Steinbach: Wann ist das Maß voll?

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gegenkriegundgewalt
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Re: Steinbach: Wann ist das Maß voll?

Beitragvon gegenkriegundgewalt » Mo 16. Jan 2017, 14:42

pikant hat geschrieben:(16 Jan 2017, 14:34)

finde das in Ordnung, dass wir in einer liberalen Gesellschaft leben, wo die Wirtschaft eine recht grosse Rolle spielt und ja ich will keine Schlagbaueme mit geschlossenen Grenzen mehr und auch auf Alternativen zur Atomenergie zu setzen ist nicht schlecht und viele Urdemokratieen haben keine Wehrpficht.
man muss doch nicht zangshaft einen Unterschied suchen, wo es inhaltlich sinnvoll erscheint, dass es keinen gibt :)


Mag ja sein. Mein Vater ist, bevor offiziell die Grenzkontrollen abgeschafft wurden, in 30 Jahren nur 3x kontrolliert wurden. 1x an der Grenze zu Frankreich und 2x in Italien. Es gab durch die EWG und den Schengen-Raum schon vor diesen Gloablisierungsexzessen kaum "Schlagbäume". Des Weiteren sollte man, auch wenn du anscheinend links-liberal und wirtschaftshörig bis, darüber diskutrieren dürfen, ob dieses dauernde propagieren von Globalisierung dem Arbeitnehmer in den westlichen Industriestaaten eigentlich v.a. geschadet hat. Arbeitspläte werden outgesourct, Produktionsstandorte in die Billiglohnländer verschoben. Unternehmen können dank komplizierten steuerlichen Konstruktionen aus Tochtergesellschaften im großen Maße Steuern hinterziehen und trotzdem ihre hochpreisigen Produkte (die zu Ramschlöhnen in China etc produziert wurden) auf dem EU-Binnenmarkt bzw in den USA/Kanada vertreiben. Wer ist der Gewinner der Globalisierung.
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relativ
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Re: Steinbach: Wann ist das Maß voll?

Beitragvon relativ » Mo 16. Jan 2017, 14:46

gegenkriegundgewalt hat geschrieben:(16 Jan 2017, 14:27)

Eine konsequente Aktion von Frau Steinbach. Frau Steinbach gehört in die "pre-2003" CDU und nicht in die aktuelle Ausgestaltung dieser Partei. Größenteils hat sich eben gerade nicht Frau Steinbachs politische Sicht verändert , sondern die CDU hat sich seit 2005 in wichtigen Programmpunkten um 180° gedreht (siehe Wehrpflicht, Atomenergie, Migrationspolitik). Wenn die CDU-Kaste meint, dass man immer stärker in die links-liberale Mitte vorstoßen sollte, schön, nur dann schlagen sich dort schon SPD/Grüne und nun auch die CDU um die links-liberale Wählerschaft. Wo ist denn noch der große Unterschied von Grün/SPD/CDU? Alle mehr oder minder wirtschaftsliberal, für offene Grenzen, gegen Atomenergie, gegen die Wehrpflicht etc. pp. Auch Frau Steinbachs Argumente sind koheränt. Vor einigen Wochen konnte ich in der Printausgabe des Handelsblattes lesen, dass im Durchschnitt ein deutsches mittelständisches Unternehmen doppelt so hohe Stromkosten zu zahlen hat, wie ein französisches. Damit aber Deutschland wettbewerbsfähig bleibt, wird die Differenz dem deutschen Unternehmen erlassen und dem normalen deutschen Steuerzahler aufgebürdet. Eine Abwendung von der Atomenergie hätte in sukzessiven, wohl überlegten Schritten erfolgen müssen. So hat Merkel nur vor Angst eines Wahldebakels schnell nach Fukushima das Fähnchen wieder nach dem Wind gedreht und den Grünen das Thema abgegraben, obwohl man die Katastrophe von Fukushima weder direkt noch analog einfach auf deutsche Verhältnisse hätte anwenden können. Und so muss nun der deutsche Michel diese exorbitanten Stromkosten schultern, nebenbei dürfen wir (Steuerzahler) auch noch für etwaige Schadensersatzansprüche der Energiekonzerne aufkommen.
Ja hätte die CDU den mit der Industrie ausgehandelten Ausstieg von SPD/Grüne übernommen und beibehalten, würden jetzt nicht so viele Jaulen. Die Industrie ist aber auch selber schuld, weil die eben darauf gesetzt hatte, daß Merkel von Atomausstieg quasi nix wissen wollte.

Und natürlich kann man die vrtriebenen Deutschen/Deutschstämmigen nicht mit den heutigen Flüchtlingen vergleichen. Die Vertriebenen Deutschen waren angehörige des deutschen Volkes, haben im weitesten Sinne die selbe Religion, Sprache und Kultur gehabt. Sie gehörten und gehören zum deutschen Volke.
Die jetzigen Flüchtlnge sind zu 95% Wirtschaftsmigranten und Asyloptimierer, was sich aus jeglichem Interview herausgibt. Erst letztens in der "ZEIT" ein Interview gelesen über einen jungen Mann (was auch sonst), der erst im Libanon auf dem Bau gearbeitet hat, dann in der Textilindustrie in der Türkei, dort auch Wohnung etc hatte, dann aber - ingesamt 2 Jahre nach seiner Flucht - entschieden hat, dass es Deutschland besser sei, da besser bezahlte Arbeit/gratis Bildung/Krankenversicherung etc. Und er möchte auch nicht mehr weg, sondern sieht seine Zukunft in Deutschland. Sein Land aufbauen? Wie es die deutschen nach der völligen Zerstörung gemacht haben? Wie es viele europäischen Nationen nach dem Krieg machen mussten? Fehlanzeige bei einem riesiegen Anteil dieser Flüchtlinge.
Wie vergleichst du denn Flüchtlinge, bzw. wie definierst du sie? Auch nochmal meine Frage, haben diese Länder einen Marschalplan wie die Deustchen nach dem 2 Weltkrieg?
Den wirklichen Flüchtlingen MUSS geholfen werden, keine Frage, aber dies kann nur gelingen, wenn man in Asylzentren an den Grenzen Europas durch Schnellverfahren die offensichtlichen Wirtschaftsmigranten (v.a. aus Schwarzafrika, Pakistan, Nordafrika) durch negativen Bescheid und effektiver Rückführung aussortiert. Danach sollte dann eine gründlichere Asylprüfung in zentralen, vom BUND geführten Asylzentren durchgeführt werden und auch dort wiederum diejenigen, die kein Bleiberecht haben, unverzüglich zurück geschickt werden. Nur so kann man die Brücke zwischen Recht und Moral schlagen, die nötig ist, um das deutsche Volk zusammen zu halten.
Millionen von Wirtschaftsflüchtlingen sind von der damaligen Ost in die Westzone geflüchtet und natürlich darf unser Asylrecht nicht von Wirtschaftsflüchtlingen ausgenutzt werden, dies kann man keinem Bürger ernsthaft verklickern und tut ja auch kaum einer.

mMn war die Flüchtlingspolitik v.a. deshalb völlig falsch, man mit den jährlichen Ausgaben von ca 28Mia € - mit denen in Deutschland ca 1-1,5 Mio Flüchtlinge versorgt werden - man die gesamten aktuell ca. 60 Mio Flüchtlinge auf der Welt versorgen könnte.
Wäre man doch bloß vorher nicht so knauserisch gewesen...puhhh.
Des Weiteren ist der deutsche Arbeitsmarkt saturiert und wir haben schon absolut und proprtionell den größten Niedriglohnsektor in Europa. Jeder vierte Arbeitnehmer in Deutschland arbeitet im Niedriglohnsektor!

Den Niedriglohnsektor gibt es aber nicht wegen den Flüchtlingen, daß weisst du hoffentlich, bzw. wolltest du hoffentlich da kein Zusammenhang herstellen.
AUßerdem, haben wir vorwiegend junge Männer bekommen, die aus patriarchalischen Verhältnissen stammen und zumeist eine sehr schwache Ausbildung genossen haben.

Ja vorwiegend könnte man gelten lassen, wie Hoffnungslos muss man erst testen.

Es ist eben leicht vereinfachend zu schreiben, dass 1-1.5 Mio bei 82 Mio Menschen nicht "auffallen" würden, so wie es Herr Augstein im vegangenen Jahr immer wieder geäussert hat.

Da lag der augstein falsch, denn 1 Millioen auf einmal bzw. in Kurzer Zeitspanne ist sehr wohl sehr Ambitioniert und wie wir sehehn mit großen bis größeren Problemen behaftet.

Man muss diese 1.5 Mio in Altersklassen einteilen. Dann ergibt sich ein ganz anderes Bild. In den Altersklassen 16-30 Jahre haben wir durch die Flüchtlingskrise ein erschreckendes Ungleichgewischt im Geschlechterverhältnis bekommen, was zwangsläufig zu sehr sehr vielen Folgeproblemen führen wird.
Nein, nicht Folgerichtig, aber Geschlechterspezifisch schon. Trotzdem sind junge Menschen eigentlich besser als Alte, die wohl bis zu ihrem Tod nur Kosten verursachen würden. Ein mögliches sexuelles Problem, aus dieser Situation, muessen diese Leute, wie auch die sich in Konkurrenz sehenden "Biodeutschen", selber stellen.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Steinbach: Wann ist das Maß voll?

Beitragvon pikant » Mo 16. Jan 2017, 14:47

gegenkriegundgewalt hat geschrieben:(16 Jan 2017, 14:42)

Mag ja sein. Mein Vater ist, bevor offiziell die Grenzkontrollen abgeschafft wurden, in 30 Jahren nur 3x kontrolliert wurden. 1x an der Grenze zu Frankreich und 2x in Italien. Es gab durch die EWG und den Schengen-Raum schon vor diesen Gloablisierungsexzessen kaum "Schlagbäume". Des Weiteren sollte man, auch wenn du anscheinend links-liberal und wirtschaftshörig bis, darüber diskutrieren dürfen, ob dieses dauernde propagieren von Globalisierung eigentlich dem Arbeitnehmer nicht geholfen hat in den westlichen Industriestaaten. Arbeitspläte werden outgesourct, Produktionsstandorte in die Billiglohnländer verschoben. Unternehmen können dank komplizierten steuerlichen Konstruktionen aus Tochtergesellschaften im großen Maße Steuern hinterziehen und trotzdem ihre hochpreisigen Produkte (die zu Ramschlöhnen in China etc produziert wurden) auf dem EU-Binnenmarkt bzw in den USA/Kanada vertreiben. Wer ist der Gewinner der Globalisierung.


natuerlich hilft das dem AN, denn der kann seit Jahren seinen Aufenthalt und Arbeitsplatz in der EU frei waehlen und die Vorteile der EU gnadenlos zu seinem Gunsten ausnutzen.
das hat nicht mit links-liberal oder wirtschaftshoerig zu tun, sondern mit mehr Netto :)
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Milady de Winter
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Re: Steinbach: Wann ist das Maß voll?

Beitragvon Milady de Winter » Mo 16. Jan 2017, 15:08

MOD - "wann ist das Maß voll?" JETZT. Euer ad personam könnt Ihr da stecken lassen, wo die Sonne nicht scheint. Und ich meine nicht London. Zum Aufräumen geschlossen.
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