Bayern und Hamburg gegen Grundsteuerreform

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Bayern und Hamburg gegen Grundsteuerreform

Beitragvon frems » Sa 5. Nov 2016, 21:14

Die Grundsteuer wird für viele teurer

14 Bundesländer wollen am heutigen Freitag im Bundesrat die von den Ländern Hessen und Niedersachsen seit Jahren vorbereitete Reform der Grundsteuer auf den Weg bringen. Nur Hamburg und Bayern unterstützen die als "Hessen-Modell" bekannt gewordene Reform nicht.

Um zu verhindern, dass sie zu höheren Mieten führt, will Nordrhein-Westfalen zusätzlich einen Entschließungsantrag einbringen.

Für die Feststellung der Grundsteuer gelten in Westdeutschland heute noch Boden-Einheitswerte von 1965, im Osten sogar von 1935. Da sich die Grundstückswerte seither stark verändert haben, hatte der Bundesfinanzhof das geltende System für verfassungswidrig erklärt.

http://www.rp-online.de/wirtschaft/fina ... -1.6372720

Dass aufgrund der Verfassungswidrigkeit eine Reform nötig ist, dürfte soweit geklärt sein. Die Frage ist bloß, was vom hessisch-niedersächsischen Vorschlag zu halten ist, den zwölf weitere Bundesländer unterstützen, sodass das eher ungewöhnliche bayrisch-hamburgische Bündnis ziemlich isoliert wirkt. Meinungen?
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Re: Bayern und Hamburg gegen Grundsteuerreform

Beitragvon Boraiel » Do 10. Nov 2016, 13:47

frems hat geschrieben:(05 Nov 2016, 21:14)

http://www.rp-online.de/wirtschaft/fina ... -1.6372720

Dass aufgrund der Verfassungswidrigkeit eine Reform nötig ist, dürfte soweit geklärt sein. Die Frage ist bloß, was vom hessisch-niedersächsischen Vorschlag zu halten ist, den zwölf weitere Bundesländer unterstützen, sodass das eher ungewöhnliche bayrisch-hamburgische Bündnis ziemlich isoliert wirkt. Meinungen?

Wow, manchmal ist man noch verblüfft, wie sehr vorherige Generationen in Ämter und Politik versagt haben. Es bestehen doch gigantische Unterschiede zwischen den Grundstückswerten von 1965/35 und heute und das hat Auswirkungen auf das Leben von Millionen Menschen. Gerechtigkeit kann uns doch nicht egal. Daher sollten auch regelmäßig (jedes Jahre, alle 2 Jahre, vielleicht noch alle 5 Jahre) diese Werte aktualisiert und die Steuern angepasst werden.
Wenn man solche Meldungen hört, dann wird deutlich, dass hier etwas grundsätzlich schief läuft und es Veränderungen am politischen System der Bundesrepublik braucht.
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Re: Bayern und Hamburg gegen Grundsteuerreform

Beitragvon Alexyessin » Do 10. Nov 2016, 14:06

Boraiel hat geschrieben:(10 Nov 2016, 13:47)
Veränderungen am politischen System der Bundesrepublik braucht.


warum?
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Re: Bayern und Hamburg gegen Grundsteuerreform

Beitragvon Boraiel » Do 10. Nov 2016, 14:23

Alexyessin hat geschrieben:(10 Nov 2016, 14:06)

warum?

Der Kurs dieses Landes ist aktuell abwärtsgerichtet, wir sorgen nicht für mehr und mehr Freiheiten und Gerechtigkeit für alle Bürger, sondern wir benötigen 10 Jahre um ein seit Jahrzehnte bekannte Gerechtigkeitslücke für den Augenblick auch nur zu schließen. Das ist schrecklich, aber der aktuelle Zustand der Republik. Wir können die Dinge in Ordnung bringen, vielleicht zum ersten Mal in diesem Land. Der erste und wichtigste Schritt dazu ist die Ermächtigung des Volkes, in der Folge wird ein Prozess in Gang gebracht, der, davon bin ich überzeugt, die Freiheiten der Bürger stärkt und solche Gerechtigkeitslücken (und davon gibt es noch viel mehr) dauerhaft schließt.
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Re: Bayern und Hamburg gegen Grundsteuerreform

Beitragvon Alexyessin » Do 10. Nov 2016, 14:25

Boraiel hat geschrieben:(10 Nov 2016, 14:23)

Der Kurs dieses Landes ist aktuell abwärtsgerichtet, wir sorgen nicht für mehr und mehr Freiheiten und Gerechtigkeit für alle Bürger, sondern wir benötigen 10 Jahre um ein seit Jahrzehnte bekannte Gerechtigkeitslücke für den Augenblick auch nur zu schließen. Das ist schrecklich, aber der aktuelle Zustand der Republik. Wir können die Dinge in Ordnung bringen, vielleicht zum ersten Mal in diesem Land. Der erste und wichtigste Schritt dazu ist die Ermächtigung des Volkes, in der Folge wird ein Prozess in Gang gebracht, der, davon bin ich überzeugt, die Freiheiten der Bürger stärkt und solche Gerechtigkeitslücken (und davon gibt es noch viel mehr) dauerhaft schließt.


Gut Ding will Weile haben. Wo ist dein Problem?
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Re: Bayern und Hamburg gegen Grundsteuerreform

Beitragvon relativ » Do 10. Nov 2016, 14:31

Boraiel hat geschrieben:(10 Nov 2016, 14:23)

Der Kurs dieses Landes ist aktuell abwärtsgerichtet, wir sorgen nicht für mehr und mehr Freiheiten und Gerechtigkeit für alle Bürger, sondern wir benötigen 10 Jahre um ein seit Jahrzehnte bekannte Gerechtigkeitslücke für den Augenblick auch nur zu schließen. Das ist schrecklich, aber der aktuelle Zustand der Republik. Wir können die Dinge in Ordnung bringen, vielleicht zum ersten Mal in diesem Land. Der erste und wichtigste Schritt dazu ist die Ermächtigung des Volkes, in der Folge wird ein Prozess in Gang gebracht, der, davon bin ich überzeugt, die Freiheiten der Bürger stärkt und solche Gerechtigkeitslücken (und davon gibt es noch viel mehr) dauerhaft schließt.

Ähm für einige andere Bürger ist diese Lücke aber Gerechtigkeit. ;) Die zählen wohl für dich nicht, oder?
Die Politik hat darauf zu achten, daß hier jeder Bürger so gut es geht Gehör und Gerchtigkeit wieder finden kann, wenn er denn will. Dazu gehören natürlich auch Dinge die man selbst für schlecht bzw. Veränderungswürdig hält, nur andere Bürger tun dies nicht.
Daher geht es immer um einen Kompromiss. Im Optimalfall wird für ein Kompromiss eine Güterabwegung und der aktuelle Gefühlslage der Gemeinschaft abgetastet.
Wenn Politiker meinen dieses Abwegungen nicht vornehmen zu muessen, passiert Trump, so einfach ist das manchmal, selbst wenn die einzelnen Sachthemen durchaus Komplex sind.
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Re: Bayern und Hamburg gegen Grundsteuerreform

Beitragvon Boraiel » Do 10. Nov 2016, 14:35

Alexyessin hat geschrieben:(10 Nov 2016, 14:25)

Gut Ding will Weile haben. Wo ist dein Problem?

2 Generationen braucht also "Gut Ding". Ich habe da andere Vorstellungen, mir liegt auch etwas an Gerechtigkeit. Ich weiß nicht, ob dir das klar ist, aber hier wurde etwas als verfassungswidrig moniert. Sowas darf eigentlich nicht vorkommen! Man sollte einen Prozess in Gang bringen, in deren Folge diese Werte regelmäßig aktualisiert werden; ein Team ist laufend damit beschäftigt Grundstücke zu bewerten anhand sinnvoller Kriterien und kommt nach - sagen wir - 5 Jahren wieder bei gleichen Grundstück an und nimmt eine Anpassung vor. Der Gerechtigkeit wäre in diesem Bereich genüge getan. Wenn das nicht so oder so ähnlich geschieht, habe ich damit ein Problem, bin damit so nicht einverstanden und ich hoffe, du auch nicht.
Und in Bezug hierauf kann man auch gut, mein Reden von einen abwärtsgerichteten Kurs oder zumindest einem nicht aufwärtsstrebenden Kurs verstehen. Wenn wir hier schon solche Fehlstellungen zulassen, wie sollen wir dann "je die Sterne erreichen"?
Zuletzt geändert von Boraiel am Do 10. Nov 2016, 14:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bayern und Hamburg gegen Grundsteuerreform

Beitragvon Alexyessin » Do 10. Nov 2016, 14:36

Boraiel hat geschrieben:(10 Nov 2016, 14:35)

2 Generationen braucht also "Gut Ding". Ich habe da andere Vorstellungen, mir liegt auch etwas an Gerechtigkeit. Ich weiß nicht, ob dir das klar ist, aber hier wurde etwas als verfassungswidrig moniert. Sowas darf eigentlich nicht vorkommen! Man sollte einen Prozess in Gang bringen, in deren Folge diese Werte regelmäßig aktualisiert werden; ein Team ist laufend damit beschäftigt Grundstücke zu bewerten anhand sinnvoller Kriterien und kommt nach - sagen wir - 5 Jahren wieder bei gleichen Grundstück an und nimmt eine Anpassung vor. Der Gerechtigkeit wäre in diesem Bereich genüge getan.


Gerechtigkeit bedarf einer Überprüfung und da ist der Fall mit lieber genau als Gschlampat durchaus angebracht.
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Re: Bayern und Hamburg gegen Grundsteuerreform

Beitragvon Boraiel » Do 10. Nov 2016, 14:44

Alexyessin hat geschrieben:(10 Nov 2016, 14:36)

Gerechtigkeit bedarf einer Überprüfung und da ist der Fall mit lieber genau als Gschlampat durchaus angebracht.

Ok, ich finde 10 Jahre immer noch eine arg lange Zeit, aber ok, wir können uns darauf einigen, dass es beim ersten Mal ein bisschen länger dauert, aber dann muss doch einen Prozess etablieren, der diese Bewertungen laufend überprüft. Da bist du doch auch der Meinung, oder?
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Re: Bayern und Hamburg gegen Grundsteuerreform

Beitragvon Alexyessin » Do 10. Nov 2016, 14:46

Boraiel hat geschrieben:(10 Nov 2016, 14:44)

Ok, ich finde 10 Jahre immer noch eine arg lange Zeit, aber ok, wir können uns darauf einigen, dass es beim ersten Mal ein bisschen länger dauert, aber dann muss doch einen Prozess etablieren, der diese Bewertungen laufend überprüft. Da bist du doch auch der Meinung, oder?


Ich bin der MEinung, das Gerechtigkeit nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben sollte.
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Re: Bayern und Hamburg gegen Grundsteuerreform

Beitragvon relativ » Do 10. Nov 2016, 14:47

Alexyessin hat geschrieben:(10 Nov 2016, 14:36)

Gerechtigkeit bedarf einer Überprüfung und da ist der Fall mit lieber genau als Gschlampat durchaus angebracht.

Wobei ja klar ist wo hier das Problem liegt. Nämlich in den Städten mit riesiger Immobilienblase bzw. teuren Immobilien. Wenn die höheren Grundsteuern dann auf die Mieter umgelegt werden, wird die Wohnsituation in diesen Städten für Normalsterbliche noch prekärer. Nicht Wünschenswert, würde ich mal meinen.
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Re: Bayern und Hamburg gegen Grundsteuerreform

Beitragvon Alexyessin » Do 10. Nov 2016, 14:51

relativ hat geschrieben:(10 Nov 2016, 14:47)

Wobei ja klar ist wo hier das Problem liegt. Nämlich in den Städten mit riesiger Immobilienblase bzw. teuren Immobilien. Wenn die höheren Grundsteuern dann auf die Mieter umgelegt werden, wird die Wohnsituation in diesen Städten für Normalsterbliche noch prekärer. Nicht Wünschenswert, würde ich mal meinen.


Das kommt ja erschwerend dazu. Ich denke da wird teilweise vom falschen Punkt aus "Druck" ausgeübt. Ja, und da sollte sich die Politik durchaus ändern. Nur glaub ich nicht, das Boreal das so gemeint haben könnte.
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Re: Bayern und Hamburg gegen Grundsteuerreform

Beitragvon Boraiel » Do 10. Nov 2016, 14:52

Alexyessin hat geschrieben:(10 Nov 2016, 14:46)

Ich bin der MEinung, das Gerechtigkeit nichts mit Geschwindigkeit zu tun haben sollte.

Das beantwortet die Frage nicht.
Sollten diese Bewertungen regelmäßig (vorgeschlagen sind 5 Jahres-Abstände) deiner Meinung nach überprüft werden oder nicht?
Oder bist du nicht in der Lage diese Frage klar und eindeutig zu beantworten? Bist du dir bewusst, was das über dich aussagen würde?
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Re: Bayern und Hamburg gegen Grundsteuerreform

Beitragvon Alexyessin » Do 10. Nov 2016, 14:52

Boraiel hat geschrieben:(10 Nov 2016, 14:52)

Das beantwortet die Frage nicht.
Sollten diese Bewertungen regelmäßig (vorgeschlagen sind 5 Jahres-Abstände) deiner Meinung nach überprüft werden oder nicht?
Oder bist du nicht in der Lage diese Frage klar und eindeutig zu beantworten? Bist du dir bewusst, was das über dich aussagen würde?


Was genau möchtest du denn überprüft haben? Die Grundstückswerte?
Mehr Buchwert bedeutet mehr Steuern, die jemand zu zahlen hat. Sollte das dann umgelegt werden wäre es mir persönlich lieber, sie würden den Buchwert nicht erneut prüfen.

Und nein, mir ist nicht bewusst, was irgendwas von dir herbeigesponnenes über mich aussagen wollen würde außer im Rahmen deiner Vorstellung.
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Re: Bayern und Hamburg gegen Grundsteuerreform

Beitragvon Boraiel » Do 10. Nov 2016, 14:57

relativ hat geschrieben:(10 Nov 2016, 14:47)

Wobei ja klar ist wo hier das Problem liegt. Nämlich in den Städten mit riesiger Immobilienblase bzw. teuren Immobilien. Wenn die höheren Grundsteuern dann auf die Mieter umgelegt werden, wird die Wohnsituation in diesen Städten für Normalsterbliche noch prekärer. Nicht Wünschenswert, würde ich mal meinen.

Man kann es nicht ändern, dass für begehrte Lagen nun mal mehr Geld bezahlt werden muss. Wenn man die Beurteilung von attraktiver werden Lagen nicht anpasst über Jahrzehnte, dann werden die Vermieter von der Miete selber mehr Geld behalten können. Wenn du für 100qm 3000 Euro pro Monat nehmen kannst, dann kannst du das unabhängig von der spezifischen Höhe der Grundsteuer.
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Re: Bayern und Hamburg gegen Grundsteuerreform

Beitragvon Boraiel » Do 10. Nov 2016, 15:06

Alexyessin hat geschrieben:(10 Nov 2016, 14:52)

Was genau möchtest du denn überprüft haben? Die Grundstückswerte?
Mehr Buchwert bedeutet mehr Steuern, die jemand zu zahlen hat. Sollte das dann umgelegt werden wäre es mir persönlich lieber, sie würden den Buchwert nicht erneut prüfen.

Und nein, mir ist nicht bewusst, was irgendwas von dir herbeigesponnenes über mich aussagen wollen würde außer im Rahmen deiner Vorstellung.

Ja, die Grundstückswerte.
Was für schreckliche Menschen u.a. doch in diesem Land leben. Gerechtigkeit ist dir doch nicht mal mehr ein Anliegen. Wie kannst du das vor kommenden Generationen rechtfertigen?
Du begreifst den Ernst auch gar nicht. Wir haben eine verfassungswidrige Situation und du stehst dafür ein, dass diese nach einigen Jahren wieder gegeben ist.
Herzlichen Glückwunsch. Für was ich dich halte, könnte ich dir noch deutlicher sagen, aber ich glaube, dass ist in Rahmen dieses Forums nicht erwünscht.
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Re: Bayern und Hamburg gegen Grundsteuerreform

Beitragvon relativ » Do 10. Nov 2016, 15:07

Boraiel hat geschrieben:(10 Nov 2016, 14:57)

Man kann es nicht ändern, dass für begehrte Lagen nun mal mehr Geld bezahlt werden muss. Wenn man die Beurteilung von attraktiver werden Lagen nicht anpasst über Jahrzehnte, dann werden die Vermieter von der Miete selber mehr Geld behalten können. Wenn du für 100qm 3000 Euro pro Monat nehmen kannst, dann kannst du das unabhängig von der spezifischen Höhe der Grundsteuer.

Natürlich kann man das ändern, wo steht geschrieben, daß begehrte Wohnlagen automatisch überteuert angeboten werden muessen, nur weil die Nachfrage für diesen Wohnraum größer ist.
Gerade was gesellschaftpolitisch wichtige und weichenstellende Entscheidungen betrifft, sollte man schon genau schauen und Vor- bzw. Nachteile ordentlich abwegen.
Ein: "Ist halt so." Ist mir da zu billig.
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Re: Bayern und Hamburg gegen Grundsteuerreform

Beitragvon Alexyessin » Do 10. Nov 2016, 15:09

Boraiel hat geschrieben:(10 Nov 2016, 15:06)

Ja, die Grundstückswerte.
Was für schreckliche Menschen u.a. doch in diesem Land leben. Gerechtigkeit ist dir doch nicht mal mehr ein Anliegen. Wie kannst du das vor kommenden Generationen rechtfertigen?
Du begreifst den Ernst auch gar nicht. Wir haben eine verfassungswidrige Situation und du stehst dafür ein, dass diese nach einigen Jahren wieder gegeben ist.
Herzlichen Glückwunsch. Für was ich dich halte, könnte ich dir noch deutlicher sagen, aber ich glaube, dass ist in Rahmen dieses Forums nicht erwünscht.


Du bezeichnest mich als Schrecklich? Ist ja interessant. Aber anscheinend hast du ja einen Hang deine Argumentationen lieber ad personam zu lösen anstatt mit sachlichen Argumenten.
Das Problem ist, wie relativ bereits gesagt hat, das bei steigendem Buchwert ebenfalls die Steuern angehoben werden, die wiederum jemand zu entrichten hat. Und selbst wenn da ein Umlageverbot kommen würde, wird der Wohnraum wieder teurer. Eine Situation, die in München kein Mensch braucht.
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Re: Bayern und Hamburg gegen Grundsteuerreform

Beitragvon Alexyessin » Do 10. Nov 2016, 15:10

relativ hat geschrieben:(10 Nov 2016, 15:07)

Natürlich kann man das ändern, wo steht geschrieben, daß begehrte Wohnlagen automatisch überteuert angeboten werden muessen, nur weil die Nachfrage für diesen Wohnraum größer ist.
Gerade was gesellschaftpolitisch wichtige und weichenstellende Entscheidungen betrifft, sollte man schon genau schauen und Vor- bzw. Nachteile ordentlich abwegen.
Ein: "Ist halt so." Ist mir da zu billig.


Vielleicht ist der Boreal einfach nur schrecklich..... :)
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Beitragvon Alexyessin » Do 10. Nov 2016, 15:11

Boraiel hat geschrieben:(10 Nov 2016, 14:57)

Man kann es nicht ändern, dass für begehrte Lagen nun mal mehr Geld bezahlt werden muss.


800.- für 40 qm am Hadener Stern ist keine begehrte Lage sondern Fakt. Mach dich doch lieber mal mit der Situation im Großraum München schlau, wenn du schon den Horsti als Avatar rumtragen musst.
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