Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon krone » Di 13. Feb 2018, 16:16

H2O hat geschrieben:(13 Feb 2018, 16:12)

Nein; ich bin schon der Meinung, daß wir durch Gewalt vertriebenen Menschen in Not helfen sollen, daß für sie ein Neuanfang möglich wird; denn ein Menschenleben geht in überschaubaren Zeiträumen zu Ende. Das ist aus meiner Sicht Menschenpflicht. Von Leuten, die das nicht meinen, lasse ich mich bestimmt nicht vereinnahmen.

Ich meinte damit dein Geschwafel von Europa.
Wir deutschen stehen mit unseren Weg da doch ziemlich einsam da und holen zum Rundumschlag gegen alle europäischen Nationen aus die den deutschen weg doch eher kritisch gegenüberstehen.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon H2O » Di 13. Feb 2018, 16:21

krone hat geschrieben:(13 Feb 2018, 16:16)

Ich meinte damit dein Geschwafel von Europa.
Wir deutschen stehen mit unseren Weg da doch ziemlich einsam da und holen zum Rundumschlag gegen alle europäischen Nationen aus die den deutschen weg doch eher kritisch gegenüberstehen.


Unser Land geht aber gar keinen deutschen Weg, sondern sehr betont einen europäischen Weg. Ich sehe niemanden ringsum, der ernsthaft Ärger macht. Stört Sie das?
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon krone » Di 13. Feb 2018, 16:31

H2O hat geschrieben:(13 Feb 2018, 16:21)

Unser Land geht aber gar keinen deutschen Weg, sondern sehr betont einen europäischen Weg. Ich sehe niemanden ringsum, der ernsthaft Ärger macht. Stört Sie das?

Blödsinn.
Wir stehen in dieser Frage eher ziemlich isoliert da.
Es gibt keinen europäischen weg in dieser Frage und selbst wenn man das so sehen will kommt man nicht umhin zuzugeben das der deutsche weg von niemanden in Europa geteilt wird.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon H2O » Di 13. Feb 2018, 17:14

krone hat geschrieben:(13 Feb 2018, 16:31)

Blödsinn.
Wir stehen in dieser Frage eher ziemlich isoliert da.
Es gibt keinen europäischen weg in dieser Frage und selbst wenn man das so sehen will kommt man nicht umhin zuzugeben das der deutsche weg von niemanden in Europa geteilt wird.


Ihren deutschen Weg müssen Sie in der Tat allein gehen, auch hier zu Lande. Der europäische Weg führt zu fruchtbarer Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn und in eine gemeinsame Zukunft.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon krone » Di 13. Feb 2018, 17:23

H2O hat geschrieben:(13 Feb 2018, 17:14)

Ihren deutschen Weg müssen Sie in der Tat allein gehen, auch hier zu Lande. Der europäische Weg führt zu fruchtbarer Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn und in eine gemeinsame Zukunft.

Hallejuja
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Woppadaq » Di 13. Feb 2018, 17:26

schokoschendrezki hat geschrieben:(13 Feb 2018, 09:31)

Ich will nix ignorieren und finde Deinen Beitrag eher nachdenkenswert und - sagen wir mal - irritierend. Dass ein NON-EU-UK stärker wäre als ein Brexit-UK ... ja, das mag ja durchaus so sein. Es geht aber bei der Einordnung von "Rechts" nicht so sehr darum, wie die Nicht-Rechten darüber denken.


Denk dir diesen letzten Satz doch mal zuende: du sagst damit im Grunde, dass den Vorwurf des Egoismus nur ein Egoist selbst bestätigen kann. Das wird dieser gerne hören, denn damit wird er, frei nach der Methode "Ich bin kein Egoist, aber..." immer abstreiten, einer zu sein, während sein Verhalten aber im Grunde die Bestätigung ist.

Woppadaq: Die UKIP-Partei ist ein geradezu mustergültiges Paradebeispiel dafür, dass Essenzialismus kennzeichnend für "Rechts" ist: "We are the party of Brexit and National Revival. UKIP: For The Nation." Das heißt doch nicht, dass ich diese Ansichten teile .... :?


Du wiederholst deren Parolen und glaubst damit, deren Essenz erfasst zu haben? Wie wärs, wenn du dir mal die Programmpukte rechter Parteien wie z.B. der AfD zu Gemüte führst und versuchst, sie auf das Gemeinsame herunterzubrechen, und dann vergleichst, ob die Tendenz eher pro Nation (was immer das genau bedeuten soll) oder eher pro Egoismus (ob nun der Nation oder der Volksgruppe oder was immer) ist?

Wenn die UKIP, anstatt zu gucken, welche Zahlungen nach und von Brüssel national betrachtet noch Sinn machen, meint zu propagieren, ohne Unterschied alle Zahlungen an die EU einstellen zu wollen, weil man das Geld ja auch national verwenden kann, dann bedienen sie eindeutg den Egoismus-Reflex: nix geben, aber weiterhin bekommen. die komplette Programmlosigkeit der UKIP nach dem Brexit zeigt, dass das auch nie ein echtes Nachrechnen stattgefunden hat. Sonst hätte man schnell vom Brexit gelassen. Nicht die pro-nationale, sondern die national-egoistische Aktion war der UKIP wichtig, als eine Art Akt des Sich-über-den-anderen-stellens.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon krone » Di 13. Feb 2018, 18:45

So sieht uns Europa , unsere Nachbarn

Die deutsche Lust am Niedergang


https://www.nzz.ch/meinung/die-deutsche-lust-am-niedergang-ld.1354598
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Skull » Di 13. Feb 2018, 19:36


Ist klar...

Ein GASTkommentar in einer (in Worten 1) schweizer Zeitung ist jetzt schon (ganz) Europa. :D

Geht's noch ? :p

mfg
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon think twice » Di 13. Feb 2018, 19:39

Skull hat geschrieben:(13 Feb 2018, 19:36)

Ist klar...

Ein GASTkommentar in einer (in Worten 1) schweizer Zeitung ist jetzt schon (ganz) Europa. :D

Geht's noch ? :p

mfg

Und der Kommentator ist noch ein Deutscher mit Wohnsitz bei Stuttgart. :thumbup: :D
Die Menschenrechte enden an keiner Grenze dieser Welt.
Wir solidarisieren uns mit allen Menschen,
(....)
http://antwort2018.hirnkost.de/
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Skull » Di 13. Feb 2018, 19:46

think twice hat geschrieben:(13 Feb 2018, 19:39)

Und der Kommentator ist noch ein Deutscher mit Wohnsitz bei Stuttgart. :thumbup: :D

Wolfgang Bok war Chefredaktor der «Heilbronner Stimme» und arbeitet heute als freier Publizist.
Er lehrt an der Hochschule Heilbronn Kommunikation.


Heilbronn ist eben auch Europa. :p :D

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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Ger9374 » Di 13. Feb 2018, 19:50

Skull hat geschrieben:(13 Feb 2018, 19:36)

Ist klar...

Ein GASTkommentar in einer (in Worten 1) schweizer Zeitung ist jetzt schon (ganz) Europa. :D

Geht's noch ? :p

mfg






Ich bin traurig darüber das vieles aus dem zeitungsbericht sich mit meiner meinung deckt.
Lieber hätte ich mich geirrt.Selbstbkasteiung die niemand in der welt nachvollziehen kann. Deutschland , mit der Bundesregierung vorne weg, beschreitet einen unseligen weg. Selbstzerfleischende fette Melkkuh.Das trifft am besten unsere Situation. Und das ohne Not!
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Di 13. Feb 2018, 20:20

H2O hat geschrieben:(13 Feb 2018, 16:21)

Unser Land geht aber gar keinen deutschen Weg, sondern sehr betont einen europäischen Weg. Ich sehe niemanden ringsum, der ernsthaft Ärger macht. Stört Sie das?

Welcher europäische Staat betreibt denn die gleiche Flüchtlingspolitik wie Deutschland und nimmt unbegrenzt Flüchtlinge auf?
Natürlich stehen wir da alleine da.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon H2O » Di 13. Feb 2018, 20:42

Dark Angel hat geschrieben:(13 Feb 2018, 20:20)

Welcher europäische Staat betreibt denn die gleiche Flüchtlingspolitik wie Deutschland und nimmt unbegrenzt Flüchtlinge auf?
Natürlich stehen wir da alleine da.


Wo nehmen wir "unbegrenzt" auf? Da läßt man ganz einfach die aktuellen Zahlen heraus: Für 2017 nennt wiki etwa 170.000 Asylsuchende. Ich kann verstehen, daß wir aus gemachten Erfahrungen besonders große Gewissensbisse haben, Trittbrettfahrer in unsichere Länder zurück zu führen. Da müssen wir gesetzliche Möglichkeiten schaffen, die unsere Interessen besser zu wahren helfen.

Wenn Sie Ihre Brille einmal absetzen, dann könnten Sie sagen, daß Griechenland, Italien und Spanien "unbegrenzt" Flüchtlinge und Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen. Und daß unser Land im Rahmen des innenpolitisch Möglichen diesen Partnern hilft, daß sie nicht ganz daran scheitern. Ich halte dieses Verfahren für geübte europäische Solidarität.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Dark Angel » Di 13. Feb 2018, 23:08

H2O hat geschrieben:(13 Feb 2018, 20:42)

Wo nehmen wir "unbegrenzt" auf? Da läßt man ganz einfach die aktuellen Zahlen heraus: Für 2017 nennt wiki etwa 170.000 Asylsuchende. Ich kann verstehen, daß wir aus gemachten Erfahrungen besonders große Gewissensbisse haben, Trittbrettfahrer in unsichere Länder zurück zu führen. Da müssen wir gesetzliche Möglichkeiten schaffen, die unsere Interessen besser zu wahren helfen.

Wenn Sie Ihre Brille einmal absetzen, dann könnten Sie sagen, daß Griechenland, Italien und Spanien "unbegrenzt" Flüchtlinge und Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen. Und daß unser Land im Rahmen des innenpolitisch Möglichen diesen Partnern hilft, daß sie nicht ganz daran scheitern. Ich halte dieses Verfahren für geübte europäische Solidarität.

Achja, weil Italien "unbegrenzt" aufnimmt setzt es Rettungs-Schlepperschiffe von den NGO's fest. Schon vergessen?
Spanien hat einen Rüffel von der EU gekriegt, weil Illegale Zuwanderer postwendend abgeschoben wurden. Auch vergessen.
Ich habe die Brille abgesetzt: 170.000 sind eine Großstadt und das jedes Jahr. Der SPD und den Grünen sind das zu wenig.
2016 gab es in Deutschland 860.000 Wohnungslose und die BAG Wohnugslosenhilfe rechnet für 2018 mit 1,2 Mio.
Vergleiche hier und hier!
Die Solidarität sollte zuerst den Menschen im eigenen Land gelten.
Wie sagte Boris Palmer doch gleich: "Ich bin gesetzlich verpflichtet Wohnungen für Flüchtlinge zu bauen, nicht für Deutsche"

Und was die Erfahrungen angeht, insbesondere meine eigenen - auf solche Erfahrungen kann ich gerne verzichten. Die musste ich bis zu Merkels katastrophaler Flüchtlingspolitik nicht machen!
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon H2O » Di 13. Feb 2018, 23:34

Dark Angel hat geschrieben:(13 Feb 2018, 23:08)

Achja, weil Italien "unbegrenzt" aufnimmt setzt es Rettungs-Schlepperschiffe von den NGO's fest. Schon vergessen?
Spanien hat einen Rüffel von der EU gekriegt, weil Illegale Zuwanderer postwendend abgeschoben wurden. Auch vergessen.
Ich habe die Brille abgesetzt: 170.000 sind eine Großstadt und das jedes Jahr. Der SPD und den Grünen sind das zu wenig.
2016 gab es in Deutschland 860.000 Wohnungslose und die BAG Wohnugslosenhilfe rechnet für 2018 mit 1,2 Mio.
Vergleiche hier und hier!
Die Solidarität sollte zuerst den Menschen im eigenen Land gelten.
Wie sagte Boris Palmer doch gleich: "Ich bin gesetzlich verpflichtet Wohnungen für Flüchtlinge zu bauen, nicht für Deutsche"

Und was die Erfahrungen angeht, insbesondere meine eigenen - auf solche Erfahrungen kann ich gerne verzichten. Die musste ich bis zu Merkels katastrophaler Flüchtlingspolitik nicht machen!


Na, na, nun wischen Sie einmal den Schaum vom Munde! Daß hier einige Dinge nicht in Ordnung sind, schon weil es Gesetze gibt, die in anderen Zeiten für andere Verhältnisse geschaffen wurden, das ist doch klar. Die Gesetze müssen angepaßt werden an unsere Zeit und unsere Verhältnisse. Dazu benötigt man einen arbeitsfähigen Bundestag. Den hätte ich auch gern.

Dennoch läßt unser Land nicht (mehr) "unbegrenzt" Fremde herein. 117.000 im Jahr. Damit wird noch nicht einmal das Geburtendefizit ausgeglichen, das zum Erhalt unserer Einwohnerzahl notwendig ist. Das schafft erst die EU-Binnenwanderung.

Ich habe auch bisher keine der ganz bösen Erfahrungen machen müssen, obwohl ich in einer Stadt mit sehr hohem Ausländeranteil lebe... wenn ich hier bin. Das liegt vielleicht auch am Charakter der Menschen hier... etwas norddeutsch kühl. Gemeckert wird schon, und schräge Sachen passieren auch. Aber hier schlagen keine Flammen aus dem Dach, so daß man am liebsten zum Knüppel greifen würde, um dem Treiben ein Ende zu machen.

Daß Sozialleistungen mit Vorrang an Berechtigte Inländer zu vergeben sind, das hatte ich auch schon dem Teilnehmer pikant gesagt. Nach einigem Hin und Her im Streitgespräch scheint diese Regel aber auch angewandt zu werden. Dennoch muß man zweimal hinsehen, bevor man sich einmal ärgert.

Wer zwingt denn den armen, armen Herrn Palmer, ein unsinniges Gesetz an znwenden? Ist der Mann denn kein Politiker? Machen, nicht meckern. Mal sehen, ob ihn jemand deshalb einsperrt!
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Wutbürger » Di 13. Feb 2018, 23:38

zollagent hat geschrieben:(16 Jan 2018, 22:07)

Skeptiker, nun tu mal Butter bei die Fische und erzähl, welche Nation durch Hilfeleistung in ihrem Bestand gefährdet ist? Wenn man das als Maßstab nimmt, dürfte vielleicht Jordanien die Hilfe einschränken, aber doch nicht die im Überfluß schwimmenden Länder Europas. Von denen ist keines gefährdet, was sich da abspielt, ist Panikmache und Demagogie in größtem Maßstab, befeuert von Gruppen, die die demokratische Grundordnung bestenfalls nicht mögen und sie gerne durch eine autoritäre Gesellschaftsform ersetzt sehen würden. Und die angebliche Gefährdung des Staates ist der Hebel, den diese Gruppen, namentlich würde ich hier die AfD, die FN, die Lega Nord, die polnische PIS oder die Ukip nennen, sehen, die Gesellschaft in ihrem Sinn umzubauen.



Im Umkehrschluss müssten die reichen Länder den armen immer und uneingeschränkt beistehen und sie unterstützen.
Wie lange?
Bis sich die Lebensverhältnisse angeglichen haben? Ist es dann gerecht. Wird es dann nicht mehr als Panikmache bezeichnet werden können?
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Selina » Mi 14. Feb 2018, 00:08

Wutbürger hat geschrieben:(13 Feb 2018, 23:38)

Im Umkehrschluss müssten die reichen Länder den armen immer und uneingeschränkt beistehen und sie unterstützen.
Wie lange?
Bis sich die Lebensverhältnisse angeglichen haben? Ist es dann gerecht. Wird es dann nicht mehr als Panikmache bezeichnet werden können?


Die reichen Länder sind reich, weil sie die armen Länder arm gemacht haben. Da haben die reichen Länder viele Generationen lang ne Menge gutzumachen, bevor ihre Schuld einmal abgetragen ist. Sorum wird nen Schuh draus.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Woppadaq » Mi 14. Feb 2018, 00:15

Wutbürger hat geschrieben:(13 Feb 2018, 23:38)

Im Umkehrschluss müssten die reichen Länder den armen immer und uneingeschränkt beistehen und sie unterstützen.


Sie reden von müsssen, ich von können. Warum ist es für sie ein Problem, dass Menschen andren Menschen helfen, wo es geht?
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Hyde » Mi 14. Feb 2018, 00:27

Selina hat geschrieben:(14 Feb 2018, 00:08)

Die reichen Länder sind reich, weil sie die armen Länder arm gemacht haben.


Das sehe ich nicht so. Vor 200 Jahren waren alle Länder auf der Welt gleich arm. Überall herrschte quasi die Subsistenzwirtschaft. Dann hat Europa begonnen, durch die Industrialisierung die Produktivität der Arbeitskräfte mehr und mehr zu erhöhen und sich somit durch Wohlstandssteigerung von der weltweiten Armut abgekoppelt.

Andere Länder, wie etwa Japan oder im letzten halben Jahrhundert Südkorea sind dann irgendwann nachgezogen (noch in den 1960ern war Südkorea ähnlich arm wie Afrika). Ist jetzt also Südkorea (als inzwischen reiches Land) Schuld an der Armut der Armen Länder?

Warum hat sich denn Südkorea oder inzwischen auch China und Indien so viel besser entwickelt als Afrika? Weil die bösen Europäer Indien besser leiden können als Afrika? Das ist doch Schwachsinn!

In erster Linie ist jedes Land selbst dafür verantwortlich, sich selbst aus der Scheiße zu ziehen. So wie das einige Länder in Ostasien geschafft haben. Wenn die afrikanischen Länder das nicht hinkriegen, kann man nicht einfach sagen, das ist die Schuld der Europäer!

Wer sowas tut, sucht nur einen Sündenbock. So wie rechte Fanatiker in „den Ausländern“ den Sündenbock für alles sehen, sehen linke Fanatiker in „den Europäern (Amerikanern)“ den Sündenbock für alles Elend auf der Welt. Beides ist ähnlich plump, in beiden Fällen wird nur das persönliche Bedürfnis nach einem Sündenbock befriedigt.
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Re: Wie sehr darf eine Nation "an sich" denken? Wo beginnt Nationalismus bzw. ab wo wirds eklig?

Beitragvon Hyde » Mi 14. Feb 2018, 00:44

H2O hat geschrieben:(13 Feb 2018, 23:34)
Dennoch läßt unser Land nicht (mehr) "unbegrenzt" Fremde herein. 117.000 im Jahr.


Woher ist diese Zahl? In den letzten Jahren sah die Flüchtlingszuwanderung folgendermaßen aus:

2015: 890.000
2016: 280.000
2017: 190.000
Januar 2018: 12.000 (aufs Jahr hochgerechnet wären das also knapp 150.000)

Man sieht also, dass es bei der Flüchtlingszuwanderung eine sinkende Tendenz gibt. Ich denke aber, dass Deutschland anstreben sollte, die Flüchtlingszahlen langfristig auf unter 100.000 pro Jahr zu senken, damit es für die Aufnahmegesellschaft verkraftbar bleibt. Man kann auch ein paar Jahre lang mal mehr Flüchtlinge aufnehmen, aber dauerhaft gesehen sehe ich eine Zahl von über 100.000 pro Jahr als problematisch an.

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