Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

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Maltrino
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon Maltrino » Mi 12. Sep 2018, 16:19

franktoast hat geschrieben:(12 Sep 2018, 16:46)

...

Abitur macht man Mai, Studium fängt Oktober an. Da sind 4 Monate dazwischen. Was macht der mittellose Erwachsene in der Zeit?


Soll ich dir erzählen was ich gemacht hab? Dann schreist du aber "Einzelfall!"

Vorschlag: Frag doch mal 1000 junge Erwachsene (Oder nur 1000 mittellose junge Erwachsene?) was sie in dieser Zeit gemacht haben. Und dann wirst du wohl ganz unterschiedliche Geschichten hören. Und dann hast du mehrere Alternativen. Du kannst zum Beispiel einen "Durchschnitt" ermitteln oder eine "Mehrheit der jungen Erwachsenen" identifizieren, und wirst wohl zu dem Ergebnis kommen, dass es dem "nomalen jungen Durchschnittserwachsenen" gut geht und dass sich nichts ändern muss. Oder du betrachtest die vielen "Einzelfälle", die alles Minderheiten sind, und sagst entweder "Wegen so wenig Menschen müssen wir nichts unternehmen", oder überlegst dir was man für diese "Einzelfälle" tun kann oder überlegst dir wie das System gründsätzlich sein müsste damit diese "Einzelfälle" es leichter haben oder damit es sie nicht mehr gibt...

Ich glaube deine verzweifelten Fragen nach "dem mittellosen Erwachsenen" zeigen nur die Grenzen der derzeitigen Herangehensweise in der Politik auf. Man hat also offenbar ein System installiert wo man denjenigen der immatrikuliert ist unterstützt. Die Schwachstelle im System ist, dass offenbar (laut Artikel) die Zeit davor schon ein Problem ist. Zumindest für manche. Und in der Logik des jetzigen Systems müsste man nun wieder komplizierte Fördertöpfe erfinden für paar die...

Und mein "verzweifelter" Vorschlag nach einem "Kulturwandel" ist halt eine Reaktion auf dieses Dilemma. Dass "klipp und klar" ALLEN gesagt wird, das sie bittesehr 10 Jahre lang Geld verdienen sollen.

Aber so ergibt sich halt mir wieder nur ein zwiespältiges Bild. Auf der einen Seite gibt es Fördertöpfe ohne Ende. Auf der anderen Seite gibt es aber offenbar gerade für die ganz armen, die nicht mal 2000 Euro aufbringen können, gar nichts. Ja was den nun? Wenn ich ganz arm bin, so arm, dass ich mich nicht mal immatrikulieren kann, krieg ich keine Förderung, wenn ich ein bischen arm bin, gibts ganz viel, wenn ich reich bin gibts keine Förderung, wenn ich ganz reich bin, dann kriegt mein Opa plötzlich sogar Subventionen vom Staat weil sein Betrieb "Systemrelevant" ist... Ja was denn nun? "Eigentverantwortung"? Oder Hilfe vom "Kollektiv"? Ich sehe da kein klares Bild.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon H2O » Mi 12. Sep 2018, 16:44

franktoast hat geschrieben:(12 Sep 2018, 16:38)

Dass ein angehender Studenten wegen fehlenden 1000€ sein Studium gar nicht erst anfängt, ist wohl auch ein Extremfall. Also wenn man wirklich studieren will. Klingt mir eher nach Ausrede.


Kommt eben darauf an, wie risikobereit junge Leute sind. Jeder Mensch muß seine Kräfte selbst einschätzen. Ich mache niemandem einen Vorwurf, der unsicher ist, ob er das Ziel erreicht, und der innerlich beschließt: "Dann lieber nicht!" Hohe Abbrecherzahlen zeigen doch, daß junge Leute leider ihre Kräfte überschätzt haben.
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon Maltrino » Do 13. Sep 2018, 02:51

H2O hat geschrieben:(12 Sep 2018, 17:44)

Kommt eben darauf an, wie risikobereit junge Leute sind. Jeder Mensch muß seine Kräfte selbst einschätzen. Ich mache niemandem einen Vorwurf, der unsicher ist, ob er das Ziel erreicht, und der innerlich beschließt: "Dann lieber nicht!" Hohe Abbrecherzahlen zeigen doch, daß junge Leute leider ihre Kräfte überschätzt haben.


Und wie wärs mal wenn man denjenigen Eltern und Lehrern einen Vorwurf macht die das unterstützen, dass heute, sorry, "jeder Depp" mit Studieren anfängt?

Ich machs kurz: Ich kenne zwei Arten von Leuten die Studium abgebrochen haben oder gar nicht erst damit angefangen haben. Die einen waren zu dumm dafür. Die anderen (wie Bill Gates) waren zu schlau und haben diesen Schritt einfach übersprungen, so wie andere schlaue Leute halt Klassen überspringen. Wenn ich die Mehrheit der Studenten und Akademiker anschaue, sehe ich vereinzelt natürlich trotzdem Genies und sehr fähige Leute, aber ich sehe vor allem "stinknormale" Leute, die nicht groß auffallen sondern die einfach solide und unspektakulär alles auswendig lernen was ihnen vorgesetzt wird.

"Hohe Abbrecherzahl" zeigt erstmal nur, dass viele abbrechen. Ob sie überfordert sind oder vielleicht sogar vom inzwischen "verschulten Bullemielernen" (Bachelor Reform) angewiedert oder "unterfordert" sind, das weiß ich jetzt nicht.

Wenn ich auf die Statistiken schaue dann sehe ich aber nicht nur steigende Zahlen was die Studienanfängerquote angeht, sondern durchaus auch steigende Zahlen was die Absolventen angeht (über 30% eines Jahrganges bekommen einen Abschluss hinterhergeworfen). Wenn das weiter steigt, wenn vor allem sogar die Zahl der Absolventen steigt, dann könnte dies meiner Meinung nach zwei Bedeutungen haben:

1. Entweder entwickelt sich Deutschland zurück zu einem Zustand wie ihn Hans Werner Sinn mal bei einem Besuch in einem Schwellenland anprangerte, wo zwar "jeder Depp" irgendwas studiert aber keiner mehr da ist der die Straßenbeleuchtung reparieren kann.

2. Das Studium ist keine "elitäre" Veranstaltung mehr sondern ist mehr und mehr für den "Normalbürger" konzipiert, für den durchschnittlichen Schüler der weder genial noch lernbehindert ist, sondern einfach nur auswendig lernt was da kommt, eine Art gehobene Berufsausbildung mit toller Urkunde.

Mir ist völlig schleierhaft in welche Richtung es geht aber ein Weg zurück, wo das Studium einer "Elite" vorbehalten bleibt, sehe ich nicht. Das heißt aber auch, dass man bei "begabten" Schülern gar nicht mehr weiß was man ihnen raten soll. Neulich habe ich gelesen, dass jemand der Medizin studieren wollte zu hören bekam "Dafür bist du viel zu intelligent, im Medizinstudium musst du nur stur auswendiglernen, das ist ist nichts für dich". In einer Werbeagentur traf ich einen 19 jährigen, der nicht studiert hat aber die ganze 3D Abteilung leitete. Ich sagt ihm sofort, er hat genau das richtige gemacht, auch er war eigentlich "zu schlau" fürs Studium, er hatte es schlicht nicht nötig und dieses "Nachsitzen" hätte ihm bestimmt geschadet.

Aber wenn ich mir das alles vor Augen führe... Also ich bin vorsichtig darin jetzt jedem "Abbrecher" zu sagen, er "hat sich überschätzt". Es gibt auch Leute die die Ausbildung bei der Müllabfuhr abbrechen. Haben die sich also "überschätzt", sind sie "zu dumm" dafür gewesen? Als kleine Denkanregung.

PS: Ich habe übrigens einen Abschluss. Ich war halt zu dumm um schon als Jugendlicher mit einer tollen Geschäftsidee Millionär zu werden und mir ein Studium zu ersparen...
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon H2O » Do 13. Sep 2018, 07:45

@maltrino:

Wenn ich Ihren vielfältigen Gedanken richtig gefolgt bin, dann werden wir sehr bald von einer Flut nicht studierter Millionäre überrascht, die sich jeder einen Nobelpreisträger der Physik als Hausmeister halten.
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon frems » Do 13. Sep 2018, 08:38

H2O hat geschrieben:(13 Sep 2018, 08:45)

@maltrino:

Wenn ich Ihren vielfältigen Gedanken richtig gefolgt bin, dann werden wir sehr bald von einer Flut nicht studierter Millionäre überrascht, die sich jeder einen Nobelpreisträger der Physik als Hausmeister halten.

Mal sehen, wie viele Freiwillige sich finden lassen, die sich von einem unstudierten 19-Jährigen medizinisch behandeln oder rechtlich vertreten lassen. Brücken, die nicht von Architekten und Bauingenieuren, sondern von "zu schlauen" Jungs aus der Werbeagentur, denen man mit einem schönen "Head of irgendwas"-Titel das niedrige Gehalt schmackhaft macht, entworfen wurden, sind sicherlich auch ein interessantes Experiment.
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon H2O » Do 13. Sep 2018, 08:44

frems hat geschrieben:(13 Sep 2018, 09:38)

Mal sehen, wie viele Freiwillige sich finden lassen, die sich von einem unstudierten 19-Jährigen medizinisch behandeln oder rechtlich vertreten lassen. Brücken, die nicht von Architekten und Bauingenieuren, sondern von "zu schlauen" Jungs aus der Werbeagentur, denen man mit einem schönen "Head of irgendwas"-Titel das niedrige Gehalt schmackhaft macht, entworfen wurden, sind sicherlich auch ein interessantes Experiment.


Viele Dinge kommen ganz ohne Zutun der Politik wieder in Ordnung... wie Sie gerade abgeleitet haben.
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon frems » Do 13. Sep 2018, 08:54

H2O hat geschrieben:(13 Sep 2018, 09:44)

Viele Dinge kommen ganz ohne Zutun der Politik wieder in Ordnung... wie Sie gerade abgeleitet haben.

Das gilt aber für die vermeintlich vielen Studienabbrecher auch. Früher gab's prozentual nicht mehr. Und damals wie heute sind "Abbrecher" anschließend weiterhin Studenten -- weil sie einfach nur das Fach und/oder die Hochschule wechselten. Bricht ein Lehrling seine Ausbildung ab, weil sie nicht seinen Vorstellungen entspricht, ist er ja auch nicht "zu dumm" für eine Lehre. Rechnet man die Wechsler bspw. im Ingenieurwesen raus, sinkt die "Abbrecherquote" von 48% auf 22%. Sprich, die wenigsten scheitern am letzten Prüfungsversuch oder Zwangsexmatrikulation wegen fehlender Leistungsnachweise: https://www.ingenieur.de/karriere/bildu ... berechnet/
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon H2O » Do 13. Sep 2018, 09:06

frems hat geschrieben:(13 Sep 2018, 09:54)

Das gilt aber für die vermeintlich vielen Studienabbrecher auch. Früher gab's prozentual nicht mehr. Und damals wie heute sind "Abbrecher" anschließend weiterhin Studenten -- weil sie einfach nur das Fach und/oder die Hochschule wechselten. Bricht ein Lehrling seine Ausbildung ab, weil sie nicht seinen Vorstellungen entspricht, ist er ja auch nicht "zu dumm" für eine Lehre. Rechnet man die Wechsler bspw. im Ingenieurwesen raus, sinkt die "Abbrecherquote" von 48% auf 22%. Sprich, die wenigsten scheitern am letzten Prüfungsversuch oder Zwangsexmatrikulation wegen fehlender Leistungsnachweise: https://www.ingenieur.de/karriere/bildu ... berechnet/


Daran kann ich aus Mangel an eigener Erfahrung nicht zweifeln. Meine Erfahrungen liegen ja auch 60 Jahre zurück. Und damals war das so, daß ohne Vordiplom in gegebener Zeit der Ofen aus war (ich meine 10 Semester, bei 5 Regelsemestern), und ohne Hauptdiplom war mit dem ganzen voran gegangenen Studium keine gewöhnliche Berufsausübung möglich.

Und zum Vordiplom mußten Übungen und Semesterklausuren erfolgreich abgeschlossen sein, zumindest zum 2. Teil des Vordiploms. Da war die Zahl der Abbrecher schon recht hoch. Man verlor diese Kommilitonen völlig aus den Augen... was bei damals noch kleinen Studentenzahlen bedeutet, daß sie diese Hochschule verlassen hatten. Das war damals beinhart geregelt; das Vordiplom war die ganz große Klippe!
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon frems » Do 13. Sep 2018, 09:33

H2O hat geschrieben:(13 Sep 2018, 10:06)

Daran kann ich aus Mangel an eigener Erfahrung nicht zweifeln. Meine Erfahrungen liegen ja auch 60 Jahre zurück. Und damals war das so, daß ohne Vordiplom in gegebener Zeit der Ofen aus war (ich meine 10 Semester, bei 5 Regelsemestern), und ohne Hauptdiplom war mit dem ganzen voran gegangenen Studium keine gewöhnliche Berufsausübung möglich.

Und zum Vordiplom mußten Übungen und Semesterklausuren erfolgreich abgeschlossen sein, zumindest zum 2. Teil des Vordiploms. Da war die Zahl der Abbrecher schon recht hoch. Man verlor diese Kommilitonen völlig aus den Augen... was bei damals noch kleinen Studentenzahlen bedeutet, daß sie diese Hochschule verlassen hatten. Das war damals beinhart geregelt; das Vordiplom war die ganz große Klippe!

Naja, von unseren angefangenen 80 waren am Ende noch ca. 30 da und ein gutes Dutzend stieß erst in einem späteren Semester dazu, sodass sich die Zahl halbierte. Da gingen halt viele mit falschen Vorstellungen ins Studium. Alle mir bekannten "Abbrecher" wechselten das Fach oder (eine Minderheit) blieb im Fach, aber wechselte die Hochschule, z.B. um näher bei der großen Liebe zu sein. An schlechten bzw. -- nicht meine Wortwahl -- "faulen" und "dummen" Abiturienten wird's auch kaum gelegen haben, da es fast 1000 Bewerber auf die 80 Plätze gab und die meisten nach der Abi-Note ausgewählt wurden (der Rest über Wartesemester oder Härtefallregelung). Und die Hochschulen regeln ja selbstständig, wann eine Zwangsexmatrikulation erfolgt. An meiner ersten TU hieß es "mal zwei plus zwei", sprich, ein sechssemestriges Studium musste in spätestens 14 Semestern abgeschlossen sein. An der zweiten TU war es noch lockerer und das Prüfungsamt wollte nur mind. eine abgelegte Prüfung pro Studienjahr sehen, um Scheinstudenten zu vermeiden. Hat man nachvollziehbare Gründe (Krankheit, Erziehung, Pflege, ...), wurde darüber aber auch mal hinweggesehen. Und vermutlich gibt's noch zig weitere Modelle in Deutschland, weshalb Pauschalisierungen immer wenig aussagen. Selbiges für die späteren Aufnahmekriterien beim Wechsel vom grundständigen zum (nicht-)konsekutiven bzw. postgradualen Studium. Im Gegensatz zu früher reicht ein "vier gewinnt" in den seltensten Fällen.
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon jorikke » Do 13. Sep 2018, 09:37

Maltrino hat geschrieben:(13 Sep 2018, 03:51)

Und wie wärs mal wenn man denjenigen Eltern und Lehrern einen Vorwurf macht die das unterstützen, dass heute, sorry, "jeder Depp" mit Studieren anfängt?

Ich machs kurz: Ich kenne zwei Arten von Leuten die Studium abgebrochen haben oder gar nicht erst damit angefangen haben. Die einen waren zu dumm dafür. Die anderen (wie Bill Gates) waren zu schlau und haben diesen Schritt einfach übersprungen, so wie andere schlaue Leute halt Klassen überspringen. Wenn ich die Mehrheit der Studenten und Akademiker anschaue, sehe ich vereinzelt natürlich trotzdem Genies und sehr fähige Leute, aber ich sehe vor allem "stinknormale" Leute, die nicht groß auffallen sondern die einfach solide und unspektakulär alles auswendig lernen was ihnen vorgesetzt wird.

"Hohe Abbrecherzahl" zeigt erstmal nur, dass viele abbrechen. Ob sie überfordert sind oder vielleicht sogar vom inzwischen "verschulten Bullemielernen" (Bachelor Reform) angewiedert oder "unterfordert" sind, das weiß ich jetzt nicht.

Wenn ich auf die Statistiken schaue dann sehe ich aber nicht nur steigende Zahlen was die Studienanfängerquote angeht, sondern durchaus auch steigende Zahlen was die Absolventen angeht (über 30% eines Jahrganges bekommen einen Abschluss hinterhergeworfen). Wenn das weiter steigt, wenn vor allem sogar die Zahl der Absolventen steigt, dann könnte dies meiner Meinung nach zwei Bedeutungen haben:

1. Entweder entwickelt sich Deutschland zurück zu einem Zustand wie ihn Hans Werner Sinn mal bei einem Besuch in einem Schwellenland anprangerte, wo zwar "jeder Depp" irgendwas studiert aber keiner mehr da ist der die Straßenbeleuchtung reparieren kann.

2. Das Studium ist keine "elitäre" Veranstaltung mehr sondern ist mehr und mehr für den "Normalbürger" konzipiert, für den durchschnittlichen Schüler der weder genial noch lernbehindert ist, sondern einfach nur auswendig lernt was da kommt, eine Art gehobene Berufsausbildung mit toller Urkunde.

Mir ist völlig schleierhaft in welche Richtung es geht aber ein Weg zurück, wo das Studium einer "Elite" vorbehalten bleibt, sehe ich nicht. Das heißt aber auch, dass man bei "begabten" Schülern gar nicht mehr weiß was man ihnen raten soll. Neulich habe ich gelesen, dass jemand der Medizin studieren wollte zu hören bekam "Dafür bist du viel zu intelligent, im Medizinstudium musst du nur stur auswendiglernen, das ist ist nichts für dich". In einer Werbeagentur traf ich einen 19 jährigen, der nicht studiert hat aber die ganze 3D Abteilung leitete. Ich sagt ihm sofort, er hat genau das richtige gemacht, auch er war eigentlich "zu schlau" fürs Studium, er hatte es schlicht nicht nötig und dieses "Nachsitzen" hätte ihm bestimmt geschadet.

Aber wenn ich mir das alles vor Augen führe... Also ich bin vorsichtig darin jetzt jedem "Abbrecher" zu sagen, er "hat sich überschätzt". Es gibt auch Leute die die Ausbildung bei der Müllabfuhr abbrechen. Haben die sich also "überschätzt", sind sie "zu dumm" dafür gewesen? Als kleine Denkanregung.

PS: Ich habe übrigens einen Abschluss. Ich war halt zu dumm um schon als Jugendlicher mit einer tollen Geschäftsidee Millionär zu werden und mir ein Studium zu ersparen...


Was hindert dich daran, jetzt, mit Studienabschluss eine tolle Geschäftsidee zu haben?
Verschlechtern sich durch ein Studium die geistigen Voraussetzungen?
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon H2O » Do 13. Sep 2018, 09:39

frems hat geschrieben:(13 Sep 2018, 10:33)

Naja, von unseren angefangenen 80 waren am Ende noch ca. 30 da und ein gutes Dutzend stieß erst in einem späteren Semester dazu, sodass sich die Zahl halbierte. Da gingen halt viele mit falschen Vorstellungen ins Studium. Alle mir bekannten "Abbrecher" wechselten das Fach oder (eine Minderheit) blieb im Fach, aber wechselte die Hochschule, z.B. um näher bei der großen Liebe zu sein. An schlechten bzw. -- nicht meine Wortwahl -- "faulen" und "dummen" Abiturienten wird's auch kaum gelegen haben, da es fast 1000 Bewerber auf die 80 Plätze gab und die meisten nach der Abi-Note ausgewählt wurden (der Rest über Wartesemester oder Härtefallregelung). Und die Hochschulen regeln ja selbstständig, wann eine Zwangsexmatrikulation erfolgt. An meiner ersten TU hieß es "mal zwei plus zwei", sprich, ein sechssemestriges Studium musste in spätestens 14 Semestern abgeschlossen sein. An der zweiten TU war es noch lockerer und das Prüfungsamt wollte nur mind. eine abgelegte Prüfung pro Studienjahr sehen, um Scheinstudenten zu vermeiden. Hat man nachvollziehbare Gründe (Krankheit, Erziehung, Pflege, ...), wurde darüber aber auch mal hinweggesehen. Und vermutlich gibt's noch zig weitere Modelle in Deutschland, weshalb Pauschalisierungen immer wenig aussagen. Selbiges für die späteren Aufnahmekriterien beim Wechsel vom grundständigen zum (nicht-)konsekutiven bzw. postgradualen Studium. Im Gegensatz zu früher reicht ein "vier gewinnt" in den seltensten Fällen.


Ja, von einem ganz spannenden Fall habe ich auch gelesen... noch gar nicht so lange her. Da wurde ein Iraner / Iraker (?) im 45. Semester zwangs-exmatrikuliert. Der war längst Kleingewerbetreibender (Teppichhändler (?)) und nahm über seine Studienbescheinigung alle denkbaren steuerlichen und sonstigen Vorteile mit, die armen notleidenden Studenten so gewährt werden. :)
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon frems » Do 13. Sep 2018, 09:54

H2O hat geschrieben:(13 Sep 2018, 10:39)

Ja, von einem ganz spannenden Fall habe ich auch gelesen... noch gar nicht so lange her. Da wurde ein Iraner / Iraker (?) im 45. Semester zwangs-exmatrikuliert. Der war längst Kleingewerbetreibender (Teppichhändler (?)) und nahm über seine Studienbescheinigung alle denkbaren steuerlichen und sonstigen Vorteile mit, die armen notleidenden Studenten so gewährt werden. :)

Ist ja auch lukrativ. So ein Semesterticket in der Großstadt ist schon ein echter Schnapper.

jorikke hat geschrieben:
Was hindert dich daran, jetzt, mit Studienabschluss eine tolle Geschäftsidee zu haben?
Verschlechtern sich durch ein Studium die geistigen Voraussetzungen?

Am Alter kann's wohl nicht liegen (https://de.statista.com/statistik/daten ... utschland/). Nur 13,7% der Gründer sind zwischen 18 und 24. 37,6% hingegen 25 bis 34 und 24,5% zwischen 35 und 44. Selbst die alten Knacker und Knackerinnen (45 bis 54) haben einen Anteil von 17,3% und damit mehr als jene, die altersbedingt kurz vor bzw. am Anfang vom Studium stehen.
Labskaus!

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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon jorikke » Do 13. Sep 2018, 10:08

frems hat geschrieben:(13 Sep 2018, 10:54)

Ist ja auch lukrativ. So ein Semesterticket in der Großstadt ist schon ein echter Schnapper.


Am Alter kann's wohl nicht liegen (https://de.statista.com/statistik/daten ... utschland/). Nur 13,7% der Gründer sind zwischen 18 und 24. 37,6% hingegen 25 bis 34 und 24,5% zwischen 35 und 44. Selbst die alten Knacker und Knackerinnen (45 bis 54) haben einen Anteil von 17,3% und damit mehr als jene, die altersbedingt kurz vor bzw. am Anfang vom Studium stehen.


Es ist nett von dir Maltrino Trost zu spenden. Es wird ihn freuen auch in 30/40 Jahren noch eine Spätreife ausnutzen zu können.
Allerdings, ich kenne so einige der alten Knacker, die zu den 17,3% zählen. Sie waren im Job gescheitert und hatten gar keine andere Wahl.
Trotzdem, Maltrino, Kopf hoch.
… du hast es drauf.
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon franktoast » Do 13. Sep 2018, 10:12

H2O hat geschrieben:(12 Sep 2018, 17:44)

Kommt eben darauf an, wie risikobereit junge Leute sind. Jeder Mensch muß seine Kräfte selbst einschätzen. Ich mache niemandem einen Vorwurf, der unsicher ist, ob er das Ziel erreicht, und der innerlich beschließt: "Dann lieber nicht!" Hohe Abbrecherzahlen zeigen doch, daß junge Leute leider ihre Kräfte überschätzt haben.

J aklar, aber an den 1000€ wirds nicht scheitern...
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon frems » Do 13. Sep 2018, 10:15

jorikke hat geschrieben:(13 Sep 2018, 11:08)

Es ist nett von dir Maltrino Trost zu spenden. Es wird ihn freuen auch in 30/40 Jahren noch eine Spätreife ausnutzen zu können.
Allerdings, ich kenne so einige der alten Knacker, die zu den 17,3% zählen. Sie waren im Job gescheitert und hatten gar keine andere Wahl.
Trotzdem, Maltrino, Kopf hoch.
… du hast es drauf.

Vielleicht ist Hochschulwissen ja schädlich. In einer Stralsunder Hafenkneipe habe ich vor etwas über zehn Jahren mal einen frustrierten Vater getroffen, der sein Leid mit Alkohol verträglich machen wollte. Traurig teilte er der herzensguten Wirtin mit, dass seine Tochter zum Ende der Grundschulzeit eine Gymnasialempfehlung bekam. Das war für ihn ein Schicksalsschlag, weil Leute wie er und Schülerinnen wie sie irgendwann nicht mehr die selbe Sprache sprechen und die große Gefahr eines Hochschulstudiums droht, wo "das System" einen noch weitere Jahre indoktriniert. Er selbst war schon in jungen Jahren raffiniert, um dies alles zu durchschauen und sich früh aus dem Bildungssystem auszuklinken. Leider werde er als unbequemer Zeitgenosse deshalb heute diskriminiert, u.a. durch einen sehr niedrigen Stundenlohn; irgendwas mit Regale einräumen. Es ist nicht leicht.
Labskaus!

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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon franktoast » Do 13. Sep 2018, 10:15

Maltrino hat geschrieben:(12 Sep 2018, 17:19)

Soll ich dir erzählen was ich gemacht hab? Dann schreist du aber "Einzelfall!"

Vorschlag: Frag doch mal 1000 junge Erwachsene (Oder nur 1000 mittellose junge Erwachsene?) was sie in dieser Zeit gemacht haben. Und dann wirst du wohl ganz unterschiedliche Geschichten hören. Und dann hast du mehrere Alternativen. Du kannst zum Beispiel einen "Durchschnitt" ermitteln oder eine "Mehrheit der jungen Erwachsenen" identifizieren, und wirst wohl zu dem Ergebnis kommen, dass es dem "nomalen jungen Durchschnittserwachsenen" gut geht und dass sich nichts ändern muss. Oder du betrachtest die vielen "Einzelfälle", die alles Minderheiten sind, und sagst entweder "Wegen so wenig Menschen müssen wir nichts unternehmen", oder überlegst dir was man für diese "Einzelfälle" tun kann oder überlegst dir wie das System gründsätzlich sein müsste damit diese "Einzelfälle" es leichter haben oder damit es sie nicht mehr gibt...

Ich glaube deine verzweifelten Fragen nach "dem mittellosen Erwachsenen" zeigen nur die Grenzen der derzeitigen Herangehensweise in der Politik auf. Man hat also offenbar ein System installiert wo man denjenigen der immatrikuliert ist unterstützt. Die Schwachstelle im System ist, dass offenbar (laut Artikel) die Zeit davor schon ein Problem ist. Zumindest für manche. Und in der Logik des jetzigen Systems müsste man nun wieder komplizierte Fördertöpfe erfinden für paar die...

Und mein "verzweifelter" Vorschlag nach einem "Kulturwandel" ist halt eine Reaktion auf dieses Dilemma. Dass "klipp und klar" ALLEN gesagt wird, das sie bittesehr 10 Jahre lang Geld verdienen sollen.

Aber so ergibt sich halt mir wieder nur ein zwiespältiges Bild. Auf der einen Seite gibt es Fördertöpfe ohne Ende. Auf der anderen Seite gibt es aber offenbar gerade für die ganz armen, die nicht mal 2000 Euro aufbringen können, gar nichts. Ja was den nun? Wenn ich ganz arm bin, so arm, dass ich mich nicht mal immatrikulieren kann, krieg ich keine Förderung, wenn ich ein bischen arm bin, gibts ganz viel, wenn ich reich bin gibts keine Förderung, wenn ich ganz reich bin, dann kriegt mein Opa plötzlich sogar Subventionen vom Staat weil sein Betrieb "Systemrelevant" ist... Ja was denn nun? "Eigentverantwortung"? Oder Hilfe vom "Kollektiv"? Ich sehe da kein klares Bild.

Hm, vielleicht sollte der Staat auch den Führerschein finanzieren, denn die Eltern scheinen damit überfordert zu sein. Was, wenn die Eltern das Geld für was anderes ausgeben und am Ende nix für Klamotten übrig bleibt? Klamottenhilfe?

Haben denn Eltern eine Veranwortung gegenüber ihren Kindern? Kann man das verlangen?
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon jorikke » Do 13. Sep 2018, 10:32

franktoast hat geschrieben:(13 Sep 2018, 11:15)

Hm, vielleicht sollte der Staat auch den Führerschein finanzieren, denn die Eltern scheinen damit überfordert zu sein. Was, wenn die Eltern das Geld für was anderes ausgeben und am Ende nix für Klamotten übrig bleibt? Klamottenhilfe?

Haben denn Eltern eine Veranwortung gegenüber ihren Kindern? Kann man das verlangen?


Selbstverständlich haben Eltern eine Verantwortung für ihre Kinder.
( Ich sag´s mal ganz krass, eine solche Frage auch nur zu stellen ist ein Indiz für eine offensichtliche Denkschwäche.)
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon franktoast » Do 13. Sep 2018, 11:18

jorikke hat geschrieben:(13 Sep 2018, 11:32)

Selbstverständlich haben Eltern eine Verantwortung für ihre Kinder.
( Ich sag´s mal ganz krass, eine solche Frage auch nur zu stellen ist ein Indiz für eine offensichtliche Denkschwäche.)

In dem Artikel wird aber behauptet, dass Eltern keine Verantwortung hätten und die angehenden Studenten auch nicht. Es sei ja unmöglich, 1000€ aufzubringen (und sei es geliehen). Und das hat immer viel Zustimmung, wenn ein Fall genannt wird, wo es jemand schwer hat und nach staatliche Hilfe schreit...
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jorikke
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon jorikke » Do 13. Sep 2018, 11:51

franktoast hat geschrieben:(13 Sep 2018, 12:18)

In dem Artikel wird aber behauptet, dass Eltern keine Verantwortung hätten und die angehenden Studenten auch nicht. Es sei ja unmöglich, 1000€ aufzubringen (und sei es geliehen). Und das hat immer viel Zustimmung, wenn ein Fall genannt wird, wo es jemand schwer hat und nach staatliche Hilfe schreit...


Komm mal zu dir.
Deine Kleingeldtiraden haben doch nicht das geringste mit der Frage zu tun, ob Eltern für ihre Kinder verantwortlich sind.
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franktoast
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Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon franktoast » Do 13. Sep 2018, 13:14

jorikke hat geschrieben:(13 Sep 2018, 12:51)

Komm mal zu dir.
Deine Kleingeldtiraden haben doch nicht das geringste mit der Frage zu tun, ob Eltern für ihre Kinder verantwortlich sind.

Eben, Kleingeld. Aber trotzdem beschweren sich Menschen, dass sie deswegen nicht studieren könnten und die Eltern über das Leben ihres Kindes keine 10€ für den Studienanfang pro Monat auf die Seite legen konnten.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.

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