Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Dark Angel » Fr 25. Mai 2018, 12:44

PeterK hat geschrieben:(25 May 2018, 13:21)

Ich glaube, das passiert uns allen manchmal im Eifer des Gefechts.

Ich bin aber anderer Meinung als Du: Es sind nicht die ungeschriebenen Gesetze, die in erster Linie "unsere Werte" beschreiben. Ich halte es für wichtig, dass sich Menschen in D rechtstreu verhalten. Weniger wichtig ist IMO, ob sie bestimmte Speisen essen oder Hände schütteln. Und ich meine, dass unsere Verfassung - erfreulicherweise - jedem erlaubt, auch "desintegriert" zu leben - solange er sich an Recht und Gesetz hält.

Nein, das erlaubt unsere Verfassung nicht.
Es reicht nicht, sich nur an normative Regeln zu halten, man muss sich auch an informelle Regeln halten bzw diese respektieren.
Es geht um Intergration, nicht um Assimilation.
Respekt und Toleranz können nicht per Gesetz durchgesetzt werden, die gehören zu informellen Regeln.
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon PeterK » Fr 25. Mai 2018, 12:46

Dark Angel hat geschrieben:(25 May 2018, 13:17)
Wie willst du es sonst nennen? Faulheit?, Bequemlichkeit?

Rücksichtnahme? (siehe Deine Wortwahl)

Und natürlich geht die Rücksichtnahme auf die Belange/Befindlichkeiten einer Minderheit zu Lasten der Mehrheit.

Ich verstehe nicht, wie Du zu diesem pauschalen Statement kommst. Auf andere Menschen Rücksicht zu nehmen bedeutet doch nicht automatisch eine "Last" für den, der Rücksicht nimmt.

Und natürlich ist solches Verhalten "vorauseilender Gehorsam", denn niemand hat irgendwelche Forderungen an den Caterer gestellt, es gab keine Beschwerden etc. Da steht die Aussage: "... bieten wir nicht an, wegen ..." = kausaler Zusammenhang.

Wenn niemand Forderungen gestellt hat und es keine Beschwerden gab, dann ist "Gehorsam" möglicherweise die falsche Wortwahl, oder?

Diese Parklätze werden zusätzlich zu den normalen Parkplätzen eingerichtet.

Meistens werden/wurden Teile vorhandener Parkflächen als Behindertenparkplätze ausgewiesen. Das ist IMO auch vollkommen ok.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon PeterK » Fr 25. Mai 2018, 12:50

Dark Angel hat geschrieben:(25 May 2018, 13:44)
Es reicht nicht, sich nur an normative Regeln zu halten, man muss sich auch an informelle Regeln halten bzw diese respektieren.

Nein. Eine "informelle Regel" ist z.B., ein gewisses Maß an Höflichkeit im Umgang miteinander an den Tag zu legen. Diese Regel beherzigst Du (zumindest hier im Forum) relativ selten. Das darfst Du aber.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Dark Angel » Fr 25. Mai 2018, 13:21

DagDag hat geschrieben:(25 May 2018, 13:41)

So kommen AfDler zu ihren VTs.

Von "daheim gibts auch noch essen" geht es bei Verschwörern gleich zu "die Anderen" und eine Märchengeschichte an der am Ende die Anschuldigung zur Kindesmisshandlung steht!

Tiefe Einblicke.....Danke dafür, das verdeutlicht viel! :thumbup:

Letztlich war die Aussage nur, das ein Kind daheim auch noch genug bekommt und so nicht verzichtet. Ist übrigens gesünder als 2 oder 3 mal am Tag Schwein.

Und es sind ähnliche Typen wie ihr die sich in der Tat über Frauenparkplätze, Behindertenparkplätze beschweren. Hauptsache Mimimi in eigener Sache.

Sachliche Argumentation ist dir unbekannt, du kannst nur ad hominem, logische Fehlschlüsse, diffamieren und unterstellen.
Wie du von zusätzlichen Parkplätzen für Behinderte ==> Antidiskriminierungsgesetz auf "zusätzlich zum Kitafutter, wird jedes Kind auch daheim gemästet" kommst, wird wohl ewig dein Geheimnis bleiben.

Die Aussage war eben nicht "das ein Kind daheim auch noch genug bekommt und so nicht verzichte", sondern die Aussage war "... bieten nicht an, wegen ..." = kausaler Zusammenhang ==> Tatsachenfeststellung.

NIEMAND hat hier irgendwas von "2 oder 3 mal am Tag Schwein." geschrieben oder gar verlangt.
Es wurde lediglich darauf hingewiesen, dass Schwein in unserer Kultur/in unseren Land zu den ganz normalen Lebensmitteln gehört, die von der Mehrheit verzehrt werden und welches "wegen" vom Speiseplan gestrichen wird. Auch DAS ist eine Tatsache, die nichts mit AfD oder VT zu tun hat.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Dark Angel » Fr 25. Mai 2018, 13:23

PeterK hat geschrieben:(25 May 2018, 13:50)

Nein. Eine "informelle Regel" ist z.B., ein gewisses Maß an Höflichkeit im Umgang miteinander an den Tag zu legen. Diese Regel beherzigst Du (zumindest hier im Forum) relativ selten. Das darfst Du aber.

Zu den informellen Regeln gehören auch Respekt und Toleranz und die kannst du genauso wenig wie Höflichkeit gesetzlich regeln.
Toleranz und Respekt sind allerdings Bestandteil von Integration.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon DagDag » Fr 25. Mai 2018, 13:33

Dark Angel hat geschrieben:(25 May 2018, 14:21)

Sachliche Argumentation ist dir unbekannt, du kannst nur ad hominem, logische Fehlschlüsse, diffamieren und unterstellen.
Wie du von zusätzlichen Parkplätzen für Behinderte ==> Antidiskriminierungsgesetz auf "zusätzlich zum Kitafutter, wird jedes Kind auch daheim gemästet" kommst, wird wohl ewig dein Geheimnis bleiben.

Die Aussage war eben nicht "das ein Kind daheim auch noch genug bekommt und so nicht verzichte", sondern die Aussage war "... bieten nicht an, wegen ..." = kausaler Zusammenhang ==> Tatsachenfeststellung.

NIEMAND hat hier irgendwas von "2 oder 3 mal am Tag Schwein." geschrieben oder gar verlangt.
Es wurde lediglich darauf hingewiesen, dass Schwein in unserer Kultur/in unseren Land zu den ganz normalen Lebensmitteln gehört, die von der Mehrheit verzehrt werden und welches "wegen" vom Speiseplan gestrichen wird. Auch DAS ist eine Tatsache, die nichts mit AfD oder VT zu tun hat.

Dein Ad hominem solltest du dir sparen. Die Kinder verpassen nichts. Punkt.
Ansonsten Futter von daheim mitbringen und fertig, wie es jeder andere auch tut, dem etwas nicht passt. Außer Muslimenhasser beschwert sich niemand.
Von daher ist die Sache schon lange durch. Seit mindestens 2 Jahren schon.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Vongole » Fr 25. Mai 2018, 13:39

Dark Angel hat geschrieben:(25 May 2018, 14:23)

Zu den informellen Regeln gehören auch Respekt und Toleranz und die kannst du genauso wenig wie Höflichkeit gesetzlich regeln.
Toleranz und Respekt sind allerdings Bestandteil von Integration.


Stimmt, sollte aber auch vice versa gelten.
Wenn z.B. Alice Weidel musl. Frauen pauschal als "Kopftuchmädchen" beschreibt und in einem Zug mit Taugenichtsen nennt, lässt sie jegliche Toleranz und Respekt vermissen.
Was sollen hier lebende Muslime, die sich gerne integrieren würden, daraus lernen?
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Nightrain » Fr 25. Mai 2018, 13:50

Vongole hat geschrieben:(25 May 2018, 14:39)

Stimmt, sollte aber auch vice versa gelten.
Wenn z.B. Alice Weidel musl. Frauen pauschal als "Kopftuchmädchen" beschreibt und in einem Zug mit Taugenichtsen nennt, lässt sie jegliche Toleranz und Respekt vermissen.
Was sollen hier lebende Muslime, die sich gerne integrieren würden, daraus lernen?


Das "Mädchen" steht da ja nicht ohne Grund. Direkt die Woche davor war die kontroverse Diskussion darüber, ob man religiösen Extremismus (Kopftücher bei kleinen "Mädchen") in Kindergärten und Grundschulen dulden muss.

Und solche Kinder, die von ihren Eltern von kleinauf so miss-/behandelt werden, haben in Deutschland später keine Chance auf dem Arbeitsmarkt.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Vongole » Fr 25. Mai 2018, 14:07

Nightrain hat geschrieben:(25 May 2018, 14:50)

Das "Mädchen" steht da ja nicht ohne Grund. Direkt die Woche davor war die kontroverse Diskussion darüber, ob man religiösen Extremismus (Kopftücher bei kleinen "Mädchen") in Kindergärten und Grundschulen dulden muss.

Und solche Kinder, die von ihren Eltern von kleinauf so miss-/behandelt werden, haben in Deutschland später keine Chance auf dem Arbeitsmarkt.


Diese Interpretation von Weidels Worten teile ich nicht.
Sollte sie aber tatsächlich die Sarrazinsche Auslegung des Wortes "Mädchen"im Sinne von Kind gemeint haben, ist die Verbindung mit "Taugenichtsen" noch widerlicher.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Fr 25. Mai 2018, 14:09

Orbiter1 hat geschrieben:(25 May 2018, 12:12)

Interessantes Interview der ZEIT mit einem Bundesverwaltungsrichter.

"ZEIT ONLINE: Würden gründlichere Entscheidungen zu weniger Klagen führen?

Seegmüller: Nein, diese Hoffnung habe ich nicht. Der Asyl- und Ausländerrechtsbereich ist ein Gebiet, auf dem die Erfolgsaussichten einer Klage nur begrenzt Einfluss haben auf die Bereitschaft zu klagen. Denn eine Klage verlängert in den meisten Fällen den Aufenthalt in Deutschland. Wohnung, Lebensunterhalt und Gesundheitsversorgung sind in dieser Zeit gesichert. Da waren Anwälte mir gegenüber in der Vergangenheit auch sehr offen. Sie haben mir gesagt, wir wissen schon, dass es ziemlich aussichtslos ist, aber für meinen Mandanten ist es eben besser, wenn er noch ein halbes Jahr hierbleiben und Sozialleistungen beziehen kann.

ZEIT ONLINE: Dann liegt CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt also gar nicht so falsch, wenn er über eine Anti-Abschiebeindustrie klagt?

Seegmüller: Herr Dobrindt hat Recht, wenn er kritisiert, dass viele Asylverfahren letztlich aus sachfremden Gründen geführt werden. Ziel eines asylgerichtlichen Verfahrens muss es immer sein, zügig zu klären, ob dem Kläger ein Schutzstatus zusteht. Wenn ein Verfahren dagegen nur noch um seiner selbst willen geführt wird, etwa um eine am Ende unvermeidliche Ausreise so weit wie möglich hinauszuzögern und bis dahin den Bezug von Sozialleistungen sicherzustellen, dann ist das mit Sicherheit nicht das, was der Gesetzgeber will und solche Fälle gibt es meiner Erfahrung nach leider viele." Quelle: https://www.zeit.de/politik/deutschland ... ngsrichter

Da kann man nur hoffen das der Ansatz von Seehofer mit schnellen Entscheidungen in den Ankerzentren auch erfolgreich umgesetzt wird.

Langsam glaube ich , dass die Medien sich ihre "Interviews" nur ausdenken.

" Da waren Anwälte mir gegenüber in der Vergangenheit auch sehr offen. Sie haben mir gesagt, wir wissen schon, dass es ziemlich aussichtslos ist, aber für meinen Mandanten ist es eben besser, wenn er noch ein halbes Jahr hierbleiben und Sozialleistungen beziehen kann."

Da haben die mitteilsamen Anwälte wohl verschwiegen, dass sie nicht umsonst arbeiten, was? Ein Widerspruchsverfahren in erster Instanz kostet mindestens 600 bis 800 Euro. Geld, was die Flüchtlinge selbst aufbringen muessen. Prozesskostenhilfe gibt es nicht.
Ich kenne Flüchtlinge, die putzen nachts Zugwaggons, um das Geld zusammenzukriegen.
Aber klar, sie ziehen das durch, damit sie ein halbes Jahr länger Sozialhilfe abgreifen können. :rolleyes:

Und bevor du mir wieder erzaehlst, ich haette keine Ahnung: Ich selbst habe einer irakischen Familie den Klageweg finanziert. Und ja, auch sie haben sich durch 3 Instanzen geklagt, obwohl aus anwaltlicher Sicht nach dem abgelehnten Widerspruchsverfahren kaum noch Hoffnung bestand.
Es war die nackte Verzweiflung und ein Funken Hoffnung, die uns alle weiter machen liess. Sie wollen nicht zurück in den Irak und sie haben eine Chance verdient.
Der ganze Spass hat mich an die 2000 Euro gekostet und zog sich fast zwei Jahre hin. Genutzt hat es nichts.

Und wenn ich dann noch lese, dass sie die ganze Scheisse angeblich mitmachen, um länger Sozialhilfe zu kassieren, kriege ich echt das Kotzen!
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Fr 25. Mai 2018, 14:20

Dark Angel hat geschrieben:(25 May 2018, 13:17)

Wie willst du es sonst nennen? Faulheit?, Bequemlichkeit?
Und natürlich geht die Rücksichtnahme auf die Belange/Befindlichkeiten einer Minderheit zu Lasten der Mehrheit.
Und natürlich ist solches Verhalten "vorauseilender Gehorsam", denn niemand hat irgendwelche Forderungen an den Caterer gestellt, es gab keine Beschwerden etc. Da steht die Aussage: "... bieten wir nicht an, wegen ..." = kausaler Zusammenhang.

.

Du kennst natürlich die Beweggründe eines Großunternehmers, bestimmte Produkte einzuführen oder nicht anzubieten.
So ein Großunternehmer hat ja auch keine anderen Interessen, als in vorauseilendem Gehorsam und aus Bequemlichkeit zu agieren. Nur mit diesen Charaktereigenschaften hat er es überhaupt zum Großunternehmer gebracht. :rolleyes:
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon sunny.crockett » Fr 25. Mai 2018, 14:54

Orbiter1 hat geschrieben:(25 May 2018, 12:12)

Interessantes Interview der ZEIT mit einem Bundesverwaltungsrichter.

"ZEIT ONLINE: Würden gründlichere Entscheidungen zu weniger Klagen führen?

Seegmüller: Nein, diese Hoffnung habe ich nicht. Der Asyl- und Ausländerrechtsbereich ist ein Gebiet, auf dem die Erfolgsaussichten einer Klage nur begrenzt Einfluss haben auf die Bereitschaft zu klagen. Denn eine Klage verlängert in den meisten Fällen den Aufenthalt in Deutschland. Wohnung, Lebensunterhalt und Gesundheitsversorgung sind in dieser Zeit gesichert. Da waren Anwälte mir gegenüber in der Vergangenheit auch sehr offen. Sie haben mir gesagt, wir wissen schon, dass es ziemlich aussichtslos ist, aber für meinen Mandanten ist es eben besser, wenn er noch ein halbes Jahr hierbleiben und Sozialleistungen beziehen kann.

ZEIT ONLINE: Dann liegt CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt also gar nicht so falsch, wenn er über eine Anti-Abschiebeindustrie klagt?

Seegmüller: Herr Dobrindt hat Recht, wenn er kritisiert, dass viele Asylverfahren letztlich aus sachfremden Gründen geführt werden. Ziel eines asylgerichtlichen Verfahrens muss es immer sein, zügig zu klären, ob dem Kläger ein Schutzstatus zusteht. Wenn ein Verfahren dagegen nur noch um seiner selbst willen geführt wird, etwa um eine am Ende unvermeidliche Ausreise so weit wie möglich hinauszuzögern und bis dahin den Bezug von Sozialleistungen sicherzustellen, dann ist das mit Sicherheit nicht das, was der Gesetzgeber will und solche Fälle gibt es meiner Erfahrung nach leider viele." Quelle: https://www.zeit.de/politik/deutschland ... ngsrichter

Da kann man nur hoffen das der Ansatz von Seehofer mit schnellen Entscheidungen in den Ankerzentren auch erfolgreich umgesetzt wird.


Es gibt einige Anwälte, die Dobrindts Aussagen als Skandal bezeichnen. So wurden Anwälte vom Focus befragt

https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 30788.html

Die Anwälte sagen, sie vertreten die Asylbewerber nicht wegen des Geldes. Liest man dann die Interviews durch und rechnet mal nach, dann sieht das ganz anders aus und stützt die Kritik von Dobrindt

So sagen die Anwälte, eine Klage kostet pro Asylbewerber 925 bzw. 950 Euro, einer sagt dazu, ihm bleiben Netto 750 Euro pro Klage. Dieser sagt auch, er hätte 2017 ganze 530 Klienten übernommen. Das würde dann etwa 400.000 Euro bedeuten, die dem Anwalt in nur einem Jahr bleiben. Aber er macht das nur aus humanitären Gründen :D

Rechnet man noch weiter, dann sind das pro Tag fast drei Klagen, die der Anwalt bearbeitet, für jede steckt er 925 Euro (bzw 750 Euro netto) ein. Wie sieht dann hier die anwaltliche Betreuung aus, wenn er pro Klient im Jahr vielleicht 3-4 Stunden aufbringt? Schätze mal hauptsächlich (Serien-)Briefe und Einsprüche ans Gericht schicken.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Dark Angel » Fr 25. Mai 2018, 15:02

PeterK hat geschrieben:(25 May 2018, 13:46)

Rücksichtnahme? (siehe Deine Wortwahl)


Ich verstehe nicht, wie Du zu diesem pauschalen Statement kommst. Auf andere Menschen Rücksicht zu nehmen bedeutet doch nicht automatisch eine "Last" für den, der Rücksicht nimmt.

Natürlich bedeutet Rücksichtnahme eine "Last", nämlich im Sinne von Einschränkungen.
Wer Rücksicht nimmt beschränkt sich in seinen Handlungen/seiner Handlungs- und Entscheidungsfreiheit selbst - i.d.R. erfolgt diese Einschränkung (Rücksichtnahme) freiwillig und selbstbestimmt durch das jeweilige Individuum bzw im intersubjektiven Konsens.
Intersubjektiver Konsens liegt beim Streichen bestimmter Lebensmittel vom Speiseplan durch den Caterer nicht vor ==> Korrelation/Kausalkette "... bieten wir nicht an, wegen ..."
Hier liegt auch keine Rücksichtnahme vor, sondern der Weg des geringsten Widerstands ==> "es könnte ja sein, dass" bzw "wir müssten dann, wollen wir aber aus Gründen x,y nicht".

Und - aus welchem Grund sollte eine/die Mehrheitsgesellschaft Rücksicht auf die Befindlichkeiten einer zugewanderten Minderheit nehmen? Aus welchem Grund sollte sich die "einheimische" Mehrheitsgesellschaft an eine zugewanderte Minderheit anpassen?
Genau andersrum wird ein Schuh draus - die zugewanderte Minderheit hat sich an die Mehrheit anzupassen - nennt sich Integration.
Wem das nicht passt, kann/darf dahin gehen, wo sein Lebensstil, seine Wertvorstellungen mehrheitlich gelebt und praktiziert wird. Deutschland ist ein freies Land, niemand wird gezwungen, in diesem Land zu bleiben.
Wer aber bleiben will, muss sich intergrieren:
Schau mal!

PeterK hat geschrieben:(25 May 2018, 13:46)
Wenn niemand Forderungen gestellt hat und es keine Beschwerden gab, dann ist "Gehorsam" möglicherweise die falsche Wortwahl, oder?

Doch genau das nennt sich vorauseilender Gehorsam - es werden (sich) Beschränkungen auferlegt, bevor (und unabhängig davon ob überhaupt) irgendwer irgendwelche Forderungen und/oder Beschwerden an jemanden (eine Einrichtung, Institution etc) richtet.

PeterK hat geschrieben:(25 May 2018, 13:46)Meistens werden/wurden Teile vorhandener Parkflächen als Behindertenparkplätze ausgewiesen. Das ist IMO auch vollkommen ok.

Falsch! Es gibt gesetzliche Regelungen/Auflagen wie viele Behindertenparkplätze einzurichten sind und das ist bereits bei der Planung von Parkflächen zu berücksichtigen.
Und der Vergleich hinkt immer noch gewaltig, weil 1. Muslime nicht behindert sind, 2. sie nicht von der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sind, wenn Schweinefleisch auf dem Speiseplan steht und 3. ist genau DAS der Grund, warum Behindertenparkplätze eingerichtet werden müssen - nämlich um diesen Menschen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Dark Angel » Fr 25. Mai 2018, 15:15

think twice hat geschrieben:(25 May 2018, 15:20)

Du kennst natürlich die Beweggründe eines Großunternehmers, bestimmte Produkte einzuführen oder nicht anzubieten.
So ein Großunternehmer hat ja auch keine anderen Interessen, als in vorauseilendem Gehorsam und aus Bequemlichkeit zu agieren. Nur mit diesen Charaktereigenschaften hat er es überhaupt zum Großunternehmer gebracht. :rolleyes:

Natürlich kann ich das Bequemlichkeit oder vorauseilenden Gehorsam nennen.
Die Beweggründe des Unternehmers sind doch eindeutig - "... bieten wir nicht an, wegen ..." ==> Kausalkette.
Ich könnte natürlich auch sagen, der Unternehmer müsste Gewinneinbußen hinnehmen, wenn er Wahlessen anbietet, möglicherweise hat er in dem bestimmten Gebiet auch eine Monopolstellung und kann sich deshalb eine derartige Handlungsweise leisten. Der Möglichkeiten gibt es einige.
Tatsache ist allerdings auch, dass es Caterer gibt, die sehr wohl mehrere verschieden Speisen in ihrem Angebot haben, zwischen denen die Kunden täglich wählen können und aufgrund von Mischkalkulationen, können sie ihre Angebote relativ preiswert gestalten.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon zollagent » Fr 25. Mai 2018, 15:18

Dark Angel hat geschrieben:(25 May 2018, 16:15)

Natürlich kann ich das Bequemlichkeit oder vorauseilenden Gehorsam nennen.
Die Beweggründe des Unternehmers sind doch eindeutig - "... bieten wir nicht an, wegen ..." ==> Kausalkette.
Ich könnte natürlich auch sagen, der Unternehmer müsste Gewinneinbußen hinnehmen, wenn er Wahlessen anbietet, möglicherweise hat er in dem bestimmten Gebiet auch eine Monopolstellung und kann sich deshalb eine derartige Handlungsweise leisten. Der Möglichkeiten gibt es einige.
Tatsache ist allerdings auch, dass es Caterer gibt, die sehr wohl mehrere verschieden Speisen in ihrem Angebot haben, zwischen denen die Kunden täglich wählen können und aufgrund von Mischkalkulationen, können sie ihre Angebote relativ preiswert gestalten.

Was bei Kitas, speziell auf dem Land, mangels Umsatz in der Regel nicht möglich ist. Da kommt grundsätzlich der Billigste zum Zug. Könnt Ihr nicht mal von dem herrenmenschlich angehauchten Zwangsschweinessen wegkommen oder ist da dann die Kultur des Abendlandes in Gefahr?
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Nightrain » Fr 25. Mai 2018, 15:38

think twice hat geschrieben:(25 May 2018, 15:09)
Da haben die mitteilsamen Anwälte wohl verschwiegen, dass sie nicht umsonst arbeiten, was? Ein Widerspruchsverfahren in erster Instanz kostet mindestens 600 bis 800 Euro. Geld, was die Flüchtlinge selbst aufbringen muessen. Prozesskostenhilfe gibt es nicht.

Bei der hohen Anzahl an verlorenen Klagen ist das weniger eine "Anti-Abschiebeindustrie", sondern eine "auf-Kosten-anderer-Bereicherungsindustrie". Und getroffene Hunde bellen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Fr 25. Mai 2018, 15:44

think twice hat geschrieben:(25 May 2018, 15:09)Ich kenne Flüchtlinge, die putzen nachts Zugwaggons, um das Geld zusammenzukriegen.

Nicht anerkannte Flüchtlinge haben doch keine Arbeitserlaubnis. Wie können die Zugwaggons putzen? Das dürfte wohl kaum in Schwarzarbeit machbar sein.
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Fr 25. Mai 2018, 15:52

jack000 hat geschrieben:(25 May 2018, 16:44)

Nicht anerkannte Flüchtlinge haben doch keine Arbeitserlaubnis. Wie können die Zugwaggons putzen? Das dürfte wohl kaum in Schwarzarbeit machbar sein.

Doch, sie dürfen arbeiten. Bis vor einiger Zeit musste allerdings das Jobcenter bestätigen, dass für den gewünschten Job kein Deutscher gefunden wurde, der die Arbeit verrichten wuerde. Diese Regelung ist aber weggefallen. Die Ausländerbehörde erteilt eine Arbeitserlaubnis, wenn ein Arbeitsvertrag vorgelegt wird, in dem die Tätigkeiten und das Gehalt und die woechentliche Stundenzahl konkret aufgeführt wird. Die Erlaubnis wird dann auch nur für die entsprechende Firma mit der entsprechenden den Stundenzahl erteilt.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Ammianus » Fr 25. Mai 2018, 15:52

Nightrain hat geschrieben:(25 May 2018, 16:38)

Bei der hohen Anzahl an verlorenen Klagen ist das weniger eine "Anti-Abschiebeindustrie", sondern eine "auf-Kosten-anderer-Bereicherungsindustrie". Und getroffene Hunde bellen.


Für die Anwälte ist es ein tolles Geschäft. Dabei brauchen die nicht mal auch nur irgendwie an Erfolg denken, denn um den geht es nicht. Nur ein paar Monate mehr gewinnen. Die setzten ein paar Textbausteine zusammen, schicken das an die Behörden, holen dann die Antworten irgenwann aus dem Briefkasten und erstellen die Rechnung.

Ob der Möchtegernzuwanderer das Geld mit irgenwelcher Drecksarbeit verdient, im wahrsten Sinne des Wortes seinen Arsch hinhält oder was auch immer, kann dem Anwalt egal sein, die Kohle fließt und der neue SUV ist fest im Blick.

Moralisch stehen solche Leute auf ähnlichem Niveau wie die Schaffenden der Abmahnindstrie oder die Produzenten von Kinderpornographie. Allerdings bekommen die ersten beiden Gruppen keine Probleme mit den Gesetzen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Fr 25. Mai 2018, 15:54

Dark Angel hat geschrieben:(25 May 2018, 16:15)

Natürlich kann ich das Bequemlichkeit oder vorauseilenden Gehorsam nennen.
Die Beweggründe des Unternehmers sind doch eindeutig - "... bieten wir nicht an, wegen ..." ==> Kausalkette.
Ich könnte natürlich auch sagen, der Unternehmer müsste Gewinneinbußen hinnehmen, wenn er Wahlessen anbietet, möglicherweise hat er in dem bestimmten Gebiet auch eine Monopolstellung und kann sich deshalb eine derartige Handlungsweise leisten. Der Möglichkeiten gibt es einige.
Tatsache ist allerdings auch, dass es Caterer gibt, die sehr wohl mehrere verschieden Speisen in ihrem Angebot haben, zwischen denen die Kunden täglich wählen können und aufgrund von Mischkalkulationen, können sie ihre Angebote relativ preiswert gestalten.

Im Zweifel kriechen sie den Moslems in den Arsch. Ganz einfach.
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