Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

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roadrunner

Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon roadrunner » Di 25. Sep 2018, 11:23

H2O hat geschrieben:(25 Sep 2018, 12:18)

Das sind schon die "Mühen der Ebene", von denen Politiker in lauen Stunden schon einmal reden. Ich halte es für sinnvoll und erfolgversprechend, bei den Kindern an zu setzen. Die können aus eigener Kraft ihrem Schicksal nichts entgegen setzen, und wenn sie es endlich könnten, dann ist alles zu spät. In die Familien würde ich in dem Sinne gar nicht hinein regieren. Das sind voll verantwortliche Menschen, die ihr Verhalten auch beurteilen können. So sagen das unsere Gesetze, und die können sie auch einklagen.

Wenn Eltern oder ein allein erziehendes Elternteil mit dem Wohlergehen des/der Kinder auf Dauer überfordert ist, muss das Jugendamt ja einschreiten. Es fehlt aber in Deutschland an best qualifiziertem Personal, dieser Gesetzesvorgabe Folge zu leisten. Meine Tochter ist Lehrerin und hautnah mit dem Problem konfrontiert.
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon H2O » Di 25. Sep 2018, 11:32

roadrunner hat geschrieben:(25 Sep 2018, 12:23)

Wenn Eltern oder ein allein erziehendes Elternteil mit dem Wohlergehen des/der Kinder auf Dauer überfordert ist, muss das Jugendamt ja einschreiten. Es fehlt aber in Deutschland an best qualifiziertem Personal, dieser Gesetzesvorgabe Folge zu leisten. Meine Tochter ist Lehrerin und hautnah mit dem Problem konfrontiert.


So viel Personal für eine Sache kann keine Wirtschaft der Welt bereit stellen. Es gibt nun einmal zu viele Aufgaben, die unsere Gesellschaft erfüllen muß. Überall fehlt es an Geld, Personal und Zeit.

Insofern sind die Betreuung von Kleinkindern durch eigens dafür geschultes Personal und der Ganztagsunterricht eine sehr sinnvolle und breitbandig wirksame Maßnahme. Gute Eltern haben es nicht leicht, und gute Lehrer opfern mehr Nerven und Zeit, als sie eigentlich nach Vertrag müßten. Das alles, um Minderleistungen an anderer Stelle aus zu gleichen.
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Realist2014 » Di 25. Sep 2018, 11:47

Maltrino hat geschrieben:(25 Sep 2018, 12:10)

Also wenn ich mir vor Augen führe was der "Realist" schon so schrieb glaube ich, dass er einfach die "Präkeren" generell bestrafen will und ihnen Geld wegnehmen will t.


das ist ein Irr-Glaube.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Realist2014 » Di 25. Sep 2018, 11:48

Maltrino hat geschrieben:(25 Sep 2018, 12:10)



Aber es zeigt wieder mal wie sinnlos es ist wenn man die Menschen nur in "Arbeitslos" und "Vollzeit bescchäftigt" einteilt. Die Realität hält halt immer Grauzonen parat.



Die Grauzone nennt sich Aufstocker, wenn ALG II bezogen wird ..
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Maltrino » Di 25. Sep 2018, 11:54

roadrunner hat geschrieben:(25 Sep 2018, 12:23)

Wenn Eltern oder ein allein erziehendes Elternteil mit dem Wohlergehen des/der Kinder auf Dauer überfordert ist, muss das Jugendamt ja einschreiten. Es fehlt aber in Deutschland an best qualifiziertem Personal, dieser Gesetzesvorgabe Folge zu leisten. Meine Tochter ist Lehrerin und hautnah mit dem Problem konfrontiert.


H2O hat geschrieben:(24 Sep 2018, 11:51)

... Aber bei mir geht immer ein rotes Blinklicht an, wenn ich von Kinderarmut und ledigen Müttern lese. Mein Verdacht: Eine große Zahl bedürftiger Kinder wird von dieser verfestigten gesellschaftlichen Gruppe gestellt. Wie man diese Gruppen aufbrechen könnte... keine anwendbare Vorstellung!


Ich war übrigens mal auf einer Schule (!) und da waren wir aus irgendeinem Grund in einer Gaststätte. Fast alle bestellten Bier. Als einige Schüler kein Bier sondern alkoholfreie Getränke bestellten schaute die Lehrerin unverständnisvoll (ich hoffe das sagt man so) und schüttelte den Kopf. Aber die Schüler die Bier bestellten bekamen von ihr ein zustimmendes Nicken.

Aber dies nur am Rande.

Mir fällt grad ein weiterer Aspekt ein, der bestimmt nur mir einfällt: Bei euren Beiträgen ist so ein Unterton zu erkennen wo ihr sagt, dass es "Schwachköpfe" gibt. Die Gegenüberstellung lautet offenbar: Auf der einen Seite die "Normalos", die leicht in das Erwebsleben zu integrieren sind, auf der anderen Seite die "Schwachköpfe", die schwer ins Erwerbsleben zu integrieren sind. Was ich in der Diskussion vermisse: Wenn jemand schwer zu ins Erwerbsleben zu integrieren ist, dann heißt das nicht unbedingt, dass es unmöglich ist, es heißt erstmal nur, dass derjenige der ihn integriert SEHR GUT sein muss. Beispiel: Vor Jahren hatte ich mich öfter mal um eine bestimmte Art von Nebenjob beworben den ich vorher aber nie gemacht hatte, die Kluft zwischen mir und dieser ähm "Szene" war also eigentlich recht groß. Meist bekam ich keine Antwort oder es verlief im Sande weil irgendwie keine sinnvolle Kommunikation mit potentiellen Arbeitgebern zu Stande kam. Bis ich irgendwann an einen "Arbeitgeber" geriet der recht gute Menschenkenntnis hat und mir einige Sachen erklärte und danach hatte ich jahrelang diesen Nebenjob und hab sogar für andere gearbeitet wo das vorher nichts wurde. Kurz: Wenn die Kluft zwischen Person und Beruf groß ist, dann können nur außergewöhnlich gute Arbeitgeber es schaffen diese Kluft zu überwinden. Normale Arbeitgeber schaffen das nicht, die nehmen einfach "Normalos".

Wenn es nun also "Schwachköpfe" und "Normalos" auf dem Arbeitsmarkt gibt, dann erscheint es naheliegend, dass die "Schwachköpfe" ganz unten landen und nur die schlechtesten Jobs bei den schlechtesten Arbeitgebern kriegen. Aber das macht eigentlich keinen Sinn. Gerade weil sie "Schwachköpfe" sind und weil die Kluft die es zu überwinden gilt so groß ist brauchen diese Leute extrem fähige Menschen und extrem gute Arbeitgeber, die nicht überfordert sind wenn da ein "Schwachkopf" vor ihnen steht. Ich meine sogar, dass ich dieses Phänomen auch in meinem Bekanntenkreis und Freundeskreis sehe: Da gibt es eigentlich grob gesagt zwei Gruppen von Menschen, die jeweils auch meist unter sich bleiben:

1. Die "Normalos", die meist einen guten anständigen Job haben, gut verdienen, aber die eigentlich auch recht oberflächlich und "langweilig" sind
2. Die "Freaks", und da sind eben nicht nur "Schwachköpfe" sondern eben auch "Intellektuelle" und "Genies".

Warum ist das so? Nun, wenn da ein besoffener Schwachkopf reinplatzt, dann sind die "Normalos" total überfordert und grenzen sich sofort von ihm ab. Aber die Leute die ich mal ganz oberflächlich "Genies" nenne, die sind so genial, die finden einen Weg damit klar zu kommen, die lernen dann wie man mit solchen Leuten umgehen muss, kurz, sie sind nicht überfordert. Und so ergibt sich diese Gruppe der "Freaks", wie ich sie nenne.

Wenn nun also das Problem ist, dass "Schwachköpfe" nicht ins "normale" Berufsleben intergriert werden können, dann könnte das Problem auch sein: Es fehlt ein "geniales" Berufsleben. Irgendwas in unserer Gesellschaft verhindert, dass die Leute die ich "Genies" nenne Arbeitgeber werden. Ich hatte (siehe oben) einmal das Glück an ein solches Genie zu geraten. Der kam mit mir klar obwohl ich zu dem Zeitpunkt keinerlei Ahnung hatte worum es geht. In anderen Bereichen hatte ich dieses Glück nicht. Da war es meinst so, dass ich an "Normalo Chefs" geriet, die irgendwas von "Überstunden", "Pünktlichkeit" und "Mittagspause" faselten und überhaupt nicht kapierten, dass ich mit meiner etwas mangelhaften Ausbildung ganz andere Sachen brauche.

Wie gesagt, es könnte auch sein, dass das "Präkariat der Schwachköpfe" eigentlich durch "Förderung von Genies" gelöst werden muss. Nur wenn außergewöhnlich gute Menschen in verantwortungsvolle Positionen geraten, dann ist dort die Fähigkeit vorhanden auch mit "Schwachköpfen" richtig umzugehen und sie richtig einzusetzen. Aber das wäre vielleicht eher ein Thema was im Bereich Bildung zu diskutieren wäre. Denn unser Bildungssystem befördert ja eher die "Normales" und keine außergewöhnlichen Leute. So, ich hoffe ihr seid durch meinen Beitrag jetzt nicht überfordert, ihr "Genies"...
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Realist2014 » Di 25. Sep 2018, 11:59

Maltrino hat geschrieben:(25 Sep 2018, 12:54)

I . Nur wenn außergewöhnlich gute Menschen in verantwortungsvolle Positionen geraten, dann ist dort die Fähigkeit vorhanden auch mit "Schwachköpfen" richtig umzugehen und sie richtig einzusetzen. Aber das wäre vielleicht eher ein Thema was im Bereich Bildung zu diskutieren wäre. Denn unser Bildungssystem befördert ja eher die "Normales" und keine außergewöhnlichen Leute. So, ich hoffe ihr seid durch meinen Beitrag jetzt nicht überfordert, ihr "Genies"...


Unternehmen benötigen Mitarbeiter mit den für die im jeweiligen Unternehmen und die dortigen Aufgaben benötigten Kompetenzen.

Punkt

das ist alles

Wer diese Kompetenzen NICHT hat, der ist eben nicht zu gebrauchen

Völlig egal, ob man die "Unbrauchbarkeit" nun mit "Schwachkopf" oder "Genie" tituliert
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon roadrunner » Di 25. Sep 2018, 12:04

H2O hat geschrieben:(25 Sep 2018, 12:32)

So viel Personal für eine Sache kann keine Wirtschaft der Welt bereit stellen. Es gibt nun einmal zu viele Aufgaben, die unsere Gesellschaft erfüllen muß. Überall fehlt es an Geld, Personal und Zeit.


Wir retten das Bankensystem mit x-Milliarden EUR Steuergeldern, wir finanzieren Migranteneinwanderung mit voraussichtlich insgesamt ca. 430 Milliarden EUR (1 Migrant kostet den Staat etwa 5.000 EUR/Monat = 60.000 EUR/Jahr, multipliziert mit ca. 1,2 Millionen Berechtigten = 72 Millarden EUR/Jahr x durchschn. 6 Jahre = 432 Milliarden EUR), für eine Task Force mit ca 1.000 speziell geschulten Fachkräften für den Einsatz in Randgruppenbereichen haben wir kein Geld (1.000 x 10.000 EUR/Monat = 120 Millionen EUR/Jahr x 6 Jahre = 720 Millionen)? Armes Deutschland
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon H2O » Di 25. Sep 2018, 12:23

roadrunner hat geschrieben:(25 Sep 2018, 13:04)

Wir retten das Bankensystem mit x-Milliarden EUR Steuergeldern, wir finanzieren Migranteneinwanderung mit voraussichtlich insgesamt ca. 430 Milliarden EUR (1 Migrant kostet den Staat etwa 5.000 EUR/Monat = 60.000 EUR/Jahr, multipliziert mit ca. 1,2 Millionen Berechtigten = 72 Millarden EUR/Jahr x durchschn. 6 Jahre = 432 Milliarden EUR), für eine Task Force mit ca 1.000 speziell geschulten Fachkräften für den Einsatz in Randgruppenbereichen haben wir kein Geld (1.000 x 10.000 EUR/Monat = 120 Millionen EUR/Jahr x 6 Jahre = 720 Millionen)? Armes Deutschland


Ist nun einmal so; leider ist Ihre Liste mit unabweisbaren Aufgaben etwas kurz geraten. Kinder von Zuwanderern sind auch in Frühkindlicher Bildungseinrichtungen und Ganztagsschulen... weil das notwendig ist.

Was wollen Sie denn tun? Die Zuwanderer mit ihren Problemen sind hier, und man muß so vernünftig wie möglich mit ihnen umgehen. So, als ob sie unsere eigenen Kinder wären. Sonst nimmt das Abenteuer kein gutes Ende!
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon H2O » Di 25. Sep 2018, 12:32

Realist2014 hat geschrieben:(25 Sep 2018, 13:17)

wie kommst du auf die 5000 pro Monat?

WO findet man deine 72 Mrd im Bundeshaushalt?


Kommt mir auch etwas zu hoch gegriffen vor; nur wird man viele Kosten nicht auf einen Blick sehen, auch weil sie auf Bund und Länder und Kommunen verteilt sind. Wieviel Polizei, Sicherheitsdienst, Sozialarbeiter, Verwaltungskräfte, Wachleute, Krankenschwestern, Ärzte, und und sind zusätzlich notwendig, um diese Menschen zu betreuen? Die sehen Sie in keiner Abrechnung dieser Aufgabe zugeordnet.

Wir schaffen das! Das Gemeckere geht mir furchtbar auf die Nerven. Unproduktiv und zerstörerisch, denn wirklich ändern läßt sich diese Lage so wenig wie vor Zeiten unsere eigene Ost-West-Verschiebung.
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon roadrunner » Di 25. Sep 2018, 12:55

H2O hat geschrieben:(25 Sep 2018, 13:32)

Kommt mir auch etwas zu hoch gegriffen vor; nur wird man viele Kosten nicht auf einen Blick sehen, auch weil sie auf Bund und Länder und Kommunen verteilt sind. Wieviel Polizei, Sicherheitsdienst, Sozialarbeiter, Verwaltungskräfte, Wachleute, Krankenschwestern, Ärzte, und und sind zusätzlich notwendig, um diese Menschen zu betreuen? Die sehen Sie in keiner Abrechnung dieser Aufgabe zugeordnet.

Wir schaffen das! Das Gemeckere geht mir furchtbar auf die Nerven. Unproduktiv und zerstörerisch, denn wirklich ändern läßt sich diese Lage so wenig wie vor Zeiten unsere eigene Ost-West-Verschiebung.

Ich hatte vor 3 Wochen ein längeres 4-Augengespräch im Rahmen unseres Kreisparteitags mit meinem direkt gewählten Bundestagsabgeordneten, der eine Schlüsselstellung innehat. Die Gesamtproblematik im deutschen Bundestag liegt an der einflussreichen Lobbyarbeit der verschiedensten Interessenverbände und an der "Folgsamkeit" von nicht direkt gewählten Abgeordneten gegenüber ihrem "Zuchtmeister". Unter diesen Umständen sind durchgreifende Gesetze und Gesetzesänderungen zwar möglich, aber nicht durchführbar.
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Skull » Di 25. Sep 2018, 12:59

Guten Tag,

drei Beiträge in die Ablage verschoben.

Es wird im WiFo auch keinen (weiteren) "Flüchtlingsstrang" geben.

Edit: und ein weiterer Beitrag in die Ablage.
Man dient für Lohn und liebt sich für Geschenke
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon BlueMonday » Di 25. Sep 2018, 13:12

roadrunner hat geschrieben:(24 Sep 2018, 17:41)

Andrea Nahles beim Treffen mit allein erziehenden Müttern: "Wir haben bereits 500.000 neue Jobs geschaffen!" :thumbup:
Eine Mutter anrwortet: "Ich weiss, ich habe 3 davon!" :?


Erstaunlich, dass sie bei 3 Teilzeitjobs und den 5 oder 6 Kindern, die sie als alleinstehende Mutter hat, noch Zeit hat sich mit Frau Nahles auf Veranstaltungen zu treffen.
Solche ausgedachten Anekdoten ersetzen leider keine Argumente.


Sicherlich befinden sich manche Menschen in prekär empfundenen Lebenslagen. Viele wollen dabei aber leider nicht verstehen, dass gerade durch den politischen Eingriff diese Probleme weitgehend erzeugt wurden. Dazu wird ein unheilvolles Anspruchsdenken an den Staat entwickelt, dass infolge nur noch sehr schwer wieder abzubauen ist, wenn überhaupt. Die Menschen werden immer abhängiger vom Staat. Der Mensch verlernt sich selbst soziale Strukturen zu schaffen, die ihn absichern.
Der Mensch als rundum betreutes, verantwortungsfernes Wesen kann kein würdevolles Ziel sein. Gerade diese Abhängigkeit erzeugende Umsorgung ist das eigentlich Prekäre.
But who would build the roads?
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon H2O » Di 25. Sep 2018, 13:17

Mit diesen Maßnahmen lösen Sie ein "Prekariatsproblem", das in dieser Form seit Jahrzehnten besteht. Diese Maßnahmen sind außerdem sämtlich kostenlos um zu setzen? Man muß schon noch das Gesamtbild im Kopf haben... sonst ist man als Kanzler ungeeignet. ;)

Ich meine, daß frühkindliche Bildungseinrichtungen in Kindergärten und Ganztagsschulen der Königsweg zu einer gerechteren Gesellschaft sind. Da geht's lang!
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon H2O » Di 25. Sep 2018, 13:25

BlueMonday hat geschrieben:(25 Sep 2018, 14:12)

Erstaunlich, dass sie bei 3 Teilzeitjobs und den 5 oder 6 Kindern, die sie als alleinstehende Mutter hat, noch Zeit hat sich mit Frau Nahles auf Veranstaltungen zu treffen.
Solche ausgedachten Anekdoten ersetzen leider keine Argumente.


Sicherlich befinden sich manche Menschen in prekär empfundenen Lebenslagen. Viele wollen dabei aber leider nicht verstehen, dass gerade durch den politischen Eingriff diese Probleme weitgehend erzeugt wurden. Dazu wird ein unheilvolles Anspruchsdenken an den Staat entwickelt, dass infolge nur noch sehr schwer wieder abzubauen ist, wenn überhaupt. Die Menschen werden immer abhängiger vom Staat. Der Mensch verlernt sich selbst soziale Strukturen zu schaffen, die ihn absichern.
Der Mensch als rundum betreutes, verantwortungsfernes Wesen kann kein würdevolles Ziel sein. Gerade diese Abhängigkeit erzeugende Umsorgung ist das eigentlich Prekäre.


Hilft aber nichts; der Erkenntnis und der Schlußfolgerung stimme ich schon zu. Nur muß man ja auch einen Weg aus dieser Lage überlegen. Der kann aus meiner Sicht nur bei den Kindern ansetzen, die noch in fast jeder Hinsicht formbar sind. Weiterhin muß man den prägenden Einfluß ihrer Erzeuger möglichst gering halten. Auch darin ist viel Leid verborgen, aber gut gemacht ist am Ende doch besser als gut gemeint.
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon jorikke » Di 25. Sep 2018, 15:19

Maltrino hat geschrieben:(25 Sep 2018, 12:54)

Ich war übrigens mal auf einer Schule (!) und da waren wir aus irgendeinem Grund in einer Gaststätte. Fast alle bestellten Bier. Als einige Schüler kein Bier sondern alkoholfreie Getränke bestellten schaute die Lehrerin unverständnisvoll (ich hoffe das sagt man so) und schüttelte den Kopf. Aber die Schüler die Bier bestellten bekamen von ihr ein zustimmendes Nicken.

Aber dies nur am Rande.

Mir fällt grad ein weiterer Aspekt ein, der bestimmt nur mir einfällt: Bei euren Beiträgen ist so ein Unterton zu erkennen wo ihr sagt, dass es "Schwachköpfe" gibt. Die Gegenüberstellung lautet offenbar: Auf der einen Seite die "Normalos", die leicht in das Erwebsleben zu integrieren sind, auf der anderen Seite die "Schwachköpfe", die schwer ins Erwerbsleben zu integrieren sind. Was ich in der Diskussion vermisse: Wenn jemand schwer zu ins Erwerbsleben zu integrieren ist, dann heißt das nicht unbedingt, dass es unmöglich ist, es heißt erstmal nur, dass derjenige der ihn integriert SEHR GUT sein muss. Beispiel: Vor Jahren hatte ich mich öfter mal um eine bestimmte Art von Nebenjob beworben den ich vorher aber nie gemacht hatte, die Kluft zwischen mir und dieser ähm "Szene" war also eigentlich recht groß. Meist bekam ich keine Antwort oder es verlief im Sande weil irgendwie keine sinnvolle Kommunikation mit potentiellen Arbeitgebern zu Stande kam. Bis ich irgendwann an einen "Arbeitgeber" geriet der recht gute Menschenkenntnis hat und mir einige Sachen erklärte und danach hatte ich jahrelang diesen Nebenjob und hab sogar für andere gearbeitet wo das vorher nichts wurde. Kurz: Wenn die Kluft zwischen Person und Beruf groß ist, dann können nur außergewöhnlich gute Arbeitgeber es schaffen diese Kluft zu überwinden. Normale Arbeitgeber schaffen das nicht, die nehmen einfach "Normalos".

Wenn es nun also "Schwachköpfe" und "Normalos" auf dem Arbeitsmarkt gibt, dann erscheint es naheliegend, dass die "Schwachköpfe" ganz unten landen und nur die schlechtesten Jobs bei den schlechtesten Arbeitgebern kriegen. Aber das macht eigentlich keinen Sinn. Gerade weil sie "Schwachköpfe" sind und weil die Kluft die es zu überwinden gilt so groß ist brauchen diese Leute extrem fähige Menschen und extrem gute Arbeitgeber, die nicht überfordert sind wenn da ein "Schwachkopf" vor ihnen steht. Ich meine sogar, dass ich dieses Phänomen auch in meinem Bekanntenkreis und Freundeskreis sehe: Da gibt es eigentlich grob gesagt zwei Gruppen von Menschen, die jeweils auch meist unter sich bleiben:

1. Die "Normalos", die meist einen guten anständigen Job haben, gut verdienen, aber die eigentlich auch recht oberflächlich und "langweilig" sind
2. Die "Freaks", und da sind eben nicht nur "Schwachköpfe" sondern eben auch "Intellektuelle" und "Genies".

Warum ist das so? Nun, wenn da ein besoffener Schwachkopf reinplatzt, dann sind die "Normalos" total überfordert und grenzen sich sofort von ihm ab. Aber die Leute die ich mal ganz oberflächlich "Genies" nenne, die sind so genial, die finden einen Weg damit klar zu kommen, die lernen dann wie man mit solchen Leuten umgehen muss, kurz, sie sind nicht überfordert. Und so ergibt sich diese Gruppe der "Freaks", wie ich sie nenne.

Wenn nun also das Problem ist, dass "Schwachköpfe" nicht ins "normale" Berufsleben intergriert werden können, dann könnte das Problem auch sein: Es fehlt ein "geniales" Berufsleben. Irgendwas in unserer Gesellschaft verhindert, dass die Leute die ich "Genies" nenne Arbeitgeber werden. Ich hatte (siehe oben) einmal das Glück an ein solches Genie zu geraten. Der kam mit mir klar obwohl ich zu dem Zeitpunkt keinerlei Ahnung hatte worum es geht. In anderen Bereichen hatte ich dieses Glück nicht. Da war es meinst so, dass ich an "Normalo Chefs" geriet, die irgendwas von "Überstunden", "Pünktlichkeit" und "Mittagspause" faselten und überhaupt nicht kapierten, dass ich mit meiner etwas mangelhaften Ausbildung ganz andere Sachen brauche.

Wie gesagt, es könnte auch sein, dass das "Präkariat der Schwachköpfe" eigentlich durch "Förderung von Genies" gelöst werden muss. Nur wenn außergewöhnlich gute Menschen in verantwortungsvolle Positionen geraten, dann ist dort die Fähigkeit vorhanden auch mit "Schwachköpfen" richtig umzugehen und sie richtig einzusetzen. Aber das wäre vielleicht eher ein Thema was im Bereich Bildung zu diskutieren wäre. Denn unser Bildungssystem befördert ja eher die "Normales" und keine außergewöhnlichen Leute. So, ich hoffe ihr seid durch meinen Beitrag jetzt nicht überfordert, ihr "Genies"...


Wenn jeder, der über eine etwas mangelhafte Ausbildung verfügt und nichts auf die Reihe bekommt, sich für ein Genie halten darf, der lediglich eines kongenialen Dompteurs bedarf um über die Runden zu kommen, dann, ja dann feiert der psychoanalytische Surrealismus fröhliche Urstände.
… zur Erbauung jenseits der Arbeitswelt geeignet.
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Skull » Di 25. Sep 2018, 16:33

roadrunner hat geschrieben:(25 Sep 2018, 17:19)

[...]

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Mod: es sieht so aus das da ein Text aus einer Fremdquelle kopiert wurde.
Ohne einen Link, ohne die Quelle zu bezeichnen. Ich bitte um Aufklärung, bzw. Nachreichung.

Sonst wandert der Beitrag in die Ablage.
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Realist2014 » Di 25. Sep 2018, 16:34

roadrunner hat geschrieben:(25 Sep 2018, 17:19)

. 1991 gab es noch 35,2 Millionen beschäftigte Arbeitnehmer, im Juli 2018 waren es 44,75 Millionen.


Das stimmt so nicht. Bei den 44,75 Mio geht es um Erwerbstätige....



Waren im vergangenen Jahr rund 15,3 Millionen Menschen in Teilzeit beschäftigt, betrug die Zahl zwanzig Jahre zuvor nur rund 8,3 Millionen. Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten ist in den vergangenen zwanzig Jahren im Gegenzug von rund 25,9 Millionen auf 24 Millionen gesunken.


Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 45212.html

dort steht aber auch:

"991 gab es noch 35,2 Millionen beschäftigte Arbeitnehmer insgesamt, im vergangenen Jahr waren es 39,3 Millionen. In diesem Zeitraum sank die Wochenarbeitszeit aller Beschäftigten von im Schnitt 35 auf 30 Stunden."
Zuletzt geändert von Realist2014 am Di 25. Sep 2018, 16:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Skull » Di 25. Sep 2018, 16:37

Guten Tag,

mein Hinweis zur Quelle war eindeutig,

solange das nicht geklärt ist, macht es keinen Sinn auf diesen Beitrag zu antworten.
Da gegebenenfalls die Antworten und Bezüge...ebenfalls in die Ablage wandern.
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Realist2014 » Di 25. Sep 2018, 16:40

Skull hat geschrieben:(25 Sep 2018, 17:37)

Guten Tag,

mein Hinweis zur Quelle war eindeutig,

solange das nicht geklärt ist, macht es keinen Sinn auf diesen Beitrag zu antworten.
Da gegebenenfalls die Antworten und Bezüge...ebenfalls in die Ablage wandern.



Ich habe die Quelle gefunden und in meinem Beitrag eingefügt.
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Skull » Di 25. Sep 2018, 16:58

Realist2014 hat geschrieben:(25 Sep 2018, 17:40)

Ich habe die Quelle gefunden und in meinem Beitrag eingefügt.

Danke.

Somit habe ich nur den Ursprungsbeitrag in die Ablage verschoben.
Der ist und bleibt ein Verstoss gegen die Nutzungsbedingungen.
Und dieses trotz der Bitte um Nachbesserung.
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