Union will Kinderehen annullieren

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Anderus
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Re: Union will Kinderehen annullieren

Beitragvon Anderus » So 30. Apr 2017, 03:43

Aus dem deutschen Grundgesetz, Artikel 6

(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.

(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.

(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.


Jackooo?
Die Ehe und Familie, steht unter dem besonderen Schutz des Staates, und zwar, geregelt, im Grundgesetz. Dort ist keine Altersangabe angegeben. Soweit ich informiert bin, braucht es klare, nachvollziehbare Gründe, warum ein Grundrecht eingeschränkt werden kann.

In Absatz (2) heißt es,

Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.


Es wird also nicht nur der Schutz ignoriert, sondern, es werden Rechte und Pflichten ausgesetzt, obwohl sie "zuvörderst" sind. Ja, in Absatz (2) steht auch,

Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

Die zuvördeste Aufgabe der Eltern, ihre Kinder zu pflegen und zu erziehen, ist also kein Recht/Pflicht, was nach Belieben gestaltet werden kann, nein, diese Betätigung wird sogar ausdrücklich vom Staat (den staatlichen Gewalten) überwacht.

Es dürfte also völlig absurd sein, wenn sich eine Regierung selber beauftragt, eine Verpflichtung die den Eltern zuförderst übertragen worden ist, nicht nur zu ignorieren, sondern genau das Gegenteil von dem zu machen, was im Grundgesetz steht. Der Thread heißt, "Annulierung von Kinderehen". Heißt das nicht, das dann der Staat, die Pflege und Erziehung der Kinder übernehmen will?

Es geht aber noch weiter. In Absatz (3) steht eindeutig,

Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden.


Bitte, wo ist dieses Gesetz? Wenn ich hier also um Gründe bitte, habe ich mir schon etwas dabei gedacht,

und in Absatz (4)

Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.


Jede!!!!! Mutter hat Anspruch auf Schutz und Fürsorge! Die Fürsorge unserer Gesellschaft besteht aber offensichtlich darin, bestimmte Familien, deren Existenz uns aus unpässlichen, willkürlichen und unnachvollziehbar geheimen Gründen nicht passen, auseinander zu reißen und die einzelnen Familienmitglieder in Heimen zu stecken? Ob das der Schutz war, der den Vätern und einer Mutter des Grundgesetzes vorschwebte, darf berechtigt bezweifelt werden.

Ein Forum, was sich "Politik Forum" nennt, sollte gut beraten sein, wenn es um Grundgesetze geht, sich eindeutig auf die Seite des Grundgesetzes zu stellen, und sich eindeutig gegen Hetze, aus primitiven Instinkten, abgrenzen, insbesondere, wenn Forderungen erhoben werden, die eindeutig mit dem Grundgesetz nicht vereinbar sind. Schon die Überschrift des Threads, zeigt, das sich gemein gemacht werden soll, mit Leuten aus der CDU/CSU, die das Grundgesetz aushebeln und ignorieren wollen.
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Re: Union will Kinderehen annullieren

Beitragvon JJazzGold » So 30. Apr 2017, 07:24

Man sollte nicht nur das GG, sondern auch das BGB kennen, wenn man sachlich, fachlich korrekt diskutieren will,


§ 1303
Ehemündigkeit

(1) Eine Ehe soll nicht vor Eintritt der Volljährigkeit eingegangen werden.

(2) Das Familiengericht kann auf Antrag von dieser Vorschrift Befreiung erteilen, wenn der Antragsteller das 16. Lebensjahr vollendet hat und sein künftiger Ehegatte volljährig ist.

(3) Widerspricht der gesetzliche Vertreter des Antragstellers oder ein sonstiger Inhaber der Personensorge dem Antrag, so darf das Familiengericht die Befreiung nur erteilen, wenn der Widerspruch nicht auf triftigen Gründen beruht.

(4) Erteilt das Familiengericht die Befreiung nach Absatz 2, so bedarf der Antragsteller zur Eingehung der Ehe nicht mehr der Einwilligung des gesetzlichen Vertreters oder eines sonstigen Inhabers der Personensorge.

sowie die neueste Entwicklung:

Gesetzentwurf
:
Koalition einigt sich auf Verbot von Kinderehen
Mit den Flüchtlingen kamen auch einige minderjährig Verheiratete nach Deutschland. Nun haben sich Union und SPD geeinigt, alle Ehen Unter-16-Jähriger zu annullieren.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... n-einigung
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Re: Union will Kinderehen annullieren

Beitragvon Anderus » So 30. Apr 2017, 11:35

JJazzGold hat geschrieben:(30 Apr 2017, 08:24)
Man sollte nicht nur das GG, sondern auch das BGB kennen, wenn man sachlich, fachlich korrekt diskutieren will,

Richtig, aber im Zweifelsfalle steht das Grundgesetz über dem BGB. Solange es also keine Normenkontrollklage degen § 1303, in seiner jetzigen Form gegeben hat, ist völlig offen, ob der § 1303 mit dem Grundgesetz vereinbar ist.

Insbesondere der Strafrechtsparagraph,
§ 176 StGB
Sexueller Mißbrauch von Kindern
(1) Wer sexuelle Handlungen an einer Person unter vierzehn Jahren (Kind) vornimmt oder an sich von dem Kind vornehmen läßt, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.

steht dem BGB entgegen. Wenn nach dem Strafrecht, die Sexualmündigkeit auf das 14. Lebensjahr gesetzt wird, macht es keinen Sinn, die Ehemündigkeit auf 16 Jahre festzulegen. Sowas hätte bei einer Normenkontrollklage kaum eine Chance. Das würde nämlich bedeuten, das Kinder, die von unter 16 Jahre alten Müttern geboren würden, kein Recht hätten, ein eheliches Kind zu werden. Wer die Sexualmündigkeit auf 14 festlegt, muss damit rechnen, das Mädchen unter 16 Jahren, Kinder bekommen.

§ 1303
Ehemündigkeit
(1) Eine Ehe soll nicht vor Eintritt der Volljährigkeit eingegangen werden.

Ja, ja, "soll". Wer sich in der Juristerei auskennt, weis, das Sollbestimmungen, keinerlei rechtliche Relevanz haben, obwohl es bei Krückenlösungen, immer wieder versucht wird.

(2) Das Familiengericht kann auf Antrag von dieser Vorschrift Befreiung erteilen, wenn der Antragsteller das 16. Lebensjahr vollendet hat und sein künftiger Ehegatte volljährig ist.

Das ist eine Änderung. Bis 1994 lautete dieser § anders. Dort war nämlich eine Altersgrenze von 14 Jahren vereinbart.

sowie die neueste Entwicklung:
Gesetzentwurf:
Koalition einigt sich auf Verbot von Kinderehen
Mit den Flüchtlingen kamen auch einige minderjährig Verheiratete nach Deutschland. Nun haben sich Union und SPD geeinigt, alle Ehen Unter-16-Jähriger zu annullieren.

Ja, ja, diese Koalition macht Gesetze, das es einem die Schuhe auszieht. Das beste Beispiel, ist das Beschneidungsgesetz.

Die Koalition kann gar keine Gesetze gegen Ausländer verfassen. Nur weil sich Ausländer zufällig mal auf deutschem Boden befinden, kann man ihnen keine Gesetze aufdrängen, die in ihrem Land, anders gehandhabt werden. Wenn überhaupt, müsste man ein Gesetz erstellen, was auf der ganzen Welt Gültigkeit hat. Dann aber, dürfte man solche Flüchtlinge überhaupt nicht ins Land lassen. Ja, mehr noch, Medizintouristen, Urlauber oder Geschäftsreisende, dürften dann auch nicht mehr ins Land.

Wenn sich also hier in Deutschland minderjährig Verheiratete aufhalten, könnte man bestenfalls eine Übergangsregelung einführen. Problematisch, wird die Sache, wenn eine Ehe grundsätzlich nicht mehr anerkannt wird, die unter 16 Jahren geschlossen worden ist. Dann müssten auch jede Menge Altehen annuliert werden. Da es in Deutschland, bis 1994 durchaus auch Ehen unter 16 gab, müssten auch diese, wegen dem Gleichheitsprinzip, alle annuliert werden. Wenn also überhaupt, kann nur ein Gesetz, ab einem bestimmten Datum verabschiedet werden.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-02/gesetzentwurf-verbot-kinderehen-heiko-maas-koalition-einigung

Nun ja, es ist ein Entwurf. Es ist der Regierung durchaus zuzutrauen, das sie neben dem Beschneidungsgesetz, wieder ein Gesetz verabschiedet, das einem die Schuhe ausziehen kann. In einem demokratischen Rechtsstaat, kann man nur schwer etwas dagegen unternehmen.

Im Gegensatz zum Beschneidungsgesetz, gäbe es aber bei Eheannulierung, haufenweise Betroffene. Jeder Betroffene, hätte das Recht, über alle 3 Instanzen, diese Annulierung anzufechten, zumal es eindeutig gegen den Wortlaut des Grundgesetzes verstößt. Wenn man dann weiter davon ausgeht, das dann tausende von Betroffenen in ein Heim untergebracht werden müssten, wo jeder Platz ca. 5.000 Euro im Monat kostet ( also 60.000 Euro im Jahr) kämen schnell, jedes Jahr, Milliarden von Gelder zusammen, die ein solches Gesetz zusätzlich kosten würde. Der Finanzminister, wäre wohl der Erste, der auf die Barrikaden ginge. Insofern, sehe ich der ganzen Sache, völlig gelassen entgegen.
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Re: Union will Kinderehen annullieren

Beitragvon JJazzGold » So 30. Apr 2017, 12:51

Ich auch, nachdem ich weder mit einem Kind verheiratet bin, noch gedenke es zu tun und erfreulich erfolgreich aufgeklärt habe.
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Re: Union will Kinderehen annullieren

Beitragvon Anderus » Mo 1. Mai 2017, 10:29

jack000 hat geschrieben:(26 Apr 2017, 22:04)

Wir haben das Jahr 2017 nun und Ehen unter 14-jährigen sind verboten und es gibt gute Gründe dafür das das verboten ist. Bisher wurde hier in dem Strang noch nicht der Vorteil genannt warum 14-Jährige heiraten sollten ...


Sei doch ehrlich? Selbst wenn es Gründe gäbe, möchtest Du sie hier nicht lesen. Du bist gegenüber dem Thema sowas von voreingenommen, das Du alles was in dieser Richtung (gute Gründe) tendieren würde, rausschmeißen würdest, und eventuell sogar maßregeln würdest. Selbst Zitate aus einem alten BGB, die uns in der Sache durchaus weiter helfen könnten, kannst Du nicht ertragen. Auch dieser Beitrag hier, hat keinerlei Chance auf Bestand. So ist es natürlich unmöglich qualitativ und frei zu diskutieren. Fragt sich aber nur, was so ein Verhalten, in einem "Politik Forum" zu suchen hat?
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Re: Union will Kinderehen annullieren

Beitragvon Anderus » Di 2. Mai 2017, 16:15

jack000 hat geschrieben:(26 Apr 2017, 22:04)

Wir haben das Jahr 2017 nun und Ehen unter 14-jährigen sind verboten und es gibt gute Gründe dafür das das verboten ist. Bisher wurde hier in dem Strang noch nicht der Vorteil genannt warum 14-Jährige heiraten sollten ...


Das heißt also mit anderen Worten, das es Dir völlig unverständlich ist, das das nachweislich zwischen 1909 und 1994, teilweise mit dem Segen höchster Gerichte in Deutschland, Millionenfach praktiziert worden ist. Du unterstellst also den Beteiligten, das sie keinerlei nachvollziehbare Gründe für ihr Verhalten hatten? und willkürliche Justiz betrieben haben?
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Re: Union will Kinderehen annullieren

Beitragvon jack000 » Di 2. Mai 2017, 20:36

Anderus hat geschrieben:(02 May 2017, 17:15)

Das heißt also mit anderen Worten, das es Dir völlig unverständlich ist, das das nachweislich zwischen 1909 und 1994, teilweise mit dem Segen höchster Gerichte in Deutschland, Millionenfach praktiziert worden ist. Du unterstellst also den Beteiligten, das sie keinerlei nachvollziehbare Gründe für ihr Verhalten hatten? und willkürliche Justiz betrieben haben?

Warum wurde das Gesetz denn geändert und was fasziniert dich so daran, dass 14.-jährige heiraten können?
Ein Zeichen von Intelligenz ist der stetige Zweifel - Idioten sind sich immer todsicher, egal was sie tun ...

"allzu häufig paart sich im Gemüte, Dämlichkeit mit Herzensgüte" (Wilhelm Busch)
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Re: Union will Kinderehen annullieren

Beitragvon Anderus » Mi 3. Mai 2017, 03:43

jack000 hat geschrieben:(02 May 2017, 21:36)

Warum wurde das Gesetz denn geändert ....

Bis 1977 durften Mädchen ab 14 Jahre, unter Bedingungen, heiraten. Im Wege der Emanzipation und der Gleichberechtigung, wurde das geändert und auf Buben ausgedehnt. Die Zeiten hatten sich aber geändert. Es gab keinen Bedarf mehr, fürs Heiraten an sich. Früher, war das Heiraten, das non plus Ultra für eine Frau oder ein Mädchen. Man begab sich in den "Ehehafen". Man war versorgt und beschützt. Selbst wenn ein Kind, aufgrund einer Vergewaltigung zu Stande gekommen war, wurde das durch eine Ehe sanktioniert, wenn alle einverstanden waren.

In der Zeit von ca. 1965 an (Sexuelle Revolution), wurde das Heiraten aber immer verpönter, die Ehelosigkeit, auch bei gemeinsamen Kindern, immer beliebter und die Promiskuität gesellschaftlich als normal angesehen. Daneben, setzten sich Abtreibungen immer mehr durch, und schafften ein Ventil für die Mädchen, die schwanger wurden aber nicht heiraten wollten. Bevor es diese Abtreibungen nur in Ausnahmefällen gab, war es für ein Mädchen, die "letzte Rettung", wenn es geheiratet wurde.

Dies wurde dann dem Zeitgeist angepasst, und 1994 geändert, weil es offensichtlich kaum noch Bedarf gab. Ob das alles für die Gesellschaft so sinnvoll ist und war, darf bezweifelt werden, genauso wie ich bezweifele, das diese Regelung auf Dauer Bestand hat.

....und was fasziniert dich so daran, dass 14.-jährige heiraten können?


Was soll diese Unterstellung, das es mich fasziniert, wenn 14-jährige heiraten? Ich finde es schade, das man über so ein Thema, offensichtlich nicht diskutieren kann, ohne das dauernd Unterstellungen kommen. Nun gut, ich bin hier im Forum schon einiges gewöhnt, insofern, ist "Faszination" eine harmlose Unterstellung.

Mein Anliegen sind die Familien, die davon betroffen sind, worum es hier im Thread geht. Deren Menschenrechte, deren Rechte, deren Wohl und deren Freiheit, sind mir ein Anliegen. Der Gedanke, das sich dort Menschen das Recht rausnehmen, mit 14 Jahren oder früher, Sex zu machen, lässt mich dagegen völlig kalt (also das Gegenteil von Faszination). Für einige hier im Forum, scheint es nichts Wichtigeres zu geben.

Schon alleine die Wahl derjenigen auf die hier Aggressionen abgewälzt werden, kann mir die Schuhe ausziehen. Diese Gruppe, Familien wo die Eltern vor 16 Jahre geheiratet haben, ist nachweislich die harmloseste Gruppe der Flüchtlinge. Völlig unscheinbar. Sie leben verängstigt, unter anderem weil sie Angst haben das ihre Ehe annulliert wird, aber auch, weil sie die Flucht, seelisch und physisch noch lange nicht verarbeitet haben, völlig unauffällig unter uns. Sie wären überhaupt nicht im Stande und in der Lage, Ärger zu machen. Völlig verängstig und zurückgezogen, leben sie in unseren Städten, überangepasst und für jede Hilfe dankbar.

Wie gesagt, den einzigen Vorwurf den man ihnen machen kann, ist, das sie zu früh Sex gemacht haben und die Konsequenzen, wofür es in ihren Heimatländern keine Alternative gibt, getragen haben. Ob das ausreicht, diesen harmlosen Menschen, nun das Leben zur Hölle zu machen, wage ich zu beweifeln. Ich persönlich kenne Gruppen unter den Flüchtlingen, wo ich das für angebrachter halte.

Aber, ich gebe Recht, Menschen, für die einzig und alleine die Nächstenliebe eine Rolle spielt, wie bei mir, haben es natürlich verdient, das die vollen Aggressionen auf sie abgewälzt werden. Wie kann man es nur wagen, sich auf die Seite derjenigen zu stellen, denen man, auch wenn sie nichs gemacht haben, das Leben zur Hölle machen will? Ja, ich gebe weiter Recht, das offensichtlich diejenigen, die ihre Moralvorstellungen durchsetzen wollen, auch wenn sie dabei über Menschenleben gehen, immer noch hoch im Kurs stehen. Wie kann man es nur wagen, einem, bei dem der Moralschaum schon vor dem Mund steht, ins Handwerk zu pfuschen? Was wäre denn, wenn man einer solchen Familie die Nachricht von der Annullierung vorbei bringen würde, und die Familie am selben Abend, gemeinsam Selbstmord machen würde? Ach ja, ich vergas, die Kinder sind ja "geschützt". Die werden bei der Überbringung der Nachricht, gleich durch das Jugendamt mitgenommen.
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Re: Union will Kinderehen annullieren

Beitragvon Billie Holiday » Mi 3. Mai 2017, 04:42

Bedeutet Anullierung einer Ehe, dass die Paare gezwungen werden, auseinander zu gehen und sich nie wieder zu sehen? Oder können sie zusammen sein, nur gilt ihre Ehe nicht in D? :?:
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Re: Union will Kinderehen annullieren

Beitragvon Anderus » Mi 3. Mai 2017, 04:54

Billie Holiday hat geschrieben:(03 May 2017, 05:42)

Bedeutet Anullierung einer Ehe, dass die Paare gezwungen werden, auseinander zu gehen und sich nie wieder zu sehen? Oder können sie zusammen sein, nur gilt ihre Ehe nicht in D? :?:


Das frage ich mich auch, Billie. Soweit ich informiert bin, gibt es überhaupt noch keine Ausführungsbestimmungen über dieses neue Gesetz. Vor all dem Moralschaum, der den Befürwortern eines solchen Gesetzes vor dem Mund steht, scheint das Gehirn soviel abbekommen zu haben, das es für solche Überlegungen nicht mehr ausreicht. Man ist gezwungen, sich vorzustellen, wie es in ähnlichen Fällen gehandhabt worden ist.
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Re: Union will Kinderehen annullieren

Beitragvon Provokateur » Mi 3. Mai 2017, 06:16

Anderus hat geschrieben:(03 May 2017, 05:54)

Das frage ich mich auch, Billie. Soweit ich informiert bin, gibt es überhaupt noch keine Ausführungsbestimmungen über dieses neue Gesetz. Vor all dem Moralschaum, der den Befürwortern eines solchen Gesetzes vor dem Mund steht, scheint das Gehirn soviel abbekommen zu haben, das es für solche Überlegungen nicht mehr ausreicht. Man ist gezwungen, sich vorzustellen, wie es in ähnlichen Fällen gehandhabt worden ist.


Minderjährige Partner werden in dem Fall wie unbegleitete Flüchtlinge behandelt und kommen in andere Aufnahmeeinrichtungen, irgendwo im Land.
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Re: Union will Kinderehen annullieren

Beitragvon JJazzGold » Mi 3. Mai 2017, 06:20

Billie Holiday hat geschrieben:(03 May 2017, 05:42)

Bedeutet Anullierung einer Ehe, dass die Paare gezwungen werden, auseinander zu gehen und sich nie wieder zu sehen? Oder können sie zusammen sein, nur gilt ihre Ehe nicht in D? :?:


Weshalb sollten sich die Paare nicht mehr sehen dürfen? Es wandert doch keiner von beiden in den Knast.
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Re: Union will Kinderehen annullieren

Beitragvon Billie Holiday » Mi 3. Mai 2017, 06:37

JJazzGold hat geschrieben:(03 May 2017, 07:20)

Weshalb sollten sich die Paare nicht mehr sehen dürfen? Es wandert doch keiner von beiden in den Knast.


Eben drum.
Die beiden können ja zusammenbleiben, sind eben bloß nicht verheiratet. Versteh das große Problem des users Anderus nicht.
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Re: Union will Kinderehen annullieren

Beitragvon JJazzGold » Mi 3. Mai 2017, 06:56

Billie Holiday hat geschrieben:(03 May 2017, 07:37)

Eben drum.
Die beiden können ja zusammenbleiben, sind eben bloß nicht verheiratet. Versteh das große Problem des users Anderus nicht.


Die beiden können sogar wieder heiraten, sobald die gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind. Das sollte Anderus Romeo und Julia Pärchen vor dem gemeinsamen Selbstmord von einer glaubwürdigen Person erklärt werden.

Trotzdem kann die Annullierung dieser Ehen zu Problemen führen. Was passiert mit den Rechtsansprüchen der 12-14 jährigen Mädchen und deren Kindern, sollten diese Mädchen den Erzeuger nicht noch einmal heiraten wollen, aber eines Tages in ihr Heimatland zurückkehren wollen?
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Re: Union will Kinderehen annullieren

Beitragvon H2O » Mi 3. Mai 2017, 10:39

Billie Holiday hat geschrieben:(03 May 2017, 05:42)

Bedeutet Anullierung einer Ehe, dass die Paare gezwungen werden, auseinander zu gehen und sich nie wieder zu sehen? Oder können sie zusammen sein, nur gilt ihre Ehe nicht in D? :?:


Bei mir war hängen geblieben, daß Minderjährige/Kinder sofort in die Obhut der Jugendämter genommen werden sollen und dort getrennt vom ehemaligen Zwangspartner an Schulunterricht und Ausbildung teilnehmen. Man muß ja auch annehmen, daß in der Zwangsehe von Kindern eine mentale Abhängigkeit entstanden ist, die dann dazu führt, daß sie weiter ehelich verkehren und so auch noch Kinder zeugen. Der Geschlechtsverkehr mit Kindern bleibt selbstverständlich strafbar.

Natürlich können sie nach Volljährigkeit der Partner erneut eine Ehe eingehen. Da gehen wir doch wohl von einer beiderseits gewünschten Beziehung aus.

Wenn in einer Zwangsehe mit Kindern schon Kinder gezeugt wurden, dann entsteht eine sehr schwierig zu lösende Gesamtlage. Der Normalfall dürfte sein, daß Mutter und Kind(er) in die Obhut
von Jugendämtern genommen werden, damit Schule und Berufsbildung der Mutter ermöglicht wird. Aber in solchen Fällen ist sicher der Einsatz eines geschulten Psychologen notwenig, um heraus zu finden, ob durch die Trennung mehr seelischer Schaden angerichtet wird als durch die Duldung.

Mein Empfinden geht mehr in Richtung einer rechtlichen und physischen Auflösung solcher Beziehungen, Strafbarkeit des fortgesetzten Geschlechtsverkehrs mit Kindern. Aber da kann man sicher auch anderer Meinung sein.
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Re: Union will Kinderehen annullieren

Beitragvon Anderus » Mi 3. Mai 2017, 13:10

Provokateur hat geschrieben:(03 May 2017, 07:16)

Minderjährige Partner werden in dem Fall wie unbegleitete Flüchtlinge behandelt und kommen in andere Aufnahmeeinrichtungen, irgendwo im Land.


Das heißt also, sowohl die Eltern als auch die Kinder, also 3 Teile, werden voneinander getrennt? Wo kann man solche Ausführungsbestimmungen nachlesen? Was passiert mit Eltern, wenn es sie denn gibt, die nicht verheiratet sind? Werden die dann auch in 3 Teile getrennt?
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Re: Union will Kinderehen annullieren

Beitragvon Anderus » Mi 3. Mai 2017, 13:20

Billie Holiday hat geschrieben:(03 May 2017, 07:37)

Eben drum.
Die beiden können ja zusammenbleiben, sind eben bloß nicht verheiratet. Versteh das große Problem des users Anderus nicht.


Ich habe von einem Fall gelesen, wo ein Paar zusammenlebte, 2 Kinder hatten, und mit 11 Jahren, (die Braut), geheiratet haben. Der Mann war volljährig. Sie wurden in 3 Teile getrennt, weil die Braut das 14'te Lebensjahr noch nicht vollendet hatte. Der Mann lebte in der Nähe des Mädchens, das nicht davon abzuhalten war, obwohl es versucht worden ist, nachdem es 14 geworden war, mit seinem "Mann", Sex zu machen. Einfach nur noch abscheulich, lesen zu müssen, wozu Moralisten fähig sind.
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Re: Union will Kinderehen annullieren

Beitragvon relativ » Mi 3. Mai 2017, 13:28

Anderus hat geschrieben:(03 May 2017, 14:20)

Ich habe von einem Fall gelesen, wo ein Paar zusammenlebte, 2 Kinder hatten, und mit 11 Jahren, (die Braut), geheiratet haben. Der Mann war volljährig. Sie wurden in 3 Teile getrennt, weil die Braut das 14'te Lebensjahr noch nicht vollendet hatte. Der Mann lebte in der Nähe des Mädchens, das nicht davon abzuhalten war, obwohl es versucht worden ist, nachdem es 14 geworden war, mit seinem "Mann", Sex zu machen. Einfach nur noch abscheulich, lesen zu müssen, wozu Moralisten fähig sind.

Mein lieber Anderus, was heisst hier Moralisten? Eine Gesellschaft gibt sich Regeln, daß hat nix mir Moral zu tun, sondern mit einem Zusammenleben von vielen in einem System. Es ist ja nicht so, daß einem unser System/Gesellschaft nicht erlaubt, wenn es denn unangenehm für jemanden ist, dieses zu verlassen.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Union will Kinderehen annullieren

Beitragvon Anderus » Mi 3. Mai 2017, 14:58

relativ hat geschrieben:(03 May 2017, 14:28)

Mein lieber Anderus, was heisst hier Moralisten? Eine Gesellschaft gibt sich Regeln, daß hat nix mir Moral zu tun, sondern mit einem Zusammenleben von vielen in einem System. Es ist ja nicht so, daß einem unser System/Gesellschaft nicht erlaubt, wenn es denn unangenehm für jemanden ist, dieses zu verlassen.


Mein lieber Relativ!

Hierbei handelt es sich aber um Strafrecht. Das heißt, das entweder potentielle Opfer geschützt werden sollen, oder die Öffentliche Ordnung vor Gefahr bewahrt werden muss. Für Moralinsaurem Aktionismus, ist kein Platz im Rechtsstaat.

Welche Opfer müssen denn geschützt werden? Die Angeblichen Opfer, fühlen sich völlig schutzlos einem System ausgeliefert, was nicht in ihrem Sinne handeln will, sondern zu ihrem objektiven Schaden. Erst durch den "Schutz", den man ihnen angedeihen will, fühlen sie sich als Opfer. Juristisch perverser geht es nicht. Zumal es hier nicht an Reife der "Opfer" mangelt, sondern an Blindheit vor der Realität. Die Opfer können beweisen, auch noch Jahre später, das dieser "Schutz", den man ihnen angedeihen lässt, vollständig zum Schaden aller Beteiligten beigetragen hat.

Bleibt also nur noch die öffentliche Ordnung. Was trägt eine solche Maßnahme dazu bei, das die öffentliche Ordnung gewährleistet wird? Ich wüsste Nichts. Es ist zu befürchten, das solche Opfer, denen man so übel mitgespielt hat, voll von Hass- und Rachegedanken erfüllt werden. Was sollte das mit der Sicherung der öffentlichen Ordnung zu tun haben? Ich darf hier gar nicht schreiben, wie ich als 20-Jähriger reagiert hätte, wenn man sowas mit mir gemacht hätte.
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Re: Union will Kinderehen annullieren

Beitragvon Billie Holiday » Mi 3. Mai 2017, 15:44

Anderus hat geschrieben:(03 May 2017, 14:20)

Ich habe von einem Fall gelesen, wo ein Paar zusammenlebte, 2 Kinder hatten, und mit 11 Jahren, (die Braut), geheiratet haben. Der Mann war volljährig. Sie wurden in 3 Teile getrennt, weil die Braut das 14'te Lebensjahr noch nicht vollendet hatte. Der Mann lebte in der Nähe des Mädchens, das nicht davon abzuhalten war, obwohl es versucht worden ist, nachdem es 14 geworden war, mit seinem "Mann", Sex zu machen. Einfach nur noch abscheulich, lesen zu müssen, wozu Moralisten fähig sind.


Ach ja, so sind sie, die kleinen Lolitas. :cool: :D
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