Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

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Tom Bombadil
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Tom Bombadil » Di 19. Jun 2018, 15:44

think twice hat geschrieben:(19 Jun 2018, 16:36)

Sollte es nicht selbstverständlich sein, dass jeder Mensch auf dieser Erde in Frieden und Freiheit sein Dasein fristen kann? Und ist es nicht nachvollziehbar, dass Menschen zumindest versuchen, dahin zu gehen, wo sie sich ein Leben in Frieden und Freiheit erhoffen?

Wie oft noch? Ja, es sollte selbstverständlich sein und es ist nachvollziehbar. Aber es ist nunmal nicht so. Europa kann nicht X Milliarden Menschen, die nicht in Frieden und Freiheit leben, aufnehmen und versorgen, deswegen müssen diese Menschen vor Ort dafür sorgen, dass sie in Frieden und Freiheit leben können. Den Europäern ist Frieden und Freiheit auch nicht in den Schoß gefallen, sie haben hart dafür kämpfen müssen. Das restliche moralisierende Gekeife wird ausgeblendet.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Di 19. Jun 2018, 15:47

ThorsHamar hat geschrieben:(19 Jun 2018, 09:23)

70% der Flüchtlinge kommen aus nur 5 Ländern, habe ich eben gerade gelesen.

"Hoffnung auf eine baldige Entspannung der Lage kann die UN-Organisation nicht machen. In keinem der Konfliktgebiete sei eine Lösung in Sicht, kritisierte Grandi. Dabei lassen sich Auslöser der Fluchtbewegungen global gesehen eigentlich eng eingrenzen: Fast 70 Prozent der Flüchtlinge stammen nach Angaben des UNHCR aus lediglich fünf Ländern.

"Wenn es Lösungen für diese Länder gäbe, könnten die Zahlen deutlich sinken", sagte Grandi. Bei den fünf wichtigsten Fluchtländern handelt sich demnach um Syrien, Afghanistan, den Südsudan, Myanmar und Somalia.
n-tv online

Die Liste der von mir genannten Länder entstammt meiner ersten Belegungsliste vom Oktober 2015. Es waren 200 Menschen in einer Sporthalle, sie kamen im Wochentakt, jeden Montag 50 Leute. Wahllos aus den Erstaufnahmeeinrichtungen zugteilt.
Und all den Menschen aus 19 Nationen aus allen Teilen der Welt, wolltest du erzählen, dass sie sich besser in ihrer Heimat eine Existenz aufgebaut haetten mit dem Budget eines deutschen Sozialhilfesatzes. Super Idee.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Di 19. Jun 2018, 15:51

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Jun 2018, 16:44)

Wie oft noch? Ja, es sollte selbstverständlich sein und es ist nachvollziehbar. Aber es ist nunmal nicht so. Europa kann nicht X Milliarden Menschen, die nicht in Frieden und Freiheit leben, aufnehmen und versorgen, deswegen müssen diese Menschen vor Ort dafür sorgen, dass sie in Frieden und Freiheit leben können. Den Europäern ist Frieden und Freiheit auch nicht in den Schoß gefallen, sie haben hart dafür kämpfen müssen. Das restliche moralisierende Gekeife wird ausgeblendet.

Ja, haben die Deutschen ja auch geschafft sich unter Alliertenbeschuss einen Kfz-Handel aufzubauen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Keoma » Di 19. Jun 2018, 15:54

relativ hat geschrieben:(19 Jun 2018, 11:08)

Kausalitätskeule.
Sag mir doch einfach auf welchen "Inhalt" in deinen Antworten ich antworten soll?
Ich habe da gerade mal wieder keinen gefunden.
Was ist denn nun mit den Berbern? Wie unabhängig ist die russische Justiz bzw. für wie unabhängig hälst du sie. Muss man Revolutionär sein um als Politisch verfolgt zu gelten? Sowas interssiert mich und nicht der Vogelschiss, den du geantwortet hast.


Na, nicht gleich so giftig.
Die Berber sind wirtschaftlich benachteiligt und fordern ihr Stück vom Kuchen.
Allerdings ist der König der erste marokkanische Herrscher, der z. B. eine "Berberität" Marokkos, glaube ich, sogar in die Verfassung aufgenommen hat.
Eine Unterdrückung in dem Sinne sehe ich nicht.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Tom Bombadil » Di 19. Jun 2018, 16:06

think twice hat geschrieben:(19 Jun 2018, 16:51)

Ja, haben die Deutschen ja auch geschafft sich unter Alliertenbeschuss einen Kfz-Handel aufzubauen.

In diesen Ländern
Algerien
Marokko
Sudan
Somalia
Afghanistan
Irak
Pakistan
Palästina
Liberia
Russische Föderation
Ruanda
Georgien
Libanon
Türkei
Nepal
Philippinen
Tschetschenien
Iran
donnern also pausenlos die Kanonen und schießen alles kurz und klein.

:rolleyes:

Syrien habe ich rausgenommen, es ging ja um Wirtschaftsmigranten und nicht um berechtigt Schutzsuchende.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Di 19. Jun 2018, 16:07

think twice hat geschrieben:(19 Jun 2018, 16:51)

Ja, haben die Deutschen ja auch geschafft sich unter Alliertenbeschuss einen Kfz-Handel aufzubauen.

Wo wird geschossen?
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon watisdatdenn? » Di 19. Jun 2018, 16:11

think twice hat geschrieben:(19 Jun 2018, 16:36)
Wer bist du, von ihnen zu erwarten, unter widrigsten Umständen in ihrer Heimat eine jämmerlichen Existenz aufzubauen

Haben meine Großeltern hier auch gemacht. Nur dass sie sich erfolgreich (zusammen mit vielen anderen deutschen) aus der wirtschaftlichen Jämmerlichkeit herausgearbeitet haben. So wie die Südkoreaner.. Oder Japaner.. Oder Chinesen.. usw.. jeweils in ihren eigenen Ländern!

Die Afrikaner, Araber und Afghanen müssen das einfach auch in ihren Ländern machen.
Vorbilder gibt es mehr als genug (Südkorea als faszinierendes Beispiel)!
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Tom Bombadil » Di 19. Jun 2018, 16:18

watisdatdenn? hat geschrieben:(19 Jun 2018, 17:11)

Die Afrikaner, Araber und Afghanen müssen das einfach auch in ihren Ländern machen.

Sowas darfst du nicht erwarten, das ist voll rassistisch! Wir sind doch die Bösen, Stichwort Kolonialismus, deswegen müssen wir bis ans Ende der Geschichte für sie sorgen. Dass der Kolonialismus mindestens 50 Jahre her ist und Südkorea in der gleichen Zeit vom Armenhaus Asiens zur Hightechnation wurde, ist etwas ganz anderes :p Afghanistan würde ich da aber rausnehmen, das ist eine andere Geschichte.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon ThorsHamar » Di 19. Jun 2018, 16:20

think twice hat geschrieben:(19 Jun 2018, 16:47)

Die Liste der von mir genannten Länder entstammt meiner ersten Belegungsliste vom Oktober 2015. Es waren 200 Menschen in einer Sporthalle, sie kamen im Wochentakt, jeden Montag 50 Leute. Wahllos aus den Erstaufnahmeeinrichtungen zugteilt.
Und all den Menschen aus 19 Nationen aus allen Teilen der Welt, wolltest du erzählen, dass sie sich besser in ihrer Heimat eine Existenz aufgebaut haetten mit dem Budget eines deutschen Sozialhilfesatzes. Super Idee.


Wirklich ernsthafte Frage: Du erzählst Deinen Schützlingen dann was, bitte? Etwa, dass sie hier in D mit deutscher Sozialhilfe eine Existenz aufbauen können, ohne soziale Kompetenz in einer West-Gesellschaft, ohne Sprache, ohne Perspektive aber mit der Auszahlung von soviel Geld, wie es zu Hause im ganzen Jahr kaum gibt ?
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Di 19. Jun 2018, 16:23

think twice hat geschrieben:(19 Jun 2018, 16:36)Du hast auch keine Hürde genommen, du hast einfach nur Glück gehabt, in Frieden und Freiheit hineingeboren zu sein.

Wir leben hier in das, was unsere Elterngeneration aufgebaut hat. Daraus resultiert nicht eine Pflicht hier jeden aufzunehmen unabhängig davon ob derjenige hier etwas zum Gemeinwohl beitragen kann.
(Stichwort: "Suche nach einem besseren Leben", Nicht "Flucht vor Krieg/Verfolgung")
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Dark Angel » Di 19. Jun 2018, 16:25

watisdatdenn? hat geschrieben:(19 Jun 2018, 17:11)

Haben meine Großeltern hier auch gemacht. Nur dass sie sich erfolgreich (zusammen mit vielen anderen deutschen) aus der wirtschaftlichen Jämmerlichkeit herausgearbeitet haben. So wie die Südkoreaner.. Oder Japaner.. Oder Chinesen.. usw.. jeweils in ihren eigenen Ländern!

Die Afrikaner, Araber und Afghanen müssen das einfach auch in ihren Ländern machen.
Vorbilder gibt es mehr als genug (Südkorea als faszinierendes Beispiel)!
Der Schlüssel ist Bildung und Fleiß.

Einige afrikanische Staaten favorisieren den "asiatischen Weg" und kritisieren die Entwicklungshilfe als fehlgeleitet und Abhängigkeit erzeugend. Auch die afrikanische Ökonomin Dambisa Moyo vertritt diese Meinung, darüber hinaus fordert sie afrikanische Staaten auf, ihre Opferrolle aufzugeben und sich ihrer eigenen Verantwortung zu stellen.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Dark Angel » Di 19. Jun 2018, 16:30

think twice hat geschrieben:(19 Jun 2018, 16:47)

Die Liste der von mir genannten Länder entstammt meiner ersten Belegungsliste vom Oktober 2015. Es waren 200 Menschen in einer Sporthalle, sie kamen im Wochentakt, jeden Montag 50 Leute. Wahllos aus den Erstaufnahmeeinrichtungen zugteilt.
Und all den Menschen aus 19 Nationen aus allen Teilen der Welt, wolltest du erzählen, dass sie sich besser in ihrer Heimat eine Existenz aufgebaut haetten mit dem Budget eines deutschen Sozialhilfesatzes. Super Idee.

Mit dem Geld, das viele so genannte Flüchtlinge für Schlepper/Schleuser aufbringen, könnten sie sich in ihrer Heimat eine Existenz aufbauen
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Keoma » Di 19. Jun 2018, 16:35

Dark Angel hat geschrieben:(19 Jun 2018, 17:30)

Mit dem Geld, das viele so genannte Flüchtlinge für Schlepper/Schleuser aufbringen, könnten sie sich in ihrer Heimat eine Existenz aufbauen

Aber nicht für den ganzen Stamm, der zusammenlegt.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Di 19. Jun 2018, 16:35

Dark Angel hat geschrieben:(19 Jun 2018, 17:25)

Einige afrikanische Staaten favorisieren den "asiatischen Weg"

In der Tat:
Drei Staaten in Afrika, die es richtig machen

Ebola und Boko Haram dominieren unsere Nachrichten aus Afrika. Dabei hat sich der Kontinent zuletzt positiv entwickelt. Besonders drei Länder können erstaunliche Erfolge vorzeigen.

n erster Linie aber wurde die Botschaft verbreitet: Afrika steht mehr denn je für wirtschaftlichen Aufschwung. Die USA wollen mit Investitionen und Krediten im Umfang von 30 Milliarden Euro dabei sein und Chinas Einfluss zurückdrängen.

Die Bilanz Afrikas während des vergangenen Jahrzehnts liest sich imposant: Das Wirtschaftswachstum betrug durchschnittlich fünf Prozent, was die längste Wachstumsperiode seit den 1960er-Jahren bedeutet. Der inflationsbereinigte Lohn stieg um mehr als 30 Prozent, nachdem er in den beiden Jahrzehnten zuvor um fast zehn Prozent gesunken war.

Botswana zum Beispiel. Als die Briten ihr Protektorat im Jahr 1966 aufgaben, hatte das Land ganze zwölf Kilometer geteerte Straßen und 22 Universitätsabsolventen. Auf einer Fläche so groß wie Frankreich gab es nur zwei weiterführende Schulen. Das Land, ohnehin durch den fehlenden Meerzugang geschwächt, startete mit denkbar schlechten Voraussetzungen in die Unabhängigkeit. Inzwischen gilt Botswana vor allem dank seiner Diamanten als Wirtschaftswunderland. 15 Millionen Karat werden jährlich gewonnen, damit kommt jeder dritte Diamant in der Welt aus Botswana.

Als Erklärung für bisweilen zweistellige Wachstumsraten und Erfolge bei fast allen sozioökonomischen Kennziffern taugt das aber nur bedingt, denn reich an Rohstoffen sind auch Krisenländer wie der Kongo oder Sudan. In Botswana aber wird mit diesem Segen verantwortungsvoll umgegangen. Schon seit den 1970er-Jahren, als Bergbaufirmen in Afrika noch lächerlich niedrige Abgaben zahlten, geht über die Hälfte der Gewinne an den Staat. Es gibt ein wirtschaftsfreundliches Investitionsklima, zudem ist die Korruption so gering wie in kaum einem anderen afrikanischen Land.

Ruanda gilt als „Singapur Afrikas“

Botswana wird für seine restriktive Fiskalpolitik gelobt, die Inflation stieg fast nie über zehn Prozent. Die Institutionen sind stabil – und das ist entscheidend. Historiker führen das auch auf das geringe Maß an Kolonialisierung zurück, wodurch sich traditionelle Einrichtungen der Mitbestimmung weiterentwickeln konnten. Schon vor Jahrhunderten gab es demnach in der Kultur der Tswana mehr Mitbestimmung des Volkes als in jedem anderen Bantu-Stamm.

Mehr als 50 Jahre werden die Diamantenvorkommen auf jeden Fall noch reichen. Präsident Ian Khama aber arbeitet schon daran, die Wirtschaft zu diversifizieren und so auch aktuell von der Rohstoffnachfrage in den Schwellenländern unabhängiger zu machen. Die Bürokratie für Importe und Exporte wurde zuletzt deutlich abgebaut, das Land bemüht sich auch um neue Infrastruktur in der verarbeitenden Industrie und im Dienstleistungssektor.

Diese Vielfalt hat Ruanda, das ohnehin nie zu den klassischen Rohstoffländern gehörte, längst geschaffen. Dort betrug das Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahrzehnt durchschnittlich acht Prozent. Die Kindersterblichkeit hat sich in diesem Zeitraum halbiert, die Zahl der Grundschüler verdreifacht. Im April 2013 verkaufte Staatsanleihen haben seit Anfang des Jahres über neun Prozent erzielt, in Finanzhäusern nennen sie Ruanda respektvoll das „Singapur Afrikas“.



Auch Äthiopien hat sich gut entwickelt
Die Entwicklungshilfe, die vor zwei Jahren nach der Unterstützung von Präsident Paul Kagame für die M23-Rebellen im Ostkongo eingefroren worden war, fließt wieder. Nur in wenigen Ländern, heißt es, wird sie mit vergleichbar hoher Effektivität verwendet. Mit Ausnahme von Mauritius gibt es kein Land in Afrika, in dem Geschäfte effektiver vonstattengehen. Seit dem Jahr 2006 wurden die Hürden für Existenzgründer massiv abgebaut, was zur Entstehung eines bemerkenswerten Dienstleistungssektors besonders im Tourismus geführt hat.

Die Produktivität im Agrarsektor ist gestiegen. Gleichzeitig geht Kagame konsequent gegen Korruption und andere Verbrechen vor. Zwar nimmt die Kritik wegen Menschenrechtsverletzungen zu, doch die Entwicklung der Nation – nur 20 Jahre nach einem der schlimmsten Völkermorde der Menschheitsgeschichte – bleibt beeindruckend.

Nun könnte man einwenden, dass Botswana und Ruanda von ihrer kleinen Bevölkerungszahl profitieren. Der Blick auf Staaten wie den Kongo, Sudan oder Nigeria suggeriert, dass es vor allem bevölkerungsreiche Länder sind, die zu dauerhaften Krisen neigen. Doch derzeit bemüht sich auch Äthiopien, das mit 94 Millionen Einwohnern nach Nigeria einwohnerstärkste Land in Subsahara-Afrika, diese These zu widerlegen. Die Nation zählt nicht nur zu den ältesten Zivilisationen, sondern auch zu den zehn am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. Über zehn Prozent waren es im vergangenen Jahrzehnt, das Doppelte des kontinentalen Durchschnitts.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... achen.html
=> Es geht also wenn man nur will!
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Tom Bombadil » Di 19. Jun 2018, 16:45

Keoma hat geschrieben:(19 Jun 2018, 17:35)

Aber nicht für den ganzen Stamm, der zusammenlegt.

Von H4 kann der Stamm aber auch nicht leben.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon watisdatdenn? » Di 19. Jun 2018, 16:45

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Jun 2018, 17:18)
Sowas darfst du nicht erwarten, das ist voll rassistisch!

Im Gegenteil!
Es wäre rassistisch von mir, das diesen Völkern eben nicht zuzutrauen!

Sie haben die selben Gehirne und somit das selbe wirtschaftliche Potential wie wir. Dieses muss nur gehoben werden.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Tom Bombadil » Di 19. Jun 2018, 16:49

watisdatdenn? hat geschrieben:(19 Jun 2018, 17:45)

Im Gegenteil!

Du hast meine Ironie nicht verstanden ;)

Es wäre rassistisch von mir, das diesen Völkern eben nicht zuzutrauen!

Selbstverständlich ist es das, das werden gewisse Leute aber nicht verstehen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Dark Angel » Di 19. Jun 2018, 16:51

Keoma hat geschrieben:(19 Jun 2018, 17:35)

Aber nicht für den ganzen Stamm, der zusammenlegt.

Doch selbst dann, kann der ganze Stamm seine Lebensbedingungen verbessern. Beweisen beispielsweise die Zulu.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Quatschki » Di 19. Jun 2018, 16:56

Keoma hat geschrieben:(19 Jun 2018, 17:35)

Aber nicht für den ganzen Stamm, der zusammenlegt.

Wenn so ein Stamm auf dem Planeten für sich alleine wäre, müßte er auch sehen, wie er klarkommt.
Die haben Land, und pro Person zwei starke Arme und ein helles Köpfen.
Mehr haben andere auch nicht.
In Vietnam war das Land mit Blindgängern und Agent Orange verseucht und die haben es auch geschafft.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Di 19. Jun 2018, 17:45

ThorsHamar hat geschrieben:(19 Jun 2018, 17:20)

Wirklich ernsthafte Frage: Du erzählst Deinen Schützlingen dann was, bitte? Etwa, dass sie hier in D mit deutscher Sozialhilfe eine Existenz aufbauen können, ohne soziale Kompetenz in einer West-Gesellschaft, ohne Sprache, ohne Perspektive aber mit der Auszahlung von soviel Geld, wie es zu Hause im ganzen Jahr kaum gibt ?

Wirklich ernsthafte Antwort: Um ihnen professionell ihre Moeglichkeiten zu zeigen, war ich nicht zuständig. Dafuer gab es Sozialarbeiter. Ich habe ganz außerplanmäßig (ich war Verwaltungskraft) versucht, ihnen ein bischen Wärme und Halt zu geben, wenn sie es gebraucht haben. Meist ohne viel zu sprechen.

Ich habe mich zu dem ehemaligen Kindersoldaten aus Somalia auf den Boden gesetzt, inmitten die Glasscherben. Er hatte mit der nackten Faust in eine Fensterscheibe geschlagen. Er hat gezittert und geweint und ich habe eine Stunde neben ihm gesessen, bis er bereit war, freiwillig in den Krankenwagen zu steigen, der ihn in die Klapse gebracht hat.

Ich habe eine sudanesische, beschnittene Frau in meiner Freizeit in eine Spezialklinik nach Berlin begleitet, in der sie wiederhergestellt wurde. Ich habe gewartet, bis sie aus der Narkose erwacht ist. Ohne mich wäre sie nicht gefahren.

Ich habe mit einer afghanischen, alleinreisenden Frau stundenlang in der Notaufnahme der Frauenklinik gesessen. Sie befürchtete, schwanger zu sein und hatte Blutungen. In diesen Stunden hat sie mir ihre furchtbare Lebensgeschichte erzählt, die nur bedingt etwas mit den Männern aus ihrer Heimat zu tun hatte. Sie war schwanger und sie beschwor mich, niemanden etwas zu erzählen. Da bin auch ich an meine Grenzen gstossen.

Mit einem 18jaehrigen Iraner bin ich zum Elternsprechtag in der Schule gegangen, weil er gesagt hat, ich bin hier seine Mutter. Er haette auch eine Mutter gebraucht, der schwierige Bursche.

Aber warum gehst du nicht mal in eine Flüchtlingsunterkunft und erzaehlst ihnen, dass sie sich mal alle nicht so anstellen sollen. Unsere Großeltern haben ihr Land ( was sie vorher selbst in Trümmer gelegt haben und welches sie ohne Unterstützung der Siegermächte nie wieder flott bekriegten haetten) ja auch wieder aufgebaut.
Zuletzt geändert von think twice am Di 19. Jun 2018, 18:00, insgesamt 1-mal geändert.

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