Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

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Maltrino
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon Maltrino » Mi 12. Sep 2018, 00:37

franktoast hat geschrieben:(01 Aug 2018, 10:13)

...

- Es gibt keine Studiengebühren
- das Semesterticket für den ÖVPN ist extrem vergünstigt
- es gibt Bafög
- Studentenkrankenversicherung bzw. Familienversicherung bis 25
- diverse Vergünstigungen für Studenten

Ist das noch zu wenig?

...


Ja du hast doch den Artikel gelesen, da erklärt die Frau doch was gemeint ist, es geht um den Studienbeginn, also warum die Frage? Ach ja, um lustig zu diskutieren...
ok

franktoast hat geschrieben:(01 Aug 2018, 10:13)

...

Ist es zu viel verlangt, wenn ein Student 1000€-2000€ vor Studienbeginn in Vorleistung tritt?
Sind Eltern mit niedrigem Einkommen überfordert, diesen Betrag in 18 Jahren pro Kind anzusparen (9€ pro Monat ohne Rendite), um es dem Kind nicht etwa zu schenken, sondern zu leihen bzw. irgendein anderer Verwandter, Freund, Nachbar ist nicht vorhanden, der das leihen könnte?
Wie sieht es aus mit Ferienjobs?
In dem Beispiel geht es um eine junge Frau, die eine Ausbildung machte und auch nicht fähig war, pro Monat 10€ (ihr fehlen 400€ auf 3 Jahre Ausbildung gerechnet) anzusparen?

Wird hier zu viel Eigenverantwortung verlangt?
...



Auch das sind ja eher rhetorische Fragen oder? Ich lese heraus, dass du mit dem jetzigen System zufrieden bist, und dieses jetzige System sorgt halt dafür (laut Aussage der "Expertin" im Artikel), dass einige, die diese 2000 Euro zu Studienbeginn nicht haben, nicht studieren können. Auch hier versteh ich wieder nicht warum dann noch gefragt wird. Dann sag doch klipp und klar: Das System ist gut, diejenigen die dieses Geld nicht haben verdienen es nicht zu studieren.

Ach ja, kleiner Tipp noch: Ich könnte mir vorstellen, dass kein Verwandter dem Jugendlichen das Geld schenkt weil er "Eigenverantwortung" verlangt...
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon Maltrino » Mi 12. Sep 2018, 00:50

Teeernte hat geschrieben:(11 Sep 2018, 22:31)

Übersetzung : JEDER ist SEINES GLÜCKES SCHMIED.....VIEL finanzielle EIGEENVERANTWORTUNG gezeigt - im Studium....Strangthema.


Ja, aber Skull hat ja nicht aus eigener Kraft sein Studium finanziert sondern konnte dies nur tun weil ihm jemand einen "Vollzeitjob" gegeben hat.


Skull hat geschrieben:(11 Sep 2018, 21:00)

Ich habe mein Fachhochschulstudium über insgesamt 5 Jahre zusätzlich zum Vollzeit-Job gemacht.
(...)
Null Finanzierung durch irgendjemanden.

(...)


Was hätte er gemacht wenn er den Vollzeitjob nicht bekommen hätte? Aber das ist halt die schräge deutsche Logik offenbar. Jemand bekommt sein Leben finanziert, zum Beispiel durch einen Arbeitgeber den er NICHT zwingen kann ihm einen Job zu geben, und anstatt das zu akzeptieren wird gesagt "Null Finanzierung durch irgendjemanden". Er bekommt also zum Beispiel 200 Euro (oder waren es damals noch Taler oder so?) jeden Monat überwiesen und sagt "Null Finanzierung durch irgendwen". Tja.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
Polibu

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon Polibu » Mi 12. Sep 2018, 03:21

Skull hat seine Arbeitsleistung verkauft. Sein Arbeitgeber hat ihm das Geld nicht geschenkt. LEISTUNG wird heute bei vielen klein geschrieben. Die wollen immer nur was geschenkt bekommen, aber nichts dafür tun.

Wem das Geld für ein Studium fehlt, der muss halt nebenher arbeiten gehen. Man muss auch mal bereit sein mehr zu leisten als andere, um ans Ziel zu kommen und nicht immer nur jaulen wie schwer doch alles ist.
KarlRanseier

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon KarlRanseier » Mi 12. Sep 2018, 06:08

Polibu hat geschrieben:(12 Sep 2018, 04:21)

Skull hat seine Arbeitsleistung verkauft. Sein Arbeitgeber hat ihm das Geld nicht geschenkt. LEISTUNG wird heute bei vielen klein geschrieben. Die wollen immer nur was geschenkt bekommen, aber nichts dafür tun.

Wem das Geld für ein Studium fehlt, der muss halt nebenher arbeiten gehen. Man muss auch mal bereit sein mehr zu leisten als andere, um ans Ziel zu kommen und nicht immer nur jaulen wie schwer doch alles ist.



Diese Argumentation ist verblüffend unlogisch. Erstens behauptet man quasi ständig, Deutschland bräuchte Akademiker. Und dann legt man Leuten, die das werden wollen, Steine in den Weg und macht Bildung abhängig vom Geldbeutel.

Noch hanebüchener ist die Annahme, dass Studenten, die nebenher arbeiten, den Staat weniger Geld kosten. Dass diese Leute letztlich länger für ihr Studium brauchen und es damit für den Staat deutlich teurer ist, als wenn er ihr Studium adäquat unterstützt, fällt offenbar Niemandem auf. :rolleyes:

Die einzigen Leute, die davon profitieren, dass Studenten arbeiten müssen, sind Profitmaximierer, die billige Arbeitskräfte suchen.
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon Alana4 » Mi 12. Sep 2018, 06:33

Teeernte hat geschrieben:Sag doch EINEN Nachteil für ein Duales Studium ?
.......

Es gibt nur vergleichsweise wenige Studienplatzangebote dieser Art.
Und wenn der Arbeitgeber das Studium nicht finanziert (zusätzlich zu dem fetten Gehalt, das er in der Zeit selbstverständlich zahlt), dann ist so ein duales Studium eine verdammt teure Angelegenheit!
Ich beherrsche die deutsche Rechtschreibung! Aber meine Tastatur hat damit manchmal Probleme.
Polibu

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon Polibu » Mi 12. Sep 2018, 06:55

KarlRanseier hat geschrieben:(12 Sep 2018, 07:08)

Diese Argumentation ist verblüffend unlogisch. Erstens behauptet man quasi ständig, Deutschland bräuchte Akademiker. Und dann legt man Leuten, die das werden wollen, Steine in den Weg und macht Bildung abhängig vom Geldbeutel.

Noch hanebüchener ist die Annahme, dass Studenten, die nebenher arbeiten, den Staat weniger Geld kosten. Dass diese Leute letztlich länger für ihr Studium brauchen und es damit für den Staat deutlich teurer ist, als wenn er ihr Studium adäquat unterstützt, fällt offenbar Niemandem auf. :rolleyes:

Die einzigen Leute, die davon profitieren, dass Studenten arbeiten müssen, sind Profitmaximierer, die billige Arbeitskräfte suchen.


Deutschland hat genug Akademiker und auch genug Studienabbrecher. Jeder Hans und Franz will heutzutage studieren. Das ist keine gesunde Entwicklung. Deshalb ist es nicht sinnvoll jedem ein Rundumsorglosstudium zu finanzieren. Wer kein Geld hat und studieren will, muss sich halt reinhängen. Es ist möglich. Man muss sich halt nur etwas anstrengen. Wer kein Bock dazu hat, der soll es halt lassen.
Zuletzt geändert von Polibu am Mi 12. Sep 2018, 07:25, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon jorikke » Mi 12. Sep 2018, 06:56

Maltrino hat geschrieben:(12 Sep 2018, 01:50)

Ja, aber Skull hat ja nicht aus eigener Kraft sein Studium finanziert sondern konnte dies nur tun weil ihm jemand einen "Vollzeitjob" gegeben hat.




Was hätte er gemacht wenn er den Vollzeitjob nicht bekommen hätte? Aber das ist halt die schräge deutsche Logik offenbar. Jemand bekommt sein Leben finanziert, zum Beispiel durch einen Arbeitgeber den er NICHT zwingen kann ihm einen Job zu geben, und anstatt das zu akzeptieren wird gesagt "Null Finanzierung durch irgendjemanden". Er bekommt also zum Beispiel 200 Euro (oder waren es damals noch Taler oder so?) jeden Monat überwiesen und sagt "Null Finanzierung durch irgendwen". Tja.


Ganz ehrlich gemeinte Frage:
Ich verstehe deine ehrlich gemeinte Frage ganz gut, jedoch ist sie sehr unglücklich formuliert.
Probier das doch nochmal, ohne Anspielungen auf den Geisteszustand des Users ... dein Mod ;)
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon odiug » Mi 12. Sep 2018, 07:23

Skull hat geschrieben:(11 Sep 2018, 21:00)

Ich habe mein Fachhochschulstudium über insgesamt 5 Jahre zusätzlich zum Vollzeit-Job gemacht.

2 - 3 Vorlesungen abends in der Woche plus manchmal Samstags.
Null Finanzierung durch irgendjemanden.

Und auch heute kenne ich "Kids" der nachfolgenden Generation, die das auch so machen.

mfg

Weißt du auch, was ein Studium kostet :?:
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon Skull » Mi 12. Sep 2018, 07:24

Maltrino hat geschrieben:(12 Sep 2018, 01:50)

Ja, aber Skull hat ja nicht aus eigener Kraft sein Studium finanziert

Das hat der Skull schon. :) Deine "Logik" verbleibt Dir.

Auch habe ich nicht behauptet, das mein Lebensweg für jeden oder die meistens ... sinnbildlich sein kann oder soll.
Ich habe Misterfritz auf Ihren Beitrag geantwortet.

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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon Skull » Mi 12. Sep 2018, 07:27

odiug hat geschrieben:(12 Sep 2018, 08:23)

Weißt du auch, was ein Studium kostet :?:

Ja. Meine Schwiegertochter studiert gerade.
Meine Patenkind hat bereits studiert.
Das Patenkind meiner Frau beginnt ihr Studium im Herbst.

Ansonsten haben bestimmt zwei Dutzend Kinder aus unserem Familien- oder Freundeskreis studiert.
Die meisten sind bereits fertig.

Warum sollte ich das also nicht wissen ? :?:

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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon odiug » Mi 12. Sep 2018, 07:32

Skull hat geschrieben:(12 Sep 2018, 08:27)

Ja. Meine Schwiegertochter studiert gerade.
Meine Patenkind hat bereits studiert.
Das Patenkind meiner Frau beginnt ihr Studium im Herbst.

Ansonsten haben bestimmt zwei Dutzend Kinder aus unserem Familien- oder Freundeskreis studiert.
Die meisten sind bereits fertig.

Warum sollte ich das also nicht wissen ? :?:

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Na ja ... dass ein Student für seinen Lebensunterhalt selbst sorgt, ist ja löblich, nur hat das mit den Kosten eines Studiums relativ wenig zu tun.
Abgesehen davon ist BAFÖG heute auch nur noch ein Kredit, wenn auch ein sehr günstiger.
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon Skull » Mi 12. Sep 2018, 07:34

odiug hat geschrieben:(12 Sep 2018, 08:32)

Na ja ... dass ein Student für seinen Lebensunterhalt selbst sorgt, ist ja löblich,
nur hat das mit den Kosten eines Studiums relativ wenig zu tun.

Abgesehen davon ist BAFÖG heute auch nur noch ein Kredit, wenn auch ein sehr günstiger.

Ich finde es nicht schlimm, das es BAFÖG gibt. Auch nicht schlimm, das es das als Kredit gibt.

mfg
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon odiug » Mi 12. Sep 2018, 07:40

Skull hat geschrieben:(12 Sep 2018, 08:34)

Ich finde es nicht schlimm, das es BAFÖG gibt. Auch nicht schlimm, das es das als Kredit gibt.

mfg

Ja ... aber ein Studienplatz kommt je nach Fach auf 20 .000 bis 30.000 Euro pro Semester.
Vom Bau und Unterhalt der Gebäude, zur Ausstattung der Labore und Lehrsäle, bis hin zum Gehalt des Lehrkörpers und der Verwaltung.
Es geht dabei nicht um Bafög ... das spielt kaum eine Rolle.
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon Skull » Mi 12. Sep 2018, 07:44

odiug hat geschrieben:(12 Sep 2018, 08:40)

Ja ... aber ein Studienplatz kommt je nach Fach auf 20 .000 bis 30.000 Euro pro Semester.

Da verstehe ich jetzt den Kontext nicht.

Der Threadtitel handelt von der Eigenverantwortung.
Die User diskutieren über die Eigenverantwortung des eigenen Studiums und deren Finanzierung.
Möglichkeiten, Grenzen oder Kosten.

Was ein Studienplatz der Gesellschaft kostet... war meines Wissens nicht das Thema.
Oder plädierst Du hier, diese 20 - 30 k pro Semester den Studierenden in Rechnung zu stellen ? :?:

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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon odiug » Mi 12. Sep 2018, 07:55

Skull hat geschrieben:(12 Sep 2018, 08:44)

Da verstehe ich jetzt den Kontext nicht.

Der Threadtitel handelt von der Eigenverantwortung.
Die User diskutieren über die Eigenverantwortung des eigenen Studiums und deren Finanzierung.
Möglichkeiten, Grenzen oder Kosten.

Was ein Studienplatz der Gesellschaft kostet... war meines Wissens nicht das Thema.
Oder plädierst Du hier, diese 20 - 30 k pro Semester den Studierenden in Rechnung zu stellen ? :?:

mfg

Wenn ich eine Leistung in Anspruch nehme, dann muss ich auch dafür aufkommen.
Es sei denn, die Gesellschaft sieht gute Gründe, diese Leistung gemeinschaftlich zu finanzieren.
Das gilt so für Studenten, wie auch für Autofahrer.
Beide kommen nicht für die Kosten ihres Tuns auf.
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon Realist2014 » Mi 12. Sep 2018, 07:58

odiug hat geschrieben:(12 Sep 2018, 08:55)

Wenn ich eine Leistung in Anspruch nehme, dann muss ich auch dafür aufkommen.
Es sei denn, die Gesellschaft sieht gute Gründe, diese Leistung gemeinschaftlich zu finanzieren.
Das gilt so für Studenten, wie auch für Autofahrer.
Beide kommen nicht für die Kosten ihres Tuns auf.


Hm

ist das jetzt ein Plädoyer für US-Verhältnisse beim Studium?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon frems » Mi 12. Sep 2018, 08:03

Teeernte hat geschrieben:(11 Sep 2018, 23:13)
Sag doch EINEN Nachteil für ein Duales Studium ?

...ist ARBEIT neben dem Studium soooooo schlimm ? Gesellschafter/in für alte (betuchte) Leute sooo ekelig ?

Nachteile gibt's viele.

1. Betrachtet man den betrieblichen Arbeitsaufwand mit der Vergütung, hat man stets einen miserablen Stundenlohn. Arbeitet man stattdessen als regulärer Student fachnah in der Wirtschaft oder Forschung, springt am Monatsende bei gleichem Zeitaufwand mehr raus. Zudem verplempert man seine Zeit nicht mit putzen, aufräumen und sonstigem Gesellenkram.
2. Man hat sehr wenige Wahlfreiheiten im Studium, da vieles von den Betrieben gefordert wird und die Hochschulen zugleich meist sehr klein sind. Sprich, kaum Angebote, um mal etwas auszuprobieren; dabei macht dies ein Studium aus.
3. Dadurch ist man auch sehr unflexibel, wenn es später mal darum geht, den Arbeitgeber zu wechseln. Auch hier gilt: das, was einen Akademiker ausmacht, fehlt.
4. Absolventen dualer Bachelor-Studiengänge werden noch häufiger als Wald-und-Wiesen-FH-Absolventen für ein Masterstudium später nicht zugelassen, da ihnen einfach viele fachlichen Grundlagen fehlen. Braucht man als Ing. die technische Mechanik, bringt es wenig, wenn dies auf dem Zeugnis fehlt und man stattdessen mit einer Pfeile an Metall herumgekratzt oder den Chef zum Flughafen gefahren hat.
5. Letztendlich ist man kein richtiger Azubi und auch kein Akademiker. Entsprechend sind die späteren Tätigkeiten. Die Unternehmen, die Jahrzehnte nach mehr Abiturienten schrien und nun verwundert sind über die Studien-Möglichkeit des Nachwuchses, hoffe so halt ein paar Plus-Azubis zu ködern, die ansonsten keine Lehre, sondern ein Studium aufnehmen würden. Also watscheln sie ein paar mal in ein Gebäude, auf dem "Hochschule" steht, und gibt ihnen einen akademischen Grad, der zwar in der Theorie, aber nicht in der Praxis gleichwertig ist.
6. Zudem ist es eine unbedeutende Randerscheinung, die nur wenige Betriebe anbieten. Der Anteil unter allen Studenten ist im niedrigen, einstelligen Prozentbereich.

Somit spricht eigentlich nichts dafür. Ausnahmen gibt's natürlich, z.B. wenn irgendein unflexibler Mensch in seinem Heimatort bei irgendeinem KMU sein Leben verbringen möchte und für ein normales Studium ungeeignet wäre. Da ist ein sog. duales Studium immerhin ein klein wenig anspruchsvoller als irgendeine stupide Berufsausbildung, wovon es ja genug in Deutschland gibt. Man muss nur schauen, wo die meisten freiwilligen Abbrecher sind. Gastro, Hotels, Security, ...
Labskaus!

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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon odiug » Mi 12. Sep 2018, 08:08

Realist2014 hat geschrieben:(12 Sep 2018, 08:58)

Hm

ist das jetzt ein Plädoyer für US-Verhältnisse beim Studium?

Auch in den USA zahlen viele Studenten nicht die Kosten ihres Studiums.
Manche jedoch, wie zB Absolventen der Trump University, viel zu viel.
Aber auch die Ivy League kommt nicht ohne Spenden aus.

Aber um das klar zu machen, ich in voll und ganz für eine frei Bildung.
Gerade in Deutschland ist das wichtig.
Bei "freie Fahrt für frei Bürger" bin ich da etwas skeptischer.
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon frems » Mi 12. Sep 2018, 08:13

Polibu hat geschrieben:(12 Sep 2018, 07:55)

Deutschland hat genug Akademiker und auch genug Studienabbrecher. Jeder Hans und Franz will heutzutage studieren. Das ist keine gesunde Entwicklung. Deshalb ist es nicht sinnvoll jedem ein Rundumsorglosstudium zu finanzieren. Wer kein Geld hat und studieren will, muss sich halt reinhängen. Es ist möglich. Man muss sich halt nur etwas anstrengen. Wer kein Bock dazu hat, der soll es halt lassen.

International betrachtet hat Deutschland ziemlich wenige Akademiker. Die Abbrecherquote ist heute auch nicht höher als vor 30 oder 50 Jahren. Zudem entstehen die meisten Abbrüche durch Wechsel von Fach oder Hochschule. Prämissen für die Katz und Konklusion zudem unschlüssig. Sowas braucht Deutschland gewiss nicht.
Labskaus!

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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon odiug » Mi 12. Sep 2018, 08:17

Polibu hat geschrieben:(12 Sep 2018, 07:55)

Deutschland hat genug Akademiker und auch genug Studienabbrecher. Jeder Hans und Franz will heutzutage studieren. Das ist keine gesunde Entwicklung. Deshalb ist es nicht sinnvoll jedem ein Rundumsorglosstudium zu finanzieren. Wer kein Geld hat und studieren will, muss sich halt reinhängen. Es ist möglich. Man muss sich halt nur etwas anstrengen. Wer kein Bock dazu hat, der soll es halt lassen.

Auf Akademiker mit sehr viel Geld, wie zB die von und zu Gutenbergs, kann man auch verzichten.
Geld ist kein Kriterium für die Fähigkeit ein Studium erfolgreich zu absolvieren.
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