Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

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Wutbürger
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wutbürger » Fr 6. Okt 2017, 21:29

Bielefeld09 hat geschrieben:(06 Oct 2017, 22:12)

Nur mal eine Nachfrage.
Wer sind die feigen Drückeberger?


Vielleicht die Männer im wehrfähigen Alter (etwa 18- 35), die ihre Familien in einem Kriegsgebiet zurückgelassen haben, um in Europa Asyl zu suchen, und sie dann - wenn alles glatt geht - 2 Jahre später nachkommen zu lassen. Für mich klingt das (mir konnte noch keiner nachvollziehbar erklären, warum die Flüchtlinge das so handhaben) nach Drückeberger. Ähnlich jemanden, der mit seiner Frau auf dem Oktoberfest (München) feiert, von einer Bande Finstermänner bedrängt wird, und der der Frau im wegrennen zuruft: Ich laufe schnell nach Stuttgard und hole Hilfe.
Böse Zungen sagten mir einmal, dass es dort (im Krieg) ja nicht so schlimm sein könne, wenn sich der Mann auf den Weg macht und Frau und Kind zurücklässt.
Da sagte ich: Aber, die jungen Männer sind doch viel besser für die gefährliche Balkan Route gerüstet. Schließlich kennt sich die Frau im Kriegsgebiet ja aus und könne doch sicher die Einschlagstellen der Raketen vorausberechnen. Während die Männer (unterschätzten Helden!) den gefährlichen Weg auf sich nehmen, um heldengleich die Familie zu retten. Also, äh, 2 Jahre später. Die family hält sicher durch. Dann dachte ich noch einmal nach. Und wusste, das ist ja völliger Quatsch!
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wutbürger » Fr 6. Okt 2017, 21:33

Schnitter hat geschrieben:(06 Oct 2017, 22:16)

In den Jahren 2009-2012 hatten wir mehr HartzIV Empfänger als heute.

Wie haben wir das bloß geschafft die zu bezahlen ? :D



Bitte genauer recherchieren! Mehr Harz 4 Empfänger, ja, aber eben nicht so viele Harz 4 Empfänger, die Ausländer sind.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Schnitter » Fr 6. Okt 2017, 21:36

Wutbürger hat geschrieben:(06 Oct 2017, 22:33)

Bitte genauer recherchieren! Mehr Harz 4 Empfänger, ja, aber eben nicht so viele Harz 4 Empfänger, die Ausländer sind.


Welchen Unterschied macht das ob ich einen türkischen oder einen polnischen oder einen sächsischen HartzIV Empfänger bezahle ?
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 6. Okt 2017, 21:53

Wutbürger hat geschrieben:(06 Oct 2017, 22:29)

Und wusste, das ist ja völliger Quatsch![/b]

Schöne Geschichten, die du da vorträgst.
Noch schöner, das du erkennst, das sie völliger Quatsch ist.
Und warum beantwortest du eine Frage, die dir nie gestellt worden ist und schreibst du dann sowas?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wutbürger » Fr 6. Okt 2017, 21:55

Schnitter hat geschrieben:(06 Oct 2017, 22:36)

Welchen Unterschied macht das ob ich einen türkischen oder einen polnischen oder einen sächsischen HartzIV Empfänger bezahle ?


Muss ich dir den Unterschied erklären, den es macht, ob ein Inländer (egal ob Deutscher oder Migrant mit Aufenthaltsberechtigung) oder Ausländer Transferleistungen erhält (ausschließlich von Inländern erwirtschaftet/eingezahlt)?
Kleiner Hinweis: Wäre der Ausländer - der nicht hier sein dürfte/ausreisepflichtig ist - nicht in Deutschland, müsste die BRD für diesen keine Leitungen raushauen...
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 6. Okt 2017, 21:56

Wutbürger hat geschrieben:(06 Oct 2017, 22:33)

Bitte genauer recherchieren! Mehr Harz 4 Empfänger, ja, aber eben nicht so viele Harz 4 Empfänger, die Ausländer sind.

Entweder bezugsberechtigt oder nicht.
Hast du andere gesetzliche Grundlagen?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wutbürger » Fr 6. Okt 2017, 21:59

Bielefeld09 hat geschrieben:(06 Oct 2017, 22:53)

Schöne Geschichten, die du da vorträgst.
Noch schöner, das du erkennst, das sie völliger Quatsch ist.?


Endlich bin ich an jemanden geraten, der mir diesen Vorgang (Männer gehen fort, Frauen und Kinder gehen in der Heimat in Deckung) erklären kann. Na dann mal los!
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Woppadaq » Fr 6. Okt 2017, 22:06

Wutbürger hat geschrieben:(06 Oct 2017, 22:33)

Bitte genauer recherchieren! Mehr Harz 4 Empfänger, ja, aber eben nicht so viele Harz 4 Empfänger, die Ausländer sind.


Ja, da wird das ganze natürlich für manche zum Problem :D
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wutbürger » Fr 6. Okt 2017, 22:09

Wenn Geld so unwichtig ist, überweise mir doch deine nächsten Gehälter (hast du einen Job?) und dein Weihnachtsgeld. Das wäre in der Tat kein Problem für mich.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Billie Holiday » Fr 6. Okt 2017, 22:13

Woppadaq hat geschrieben:(06 Oct 2017, 23:06)

Ja, da wird das ganze natürlich für manche zum Problem :D


Es kann zu einem großen Problem für mehr als manche werden, wenn immer mehr Menschen in einen noch vollen Sack greifen. Irgendwer muß ihn auch mal nachfüllen, gell?
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Schnitter » Fr 6. Okt 2017, 22:15

Wutbürger hat geschrieben:(06 Oct 2017, 23:09)

Wenn Geld so unwichtig ist, überweise mir doch deine nächsten Gehälter (hast du einen Job?) und dein Weihnachtsgeld. Das wäre in der Tat kein Problem für mich.


Ihm ist wahrscheinlich nur egal ob er einem sächsischen oder italienischen Hartzer die Knete gibt.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Just Me » Fr 6. Okt 2017, 22:15

Wutbürger hat geschrieben:(06 Oct 2017, 22:59)
Endlich bin ich an jemanden geraten, der mir diesen Vorgang (Männer gehen fort, Frauen und Kinder gehen in der Heimat in Deckung) erklären kann. Na dann mal los!

Wenn du deinen Kopf benutzen würdest, kämst du allein darauf. Aber lass mich dir über die Brücke helfen:

  1. Dir ist bekannt, dass Schlepper bis zu 20.000 USD pro Person verlangen?
  2. Dir ist bekannt, dass die "Reise" häufig mit erheblichen Gefahren für die Reisenden verbunden ist?
  3. Dir ist der Begriff des "Nachholens der Familie" vertraut?

ad a) Auch, und gerade, weil der Westen die Tore schließt, können die Schlepper immer horrendere Summen verlangen. Die AfD, aber auch die CSU dürften also bei zahllosen Schleppern Teil des Abendgebets sein, denn sie geben ihnen reichlich Brot.
ad b) Vergewaltigungen, Raub, ja, sogar Morde sind keine Seltenheit. Und auch in diesem Jahr sind wieder Tausende im Mittelmeer ertrunken.
ad c) Wie würdest du also vorgehen, wenn du - der Grund sei einmal dahingestellt - Haus und Hof verlassen wolltest, um in der Fremde ein neues Leben zu beginnen? Würdest du Frau und (kleine) Kinder einpacken und darauf hoffen, dass du nicht nur die Schlepper bezahlen kannst, sondern deine Familie auch lebend und unversehrt zum (zumeist nur vage unbekannten) Ziel bringst? Oder würdest du sie in vertrauenswürdige Hände geben, um dich allein auf die gefährliche Reise zu machen; stets in der Hoffnung, die Familie eines Tages auf weniger gefährlichen Wegen nachzuholen?

Natürlich kann man über die Ursachen der Fluchtbewegungen diskutieren. Doch sie allein in der spaßeshalber veranstalteten Suche nach dem Goldenen Vlies zu sehen, ist mit "weltvergessen" noch sehr euphemistisch beschrieben.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wutbürger » Fr 6. Okt 2017, 22:40

Just Me hat geschrieben:(06 Oct 2017, 23:15)

Wenn du deinen Kopf benutzen würdest, kämst du allein darauf. Aber lass mich dir über die Brücke helfen:

  1. Dir ist bekannt, dass Schlepper bis zu 20.000 USD pro Person verlangen?
  2. Dir ist bekannt, dass die "Reise" häufig mit erheblichen Gefahren für die Reisenden verbunden ist?
  3. Dir ist der Begriff des "Nachholens der Familie" vertraut?

ad a) Auch, und gerade, weil der Westen die Tore schließt, können die Schlepper immer horrendere Summen verlangen. Die AfD, aber auch die CSU dürften also bei zahllosen Schleppern Teil des Abendgebets sein, denn sie geben ihnen reichlich Brot.
ad b) Vergewaltigungen, Raub, ja, sogar Morde sind keine Seltenheit. Und auch in diesem Jahr sind wieder Tausende im Mittelmeer ertrunken.
ad c) Wie würdest du also vorgehen, wenn du - der Grund sei einmal dahingestellt - Haus und Hof verlassen wolltest, um in der Fremde ein neues Leben zu beginnen? Würdest du Frau und (kleine) Kinder einpacken und darauf hoffen, dass du nicht nur die Schlepper bezahlen kannst, sondern deine Familie auch lebend und unversehrt zum (zumeist nur vage unbekannten) Ziel bringst? Oder würdest du sie in vertrauenswürdige Hände geben, um dich allein auf die gefährliche Reise zu machen; stets in der Hoffnung, die Familie eines Tages auf weniger gefährlichen Wegen nachzuholen?

Natürlich kann man über die Ursachen der Fluchtbewegungen diskutieren. Doch sie allein in der spaßeshalber veranstalteten Suche nach dem Goldenen Vlies zu sehen, ist mit "weltvergessen" noch sehr euphemistisch beschrieben.


Zuerst einmal vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
Ich benutze jetzt mal meinen Kopf.
- Du hast die Passagenpreise ja schön recherchiert. Bis 20.000 USD also, hm. Ich bezweifele, dass JEDER 20.000 Euro gezahlt hat.
- Die Reise ist also mit erheblichen Gefahren verbunden? So so, der Krieg ist ja nicht so schlimm, die paar Raketen, Granaten und Gewehrschüsse...
- Und zum Nachholen der Familie: Ist es geflüchteten Frauen untersagt, ihre Familie nachzuholen? Dürfen das bei uns im freien Westen nur die Männer? Und immer daran denken: Die Frauen sind 2 Jahre im Krieg - Vergewaltigung, Granaten, Raub, Hunger etc. etc. - während der Mann in relativer Ruhe lebt. Hm...

ad a) Hä? War doch gar nicht das Thema
ad b) Waas? Vergewaltigungen auf der Flucht? Unterstellst du den (männlichen) Flüchtenden etwa, dass sie vergewaltigen, rauben oder morden? Leider kenne ich mich bei dem Thema nicht so aus, aber ich denke es ist unstrittig, dass es eine Frau im Kriegsgebiet auch nicht leicht hat- nicht nur in Hinsicht auf körperliche Unversehrtheit. Aber wie kann man da aufrechnen.
ad c) Ich kann natürlich nur für mich sprechen, ganz persönlich! Ich würde nie, nie, niemals meine Frau und mein Kind zurücklassen. Ich würde kämpfen und betrügen und betteln... aber ich würde sie niemals im Krieg zurücklassen. Nie! Aber, wie gesagt, nur meine Meinung.
Zum Thema, Familie in vertrauenswürdige Hände geben: Im Krieg vertraue ich mein Liebstes nicht an. Nicht Freunden, nicht Verwandten und auch an keine anderen vertrauenswürdigen Hände. Allein schon aus Angst, diese vertrauensvollen Hände könnten versagen und mir meine Lieben nehmen. Auch hier der Hinweis- meine Meinung.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Just Me » Fr 6. Okt 2017, 22:56

Wutbürger hat geschrieben:ad a) Hä? War doch gar nicht das Thema

Auch "Flüchten" ist ein Markt, auf dem die Nachfrage den Preis diktiert. Und die AfD treibt die Preise ordentlich in die Höhe.
Wutbürger hat geschrieben:Ich bezweifele, dass JEDER 20.000 Euro gezahlt hat.

Die deutsche Sprache ist zu arm, um zu beschreiben, wie wenig interessiert, was du "bezweifelst", Wutbürger. Für nicht wenige von ihnen sind selbst 1.000 USD eine Summe, die sie noch nie zuvor in ihrem Leben auf einem Haufen gesehen haben; die sie aber zusammensammeln müssen, um die Schlepper für eine Teilstrecke der Passage zu bezahlen.
Wutbürger hat geschrieben:Und zum Nachholen der Familie: Ist es geflüchteten Frauen untersagt, ihre Familie nachzuholen? Dürfen das bei uns im freien Westen nur die Männer? Und immer daran denken: Die Frauen sind 2 Jahre im Krieg - Vergewaltigung, Granaten, Raub, Hunger etc. etc. - während der Mann in relativer Ruhe lebt.

Nun benutze endlich deinen Kopf, Wutbürger! Wo mag es wohl riskanter sein? In der (hoffentlich) relativen Ruhe eines Verstecks? Oder auf dem (zwangsweise) exponierten Trip, bei dem man sich jeder Menge fremder Männer in dubiosen Settings ausliefern muss, weil "Menschen schleppen" in den allermeisten Ländern illegal ist?
Wutbürger hat geschrieben:ad b) Waas? Vergewaltigungen auf der Flucht? Unterstellst du den (männlichen) Flüchtenden etwa, dass sie vergewaltigen, rauben oder morden?

Ich unterstelle zahllosen Leuten, Gelegenheiten zu nutzen. Und ja, Vergewaltigungen sind ein beliebter Freizeitsport. Ganz besonders, wenn man sich an Frauen vergehen kann, die keinerlei Rechte besitzen, geschweige denn durchsetzen können. Damit meine ich nicht explizit "männliche Flüchtlinge", sondern vor allem Leute aus jenen Gegenden, durch die die Fluchtrouten führen. (Auch hier leistet die AfD mit ihrer "Außenpolitik" den Vergewaltigern und Räubern Vorschub.)
Wutbürger hat geschrieben:ad c) Ich kann natürlich nur für mich sprechen, ganz persönlich! Ich würde nie, nie, niemals meine Frau und mein Kind zurücklassen. Ich würde kämpfen und betrügen und betteln... aber ich würde sie niemals im Krieg zurücklassen. Nie!

Nun sieht die Welt aber leider nicht so viele Helden, wie dich, Wutbürger. Helden, die aus dem warmen, sicheren Sessel heraus in völliger Unkenntnis der Beweggründe urteilen; die aber schon morgen früh wutentbrannt die Polizei anrufen, weil sie vom Nachbarn zugeparkt wurden; anstatt sich selbst zu behelfen und in den nächsten Bus zu steigen.

Um zum Realismus zurückzukehren: Wer hoffnungslos genug ist, wer nicht mehr darauf vertraut, auch in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren in der eigenen Heimat die Familie ernähren oder vielleicht sogar am Leben halten zu können; der sinnt auf Auswege. Und ein möglicher Ausweg ist natürlich die "Flucht ins Gelobte Land". Das ging nicht nur den Europäern am Ende des vorvergangenen und am Anfang des vergangenen Jahrhunderts so; als sie - auch hier übrigens oft genug unter Zurücklassen eines großen Teils der Familie und der Hoffnung, sie später nachholen zu können - sich in Richtung "Gelobtes Land" über den Großen Teich aufmachten.

Das geht auch heute zahllosen Menschen so. Manche mit lauteren Motiven; andere nicht. Deshalb ist es hahnebüchen, sie alle über denselben Kamm scheren zu wollen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Bielefeld09 » Fr 6. Okt 2017, 23:03

Wutbürger hat geschrieben:(06 Oct 2017, 23:40)

Zuerst einmal vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
Zum Thema, Familie in vertrauenswürdige Hände geben: Im Krieg vertraue ich mein Liebstes nicht an. Nicht Freunden, nicht Verwandten und auch an keine anderen vertrauenswürdigen Hände. Allein schon aus Angst, diese vertrauensvollen Hände könnten versagen und mir meine Lieben nehmen. Auch hier der Hinweis- meine Meinung.

Schön, das du auch soviel schreiben kannst.
Nur was möchtest du hier erklären?
Die Frage war doch:
Wer sind die Drückeberger?
Anscheinend begründest du das mit deiner Meinung.
Ich meine ja nun auch viel,
aber wieviel reale Flüchtlings- und Kriegserfahrung hast du?
Woher kommt deine Flüchtlingskompetenz?
Auch wenn es mal falsch rüberkommt, es ist nie persönlich gemeint. Sorry :( :(
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wutbürger » Fr 6. Okt 2017, 23:41

Bielefeld09 hat geschrieben:(07 Oct 2017, 00:03)

Schön, das du auch soviel schreiben kannst.
Nur was möchtest du hier erklären?
Die Frage war doch:
Wer sind die Drückeberger?
Anscheinend begründest du das mit deiner Meinung.
Ich meine ja nun auch viel,
aber wieviel reale Flüchtlings- und Kriegserfahrung hast du?
Woher kommt deine Flüchtlingskompetenz?



Woher stammt denn deine ausgeprägte Flüchtlingskompetenz? Aus dem selben Erfahrungsschatz wie meine?
Wir können hier - mehr oder weniger - alle nur unsere Meinung sagen. Der eine oder andere untermauert diese mit Fakten (obwohl, es scheint mir hier Sport, Fakten nicht anzuerkennen- oh, wieder eine Meinung, haha.). Das ist aber nicht das Thema. Du wolltest wissen, wer mit Drückebergern gemeint ist. Hier NOCHMALS meine Antwort, die du oben aber auch lesen kannst. Darin erkläre ich, was ICH unter Drückebergern verstehe, denn faktisch versteht jeder (zumndest du und ich) etwas anderes unter diesem Begriff.

Vielleicht die Männer im wehrfähigen Alter (etwa 18- 35), die ihre Familien in einem Kriegsgebiet zurückgelassen haben, um in Europa Asyl zu suchen, und sie dann - wenn alles glatt geht - 2 Jahre später nachkommen zu lassen. Für mich klingt das (mir konnte noch keiner nachvollziehbar erklären, warum die Flüchtlinge das so handhaben) nach Drückeberger. Ähnlich jemanden, der mit seiner Frau auf dem Oktoberfest (München) feiert, von einer Bande Finstermänner bedrängt wird, und der der Frau im wegrennen zuruft: Ich laufe schnell nach Stuttgard und hole Hilfe.
Böse Zungen sagten mir einmal, dass es dort (im Krieg) ja nicht so schlimm sein könne, wenn sich der Mann auf den Weg macht und Frau und Kind zurücklässt.
Da sagte ich: Aber, die jungen Männer sind doch viel besser für die gefährliche Balkan Route gerüstet. Schließlich kennt sich die Frau im Kriegsgebiet ja aus und könne doch sicher die Einschlagstellen der Raketen vorausberechnen. Während die Männer (unterschätzten Helden!) den gefährlichen Weg auf sich nehmen, um heldengleich die Familie zu retten. Also, äh, 2 Jahre später. Die family hält sicher durch. Dann dachte ich noch einmal nach. Und wusste, das ist ja völliger Quatsch!
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Senexx » Fr 6. Okt 2017, 23:51

Nun, wer mach schon gerne Kanonenfutter sein?

Vor die Wahl gestellt, dass es allen schlecht geht, schickt man hat lieber einen jungen Mann als Vorhut, in der vagen Hoffnung, dass er später den Rest nachzieht. Man muss Geld auftreiben, für alle würde es nicht reichen.

Und wie man sieht, sind halt viele erfolgreich, erreichen das gelobte Land. Und mache schaffen es, den Familiennachzug zu ermöglichen.

Und jede Erfolgsstories gebiert neue Vor-Flüchter.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wutbürger » Sa 7. Okt 2017, 00:09

Senexx hat geschrieben:(07 Oct 2017, 00:51)

Nun, wer mach schon gerne Kanonenfutter sein?

Vor die Wahl gestellt, dass es allen schlecht geht, schickt man hat lieber einen jungen Mann als Vorhut, in der vagen Hoffnung, dass er später den Rest nachzieht. Man muss Geld auftreiben, für alle würde es nicht reichen.

Und wie man sieht, sind halt viele erfolgreich, erreichen das gelobte Land. Und mache schaffen es, den Familiennachzug zu ermöglichen.

Und jede Erfolgsstories gebiert neue Vor-Flüchter.



Richtig, also das mit den Vor-Flüchtern.
Meine Meinung habe ich schon mehr als deutlich gemacht.
Ich würde nie, nie, niemals meine Familie allein lassen. Viele sehen das anders. Ich nicht.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Woppadaq » Sa 7. Okt 2017, 09:59

Wutbürger hat geschrieben:(07 Oct 2017, 00:41)

Vielleicht die Männer im wehrfähigen Alter (etwa 18- 35), die ihre Familien in einem Kriegsgebiet zurückgelassen haben, um in Europa Asyl zu suchen, und sie dann - wenn alles glatt geht - 2 Jahre später nachkommen zu lassen. Für mich klingt das (mir konnte noch keiner nachvollziehbar erklären, warum die Flüchtlinge das so handhaben) nach Drückeberger. Ähnlich jemanden, der mit seiner Frau auf dem Oktoberfest (München) feiert, von einer Bande Finstermänner bedrängt wird, und der der Frau im wegrennen zuruft: Ich laufe schnell nach Stuttgard und hole Hilfe.


Schon mal daran gedacht, dass die Männer im wehrfähigen Alter einfach keine Lust haben, für Assad zu kämpfen, genausowenig wie sie Lust haben, für die Rebellen zu kämpfen? Das ist ungefähr so, wie wenn Leute damals keine Lust hatten, für Hitler zu kämpfen, aber auch für die Sowjets nicht kämpfen wollten. Die sind dann eben einfach emigriert. Weil es für sie schon lebensgefährlich wird. Wenn sie Frau und kinder dort lassen (wahrscheinlicher ist, dass sie diese in den Flüchtlingslagern lassen, wo sie noch halbwegs überleben können), dann ist das nur logisch, denn die werden ja nicht zwangseingezogen, und sie, die jungen Männer, können sich in Deutschland wenigstens nützlich machen und überhaupt für etwas Einkommen sorgen, anstatt hilflos rumzusitzen und die Zeit totzuschlagen, und das eventuell vielleicht sogar für Jahre, da ihnen im Assad-Syrien sonstwas droht.

Wenn du meinst, die Leute können sich dort in Syrien schon jetzt, während des Krieges, nützlich machen, dann solltest du das mal konkretisieren: für welche Seite sollen sie sich denn nützlich machen?
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Senexx » Sa 7. Okt 2017, 10:03

Woppadaq hat geschrieben:(07 Oct 2017, 10:59)

Schon mal daran gedacht, dass die Männer im wehrfähigen Alter einfach keine Lust haben, für Assad zu kämpfen, genausowenig wie sie Lust haben, für die Rebellen zu kämpfen? Das ist ungefähr so, wie wenn Leute damals keine Lust hatten, für Hitler zu kämpfen, aber auch für die Sowjets nicht kämpfen wollten. Die sind dann eben einfach emigriert. Weil es für sie schon lebensgefährlich wird. Wenn sie Frau und kinder dort lassen (wahrscheinlicher ist, dass sie diese in den Flüchtlingslagern lassen, wo sie noch halbwegs überleben können), dann ist das nur logisch, denn die werden ja nicht zwangseingezogen, und sie, die jungen Männer, können sich in Deutschland wenigstens nützlich machen und überhaupt für etwas Einkommen sorgen, anstatt hilflos rumzusitzen und die Zeit totzuschlagen, und das eventuell vielleicht sogar für Jahre, da ihnen im Assad-Syrien sonstwas droht.

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Ja, aber: Was machen dann die, die nicht die finanziellen Mittel haben, ihre jungen Männer ins Ausland zu schicken?

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