifft. Hier lebten schon früher viele Menschen mit zwei Staatsbürgerschaften. Hat niemanden interessiert, so lange es bei der zweiten eben um die italienische, britische oder die US-amerikanische ging. Aber bei den Türken ist es störend.
Was soll das für Vorteile für Deutschland haben zwei Staatsbürgerschaften zu haben? Außer, daß der Gedanke des Nationalstaates und des Staatsbürgers ausgehöhlt wird? Davon bin ich kein Anhänger. Wie wichtig klare (rechtliche) Identitäten und klare Vorgaben sind, sieht man immer wieder. Wenn man da schwammig wird und sich zurückzieht, dann nehmen andere den Raum ein. Automatisch.

Ob das Vorteile für D hat? Weiß ich nicht. Nachteile sehe ich jedenfalls keine. Aber Vorteile für die Betroffenen. Und das ist doch schon mal was.
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon pikant » Di 10. Jan 2017, 12:33

King Kong 2006 hat geschrieben:(09 Jan 2017, 19:15)


Wer seinen Lebensmittelpunkt in Deutschland hat, sollte sich auch verbindlich mit den Rechten und Pflichten in Deutschland auseinandersetzen. Ich halte nichts davon, daß Mitbürger mit doppelter Staatsbürgerschaft z.B. hier wählen dürfen und dann - warum auch immer - in ihr Heimatland (?) wieder auswandern oder dort auch ihren Lebensmittelpunkt haben..


dann nennen sie mir einen nachvollziehbaren Grund warum ich als Deutsche, der im Ausland lebt, mit nur einem Pass hier waehlen kann, aber nach ihrer Aussage nicht, wenn ich im Ausland wo ich meinen Lebensmittelpunkt habe, noch eine Staatsbuergerschaft annehme, aus Integrationsgruenden.

Nach ihrer Argumentation muesste man allen Deutschen, die nich in Deutschland leben, das Wahlrecht entziehen, ansonsten gibt so eine Argumentation null Sinn.
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Frank_Stein » Sa 14. Jan 2017, 11:10

William hat geschrieben:(09 Jan 2017, 11:57)

In einer Zeit, in der Viele nicht mal mehr wissen ob sie Männlein oder Weiblein sind, spielt das keine allzu große Rolle mehr.


So viele sind es nicht, die das nicht wissen - für mich spielt es eine Rolle - ich weiß sehr genau, was ich bin und wer ich bin.

Wir sind nicht die Größten, nicht die Schönsten und nicht die Klügsten - aber wir sind wir, das ist mir wichtig und dass das so bleibt, dafür lebe ich.
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon Frank_Stein » Sa 14. Jan 2017, 11:18

Dampflok94 hat geschrieben:(10 Jan 2017, 08:28)

Man ist deutscher Staatsbürger, wenn man die deutsche Staatsbürgerschaft hat. Punkt. Alles andere klingt so, als würde die Existenz einer zweiten Staatsbürgerschaft die deutsche entwerten. Das ist aber Nonsens.


das ist wie im Fußball - man kann sicherlich der Fan zweier Mannschaften sein - aber wenn diese beiden Mannschaften aufeinandertreffen - auf welcher Seite stehst Du dann? Die Deutschen sollen die Interessen der Deutschen und Deutschlands vertreten. Ließe man zwei Staatsbürgerschaften zu, würde das dazu führen, dass die Politik anderer Länder zunehmend die Innenpolitik bestimmt - etwa, wenn man versucht bei der Wahl die türkischen Wähler für sich gewinnen will. Gleichzeitig würde das dazu führen, dass beispielsweise die Wahl in der Türkei auch zu türkischem Wahlkampf auf deutschen Boden führen würde.

Außerdem stellt sich die Frage- warum 2 Staatsbürgerschaften - warum nicht gleich 3, 4 , 10 , 100 - am Ende weiß niemand mehr, wohin er gehört und zu
welchem Land seine Loyalität gehört.

Nein - schon in der Bibel steht geschrieben - Du kannst nur einen Herren dienen.
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Re: Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft - Rückschritt oder Fortschritt?

Beitragvon William » Sa 14. Jan 2017, 11:58

theo hat geschrieben:(14 Jan 2017, 11:10)

So viele sind es nicht, die das nicht wissen - für mich spielt es eine Rolle - ich weiß sehr genau, was ich bin und wer ich bin.

Wir sind nicht die Größten, nicht die Schönsten und nicht die Klügsten - aber wir sind wir, das ist mir wichtig und dass das so bleibt, dafür lebe ich.


Ein Grund mehr es medial nicht immer so aufzubauschen. Egal ob schwul, vegan oder sonst irgendwie fern dem Mainstream, es hat in der Regel nichts mit großartiger Leistung zu tun, der man überproportional Beachtung oder Respekt zollen braucht. Derjenige ist wie er ist und fertig.
Jene, die ihre Einstellung allzu stolz in die Öffentlichkeit tragen, müssen eben auch damit rechnen belächelt oder gar kritisiert zu werden.

So amüsieren mich z.B. auch immer die Aufkleber an Autohecks mit "Nele und Lala an Bord". Alls wäre es eine großartige Leistung Kinder in die Welt zu setzen. Als würde das irgendjemand ernsthaft interessieren oder gar beeindrucken.

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