Merkel und die Zivilcourage

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Marcin
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Re: Merkel und die Zivilcourage

Beitragvon Marcin » Fr 21. Nov 2008, 10:21

bakunicus hat geschrieben:wir haben 35 mio. menschen jedes jahr die an hunger oder seinen folgen sterben jedes jahr ...


Das liegt aber insbesondere daran, dass die betroffenen Länder in der Regel Überbevölkert sind. Solange die sich vermehren wie die Karnickel, wird man das nicht ändern können. Denn sobald es denen ein wenig durch unsere Hilfe besser geht, vermehren die sich nur noch mehr.
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bakunicus
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Re: Merkel und die Zivilcourage

Beitragvon bakunicus » Fr 21. Nov 2008, 10:22

MarcinMaximus hat geschrieben:
Das liegt aber insbesondere daran, dass die betroffenen Länder in der Regel Überbevölkert sind. Solange die sich vermehren wie die Karnickel, wird man das nicht ändern können. Denn sobald es denen ein wenig durch unsere Hilfe besser geht, vermehren die sich nur noch mehr.


das ist EIN grund ...
aber SICHER nicht der einzige ...


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Peddargh
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Re: Merkel und die Zivilcourage

Beitragvon Peddargh » Fr 21. Nov 2008, 10:46

[quote="logiCopter"][...]Übrigens: Das wollen wir alle. Nur - Wollen und Verwirklichen sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Aber fordert man deinesgleichen auf, Vorschläge zur praktischen Verwirklichung der schönen Vorsätze zu machen, bekommst du einen Anfall wie gerade oben nachzulesen: [i]da platzt mir die hutschnur ... ein SCHEIßDRECK !!! ... immer schlimmer wird der saustall ... ich könnte platzen[/i]
Du bist leider nicht fähig, über dein dämliches Sündenbockschema und Schuldzuweisungen hinauszudenken und Problemlösungen ernsthaft anzudenken.[/quote]



... und verschluckt sich an seiner eigenen "Medizin"
Du forderst Verbesserungsvorschläge, hast aber selbst nichts dazu beizutragen.
Oder glaubst du deine Diskreditierungsversuche haben irgend eine andere Wirkung, als das selbstverliebte streicheln deines offensichtlich überzogenen Egos?
Es sind deutsche, amerikanische, russische, französische, etc. Waffen mit denen sich weltweit umgebracht wird.
Ein "Export-Geschäft" an dem wir wundervoll verdienen.
Zeitgleich leben wir hier ganz wunderbar von den Importen auch aus solchen Ländern.

Und auch für die Ernährung in diesen Ländern tun wir eine Menge. Weil wir von Hühnern beispielsweise nur die zarten Brüstchen haben wollen exportieren wir die Beine in diese hungerleidenden Länder. Und nehmen dort den Hühnerbauern, die Existenzgrundlage, weil wir diese dort, trotz Transport, billiger anbieten können als die Bauern.
Somalia haben wir fallen lassen. In diesem rechtsfreien Raum waren es unsere Fischfangindustrieschiffe die denen den Fisch wegfingen. Und jetzt denken wir neuerlich über eine militärische Intervention nach, weil diese jetzt anfangen Schiffe zu fischen.

Es ist ein Fakt: Wir leben hier hervorragend von dem Elend in der Welt. Und das bezieht sich auf uns alle im Vergleich mit den Menschen in den Gebieten in denen Krieg und Elend herrschen.
Und wir, das Volk, sind alle Gutmenschen, die uns dieses Elend in der Welt sicher nicht wünschen.
Haben aber nicht das geringste Problem damit in der Waffenindustrie zu arbeiten.

Es geht um Geld! Und die Gier danach.
Und jetzt wo wir national sehen müssen, das unser Glaube, wir müssten nur denen, die genug davon haben um Arbeitsplätze zu schaffen, mehr geben, um mehr Arbeitsplätze zu erhalten, ein fataler Irrtum war, reden wir von der arbeitenden Armut einerseits und einer Pogrommstimmung gegen Manager(welch bitterer Zynismus) andererseits.

Und da stellst du dich mit dem Versuch hin einen Kritiker klein zu reden, indem du ihm Tatenlosigkeit vorwirfst, während du dich genüsslich in deiner selbst empfundenen Überlegenheit suhlst?
Da hebt er ab, der logiCopter, und merkt nicht wie im schon beim Start seine Rotoren aus Überheblichkeit, Desinteresse und Untätigkeit die eigene Logik zerfetzt.

Practice what you preach!
Wo sind deine Ansätze einer Zivil-Courage?
Doch nicht wirklich in den einzig nachlesbaren (des)Informationen, die du hier zum besten gibst.
Zuletzt geändert von Peddargh am Fr 21. Nov 2008, 10:51, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Merkel und die Zivilcourage

Beitragvon logiCopter » Fr 21. Nov 2008, 12:09

Peddargh hat geschrieben:... und verschluckt sich an seiner eigenen "Medizin"
Du forderst Verbesserungsvorschläge, hast aber selbst nichts dazu beizutragen.

Sobald ich mich so wie ihr in selbstgerechter Richter-Manier hinstelle und irgendwelche Sündenböcke für den Hunger und das Elend in der Welt anprangere, kann jeder von mir Verbesserungsvorschläge erwarten.
Solange man sich aber eurer kindlichen Selbstgerechtigkeit nicht anschließt, hat jeder das Recht nach der praktischen Umsetzbarkeit eures platten Moralismus zu fragen ohne selbst einen Königsweg parat zu haben.
Jeder hat das Recht, demütig zu sagen, es ist verdammt schwierig und er weiß auch keine perfekte Lösung.
Von Kritikern und Schuldzuweisern allerdings muss man schon schlüssige bessere Konzepte als die Vorhandenen erwarten können.
Wenn also der Schlauberger Yellow Submarine den bösen "Grossmanagern" empfiehlt, von ihrem Gehalt etwas abzugeben, damit die verhungernden Afrikaner was zu essen haben, dann muss die Frage schon erlaubt sein, wie der Sündenbock "Grossmanager" sein Geld den Hungernden überhaupt zukommen lassen soll. Leider ist das Submarine seit meiner Frage aber auf Tauchstation. Ich weiß, so ein Unterseeboot taucht nur kurz mal auf, lässt mal eben ein paar moralgeschwängerte Luftblasen an die Oberfläche blubbern und verschwindet dann wieder.
Das reicht mir aber nicht.

Da ist mir ein "Grossmanger" wie Bill Gates mit seiner Foundation (ca. 40 Milliarden Dollar) schon lieber, weil der bestimmt schon das hundertfache an echter Hilfe für Hungernde in Afrika geleistet als irgendwelche Muffköpfe mit ihren rückwärtsgewandten Pauschalvorstellungen der Welt und ihrer Betriebsnudel Vorstellung von Gut und Böse.
Zuletzt geändert von logiCopter am Fr 21. Nov 2008, 12:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Merkel und die Zivilcourage

Beitragvon Peddargh » Fr 21. Nov 2008, 12:33

logiCopter hat geschrieben:Sobald ich mich so wie ihr in selbstgerechter Richter-Manier hinstelle und irgendwelche Sündenböcke für den Hunger und das Elend in der Welt anprangere, kann jeder von mir Verbesserungsvorschläge erwarten.
Solange man sich aber eurer kindlichen Selbstgerechtigkeit nicht anschließt, hat jeder das Recht nach der praktischen Umsetzbarkeit eures platten Moralismus zu fragen ohne selbst einen Königsweg parat zu haben.
Jeder hat das Recht, demütig zu sagen, es ist verdammt schwierig und er weiß auch keine perfekte Lösung.
Von Kritikern und Schuldzuweisern allerdings muss man schon schlüssige bessere Konzepte als die Vorhandenen erwarten können.
Wenn also der Schlauberger Yellow Submarine den bösen "Grossmanagern" empfiehlt, von ihrem Gehalt etwas abzugeben, damit die verhungernde Afrikaner was zu essen haben, dann muss die Frage schon erlaubt sein, wie der Sündenbock "Grossmanager" sein Geld den Hungernden überhaupt zukommen lassen soll. Leider ist das Submarine seit meiner Frage aber auf Tauchstation. Ich weiß, so ein Unterseeboot taucht nur kurz mal auf, lässt mal eben ein paar moralgeschwängerte Luftblasen an die Oberfläche blubbern und verschwindet dann wieder.
Das reicht mir aber nicht.

Da ist mir ein "Grossmanger" wie Bill Gates mit seiner Foundation (ca. 40 Milliarden Dollar) schon lieber, weil der bestimmt schon das hundertfache an echter Hilfe für Hungernde in Afrika geleistet als irgendwelche Muffköpfe mit ihren rückwärtsgewandten Pauschalvorstellungen der Welt und ihrer Betriebsnudel Vorstellung von Gut und Böse.

In der Kritik allein, liegt häufig schon der Ansatz einer Lösung.
Sicher, es gibt einige Beispiele Superreicher, die tatsächlich einen nicht kleinen Teil ihres Reichtums abzugeben bereit sind und damit gutes tun. Wenn auch Bill Gates, hier nicht das beste Beispiel ist.
Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Methoden, die zu diesem Reichtum führen, Kern der Kritik ist.
Hier werden Menschen, die diesen Reichtum erarbeiten, zu Almosenempfängern.
Meine Kritik richtet sich nicht gegen zu kleine Abgaben der Reichen, sondern gegen die Art und Weise wie diese zu ihrem Reichtum erst kommen.
Jeglicher Reichtum dieser Welt wird erarbeitet!
Es sind die Wertmaßstäbe, die zu einer Ungerechtigkeit führen, die angeprangert wird. Zu Recht! Wie ich finde und immer wieder bewiesen sehe.
Beispielsweise steht hinter den "Finanzprodukten" die aktuell zu einer Weltwirtschaftskrise geführt haben, keine echte Leistung, im Gegensatz zu den Leistungen, die erbracht wurden um die Häuser, die da weltweit gehandelt wurden, zu erbauen. Und während sich einige Dumm und dämlich an diesen Häusern über "Finanzprodukte" verdient haben, wird diese Zeche auch von eben diesen Erbauern und anderen gezahlt. So auch von uns (6.000€ pro Kopf).

Da liegt der Hase im Pfeffer.
Und das so offensichtlich, dass man sich wundern muß, dass sich einfache Menschen in so großer Zahl finden lassen, die diesen ganzen Mist auch noch gut heissen.
Die Lösung heisst also: Leistung muß sich wieder lohnen. Und zwar für den der sie leistet und nicht für jene, die diese Leistung nehmen, wieder und wieder verkaufen und aus diesem System eine "Leistung" machen, die so viel mehr wert ist, als die eigentliche Leistung.

Darauf hinzuweisen, dafür zu kämpfen, ist in meinen Augen die Zivilcourage, die ich schmerzlich vermisse.
Auch und gerade in den Zeilen, die du hier lieferst.
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Re: Merkel und die Zivilcourage

Beitragvon logiCopter » So 30. Nov 2008, 12:25

Peddargh hat geschrieben:Sicher, es gibt einige Beispiele Superreicher, die tatsächlich einen nicht kleinen Teil ihres Reichtums abzugeben bereit sind und damit gutes tun. Wenn auch Bill Gates, hier nicht das beste Beispiel ist.

Immer her mit den besseren Beispielen. 8)



Peddargh hat geschrieben:Meine Kritik richtet sich nicht gegen zu kleine Abgaben der Reichen, sondern gegen die Art und Weise wie diese zu ihrem Reichtum erst kommen.
...
Es sind die Wertmaßstäbe, die zu einer Ungerechtigkeit führen, die angeprangert wird. Zu Recht! Wie ich finde und immer wieder bewiesen sehe.

Du wirst lachen, aber das gleiche vermutete ich auch bei Submarine und Co. schon die ganze Zeit.
Es geht gar nicht um das Mitleid mit den armen verhungernden Schwarzen in Afrika oder wie man ihnen Spenden der "Grossmanager" zukommen lassen soll, sondern darum, den pöhsen Reichen auf die 543.763.947 ste Art irgendwie ans Bein zu pinkeln.
Die verhungernden Schwarzen bieten dazu nur mal wieder ein prächtiges Vehikel.
Zuletzt geändert von logiCopter am So 30. Nov 2008, 12:41, insgesamt 2-mal geändert.
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