Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

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Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

Beitragvon frems » Mo 14. Sep 2015, 20:51

Merkel mahnt, es mit dem Datenschutz nicht zu übertreiben

"Daten sind der Rohstoff der Zukunft", stellt Bundeskanzlerin Angela Merkel fest. An den EU-Gesetzgeber appellierte sie, die laufende Datenschutzreform auch unter diesem Aspekt zu sehen – und Vernunft walten zu lassen. [...]

Den EU-Gesetzgeber und insbesondere das Parlament rief Merkel laut einer Agenturmeldung dazu auf, die geplante EU-Grundverordnung "nicht nur unter dem Blickwinkel Datenschutz" zu betrachten und zu restriktiv auszulegen. Gesundheitsanwendungen etwa machten nur Sinn, wenn die Anbieter sie ganz individuell mit Hilfe persönliche Angaben auf die Nutzer zuschneiden könnten.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 12931.html
und http://www.zeit.de/digital/datenschutz/ ... vorbehalte

Was meint die werte Userschaft? Sind unsere Datenschutzgesetze im "digitalen Zeitalter" noch zeitgemäß? Kennt Ihr Fälle, die Ihr persönlich absurd findet? Droht Deutschlands Wirtschaft dadurch den Anschluß zu verlieren (Stichwort "Big Data")? Oder sollte man lieber über mehr statt weniger Datenschutz sprechen und (z.B. für non-digital natives) die Medienkompetenz der Bürger stärken, damit sie sich ihrem Umgang mit Daten besser bewußt werden?

(die Mods können den Strang gerne verschieben. Ich war mir nicht so recht sicher, ob das 1er oder 5er Forum nicht besser geeignet wäre als das 2er)
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Re: Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

Beitragvon Mithrandir » Mo 14. Sep 2015, 21:44

Dass Merkel von Datenschutz nicht viel hält ist bekannt. Von ihr stammt auch die Aussage, über Überwachung sollte man nicht rumdiskutieren, sondern es einfach machen. Am Datenschutz stören sich sicher einige ihrer Freunde in der Industrie.

Daten sind in der Tat eine bedeutende Ressource der Zukunft. Beim Datenschutz geht es im Wesentlichen um informationelle Selbstbestimmung, darüber dass der einzelne die Kontrolle hat, wer welche Daten über ihn hat.
Wo bei Gesundheitsanwendungen das Problem liegen soll, wenn man dem Bürger nicht die Kontrolle entzieht, ist bislang nicht plausibel dargelegt worden.
Den Satz »Daten sind der Rohstoff der Zukunft« in Zusammenhang mit der Vorratsdatenspeicherung zu bringen, ist schon fast zynisch.

Sind unsere Datenschutzgesetze im "digitalen Zeitalter" noch zeitgemäß? Kennt Ihr Fälle, die Ihr persönlich absurd findet?

Es gibt absurde Fälle. Im Wesentlichen sind jedoch die Gesetze zum Datenschutz viel zu lasch. Im Prinzip muss man heute davon ausgehen, dass alles was man im Internet tut, zumindest verschiedenen Geheimdiensten bekannt ist, und auch alles, was Behörden, Ärzte oder Firmen wissen, nicht sicher ist. Auch wenn gewisse Daten eigentlich nicht weitergegeben werden, sie finden ihre Wege, und wenn irgendwo digital oder sogar physisch eingebrochen wird. Die Konsequenzen bei Verletzung von Datenschutzregeln sind ein Witz.

Im Prinzip müsste die Politik mal entscheiden, entweder die Regeln klar durchzusetzen, ggf. leicht angepasst oder verschärft, oder aber fast komplett aufgeben. Im Moment ist, wer sich an die Gesetze hält der Dumme und wer sie einfach dreist ignoriert oder umgeht, kann profitieren, das fördert nicht gerade seriöses Geschäftsgebaren.

Droht Deutschlands Wirtschaft dadurch den Anschluß zu verlieren (Stichwort "Big Data")?

Deutschlands Wirtschaft hat den Anschluss bereits verloren, das hat aber mit Datenschutzgesetzen so gut wie nichts zu tun.
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Re: Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

Beitragvon PSC » Di 15. Sep 2015, 07:11

Hinter dem Euphemismus "Datenschutz" verbirgt sich eigentlich die systematische massive Vernichtung von Daten. Zensur in einem geschichtlich einmaligen Ausmaß, nur damit der deutsche Michel - Medianalter 47,1 Jahre - seine altmodische Illusion von "Privatsphäre" nicht hinterfragen muss. Kleine heile Welt. Die hat zwar schon lange keinen Bezug zur Realität mehr, aber sie gibt ihm ein warmes, flauschiges Bauchgefühl. Und das ist ja das Wichtigste. Die Milliardenwerte, die dafür zerstört werden, interessieren ihn nicht. Die braucht er nicht, die begreift er nicht, und nach ihm die Sintflut.
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Re: Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

Beitragvon Flat » Di 15. Sep 2015, 07:15

Moin,

solange ich selbst entscheiden kann, mit welchen meiner Daten etwas für Frau Merkel sinnmachendes gemacht wird, habe ich nichts dagegen.

Das Problem ist nur, dass ich oft weder gefragt werden, teilweise bei selbstverständlichen nur schwer ausweichen kann oder es überhaupt nicht mitbekomme.

Aber so eine Selbstbestimmung ist ja auch nicht gewünscht.
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Re: Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

Beitragvon PSC » Di 15. Sep 2015, 07:23

Mithrandir » Mo 14. Sep 2015, 22:44 hat geschrieben:Es gibt absurde Fälle. Im Wesentlichen sind jedoch die Gesetze zum Datenschutz viel zu lasch. Im Prinzip muss man heute davon ausgehen, dass alles was man im Internet tut, zumindest verschiedenen Geheimdiensten bekannt ist, und auch alles, was Behörden, Ärzte oder Firmen wissen, nicht sicher ist. Auch wenn gewisse Daten eigentlich nicht weitergegeben werden, sie finden ihre Wege, und wenn irgendwo digital oder sogar physisch eingebrochen wird. Die Konsequenzen bei Verletzung von Datenschutzregeln sind ein Witz.


Die Leute wissen gar nicht, was sie tun. Viele Arztpraxen z.B. speichern ihre Patientendaten mit Windows in der Cloud, kommunizieren untereinander per unverschlüsselter Mail, etc. pp.
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Re: Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

Beitragvon Provokateur » Di 15. Sep 2015, 07:30

Der Datenschutz muss dringend gestärkt werden. Und es muss eine "Awareness" für Datenhygiene entstehen.
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

Beitragvon Teeernte » Di 15. Sep 2015, 07:42

PSC » Di 15. Sep 2015, 08:11 hat geschrieben:Hinter dem Euphemismus "Datenschutz" verbirgt sich eigentlich die systematische massive Vernichtung von Daten. Zensur in einem geschichtlich einmaligen Ausmaß, nur damit der deutsche Michel - Medianalter 47,1 Jahre - seine altmodische Illusion von "Privatsphäre" nicht hinterfragen muss. Kleine heile Welt. Die hat zwar schon lange keinen Bezug zur Realität mehr, aber sie gibt ihm ein warmes, flauschiges Bauchgefühl. Und das ist ja das Wichtigste. Die Milliardenwerte, die dafür zerstört werden, interessieren ihn nicht. Die braucht er nicht, die begreift er nicht, und nach ihm die Sintflut.


Bring doch ein Beispiel - wo Dir der Datenschutz die Milliardenwerte zerstört!!

Das 1000 ste Abo ? Noch ein Glücksspiel ?

Mannnnnn ich bin 56 - und bau DIR das Neuland. Die Konzentration der Daten hat ein Umfang angenommen - dass Du bald nicht mehr zum Arzt mußt - weil Irgend so ein Müllsammler die Daten schon hat.

Nur Durch Deinen Videokonsum kann man schon mal schauen wie "bekloppt" Dein Leben ist - ....ob Du das Doppelte bei der Autoversicherung zahlen musst - oder ob Du bei dem Job geeignet bist.

Es gibt bereits private Firmen - die Zugriff auf alle relevanten Daten online UND offline haben, - die bereits Adressen abgleichen - auch zu Fuß.... die Konzentration ist DER EFFEKT !! ....verwalten Geldflüsse, Gesundheitsdaten..

....und DIE Firma verkauft auch Daten....
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Re: Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

Beitragvon Texas41 » Di 15. Sep 2015, 09:35

Ich stehe auf dem Standpunkt, daß es in Deutschland definitiv mit dem Datenschutz übertrieben wird! Wer nix zu verbergen hat, den juckt auch eine Überwachungskamera nicht. Wenn jemand meint, er müsse meine Emails mitlesen dann soll er das tun. Er wird nix weltbewegendes entdecken^^

Im übrigen ist die ganze Sache doch extrem absurd: auf der einen Seite jeden Scheiß in den asozialen Netzwerken veröffentlichen und auf der anderen Seite mehr Datenschutz fordern paßt in meinen Augen nicht zusammen.
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Re: Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

Beitragvon Provokateur » Di 15. Sep 2015, 09:42

Texas41 hat geschrieben:auf der einen Seite jeden Scheiß in den asozialen Netzwerken veröffentlichen und auf der anderen Seite mehr Datenschutz fordern paßt in meinen Augen nicht zusammen.


Deswegen sollte man diese ja auch meiden. Kein Facebook - kein Whatsapp - erweiterte Auskunftssperre.
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Re: Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 15. Sep 2015, 09:45

Texas41 bewirbt sich um einen Kredit. Der Kreditsachbearbeiter sieht aus den Emails und von Whatsapp, dass Texas41 im Moment Streit mit seiner Frau hat. Von Amazon bekommt er die Bestellungen von Texas41, es wird sehr viel Wein und Hochprozentiges bestellt, dazu das Buch "Auswandern in die Karibik leichtgemacht". Kreditantrag abgelehnt.
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Re: Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

Beitragvon Provokateur » Di 15. Sep 2015, 10:03

Tom Bombadil hat geschrieben:Texas41 bewirbt sich um einen Kredit. Der Kreditsachbearbeiter sieht aus den Emails und von Whatsapp, dass Texas41 im Moment Streit mit seiner Frau hat. Von Amazon bekommt er die Bestellungen von Texas41, es wird sehr viel Wein und Hochprozentiges bestellt, dazu das Buch "Auswandern in die Karibik leichtgemacht". Kreditantrag abgelehnt.

Nicht unrealistisch:

http://t3n.de/news/facebook-freunde-kredit-scoring-schufa-629131/
Alles was hier verfasst wird, stellt meine persönliche Meinung dar. Ich bin kein Sprecher von irgendwem, speziell nicht meines Arbeitgebers.

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Re: Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

Beitragvon Texas41 » Di 15. Sep 2015, 10:10

Tom Bombadil » Di 15. Sep 2015, 10:45 hat geschrieben:Texas41 bewirbt sich um einen Kredit. Der Kreditsachbearbeiter sieht aus den Emails und von Whatsapp, dass Texas41 im Moment Streit mit seiner Frau hat. Von Amazon bekommt er die Bestellungen von Texas41, es wird sehr viel Wein und Hochprozentiges bestellt, dazu das Buch "Auswandern in die Karibik leichtgemacht". Kreditantrag abgelehnt.


Whatsapp? Mal schauen, wo ich das auf meinem Nokia 6120 finde.....

Amazon? Wird gelegentlich genutzt, aber eher weniger um Alkohol zu ordern. Aber auch dort würde man nix Verwerfliches über mich finden. Kredite? Abgesehen davon, daß mir grad nix einfällt, wofür ich einen Kredit bräuchte, so wäre man bei Kreditinstituen doch sowieso auf deren Wohlwollen angewiesen und es werden "Durchschnittsbürger" zu Rate gezogen, die hinten und vorn nix mit meiner Lebensweise zu tun haben.
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Re: Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 15. Sep 2015, 10:32

SMS, abgehörte Telefonate, Kontobewegungen, Kreditkartenabrechnungen, wird alles herangezogen, du hast ja nix zu verbergen :x Wer viel Bargeld nutzt, macht sich automatisch verdächtig.
Zuletzt geändert von Tom Bombadil am Di 15. Sep 2015, 10:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

Beitragvon Teeernte » Di 15. Sep 2015, 11:13

Texas41 » Di 15. Sep 2015, 11:10 hat geschrieben:
Whatsapp? Mal schauen, wo ich das auf meinem Nokia 6120 finde.....

Amazon? Wird gelegentlich genutzt, aber eher weniger um Alkohol zu ordern. Aber auch dort würde man nix Verwerfliches über mich finden. Kredite? Abgesehen davon, daß mir grad nix einfällt, wofür ich einen Kredit bräuchte, so wäre man bei Kreditinstituen doch sowieso auf deren Wohlwollen angewiesen und es werden "Durchschnittsbürger" zu Rate gezogen, die hinten und vorn nix mit meiner Lebensweise zu tun haben.


Ohmann...digital keine Haare am Sack aber die Daten vom OnlinePuff weitergeben WOLLEN....

Wenn die Ehefrau grad den Katalog für Gummistiefel und Kittel bestellt hat - wird man natürlich kein Viagra mehr brauchen....bei Schlüpfergrösse XXXXL. Man wohnt auf dem Land, hat vor lauter Langweile ein Skyabo (RomanceTV) .

Da bekommst Du den Goldenen Spaten angeboten - und den Gartenzaunkatalog in verspieltem Neobarock. - Nach Kontostand in Kunstoff oder Vollmetall. - Da Du in den letzten 2 JAhren keine neuen Reifen gekauft hast - ...immernoch die Selbe Kiste fährst.. lohnt sich eine Vollkasko anzubieten (Garagenparker - du hast nach Rolltor geschaut) -du fährst wenig. Dem Wasserverbrauch nach hast Du wenig Besuch - ....und Seife // Harpflegeprodukte neu anbieten lohnt nicht .

Steuerrückerstattung war ja nun auch nicht sooooooo doll - man sollte also den ReiseVertreter DANN vorbeischicken, wenn Du nicht da bist - und der Frau etwas von Coconut Islands erzählen - wo ja die Nachbarin 3 Häuser weiter auch schon gebucht hat.

Das kann man dann auch Deinen Eltern und den Schwiegereltern anbieten - (Geheimnis) der JUNGE ist auch da... überlappend - nicht die GANZE Zeit.

Nebenbei Amazon trägt die Mehltüte/Kasten Selters bis an die Tür - nur einmal die Supergebühren von 26 ? Eu. Wenn es sein muss jeden Tag.... (ausser Feiertag)

Dein Arbeitgeber bekommt die WARNUNG - Du hast dich nach Herzbeutelentzündung erkundigt - Verwandtenkreis ist nichts... und der Arzt hat die Daten noch nicht gesichert... ach - Deine Blutuntersuchung geht im Labor 12 ein - die arbeiten Online.... - Du bist Patient 2778786/15 ? -------- man sollte Deiner Frau für Dich schon mal ein sonniges Plätzchen im örtlichen Friedhof und ihr dazu eine Sterbeversicherung kaufen....??

(Die Reiserücktrittsversicherung wird den Sitz in Russland haben - die Warnung an Deutsche Versicherer ist bereits raus....)
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Re: Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

Beitragvon MoOderSo » Di 15. Sep 2015, 11:32

Teeernte » Di 15. Sep 2015, 08:42 hat geschrieben:Bring doch ein Beispiel - wo Dir der Datenschutz die Milliardenwerte zerstört!!

Ein sehr strenger Datenschutz könnte sogar Chancen eröffnen.
Man könnte für Daten das werden, was früher die Schweiz für Geld war.
Aber wahrscheinlich wäre uns damit sofort ein Platz auf der Liste der Schurkenstaaten sicher.
Der Anarchist ist kein Feind der Ordnung. Er liebt die Ordnung so sehr, daß er ihre Karikatur nicht erträgt.
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Re: Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

Beitragvon Texas41 » Di 15. Sep 2015, 11:42

Teeernte » Di 15. Sep 2015, 12:13 hat geschrieben:Ohmann...digital keine Haare am Sack aber die Daten vom OnlinePuff weitergeben WOLLEN....


*Gähn* Und du meinst das beurteilen zu können? Weshalb? Weil ich kein Gesichtsbuch oder ähnliches brauche um mich mit Freunden zu unterhalten? Oder weil ich kein Twitter brauche um ein Foto meines morgentlichen Stuhlgangs ins Netz zu stellen? Oder aber, weil ich kein Smartphone besitze da ich sowieso viel am PC zu tun habe und deshalb alles eh am Rechner erledigen kann, was ich online zu erledigen habe?

Abgesehen davon, daß es schon jetzt genügend Mittel und Wege gäbe, um sich halbwegs anonym im Netz zu bewegen. Man muß es nur wollen und verschiedene Sachen eben meiden.

@ Tom Bombadil:

SMS, abgehörte Telefonate, Kontobewegungen, Kreditkartenabrechnungen, wird alles herangezogen, du hast ja nix zu verbergen :x Wer viel Bargeld nutzt, macht sich automatisch verdächtig.


Und - wozu soll das führen? Soll man doch meine Telefonate abhören und meine Kreditkartenabrechnung überwachen. Man wird nix illegales finden weshalb man mir ans Bein pinkeln könnte.
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Re: Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 15. Sep 2015, 11:51

Texas41 » Di 15. Sep 2015, 12:42 hat geschrieben:Man wird nix illegales finden weshalb man mir ans Bein pinkeln könnte.

Es geht nicht um Illegales, aber das wirst du wahrscheinlich erst dann begreifen, wenn du selber mal betroffen bist.
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Re: Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

Beitragvon Teeernte » Di 15. Sep 2015, 13:05

Texas41 » Di 15. Sep 2015, 12:42 hat geschrieben:
*Gähn* Und du meinst das beurteilen zu können? Weshalb? Weil ich kein Gesichtsbuch oder ähnliches brauche um mich mit Freunden zu unterhalten? Oder weil ich kein Twitter brauche um ein Foto meines morgentlichen Stuhlgangs ins Netz zu stellen? Oder aber, weil ich kein Smartphone besitze da ich sowieso viel am PC zu tun habe und deshalb alles eh am Rechner erledigen kann, was ich online zu erledigen habe?

Abgesehen davon, daß es schon jetzt genügend Mittel und Wege gäbe, um sich halbwegs anonym im Netz zu bewegen. Man muß es nur wollen und verschiedene Sachen eben meiden.



Du hast es nicht erfasst ! Du kannst Dich dem Datenverkauf NICHT mehr entziehen.... Online/Offline.

JA - Facebook - da wohn ich je nach Namen in den USA oder in Spanien... darum geht es nicht !

Big Data ist die Erfassung ALLER (offline/online) sammelbarer Daten ! Die Verquickung dieser Daten ......

Fast jedes Schreiben - was Du bekommst werden in Druckzentralen gedruckt und Kouvertiert.... die Server gehören den Datenhändlern die zB die Adressen verkaufen. Adressen sind Preiswert, eine Datenauswertung für einen bestimmten Kundenstamm kann schon leicht 5 Euro erreichen....

Klar das ist - wie beim DRK - die Blutspende - man "spendet" ....und die verkaufen die Brühe beim Meistbietenden.

Vielleicht kann man bei denen Dann DEINE DNA als Muster kaufen - damit man entsprechend Erbkrankheiten, Reaktion auf Chamikalien und Umwelt - Dir Dein Brei zusammenstellen kann... und die Creme auf DEINEN Körper anrühren - mit Aufpreis - ist klar....
Der ausschluss manch einer Versicherung ist dann möglich - wenn Du die Anlage haben KÖNNTEST zB. am Lenkrad eher einzuschlafen als Andere... Vielleicht sollte man Dir deshalb gleich die Fleppen entziehen ....??
Päule0815

Re: Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

Beitragvon Päule0815 » Di 15. Sep 2015, 13:08

Tom Bombadil » Di 15. Sep 2015, 11:32 hat geschrieben:SMS, abgehörte Telefonate, Kontobewegungen, Kreditkartenabrechnungen, wird alles herangezogen, du hast ja nix zu verbergen :x Wer viel Bargeld nutzt, macht sich automatisch verdächtig.


Wozu herangezogen und von wem?
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Re: Haben wir Deutschen zu viel Datenschutz/Privatsphäre?

Beitragvon Flat » Di 15. Sep 2015, 13:11

Texas41 » Di 15. Sep 2015, 09:35 hat geschrieben:Ich stehe auf dem Standpunkt, daß es in Deutschland definitiv mit dem Datenschutz übertrieben wird! Wer nix zu verbergen hat, den juckt auch eine Überwachungskamera nicht. Wenn jemand meint, er müsse meine Emails mitlesen dann soll er das tun. Er wird nix weltbewegendes entdecken^^



Moin,

gut, schalt uns für alle deine Emails und deine webcam frei.

Bitte scanne auch deine Briefe ein.

Gehalt, Adresse der Freunde, Onlinebestellungen

bitte alles in diesen Thread.

Oder hast du was zu verbergen?
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