Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

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jack000
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Mo 22. Okt 2018, 09:23

sunny.crockett hat geschrieben:(22 Oct 2018, 10:16)

Naja, 25% wird schon stimmen, die Frage ist nur, aufgrund welcher Basis ? Keiner kann mehr klar sagen, ob sich solche Zahlen auf Flüchtlinge, Asylbewerber, Migranten, etc. und auch welchen Zeitraum sich das alles bezieht. Das ist aber Taktik, um Zahlen zu verschleiern.

Es gab mal vor etwa einem Jahr ein interessantes Interview mit einem Arbeitgeberverband (finde leider den Link nicht mehr), wo der Verband kritisiert, dass nur Zahlen erhoben wurden, wieviele Flüchtlinge eine Arbeit aufnahmen. Dagegen wurde nicht gezählt, wieviele wieder abgebrochen haben. So konnte es laut dem Verband passieren, dass eine Person mehrfach einen Job angenommen hat und dann auch mehrfach als "in den Job gebrachter Flüchtling" gezählt wurde.

Bei mir in der Firma nahmen im September 2017 genau 40 Flüchtlinge eine Lehre auf. Letzte Woche hatte ich Kontakt mit der Ausbildungsstelle und hab da erfahren, dass von den 40 nur noch 3 an Bord sind. Wenn die 37 Abbrecher eine andere Lehre aufgenommen haben, werden sie also demnach doppelt gezält. Aus 40 Flüchtlingen können damit nach aktuellem Stand bis zu 77 Flüchtlinge kommen, die in einen Job vermittelt wurden.

Sowas habe ich mir schon gedacht. Es wäre ja nach all den Jahren die einzig positive Nachricht (75% arbeitslos wird als Erfolg angepriesen!) im Zusammenhang mit den Flüchtlingen gewesen. Aber das hat sich dann nun auch erledigt.
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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sunny.crockett
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon sunny.crockett » Mo 22. Okt 2018, 10:02

Auch interessant:

Berlin - Die ostdeutschen Migrantenorganisationen haben am Samstag in Berlin einen neuen gemeinsamen Dachverband gegründet, der Zuwanderern helfen soll.


und da wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Da gibt man sich nicht mit unterrangigen Ansprechnpartnern zufrieden, sondern...

Der neu gegründete Verband möchte direkt mit Politikern und Entscheidungsträgern auf Bundesebene kommunizieren: "Dazu zählen wir beispielsweise den Bundespräsidenten und den Ost-Beauftragten der Bundesregierung".


und ums liebe Geld geht es auch gleich wieder:
Es müssten dauerhaft finanzielle Mittel bereit gestellt werden, um Migrantenorganisationen zu unterstützen.


https://www.tag24.de/nachrichten/berlin ... ost-830328

Haben im Gegensatz dazu die Tafeln oder die Obdachlosenhilfen einen direkten Draht zum Bundesepräsidenten?
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relativ
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Mo 22. Okt 2018, 12:37

Nightrain hat geschrieben:(21 Oct 2018, 17:10)

Bargeld landet in erheblichem Maß bei Western Union und dann im Heimatland oder bei den Schleusern. Das wird durch Geldkarten, die nur für Einkäufe zu gebrauchen sind, erschwert.
Und wie ist der Satz mit dem Essen gemeint?

Wie soll der gemeint sein, was meinst du den wieviel Geld man so fürs Essen im Monat braucht in Deutschland und wieviel von den "vielen" Geld dann noch übrig bleibt , um es wie du sagst in die Heimat zu shcicken.
Desweitern was glaubst du denn wass passieren würde, wenn die, die hier arbeiten, nicht ihre Verwandtschaft unterstützen , oder unterstützen könnten? Evtl. noch mehr Fluchtwillige? Schon mal dran gedacht?
Ich würde dir raten, bevor du solche Sätze hier raushaust, auch mal Dinge evtl zuende zu denken.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Bleibtreu » Mo 22. Okt 2018, 13:48

Nochmal ausgemuellt - pers Attacken & FremdDiskussionen ab sofort einstellen - sonst ist hier SendePause!
•Wer fuer alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein. // Moderatorin im Forum 2
https://www.shabak.gov.il/english/Pages/index.html#=2
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Nightrain » Mo 22. Okt 2018, 18:11

relativ hat geschrieben:(22 Oct 2018, 13:37)
Wie soll der gemeint sein, was meinst du den wieviel Geld man so fürs Essen im Monat braucht in Deutschland und wieviel von den "vielen" Geld dann noch übrig bleibt , um es wie du sagst in die Heimat zu schicken.

Das Durchschnittseinkommen in Nigeria liegt bei 150€ im Monat, in Äthiopien bei 50€. Definiere mal "viel".

relativ hat geschrieben:(22 Oct 2018, 13:37)
Desweitern was glaubst du denn wass passieren würde, wenn die, die hier arbeiten, nicht ihre Verwandtschaft unterstützen , oder unterstützen könnten? Evtl. noch mehr Fluchtwillige? Schon mal dran gedacht?

Um die, die Arbeiten und Geld verdienen geht es hier auch nicht. Das sollten im Idealfall nur gebildete Arbeiter sein, die über ein Einwanderungsgesetz eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung bekommen haben.
Allerdings muss man überlegen, wie man verhindert, dass die Rücküberweisungen nur dafür eingesetzt werden für den nächsten die Schlepperkosten zu bezahlen. Bereits hier lebende Verwandte, sollten für Wirtschaftsmigranten eigentlich ein Grund für eine schnelle Ablehnung und Rückführung sein.

relativ hat geschrieben:(22 Oct 2018, 13:37)
Ich würde dir raten, bevor du solche Sätze hier raushaust, auch mal Dinge evtl zuende zu denken.

Das gleiche rate ich dir dringend.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Mo 22. Okt 2018, 18:29

Illegale Migration nach Deutschland wird offenbar unterschätzt

[...]
as Ausmaß der illegalen Migration in die Bundesrepublik wird offenbar unterschätzt. Das geht aus einem aktuellen internen Bericht der EU-Kommission hervor, der WELT vorliegt. Darin heißt es: „Deutschland nimmt an, dass die tatsächlichen Zahlen zur irregulären Migration höher sind als jene, die durch die vorliegenden Daten dargestellt werden.“ Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte auf WELT-Anfrage, dass die vorliegenden Daten sowie polizeiliche Erkenntnisse darauf schließen lassen würden, „dass illegale Migration nach Deutschland zum Teil auch im sogenannten Dunkelfeld erfolgt“. Allerdings: Belastbare Aussagen über die Größenordnung seien „seriös nicht möglich“. Man gehe davon aus, dass die Zahl der Asylerstanträge das Migrationsgeschehen „am zuverlässigsten“ abbilde.

Auch wenn die aktuelle Dimension in keiner Weise mit dem Rekordjahr 2015 verglichen werden kann, bleibt die Kontrolle der unerlaubten Einreisen in die Bundesrepublik damit eine große Herausforderung. „Deutschland erfährt kontinuierlich einen hohen Zugang von irregulären Migranten, wobei täglich 460 Personen erstmalig einen Asylantrag stellen“, schreibt die EU-Kommission. Hauptherkunftsländer sind demnach Syrien, der Irak, Nigeria, Afghanistan, die Türkei und der Iran.

Das Bundesinnenministerium hatte zuletzt von einer leichten Entspannung bei dem Thema berichtet. Demnach war die Zahl der Asylanträge im September im Vergleich zum Vormonat gesunken. Insgesamt wurden in diesem Jahr bis Anfang Oktober 124.405 Erstanträge gestellt. Die Zahl ist fast identisch mit jenen 125.464 Asylsuchenden, die beim ersten Behördenkontakt angaben, dass sie einen Antrag stellen wollten. Wie das Haus von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) auf WELT-Anfrage mitteilte, spielt der Missbrauch oder das Fälschen von Dokumenten bei der irregulären Migration weiterhin „eine beträchtliche Rolle“.

Frankreich und Deutschland besonders beliebt
Insgesamt bleibt auch das Ausmaß der Wanderungen innerhalb der Europäischen Union hoch. Einen Hinweis darauf geben die aktuellen Eurodac-Treffer. In dieser Datenbank werden Fingerabdrücke gespeichert, damit man feststellen kann, wo ein Asylbewerber zuerst eingereist ist und welcher EU-Staat für das Verfahren zuständig ist. Bei Abfragen stellten die Behörden laut Bericht der EU-Kommission Mitte September innerhalb nur einer Woche 8343 Treffer für Personen fest, die zuvor bereits in einem anderen EU-Staat registriert worden waren.

Vor allem bei Asylsuchenden in Frankreich (1522 Fälle) und in Deutschland (1098 Fälle) ergab der Datenabgleich, dass Migranten davor in einem anderen Mitgliedsland einen Asylantrag gestellt hatten. Ebenso wurden in Frankreich und Deutschland die meisten Asylbewerber identifiziert, die in der Vergangenheit zwar beim Passieren der EU-Außengrenze festgestellt wurden, sich anschließend aber weiter in die Zielländer durchschlugen, ohne einen Asylantrag zu stellen.

https://www.welt.de/politik/ausland/art ... iu341q-3Zo
=> Also immer noch illegales (inzwischen umbenannt in "irreguläres") Eindringen im 6-stelligen Bereich pro Jahr und Dokumentenfälschen (Jetzt Neudeutsch für Pass wegwerfen/tatsächliche Identität verschleiern). Wo soll das langfristig hinführen?
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Mo 22. Okt 2018, 20:34

Nightrain hat geschrieben:(22 Oct 2018, 19:11)

Das Durchschnittseinkommen in Nigeria liegt bei 150€ im Monat, in Äthiopien bei 50€. Definiere mal "viel".
Beantworte doch mal meine Frage wieviel im Monat man in Deutschland so durchschnittlich ausgibt fürs Essen? Vergleiche dies mit dem monatlichen Satz welches die Flüchtlinge bekommen.


Um die, die Arbeiten und Geld verdienen geht es hier auch nicht. Das sollten im Idealfall nur gebildete Arbeiter sein, die über ein Einwanderungsgesetz eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung bekommen haben.
Allerdings muss man überlegen, wie man verhindert, dass die Rücküberweisungen nur dafür eingesetzt werden für den nächsten die Schlepperkosten zu bezahlen. Bereits hier lebende Verwandte, sollten für Wirtschaftsmigranten eigentlich ein Grund für eine schnelle Ablehnung und Rückführung sein.
Es ging euch doch um alle nicheuropäischen Migranten. Flüchtlinge dürfen eine ganze Zeit gar nicht arbeiten. Schlepper haben erstmal nix mit den Fluchtursachen zu tun.
Wirtschaftsflüchtlinge haben hier kein Bleiberecht schon vergessen?

Das gleiche rate ich dir dringend.
Ich brauche eure Hetze nicht weiter zu denken , ich weiss wohin sie führt.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Nightrain » Mo 22. Okt 2018, 21:08

relativ hat geschrieben:(22 Oct 2018, 21:34)
Beantworte doch mal meine Frage wieviel im Monat man in Deutschland so durchschnittlich ausgibt fürs Essen? Vergleiche dies mit dem monatlichen Satz welches die Flüchtlinge bekommen.

Die Frage brauche ich nicht zu beantworten, weil es in der Diskussion darum ging, warum man den sowieso im Gesetz festgelegten Sachleistungsvorrang nicht einfach über eine Geldkarte löst mit der Flüchtlinge problemlos in jedem Supermarkt ihre Sachen einkaufen können.
Da kann dann auch für das 150€ "Taschengeld" gelten. Dann kommen 100% der Leistungen direkt vor Ort an. Ein Ankerzentrum oder eine Gemeinschaftsunterkunft ist dann für die Bevölkerung vor Ort finanziell vorteilhaft.

relativ hat geschrieben:(22 Oct 2018, 21:34)
Wirtschaftsflüchtlinge haben hier kein Bleiberecht schon vergessen?

Das Schlupfloch will die CDU aktuell gerade erst schließen:
Wirtschaftsflüchtlinge:
"Die Aufenthaltserlaubnis soll erteilt werden, wenn die Abschiebung seit 18 Monaten ausgesetzt ist. Eine Aufenthaltserlaubnis darf nur erteilt werden, wenn der Ausländer unverschuldet an der Ausreise gehindert ist."


relativ hat geschrieben:(22 Oct 2018, 21:34)
Ich brauche eure Hetze nicht weiter zu denken , ich weiss wohin sie führt.

Die einzige Hetze hier ist dieser Satz von dir.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Mo 22. Okt 2018, 21:27

relativ hat geschrieben:(22 Oct 2018, 21:34)

Beantworte doch mal meine Frage wieviel im Monat man in Deutschland so durchschnittlich ausgibt fürs Essen? Vergleiche dies mit dem monatlichen Satz welches die Flüchtlinge bekommen.

Das ist zu wenig und auch ein Grund das Land zu verlassen in dem sie das bekommen haben. Ein Grund nach Deutschland zu kommen und hier Sozialleistungen zu erhalten ist es nicht.

Es ging euch doch um alle nicheuropäischen Migranten. Flüchtlinge dürfen eine ganze Zeit gar nicht arbeiten. Schlepper haben erstmal nix mit den Fluchtursachen zu tun.

Die Schlepper und deren Helfer erzählen denen doch, dass es sinnvoll ist nach Deutschland sich durchzudringen!

Wirtschaftsflüchtlinge haben hier kein Bleiberecht schon vergessen?

Ändert aber auch nichts daran, dass die trotzdem hier bleiben ...
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Mo 22. Okt 2018, 22:40

Sollte es tatsächlich wahr sein?
Jobcenter fordert bis zu 50.000 Euro von Flüchtlingsbürgen

Die Bürgen sollen Sozialleistungen für Flüchtlinge zurückzahlen. Nun wird das Ausmaß klar. In Essen sind wohl mehr Helfer betroffen als gedacht.

Das Jobcenter hat begonnen, die ersten Flüchtlingsbürgen in Essen anzuschreiben. Die Paten sollen die Sozialleistungen für die Flüchtlinge zurückzahlen. Schon jetzt steht fest: Nach den Recherchen der Behörde und des Ausländeramtes sind in Essen wohl mehr Bürgen betroffen als zunächst angenommen. „Es könnten 250 bis 300 Personen sein“, sagte der Leiter des Jobcenters, Dietmar Gutschmidt, auf Nachfrage. Noch im Juli war die Stadt von „grob 200“ Betroffenen ausgegangen.

Auch die Ausmaße der Rückforderungen werden mittlerweile deutlicher. In den Fällen, die bislang bearbeitet wurden, verlangt das Jobcenter zwischen 5000 und 20.000 Euro pro Person für Lebensunterhalt und Unterkunftskosten zurück. Da viele Bürgen aber für mehr als eine Person eine Bürgschaft hinterlegt hatten, summieren sich die Rückzahlungen auf bis zu 50.000 Euro. Das Jobcenter handelt dabei auf Anweisung des Landesarbeitsministeriums. Die Forderungen werden nach dessen Geheiß momentan nur festgesetzt und nicht eingezogen.

Verpflichtung eindeutig formuliert
„Für die Betroffenen wäre das eine Katastrophe, wenn sie zahlen müssten“, sagte Rudi Löffelsend von der Caritas Flüchtlingshilfe in Essen. Er forderte die Bundes- und Landespolitik auf, alles zu tun, „damit die Leute nicht in den Ruin geritten werden“. Viele Helfer hatten in den Jahren der großen Flüchtlingskrise für Menschen gebürgt, um sie legal aus den Kriegsgebieten zu holen. Sie gingen davon aus, dass die Bürgschaft erlischt, wenn das Asylverfahren der Flüchtlinge abgeschlossen ist.

Ein Trugschluss wohl. Denn nach einer Gesetzesverschärfung 2016 bestätigte auch das Bundesverwaltungsgericht im vergangenen Jahr, dass die Bürgschaften drei bzw. fünf Jahre lang gelten, auch dann, wenn der Asylantrag anerkannt wurde. Löffelsend sieht hier in erster Linie ein Versäumnis des Landes, das zunächst anderer Rechtsauffassung als der Bund gewesen sei. „Als ich mich in der Essener Ausländerbehörde wegen einer Bürgschaft informieren wollte, hat man mich damals auf die unterschiedlichen Rechtsauffassungen hingewiesen“, berichtet Löffelsend.

Bundesarbeitsministerium arbeitet an einer Lösung für die Flüchtlingsbürgen
Ob die Bürgen tatsächlich ausreichend vor den Folgen gewarnt wurden oder nicht, spielt aus Sicht der Stadt juristisch keine Rolle: „Rechtlich bindend ist die unterzeichnete Verpflichtungserklärung, und die ist sehr eindeutig formuliert“, sagte eine Stadtsprecherin. Allerdings könnte juristisch die Frage spannend werden, ob die Ausländerbehörde ausreichend geprüft hat, ob der Bürge auch zahlungskräftig genug ist. In Bonn haben in dem Punkt zwei Bürgen erfolgreich gegen das Jobcenter vor dem Verwaltungsgericht geklagt.

Das Bundesarbeitsministerium beobachtet unterdessen noch, wie sich die Rechtsprechung verhält. „Derzeit gibt es noch viele Berufungsverfahren“, sagte eine Sprecherin. Parallel werde in Berlin aber bereits mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet. „Das Thema ist auf höchster Ebene angelangt.“

https://www.waz.de/staedte/essen/jobcen ... XnYukgUzpE
=> Wieso wird da nach eine Lösung gesucht? Es ist doch vollkommen klar, dass Bürgen bürgen müssen ... oder wird mal wieder eine Ausnahme gemacht?
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Humelix33 » Di 23. Okt 2018, 07:51

jack000 hat geschrieben:(22 Oct 2018, 23:40)

Sollte es tatsächlich wahr sein?

https://www.waz.de/staedte/essen/jobcen ... XnYukgUzpE
=> Wieso wird da nach eine Lösung gesucht? Es ist doch vollkommen klar, dass Bürgen bürgen müssen ... oder wird mal wieder eine Ausnahme gemacht?


Das kommt davon, wenn man im Überschwang der Hilfsbesoffenheit alles macht, auch um vielleicht damit prahlen zu können. Viele dachten wohl, sie wären eher Paten als Bürgen.

Natürlich müssen die die Forderungen zurückbezahlen, vielleicht lernen es dann ja Einige, das zwischen helfen und helfen ein gehöriger Unterschied liegt, trotz gleicher Bezeichnung.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Di 23. Okt 2018, 08:25

Humelix33 hat geschrieben:(23 Oct 2018, 08:51)

Das kommt davon, wenn man im Überschwang der Hilfsbesoffenheit alles macht, auch um vielleicht damit prahlen zu können. Viele dachten wohl, sie wären eher Paten als Bürgen.

Natürlich müssen die die Forderungen zurückbezahlen, vielleicht lernen es dann ja Einige, das zwischen helfen und helfen ein gehöriger Unterschied liegt, trotz gleicher Bezeichnung.

Und vor allem ist es wichtig dass die richtigen auch mal feststellen was für einen finanziell schaden sie angerichtet haben. Soviel zu dem Geschwafel : es ist doch noch kein was weggenommen worden
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wolverine » Di 23. Okt 2018, 08:58

Allen Unkenrufen zum Trotz. Wenn hier nicht klar hervorgeht, welchen Status die Arbeitnehmer haben kann man die gesamte Statistik in die Tonne treten. Meine Erfahrung. Außerdem nicht neu, dass Bundesbehörden eher im Sinne der Hofberichterstattung argumentieren als sich an tatsächliche Fakten zu halten. Wenn also die Behauptung im Raum steht, dass so und so viele Flüchtlinge inzwischen in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen wären und aus der Statistik noch nicht einmal der aktuelle Status hervorgeht, na ja, dann halt im Westen nichts Neues.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wähler » Di 23. Okt 2018, 09:11

jack000 hat geschrieben:(22 Oct 2018, 07:12)
Demnach ist das mit dem "25% haben Arbeit" totale Verarsche?

https://statistik.arbeitsagentur.de/Sta ... ration.pdf
Seite 12 letzter Absatz: "Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus den Hauptherkunftsländern der Geflüchteten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 88.000. Diese Veränderung geht zu mehr als vier Fünftel auf Syrer, Afghanen,Iraker und Eritreer zurück"
Legende Graphiken Seite 11 und 10 :"Bis einschließlich Mai 2016 Auswertung via Aggregat der "Personen mit einer Staatsangehörigkeit aus einem der zugangsstärksten Herkunftsländern von Asylbewerbern", ab Juni 2016 statistische Abgrenzung auf Basis der Dimension "Aufenthaltsstatus""
Bei der Steigerung um 88 000 innerhalb eines Jahres handelt es sich um Flüchtlinge von 2015 und 2016. Woher soll denn sonst die Steigerung kommen?
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Orbiter1 » Di 23. Okt 2018, 09:12

Wolverine hat geschrieben:(23 Oct 2018, 09:58)

Allen Unkenrufen zum Trotz. Wenn hier nicht klar hervorgeht, welchen Status die Arbeitnehmer haben kann man die gesamte Statistik in die Tonne treten.

Entweder hast du das 16-seitige FAQ-Dokument der BA zur Statistik zu diesem Thema nicht gelesen oder nicht verstanden.
Meine Erfahrung. Außerdem nicht neu, dass Bundesbehörden eher im Sinne der Hofberichterstattung argumentieren als sich an tatsächliche Fakten zu halten. Wenn also die Behauptung im Raum steht, dass so und so viele Flüchtlinge inzwischen in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen wären und aus der Statistik noch nicht einmal der aktuelle Status hervorgeht, na ja, dann halt im Westen nichts Neues.
Meine Erfahrung. Mod - ,können ihre Behauptungen häufig nicht belegen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wolverine » Di 23. Okt 2018, 09:31

Hier noch einmal der Hinweis aus Julians Quelle....."Angaben nach dem Aufenthaltsstatus liegen hierzu nicht vor".........

Ein "Flüchtling" der schon mehrere Jahre hier ist, steht ebenso in der Statistik, wie jemand aus der Zeit der Flüchtlingskrise. Deshalb ist diese Statistik falsch, auch wenn es den Verteidigern der Massenmigration schwer fällt, das zu akzeptieren. Ein Nachweis über den derzeitigen Status eines Flüchtlings wäre demnach enorm wichtig, um die Behauptungen zu untermauern, die hier von einigen in Eigenregie vorgenommen werden. So ist die Statistik allgemein gehalten. Die Problematik hierbei wurde von Julian schon mehrfach aufgezeigt.


Was auch gerne verschwiegen wird...........
Im eingangs zuerst genannten Bericht ist ebenfalls die Hoffnungskurve zu sehen, die einen Anstieg der Beschäftigten aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern verzeichnet3. Hier wird allerdings ein größerer Kontext aufgezogen. So wird die Zahl der insgesamt sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland im Januar 2017 ersichtlich. Sie liegt bei knapp 32 Millionen.

Bei den Staatsbürgern aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern werden 131.000 angegeben. Das entspricht 0,4 Prozent. Interessant sind die Steigerungswerte. Insgesamt liegt sie gegenüber dem Vorjahr bei einem Plus von 1,9 Prozent. Bei den Staatsbürgern aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern liegt die Steigerungsrate dagegen bei 47,2 Prozent4 - also ein deutlicher Aufwärtstrend, der Hoffnung macht.

Der gute Ausblick wird allerdings durch andere Zahlen konterkariert, die die Besorgnis bestätigen, wonach ein Großteil der Migranten aus den genannten nichteuropäischen Ländern nach Anerkennung ihres Asylstatus zunächst bei Hartz-IV landen.

Laut Daten der Bundesagentur für Arbeit von Dezember 2016 (S.19, PDF) betrug die Gesamtzahl, die zu diesem Zeitpunkt die Grundsicherung für Arbeitsuchende bezogen, knapp 6 Millionen (5.972.889). Gegenüber dem Vorjahr wird eine Steigerung von 2,3 Prozent ausgewiesen.

Bei den nichteuropäischen Herkunftsländern sind es nicht ganz 700.000. Das sind knapp 400.000 mehr als im vergangenen Jahr (plus 132 Prozent). Den allergrößten Anteil stellen dabei Flüchtlinge aus Syrien: Aus ihren Reihen kommen 320.000 mehr Hartz-IV-Bezieher als im Vorjahr (plus 219 Prozent). Für Eritrea wird ein Mehr von 202 Prozent angegeben. Allerdings ist die Gruppe der Hartz-IV-Bezieher aus Syrien sehr viel größer: 466.052. Aus Eritrea kommen 27.862.

Aus dem Irak werden 96.000 Hartz-IV-Bezieher registriert (plus 64,7 Prozent) und aus Afghanistan (52.300, plus 46,4 Prozent). (Thomas Pany)


Quelle heise.de
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Orbiter1 » Di 23. Okt 2018, 10:25

Wähler hat geschrieben:(23 Oct 2018, 10:11)

https://statistik.arbeitsagentur.de/Sta ... ration.pdf
Seite 12 letzter Absatz: "Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus den Hauptherkunftsländern der Geflüchteten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 88.000. Diese Veränderung geht zu mehr als vier Fünftel auf Syrer, Afghanen,Iraker und Eritreer zurück"
Legende Graphiken Seite 11 und 10 :"Bis einschließlich Mai 2016 Auswertung via Aggregat der "Personen mit einer Staatsangehörigkeit aus einem der zugangsstärksten Herkunftsländern von Asylbewerbern", ab Juni 2016 statistische Abgrenzung auf Basis der Dimension "Aufenthaltsstatus""
Bei der Steigerung um 88 000 innerhalb eines Jahres handelt es sich um Flüchtlinge von 2015 und 2016. Woher soll denn sonst die Steigerung kommen?
Auf diese Frage wirst du von den üblichen Verdächtigen selbstverständlich keine Antwort bekommen. Die gibt es dafür vom IAB, der Forschungsorganisation der BA.

"... In der Berichterstattung zur Arbeitsmarktintegration wird deshalb das Konzept der Beschäftigten aus den acht wichtigsten außereuropäischen Asylherkunftsländern verwendet. Diese sind Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien. Aus dieser Ländergruppe stammten im Juli 2018 72 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter, die als Geflüchtete nach Deutschland gekommen waren. 70 Prozent der Staatsangehörigen aus diesen Ländern hatten zugleich einen Aufenthaltsstatus, der auf einen Fluchthintergrund hinweist (Aufenthaltsgestattung, Duldung, Aufenthaltserlaubnis aus politischen, völkerrechtlichen und humanitären Gründen). Hinzu kommen Personen, die als Geflüchtete nach Deutschland gekommen sind, aber inzwischen einen anderen Aufenthaltsstatus haben. Insofern setzt sich die Bevölkerung aus dieser Ländergruppe zwar nicht ausschließlich, aber doch zum weit überwiegenden Teil aus Geflüchteten zusammen. Deren Beschäftigungsentwicklung ist deshalb ein guter Indikator für die Arbeitsmarktmarktintegration der Geflüchteten insgesamt.

In den letzten Jahren ist die Zahl der Personen, die aus diesen acht Staaten stammen, erheblich gestiegen: Zum Jahresende 2014 waren es noch gut 360.000 Personen im erwerbsfähigen Alter (15 bis 64 Jahre), Mitte 2018 bereits über 1,1 Millionen. Das entspricht einem Zuwachs von 760.000 Personen (unabhängig vom Aufenthaltsstatus). Dieser Zuwachs dürfte fast vollständig auf den Zuzug von Geflüchteten zurückzuführen sein.

Auch die Zahl der Beschäftigten aus den acht wichtigsten außereuropäischen Asylherkunftsländern ist im gleichen Zeitraum sehr stark gewachsen: Zum Jahresende 2014 waren gut 96.000 Personen aus diesen Ländern abhängig beschäftigt, Mitte 2018 waren es 311.000. Das entspricht einem Anstieg um 215.000 Personen. Setzt man diese Steigerung in Relation zum Zuwachs der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, die aus diesen Staaten stammt, so ergibt sich ein Wert von 28,3 Prozent. Dieser Wert ist ein guter Indikator für den Anteil der Personen, die aus dieser Ländergruppe seit Jahresende 2014 zugezogen sind und inzwischen einer abhängigen Beschäftigung nachgehen. ....

Insgesamt dürfte der Beschäftigungszuwachs nicht zuletzt darauf zurückzuführen sein, dass die meisten Geflüchteten ihre Asylverfahren beendet haben und jetzt nach Abschluss der Integrationskurse und anderer Maßnahmen schrittweise in den Arbeitsmarkt einmünden. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, dürfte die Relation von Beschäftigungs- und Bevölkerungszuwachs bis Ende 2018 auf 33 bis 36 Prozent steigen." Quelle: https://www.iab-forum.de/arbeitsmarktin ... nigt-sich/
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jellobiafra » Di 23. Okt 2018, 14:45

Orbiter1 hat geschrieben:(23 Oct 2018, 11:25)

Auf diese Frage wirst du von den üblichen Verdächtigen selbstverständlich keine Antwort bekommen. Die gibt es dafür vom IAB, der Forschungsorganisation der BA.

"... In der Berichterstattung zur Arbeitsmarktintegration wird deshalb das Konzept der Beschäftigten aus den acht wichtigsten außereuropäischen Asylherkunftsländern verwendet. Diese sind Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien. Aus dieser Ländergruppe stammten im Juli 2018 72 Prozent der Personen im erwerbsfähigen Alter, die als Geflüchtete nach Deutschland gekommen waren. 70 Prozent der Staatsangehörigen aus diesen Ländern hatten zugleich einen Aufenthaltsstatus, der auf einen Fluchthintergrund hinweist (Aufenthaltsgestattung, Duldung, Aufenthaltserlaubnis aus politischen, völkerrechtlichen und humanitären Gründen). Hinzu kommen Personen, die als Geflüchtete nach Deutschland gekommen sind, aber inzwischen einen anderen Aufenthaltsstatus haben. Insofern setzt sich die Bevölkerung aus dieser Ländergruppe zwar nicht ausschließlich, aber doch zum weit überwiegenden Teil aus Geflüchteten zusammen. Deren Beschäftigungsentwicklung ist deshalb ein guter Indikator für die Arbeitsmarktmarktintegration der Geflüchteten insgesamt.

In den letzten Jahren ist die Zahl der Personen, die aus diesen acht Staaten stammen, erheblich gestiegen: Zum Jahresende 2014 waren es noch gut 360.000 Personen im erwerbsfähigen Alter (15 bis 64 Jahre), Mitte 2018 bereits über 1,1 Millionen. Das entspricht einem Zuwachs von 760.000 Personen (unabhängig vom Aufenthaltsstatus). Dieser Zuwachs dürfte fast vollständig auf den Zuzug von Geflüchteten zurückzuführen sein.

Auch die Zahl der Beschäftigten aus den acht wichtigsten außereuropäischen Asylherkunftsländern ist im gleichen Zeitraum sehr stark gewachsen: Zum Jahresende 2014 waren gut 96.000 Personen aus diesen Ländern abhängig beschäftigt, Mitte 2018 waren es 311.000. Das entspricht einem Anstieg um 215.000 Personen. Setzt man diese Steigerung in Relation zum Zuwachs der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, die aus diesen Staaten stammt, so ergibt sich ein Wert von 28,3 Prozent. Dieser Wert ist ein guter Indikator für den Anteil der Personen, die aus dieser Ländergruppe seit Jahresende 2014 zugezogen sind und inzwischen einer abhängigen Beschäftigung nachgehen. ....

Insgesamt dürfte der Beschäftigungszuwachs nicht zuletzt darauf zurückzuführen sein, dass die meisten Geflüchteten ihre Asylverfahren beendet haben und jetzt nach Abschluss der Integrationskurse und anderer Maßnahmen schrittweise in den Arbeitsmarkt einmünden. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, dürfte die Relation von Beschäftigungs- und Bevölkerungszuwachs bis Ende 2018 auf 33 bis 36 Prozent steigen." Quelle: https://www.iab-forum.de/arbeitsmarktin ... nigt-sich/


Zahlen, die für eine Schätzung zusätzlich benötigt werden:

Die Entwicklung der Gesamtarbeitslosenzahl von Ende 2014 bis jetzt. In diesem Zeitraum ist in Deutschland die Zahl der Arbeitslosen von 2,76 Millionen auf 2.276.000 gesunken. Von dieser Entwicklung haben wohl auch die schon länger hier lebenden Menschen aus den acht angesprochenen Nationen profitiert. Es ist keineswegs plausibel die 215.000 zusätzlich Beschäftigten aus den 8 Ländern ausschließlich den Flüchtlingen zuzuschlagen.

Es ist sogar wahrscheinlich, dass die "länger hier lebenden" überproportional von dem Rückgang der Arbeitslosigkeit profitiert haben, weil in Verbindung mit dem Zuzug von über einer Million Flüchtlingen aus den betreffenden Ländern spezifische Kenntnisse dieser Menschen (Sprachkenntnisse z.B.) stärker auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt wurden. (Was jetzt ja auch nichts Schlechtes wäre).

Der Beschäftigungsgrad der bereits 2014 hier lebenden Menschen aus Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien hatte durchaus noch Luft nach oben. (360.000 Personen im erwerbstätigen Alter, darunter "nur" 96.000 abhängig Beschäftigte).
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wähler » Di 23. Okt 2018, 15:01

jellobiafra hat geschrieben:(23 Oct 2018, 15:45)
Es ist sogar wahrscheinlich, dass die "länger hier lebenden" überproportional von dem Rückgang der Arbeitslosigkeit profitiert haben, weil in Verbindung mit dem Zuzug von über einer Million Flüchtlingen aus den betreffenden Ländern spezifische Kenntnisse dieser Menschen (Sprachkenntnisse z.B.) stärker auf dem Arbeitsmarkt nachgefragt wurden. (Was jetzt ja auch nichts Schlechtes wäre).
Der Beschäftigungsgrad der bereits 2014 hier lebenden Menschen aus Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien hatte durchaus noch Luft nach oben. (360.000 Personen im erwerbstätigen Alter, darunter "nur" 96.000 abhängig Beschäftigte).

https://statistik.arbeitsagentur.de/Sta ... ration.pdf
Seite 12 letzter Absatz: "Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus den Hauptherkunftsländern der Geflüchteten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 88.000. Diese Veränderung geht zu mehr als vier Fünftel auf Syrer, Afghanen,Iraker und Eritreer zurück"
Legende Graphiken Seite 11 und 10 :"Bis einschließlich Mai 2016 Auswertung via Aggregat der "Personen mit einer Staatsangehörigkeit aus einem der zugangsstärksten Herkunftsländern von Asylbewerbern", ab Juni 2016 statistische Abgrenzung auf Basis der Dimension "Aufenthaltsstatus""
Bei der Steigerung um 88 000 innerhalb eines Jahres handelt es sich zum Großteil um Flüchtlinge von 2015 und 2016. Woher soll denn sonst diese hohe Steigerung kommen?
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Orbiter1 » Di 23. Okt 2018, 16:58

jellobiafra hat geschrieben:(23 Oct 2018, 15:45)

Der Beschäftigungsgrad der bereits 2014 hier lebenden Menschen aus Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien hatte durchaus noch Luft nach oben. (360.000 Personen im erwerbstätigen Alter, darunter "nur" 96.000 abhängig Beschäftigte).
Beim größten Teil der bereits Ende 2014 hier lebenden 360.000 Personen im erwerbsfähigen Alter aus den 8 genannten Herkunftsländern dürfte es sich ebenfalls um Flüchtlinge handeln. Alleine in den Jahren 2013 und 2014 haben über 102.000 Flüchtlinge aus den 4 Ländern Syrien, Eritrea, Afghanistan und dem Irak Asyl in Deutschland beantragt. Und ja, selbstverständlich hat sich deren Beschäftigungsquote in den Jahren 2015 bis Mitte 2018 verbessert.

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