Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

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Sanity
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Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Sanity » Mo 24. Sep 2018, 09:54

Neue Forschungsergebnisse belegen wie groß die Gruppe der Menschen in Deutschland ist, die sich dauerhaft in prekären Lebensumständen befinden (Link: https://www.boeckler.de/pdf/p_fofoe_WP_085_2018.pdf):

Fazit: "Bislang lagen nur Fallstudien und Hypothesen
zur Verstetigung prekärer Erwerbs- und Lebenslagen vor, jetzt ist klar,
dass etwa ein Achtel der deutschen Erwerbsbevölkerung weder anhaltend
erwerbslos noch nachhaltig ins Erwerbssystem integriert ist, sondern
dauerhaft oder zumindest in langen Zeiträumen prekär beschäftigt
ist und unter prekären Umständen lebt"

ich bin überrascht, dass dieses Problem so viele Menschen betrifft und bin der Meinung, dass das Ausmaß des Problems bisher unterschätzt wurde. Es genügt eben nicht nur auf die "Arbeitslosenstatistiken" zu schauen.
Zuletzt geändert von Sanity am Mo 24. Sep 2018, 10:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Realist2014 » Mo 24. Sep 2018, 10:05

Sanity hat geschrieben:(24 Sep 2018, 10:54)

Neue Forschungsergebnisse belegen wie groß die Gruppe der Menschen in Deutschland ist, die sich dauerhaft in prekären Lebensumständen befinden (Link: https://www.boeckler.de/pdf/p_fofoe_WP_085_2018.pdf):

Fazit: "Bislang lagen nur Fallstudien und Hypothesen
zur Verstetigung prekärer Erwerbs- und Lebenslagen vor, jetzt ist klar,
dass etwa ein Achtel der deutschen Erwerbsbevölkerung weder anhaltend
erwerbslos noch nachhaltig ins Erwerbssystem integriert ist, sondern
dauerhaft oder zumindest in langen Zeiträumen prekär beschäftigt
ist und unter prekären Umständen lebt"



Ja- und?

Was möchtet du da diskutieren?

Da geht es um Soloselbständige und die Kaste derer mit den geringen Kompetenzen usw...

Aber da ist jetzt bestimmt wieder der Artikel 14 unserer Verfassung schuld...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Sanity » Mo 24. Sep 2018, 10:15

Realist2014 hat geschrieben:(24 Sep 2018, 11:05)

Ja- und?

Was möchtet du da diskutieren?

Da geht es um Soloselbständige und die Kaste derer mit den geringen Kompetenzen usw...



dazu folgende Feststellung aus der Studie:

"Mehr als die Hälfte - insgesamt 6,7 Prozent der Erwerbstätigen - waren Frauen, die zu Beginn des Zehnjahreszeitraums 25 bis 54 Jahre alt waren, die meisten von ihnen waren Mütter."

möchtest du etwa behaupten, dass diese Mütter Solo-Selbständige sind oder oder nur geringe "Kompetenzen" haben?
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Realist2014 » Mo 24. Sep 2018, 10:25

Sanity hat geschrieben:(24 Sep 2018, 11:15)

dazu folgende Feststellung aus der Studie:

"Mehr als die Hälfte - insgesamt 6,7 Prozent der Erwerbstätigen - waren Frauen, die zu Beginn des Zehnjahreszeitraums 25 bis 54 Jahre alt waren, die meisten von ihnen waren Mütter."

möchtest du etwa behaupten, dass diese Mütter Solo-Selbständige sind oder oder nur geringe "Kompetenzen" haben?


Ich hebe lediglich einen TEIL der in de Studie erwähnt. Und das Thema Erwerbstätigkeit bei Frauen war ( im Westen) ein sehr eigenes Thema. Die Studie beginnt 1993- da war es NICHT normal ( im Westen der vereinigten BRD) , dass Frauen Vollzeit arbeiten

Somit ist die Studie natürlich auch irreführend in Bezug auf die "Mütter" weil sich da massive Veränderungen ergeben habe. Allerdings mit einem NEUEN Schwerpunktproblem:

Alleinerziehende Mütter. Deren Kinder machen ca 60% der in der Amutsstatistik angeführten "Kinderarmut" aus...
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon H2O » Mo 24. Sep 2018, 10:51

Realist2014 hat geschrieben:(24 Sep 2018, 11:25)

...

...

Alleinerziehende Mütter. Deren Kinder machen ca 60% der in der Amutsstatistik angeführten "Kinderarmut" aus...


Vor 9 Jahren verfaßte die inzwischen verstorbene Jugendrichterin Kirsten Heisig ihr Buch "Am Ende der Geduld" über Verwahrlosung Jugendlicher.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kirsten_Heisig

Sie sprach dort auch von ledigen Müttern, die sehr früh (16 bis 18 Jahre alt) schon mit Nachwuchs gesegnet waren, die dann mit wechselnden Partnern etliche weitere
Kinder erzeugten. Die waren nicht erwerbsfähig, hatten keine verwendbare Ausbildung, und sie lebten aus öffentlichen Kassen. Das Schlimmste daran war aber, daß sie aus ähnlichen Verhältnissen stammten und ihren Kindern ein vergleichbares Schicksal mit in die Wiege gelegt wurde. Frau Heisig prägte den Ausdruck "Dynastien der Verwahrlosung".

Ob das heute noch so ist... habe ich nicht verfolgt. Aber bei mir geht immer ein rotes Blinklicht an, wenn ich von Kinderarmut und ledigen Müttern lese. Mein Verdacht: Eine große Zahl bedürftiger Kinder wird von dieser verfestigten gesellschaftlichen Gruppe gestellt. Wie man diese Gruppen aufbrechen könnte... keine anwendbare Vorstellung!
Zuletzt geändert von H2O am Mo 24. Sep 2018, 10:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon KarlRanseier » Mo 24. Sep 2018, 10:59

H2O hat geschrieben:(24 Sep 2018, 11:51)

Vor 12 Jahren verfaßte die inzwischen verstorbene Jugendrichterin Kirsten Heisig ihr Buch "Am Ende der Geduld" über Verwahrlosung Jugendlicher.

Sie sprach von ledigen Müttern, die sehr früh (16 bis 18 Jahre alt) schon mit Nachwuchs gesegnet waren, die dann mit wechselnden Partnern etliche weitere
Kinder erzeugten. Die waren nicht erwerbsfähig, hatten keine verwendbare Ausbildung, und sie lebten aus öffentlichen Kassen. Das Schlimmste daran war aber, daß sie aus ähnlichen Verhältnissen stammten und ihren Kindern ein vergleichbares Schicksal mit in die Wiege gelegt wurde. Frau Heisig prägte den Ausdruck "Dynastien der Verwahrlosung".

Ob das heute noch so ist... habe ich nicht verfolgt. Aber bei mir geht immer ein rotes Blinklicht an, wenn ich von Kinderarmut und ledigen Müttern lese. Mein Verdacht: Eine große Zahl bedürftiger Kinder wird von dieser verfestigten gesellschaftlichen Gruppe gestellt.



Hast Du es schon einmal in Erwägung gezogen, in die Politik zu gehen? Immer am Problem vorbeizudiskutieren und zu behaupten, dass Personen mit Problemen letztlich selbst daran schuld sind, kannst Du jedenfalls schon. :thumbup:

Vielleicht müsstest Du noch lernen, stundenlang zu reden, ohne dabei irgendetwas zu sagen oder, falls Du AfD bevorzugst, hart am Rande der Legalität mit Nazivokabular um Dich zu werfen. Aber dann steht Dir einer politischen Karriere nichts mehr im Wege, der beste Schutz davor, einmal selbst ins Prekariat abzurutschen. :thumbup: :thumbup: :thumbup:
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon H2O » Mo 24. Sep 2018, 11:01

KarlRanseier hat geschrieben:(24 Sep 2018, 11:59)

Hast Du es schon einmal in Erwägung gezogen, in die Politik zu gehen? Immer am Problem vorbeizudiskutieren und zu behaupten, dass Personen mit Problemen letztlich selbst daran schuld sind, kannst Du jedenfalls schon. :thumbup:

Vielleicht müsstest Du noch lernen, stundenlang zu reden, ohne dabei irgendetwas zu sagen oder, falls Du AfD bevorzugst, hart am Rande der Legalität mit Nazivokabular um Dich zu werfen. Aber dann steht Dir einer politischen Karriere nichts mehr im Wege, der beste Schutz davor, einmal selbst ins Prekariat abzurutschen. :thumbup: :thumbup: :thumbup:


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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Occham » Mo 24. Sep 2018, 11:07

Realist2014 hat geschrieben:(24 Sep 2018, 11:05)

Da geht es um Soloselbständige und die Kaste derer mit den geringen Kompetenzen usw....

Erst sagst du, das Kastensystem muss ersetzt werden, jetzt schreibst du den geringen Kompetenzen eine Kaste zu?

...

...

...
Die beste Lösung eines Problems ist meist die Einfachste.
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Realist2014 » Mo 24. Sep 2018, 11:09

H2O hat geschrieben:(24 Sep 2018, 11:51)



. Aber bei mir geht immer ein rotes Blinklicht an, wenn ich von Kinderarmut und ledigen Müttern lese. Mein Verdacht: Eine große Zahl bedürftiger Kinder wird von dieser verfestigten gesellschaftlichen Gruppe gestellt. Wie man diese Gruppen aufbrechen könnte... keine anwendbare Vorstellung!


genau das ist der Fall.
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Realist2014 » Mo 24. Sep 2018, 11:09

Occham hat geschrieben:(24 Sep 2018, 12:07)

Erst sagst du, das Kastensystem muss ersetzt werden, jetzt schreibst du den geringen Kompetenzen eine Kaste zu?

...

...

...


ich hätte auch "Gruppe" schreiben können...

deutsche Sprache, schwierige Sprache...
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Realist2014 » Mo 24. Sep 2018, 11:11

KarlRanseier hat geschrieben:(24 Sep 2018, 11:59)

Hast Du es schon einmal in Erwägung gezogen, in die Politik zu gehen? Immer am Problem vorbeizudiskutieren und zu behaupten, dass Personen mit Problemen letztlich selbst daran schuld sind, kannst Du jedenfalls schon. :thumbup:

Vi :


na, dann ERLEUCHTE du uns mal mit den tatsächlichen Ursachen dieser "Prekariats-Gruppe"...
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon H2O » Mo 24. Sep 2018, 11:22

Realist2014 hat geschrieben:(24 Sep 2018, 12:09)

genau das ist der Fall.


Mir sind nachträglich noch Scheidungskinder eingefallen. Wenn nicht beide Eltern nach der Scheidung solidarisch für ihre Kinder sorgen, dann ist der Absturz in die Kinderarmut sehr oft nicht zu vermeiden. Nur ist die Wahrscheinlichkeit, daß die Mutter, bei der erfahrungsgemäß die Scheidungskinder leben, doch über beruflich verwertbare Kenntnisse verfügt, so daß man nicht unbedingt mit diesem Absturz in die Kinderarmut rechnen muß. Auch bestehen meist noch intakte Beziehungen zu den Großeltern, die sich auch darum bemühen, daß ihren Enkeln eine gute Zukunft ermöglicht wird.

Diese Verhältnisse kenne ich aus hautnahem Erleben. Schlimm für die Kindern, wenn die Eltern sich nicht mehr miteinander verstehen; dann ist Scheidung das geringere Übel!
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon KarlRanseier » Mo 24. Sep 2018, 11:44

Realist2014 hat geschrieben:(24 Sep 2018, 12:11)

na, dann ERLEUCHTE du uns mal mit den tatsächlichen Ursachen dieser "Prekariats-Gruppe"...




Tja, wenn ich so einfache Antworten auf komplexe Fragen hätte, dann wäre ich längst Mitglied von SPD oder AfD.

Aus der Sicht der Sozen ist der arbeitende Pöbel selbst an seiner Situation schuld. Aus der Sicht der AfD sind die Ausländer schuld.
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Realist2014 » Mo 24. Sep 2018, 11:47

KarlRanseier hat geschrieben:(24 Sep 2018, 12:44)

Tja, wenn ich so einfache Antworten auf komplexe Fragen hätte, dann wäre ich längst Mitglied von SPD oder AfD.

Aus der Sicht der Sozen ist der arbeitende Pöbel selbst an seiner Situation schuld. Aus der Sicht der AfD sind die Ausländer schuld.


hm

und wer ist aus DEINER Sicht "schuld"?
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Realist2014 » Mo 24. Sep 2018, 11:49

H2O hat geschrieben:(24 Sep 2018, 12:22)

Mir sind nachträglich noch Scheidungskinder eingefallen. Wenn nicht beide Eltern nach der Scheidung solidarisch für ihre Kinder sorgen, dann ist der Absturz in die Kinderarmut sehr oft nicht zu vermeiden. Nur ist die Wahrscheinlichkeit, daß die Mutter, bei der erfahrungsgemäß die Scheidungskinder leben, doch über beruflich verwertbare Kenntnisse verfügt, so daß man nicht unbedingt mit diesem Absturz in die Kinderarmut rechnen muß. Auch bestehen meist noch intakte Beziehungen zu den Großeltern, die sich auch darum bemühen, daß ihren Enkeln eine gute Zukunft ermöglicht wird.

Diese Verhältnisse kenne ich aus hautnahem Erleben. Schlimm für die Kindern, wenn die Eltern sich nicht mehr miteinander verstehen; dann ist Scheidung das geringere Übel!



Laut den Statistiken zur "Kinderarmut" betrifft diese aber eben zu 60% Kinder von Alleinerziehenden... ( ist auch der größte Teil der ALG II Aufstocker)
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon H2O » Mo 24. Sep 2018, 12:25

Realist2014 hat geschrieben:(24 Sep 2018, 12:49)

Laut den Statistiken zur "Kinderarmut" betrifft diese aber eben zu 60% Kinder von Alleinerziehenden... ( ist auch der größte Teil der ALG II Aufstocker)


Nun ist unsere Sprache in der Hinsicht nicht so ergiebig: Alleinerziehende Mütter können durchaus Scheidungskinder aufziehen. Oder wird in den Ihnen zugänglichen Unterlagen dort ein Unterschied gemacht? Mit der Zuschreibung ALG II Aufstocker kann ich nicht so viel anfangen. Ich vermute: Sehr lange oder immer ohne Arbeitsverhältnis, mit zusätzlichen Zuwendungen für die Kinder? Das würde wieder zu den Ausführungen der Jugendrichterin Heisig passen.
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Realist2014 » Mo 24. Sep 2018, 13:58

H2O hat geschrieben:(24 Sep 2018, 13:25)

Nun ist unsere Sprache in der Hinsicht nicht so ergiebig: Alleinerziehende Mütter können durchaus Scheidungskinder aufziehen. Oder wird in den Ihnen zugänglichen Unterlagen dort ein Unterschied gemacht?


Alleinerziehend ist ein Status. Wie der entstanden ist ( also ob vorher Ehe etc.) , spielt da keine Rolle.

Mit der Zuschreibung ALG II Aufstocker kann ich nicht so viel anfangen. Ich vermute: Sehr lange oder immer ohne Arbeitsverhältnis, mit zusätzlichen Zuwendungen für die Kinder? Das würde wieder zu den Ausführungen der Jugendrichterin Heisig passen.


"Aufstocker" bedeutet den Bezug von ALG II trotz eigener Arbeit ( 450er, Teilzeit...) , weil diese Arbeit kein Einkommen oberhalb des Existenzminimums sicher stellt.
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon H2O » Mo 24. Sep 2018, 14:05

Realist2014 hat geschrieben:(24 Sep 2018, 14:58)

Alleinerziehend ist ein Status. Wie der entstanden ist ( also ob vorher Ehe etc.) , spielt da keine Rolle.



"Aufstocker" bedeutet den Bezug von ALG II trotz eigener Arbeit ( 450er, Teilzeit...) , weil diese Arbeit kein Einkommen oberhalb des Existenzminimums sicher stellt.


Ok, da liegt sicher viel menschliches Leid verborgen. Aber wie ändern? Immerhin handelt es sich bei diesen Menschen um voll für sich verantwortliche Menschen.
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon Realist2014 » Mo 24. Sep 2018, 14:09

H2O hat geschrieben:(24 Sep 2018, 15:05)

Ok, da liegt sicher viel menschliches Leid verborgen. Aber wie ändern? Immerhin handelt es sich bei diesen Menschen um voll für sich verantwortliche Menschen.


Richtig

Und das beginnt mit der eigenen Verantwortung für die zu erwerbenden Kompetenzen...

Allerdings auch bei den alleinerziehenden Müttern die Frage nach der (ökonomischen) Unterstützung durch die Väter...
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Re: Forschungsergebnisse zum dauerhaften Prekariat

Beitragvon H2O » Mo 24. Sep 2018, 14:18

Realist2014 hat geschrieben:(24 Sep 2018, 15:09)

Richtig

Und das beginnt mit der eigenen Verantwortung für die zu erwerbenden Kompetenzen...

Allerdings auch bei den alleinerziehenden Müttern die Frage nach der (ökonomischen) Unterstützung durch die Väter...


in der Ecke der verantwortungslosen Väter sind aus meiner Sicht eiserne Zugriffe fällig. Funktioniert inzwischen aber auch besser als noch vor Jahren!

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