Rauchverbot für Mütter!

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Was hältst Du vom Rauchverbot für Mütter

Umfrage endete am Di 5. Jul 2011, 21:54

Mein Bauch und meine Lunge gehören mir
6
30%
wenn Rauchverbot, dann nur auf freiwilliger Basis
2
10%
Wo Kinder sind ist Rauchen verboten!
12
60%
 
Abstimmungen insgesamt: 20
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Umetarek
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Re: Rauchverbot für Mütter!

Beitragvon Umetarek » Di 31. Mai 2011, 19:46

Mal davon abgesehen, dass es Frauen gibt, die sich Schöneres denken können, als Hormone zu schlucken, einfach so, jeden Tag. Soll der Gesundheit zumindest nicht zuträglich sein...
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Claud
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Re: Rauchverbot für Mütter!

Beitragvon Claud » Di 31. Mai 2011, 19:55

Sal Paradise » Di 31. Mai 2011, 17:51 hat geschrieben:
Für eine Sucht ist man in vollem Umfang selbst verantwortlich. Das bestreitest Du ja nicht.
Also ist man auch selbst dafür verantwortlich, diese Sucht wieder loszuwerden. Wenn man ein Kind bekommt, schadet man nämlich nicht mehr nur sich selbst. Wer noch nicht einmal dieses Quentchen Verantwortungsgefühl besitzt, sich spätestens dann in eine Therapie zu begeben, der hat sich als Elternteil schon vor der Geburt des Kindes disqualifiziert.

Viele gesellschaftliche Probleme würde es heutzutage nicht geben, wenn Eigenverantwortung wieder mehr in den Focus rücken würde.


Nu nochmal etwas differenzierter. Man ist natürlich dafür selbst verantwortlich, wenn man etwas in einer menge konsumiert, die zu einer Sucht führen kann. Wenn man aber eine Sucht hat, dann ist man krank und benötigt nicht selten Hilfe, um hier erfolgreich dagegen vorgehen und sich dieser Sucht entledigen zu können. Und hier wird es leider oftmals kompliziert. Es fängt schon dann dabei an, dass die eigene Sucht überhaupt erst eingestanden werden bzw erkannt werden muss (schon hier wird oftmals Hilfe benötigt) und diese Person auch die Kraft oder gar Möglichkeiten erlangen muss, dagegen vorgehen zu können. Und leider existiert in unserem Lande ein Gesundheitssystem, welches eben nicht mit ausreichenden Mitteln im Sucht- und Sozialpsychiatrischen- Diensten ausgestattet ist und die Hilfe, wenn sie denn kurzfristig in Anspruch genommen werden könnte, immer auch kostengünstig zur Verfügung stellt. Und ich kann dir hier versichern, dass die Situation sicherlich nicht besser werden wird, wenn man so salopp das Rauchen für Eltern verbieten würde. Mal ganz davon abgesehen, dass das Rauchen auch beim vorgehen gegen jene Sucht eben nicht von Heute auf Morgen auch gestoppt werden kann, eine gewisse Zeit dennoch benötigt wird und eben über diese Zeit heraus formal eine Straftat von eben jener Person begangen wird, welche eigentlich krank ist.
Zuletzt geändert von Claud am Di 31. Mai 2011, 20:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rauchverbot für Mütter!

Beitragvon Tirolerin » Di 31. Mai 2011, 20:14

Dass sich ein Kind nicht immer planen lässt, halte ich für die dümmste Ausrede überhaupt. Grade heutzutage kann man das besser planen als je zuvor. Die Fälle, wo gleichzeitig das Kondom reisst und die Pille versagt, muss man mir mal zeigen. Der Grund für ungewollte Schwangerschaften ist immer Achtlosigkeit. Wer sich verantwortungsvoll mit dem Thema auseinanderswetzt und entsprechende Vorkehrungen trifft, wird auch nicht ungewollt schwanger, bzw. ungewollt Vater.

Wieviele Menschen verhüten im Laufe ihres fruchtbaren Daseins tatsächlich immer stets mindestens mit zwei sehr sicheren Methoden? :? Und selbst dann bleibt auch bei richtiger Anwendung ein Restrisiko.

Wie der Staat eigentlich feststellen will, ob eine Frau nun rauchen darf oder nicht, wurde mir bisher nicht erklärt. Ab der Menarche Zwangstests alle drei Wochen?
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Re: Rauchverbot für Mütter!

Beitragvon Dampflok » Di 31. Mai 2011, 22:22

Amun Ra » Di 31. Mai 2011, 20:42 hat geschrieben:Ist so ziemlich das dümmste und weltfremdeste, gleichzeitig arroganteste Geschwafel das ich bislang überhaupt in diesem Forum lesen durfte. :rolleyes:


Hey, und ich? :mad:

.
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Re: Rauchverbot für Mütter!

Beitragvon Dampflok » Di 31. Mai 2011, 22:22

Umetarek » Di 31. Mai 2011, 20:46 hat geschrieben:Mal davon abgesehen, dass es Frauen gibt, die sich Schöneres denken können, als Hormone zu schlucken, einfach so, jeden Tag. Soll der Gesundheit zumindest nicht zuträglich sein...


Dann schon lieber Nikotin während der Schwangerschaft.


.
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Re: Rauchverbot für Mütter!

Beitragvon Tirolerin » Di 31. Mai 2011, 23:01

Dampflok » Di 31. Mai 2011, 22:22 hat geschrieben:Dann schon lieber Nikotin während der Schwangerschaft.
.

Interessanter Hinweis. Raucherinnen sollten ja sowieso nicht hormonell verhüten.


Wie machen wirs denn nun? Zwangsschwangerschaftstests?
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Re: Rauchverbot für Mütter!

Beitragvon Umetarek » Mi 1. Jun 2011, 06:33

Dampflok » Di 31. Mai 2011, 23:22 hat geschrieben:
Dann schon lieber Nikotin während der Schwangerschaft.


.

Bin notorischer Nichtraucher :p
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Re: Rauchverbot für Mütter!

Beitragvon Sal Paradise » Mi 1. Jun 2011, 07:31

Claud » Di 31. Mai 2011, 20:42 hat geschrieben:Möchtest du nun pauschal behaupten, es sind nur arme und ungebildete, welche dem Konsum von Rauchwaren nachgehen? Wenn ich Statistiken glauben kann, dann raucht ungefähr jedes dritte Mitglied der Mittel- und Oberschicht, weshalb ich mein Beispiel (welches ich aber vorher bereits lediglich als möglich bezeichnet habe, da ich es mir aus dem stand heraus erstmal nur erdacht habe) nicht unbedingt als realitätsfern bezeichnen würde, obwohl es natürlich nur eines von vielen Möglichkeiten darstellen soll bzw. könnte.


Nein, das möchte ich nicht behaupten und habe das auch nirgends. Trotzdem darfst Du mir zu den von Dir angeführten Statistiken gern Quellen nennen.

Claud » Di 31. Mai 2011, 20:42 hat geschrieben:Zumindest würde ich Übergewicht, Diabetes und alle möglichen anderen arten an Zivilisationskrankheiten (Lungenkrebs ist übrigens auch eine) nicht unterschätzen. Zumal solche Krankheiten wie Diabetes Typ 2 um einiges vielfacher auftreten, als Lungenkrebs. Desweiteren gilt falsche Ernährung als größerer Faktor in Sachen Krebsentwicklung, als der Konsum von Rauchwaren und ich glaube auch eher, dass der plötzliche Kindestod hier eher ein Problem stellt, als die erhöhte Gefährdung für einen Lungenkrebs. Zumal wir hier dann schon noch bei Krebs beachten müssen, dass hier oftmals mehrere Faktoren ineinander gehen, die zu einer Erkrankung führen können. Das groß an Krebs erkrankten Menschen bringt nämlich nicht selten auch mehrere Makel oder/und Laster mit sich, welche als Möglichkeiten für Krebs betrachtet werden.


Es geht hier nicht um die Einordnung anderer Krankheiten, oder um Lungenkrebs im Allgemeinen, sondern um rauchende Eltern.

Claud » Di 31. Mai 2011, 20:42 hat geschrieben:Jetzt hätte ich gerne mal einen Beleg dafür, dass alleine das Passivrauchen bei Kindern zu einer großen Anzahl an lebensbedrohlichen Gefahren führt. Und hier meine ich etwas mehr, als "nur" die Erhöhung von gewissen Wahrscheinlichkeiten zur Erlangung von bestimmten Krankheiten.


Dein Diskussionsstil ist schon kurios. Du verlangst von mir Belege für etwas, was ich nie behauptet habe, belegst selbst aber keine einzige Deiner Behauptungen.
Abgesehen davon reicht die "Erhöhung von gewissen Wahrscheinlichkeiten zur Erlangung von bestimmten Krankheiten", die du ja nicht abstreitest, völlig aus, um rauchende Eltern zu verachten.

Claud » Di 31. Mai 2011, 20:42 hat geschrieben:Also ich halte es nur für zu menschlich, dass auch mal, warum nun letztendlich auch immer, ein Malheur passieren kann, welches ein Kind zur Folge haben kann. Wenn das dann der Fall ist, dann ist es nunmal so und das Kind muss aufgezogen werden, wenn man sich denn dafür entschieden hat.


Stimmt. Das ändert aber nichts daran, dass ich mit dem, was ich diesbezüglich geschrieben habe, Recht habe.

Deine Relativierungen und Verharmlosungen unter dem Deckmantel des Differenzierens, führen ins Leere.
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Re: Rauchverbot für Mütter!

Beitragvon Sal Paradise » Mi 1. Jun 2011, 07:36

Amun Ra » Di 31. Mai 2011, 20:42 hat geschrieben:Das in Verbindung mit dem:

Ist so ziemlich das dümmste und weltfremdeste, gleichzeitig arroganteste Geschwafel das ich bislang überhaupt in diesem Forum lesen durfte. :rolleyes:


Verstehe: Meinungen, die Du nicht teilst, sind "dumm", "weltfremd" und "arrogant".

Leute von Deiner Sorte habe ich gefressen.
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Re: Rauchverbot für Mütter!

Beitragvon Sal Paradise » Mi 1. Jun 2011, 07:36

Umetarek » Di 31. Mai 2011, 20:46 hat geschrieben:Mal davon abgesehen, dass es Frauen gibt, die sich Schöneres denken können, als Hormone zu schlucken, einfach so, jeden Tag. Soll der Gesundheit zumindest nicht zuträglich sein...


Das ist nicht das Thema.
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Re: Rauchverbot für Mütter!

Beitragvon Sal Paradise » Mi 1. Jun 2011, 07:38

Claud » Di 31. Mai 2011, 20:55 hat geschrieben:
Nu nochmal etwas differenzierter. Man ist natürlich dafür selbst verantwortlich, wenn man etwas in einer menge konsumiert, die zu einer Sucht führen kann. Wenn man aber eine Sucht hat, dann ist man krank und benötigt nicht selten Hilfe, um hier erfolgreich dagegen vorgehen und sich dieser Sucht entledigen zu können. Und hier wird es leider oftmals kompliziert. Es fängt schon dann dabei an, dass die eigene Sucht überhaupt erst eingestanden werden bzw erkannt werden muss (schon hier wird oftmals Hilfe benötigt) und diese Person auch die Kraft oder gar Möglichkeiten erlangen muss, dagegen vorgehen zu können. Und leider existiert in unserem Lande ein Gesundheitssystem, welches eben nicht mit ausreichenden Mitteln im Sucht- und Sozialpsychiatrischen- Diensten ausgestattet ist und die Hilfe, wenn sie denn kurzfristig in Anspruch genommen werden könnte, immer auch kostengünstig zur Verfügung stellt. Und ich kann dir hier versichern, dass die Situation sicherlich nicht besser werden wird, wenn man so salopp das Rauchen für Eltern verbieten würde. Mal ganz davon abgesehen, dass das Rauchen auch beim vorgehen gegen jene Sucht eben nicht von Heute auf Morgen auch gestoppt werden kann, eine gewisse Zeit dennoch benötigt wird und eben über diese Zeit heraus formal eine Straftat von eben jener Person begangen wird, welche eigentlich krank ist.


Und schon wieder entbindest Du von jeglicher Eigenverantwortung.
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Re: Rauchverbot für Mütter!

Beitragvon jack000 » Mi 1. Jun 2011, 10:24

RayBan » Di 31. Mai 2011, 18:46 hat geschrieben:
So sieht das aus. Bei uns wird auch nur auf der Terrasse geraucht und danach dürfen die Raucher zum Händewaschen antreten, wenn sie die Kinder auf dem Arm nehmen wollen.

Bei uns wird auch nur auf der Terasse geraucht ... dabei haben wir keine Kinder ! Ich verstehe nicht, warum das nicht auch in allen Haushalten mit Kindern funktioniern soll.
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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Re: Rauchverbot für Mütter!

Beitragvon Claud » Mi 1. Jun 2011, 10:47

Sal Paradise » Mi 1. Jun 2011, 08:31 hat geschrieben:Nein, das möchte ich nicht behaupten und habe das auch nirgends. Trotzdem darfst Du mir zu den von Dir angeführten Statistiken gern Quellen nennen.


Gerne.

In Deutschland rauchen 37 % der Personen der Unterschicht, 33 % in der Mittelschicht und 28 % in der Oberschicht.



Es geht hier nicht um die Einordnung anderer Krankheiten, oder um Lungenkrebs im Allgemeinen, sondern um rauchende Eltern.


Aha. Und warum geht es um rauchende Eltern? Weil die Kinder durch das Passivrauchen blau anlaufen könnten und dies unschicklich aussieht? Wer hat nochmal den Lungenkrebs in die Diskussion gebracht? Gefällt es dir nicht, wenn man sich ein bissle weitergehend mit einem Punkt beschäftigt, der von dir selbst eingeworfen wurde?



Dein Diskussionsstil ist schon kurios. Du verlangst von mir Belege für etwas, was ich nie behauptet habe, belegst selbst aber keine einzige Deiner Behauptungen.


Wie soll man denn unter "... sondern um teilweise lebensbedrohliche Gefahren." von deiner Seite her verstehen? Was bitte ist hier die lebensbedrohliche Gefahr und wie stellt sie sich die direkte Verbindung zum Passivrauchen dar und als wie groß muss der Faktor Passivrauchen hier angesehen werden?

Was Belege angeht, so verlinke ich sie gerne auf Nachfrage. So, wie ich es auch vom Gegenüber erwarte, wenn ich Nachfrage.


Abgesehen davon reicht die "Erhöhung von gewissen Wahrscheinlichkeiten zur Erlangung von bestimmten Krankheiten", die du ja nicht abstreitest, völlig aus, um rauchende Eltern zu verachten.


Wenn ich hier aber konsequent sein würde und alles betrachte, was eben zu diesen erhöhten Wahrscheinlichkeiten führen kann, dann bin ich den ganzen Tag mit verachten von Eltern beschäftigt. Offensichtlich scheint dir dein Tunnelblick und darin eingehende Vereinfachung der Thematik nicht auffallen zu wollen.

Stimmt. Das ändert aber nichts daran, dass ich mit dem, was ich diesbezüglich geschrieben habe, Recht habe.


Ich kann dich auch gerne im Glauben darüber lassen, dass das im Leben so einfach ist.

Deine Relativierungen und Verharmlosungen unter dem Deckmantel des Differenzierens, führen ins Leere.


Deine Argumentationslosigkeit musst du nicht auch noch extra zur schau stellen.
Zuletzt geändert von Claud am Mi 1. Jun 2011, 11:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rauchverbot für Mütter!

Beitragvon Claud » Mi 1. Jun 2011, 10:55

Sal Paradise » Mi 1. Jun 2011, 08:38 hat geschrieben:Und schon wieder entbindest Du von jeglicher Eigenverantwortung.


Nö, tue ich nicht. Offensichtlich scheinst du nur nicht begreifen zu wollen, dass für bestimmte Krankheiten kein einfacher Fingerrschnippser genügt, um diese heilen bzw therapieren zu können und das eben dieser bloße Fakt was anderes ist, als das befreien von Verantwortung. Wenn man dich so liest bekommt man das Gefühl, man kann jede Krankheit besiegen, solange man den Kranken nur oft genug das Wort "Eigenverantwortung" ins Ohr quasselt.
Zuletzt geändert von Claud am Mi 1. Jun 2011, 10:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rauchverbot für Mütter!

Beitragvon Dampflok » Mi 1. Jun 2011, 11:20

Claud » Mi 1. Jun 2011, 11:55 hat geschrieben:
Nö, tue ich nicht. Offensichtlich scheinst du nur nicht begreifen zu wollen, dass für bestimmte Krankheiten


Da ist sie mal wieder, die bei einigen Anhängern soziologischer Theorien übliche Täter-Opfer-Verschiebung.

Rauchen ist keine Krankheit.
Wer raucht ist selbst Schuld.
Wer ungeborene Babys zum Mitrauchen zwingt, muß ohne jede Diskussion davon abgehalten werden.


.
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Re: Rauchverbot für Mütter!

Beitragvon Claud » Mi 1. Jun 2011, 11:33

Dampflok » Mi 1. Jun 2011, 12:20 hat geschrieben:
Da ist sie mal wieder, die bei einigen Anhängern soziologischer Theorien übliche Täter-Opfer-Verschiebung.

Rauchen ist keine Krankheit.
Wer raucht ist selbst Schuld.
Wer ungeborene Babys zum Mitrauchen zwingt, muß ohne jede Diskussion davon abgehalten werden.


.


Es ist ja wohl mehr als offensichtlich, dass es mir hierbei um die Sucht geht. Nirgendwo habe ich behauptet, das Rauchen selbst sei eine Krankheit und ich bin mir auch verdammt sicher, dass du das schon richtig verstanden haben wirst. :rolleyes:

Falls du dies aus irgendwelchen Gründen doch nicht hast, zitiere ich nochmal extra für dich den hier bedeutsamen teil aus der Diskussion mit Sal Paradise

... Man ist natürlich dafür selbst verantwortlich, wenn man etwas in einer menge konsumiert, die zu einer Sucht führen kann. Wenn man aber eine Sucht hat, dann ist man krank ...


viewtopic.php?p=1191273#p1191273

Und natürlich verlinke ich dir auch noch die entsprechende Klassifikation im auflistenden Index als Krankheit.

Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen
(F10-F19)

...

.2
Abhängigkeitssyndrom

Eine Gruppe von Verhaltens-, kognitiven und körperlichen Phänomenen, die sich nach wiederholtem Substanzgebrauch entwickeln. Typischerweise besteht ein starker Wunsch, die Substanz einzunehmen, Schwierigkeiten, den Konsum zu kontrollieren, und anhaltender Substanzgebrauch trotz schädlicher Folgen. Dem Substanzgebrauch wird Vorrang vor anderen Aktivitäten und Verpflichtungen gegeben. Es entwickelt sich eine Toleranzerhöhung und manchmal ein körperliches Entzugssyndrom.

Das Abhängigkeitssyndrom kann sich auf einen einzelnen Stoff beziehen (z.B. Tabak, Alkohol oder Diazepam), auf eine Substanzgruppe (z.B. opiatähnliche Substanzen), oder auch auf ein weites Spektrum pharmakologisch unterschiedlicher Substanzen.

Chronischer Alkoholismus
Dipsomanie
Nicht näher bezeichnete Drogensucht

...


http://www.dimdi.de/static/de/klassi/di ... 10-f19.htm

Wenn du noch irgendwas wissen möchtest, dann frage halt einfach. Ich helfe dir doch gerne. :)
Zuletzt geändert von Claud am Mi 1. Jun 2011, 11:41, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Rauchverbot für Mütter!

Beitragvon Sal Paradise » Mi 1. Jun 2011, 13:27



Hast Du Deine Quelle eigentlich gelesen ? :rolleyes:

Claud » Mi 1. Jun 2011, 11:47 hat geschrieben:Aha. Und warum geht es um rauchende Eltern?


Weil das (bzw. "Rauchverbot für Mütter!") das Thema des Threads ist.

Claud » Mi 1. Jun 2011, 11:47 hat geschrieben:Wie soll man denn unter "... sondern um teilweise lebensbedrohliche Gefahren." von deiner Seite her verstehen?


Lies meine Beiträge, dann musst Du nicht fragen.

Claud » Mi 1. Jun 2011, 11:47 hat geschrieben:Wenn ich hier aber konsequent sein würde und alles betrachte, was eben zu diesen erhöhten Wahrscheinlichkeiten führen kann, dann bin ich den ganzen Tag mit verachten von Eltern beschäftigt. Offensichtlich scheint dir dein Tunnelblick und darin eingehende Vereinfachung der Thematik nicht auffallen zu wollen.


Mal abgesehen davon, dass es ""und die damit einhergehende Vereinfachung der Thematik." heissen muss: Dass ich einen "Tunnelblick" habe und die Thematik "vereinfache", kann gern Deine Meinung sein. Eine Tatsache ist es nicht.

Claud » Mi 1. Jun 2011, 11:47 hat geschrieben:Deine Argumentationslosigkeit musst du nicht auch noch extra zur schau stellen.


Dir gefällt lediglich meine Meinung nicht. Dass ich keine Argumente habe, entspricht faktisch nicht der Wahrheit.
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Re: Rauchverbot für Mütter!

Beitragvon Sal Paradise » Mi 1. Jun 2011, 13:29

Claud » Mi 1. Jun 2011, 11:55 hat geschrieben:
Nö, tue ich nicht. Offensichtlich scheinst du nur nicht begreifen zu wollen, dass für bestimmte Krankheiten kein einfacher Fingerrschnippser genügt, um diese heilen bzw therapieren zu können und das eben dieser bloße Fakt was anderes ist, als das befreien von Verantwortung. Wenn man dich so liest bekommt man das Gefühl, man kann jede Krankheit besiegen, solange man den Kranken nur oft genug das Wort "Eigenverantwortung" ins Ohr quasselt.


Wenn Du meine Beiträge richtig lesen würdest, kämst du nicht zu solch obskuren Missdeutungen.
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Re: Rauchverbot für Mütter!

Beitragvon Sal Paradise » Mi 1. Jun 2011, 13:34

Dampflok » Mi 1. Jun 2011, 12:20 hat geschrieben:
Da ist sie mal wieder, die bei einigen Anhängern soziologischer Theorien übliche Täter-Opfer-Verschiebung.

Rauchen ist keine Krankheit.
Wer raucht ist selbst Schuld.
Wer ungeborene Babys zum Mitrauchen zwingt, muß ohne jede Diskussion davon abgehalten werden.


.


Vollkommen richtig.

Natürlich ist die daraus resultierende Sucht eine Krankheit. Allerdings ist man ja bei vollem Bewusstsein das Risiko eingegangen, süchtig zu werden.

Jeder weiss heutzutage, dass bestimmte Dinge süchtig machen. Ob es nun Nikotin, Alkohol oder Heroin ist. Wer trotzdem mit dem Feuer spielt, darf sich hinterher nicht als Opfer generieren, wenn er sich verbrennt.
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Re: Rauchverbot für Mütter!

Beitragvon Tirolerin » Mi 1. Jun 2011, 13:49

Es wäre natürlich interessant, wenn dem Kind gegenüber der Mutter ein Rechtsanspruch gewährt würde, sie beispielsweise im Falle einer späteren Erkrankung auf Schadensersatz zu verklagen, wenn sie in der Schwangerschaft geraucht hat.

Nur müsste dann nicht nur geklärt sein, dass das Rauchen letztendlich auch ursächlich die Krankheit bedingt hat, sondern zudem bewiesen, dass erst die Zigaretten, die die Mutter nach Kenntnisnahme der Schwangerschaft geraucht hat, für die Schädigung verantwortlich sind, und nicht etwa diejenigen, die sie ganz zu Beginn der Schwangerschaft oder davor geraucht hat. Außerdem bleibt zu bedenken, dass es eine ganze Reihe Ärzte zu geben scheint, die einer Schwangeren anraten, sie möge das Rauchen in der Schwangerschaft nur reduzieren, aber nicht ganz unterlassen, da der Entzug dem Ungeborenen schaden würde. Natürlich ist das Blödsinn, wenn es der Mediziner aber der Frau so sagt, warum sollte sie sich darauf nicht verlassen dürfen?

Außerdem hätte dieses Recht weitreichende Konsequenzen:

Frauen dürften allgemein nicht mehr rauchen, denn es besteht immer die Möglichkeit, dass sie bereits schwanger sind und es nicht wissen.
Männer dürften allgemein niemals in der Gegenwart von Frauen rauchen, aus obig genanntem Grund.
Überhaupt wäre zu untersuchen, ob Menschen, die irgendwann zukünftig Kinder wollen, jemals rauchen dürfen, immerhin können die negativen Auswirkungen des Rauchens bereits im Vorhinein für schlechtere Fortpflanzungsvoraussetzungen sorgen.
Zudem müsste es verboten werden, dem Kind ungesunde Ernährung vorzusetzen, dem Kind Süßigkeiten zu geben, oder beispielsweise Speichel der Eltern mit dem des Kindes in Verbindung bringen (wie es etwa der Fall wäre, wenn der Erwachsene einen Schnuller kurz in den Mund nimmt, um ihn vermeintlich zu säubern), weil die Möglichkeit besteht, so dem Kind Krankheiten zu übertragen.
Wer mit dem Kind nicht regelmäßig Sport betreibt, es geistig nicht ausreichend fördert, etc. pp. müsste in logischer Schlussfolgerung wegen einer in Kauf genommenen Schädigung des Kindes belangt werden können.
Wer das Kind aus Plastikflaschen trinken lässt, obwohl deren ungesunde Wirkung inzwischen recht bekannt ist, wer ihnen billiges China-Spielzeug kauft, erst recht.

Wo sollte also das Ganze aufhören? Einfach alle verklagen?



Wie wäre es stattdessen mit umfangreicher Aufklärung sowohl der werdenden Eltern, als auch der Ärzte, mit Hilfsangeboten und kostenloser Suchtberatung, mit besonderer Unterstützung in der Schwangerschaft?
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