Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

Moderator: Moderatoren Forum 1

Benutzeravatar
franktoast
Beiträge: 3292
Registriert: So 29. Jun 2014, 09:24

Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon franktoast » Mi 1. Aug 2018, 09:13

Ich bin grad über einen Artikel gestolpert. Da geht es darum, dass manche Personen ihr Studium nicht antreten können, weil sie den Semesterbeitrag (inklusive Semesterticket kann der auch mal bei 400€ liegen) nicht bezahlen kann. Zudem müssten Studenten VOR dem Studium auch noch anders in Vorleistung treten wie zB. bei Miete (+ Kaution).

- Es gibt keine Studiengebühren
- das Semesterticket für den ÖVPN ist extrem vergünstigt
- es gibt Bafög
- Studentenkrankenversicherung bzw. Familienversicherung bis 25
- diverse Vergünstigungen für Studenten

Ist das noch zu wenig?

Ist es zu viel verlangt, wenn ein Student 1000€-2000€ vor Studienbeginn in Vorleistung tritt?
Sind Eltern mit niedrigem Einkommen überfordert, diesen Betrag in 18 Jahren pro Kind anzusparen (9€ pro Monat ohne Rendite), um es dem Kind nicht etwa zu schenken, sondern zu leihen bzw. irgendein anderer Verwandter, Freund, Nachbar ist nicht vorhanden, der das leihen könnte?
Wie sieht es aus mit Ferienjobs?
In dem Beispiel geht es um eine junge Frau, die eine Ausbildung machte und auch nicht fähig war, pro Monat 10€ (ihr fehlen 400€ auf 3 Jahre Ausbildung gerechnet) anzusparen?

Wird hier zu viel Eigenverantwortung verlangt?
https://www.zeit.de/campus/2018-07/arbe ... rikulation
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
Benutzeravatar
BingoBurner
Beiträge: 2798
Registriert: Sa 17. Jan 2015, 12:15
Benutzertitel: Irgendwas mit Würde

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon BingoBurner » Mi 1. Aug 2018, 09:24

franktoast hat geschrieben:(01 Aug 2018, 10:13)

Ich bin grad über einen Artikel gestolpert. Da geht es darum, dass manche Personen ihr Studium nicht antreten können, weil sie den Semesterbeitrag (inklusive Semesterticket kann der auch mal bei 400€ liegen) nicht bezahlen kann. Zudem müssten Studenten VOR dem Studium auch noch anders in Vorleistung treten wie zB. bei Miete (+ Kaution).

- Es gibt keine Studiengebühren
- das Semesterticket für den ÖVPN ist extrem vergünstigt
- es gibt Bafög
- Studentenkrankenversicherung bzw. Familienversicherung bis 25
- diverse Vergünstigungen für Studenten

Ist das noch zu wenig?

Ist es zu viel verlangt, wenn ein Student 1000€-2000€ vor Studienbeginn in Vorleistung tritt?
Sind Eltern mit niedrigem Einkommen überfordert, diesen Betrag in 18 Jahren pro Kind anzusparen (9€ pro Monat ohne Rendite), um es dem Kind nicht etwa zu schenken, sondern zu leihen bzw. irgendein anderer Verwandter, Freund, Nachbar ist nicht vorhanden, der das leihen könnte?
Wie sieht es aus mit Ferienjobs?
In dem Beispiel geht es um eine junge Frau, die eine Ausbildung machte und auch nicht fähig war, pro Monat 10€ (ihr fehlen 400€ auf 3 Jahre Ausbildung gerechnet) anzusparen?

Wird hier zu viel Eigenverantwortung verlangt?
https://www.zeit.de/campus/2018-07/arbe ... rikulation


Ähmm....liest du.. was du verlinkst ?
Da steht schon alles drin

"entgegenwirken?

Urbatsch: Wir haben sehr viel darüber diskutiert. Wie soll jemand, der aus einer Hartz-4-Familie kommt, diesen Studienbeitrag im Voraus zahlen, wenn man nur 100 Euro zusätzlich verdienen darf und die Familie gar nicht mehr haben darf? "


Es bleibt nun mal ein Fakt. Wenn du keine Eltern in Rücken hast, die dich stemmen können. Tja, dann hast du es sehr schwer.
Und genau das ist ein Irrweg. Bildung genau wie medizische Betreung z.b. .....MUSS....jeden zugänglich sein. Unabhänig vom Geldbeutel.

Just my two cents....
Dont take your organs to heaven !
Heaven knows we need them here !

Dinge, die Impfgegner sagen : https://www.facebook.com/impfgegnerzitate/

BASTIANNNN ......... https://www.youtube.com/watch?v=n3D33s5GB4A
Benutzeravatar
franktoast
Beiträge: 3292
Registriert: So 29. Jun 2014, 09:24

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon franktoast » Mi 1. Aug 2018, 10:52

BingoBurner hat geschrieben:(01 Aug 2018, 10:24)

Ähmm....liest du.. was du verlinkst ?
Da steht schon alles drin

"entgegenwirken?

Urbatsch: Wir haben sehr viel darüber diskutiert. Wie soll jemand, der aus einer Hartz-4-Familie kommt, diesen Studienbeitrag im Voraus zahlen, wenn man nur 100 Euro zusätzlich verdienen darf und die Familie gar nicht mehr haben darf? "

Es bleibt nun mal ein Fakt. Wenn du keine Eltern in Rücken hast, die dich stemmen können. Tja, dann hast du es sehr schwer.
Und genau das ist ein Irrweg. Bildung genau wie medizische Betreung z.b. .....MUSS....jeden zugänglich sein. Unabhänig vom Geldbeutel.

Just my two cents....

Es geht hier um eine Person, die es innerhalb von Jahren nicht geschafft hat, 10€ im Monat wegzulegen. Das bedeutet, die Person lebt absolut am Limit. Bafög ist geringer als Hartz4, also scheitert es schon daran. Zudem würde die Person verhungern, falls mal eine unverhoffte Ausgabe wie zB. Waschmaschine kaputt, kommen würde.
Ich als ehemliger Student weiß, dass da natürlich Spielraum ist, auch bei Bafög.

Es kann mir keiner erzählen, dass jemand für den Lebenstraum Studium es nicht schafft, irgendwie 400€ oder 1000€ aufzutreiben. Das ist absoluter BS.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
Benutzeravatar
MoOderSo
Beiträge: 7607
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 22:54
Benutzertitel: (•̀ᴗ•́)و

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon MoOderSo » Mi 1. Aug 2018, 12:33

Ich hab keinen Pfennig von meinen Eltern fürs Studium bekommen.
Aber wir mussten vorher noch zur Fahne, da konnte man genügend sparen.
Wer heute nicht genug hat, macht halt vorher eine Ausbildung und geht dann erst studieren.
Solche Bewerber werden von mir sogar bevorzugt, weil man nicht mehr deren jugendlichen Idealismus brechen muss.
Die wurden in der Regel schon in der Lehre geerdet.
Der Anarchist ist kein Feind der Ordnung. Er liebt die Ordnung so sehr, daß er ihre Karikatur nicht erträgt.
Polibu
Beiträge: 5628
Registriert: Mo 11. Dez 2017, 02:04

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon Polibu » Mi 1. Aug 2018, 12:47

Jeder mit ein bisschen Selbstdisziplin kann in Deutschland studieren. Wer Geld braucht, der geht halt nebenher einer Arbeit nach. Einfach mal anstrengen und etwas leisten.
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 43875
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 13:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon frems » Mi 1. Aug 2018, 13:47

So recht verstehe ich nicht, was es mit Eigenverantwortung zu tun haben soll, wenn man gar nicht vom angehenden Studenten, sondern dessen Eltern erwartet, dass sie über eine längere Zeit zurücklegen. Und Bafög zu nennen, warum der Studienstart kein Problem sein soll, ist schon sehr unqualifiziert, da es im Link ja genau darum geht, dass man erstmal einige Monate in Vorkasse gehen muss, da die Zahlungen ja nicht zum Beginn erfolgen. Will gar nicht wissen, an was für einer Wald-und-Wiesen-FH hier manch einer gewesen sein will, wenn er so "argumentiert".
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
BingoBurner
Beiträge: 2798
Registriert: Sa 17. Jan 2015, 12:15
Benutzertitel: Irgendwas mit Würde

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon BingoBurner » Do 2. Aug 2018, 09:30

franktoast hat geschrieben:(01 Aug 2018, 11:52)

Es geht hier um eine Person, die es innerhalb von Jahren nicht geschafft hat, 10€ im Monat wegzulegen. Das bedeutet, die Person lebt absolut am Limit. Bafög ist geringer als Hartz4, also scheitert es schon daran. Zudem würde die Person verhungern, falls mal eine unverhoffte Ausgabe wie zB. Waschmaschine kaputt, kommen würde.
Ich als ehemliger Student weiß, dass da natürlich Spielraum ist, auch bei Bafög.

Es kann mir keiner erzählen, dass jemand für den Lebenstraum Studium es nicht schafft, irgendwie 400€ oder 1000€ aufzutreiben. Das ist absoluter BS.


10 Euro im Monat.....Kippen ?....Tampons ?....Rasierklingen.....Kontaktlisen ? So mal ein paar Tages/Monatsausgaben, lass deiner Fantasie freien Lauf
Häh ?

4-Methylamino-1,5-dimethyl-2-phenyl-1,2-dihydro-3H-pyrazol-3

alles für Umme oder wie stellst du dir das vor ? oder wieviel ist dir Bildung jetzt wert ? Vertstehe nicht worauf du überhaupt abzielst.
Dont take your organs to heaven !
Heaven knows we need them here !

Dinge, die Impfgegner sagen : https://www.facebook.com/impfgegnerzitate/

BASTIANNNN ......... https://www.youtube.com/watch?v=n3D33s5GB4A
Benutzeravatar
franktoast
Beiträge: 3292
Registriert: So 29. Jun 2014, 09:24

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon franktoast » Do 2. Aug 2018, 10:48

frems hat geschrieben:(01 Aug 2018, 14:47)

So recht verstehe ich nicht, was es mit Eigenverantwortung zu tun haben soll, wenn man gar nicht vom angehenden Studenten, sondern dessen Eltern erwartet, dass sie über eine längere Zeit zurücklegen. Und Bafög zu nennen, warum der Studienstart kein Problem sein soll, ist schon sehr unqualifiziert, da es im Link ja genau darum geht, dass man erstmal einige Monate in Vorkasse gehen muss, da die Zahlungen ja nicht zum Beginn erfolgen. Will gar nicht wissen, an was für einer Wald-und-Wiesen-FH hier manch einer gewesen sein will, wenn er so "argumentiert".

Also hab von meinen Eltern auch nichts bekommen und bekam Bafög. Zu Studiumbeginn hatte ich mir selber etwa 7000€ angespart. Wie? Naja, als mein Abi fertig war, hab ich einen Ferienjob 3 Wochen gemacht. Dann gings zum Zivi 9 Monate. Dann waren noch 4 Monate frei zum Studiumbeginn. Da wollte ich 2 Monate arbeiten und 2 Monate frei (eine Reise machen). Dann bekam ich ein gutes Angebot und arbeitete 4 Monate.

Ja, ich hab Zivi gemacht. Musste ich. Wäre ich ausgemustert worden, hätte ich auch etwa 3 Monate frei bis zum Studiumsbeginn gehabt.
Ach und während ich in der Schule war, gab es viele Ferien. Meinst du, ich bin zu Hause gesessen und geweint "Ich bin ja so arm"?

Selbst wenn man keinen Job hätte und die Eltern die ganze Zeit arbeitslos gewesen wären, finde ich es extrem unglaubwürig, dass man die 1000€ vor Studiumbeginn nicht zusammenkratzen kann.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
Benutzeravatar
franktoast
Beiträge: 3292
Registriert: So 29. Jun 2014, 09:24

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon franktoast » Do 2. Aug 2018, 14:41

BingoBurner hat geschrieben:(02 Aug 2018, 10:30)

10 Euro im Monat.....Kippen ?....Tampons ?....Rasierklingen.....Kontaktlisen ? So mal ein paar Tages/Monatsausgaben, lass deiner Fantasie freien Lauf
Häh ?

4-Methylamino-1,5-dimethyl-2-phenyl-1,2-dihydro-3H-pyrazol-3

alles für Umme oder wie stellst du dir das vor ? oder wieviel ist dir Bildung jetzt wert ? Vertstehe nicht worauf du überhaupt abzielst.

Du meinst, es gibt Menschen, die keine 10€ pro Monat weglegen können, weil sie sonst sterben würden?

Wenn etwas umsonst ist, dann ist es eben auch nur ein nice-to-have. Studium ist praktisch umsonst. Bei den Amis zahlt man pro Monat 1000€ Studiengebühren und mehr und hier beschwert man sich, dass man 1000€ die 18 Jahre vor dem Studium nicht aufbringen kann. tzzz
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
Boracay
Beiträge: 3976
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon Boracay » Do 2. Aug 2018, 19:00

BingoBurner hat geschrieben:(01 Aug 2018, 10:24)
Urbatsch: Wir haben sehr viel darüber diskutiert. Wie soll jemand, der aus einer Hartz-4-Familie kommt, diesen Studienbeitrag im Voraus zahlen, wenn man nur 100 Euro zusätzlich verdienen darf und die Familie gar nicht mehr haben darf?


Was denkt du wie viele aus Hartz 4 Familien studieren so? 0,00000irgendwas Prozent? Und das liegt nicht an den Kosten (da reicht Hartz 4 völlig problemlos aus) sondern daran dass so gut wie kein Hartzer geistig dazu in der Lage ist.

Es bleibt nun mal ein Fakt. Wenn du keine Eltern in Rücken hast, die dich stemmen können. Tja, dann hast du es sehr schwer.


Wir waren Zuhause 5 Kinder. Vater (damals) nicht sonderlich gut verdienen und Mutter Hausfrau. Studiert haben alle und keiner wurde von den Eltern auch nur mit einem müden Cent unterstützt mit Ausnahme von mal einem Mittagessen.

Bafög + Nebensjob + in den Ferien arbeiten und man konnte sich problemlos WG Zimmer + Auto + Fernreisen leisten. Ganz ohne Eltern und das teilweise mit Studiengebühren. Keine Ahnung warum sich manche da schwer tun....

Und genau das ist ein Irrweg. Bildung genau wie medizische Betreung z.b. .....MUSS....jeden zugänglich sein. Unabhänig vom Geldbeutel.


Es gibt denke ich so gut wie kein Land in dem man es als Student so in den Arsch geblasen bekommt wie in Deutschland. Unglaublich auf was für einem Niveau man sich hier beschwert.
Benutzeravatar
franktoast
Beiträge: 3292
Registriert: So 29. Jun 2014, 09:24

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon franktoast » Fr 3. Aug 2018, 08:13

Boracay hat geschrieben:(02 Aug 2018, 20:00)
Bafög + Nebensjob + in den Ferien arbeiten und man konnte sich problemlos WG Zimmer + Auto + Fernreisen leisten. Ganz ohne Eltern und das teilweise mit Studiengebühren. Keine Ahnung warum sich manche da schwer tun....

War bei mir auch so (auch wenn meine Schwester nicht studiert hat). Ich hatte immer genug Kohle. Natürlich könnte es bei anderen auch nicht so gut laufen.
Meine Eltern hätten mir auch Geld geben können. Manche haben nicht solche Eltern. Das mag sein, aber wer wirklich studieren will, der wird ja wohl einen Weg finden, das Startgeld aufzutreiben. Wer das nicht schafft, schafft das Studium eh nicht.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
Benutzeravatar
BingoBurner
Beiträge: 2798
Registriert: Sa 17. Jan 2015, 12:15
Benutzertitel: Irgendwas mit Würde

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon BingoBurner » Fr 3. Aug 2018, 08:48

franktoast hat geschrieben:(02 Aug 2018, 15:41)

Studium ist praktisch umsonst.


So sollte es auch bleiben...wie gesagt...wenn man ganz auf sich alleine gestellt, Miete und co. ohne Unterstützung aufbringen muss....wird es sehr schwer. Nicht unmöglich. Aber eben sehr schwer.
Ich kenne keinen Studenten der nicht nicht irgendwie unterstütz werden und Bafög ist da eher so die Nothilfe.

Hier :

"Im vergangenen Jahr haben fünf Prozent weniger Schüler und Studentinnen Bafög bezogen als noch 2016. Das hat das Statistische Bundesamt bekannt gegeben. Demnach erhielten in Deutschland 782.000 Menschen Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög). Das waren etwa 41.000 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Bafög-Bezieher sinkt seit 2012."


https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-08/ ... r-gesunken

Dazu fällt mir noch dieser Artikel ein...................JURA

"Wer in Schleswig-Holstein durch das zweite Staatsexamen fällt, muss ins Bootcamp: vier Monate im Nirgendwo ohne Urlaub. Hier ist Jura kein Fach mehr, sondern ein Zustand."

...

"Johan packt die Strafprozessordnung und das Strafgesetzbuch aus seiner Tasche und legt die Bücher parallel zur Tischkante auf seinen Tisch. Er atmet kurz durch, die Klausuren werden verteilt. Dann wird die Tür geschlossen.
Fünf Stunden später, kurz vor 14 Uhr. Die Zeit ist abgelaufen. Eine Richterin des Amtsgerichts in Flensburg betritt den Raum und bittet die Referendare, ihre Arbeiten abzugeben. Johan entfernt seine Ohrstöpsel, packt sein Gesetzbuch weg und gibt ab."

...

"Normalerweise geht er nach einer Klausur noch in die Bücherei des Oberlandesgerichts und lernt dort, vor 19 Uhr ist selten Feierabend. Aber heute ist Bergfest, die Hälfte der Zeit im Bootcamp ist herum."


ich sag es immer wieder. Jura ist Mist. Jedenfalls für mich. Freue mich jedes Jahr auf neue meine Stuererklärung machen zu dürfen.......Not :D
Aber irgendjemand muss den Job ja machen.

https://www.zeit.de/campus/2018-07/staa ... n-bootcamp
Dont take your organs to heaven !
Heaven knows we need them here !

Dinge, die Impfgegner sagen : https://www.facebook.com/impfgegnerzitate/

BASTIANNNN ......... https://www.youtube.com/watch?v=n3D33s5GB4A
Benutzeravatar
MoOderSo
Beiträge: 7607
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 22:54
Benutzertitel: (•̀ᴗ•́)و

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon MoOderSo » Fr 3. Aug 2018, 10:52

BingoBurner hat geschrieben:(03 Aug 2018, 09:48)

So sollte es auch bleiben...wie gesagt...wenn man ganz auf sich alleine gestellt, Miete und co. ohne Unterstützung aufbringen muss....wird es sehr schwer. Nicht unmöglich. Aber eben sehr schwer.
Ich kenne keinen Studenten der nicht nicht irgendwie unterstütz werden und Bafög ist da eher so die Nothilfe.

Hier :

"Im vergangenen Jahr haben fünf Prozent weniger Schüler und Studentinnen Bafög bezogen als noch 2016. Das hat das Statistische Bundesamt bekannt gegeben. Demnach erhielten in Deutschland 782.000 Menschen Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög). Das waren etwa 41.000 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Bafög-Bezieher sinkt seit 2012."


https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-08/ ... r-gesunken

Daran, dass Hartzer-Kinder kein Bafög mehr bekommen, wirds aber nicht liegen.
Vermutlich finden einfach mehr Studenten heute einen tragfähigen Nebenjob aufgrund der günstigen Arbeitsmarktsituation.
Der Anarchist ist kein Feind der Ordnung. Er liebt die Ordnung so sehr, daß er ihre Karikatur nicht erträgt.
Benutzeravatar
franktoast
Beiträge: 3292
Registriert: So 29. Jun 2014, 09:24

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon franktoast » Fr 3. Aug 2018, 10:59

BingoBurner hat geschrieben:(03 Aug 2018, 09:48)

So sollte es auch bleiben...wie gesagt...wenn man ganz auf sich alleine gestellt, Miete und co. ohne Unterstützung aufbringen muss....wird es sehr schwer. Nicht unmöglich. Aber eben sehr schwer.
Ich kenne keinen Studenten der nicht nicht irgendwie unterstütz werden und Bafög ist da eher so die Nothilfe.

Hier :

"Im vergangenen Jahr haben fünf Prozent weniger Schüler und Studentinnen Bafög bezogen als noch 2016. Das hat das Statistische Bundesamt bekannt gegeben. Demnach erhielten in Deutschland 782.000 Menschen Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög). Das waren etwa 41.000 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Bafög-Bezieher sinkt seit 2012."

Naja, Bafög bekommen die, die wenig Vermögen und die Eltern wenig Einkommen haben. Was natürlich sein kann ist, dass Eltern viel verdienen, aber ihre Kinder nicht unterstützen. Ich denke aber, dass die da eine Art Unterhaltspflicht haben. Dass weniger Menschen Bafög beziehen kann ja auch einfach daran liegen, weil Einkommen gestiegen sind oder sich weniger Leute den Aufwand machen wollen.

Es geht ja darum, dass man - va. von Studenten - viel Eigenverantwortung verlangt. Bei einem Studium muss man eben auch mal alleine machen. Und wer da die paar Euro nicht aufbringen kann und deswegen sich jammernd hinstellt, er könnte aufgrund finanzieller Probleme das Studium nicht machen, finde ich schon etwas fragwürdig.

Ach und zwei nachmittage in der Woche zu arbeiten bringen 400€ im Monat. Das ist bei den allermeisten Studiengängen locker drin. (bei Medizinern mag das womöglich etwas schwerer sein...)
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
Boracay
Beiträge: 3976
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon Boracay » Fr 3. Aug 2018, 11:44

MoOderSo hat geschrieben:(03 Aug 2018, 11:52)

Daran, dass Hartzer-Kinder kein Bafög mehr bekommen, wirds aber nicht liegen.
Vermutlich finden einfach mehr Studenten heute einen tragfähigen Nebenjob aufgrund der günstigen Arbeitsmarktsituation.


Ne, die Eltern haben zu viel Kohle da die Erwerbstätigkeit der Frauen gestiegen ist.
Benutzeravatar
Misterfritz
Moderator
Beiträge: 4532
Registriert: So 4. Sep 2016, 14:14
Benutzertitel: Cheffe vons Rudel
Wohnort: Badische Sahelzone

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon Misterfritz » Fr 3. Aug 2018, 12:35

franktoast hat geschrieben:(03 Aug 2018, 11:59)

Naja, Bafög bekommen die, die wenig Vermögen und die Eltern wenig Einkommen haben. Was natürlich sein kann ist, dass Eltern viel verdienen, aber ihre Kinder nicht unterstützen. Ich denke aber, dass die da eine Art Unterhaltspflicht haben.
Bis zum 27. oder 28. Lebensjahr bei Erstausbildung, danach ist ein Studium "Fun" ;)
Benutzeravatar
Sole.survivor@web.de
Beiträge: 7553
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 19:37
Benutzertitel: Change Agent

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mo 10. Sep 2018, 12:24

Die Diskussion erscheint mir wirr. Die Hartzer sollen keine größeren Rücklagen besitzen dürfen, zugleich sollen sie dauernd Geld übrig haben für was jeweils gerade diskutiert wird - heute Studium, morgen Alterssicherung, Weiterbildung, Auto oder Sarg für Verwandte.
Striving for Excellence, Demonstrating Integrity, Activating Leadership, Acting Sustainably, Enjoying Participation, Living Diversity.
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 13866
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon Teeernte » Mo 10. Sep 2018, 16:38

franktoast hat geschrieben:(02 Aug 2018, 15:41)

Du meinst, es gibt Menschen, die keine 10€ pro Monat weglegen können, weil sie sonst sterben würden?

Wenn etwas umsonst ist, dann ist es eben auch nur ein nice-to-have. Studium ist praktisch umsonst. Bei den Amis zahlt man pro Monat 1000€ Studiengebühren und mehr und hier beschwert man sich, dass man 1000€ die 18 Jahre vor dem Studium nicht aufbringen kann. tzzz


Grundsatzfrage.... die wollen mehr MOOS.

H4 ist Grundsicherung - und in dem Korb ist Studium nicht drin.

Der Schrei nach EXTRAWURST....

Kind ist besser dran bei den Eltern auszuziehen und TIIIIIEEEEF im Westen zu studieren, da wo es richtig teuer ist.

Da gibts die meiste Förderung//Jobs .....wenn man WILL...

...und wenn man NICHT will ..... scheint bei Brain ein Mangel zu herrschen - der einen erfolgreichen Studienabschluss so wieso in Frage stellt.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Alpha Centauri
Beiträge: 2597
Registriert: Mo 19. Jun 2017, 09:49

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 10. Sep 2018, 21:53

BingoBurner hat geschrieben:(01 Aug 2018, 10:24)

Ähmm....liest du.. was du verlinkst ?
Da steht schon alles drin

"entgegenwirken?

Urbatsch: Wir haben sehr viel darüber diskutiert. Wie soll jemand, der aus einer Hartz-4-Familie kommt, diesen Studienbeitrag im Voraus zahlen, wenn man nur 100 Euro zusätzlich verdienen darf und die Familie gar nicht mehr haben darf? "


Es bleibt nun mal ein Fakt. Wenn du keine Eltern in Rücken hast, die dich stemmen können. Tja, dann hast du es sehr schwer.
Und genau das ist ein Irrweg. Bildung genau wie medizische Betreung z.b. .....MUSS....jeden zugänglich sein. Unabhänig vom Geldbeutel.

Just my two cents....


Ja schön wärs aber hierzulande ist dass noch Vergleichsweise harmlos. In den USA wird da noch mehr abgezockt was Studenten betrifft
Alpha Centauri
Beiträge: 2597
Registriert: Mo 19. Jun 2017, 09:49

Re: Wird im Studium zu viel finanzielle Eigenverantwortung verlangt?

Beitragvon Alpha Centauri » Mo 10. Sep 2018, 21:57

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(10 Sep 2018, 13:24)

Die Diskussion erscheint mir wirr. Die Hartzer sollen keine größeren Rücklagen besitzen dürfen, zugleich sollen sie dauernd Geld übrig haben für was jeweils gerade diskutiert wird - heute Studium, morgen Alterssicherung, Weiterbildung, Auto oder Sarg für Verwandte.


Tja dass ist die wirre Logik der Leute die da meinen Geldscheine wachsen Olivenbaumzweigen. :cool:

Zurück zu „10. Sozialpolitik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast