Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Moderator: Moderatoren Forum 2

Benutzeravatar
Alexyessin
Vorstand
Beiträge: 59353
Registriert: Do 17. Nov 2011, 22:16
Benutzertitel: Al Predidente !!
Wohnort: wo´s Herzal is

Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Alexyessin » Mi 22. Jul 2015, 14:08

SoleSurvivor » Mi 22. Jul 2015, 14:24 hat geschrieben:Das ist keine spezifisch linke Haltung, aber für den linken Flügel (SPD, grüne, Linke, NPD)


Wo ist denn die NPD eine linke Partei? Hast du aus der Geschichte nichts gelernt oder warum relativierst du hier eine rechtsradikale Partei? Aber wie ich dich kenne, kommt eh nichts. Denn dann müsstest du bekennen, geistig einen Fehler gemacht zu haben.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat
Benutzeravatar
Helmuth_123
Beiträge: 8494
Registriert: Sa 31. Mär 2012, 18:51
Benutzertitel: Teutsche Libertät
Wohnort: Thüringen

Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Helmuth_123 » Mi 22. Jul 2015, 15:03

SoleSurvivor » Di 21. Jul 2015, 23:24 hat geschrieben:Der Eindruck drängt sich auf. Man möchte das Klientel nicht AfD und NPD überlassen und bedient Codes, ohne in der praktischen Politik allzu viele Zugeständnisse zu machen. Nachdem mit der AfD keiner mehr spielen mag und CDU und FDP die Aufnahme ihrer Spaltprodukte ablehnten, bietet Gabriel hier eine Rückkehr in den Schoß der Honorigkeit an.


Richtig, man haut Schlagworte heraus. Dahinter stehen, tut aber nichts. So wie es die CDU seit ihrer Gründung macht, die ist damit bisher ganz erfolgreich gefahren.
„Nu da machd doch eiern Drägg alleene!“-Friedrich August III. zugeschrieben
„Konservativ ist, Dinge zu schaffen, die zu erhalten sich lohnt.“-Arthur Moeller van den Bruck
Benutzeravatar
Zvi Back
Beiträge: 3904
Registriert: Di 22. Apr 2014, 21:15
Benutzertitel: The Spirit of Entebbe

Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Zvi Back » Mi 22. Jul 2015, 17:14

...
Zuletzt geändert von Zvi Back am Mi 22. Jul 2015, 17:16, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Zvi Back
Beiträge: 3904
Registriert: Di 22. Apr 2014, 21:15
Benutzertitel: The Spirit of Entebbe

Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Zvi Back » Mi 22. Jul 2015, 17:15

SoleSurvivor » Mi 22. Jul 2015, 13:24 hat geschrieben:
-> was am Charakter einer Bank nichts ändert und auch in der SPD immer mal wieder hochkocht am Stammtisch.

In der SPD sind das aber eher Einzelmeinungen. Bei den Linken sind solche Phantasien die Gesellschaft
komplett umzudrehen jedoch bei nahezu jedem bitterer Ernst.

was tut die Linke konkret dafür? Wie gestaltet sie so eine neue Ordnung aus?


Wie gesagt, sie haben es programmatisch zumindest fixiert. Wie sie das dann (theoretisch) in der Praxis umsetzen würden
bleibt offen, denn dieser Sozialismus ist ohne diktatorische Elemente gar nicht umsetzbar. (siehe Venezuela)
Das wissen die Brüder_innen :D ganz genau.
Eine Verstaatlichung ergibt keinen Sinn, wenn nach 5 Jahren und Wahlen alles wieder anders sein kann.


was tut die Linke dafür? Warum schließt sie Transatlantiker dann nicht aus? Warum erklärt Linke-Chef Gysi ungefragt in ausländischen Botschaften, dass dieser Punkt gegenstandlos ist?

Solche Typen denken historisch auf der Zeitachse in längeren Bereichen. Das für ihr Ziel Zwischenschritte erforderlich sind
ist ihnen klar.

Eine Forderung, die auch viele andere Parteien so oder ähnlich erheben, ohne mit unserer Ordnung zu brechen.


maximal bei den Grünen. Bei der SPD wäre so eine Forderung nicht durchsetzbar.

Das ist keine spezifisch linke Haltung, aber für den linken Flügel (SPD, grüne, Linke, NPD) erklärt sich hier ein interessantes Spannungsfeld: Die Träger dieser Religion vereinigen aus Sicht dieser Ideologen oftmals die hierzulande die Merkmale "Diskriminierung ausgesetzt", "Minderheit", "Unterschicht". Da Kritik an den Zugezogenen als konservativ gilt, vereinnahmt die linke Szene den Lobbyismus für Muslime als ihr Politikfeld. Daneben verbrüdern sie sich mit zahlreichen Kultur- und Politvereinigungen der Zugezogenen, die einige ideologische Fragmente teilen. Nicht wenige Kurden-, Araber- oder Türkengruppen haben sich ursprünglich mal irgendwie marxistisch oder gegen Diktatoren gerichtet. Oder gegen Kolonisation. Aus der besonderen nachkolonialen Lage heraus galten nationale Befreiungsbewegungen der dritten Welt den Linken als progressiv, unterstützenswert, historisch im Recht. Man darf auch nicht verachten, dass viele muslimische postkoloniale Staaten und Organisationen im Konflikt mit Israel standen und dabei aus verschiedenen Gründen die Underdog-Rolle einnahmen. Man denke nur mal an die frühe PLO, an Ghaddafis verschiedene Pan-ismen, an Ägyptens Weg zwischen Ost- und Westorientierung oder an den Iran nach der Revolution. Mit dem Einsatz für diese Verlierer im Weltmaßstab verband sich die Gelegenheit, Israel böser Taten zu bezichtigen. Egal, inwieweit dies treffend sein mag oder nicht, es ist in jedem Fall reizvoll für weite Teile des linken Klientel. Sind irgendwo hingegen mal die Juden irgendwo die Underdog-Minderheit, was in der Welt leider nicht so selten ist, dann haben die Linken kein Problem damit, ihre Underdog-Solidarität auch auf jene zu erstrecken.

Es ist eine seltsame Szene bei den Linken.
[/quote][/quote]

Ich glaube jetzt schmeisst du zu viel durcheinander. Auch die Motivation ist höchst unterschiedlich.

Das z.B. bei Linken und Grünen Israel nicht sonderlich gut angesehen war ist keine neue Erkenntnis.
Viele der grünen Sympathisanten hatte in der Gründungsphase Verbindungen zu palästinensischen
Terroristen oder standen ihnen nah.
Damals hat aber Religion quasi keine Rolle gespielt. Es waren, wie du richtig schreibst, "Befreiungsbewegungen".
Die Nähe gab es in der SPD in dem Maß nicht, selbst wenn man damals durchaus hochgratig naiv war.
Das heute ist ja etwas anderes. Es ist eine Renaissance des Religiösen und tritt derzeit in Form unfassbarer Gewalt
auf. Bis vor relativ wenigen Jahren war in der SPD der Beitritt der Türkei in die EU quasi Parteiräson.

Heute, nachdem Erdogan sich immer mehr als religiösen Eiferer zeigt ist dies kein Thema mehr vom wirtschaftlichen
mal völlig abgesehen.
Das hat auch erst einmal mit unseren Menschen hier in Deutschland nicht so viel zu tun.
Die SPD ist von Seiten der Basis (nicht mal so sehr der Parteispitze) in einen Überbietungswettkampf
der "Gutmenschen" eingetreten, denen Toleranz über alle anderen Werte ging.
Und nun ist es so, dass man über Problematiken wie das Flüchtlingsthema oder meinetwegen Religion
nicht mehr sachlich reden kann. Für jeden Politiker der SPD ist dies vermintes Terrain,
obwohl jeder Arbeiter im Pott da ganz anders redet.
Die Partei will realpolitisch agieren, wird aber von der (linken) Basis diesbezüglich oft eingeholt.
Die NPD hat ja in dem Sinn kein Problem mit zu viel Toleranz, sondern eher dem Gegenteil.
Die sind in einer Zeitschleife hängen geblieben und argumentieren eher völkisch-National.
Deren Sympathie mit Iran oder Palästina ist rein taktischer Natur.
Da ist der Verachtung auf Israel/Juden und die USA das Hauptmotiv. Da gibt es durchaus
Parallelen zur "die Linke" oder linken Grünen aus der Gründungszeit.
All das hat in der SPD eigentlich keine große Rolle gespielt.
Letztendlich wurde die SPD erst von Grünen, dann von der Linke zermürbt.
Und jetzt noch die Kanzlerin.
Zuletzt geändert von Zvi Back am Mi 22. Jul 2015, 17:20, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
HugoBettauer
Beiträge: 22842
Registriert: Mo 16. Jul 2012, 15:43
Benutzertitel: Das blaue Mal
Wohnort: Anti-Anti

Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon HugoBettauer » Mi 22. Jul 2015, 17:48

Zvi Back » Mi 22. Jul 2015, 17:15 hat geschrieben:Das z.B. bei Linken und Grünen Israel nicht sonderlich gut angesehen war ist keine neue Erkenntnis.
Viele der grünen Sympathisanten hatte in der Gründungsphase Verbindungen zu palästinensischen
Terroristen oder standen ihnen nah.
Damals hat aber Religion quasi keine Rolle gespielt. Es waren, wie du richtig schreibst, "Befreiungsbewegungen".
Die Nähe gab es in der SPD in dem Maß nicht, selbst wenn man damals durchaus hochgratig naiv war.
Das heute ist ja etwas anderes. Es ist eine Renaissance des Religiösen und tritt derzeit in Form unfassbarer Gewalt
auf. Bis vor relativ wenigen Jahren war in der SPD der Beitritt der Türkei in die EU quasi Parteiräson.

Heute, nachdem Erdogan sich immer mehr als religiösen Eiferer zeigt ist dies kein Thema mehr vom wirtschaftlichen
mal völlig abgesehen.
Das hat auch erst einmal mit unseren Menschen hier in Deutschland nicht so viel zu tun.
Die SPD ist von Seiten der Basis (nicht mal so sehr der Parteispitze) in einen Überbietungswettkampf
der "Gutmenschen" eingetreten, denen Toleranz über alle anderen Werte ging.
Und nun ist es so, dass man über Problematiken wie das Flüchtlingsthema oder meinetwegen Religion
nicht mehr sachlich reden kann. Für jeden Politiker der SPD ist dies vermintes Terrain,
obwohl jeder Arbeiter im Pott da ganz anders redet.
Die Partei will realpolitisch agieren, wird aber von der (linken) Basis diesbezüglich oft eingeholt.
Die NPD hat ja in dem Sinn kein Problem mit zu viel Toleranz, sondern eher dem Gegenteil.
Die sind in einer Zeitschleife hängen geblieben und argumentieren eher völkisch-National.
Deren Sympathie mit Iran oder Palästina ist rein taktischer Natur.
Da ist der Verachtung auf Israel/Juden und die USA das Hauptmotiv. Da gibt es durchaus
Parallelen zur "die Linke" oder linken Grünen aus der Gründungszeit.
All das hat in der SPD eigentlich keine große Rolle gespielt.
Letztendlich wurde die SPD erst von Grünen, dann von der Linke zermürbt.
Und jetzt noch die Kanzlerin.

Die Grünen, soweit sie nicht fehlgeleitete CDU-Kompatible auf Irrweg sind, sind ja Fleisch vom Fleische der SPD - die durchaus richtige Bemerkung, dass das linke Spektrum bei SPD und Grünen heute sehr verschieden motiviert zu der Frage steht, überblendet aber, dass noch vorher, in den 80ern und 70ern, solche Leute eher Jusos wurden - wenn sie nicht in irgendwelchen abgedrehten ML- oder K-Gruppen versandeten, die zu vielfältig und schräg sind, um sie hier im einzelnen zu analysieren.

Die seltsame Begeisterung oder doch zumindest Toleranz für die palästinensische Politik selbst der Hamas (!) bei Jusos, Grünen, LINKErn usw ist vielleicht "geerbt" aus der Zeit, wie du sie beschreibst. Allianzen und Organisationen überleben ja oft ihre Entstehungsbedingungen. Heute gehen sie aber einher mit einer generellen Kritikunfähigkeit gegenüber den Feinden Israels. Sigmar Gabriel, der erste Politiker nach dem Iranvertrag, der nach Teheran gratulieren flog. Sigmar Gabriel, der die Lage in Hebron auf Facebook mit einem Apartheidregime vergleicht. Sigmar Gabriel, über den in linken Blogs wilde Theorien verbreitet werden, er sei selbst Muslim. Zufall?
Zuletzt geändert von HugoBettauer am Mi 22. Jul 2015, 17:49, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt
ist alles neu
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt
ist alles neu und anders als früher.
Benutzeravatar
think twice
Beiträge: 14578
Registriert: Fr 4. Jul 2014, 14:14
Benutzertitel: sozialdemokratisch
Wohnort: Bunte Republik Deutschland

Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon think twice » Mi 22. Jul 2015, 17:59


Die da wären?
Sei nie zu den Bescheidenen überheblich und zu den Überheblichen bescheiden.
Benutzeravatar
Zvi Back
Beiträge: 3904
Registriert: Di 22. Apr 2014, 21:15
Benutzertitel: The Spirit of Entebbe

Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Zvi Back » Mi 22. Jul 2015, 18:00

SoleSurvivor » Mi 22. Jul 2015, 17:48 hat geschrieben:Die Grünen, soweit sie nicht fehlgeleitete CDU-Kompatible auf Irrweg sind, sind ja Fleisch vom Fleische der SPD - die durchaus richtige Bemerkung, dass das linke Spektrum bei SPD und Grünen heute sehr verschieden motiviert zu der Frage steht, überblendet aber, dass noch vorher, in den 80ern und 70ern, solche Leute eher Jusos wurden - wenn sie nicht in irgendwelchen abgedrehten ML- oder K-Gruppen versandeten, die zu vielfältig und schräg sind, um sie hier im einzelnen zu analysieren.



Sehe ich auch so. Das ist ein sehr komplexes Thema

Die seltsame Begeisterung oder doch zumindest Toleranz für die palästinensische Politik selbst der Hamas (!) bei Jusos, Grünen, LINKErn usw ist vielleicht "geerbt" aus der Zeit, wie du sie beschreibst. Allianzen und Organisationen überleben ja oft ihre Entstehungsbedingungen. Heute gehen sie aber einher mit einer generellen Kritikunfähigkeit gegenüber den Feinden Israels. Sigmar Gabriel, der erste Politiker nach dem Iranvertrag, der nach Teheran gratulieren flog. Sigmar Gabriel, der die Lage in Hebron auf Facebook mit einem Apartheidregime vergleicht. Sigmar Gabriel, über den in linken Blogs wilde Theorien verbreitet werden, er sei selbst Muslim. Zufall?


Die Kritikunfähigkeit gegenüber den Feiden Israels ist aber in der SPD zumindest nicht flächendeckend.
Die SPD aber auch die CDU ist was das Thema betrifft hochgratig naiv.
Wer ersthaft glaubt ein Staat Palästina wäre derzeit lebensfähig oder gar ein Stabilitätsfaktor in der Region geht
zumindest in meinen Augen mindestens naiv bis verantwortungslos mit dem Thema um.
Und das Gabriel nun in den Iran gereist ist. Glaub doch nicht ernsthaft, dass dies nicht mit der Kanzlerin/CDU abgestimmt
ist und er ganz konkrete Aufgaben hat, damit Deutschland Milliarden verdienen kann.
Gabriel Muslim :?: -höre ich zum ersten Mal. Aber linke Blogs sind jetzt nicht so mein Ding.
Benutzeravatar
think twice
Beiträge: 14578
Registriert: Fr 4. Jul 2014, 14:14
Benutzertitel: sozialdemokratisch
Wohnort: Bunte Republik Deutschland

Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon think twice » Mi 22. Jul 2015, 18:04

.....ups...falsch zitiert...
Zuletzt geändert von think twice am Mi 22. Jul 2015, 18:05, insgesamt 1-mal geändert.
Sei nie zu den Bescheidenen überheblich und zu den Überheblichen bescheiden.
Benutzeravatar
HugoBettauer
Beiträge: 22842
Registriert: Mo 16. Jul 2012, 15:43
Benutzertitel: Das blaue Mal
Wohnort: Anti-Anti

Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon HugoBettauer » Mi 22. Jul 2015, 18:08

Zvi Back » Mi 22. Jul 2015, 18:00 hat geschrieben:


Sehe ich auch so. Das ist ein sehr komplexes Thema



Die Kritikunfähigkeit gegenüber den Feiden Israels ist aber in der SPD zumindest nicht flächendeckend.
Die SPD aber auch die CDU ist was das Thema betrifft hochgratig naiv.
Wer ersthaft glaubt ein Staat Palästina wäre derzeit lebensfähig oder gar ein Stabilitätsfaktor in der Region geht
zumindest in meinen Augen mindestens naiv bis verantwortungslos mit dem Thema um.

Am Beispiel von Kosovo oder BH sehen wir, dass ein Staat nicht lebensfähig sein muss, um von europäischen Politikern forciert zu werden.
er ganz konkrete Aufgaben hat, damit Deutschland Milliarden verdienen kann.

Hoffentlich vermasselt er das nicht. Auffällig war das schon - ausgerechnet er mit seinen Apartheid-Sprüchen!

Ich habe keine Ahnung ob solche Gerüchte stimmen und es ist mir egal. Von einem deutschen Minister erwarte ich, dass er Privatsachen wie seine Religion nicht in die deutschen Interessen hineinpfuschen lässt.
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt
ist alles neu
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt
ist alles neu und anders als früher.
Benutzeravatar
think twice
Beiträge: 14578
Registriert: Fr 4. Jul 2014, 14:14
Benutzertitel: sozialdemokratisch
Wohnort: Bunte Republik Deutschland

Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon think twice » Mi 22. Jul 2015, 18:09

@ZviBack
"Die SPD ist von Seiten der Basis (nicht mal so sehr der Parteispitze) in einen Überbietungswettkampf
der "Gutmenschen" eingetreten, denen Toleranz über alle anderen Werte ging.
Und nun ist es so, dass man über Problematiken wie das Flüchtlingsthema oder meinetwegen Religion
nicht mehr sachlich reden kann. Für jeden Politiker der SPD ist dies vermintes Terrain,
obwohl jeder Arbeiter im Pott da ganz anders redet."
------------------------------------------------------------------------
"Überbietungswettkampf der Gutmenschen, denen Toleranz über alle anderen Werte geht" klingt wie Tatjana Finsterling von Pegida.
Und wieviel Arbeiter aus dem Pott kennst du, dass du meinst, für alle sprechen zu können?
Sei nie zu den Bescheidenen überheblich und zu den Überheblichen bescheiden.
Benutzeravatar
HugoBettauer
Beiträge: 22842
Registriert: Mo 16. Jul 2012, 15:43
Benutzertitel: Das blaue Mal
Wohnort: Anti-Anti

Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon HugoBettauer » Mi 22. Jul 2015, 18:10

Er spricht über sie, nicht für sie.
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt
ist alles neu
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt
ist alles neu und anders als früher.
Benutzeravatar
think twice
Beiträge: 14578
Registriert: Fr 4. Jul 2014, 14:14
Benutzertitel: sozialdemokratisch
Wohnort: Bunte Republik Deutschland

Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon think twice » Mi 22. Jul 2015, 18:12

SoleSurvivor » Mi 22. Jul 2015, 19:10 hat geschrieben:Er spricht über sie, nicht für sie.

Nein, er schrieb wörtlich, dass jeder Arbeiter im Pott anders denkt. Woher weiß er das?
Sei nie zu den Bescheidenen überheblich und zu den Überheblichen bescheiden.
Benutzeravatar
HugoBettauer
Beiträge: 22842
Registriert: Mo 16. Jul 2012, 15:43
Benutzertitel: Das blaue Mal
Wohnort: Anti-Anti

Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon HugoBettauer » Mi 22. Jul 2015, 18:16

think twice » Mi 22. Jul 2015, 18:12 hat geschrieben:Nein, er schrieb wörtlich, dass jeder Arbeiter im Pott anders denkt. Woher weiß er das?

Bei dieser Redeweise darfst du nicht wörtlich interpretieren.
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt
ist alles neu
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt
ist alles neu und anders als früher.
Benutzeravatar
think twice
Beiträge: 14578
Registriert: Fr 4. Jul 2014, 14:14
Benutzertitel: sozialdemokratisch
Wohnort: Bunte Republik Deutschland

Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon think twice » Mi 22. Jul 2015, 18:16

Aber sorry, ich wollte euch nicht bei eurer Analyse stören. ;)
Sei nie zu den Bescheidenen überheblich und zu den Überheblichen bescheiden.
Benutzeravatar
think twice
Beiträge: 14578
Registriert: Fr 4. Jul 2014, 14:14
Benutzertitel: sozialdemokratisch
Wohnort: Bunte Republik Deutschland

Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon think twice » Mi 22. Jul 2015, 18:17

SoleSurvivor » Mi 22. Jul 2015, 19:16 hat geschrieben:Bei dieser Redeweise darfst du nicht wörtlich interpretieren.

Warum nicht?
Sei nie zu den Bescheidenen überheblich und zu den Überheblichen bescheiden.
Benutzeravatar
HugoBettauer
Beiträge: 22842
Registriert: Mo 16. Jul 2012, 15:43
Benutzertitel: Das blaue Mal
Wohnort: Anti-Anti

Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon HugoBettauer » Mi 22. Jul 2015, 18:19

think twice » Mi 22. Jul 2015, 18:16 hat geschrieben:Aber sorry, ich wollte euch nicht bei eurer Analyse stören. ;)

Du störst doch nicht. Da gibt es Personen...
Was glaubst du eigentlich, wenn man die Zahl der Diskussionen über Israel und die Zahl der Diskussionen über Syrien bei einem SPD-Ortsverein-Stammtisch vergleicht, was da häufiger vorkommt?

Warum nicht?

Weil du ihn dann mißverstehen könntest. Er hat nicht bei jedem einzelnen nachgeguckt, soviel ist klar. Er präsentiert ein allgemeines Lagebild, um Randfälle und Ausnahmen bereinigt.
Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt
ist alles neu
Wenn ein Mensch lange Zeit lebt
ist alles neu und anders als früher.
Benutzeravatar
think twice
Beiträge: 14578
Registriert: Fr 4. Jul 2014, 14:14
Benutzertitel: sozialdemokratisch
Wohnort: Bunte Republik Deutschland

Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon think twice » Mi 22. Jul 2015, 18:20

Und welche wichtigen Dinge kann Angela Merkel nicht erledigen, solange die SPD mitregiert?
Sei nie zu den Bescheidenen überheblich und zu den Überheblichen bescheiden.
Benutzeravatar
think twice
Beiträge: 14578
Registriert: Fr 4. Jul 2014, 14:14
Benutzertitel: sozialdemokratisch
Wohnort: Bunte Republik Deutschland

Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon think twice » Mi 22. Jul 2015, 18:23

SoleSurvivor » Mi 22. Jul 2015, 19:19 hat geschrieben:Du störst doch nicht. Da gibt es Personen...
Was glaubst du eigentlich, wenn man die Zahl der Diskussionen über Israel und die Zahl der Diskussionen über Syrien bei einem SPD-Ortsverein-Stammtisch vergleicht, was da häufiger vorkommt?

Syrien ist öfter Thema.


Weil du ihn dann mißverstehen könntest. Er hat nicht bei jedem einzelnen nachgeguckt, soviel ist klar. Er präsentiert ein allgemeines Lagebild, um Randfälle und Ausnahmen bereinigt.


Wie kann er ein allgemeines Lagebild präsentieren, wenn er sich überhaupt nicht in der Region aufhält.
Sei nie zu den Bescheidenen überheblich und zu den Überheblichen bescheiden.
Piedro

Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Piedro » Mi 22. Jul 2015, 18:32

SoleSurvivor » Mi 22. Jul 2015, 12:07 hat geschrieben:Mal ganz unabhängig von "dem Kollegen" stelle ich mir gerade die Frage, ob blinde oder sehende Ausländerhasser schlimmer sind.



Ich würde dem Kollegen keinen Haß unterstellen. Gewiß läßt er Abneigungen erkennen, allerdings beziehen die sich eher nicht auf "Ausländer". Jemandem wie ZwiBack Haß vorzuwerfen halte ich halt für stark übertrieben. Aber der nimmt ja auch kein Blatt vor den Mund... Ich wollt's halt gesagt haben. Haß ist für mich was anderes als das, was ZB erkennen läßt.
Piedro

Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Piedro » Mi 22. Jul 2015, 18:36

think twice » Mi 22. Jul 2015, 18:20 hat geschrieben:Und welche wichtigen Dinge kann Angela Merkel nicht erledigen, solange die SPD mitregiert?


Eine Koalition mit der Afd.

Zurück zu „2. Innenpolitik - Verfassung“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste