Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

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relativ
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Mo 15. Okt 2018, 19:28

Nightrain hat geschrieben:(15 Oct 2018, 20:13)

Nachvollziehbar ist vieles. Ich würde gerne schöner wohnen. Breche ich morgen also in die Villa gegenüber ein und quartiere mich da ein.
Welcher der Immigranten, über die wir reden, bricht denn bei dir ein?

Die Genfer Flüchtlingskonvention war nicht dazu gedacht, dass sich Leute über tausende Kilometer ihr Lieblingsfluchtland zusammensuchen.
Das ist nur ein Vertrag, mach dich mal schön weiter schlau. :thumbup:

Natürlich muss eine internationale Abstimmung sein. Dazu gehört, dass die Versorgung von Kriegsflüchtlingen finanziell endlich verbindlich sichergestellt wird.
Kein Dissens
Dazu gehört, dass Flüchtlinge heimatnah sicher aufgenommen werden und Schlepper keine Geschäftsgrundlage bekommen.
Auch kein Dissens
Dazu gehört, dass reiche Länder gezielt die besonders bedürftigen zeitweise aufnehmen, ausbilden (handwerklich, politisch und gesellschaftlich) und später zurück in die Heimatländer schicken, damit diese davon profitieren.

Das ist ein heres Ziel welches ich auch unterstütze, nur muessen auch die Vorraussetzungen in diesen Ländern so stimmen, damit die Ausbildung die sie hier genossen haben, dort auch wirken kann. Also muss auch in die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in diesen Ländern investiert werden.
Dazu gehört auch, dass die Kosten für Wirtschaftsflüchtlinge den Herkunftsländern voll durch internationale Strafzahlungen in Rechnung gestellt werden.
Schöne Idee.
...und jetzt die Gretchenfrage. Haben wir und die Flüchtlinge diese Vorraussetzungen denn schon alle und was machen wir bis dahin?
Zuletzt geändert von relativ am Mi 17. Okt 2018, 09:07, insgesamt 1-mal geändert.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Nightrain » Mo 15. Okt 2018, 20:24

relativ hat geschrieben:(15 Oct 2018, 20:28)
...und jetzt die Gretchenfrage. Haben wir und die Flüchtlinge diese Vorraussetzungen denn schon alle und was machen wir bis dahin?


Anfangen? Wie sehen die Bestrebungen auf UN Ebene der Bundesregierung aus? Wie kann man schon heute möglichst schnell die mörderische Afrikaroute schließen? Wann engagiert sich die Bundesregierung wirklich in anständiger Weise in den UNHCR Camps in Nordafrika? Kann man mit den dortigen Regierungen zu diesen Themen Vereinbarungen treffen, die über Aufbauhilfen und Austausch von Schlepper-Nutzern gegen Bedürftige den kriminellen Schlepperbanden das Handwerk legt?

Und für die, die da sind: Reduzierung der Fluchtanreize, um die Anzahl der Toten auf den Schlepperrouten zu reduzieren.

- Abschaffung aller Barzahlungen
- Ausbildungplätze als Maßnahmen der Arbeitsagenturen (ohne Entgelt), dafür eine (Aus-)bildungsgarantie für jeden Flüchtling
- Startkapital und Unterstützung für Rückkehrer in den Heimatländern
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Brainiac » Di 16. Okt 2018, 05:16

jack000 hat geschrieben:(14 Oct 2018, 04:01)

Richtig, und sie sind u. A. Der Grund warum es in deren Ländern so beschissen ist und deren Herkunftsländer die nicht wieder zurück haben wollen. Niemand auf der Welt will die haben (Bis auf ein paar Bahnhofsklatscher hier), warum sollten wir sie haben wollen?
Zuwanderung darf nur vom denen bestimmt werden zu denen zugewandert wird und nicht von denen einseitig bestimmt wird die kommen wollen.
Deswegen muessen die Grenzen kontrolliert werde damit die Eindringlunge davon abgehalten werden hier her zu kommen, weil wir die Masse vom denen hier zu nichts gebrauchen können, bzw. Die hier nichts positives zum Gemeinwohl beitragen können aber sich häufig in der Kriminalitaetsstatistik wiederfinden.

Deswegen muss alles nur mögliche unternommen werden diese Leute wieder abzuschieben!

So haben nach Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) rund 216.000 Menschen aus den acht Hauptasylländern inzwischen einen sozialversicherungspflichtigen Job.
https://app.handelsblatt.com/arbeitsmarkt-erfolgreiche-integration-immer-mehr-fluechtlinge-finden-einen-job/22611910.html

Das sind ca. 20-25% der (meines Wissens nach) ca. 1 Mio im Land befindlichen Flüchtlinge im erwerbsfähigen Alter. Es ist zu erwarten, dass die Zahl in den nächsten Jahren weiter steigt, diese Menschen sind ja erst seit kurzem hier und durften die meiste Zeit davon gar nicht arbeiten, müssen erst Deutsch lernen, etc.

Lügt die BA hier, oder wie begründet sich dein "die Masse von denen zu nichts zu gebrauchen"?
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon sünnerklaas » Di 16. Okt 2018, 05:31

Nightrain hat geschrieben:(15 Oct 2018, 21:24)

Wann engagiert sich die Bundesregierung wirklich in anständiger Weise in den UNHCR Camps in Nordafrika? Kann man mit den dortigen Regierungen zu diesen Themen Vereinbarungen treffen, die über Aufbauhilfen und Austausch von Schlepper-Nutzern gegen Bedürftige den kriminellen Schlepperbanden das Handwerk legt?


Die nordafrikanischen Staaten weigern sich, Camps auf ihrem Boden zuzulassen. Der österreichische Bundeskanzler Kurz ist mit dem Versuch, Libyen zur Einrichtung von Asylzentren im Sommer gescheitert, obwohl der libyschen Regierung sehr viel Geld geboten wurde. Auch Tunesien lehnt Camps ab (Quelle).

Und für die, die da sind: Reduzierung der Fluchtanreize, um die Anzahl der Toten auf den Schlepperrouten zu reduzieren.


Das müssste bereits in den Herkunftsländern passieren. Allerdings ist dazu der politische Wille gering.

- Abschaffung aller Barzahlungen
- Ausbildungplätze als Maßnahmen der Arbeitsagenturen (ohne Entgelt), dafür eine (Aus-)bildungsgarantie für jeden Flüchtling
- Startkapital und Unterstützung für Rückkehrer in den Heimatländern


Das würde bedeuten, dass man das auf Grund des Gleichheitsgebots eben auch für Deutsche einführen müsste. Ebenso müsste man das Bargeld für alle verbieten.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Di 16. Okt 2018, 07:39

Nightrain hat geschrieben:(15 Oct 2018, 21:24)

Anfangen? Wie sehen die Bestrebungen auf UN Ebene der Bundesregierung aus?
Gegen Anfangen ist nix einzuwenden. Aber wieso diskutieren wir hier , teils sehr Polemisch, weil die Situation so ist, wie sie nunmal ist, anstatt anzufangen mal das Richtige zu machen?
Wie kann man schon heute möglichst schnell die mörderische Afrikaroute schließen?
Wichtigere Frage ist, wie man die Menschen davon abhält sich auf so einen gefährliche Reise zu machen. Ansonsten wirst man ein Loch stopfen und ein nächstes geht auf, so kann man nicht gewinnen.
Wann engagiert sich die Bundesregierung wirklich in anständiger Weise in den UNHCR Camps in Nordafrika?
Nun ja irgendetwas Symbolischen hat sich ja getan, ob diese Dinge auch Wirkung erzielen bleibt abzuwarten , zu befürchten ist, daß Maßnahmen einzelner Staaten allein, bei weitem nicht ausreichen.
Kann man mit den dortigen Regierungen zu diesen Themen Vereinbarungen treffen, die über Aufbauhilfen und Austausch von Schlepper-Nutzern gegen Bedürftige den kriminellen Schlepperbanden das Handwerk legt?
Nicht mit allen und sollte man auch gar nicht. Nur die Staaten wo ein Prozess auch Wirkung erziehlen kann. Einige gue Beispiele gibt es ja schon in Afrika. Diese Staaten als Leuchtfeuer benutzen für andere Staaten in Afrika.

Und für die, die da sind: Reduzierung der Fluchtanreize, um die Anzahl der Toten auf den Schlepperrouten zu reduzieren.
Du meinst Hartz 4 reduzieren oder abschaffen. Glaubst du wirklich das reicht aus, wenn Menschen sich ein bessers Leben für ihre Familie und sich selber wünschen. Ich nenne sowas Wunschdenken. Die Menschen kommen trotzdem, da sie in dne Industrieländern einfach größere Chancen vorfinden

- Abschaffung aller Barzahlungen
Abschaffung eines Grundrechtes?
- Ausbildungplätze als Maßnahmen der Arbeitsagenturen (ohne Entgelt), dafür eine (Aus-)bildungsgarantie für jeden Flüchtling
Schon wieder willst du ein Grundgesetz kastrieren? Aber immerhin ein Lösungsansatz, kann man drüber diskutieren.
- Startkapital und Unterstützung für Rückkehrer in den Heimatländern
Kann auch als begleitenden Maßnahme richtig sein.

Ich füge zu den möglichen Maßnahmen noch ein paar ein.
Anreize für die Integration durch ein besseres sichtbares stufenweises Belohnungssystem, wo am Ende z.B. die Möglichkeit besteht sich Einbürgern zu lassen.
Klare benennung der wichtigsten gültigen Gesetze, die häufig Probleme bereiten und die Folgen für das Bleiberecht bzw. Integration, sollte man sich nicht dran halten.
Die Folgen sollten war im Einklang mit unserem GG sein, aber ich sehe nicht ein, daß ein Gast , oder jemand der bei uns Schutz, oder auch ein besseres Leben sucht, zu beherberen und zu unterstützen, wenn er sich total daneben benimmt.
Auch hier muss über Maßnahmen geredet werden, denn es ist klar, daß wir hier mit einem einfachen Verweis aus unsere bisherigen Gesetze diesbezüglich nicht weiter kommen.
Zuletzt geändert von relativ am Mi 17. Okt 2018, 09:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Orbiter1 » Di 16. Okt 2018, 09:07

relativ hat geschrieben:(15 Oct 2018, 19:41)

Die Grenze zieht doch unsere Rechtsprechung was willst du denn noch mehr.
Es würde schon reichen wenn das gesprochene Recht dann auch vollzogen wird, das gehört halt auch zu einem Rechtsstaat. Davon kann im Bereich Asyl und illegale Migration hierzulande aber nicht die Rede sein. Wieviel hunderttausend Migranten sind ausreisepflichtig?
Erwartest du, daß die für uns auch noch Moralisch denken, gerade wenn es um ihr Leben geht? Mal ehrlich würest du das wollen, bzw. dir sowas vorwerfen lassen?
Nö, ist schon klar. Man nimmt sich einfach was man haben möchte. Skrupel hat da wohl kaum jemand.
Wie unser Land mit diesem Thema rechtlich umgeht ist unsere Sache.
Wenn man ein einheitliches EU-weites Asylrecht anstrebt ist das sicher nicht der Fall. Aber das Thema hat sich mit dem Spurwechsel de fakto erledigt. Ich denke die meisten anderen EU-Länder kommen mit der aktuellen Situation ganz gut zurecht. Europa ist wieder eine Festung, die Ankunftszahlen der Migranten sind auf dem Niveau vor dem Flüchtlingsstrom 2014-2017. Deutschland hat in diesem Zeitraum über die Hälfte der Flüchtlinge/Migranten aufgenommen. Die Sekundärmigration, primär in Richtung Deutschland, funktioniert mehr als zufriedenstellend da Deutschland nicht in der Lage ist Asylbewerber die bereits in einem anderen Schengenstaat registriert wurden oder sogar dort Asyl beantragt haben wieder zurückzuführen (2017 waren das gerade mal 7.000 von 47.000 bewilligten Rückführungen, d. h. nur 15%, dieses Jahr werden die Zahlen noch höher sein). Mittelfristig wird Deutschland dann nicht die Hälfte sondern eher Dreiviertel der Flüchtlinge beherbergen.
Natürlich können wir Gestze erlassen, der kaum Immigration zulässt, nur muessen wir dann wohl auch etliche int. Verträge kündigen, die wir unterschrieben haben.
Welche internationalen Verträge müssen wir denn kündigen wenn wir den Spurwechsel nicht erlauben?
Unser Land war fast immer schon ein Land unterschiedlicher Ethnien und Immigration. Ich sehe da überhaupt keine unüberwindbaren Probleme die verhindern, daß auch die neuen Ethnien und Kulturen in unserer aufgehen.
Das haben wir ja noch nicht einmal bei den hier lebenden Türken in dritter Generation wirklich gut geschafft. Ich habe jetzt auch nicht unbedingt den Eindruck dass deren Verbände das Ziel hätten das ihre Ethnie und ihre Kultur in der deutschen aufgeht.
Dazu gehört, daß wir Menschen die uns weiter bringen nicht pauschal rausschmeißen muessen, egal aus welchem Grund. Das heisst doch nicht das wir generell gegen Kriminalität kapitulieren. Aber man kann mit der mom. Situation auch Pragmatisch umgehen und da schließe ich auch Gesetze die Immigration erschweren nicht aus, aber immer mit dem nötigen Augenmaß und nie mit Polemik, Feindseeligkeit oder genereller Ausschließeritis
Der zeitlich unbegrenzte Spurwechsel ist nun einmal ein klares Fehlsignal und wird die illegale Migration antreiben. Pragmatismus wäre es gewesen hier eine Stichtagsregelung zu vereinbaren.
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relativ
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Di 16. Okt 2018, 10:16

Orbiter1 hat geschrieben:(16 Oct 2018, 10:07)

Es würde schon reichen wenn das gesprochene Recht dann auch vollzogen wird, das gehört halt auch zu einem Rechtsstaat. Davon kann im Bereich Asyl und illegale Migration hierzulande aber nicht die Rede sein. Wieviel hunderttausend Migranten sind ausreisepflichtig? Nö, ist schon klar. Man nimmt sich einfach was man haben möchte. Skrupel hat da wohl kaum jemand.
Nunja wie das recht ausgelegt wird und welche z.B. Strafmaße anwendung finden entscheiden Richter und die können durchaus mal unterschiedlicher Ansichten haben. Auch dies gehört zu unseren Rechtsstaat.

Wenn man ein einheitliches EU-weites Asylrecht anstrebt ist das sicher nicht der Fall. Aber das Thema hat sich mit dem Spurwechsel de fakto erledigt. Ich denke die meisten anderen EU-Länder kommen mit der aktuellen Situation ganz gut zurecht. Europa ist wieder eine Festung, die Ankunftszahlen der Migranten sind auf dem Niveau vor dem Flüchtlingsstrom 2014-2017. Deutschland hat in diesem Zeitraum über die Hälfte der Flüchtlinge/Migranten aufgenommen. Die Sekundärmigration, primär in Richtung Deutschland, funktioniert mehr als zufriedenstellend da Deutschland nicht in der Lage ist Asylbewerber die bereits in einem anderen Schengenstaat registriert wurden oder sogar dort Asyl beantragt haben wieder zurückzuführen (2017 waren das gerade mal 7.000 von 47.000 bewilligten Rückführungen, d. h. nur 15%, dieses Jahr werden die Zahlen noch höher sein). Mittelfristig wird Deutschland dann nicht die Hälfte sondern eher Dreiviertel der Flüchtlinge beherbergen.

Kein Grund sich zurückzulehnen, denn die nächsten krise könnte schnell kommen und dann sollte man besser vorbereitet sein als 2015. Ein EU Regelung ist m.M. weiter dringend notwendig

Welche internationalen Verträge müssen wir denn kündigen wenn wir den Spurwechsel nicht erlauben?

Ich habe diesbezüglich davon geschrieben wenn wir Gesetze ändern wollen, damit wir Migration eindämmen können. Den Spurwechsel können wir jeder Zeit verhindern, ob es so schlau ist mag dahin gestellt sein.

Das haben wir ja noch nicht einmal bei den hier lebenden Türken in dritter Generation wirklich gut geschafft.
Das kommt daruf an wo man hin schaut. Natürlich gibt es die gleichen sozialen Probleme mit türkisch ect. Stämmigen wie mit Deutschen.

Ich habe jetzt auch nicht unbedingt den Eindruck dass deren Verbände das Ziel hätten das ihre Ethnie und ihre Kultur in der deutschen aufgeht.
Welche Verbände genau? Oder muss die DitiP wieder für alles Pate stehen?

Der zeitlich unbegrenzte Spurwechsel ist nun einmal ein klares Fehlsignal und wird die illegale Migration antreiben. Pragmatismus wäre es gewesen hier eine Stichtagsregelung zu vereinbaren.

Nunja da kann du gerne der Meinung sein, ich glaube die eigentlichen Probleme löst man nicht damit, eine kluge pragmatische idee in den Gulli zu schieben. Eine Idee die gerade das Nachwuchsprobleme im Handwerk lindern könnte.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Nightrain » Di 16. Okt 2018, 17:01

sünnerklaas hat geschrieben:(16 Oct 2018, 06:31)
Die nordafrikanischen Staaten weigern sich, Camps auf ihrem Boden zuzulassen. Der österreichische Bundeskanzler Kurz ist mit dem Versuch, Libyen zur Einrichtung von Asylzentren im Sommer gescheitert, obwohl der libyschen Regierung sehr viel Geld geboten wurde. Auch Tunesien lehnt Camps ab (Quelle).


Bisher hat das für Libyen und Tunesien gut funktioniert, weil die Migranten in die EU geschippert wurden. Wenn jetzt durch Italien keine Übernehme in die EU mehr erfolgt, wird man abwarten müssen, ob Libyen keine Hilfen für Versorgung und Rückführung durch die UNHCR und die EU annehmen wird.


sünnerklaas hat geschrieben:(16 Oct 2018, 06:31)
Das würde bedeuten, dass man das auf Grund des Gleichheitsgebots eben auch für Deutsche einführen müsste. Ebenso müsste man das Bargeld für alle verbieten.


Das ist Unsinn. Das Gleichheitsgebot sagt aus, dass Leute nicht willkürlich unterschiedlich vor dem Gesetz behandelt werden dürfen. Natürlich aber dürfen Gesetze so sein, dass Menschen nur in bestimmten Voraussetzungen ein Anrecht auf Inanspruchnahme haben.
Sonst könnte jeder auf der Welt einen Rentenantrag in Deutschland stellen. Kann er aber nicht. Hinsichtlich Flüchtlingen steht sogar im Gesetz direkt drin, dass grundsätzlich kein Bargeld ausbezahlt wird, d.h. nur in Ausnahmefällen Bargeld bezahlt werden soll. Stattdessen ist die Auszahlung von Bargeld die Regel geworden.

relativ hat geschrieben:(16 Oct 2018, 11:16)
Kein Grund sich zurückzulehnen, denn die nächsten krise könnte schnell kommen und dann sollte man besser vorbereitet sein als 2015. Ein EU Regelung ist m.M. weiter dringend notwendig


Es wird keine EU Regelung geben, die massenhaft zur dauerhaften Migration in den EU Ländern führt. Man hat in der EU ganz genau verfolgt, wie gut Deutschland die Situation meistert und das war desaströs: dutzende Tote bei Terroranschlägen, regelmäßig Schlagzeilen hinsichtlich Gewalttaten und Vergewaltigungen und nicht der geringste Plan die angeblich temporären Flüchtlinge jemals wieder loszuwerden.
Und man darf nicht vergessen, dass viele EU Länder überhaupt keinen Bedarf an Arbeitskräften haben. Das Argument Arbeitskräftemangel zieht dort nicht.

relativ hat geschrieben:(16 Oct 2018, 11:16)
Nunja da kann du gerne der Meinung sein, ich glaube die eigentlichen Probleme löst man nicht damit, eine kluge pragmatische idee in den Gulli zu schieben. Eine Idee die gerade das Nachwuchsprobleme im Handwerk lindern könnte.


Aber doch nicht, indem man illegale Migration damit auch noch fördert. Ob man mit den Heimatländern kein Rückführungsabkommen schließen kann, dass einen Austausch zum Ziel hat? Illegale Migranten werden zurück genommen und dafür richtet Deutschland Bewerbungszentren in diesen Ländern ein und wählt kontrolliert gute Leute aus, die dann sofort eine Arbeits-/Ausbildungserlaubnis bekommen.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Di 16. Okt 2018, 17:17

Brainiac hat geschrieben:(16 Oct 2018, 06:16)

https://app.handelsblatt.com/arbeitsmarkt-erfolgreiche-integration-immer-mehr-fluechtlinge-finden-einen-job/22611910.html

Das sind ca. 20-25% der (meines Wissens nach) ca. 1 Mio im Land befindlichen Flüchtlinge im erwerbsfähigen Alter. Es ist zu erwarten, dass die Zahl in den nächsten Jahren weiter steigt, diese Menschen sind ja erst seit kurzem hier und durften die meiste Zeit davon gar nicht arbeiten, müssen erst Deutsch lernen, etc.

Lügt die BA hier, oder wie begründet sich dein "die Masse von denen zu nichts zu gebrauchen"?

Nun, man schaue sich die Arbeitslosenquoten an von denjenigen aus diesen Herkunftsländern und es ist nicht zu erwarten das es mit denen die seit 2015 dazu kommen besser wird. Die "Masse" bedeutet dann so 50% Hartz4-Bezug und das sind schlichtweg katastrophale Werte. Das natürlich auch Personen dabei sind, die auf dem Arbeitsmarkt sehr gut Fuss fassen ist auch klar, es wäre ja sehr seltsam wenn es da keine gäbe. Sowas sollte aber über ein Zuwanderungsgesetz geregelt werden.

Letztendlich aber sind diese Beschäftigungen meist Ausbildungsplätze (Das ist der beste Einstieg in den Arbeitsmarkt (Werden aber zu 70% wieder abgebrochen, was nicht immer deren Schuld ist), denn das was die mitbringen ist hier meist nicht zu gebrauchen) und Hilfstätigkeiten. Beides ist dann wenn eine Familie dazukommt ein Aufstockerverhältnis.

Wie auch immer, es hilft ja nichts und wir müssen nun das beste daraus machen und ein jeder Erfolg auf dem Arbeitsmarkt ist natürlich zu begrüssen.

Die meisten kamen 2015 und das ist nun schon 3 Jahre her, die Anträge sind längst durch und da zeigt es sich schon das das Geblubber von "Beseitigung des Fachkräftemangel" schlichtweg völlig schizophren war.

Sowas hier wurde 2016 noch verbreitet:
https://youtu.be/6RWOXJSbleI?t=1104
=> "Es wurde niemandem etwas weggenommen"
=> "Die Millarden wurden in Deutschland erwirtschaftet"
=> "Ohne Zuwanderung können wir die Arbeitsmarktlücke nicht schließen"
Wie aber mit 50% Hartz4-Quote irgendwas besser werden soll wird natürlich nicht erwähnt!

Aber selbst wenn ein Job vorhanden ist, gibt es ja noch andere Probleme:
Laut einer Umfrage des Pew- Instituts hegen 90 Prozent der Bevölkerung der muslimischen Länder mitunter antisemitische Vorurteile, sowie gegenüber Frauen und Homosexuellen.

https://www.tagesspiegel.de/politik/flu ... 96190.html
=> Und das legen die nicht bei dem illegalen Grenzübertritt ab!
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wähler » Di 16. Okt 2018, 17:43

jack000 hat geschrieben:(16 Oct 2018, 18:17)
Die "Masse" bedeutet dann so 50% Hartz4-Bezug und das sind schlichtweg katastrophale Werte. Das natürlich auch Personen dabei sind, die auf dem Arbeitsmarkt sehr gut Fuss fassen ist auch klar, es wäre ja sehr seltsam wenn es da keine gäbe. Sowas sollte aber über ein Zuwanderungsgesetz geregelt werden.
Die meisten kamen 2015 und das ist nun schon 3 Jahre her, die Anträge sind längst durch und da zeigt es sich schon das das Geblubber von "Beseitigung des Fachkräftemangel" schlichtweg völlig schizophren war.

Im Gegensatz zum sogenannten Spurwechsel führt aber kein Weg aus dem Hartz4-Bezug in die unbefristete Niederlassungsfreiheit. Wird bei der in nächster Zeit statt findenden Überprüfung des Aufenthaltstatus als voll anerkannter oder subsidiärer Flüchtling dieser Aufenthaltsstatus nicht verlängert, bedeutet das Abschiebung oder Duldung. Hartz-4 wird dann auch nur maximal für den Zeitraum der Duldung weiter gewährt. Man darf allerdings nicht vergessen, dass über 300 000 Verfahren abgelehnter Asylbewerber bei den Gerichten im Widerspruchsverfahren liegen. Die Anerkennungsquote lag ja insgesamt nur bei gut 50%.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon jack000 » Di 16. Okt 2018, 17:47

Wähler hat geschrieben:(16 Oct 2018, 18:43)

Im Gegensatz zum sogenannten Spurwechsel führt aber kein Weg aus dem Hartz4-Bezug in die unbefristete Niederlassungsfreiheit. Wird bei der in nächster Zeit statt findenden Überprüfung des Aufenthaltstatus als voll anerkannter oder subsidiärer Flüchtling dieser Aufenthaltsstatus nicht verlängert, bedeutet das Abschiebung oder Duldung.

Ist dem wirklich so? Ich will das ja nicht per se anzweifeln, aber hast du da auch eine Quelle dazu?
(PS: Den Spurwechsel selbst halte ich mit Stichtagsreglung für sehr sinnvoll!)
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Wähler » Di 16. Okt 2018, 18:03

jack000 hat geschrieben:(16 Oct 2018, 18:47)
Ist dem wirklich so? Ich will das ja nicht per se anzweifeln, aber hast du da auch eine Quelle dazu?
(PS: Den Spurwechsel selbst halte ich mit Stichtagsreglung für sehr sinnvoll!)

Um eine unbefristete Niederlassungserlaubnis nach EU-Recht und deutschem Recht zu bekommen, muss jeder seinen Lebensunterhalt selbst sichern.
https://www.migrationsrecht.net/komment ... esetz.html
"Lebensunterhaltssicherung
§ 9 Abs. 2 AufenthG setzt u. a. neben dem fünfjährigen Besitz einer Aufenthaltserlaubnis voraus, dass der Lebensunterhalt des Ausländers gesichert ist (§ 9 Abs. 2 Nr. 2 AufenthG). Maßgeblich sind die Bestimmungen in § 2 Abs. 3 AufenthG.
Nach der gesetzlichen Definition in § 2 Abs. 3 Satz 1 AufenthG ist der Lebensunterhalt eines Ausländers gesichert, wenn er ihn einschließlich ausreichenden Krankenversicherungsschutzes ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel bestreiten kann."
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon Brainiac » Di 16. Okt 2018, 21:05

jack000 hat geschrieben:(16 Oct 2018, 18:17)

Nun, man schaue sich die Arbeitslosenquoten an von denjenigen aus diesen Herkunftsländern und es ist nicht zu erwarten das es mit denen die seit 2015 dazu kommen besser wird. Die "Masse" bedeutet dann so 50% Hartz4-Bezug und das sind schlichtweg katastrophale Werte. Das natürlich auch Personen dabei sind, die auf dem Arbeitsmarkt sehr gut Fuss fassen ist auch klar, es wäre ja sehr seltsam wenn es da keine gäbe. Sowas sollte aber über ein Zuwanderungsgesetz geregelt werden.

Aha, ok. Das hört sich doch gleich ganz anders an. :thumbup: Klar sind das Problemgruppen, aber "in der Masse zu nichts zu gebrauchen" ist eben offensichtlich auch falsch.

Letztendlich aber sind diese Beschäftigungen meist Ausbildungsplätze (Das ist der beste Einstieg in den Arbeitsmarkt (Werden aber zu 70% wieder abgebrochen, was nicht immer deren Schuld ist), denn das was die mitbringen ist hier meist nicht zu gebrauchen) und Hilfstätigkeiten. Beides ist dann wenn eine Familie dazukommt ein Aufstockerverhältnis.

Quelle?

Wie auch immer, es hilft ja nichts und wir müssen nun das beste daraus machen und ein jeder Erfolg auf dem Arbeitsmarkt ist natürlich zu begrüssen.

Die meisten kamen 2015 und das ist nun schon 3 Jahre her, die Anträge sind längst durch und da zeigt es sich schon das das Geblubber von "Beseitigung des Fachkräftemangel" schlichtweg völlig schizophren war.

Sowas hier wurde 2016 noch verbreitet:
https://youtu.be/6RWOXJSbleI?t=1104
=> "Es wurde niemandem etwas weggenommen"
=> "Die Millarden wurden in Deutschland erwirtschaftet"
=> "Ohne Zuwanderung können wir die Arbeitsmarktlücke nicht schließen"
Wie aber mit 50% Hartz4-Quote irgendwas besser werden soll wird natürlich nicht erwähnt!

Guten Tag, du diskutierst hier gerade mit mir und nicht mit irgendeinem amorphen, verhassten linksgrünen Ganzjahresreifen-Bahnhofsklatscher-Teddybären-Mob. Ich habe keine dieser Aussagen jemals getätigt, weder 2015 noch heute.

Aber selbst wenn ein Job vorhanden ist, gibt es ja noch andere Probleme:

https://www.tagesspiegel.de/politik/flu ... 96190.html
=> Und das legen die nicht bei dem illegalen Grenzübertritt ab!

Natürlich. Themenwechsel finden sich immer.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon firlefanz11 » Mi 17. Okt 2018, 09:06

zollagent hat geschrieben:(15 Oct 2018, 18:59)

Zunächst mal daran, daß in den Staaten, wo die Leute herkommen, Despoten und Autoritäten sitzen, ...

Echt?! In Marokko, Tunesien, Algerien sitzen Despoten an der Macht? Das beleg mal... :D
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Mi 17. Okt 2018, 09:19

firlefanz11 hat geschrieben:(17 Oct 2018, 10:06)

Echt?! In Marokko, Tunesien, Algerien sitzen Despoten an der Macht? Das beleg mal... :D

Definiere doch mal Despoten und vergleiche es welche Vorraussetzungen unser Asylrecht hat. Gilt ein Alleinherrscher nicht automatisch als Despot, so kann es aber durchaus sein, daß er unliebsame Kritiker hat, die lieber eine echte rechtsstaatliche Demokratie hätten, denn die gibt es, bei den besagten Ländern mit Abstrichen eigentlich nur in Tunesien.
Ich persönlich zähle demokratische Fassaden (wie auch in Russland ect.) nicht zu den Demokratien, wo ich sagen könnte: Ok da hat jetzt jeder z.B. politisch Andersdenkende die Chance sich rechtsstaatlich gegen Staatliche willkür zu wehren.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon sünnerklaas » Mi 17. Okt 2018, 12:43

Nightrain hat geschrieben:(16 Oct 2018, 18:01)
Stattdessen ist die Auszahlung von Bargeld die Regel geworden.




Richtig - weil die Auszahlung von Bargeld einen sehr viel geringeren Verwaltungsaufwand erfordert und somit deutlich kostengünstiger ist, als die Ausgabe von Sachleistungen. Bei Sachleistungen ist es so, dass erst einmal der Bedarf ermittelt werden muss, dann müssen die Sachleistungen eingekauft und anschliessend an Berechtigte nach Prüfung der Voraussetzungen herausgegeben werden. Das heisst: für die Bedarsfsermittlung, den Einkauf der Sachleistungen, die Prüfung der Voraussetzungen und die Ausgabe brauche ich vier Stellen, für die Prüfung eines Antrags und die Auszahlung eine, maximal zwei.

Die Ausgabe von Gutscheinen scheitert vielerorts daran, dass man niemanden im Handel findet, der die Gutscheine auch annimmt. Das Gutscheinprinzip bedeutet: der Einzelhändler gibt gegen den Gutschein eine Ware aus. Anschließend muss er mit einem Dritten, nämlich einer Behörde abrechnen. Letzteres ist ein deutlich größerer Verwaltungsaufwand für den Händler, als wenn er mit dem Kunden direkt abrechnet, also der Kunde an der Kasse direkt bezahlt. Und was Händler auch noch abhält: Geld ist unendlich schwieriger zu fälschen, als ein Bescheid. Der Händler müsste direkt beim Einkauf prüfen, ob der Bescheid nun echt ist oder nicht - ggf. muss an der Kasse ein Rückruf in die Behörde erfolgen und der Bescheid erst einmal beim Bezahlen auf Echtheit geprüft werden.

Das Problem ist ja, dass zur Zeit viel Geld ins Ausland, in die Herkunftsländer abfließt und die Regierungen dieser Länder mit den Heimatüberweisungen ihre Handelsbilanz aufpolieren. Vielleicht wäre es zu überlegen, ob der Geldverkehr nicht ganz einfach bei der Aufstellung von Handelsbilanzen keine Rolle mehr spielen darf und statt dessen nur noch gegen Rechnung importierte bzw. exportierte Sachgüter und erbrachte Dienstleistungen. Ebenfalls wäre zu überlegen, ob der Zahlungsverkehr in Harter Valuta nicht geändert werden muss: wenn ich also von hier Geld in das Land XYZ überweise muss ich vor der Überweisung HIER das Geld umtauschen. Wer also von D nach RU Geld überweisen will, muss HIER in D zunächst den Betrag in Euro in Rubel umtauschen. Auf dem Überweisungsbeleg steht dann RUBEL und nicht Euro. Das Empfängerland bekommt also unsere Währung nicht zu Gesicht.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon zollagent » Mi 17. Okt 2018, 13:24

firlefanz11 hat geschrieben:(17 Oct 2018, 10:06)

Echt?! In Marokko, Tunesien, Algerien sitzen Despoten an der Macht? Das beleg mal... :D

Aus diesen Ländern kommen nur Bruchteile der Anzahl Menschen, die Ihr hier als "Migranten" verteufelt. Schau lieber, bei wem Eure Führungsspitze unlängst zu Gast war.
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon bnd » Mi 17. Okt 2018, 13:43

zollagent hat geschrieben:(17 Oct 2018, 14:24)

Aus diesen Ländern kommen nur Bruchteile der Anzahl Menschen, die Ihr hier als "Migranten" verteufelt. Schau lieber, bei wem Eure Führungsspitze unlängst zu Gast war.


Rein mathematisch gesehen korrekt, aber im umgangssprachliche Sinne einfach nur :D :D :D :D :D :D

Beim zollagent wohl noch immer nicht angekommen, dass viele nur angebliche Syrer/Iraker sind.
Ich verrate dir noch ein Geheimnis: Das angegebene Alter stimmt auch nicht immer. Aber psst!
"Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich drauf!"
-Katrin Göring-Eckardt, Bündnis 90/Die Grünen
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon firlefanz11 » Mi 17. Okt 2018, 13:48

zollagent hat geschrieben:(17 Oct 2018, 14:24)

Aus diesen Ländern kommen nur Bruchteile ...

:D Laut eigener Aussage, ja... :rolleyes:
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Sammelstrang Flüchtlinge in Deutschland

Beitragvon relativ » Mi 17. Okt 2018, 13:55

Rein mathematisch gesehen korrekt, aber im umgangssprachliche Sinne einfach nur :D :D :D :D :D :D

Wo ist hier der Witz?

Beim zollagent wohl noch immer nicht angekommen, dass viele nur angebliche Syrer/Iraker sind.
Quelle , daß es viele, bzw. die Meisten sind?

Ich verrate dir noch ein Geheimnis: Das angegebene Alter stimmt auch nicht immer. Aber psst!

Ok auch da gibt es Ungereimtheiten, hat aber auch unterschiedlichste Gründe.
Was hat das Alter jetzt aber mit einen Flucht, oder Asylgrund zu tun, bzw ist inwieweit relevant?

Ich verrate dir jetzt auch mal ein dir wohl entgangenes Geheimnis. Du bist da auf ein paar Rattenfänger reingefallen. :thumbup:
Das Banale braucht man nicht zu schälen.

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