Demokratie "von unten" ...!!

Moderator: Moderatoren Forum 2

Mehr Demokratie durch ma§vollen "Staatsbürgerdienst nach Vorschrift?"

Wohl kaum!
11
65%
Vielleicht?
1
6%
Vermutlich.
2
12%
Aber sicher ...!!
3
18%
 
Abstimmungen insgesamt: 17
SIRENE

Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon SIRENE » Mo 10. Mär 2014, 22:42

ein_Bürger » Mo 10. Mär 2014, 21:39 hat geschrieben:Ich verstehe immer noch nicht, was du vorschlägst.

Sollen alle Bürger Deutsch lernen, um Gesetzestexte lesen zu können?
Nein.

Wer Macht hat und die einsetzt, um mit anderen etwas zu tun, was sich mit unseren Gesetzen decken sollte, muß lernen, Bürgern das jeweils relevante Gesetz zu erklären, wenn es so formuliert ist, daß sie nicht überprüfen können, ob die Verwirklichung der obersten Leitlinie Gerechtigkeit dient.

Beispiel: Ein Richter protokolliert nur gelegentlich etwas, das er zusammenfaßt. Der Kläger hat gehört, daß alles Wesentliche ins Protokoll aufgenommen werden muß. Nachdem vor Gericht nichts Unwesentliches passiert, muß alles aufgezeichnet werden. Also verlangt er ein Tonbandprotokoll. Das wird aber verweigert mit dem Hinweis, elektronische Aufzeichnungen seien verboten. Der Betroffene fragt nach der Rechtsvorschrift. Der Richter nennt ihm den § 169 GVG. Der Betroffene sagt, er möchte nicht die Nummer des Gesetzes wissen, sondern den Inhalt. Darauf liest der Richter folgendes vor: § 169 Gerichtsverfassungsgesetz: Die Verhandlung vor dem erkennenden Gericht einschließlich der Verkündung der Urteile und Beschlüsse ist öffentlich. Ton- und Fernseh-Rundfunkaufnahmen sowie Ton- und Filmaufnahmen zum Zwecke der öffentlichen Vorführung oder Veröffentlichung ihres Inhalts sind unzulässig." Nun meint der Betroffene, er wolle doch gar nichts veröffentlichen. Er wolle damit nur sicherstellen, daß er ein faires Verfahren bekommt und Rechtsmittelgerichte nicht so viel Arbeit haben. Darauf meint dann der Richter, es sei auch noch die Prozeßordnung zu beachten. Hier wiederholt sich dann das Spielchen mit dem selben Ergebnis. Schließlich meint der Richter noch, es seien überdies auch noch Kommentare zu berücksichtigen, worauf der Rechtsuchende fragt, welches Gesetz Kommentare verbindlicher mache als Gesetze. Darauf muß die Verhandlung unterbrochen werden, weil der Richter in Ohnmacht gefallen ist.

    :? Ich empfehle deshalb allen, die korrekt behandelt werden wollen vor Gericht,
    sich rechtzeitig um die Aufzeichnung ihrer mündlichen Verhandlung zu kümmern ... :thumbup:

Manchen Rechtsverdrehern wird man, bevor man ihnen Deutsch beibringt, erst mal zeigen müssen, wo ihr Hirn ist, und was man damit machen kann ...
Zweiundvierzig

Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon Zweiundvierzig » Mo 10. Mär 2014, 22:57

SIRENE hat geschrieben:Darauf muß die Verhandlung unterbrochen werden, weil der Richter in Ohnmacht gefallen ist.


Ist das nicht nachvollziehbar? Schließlich sollen Richter Recht sprechen, nicht die Prozessparteien anwaltlich vertreten.
SIRENE

Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon SIRENE » Di 11. Mär 2014, 08:51

SIRENE hat geschrieben:Darauf muß die Verhandlung unterbrochen werden, weil der Richter in Ohnmacht gefallen ist.
ein_Bürger » Mo 10. Mär 2014, 23:57 hat geschrieben:Ist das nicht nachvollziehbar? Schließlich sollen Richter Recht sprechen, nicht die Prozessparteien anwaltlich vertreten.
Das ist nur für Leute nicht nachvollziehbar, die annehmen, Richter konnten die Wahrheit mit Löffeln fressen und das, was man ihnen nach Umlegen eines Lätzchens hineingedrückt hat, mit Macht in Gerechtigkeit umwandeln.

Ich hatte hier einen Fall geschildert, in dem sich der Bußgeldeintreiber eines Landratsamtes um die Aufklärung gedrückt hatte, ob er das Recht für seine Bußgeldverhängung vorschriftsgemäß angewendet hat und das Gericht in der mündlichen Verhandlung mit der Unwahrheit beruhigen konnte, diese Frage sei längst von seinem Vorgesetzten beantwortet worden. Er nannte sogar das Schreiben aus einer dicken Akte, das defakto diese Aufklärung nicht offenbarte. Solche Manipulationen, denen Richter aufgrund der Tatsache, daß sie der einen oder der anderen Partei mehr glauben als Recht wäre, weil für einen solchen Unterschied kein Grund vorliegt, gilt es zu verhindern. Sehr effektiv mit vorschriftsgemäßen Aufzeichnungen. Denn solche "Gelegenheiten" gibt es viele vor Gericht, die das Beseitigen bereits entstandenen Unrechts erschweren oder gar verunmöglichen.

Tja, wie dumm für dich, "ein_Bürger",
daß Du zu diesem Haufen zählst, mit denen Mächtige
machen können, was sie wollen, sofern sie nicht selbst Mächtige sind,
denen es gefällt, mit anderen Dinge zu tun, die nicht Recht sind und schon gar nicht gerecht.

                Das ist nicht nur bedauerlich. Denn wenn täglich bei vielen Gelegenheiten Mächtige im gesamten Machtgefüge tun und lassen, was sie wollen, weil ihr ungerechtes bis rechtswidriges Verhalten nicht durch Juristen justiert wird, richtet das rechtsblöde Volk mit seiner vollen Hose so viel Hoffnung in die politische Arbeit, daß wir vielleicht mal darüber nachdenken sollten, nicht ein paar Milliönchen für die Entwicklung von Gesetzen abzuzweigen, die nicht nur von rechtschaffenen Trotteln befolgt werden, sondern auch von "solchen Leuten", die weltweit mit ihrem Verhalten und dem Versagen zu wenig kontrollierter Machtssysteme so viele Krisenmonster mästen, daß dem Ungeheuer Globalisierung immer mehr Speichel aus dem Maul tropft ...
SIRENE

Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon SIRENE » Di 11. Mär 2014, 09:33

Ich hatte hier in meiner Antwort für "happySchland" auf einen Beitrag hingewiesen (Der Souverän mit der vollen Hose ...), in dem es auch um Behinderungen geht, mit denen Bürger konfrontiert werden, wenn sie das wichtigste Menschenrecht nutzen, das zugleich das wichtigste Bürgerrrecht ist und sich am Recht auf Selbstbestimmung festmachen läßt. Die Moderation hat den Thread inzwischen mit einer unrechtunterstützenden Handlung gekrönt und den Thread geschlossen. Nachdem ich ein Buch füllen könnte über öffentlich geführte Diskussionen, die von "vernickten" Juristen so gestaltet wurden, daß Moderatoren sich irgendwann systemdienlich zeigten und die entstehende Volksaufklärung beendeten, ist dieser Machtakt für mich nichts besonderes. Er wird aber für die Piratenpartei sicherlich noch sehr besonders, denn in deren Segel weht offensichtlich nicht der Wind, der sie ihrem Ziel "mehr Volksinteresse" näher bringt ...

Es gibt sehr viele Sukkursgemeinschaften, die verhindert haben, daß Bürger wichtige Rechte nutzen können, um sich damit zu entlasten und bei regem Gebrauch durch viele viel für unsere Gesellschaft zu tun. An der Veränderung vieler, sehr belastender Kleinigkeiten hat es bisher so gewaltig gefehlt, daß sich kaum noch jemand vorstellen kann, wie viel wir durch ein bißchen Aufklärung in die richtige Richtung bewegen könnten. Auch wegschauende Journalisten sind ein machtvoller Teil dieser ignoranten Sukkursgemeinschaft.

Nachdem dies nun der 64. Beitrag hier ist,

und 4 User glauben, mehr Demokratie sei durch ma§vollen Staatsbürgerdienst nach Vorschrift wohl kaum möglich, ich aber keine Begründungen dafür finde, die sich mit allgemeingültigen Denk-, Rechts- und Erfahrungssätzen oder verständig lebensnaher Betrachtungsweise decken, möchte ich gerne wissen, ob die sich nicht trauen oder einfach nicht in der Lage sind, ihre Meinungen mitzuteilen. Nachdem die meisten hier doch anonym sind und auch bleiben, sofern sie nicht aufgrund von Anschwärzungen zur Preisgabe ihrer Identität gezwungen werden, sehe ich dafür nur einen Grund: Sie möchten an den bestehenden Machtverhältnissen nichts ändern. Wenn sich etwas ändern soll für unsere Gesellschaft, geht kein Weg daran vorbei, an der Machtschraube zu drehen. Richtig? Und womit sollen durch mehr Beachtung des Selbstbestimmungsrechtes Nachteile für Leute verbunden sein, die friedlich im Wohlstand mit anderen zusammenleben möchten?
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paradoxx
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon paradoxx » Di 11. Mär 2014, 10:50

SIRENE » Mo 10. Mär 2014, 18:58 hat geschrieben:
paradoxx » Mo 10. Mär 2014, 15:49 hat geschrieben:... oder lässt die Fragestellung keinen Entscheidungsspielraum?


Sehr schön, paradoxx. Das hoffe ich doch. Oder soll das, was so vielen Angst und Bammel macht, daß das weiße Zeug hier im schwarzen Kasten unsere Situation im Land der Dichter und Denker besser beschreibt als was Larifarijournalisten und investigative Medienmenschen in unsere Kanäle drücken, vom vielen Humpeltänzchen Mächtiger und Ohnmächtiger auf einer immer größeren Spielwiese?

Wenn die Machtunterschiede zwischen Oberen und Unteren so gravierend sind, wie happySchland meinte, um die Flinte ins Korn zu werfen, bevor sie überhaupt jemand in die Hand genommen hat, welche Anhaltspunkte lassen dann so viele glauben, sie würden in einer Demokratie leben ...?
Für Lobbyismus, Intrigen, Machtkämpfe, Profilierungszirkus zwischen Wahlkrämpfen und Sesselzurechtrücken hat nicht mal mehr Verständnis, dem es glänzend geht.
Es sind nicht die Dinge an sich, sofern wir sie überhaupt erkennen, sondern immer das Maß der Dinge.
  • Ich wünsche mir soviel Staat wie nötig und so wenig wie möglich
  • Liberalisierung um ihrer selbst willen kann fatal sein, wie uns das organisierte Bankstertum und die juristische Komplizenschaft vorexerziern, aber magst Du es, wenn Dir eine öffentliche Hand im Hintern herumfingert?
  • Verkehrsregeln können Leben retten, aber Knöllchen für die Alimentierung ganzer Heerscharen von Überversorgten, Unverhartzbaren & Pensionsberechtigten ...?
  • Wo Lobby & Bahşişhoheit uns Abertausende von Verkehrskreiseln & -hindernissen bescheren ...
  • Es wird abendfüllend, wenn wir nach Beispielen suchen
Journalisten müssen die Lücke auffüllen, die eine missbräuchliche Administration hinterlässt.

Aber Diäten sind Tagegelder (diés = Tag). Die Frage ist auch nicht eine Nebentätigkeit, sondern der Hauptamtliche als Stimmvieh und Handlanger am Gesetzesfließband ist zu beklagen. Wer Pluralismus und repräsentative Parlamente will. muss die Übermacht der Etablierten beschneiden. (s. unten)
Willensbildung ist demokratisch-repräsentativ oder totalitär, eins schließt das andere aus (s. Art. 137 GG)
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon Zweiundvierzig » Di 11. Mär 2014, 11:07

SIRENE » Di 11. Mär 2014, 08:51 hat geschrieben:Ich hatte hier einen Fall geschildert, in dem sich der Bußgeldeintreiber eines Landratsamtes um die Aufklärung gedrückt hatte, ob er das Recht für seine Bußgeldverhängung vorschriftsgemäß angewendet hat und das Gericht in der mündlichen Verhandlung mit der Unwahrheit beruhigen konnte, diese Frage sei längst von seinem Vorgesetzten beantwortet worden. Er nannte sogar das Schreiben aus einer dicken Akte, das defakto diese Aufklärung nicht offenbarte. Solche Manipulationen, denen Richter aufgrund der Tatsache, daß sie der einen oder der anderen Partei mehr glauben als Recht wäre, weil für einen solchen Unterschied kein Grund vorliegt, gilt es zu verhindern. Sehr effektiv mit vorschriftsgemäßen Aufzeichnungen. Denn solche "Gelegenheiten" gibt es viele vor Gericht, die das Beseitigen bereits entstandenen Unrechts erschweren oder gar verunmöglichen.


Eben noch hast du eine Norm gerügt, nun bist du dazu übergegangen, Richter pauschal als befangen zu bekritteln - das alles belegt durch einen einzelnen Fall, bei dem du Unregelmäßigkeiten vermutest, und unwissenschaftlicherweise von ihm ausgehend auf allgemein gültige Gesetzmäßigkeiten induzierst.

Was sagen denn Politiker zu deinem Vorschlag, das Recht am gesprochenen Wort (ist es hier überhaupt einschlägig?) zu beschränken? Hast du es schon mit politischen Initiativen versucht?

Zu deiner Information: In Anbetracht der zunehmenden Amerikanisierung der deutschen Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft stehe ich weiteren Abwehrrechten (dazu zähle ich die Verwertung von Gesprächsmitzeichnungen) grundsätzlich offen gegenüber. Das hat einen ganz einfachen Grund: Die zunehmende Individualisierung der Gesellschaft und der sich verhärtende gesellschaftliche Wettbewerb schaffen viele rücksichtslose Menschen, die sich nicht an Sitten und Gewohnheitsrecht (sowie auch Rechtsnormen) halten. Also müssen individuelle Kontrollmöglichkeiten geschaffen bzw. erlaubt werden, um Angriffe durch sie abzuwehren. Mir wird nur nicht klar, was genau du forderst. Konkrete Gesetzesänderungen scheinen es nicht zu sein, wohl eher ein soziokultureller Paradigmenwechsel oder gar eine Verfassungsänderung. Dafür musst du dein Anliegen aber zunächst deutlich klarer und verständlicher mitteilen.
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon Zweiundvierzig » Di 11. Mär 2014, 11:10

Was "Demokratie von unten" im Sinne von Plebisziten angeht: Ja, unbedingt und allumfänglich. Siehe Schweiz!

Damit gehöre ich aber einer Minderheit an, denn die Mehrheit will schwarz-rot-hirntot.
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon paradoxx » Di 11. Mär 2014, 11:22

... denn von oben ist sie ein Paradoxxon
Willensbildung ist demokratisch-repräsentativ oder totalitär, eins schließt das andere aus (s. Art. 137 GG)
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon Ach Gott » Di 11. Mär 2014, 11:32

ein_Bürger » Di 11. Mär 2014, 11:10 hat geschrieben:Was "Demokratie von unten" im Sinne von Plebisziten angeht: Ja, unbedingt und allumfänglich. Siehe Schweiz!

Damit gehöre ich aber einer Minderheit an, denn die Mehrheit will schwarz-rot-hirntot.

Mit mehr Abstimmungen liegt die Demokratie am Boden.
Gute Menschen sind keine Gutmenschen. Wer gutes tut, hat keine Zeigefinger frei.
Diese Benutzer lese oder beantworte ich nur sporadisch: Alexyessin Bakelit Darklightbringer IndianRunner Joker Marmelada Parchuchel Postix pikant dampflok99 hardliner capejazz tantis und der Stalker in blau.
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon Zweiundvierzig » Di 11. Mär 2014, 11:40

paradoxx » Di 11. Mär 2014, 11:22 hat geschrieben:... denn von oben ist sie ein Paradoxxon


Nicht so laut! Du störst die Ruhe der Denkfaulen.
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon Tantris » Di 11. Mär 2014, 11:47

ein_Bürger » Di 11. Mär 2014, 12:10 hat geschrieben:Was "Demokratie von unten" im Sinne von Plebisziten angeht: Ja, unbedingt und allumfänglich. Siehe Schweiz!

Damit gehöre ich aber einer Minderheit an, denn die Mehrheit will schwarz-rot-hirntot.


Wenn du weisst, was die mehrheit will, dann solltest du das akzeptieren. Ob in der schweiz oder D. Und nicht nachmaulen.
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon Zweiundvierzig » Di 11. Mär 2014, 11:47

Ach Gott » Di 11. Mär 2014, 11:32 hat geschrieben:
ein_Bürger » Di 11. Mär 2014, 11:10 hat geschrieben:Was "Demokratie von unten" im Sinne von Plebisziten angeht: Ja, unbedingt und allumfänglich. Siehe Schweiz!

Damit gehöre ich aber einer Minderheit an, denn die Mehrheit will schwarz-rot-hirntot.

Mit mehr Abstimmungen liegt die Demokratie am Boden.


Nein.
Zweiundvierzig

Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon Zweiundvierzig » Di 11. Mär 2014, 11:50

Tantris » Di 11. Mär 2014, 11:47 hat geschrieben:
ein_Bürger » Di 11. Mär 2014, 12:10 hat geschrieben:Was "Demokratie von unten" im Sinne von Plebisziten angeht: Ja, unbedingt und allumfänglich. Siehe Schweiz!

Damit gehöre ich aber einer Minderheit an, denn die Mehrheit will schwarz-rot-hirntot.


Wenn du weisst, was die mehrheit will, dann solltest du das akzeptieren. Ob in der schweiz oder D. Und nicht nachmaulen.


Meinung vernommen (und entsorgt).
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Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon paradoxx » Di 11. Mär 2014, 12:05

Tantris » Di 11. Mär 2014, 11:47 hat geschrieben:
ein_Bürger » Di 11. Mär 2014, 12:10 hat geschrieben:Was "Demokratie von unten" im Sinne von Plebisziten angeht: Ja, unbedingt und allumfänglich. Siehe Schweiz!

Damit gehöre ich aber einer Minderheit an, denn die Mehrheit will schwarz-rot-hirntot.


Wenn du weisst, was die mehrheit will, dann solltest du das akzeptieren. Ob in der schweiz oder D. Und nicht nachmaulen.
Es kommt immer darauf an, wie die sich rekrutiert.
Willensbildung ist demokratisch-repräsentativ oder totalitär, eins schließt das andere aus (s. Art. 137 GG)
SIRENE

Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon SIRENE » Di 11. Mär 2014, 12:27

paradoxx » Di 11. Mär 2014, 11:50 hat geschrieben:
        "Für Lobbyismus, Intrigen, Machtkämpfe, Profilierungszirkus zwischen Wahlkrämpfen und Sesselzurechtrücken hat nicht mal mehr Verständnis, dem es glänzend geht."

Es sind nicht die Dinge an sich, sofern wir sie überhaupt erkennen, sondern immer das Maß der Dinge.
  • Ich wünsche mir soviel Staat wie nötig und so wenig wie möglich
  • Liberalisierung um ihrer selbst willen kann fatal sein, wie uns das organisierte Bankstertum und die juristische Komplizenschaft vorexerziern, aber magst Du es, wenn Dir eine öffentliche Hand im Hintern herumfingert?
  • Verkehrsregeln können Leben retten, aber Knöllchen für die Alimentierung ganzer Heerscharen von Überversorgten, Unverhartzbaren & Pensionsberechtigten ...?
  • Wo Lobby & Bahşişhoheit uns Abertausende von Verkehrskreiseln & -hindernissen bescheren ...
  • Es wird abendfüllend, wenn wir nach Beispielen suchen
Journalisten müssen die Lücke auffüllen, die eine missbräuchliche Administration hinterlässt.

Aber Diäten sind Tagegelder (diés = Tag). Die Frage ist auch nicht eine Nebentätigkeit, sondern der Hauptamtliche als Stimmvieh und Handlanger am Gesetzesfließband ist zu beklagen. Wer Pluralismus und repräsentative Parlamente will. muss die Übermacht der Etablierten beschneiden. (s. unten)


Jetzt verstehe ich. Du stimmst meinem Engagement voll zu. Aber dann betraft meine Kritik an die hier vorherrschende "Mühelosigkeit" im Forum zur Förderung der politischen Diskussion dich doch gar nicht.

Damit uns die öffentliche Hand nicht zu sehr auf den Puls fühlt mit ihrem Stinkefinger, ist doch die Nutzung des wichtigsten Menschenrechtes DER IDEALE ABWEHRMECHANISMUS des eigentlichen Souveräns unserer parlamentarischen Demokratie, oder nicht?
Zuletzt geändert von SIRENE am Di 11. Mär 2014, 12:39, insgesamt 1-mal geändert.
SIRENE

Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon SIRENE » Di 11. Mär 2014, 12:38

ein_Bürger » Di 11. Mär 2014, 12:07 hat geschrieben:Eben noch hast du eine Norm gerügt, nun bist du dazu übergegangen, Richter pauschal als befangen zu bekritteln - das alles belegt durch einen einzelnen Fall, bei dem du Unregelmäßigkeiten vermutest, und unwissenschaftlicherweise von ihm ausgehend auf allgemein gültige Gesetzmäßigkeiten induzierst.

Was sagen denn Politiker zu deinem Vorschlag, das Recht am gesprochenen Wort (ist es hier überhaupt einschlägig?) zu beschränken? Hast du es schon mit politischen Initiativen versucht?

Zu deiner Information: In Anbetracht der zunehmenden Amerikanisierung der deutschen Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft stehe ich weiteren Abwehrrechten (dazu zähle ich die Verwertung von Gesprächsmitzeichnungen) grundsätzlich offen gegenüber. Das hat einen ganz einfachen Grund: Die zunehmende Individualisierung der Gesellschaft und der sich verhärtende gesellschaftliche Wettbewerb schaffen viele rücksichtslose Menschen, die sich nicht an Sitten und Gewohnheitsrecht (sowie auch Rechtsnormen) halten. Also müssen individuelle Kontrollmöglichkeiten geschaffen bzw. erlaubt werden, um Angriffe durch sie abzuwehren. Mir wird nur nicht klar, was genau du forderst. Konkrete Gesetzesänderungen scheinen es nicht zu sein, wohl eher ein soziokultureller Paradigmenwechsel oder gar eine Verfassungsänderung. Dafür musst du dein Anliegen aber zunächst deutlich klarer und verständlicher mitteilen.

Ich hatte nicht die Norm gerügt, sondern die mangelhafte Rechtsanwendung dazu, die gerne zugunsten jener ausfällt, die mit dem Beschei§en, Abgreifen anderer gut fahren und damit sehr viel Macht saugen und viele Scheren spreizen weltweit.

Es geht nur darum, daß sich der Einzelne mehr um eine bessere Unterstützung mithilfe der Justiz kümmert, aber dieses letzte Mittel der Vernunft einschränkt, indem er Staatsdienern, wo auch immer sie lauern, das Verhalten abverlangt, das der Gesetzgeber als WILLEN DES VOLKES in Gesetzbücher geschrieben hat. §§ werden nicht länger versiegelte Geheimnisse bleiben, zu denen nur Juristen Zugang haben (wenn überhaupt), wenn der Bürger weiß, daß er mithilfe des Selbstbestimmungsrechtes die Fremdbestimmung auf das Ma§ einschränken kann, das allen gefällt. Und wenn der Einzelne weiß, wie er Juristen zu einem Verhalten bringen kann, das einer der besten Rechtsordnungen der Welt entspricht, ist eigentlich alles gebongt. Mehr ist nicht möglich bis auf einige kleine Verbesserungen seiner Verständigungsfähigkeiten.

Eigentlich steht alles im Threadöffner. Kann sein, daß mir auch mal besseres Formulierung gelingen. Wer weiß ...
Zuletzt geändert von SIRENE am Di 11. Mär 2014, 12:49, insgesamt 3-mal geändert.
Zweiundvierzig

Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon Zweiundvierzig » Di 11. Mär 2014, 13:19

SIRENE » Di 11. Mär 2014, 12:38 hat geschrieben:
ein_Bürger » Di 11. Mär 2014, 12:07 hat geschrieben:Eben noch hast du eine Norm gerügt, nun bist du dazu übergegangen, Richter pauschal als befangen zu bekritteln - das alles belegt durch einen einzelnen Fall, bei dem du Unregelmäßigkeiten vermutest, und unwissenschaftlicherweise von ihm ausgehend auf allgemein gültige Gesetzmäßigkeiten induzierst.

Was sagen denn Politiker zu deinem Vorschlag, das Recht am gesprochenen Wort (ist es hier überhaupt einschlägig?) zu beschränken? Hast du es schon mit politischen Initiativen versucht?

Zu deiner Information: In Anbetracht der zunehmenden Amerikanisierung der deutschen Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft stehe ich weiteren Abwehrrechten (dazu zähle ich die Verwertung von Gesprächsmitzeichnungen) grundsätzlich offen gegenüber. Das hat einen ganz einfachen Grund: Die zunehmende Individualisierung der Gesellschaft und der sich verhärtende gesellschaftliche Wettbewerb schaffen viele rücksichtslose Menschen, die sich nicht an Sitten und Gewohnheitsrecht (sowie auch Rechtsnormen) halten. Also müssen individuelle Kontrollmöglichkeiten geschaffen bzw. erlaubt werden, um Angriffe durch sie abzuwehren. Mir wird nur nicht klar, was genau du forderst. Konkrete Gesetzesänderungen scheinen es nicht zu sein, wohl eher ein soziokultureller Paradigmenwechsel oder gar eine Verfassungsänderung. Dafür musst du dein Anliegen aber zunächst deutlich klarer und verständlicher mitteilen.

Ich hatte nicht die Norm gerügt, sondern die mangelhafte Rechtsanwendung dazu, die gerne zugunsten jener ausfällt, die mit dem Beschei§en, Abgreifen anderer gut fahren und damit sehr viel Macht saugen und viele Scheren spreizen weltweit.

Es geht nur darum, daß sich der Einzelne mehr um eine bessere Unterstützung mithilfe der Justiz kümmert, aber dieses letzte Mittel der Vernunft einschränkt, indem er Staatsdienern, wo auch immer sie lauern, das Verhalten abverlangt, das der Gesetzgeber als WILLEN DES VOLKES in Gesetzbücher geschrieben hat. §§ werden nicht länger versiegelte Geheimnisse bleiben, zu denen nur Juristen Zugang haben (wenn überhaupt), wenn der Bürger weiß, daß er mithilfe des Selbstbestimmungsrechtes die Fremdbestimmung auf das Ma§ einschränken kann, das allen gefällt. Und wenn der Einzelne weiß, wie er Juristen zu einem Verhalten bringen kann, das einer der besten Rechtsordnungen der Welt entspricht, ist eigentlich alles gebongt. Mehr ist nicht möglich bis auf einige kleine Verbesserungen seiner Verständigungsfähigkeiten.

Eigentlich steht alles im Threadöffner. Kann sein, daß mir auch mal besseres Formulierung gelingen. Wer weiß ...


Ich verstehe wieder (bzw. immer noch) nicht, was du meinst. Kannst du das bitte nochmal erklären?
SIRENE

Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon SIRENE » Di 11. Mär 2014, 14:10

ein_Bürger » Di 11. Mär 2014, 14:19 hat geschrieben:Ich verstehe wieder (bzw. immer noch) nicht, was du meinst. Kannst du das bitte nochmal erklären?
Unterstreiche doch bitte mal, was Du nicht verstehst. Bei so viel Text könnte man ja fast den Eindruck gewinnen, Du möchtest nicht verstehen. Ich helfe Leuten, die sich für mich nicht verständlich genug ausdrücken, daß ich ihnen sage, was genau ich nicht verstehe. Verstehen ist ja grundsätzlich eine Angelegenheit des Verstehenwollens. Und nirgendwo sonst sind mir so viele Schwachsinnige begegnet wie im Rechtssystem, die meist anfallartig überhaupt nichts mehr verstanden und es oft sehr eilig hatten, um zum Bahnhof zu kommen ... Wer "Bahnhof" fragt, landet selten auf der Mülldeponie.
Zweiundvierzig

Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon Zweiundvierzig » Di 11. Mär 2014, 14:19

SIRENE » Di 11. Mär 2014, 14:10 hat geschrieben:
ein_Bürger » Di 11. Mär 2014, 14:19 hat geschrieben:Ich verstehe wieder (bzw. immer noch) nicht, was du meinst. Kannst du das bitte nochmal erklären?
Unterstreiche doch bitte mal, was Du nicht verstehst. Bei so viel Text könnte man ja fast den Eindruck gewinnen, Du möchtest nicht verstehen. Ich helfe Leuten, die sich für mich nicht verständlich genug ausdrücken, daß ich ihnen sage, was genau ich nicht verstehe. Verstehen ist ja grundsätzlich eine Angelegenheit des Verstehenwollens. Und nirgendwo sonst sind mir so viele Schwachsinnige begegnet wie im Rechtssystem, die meist anfallartig überhaupt nichts mehr verstanden und es oft sehr eilig hatten, um zum Bahnhof zu kommen ... Wer "Bahnhof" fragt, landet selten auf der Mülldeponie.


Am besten alles nochmal erklären, und zwar so oft, bis ich's verstehe. Verweis auf den Eröffnungsbeitrag genügt nicht, genauso wenig wie auch der richterliche Hinweis auf den Paragraphen genügt. Vergliche man mich mit o.g. Kläger, der vor Betreten des Gerichtssaals sich nicht über die Rechtslage informiert hat und daher den Richter in die Pflicht nimmt, so müsste man mir zugestehen, dass ich schon viel weiter bin: Ich habe deinen Eröffnungsbeitrag sehr wohl gelesen, nur verstehe ich ihn nicht.

Also: Was forderst du konkret?
SIRENE

Re: Demokratie "von unten" ...!!

Beitragvon SIRENE » Di 11. Mär 2014, 14:43

ein_Bürger » Di 11. Mär 2014, 15:19 hat geschrieben:Am besten alles nochmal erklären, und zwar so oft, bis ich's verstehe. Verweis auf den Eröffnungsbeitrag genügt nicht, genauso wenig wie auch der richterliche Hinweis auf den Paragraphen genügt. Vergliche man mich mit o.g. Kläger, der vor Betreten des Gerichtssaals sich nicht über die Rechtslage informiert hat und daher den Richter in die Pflicht nimmt, so müsste man mir zugestehen, dass ich schon viel weiter bin: Ich habe deinen Eröffnungsbeitrag sehr wohl gelesen, nur verstehe ich ihn nicht.

Also: Was forderst du konkret?


Daß Du aufhörst mit dem Quatsch und mir sagst, was Du nicht verstehst. Wenn nicht, läßt Du es eben. Ganz einfach. Davon geht deine Welt sicher nicht unter. Alle anderen, die schon etwas weiter sind, müssen ja auch noch umgeben sein von Leuten, die noch nicht so weit sind wie sie, damit sie sich besser fühlen können als die.

Und die Fitteren können dann auch schon,
    sobald ihnen irgendwas nicht geheuer erscheint,
      oder was nach Ungerechtigkeiten, Machtmißbrauch riecht,
        ihren Gegenübern klarmachen,
          daß die nichts zu von ihnen zu wollen haben,
            wenn sie das nicht mit einem entsprechenden Gesetz begründen können
              und das notfalls auch so verständlich und nachvollziehbar erklären,
            daß sie es verstehen und sicher sind,
          daß der damit zu erreichende Zweck
        der obersten Leitlinie für Politiker und Juristen entspricht, Gerechtigkeit,
      und ein gerechtes Geben und Nehmen nicht gefährdet
    durch widerrechtliches Interpretieren,
Deuten oder Auslegen von Rechtsvorschriften.


Das alles vermag das Selbstbestimmungsrecht gemäß Art. 2 GG,
auch wenn man ihm das kaum ansieht.

Toll wa ...?? Einfach irre, was man entdecken kann, wenn man genauer hinschaut ...

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