Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

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think twice
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Sa 30. Sep 2017, 20:36

jellobiafra hat geschrieben:(30 Sep 2017, 21:29)

Aber jeden Kurs, den man abbricht, kann man nächstes Jahr wieder aufnehmen. Und derzeit sind wir durchaus in der Lage, ein paar Milliarden durch den Schornstein zu jagen. Klar, dass das nicht ewig so weitergeht. Irgendwann ist Schluss mit Lustig und dann heißt es, entweder dranbleiben an der Ausbildungsmaßnahme oder Abschiebung. Anders geht es nicht. Und glaubt mir, so wird es auch kommen.

Leute, die kein oder kaum deutsch sprechen, sind nicht in der Lage, eine qualifizierte Ausbildung zu tätigen. Absolbierter B1-Kurs reicht dafür auch nicht.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Olympus » Sa 30. Sep 2017, 20:54

think twice hat geschrieben:(30 Sep 2017, 21:33)

Quelle? Vor allem die mit den abgebrochenen Deutschkurse würde mich interessieren.

Die Kursteilnehmer haben auf Frage ob sie abgebrochen haben versehentlich mit Ja statt nein geantwortet. ;)
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think twice
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Sa 30. Sep 2017, 20:56

Olympus hat geschrieben:(30 Sep 2017, 21:54)

Die Kursteilnehmer haben auf Frage ob sie abgebrochen haben versehentlich mit Ja statt nein geantwortet. ;)

Es gibt mit Sicherheit keine Quelle dazu.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Woppadaq » Sa 30. Sep 2017, 21:16

jack000 hat geschrieben:(30 Sep 2017, 21:06)

Quelle? Bisher ist doch jede Negativprognose teilweise sogar schlechter eingetreten als überhaupt prognostiziert.


Ich weiss nicht, von welchen Prognosen du sprichst. Das Basisszenario sieht eine Integrationszeit in den deutschen Arbeitsmarkt von mindestens 6 Jahren vor. Diese Zeit haben wir noch gar nicht erreicht. Desweiteren lautet die bisher düsterste Prognose Steuer-und Abgabenerhöhung von 6% - wovon bisher noch niemand gesprochen hat. Bisher steht die schwarze Null, keine Steuererhöhungenn angekündigt.

Zudem sollte man nicht vergessen, dass es sich um Flüchtlinge handelt und nicht um Migranten. Flüchtlinge müssen irgendwann zurück und wissen das auch, wollen das auch, sobald es geht (und bitte jetzt Sprüche verkneifen, sie könnten das schon jetzt, ja, sicher, Juden konnten auch damals ungehindert nach Deutschland einreisen, wenn ihnen was passierte, war es ohnehin zu spät, um zu helfen). Klar ist aber, dass bei solchen Leuten nur begrenzter Integrationswille vorhanden ist - nichtsdestotrotz ist er bei den Syrern genauso hoch wie bei artverwandten Migranten. Und selbst wenn es nur 25% sind, die die Ausbildung abschliessen - diejenigen bringen den Markt aber schon was. Sie sind nämlich oftmals motivierter als andere Migranten. (Und nein, du willst jetzt keine Schleimergeschichte verlinkt haben, die du sowieso nicht glaubst...aber diese Geschichten decken sich mit meinen Erfahrungen...)
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Woppadaq » Sa 30. Sep 2017, 21:27

jack000 hat geschrieben:(30 Sep 2017, 21:28)

Kannst du das konkretisieren?


https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... e-hin.html
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Sa 30. Sep 2017, 22:38


Und bei Flüchtlingen:
HANDWERKSKAMMER IN BAYERN :
„70 Prozent der Flüchtlinge brechen Ausbildung ab“

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 57887.html
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Sa 30. Sep 2017, 22:39

think twice hat geschrieben:(30 Sep 2017, 21:56)

Es gibt mit Sicherheit keine Quelle dazu.

Nicht mal jeder zweite Zuwanderer schafft den Deutschkurs

https://www.welt.de/politik/deutschland ... hkurs.html
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Milady de Winter » Mi 4. Okt 2017, 09:17

MOD - das Thema ist bis auf weiteres zu Aufräumarbeiten gesperrt.

EDIT: wieder geöffnet.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Allenstein » Do 5. Okt 2017, 18:02

Merkels palästinensisches Mädchen "Reem" erhält ein dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 70610.html

Zuvor hatte sie in einem Interview den Wunsch geäußert, Israel möge von der Landkarte ausgelöscht werden.

http://www.israel-nachrichten.org/archive/18595
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Quatschki » Do 5. Okt 2017, 19:09

Allenstein hat geschrieben:(05 Oct 2017, 19:02)

Merkels palästinensisches Mädchen "Reem" erhält ein dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 70610.html

Zuvor hatte sie in einem Interview den Wunsch geäußert, Israel möge von der Landkarte ausgelöscht werden.

http://www.israel-nachrichten.org/archive/18595

Deckt sich mit der Ansage der Kanzlerin "Fluchtursachen bekämpfen", jedoch nicht mit ihren Ansagen zum Existenzrecht Israels. Welche Merkel hat recht?
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon ThorsHamar » Do 5. Okt 2017, 19:35

Quatschki hat geschrieben:(05 Oct 2017, 20:09)

Deckt sich mit der Ansage der Kanzlerin "Fluchtursachen bekämpfen", jedoch nicht mit ihren Ansagen zum Existenzrecht Israels. Welche Merkel hat recht?


... boah ey, das ist ein Problem. Interessant ist auch, wie das israelische Propagandablatt die Diktion der NPD und AfD übernommen hat: "palästinensische Heulsuse" für das weinende Mädchen ....
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Milady de Winter » Do 5. Okt 2017, 19:41

MOD - Leute, schon mal prophylaktisch eine Bitte vorab: das hier wird keine Israel/Palästina Diskussion. Wenn Ihr das vertiefen wollt, dann bitte in einem anderen Strang. Danke!
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Senexx » Fr 6. Okt 2017, 06:47

think twice hat geschrieben:(30 Sep 2017, 21:36)

Leute, die kein oder kaum deutsch sprechen, sind nicht in der Lage, eine qualifizierte Ausbildung zu tätigen. Absolbierter B1-Kurs reicht dafür auch nicht.

Selbstverständlich reicht ein solcher Kurs nicht. Was mehrere Gründe hat:

Bei uns werden solche Kurse häufig von öffentlichen Bildungsträgern, in der Regel Volkshochschulen angeboten. Volkshochschulen sind eigentliche keine Bildungsträger, sondern Freizeiteinrichtungen mit dem Anstrich einer Bildungseinrichtung. Die meisten sind überflüssig wie ein Kropf, das Niveau ist erbärmlich, die Leistungsanforderungen minimal.

In diesen Kursen sitzen regelmäßig 25 Teilnehmer unterschiedlicher Provenienz und mit unterschiedlichem Bildungshintergrund. Und nicht aus Interesse, sonder weil sie müssen. Ein wirklicher Sprachunterricht ist so gar nicht möglich, die Teilnehmerzahl ist zu groß, die Zeitscheiben für den Einzelnen zum Üben ist zu gering, der Ehrgeiz selten vorhanden.

Die Kurse werden von relativ gut bezahlten, aber völlig unqualifizierten Lehrern mit formaler Lehrqualifikation unterrichtet, die aus demselben Personenkreis stammen, die auch für das erbärmliche Fremdsprachenniveau an unseren öffentlichen Schulen verantwortlich sind.

So wie in den öffentlichen Schulen die Leistungsanforderungen auf Minimalstandard abgesenkt wurden, setzt sich das in den DaF-Kursen fort. Bei wirklich akzeptablem Anforderungsniveau würden sich die Kurse schnell leeren, viele würden bald scheitern und hätten nie eine Chance, in Deutschland weiter zu verweilen und viele Lehrkräfte dürften sich bald eine andere Verwendung suchen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Fr 6. Okt 2017, 09:19

Senexx hat geschrieben:(06 Oct 2017, 07:47)

Selbstverständlich reicht ein solcher Kurs nicht. Was mehrere Gründe hat:

Bei uns werden solche Kurse häufig von öffentlichen Bildungsträgern, in der Regel Volkshochschulen angeboten. Volkshochschulen sind eigentliche keine Bildungsträger, sondern Freizeiteinrichtungen mit dem Anstrich einer Bildungseinrichtung. Die meisten sind überflüssig wie ein Kropf, das Niveau ist erbärmlich, die Leistungsanforderungen minimal.
Pauschale subjektive Kritik sind wohl eher nicht als Gründe zu betrachten. Wie hoch sollen denn die Anforderungen bei Sprachanfängern sein?

In diesen Kursen sitzen regelmäßig 25 Teilnehmer unterschiedlicher Provenienz und mit unterschiedlichem Bildungshintergrund. Und nicht aus Interesse, sonder weil sie müssen. Ein wirklicher Sprachunterricht ist so gar nicht möglich, die Teilnehmerzahl ist zu groß, die Zeitscheiben für den Einzelnen zum Üben ist zu gering, der Ehrgeiz selten vorhanden.
Nun jetzt hat man sie, auch auf Druck des rechten Spektrums unseres Landes verpflichtetnd gemacht, und jetzt wird wieder gemutmaßst, daß die meisten doch eh nur hingehen weil es Pflicht ist, omg.
Aber evtl. sind viele vorher nicht hingegenagen, weil eben die Vorraussetzungen, wie du sie auch beschrieben hast, so schlecht waren., hm?
Aber ne, es sind mal wieder die Flüchtlinge schuld, die nicht den erforderlichen Ergeiz mitbringen, is schon klar.

Die Kurse werden von relativ gut bezahlten, aber völlig unqualifizierten Lehrern mit formaler Lehrqualifikation unterrichtet, die aus demselben Personenkreis stammen, die auch für das erbärmliche Fremdsprachenniveau an unseren öffentlichen Schulen verantwortlich sind.
Hm, natürlich gibt es hier wie dort immer Qualitätsunterschiede, aber ich würde mir so einen beruflichen Einsatz in meiner Freizeit auch gut bezahlen lassen, von was für ein erbärmlichen Fremdsprachen niveau redest du? Kannst du da mal eine nicht ganz so schwammige Kritik anbringen?

So wie in den öffentlichen Schulen die Leistungsanforderungen auf Minimalstandard abgesenkt wurden, setzt sich das in den DaF-Kursen fort. Bei wirklich akzeptablem Anforderungsniveau würden sich die Kurse schnell leeren, viele würden bald scheitern und hätten nie eine Chance, in Deutschland weiter zu verweilen und viele Lehrkräfte dürften sich bald eine andere Verwendung suchen.


Ja, ja orakel mal schön weiter, [...]
Zuletzt geändert von Milady de Winter am Fr 6. Okt 2017, 09:34, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: MOD - Polemik/Relativierung Holocaust
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Milady de Winter » Fr 6. Okt 2017, 09:39

MOD - ich sage es genau EIN MAL, beim nächsten Post dieser Art wandert der gesamte Beitrag in die Ablage: setzt Euch sachlich mit den Punkten auseinander, die Euch nicht passen, aber schenkt Euch Polemik oder sonstige unangebrachten Vergleiche. Solche Aussagen tragen dazu bei, die Diskussion aufzustacheln und damit aus dem Ruder laufen zu lassen. Und dann ist das Geschrei wieder groß, wenn Stränge gesperrt werden und sanktioniert wird. Es muss nicht immer jeder noch eins draufsetzen. Danke für Eure Kooperation.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Fr 6. Okt 2017, 09:43

@: Milady de Winter.
Hast recht ,ich entschuldige mich für diese unnötige Polemik
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Senexx » Fr 6. Okt 2017, 10:03

relativ hat geschrieben:(06 Oct 2017, 10:43)

@: Milady de Winter.
Hast recht ,ich entschuldige mich für diese unnötige Polemik


Ich spreche aus Detailskenntnis.

Es ist so, wie ich sage.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Fr 6. Okt 2017, 10:10

Senexx hat geschrieben:(06 Oct 2017, 11:03)

Ich spreche aus Detailskenntnis.

Es ist so, wie ich sage.

Für mich liest sich sowas eher wie eine pauschale Auflistung von gehörten und Oberflächlich recherierten Mängel und Gerüchten.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Fr 6. Okt 2017, 13:01

So wird das nie was:
In Berlin sind insgesamt 11.426 abgelehnte Asylbewerber ausreisepflichtig. Sie reisen aber nicht aus und der Senat schiebt nur sehr wenige von ihnen ab.

Die Regierung ist dazu verpflichtet, das Recht durchzusetzen. Sie muss auch dafür sorgen, dass abgelehnte Asylbewerber das Land wieder verlassen, wenn sie kein Aufenthaltsrecht mehr haben.

In Berlin funktioniert das nicht. Hier zählt der Senat insgesamt 11.426 Personen, die „vollziehbar ausreisepflichtig“ sind, die aber dennoch nicht gehen wollen.

Als „vollziehbar ausreisepflichtig“ wird bezeichnet, wer einen Pass besitzt, im Herkunftsland aufgenommen wird und gesundheitlich zum Reisen in der Lage ist. Aktuell betrifft das vor allem Serben, Tschetschenen und Libanesen.

Wenn sie dennoch nicht ausreisen, müssen sie abgeschoben werden. Doch dieser gesetzlichen Pflicht kommt der Senat nicht in vollem Umfang nach. Nur wenige Ausreisepflichtige werden abgeschoben, im August zum Beispiel waren es 150.

Für dieses Fehlverhalten gibt es zwei Gründe. Erstens gibt es keinen Abschiebegewahrsam mehr, weshalb die Polizei die Ausreisepflichtigen aufspüren muss, was sehr aufwendig ist. Zweitens haben sich SPD, Linke und Grüne darauf verständigt, möglichst wenig abzuschieben, weil sie einfach keine Zwangsmittel anwenden wollen.

Der Berliner FDP-Abgeordnete Marcel Luthe spricht sogar von einem „Unwillen des Senats, rechtsstaatliche Entscheidungen durchzusetzen“. Luthe weist darauf hin, dass die 11 426 Ausreisepflichtigen, die nicht ausreisen, weiterhin Unterkunft, Verpflegung und medizinische Versorgung bekämen.

Er errechnete, dass der Senat allein für sie pro Jahr etwa 100 Millionen Euro zahlen müsse und ärgert sich: „Während wir an anderer Stelle um jeden Euro streiten, werden hier Millionen vorbei am Parlament ausgegeben.“

Der Unwille des Senats, die Ausreisepflicht durchzusetzen, führt zu einem Gefühl großer Ungerechtigkeit bei den Flüchtlingen. Denn nun scheint es egal zu sein, ob man tatsächlich einen Fluchtgrund hat und Asyl bekommt oder nicht.

Das Verhalten des Senats führt auch zu großer Wut bei den Verwaltungsrichtern. Sie wühlen sich jahrelang durch Aktenberge und entscheiden über die Klagen der Asylbewerber. Dann müssen sie mit ansehen, dass ihre Entscheidung wertlos ist, weil die Regierung keine Konsequenzen daraus zieht.

Schließlich schürt der Senat durch sein Nichtstun den Zorn in der Bevölkerung, die nicht einsieht, dass Gesetze ignoriert werden. Der CDU-Politiker Burkard Dregger sagte dazu lapidar: „Wer nicht abschiebt, bedient die Populisten.“

http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/ ... 1507269497
Ungeheuerlich sowas aber Rechtsbruch ist wenn es um Flüchtlinge geht sowieso der Normallfall geworden. Vorbild: Merkel!
Aber wie kann sowas denn sein? Es muss doch möglich sein rechtlich gegen dieses Nichtstun vorzugehen?

Vor allem aber sprechen Politiker immer von "Denen die bleiben dürfen" und "Die, die wieder gehen müssen". Offensichtlich gibt es da überhaupt keinen Unterschied!
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon think twice » Fr 6. Okt 2017, 14:44

Senexx hat geschrieben:(06 Oct 2017, 07:47)

Selbstverständlich reicht ein solcher Kurs nicht. Was mehrere Gründe hat:

Bei uns werden solche Kurse häufig von öffentlichen Bildungsträgern, in der Regel Volkshochschulen angeboten. Volkshochschulen sind eigentliche keine Bildungsträger, sondern Freizeiteinrichtungen mit dem Anstrich einer Bildungseinrichtung. Die meisten sind überflüssig wie ein Kropf, das Niveau ist erbärmlich, die Leistungsanforderungen minimal.

In diesen Kursen sitzen regelmäßig 25 Teilnehmer unterschiedlicher Provenienz und mit unterschiedlichem Bildungshintergrund. Und nicht aus Interesse, sonder weil sie müssen. Ein wirklicher Sprachunterricht ist so gar nicht möglich, die Teilnehmerzahl ist zu groß, die Zeitscheiben für den Einzelnen zum Üben ist zu gering, der Ehrgeiz selten vorhanden.

Die Kurse werden von relativ gut bezahlten, aber völlig unqualifizierten Lehrern mit formaler Lehrqualifikation unterrichtet, die aus demselben Personenkreis stammen, die auch für das erbärmliche Fremdsprachenniveau an unseren öffentlichen Schulen verantwortlich sind.

So wie in den öffentlichen Schulen die Leistungsanforderungen auf Minimalstandard abgesenkt wurden, setzt sich das in den DaF-Kursen fort. Bei wirklich akzeptablem Anforderungsniveau würden sich die Kurse schnell leeren, viele würden bald scheitern und hätten nie eine Chance, in Deutschland weiter zu verweilen und viele Lehrkräfte dürften sich bald eine andere Verwendung suchen.

So, du schreibst aus Detailkenntnis. Ich schreib dir auch mal was aus Detailkenntnis.
Die Volkshochschulen sind nur eine von vielen Bildungsträgern. In der Regel werden die Fluechtlinge auch in den dortigen Kursen nur "geparkt", bis sie eine qualifizierte Massnahme ergreifen können. Da gibt es Wartelisten, denn die Fluechtlinge reissen sich um die Kurse. Von wegen, sie gehen nur, weil sie müssen. Mit dem Sprachkurs überbrücken sie die Langeweile und ihnen ist auch klar, dass deutsche Sprachkenntnisse ihre Chance erhöhen, einen Job zu finden, was wiederum die Chance erhöht, eine befristete Aufenthaltserlaubnis zu erhalten.
Sie werden auch nicht wahllos zusammengesteckt, sondern machen erst einen Test, der ihr Sprach- und Bildungsniveau feststellt und danach in unterschiedliche Kurse verteilt. Analphabeten werden zB. erstmal alphabetisiert.
Wer hat dir deine Informationen gesteckt? Ein ueberkandidelter Privatlehrer, der sich für was Besseres hält, aber keinen Plan hat?
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