Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

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Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Sekretär des ZK » Mi 22. Jul 2015, 11:51

Alexyessin » Mi 22. Jul 2015, 11:37 hat geschrieben:


Und was ist das?


Gewäsch, das Zvi nicht mal selber versteht.
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Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Alexyessin » Mi 22. Jul 2015, 11:54

Zvi Back » Mi 22. Jul 2015, 12:38 hat geschrieben:
Super. "Endvorstellung"
Das hat dann etwas vom "politischen Nirvana oder Paradies",
es sind genau diese religiösen Züge solcher Phrasen, die mit dem
realen Leben noch nie etwas zu tun hatten und nie haben werden.
Genau deswegen schrieb ich "kindisch".

Solche Sprüche werden in Religionen und Sekten gedroschen.
Ich kann damit nichts anfangen und finde das eher belustigend.


Eine Defintion von Ziel ist eine religiöse Spinnerei?
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Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Sekretär des ZK » Mi 22. Jul 2015, 11:55

.....
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Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon HugoBettauer » Mi 22. Jul 2015, 12:01

Sekretär des ZK » Mi 22. Jul 2015, 11:55 hat geschrieben: Als ein AfD-Versteher und dämlicher Wutbürger mit blindem Ausländerhass bist Du am allerwenigsten dazu berufen, Noten an die DKP zu vergeben. Die sog. Linke hat mehr mit Dir gemeinsam als mit mir.

Die DKP war hier noch gar nicht Thema, wie passt die ins Bild?
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Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon pikant » Mi 22. Jul 2015, 12:02

Sekretär des ZK » Mi 22. Jul 2015, 11:55 hat geschrieben: Als einer AfD-Versteher und dämlicher Wutbürger mit blindem Ausländerhass bist Du am allerwenigsten dazu berufen, Noten an die DKP zu vergeben. Die sog. Linke hat mehr mit Dir gemeinsam als mit mir.


hier wird ja alles ueber einen Kamm geschert :rolleyes:

die KPD hat nichts mit der heutigen Linkspartei zu tun - die wurde in den 50er Jahren vom BvG verboten.
die DKP gruendete sich viel spaeter und fristete ueber Jahrzehnte eine kleines Schattendasein als DDR-Fuersprecher mit 0.3 %plus minis

die heutige Linke ist ein Zusammenschluss von PDS und WASG
die PDS war der Rechtsnachfolger der SED ohne dort alle Kader uebernommen zu haben

das mal als kurze Info von KPD, DKP und heutiger Linkspartei um Klarheit reinzubringen :)
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Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Piedro » Mi 22. Jul 2015, 12:03

Sekretär des ZK » Mi 22. Jul 2015, 11:55 hat geschrieben: Als einer AfD-Versteher und dämlicher Wutbürger mit blindem Ausländerhass bist Du am allerwenigsten dazu berufen, Noten an die DKP zu vergeben. Die sog. Linke hat mehr mit Dir gemeinsam als mit mir.


Der Kollege ist kein blinder Ausländerhasser, das ist Blödsinn. Da gibbet ganz andere Kaliber.

Da ich unverdächtiger bin (hoffe ich) darf ich die DKP benoten? Unnötige Pseudos, seit Jahrzehnten. Schleimige, ideologische Arschkriecher, die ihres Arsches verlustig gingen und und jetzt nicht mehr zu melden haben als ein Schriftsetzer in einer Online-Druckerei.
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Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Sekretär des ZK » Mi 22. Jul 2015, 12:03

SoleSurvivor » Mi 22. Jul 2015, 12:01 hat geschrieben:Die DKP war hier noch gar nicht Thema, wie passt die ins Bild?
Was passt wo in welches Bild? Liest Du die Beiträge, auf die du antwortest?
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Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Zvi Back » Mi 22. Jul 2015, 12:04

Alexyessin » Mi 22. Jul 2015, 11:54 hat geschrieben:Eine Defintion von Ziel ist eine religiöse Spinnerei?


Eine Definition von Zielen die überspitzt im Endeffekt aussagen

"wir haben uns am Ende alle furchtbar lieb und treten ins
gesellschaftspolitische Paradies ein" hat religiöse Züge (für mich)
Ihr könnt ja meinetwegen daran glauben, dass dies irgendetwas
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Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Zvi Back » Mi 22. Jul 2015, 12:05

Piedro » Mi 22. Jul 2015, 12:03 hat geschrieben:
Der Kollege ist kein blinder Ausländerhasser, das ist Blödsinn. Da gibbet ganz andere Kaliber.

Da ich unverdächtiger bin (hoffe ich) darf ich die DKP benoten? Unnötige Pseudos, seit Jahrzehnten. Schleimige, ideologische Arschkriecher, die ihres Arsches verlustig gingen und und jetzt nicht mehr zu melden haben als ein Schriftsetzer in einer Online-Druckerei.


wenn Sudel-Ede mich betextet empfinde ich das als Belobigung, egal auf welche Weise.
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Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon HugoBettauer » Mi 22. Jul 2015, 12:07

Piedro » Mi 22. Jul 2015, 12:03 hat geschrieben:
Der Kollege ist kein blinder Ausländerhasser, das ist Blödsinn. Da gibbet ganz andere Kaliber.

Mal ganz unabhängig von "dem Kollegen" stelle ich mir gerade die Frage, ob blinde oder sehende Ausländerhasser schlimmer sind.

Da ich unverdächtiger bin (hoffe ich) darf ich die DKP benoten? Unnötige Pseudos, seit Jahrzehnten.

Ja.

Schleimige, ideologische Arschkriecher, die ihres Arsches verlustig gingen und und jetzt nicht mehr zu melden haben als ein Schriftsetzer in einer Online-Druckerei.

Das weniger. Ein Einsatz für die DKP war und ist mit gesellschaftlichen Konsequenzen und geringen Karriere-Aussichten verbunden. Man muss deren Sums schon glauben, um da mittun zu wollen. Das ist bei Freie Wähler, Piraten oder AfD schon anders [gewesen].
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Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Sekretär des ZK » Mi 22. Jul 2015, 12:09

Zvi Back » Mi 22. Jul 2015, 12:04 hat geschrieben:
Eine Definition von Zielen die überspitzt im Endeffekt aussagen

"wir haben uns am Ende alle furchtbar lieb und treten ins
gesellschaftspolitische Paradies ein" hat religiöse Züge (für mich)
Ihr könnt ja meinetwegen daran glauben, dass dies irgendetwas
mit der Realität auf der Welt zu tun hat.


Schon wieder sinnloser Käse. Dein Ko­ko­lo­res wird durch Wiederholung nicht verständlicher.
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Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Alexyessin » Mi 22. Jul 2015, 12:15

Zvi Back » Mi 22. Jul 2015, 12:44 hat geschrieben:
Also wenn das Ziel ein "demokratischer Sozialismus" ist, heisst das im
Umkehrschluss (sorry, ich bin nun einmal ein Logikfetischist), dass wir jetzt
irgendetwas anderes haben.
Was mich eben ganz brennend interessiert ist, was ist in diesem "Sozialismus" dann
grundlegend anders ist als heute.
Das geht auch aus deinen zitierten Phasen definitiv nicht hervor.


Diese Phrasen sind aus dem Grundsatzprogramm der CDU ;)
https://www.cdu.de/system/tdf/media/dok ... em&id=1919
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Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Alexyessin » Mi 22. Jul 2015, 12:16

Zvi Back » Mi 22. Jul 2015, 13:04 hat geschrieben:
Eine Definition von Zielen die überspitzt im Endeffekt aussagen

"wir haben uns am Ende alle furchtbar lieb und treten ins
gesellschaftspolitische Paradies ein" hat religiöse Züge (für mich)
Ihr könnt ja meinetwegen daran glauben, dass dies irgendetwas
mit der Realität auf der Welt zu tun hat.


Der Unterschied ist, das diese Ziele zu erreichen wäre, während die Religion das für das Jenseits verspricht ;)
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Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Zvi Back » Mi 22. Jul 2015, 12:18

Sekretär des ZK » Mi 22. Jul 2015, 12:09 hat geschrieben:
Schon wieder sinnloser Käse. Dein Ko­ko­lo­res wird durch Wiederholung nicht verständlicher.


Warum ist Käse sinnlos?
Er hat einen nicht unwichtigen Anteil an der
Ernährung der Bevölkerung.
Allein in Deutschland werden jährlich 2,5 Mio Tonnen Käse hergestellt.
Wie viele das dann weltweit sind? Wahnsinn.

Ist das Gewicht aller Marx-Bücher die jährlich verlegt werden
höher oder niedriger.
Und was sagt uns das?
Steht die Weltrevolution vor der Tür?
Man weiss es nicht.
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Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Zvi Back » Mi 22. Jul 2015, 12:23

Alexyessin » Mi 22. Jul 2015, 12:15 hat geschrieben:
Diese Phrasen sind aus dem Grundsatzprogramm der CDU ;)
https://www.cdu.de/system/tdf/media/dok ... em&id=1919


Auf die bin ich gar nicht eingegangen, sondern wie du nachlesen kannst auf den "demokratischen Sozialismus".
Hat nur fast geklappt, weil ich es schicht überlesen habe :p
Also maximal Unendschieden.
Zuletzt geändert von Zvi Back am Mi 22. Jul 2015, 12:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon HugoBettauer » Mi 22. Jul 2015, 12:29

Zvi Back » Mi 22. Jul 2015, 12:18 hat geschrieben:
Warum ist Käse sinnlos?
Er hat einen nicht unwichtigen Anteil an der
Ernährung der Bevölkerung.
Allein in Deutschland werden jährlich 2,5 Mio Tonnen Käse hergestellt.
Wie viele das dann weltweit sind? Wahnsinn.

Ist das Gewicht aller Marx-Bücher die jährlich verlegt werden
höher oder niedriger.
Und was sagt uns das?
Steht die Weltrevolution vor der Tür?
Man weiss es nicht.

Die Weltrevolution wurde in Islamisierung umbenannt. Ob Käse dann noch erlaubt ist, weiß wieder keiner. Das Heilsversprechen der SPD ist einem religiösen nicht unähnlich, es ist unerreichbar und legitimiert in der Praxis vor allem Kollektivismus, Paternalismus und Eingriffe in Freiheit und Eigentum.
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Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Alexyessin » Mi 22. Jul 2015, 12:39

Zvi Back » Mi 22. Jul 2015, 13:23 hat geschrieben:
Auf die bin ich gar nicht eingegangen, sondern wie du nachlesen kannst auf den "demokratischen Sozialismus".
Hat nur fast geklappt, weil ich es schicht überlesen habe :p
Also maximal Unendschieden.


:D
Fehler schützt vor Strafe nicht.

Aber was ich damit schreiben will ist das es solche Phrasen in jedem Grundsatzprogramm gibt.
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Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Alexyessin » Mi 22. Jul 2015, 12:40

SoleSurvivor » Mi 22. Jul 2015, 13:29 hat geschrieben:Die Weltrevolution wurde in Islamisierung umbenannt. Ob Käse dann noch erlaubt ist, weiß wieder keiner. Das Heilsversprechen der SPD ist einem religiösen nicht unähnlich, es ist unerreichbar und legitimiert in der Praxis vor allem Kollektivismus, Paternalismus und Eingriffe in Freiheit und Eigentum.


Wieso schreibst du so einen Mist, den du nicht begründen kannst? Absicht?
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon Zvi Back » Mi 22. Jul 2015, 12:56

SoleSurvivor » Mi 22. Jul 2015, 12:29 hat geschrieben:Die Weltrevolution wurde in Islamisierung umbenannt. Ob Käse dann noch erlaubt ist, weiß wieder keiner. Das Heilsversprechen der SPD ist einem religiösen nicht unähnlich, es ist unerreichbar und legitimiert in der Praxis vor allem Kollektivismus, Paternalismus und Eingriffe in Freiheit und Eigentum.


Ich ordne ja solche Sprüche im Grundsatzprogramm der SPD auch geschichtlich ein,
sowie ja selbst die CDU nach dem Krieg den Begriff noch verwendete.
Aber heute ist es "kindische Folklore". Wenn sie es brauchen, müssen sie sich nicht
wundern, dass dies einige auch noch ernst nehmen und dann in der Endkonsequenz
das Original wählen.

Aber die Linke ist da eben viel konsequenter. Die füllen ihren "Sozialismus" auch
noch mit konkreten Inhalten (Verstaatlichungen von Banken, Überwindung kapitalistischer Produktionsbedingungen,
Austritt aus der NATO, Legalisierung aller Drogen usw, usf).
Dingen die die SPD so konkret nie ins Programm schreiben würde, was aber vor Jahrzehnten durchaus
sozialdemokratische Linie war.

Nun die Islamisierung, bzw. der Vormarsch des politischen Islam ist eine (traurige) weltweite
Realität. Warum gerade "Linke" (SPD, Grüne, Linke) so relativ gleichgültig darauf reagieren ist ein
Widerspruch zu den eigenen Lehren und Selbstverständnis den keiner so recht begreift.
Ich zumindest nicht.
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Re: Ist Sig. Gabriel ein politischer Prophet?

Beitragvon HugoBettauer » Mi 22. Jul 2015, 13:24

Zvi Back » Mi 22. Jul 2015, 12:56 hat geschrieben:
Ich ordne ja solche Sprüche im Grundsatzprogramm der SPD auch geschichtlich ein,
sowie ja selbst die CDU nach dem Krieg den Begriff noch verwendete.
Aber heute ist es "kindische Folklore". Wenn sie es brauchen, müssen sie sich nicht
wundern, dass dies einige auch noch ernst nehmen und dann in der Endkonsequenz
das Original wählen.


Das Abrücken der SPD von diesen formal nicht aufgegebenen Zielen geschah schrittweise unter dem Eindruck der Erfolglosigkeit.
Die CDU hat sich hingegen sehr zügig politisch gegen die Aalener Thesen entschieden. Das sind für mich zwei verschiedene Ansätze.

Aber die Linke ist da eben viel konsequenter. Die füllen ihren "Sozialismus" auch
noch mit konkreten Inhalten (Verstaatlichungen von Banken

-> was am Charakter einer Bank nichts ändert und auch in der SPD immer mal wieder hochkocht am Stammtisch.

, Überwindung kapitalistischer Produktionsbedingungen,

-> was tut die Linke konkret dafür? Wie gestaltet sie so eine neue Ordnung aus?

Austritt aus der NATO

-> was tut die Linke dafür? Warum schließt sie Transatlantiker dann nicht aus? Warum erklärt Linke-Chef Gysi ungefragt in ausländischen Botschaften, dass dieser Punkt gegenstandlos ist?

, Legalisierung aller Drogen usw, usf).

Eine Forderung, die auch viele andere Parteien so oder ähnlich erheben, ohne mit unserer Ordnung zu brechen.

Dingen die die SPD so konkret nie ins Programm schreiben würde, was aber vor Jahrzehnten durchaus
sozialdemokratische Linie war.

Bis auf die Drogen ist das tatsächlich ein Wettrennen von Paradeiser und Tomate.

Nun die Islamisierung, bzw. der Vormarsch des politischen Islam ist eine (traurige) weltweite
Realität. Warum gerade "Linke" (SPD, Grüne, Linke) so relativ gleichgültig darauf reagieren ist ein
Widerspruch zu den eigenen Lehren und Selbstverständnis den keiner so recht begreift.
Ich zumindest nicht.


Das ist keine spezifisch linke Haltung, aber für den linken Flügel (SPD, grüne, Linke, NPD) erklärt sich hier ein interessantes Spannungsfeld: Die Träger dieser Religion vereinigen aus Sicht dieser Ideologen oftmals die hierzulande die Merkmale "Diskriminierung ausgesetzt", "Minderheit", "Unterschicht". Da Kritik an den Zugezogenen als konservativ gilt, vereinnahmt die linke Szene den Lobbyismus für Muslime als ihr Politikfeld. Daneben verbrüdern sie sich mit zahlreichen Kultur- und Politvereinigungen der Zugezogenen, die einige ideologische Fragmente teilen. Nicht wenige Kurden-, Araber- oder Türkengruppen haben sich ursprünglich mal irgendwie marxistisch oder gegen Diktatoren gerichtet. Oder gegen Kolonisation. Aus der besonderen nachkolonialen Lage heraus galten nationale Befreiungsbewegungen der dritten Welt den Linken als progressiv, unterstützenswert, historisch im Recht. Man darf auch nicht verachten, dass viele muslimische postkoloniale Staaten und Organisationen im Konflikt mit Israel standen und dabei aus verschiedenen Gründen die Underdog-Rolle einnahmen. Man denke nur mal an die frühe PLO, an Ghaddafis verschiedene Pan-ismen, an Ägyptens Weg zwischen Ost- und Westorientierung oder an den Iran nach der Revolution. Mit dem Einsatz für diese Verlierer im Weltmaßstab verband sich die Gelegenheit, Israel böser Taten zu bezichtigen. Egal, inwieweit dies treffend sein mag oder nicht, es ist in jedem Fall reizvoll für weite Teile des linken Klientel. Sind irgendwo hingegen mal die Juden irgendwo die Underdog-Minderheit, was in der Welt leider nicht so selten ist, dann haben die Linken kein Problem damit, ihre Underdog-Solidarität auch auf jene zu erstrecken.

Es ist eine seltsame Szene bei den Linken.
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