Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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zollagent
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 20. Mär 2018, 09:05

Ger9374 hat geschrieben:(19 Mar 2018, 23:28)

Wer Sozialleistungen in anspruch nimmt, sollte
schon bereit sein dieses sofern er es kann durch
Tätigkeiten für das Gemeinwohl zu vergelten.Arbeit schadet nicht.Das gilt auch für Flüchtlinge und Asylanten. Diese nehmen auch Leistungen in anspruch.

"Tätigkeiten für das Gemeinwohl" sind in aller Regel Tätigkeiten, die der Staat auch als Auftrag an die Wirtschaft vergeben kann, die dann die dazu nötigen Arbeitskräfte einstellen kann.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Boracay » Di 20. Mär 2018, 09:14

zollagent hat geschrieben:(20 Mar 2018, 09:03)

Das ist auch nicht Voraussetzung für den Bezug von ALG II.



Die Behauptung war

Schnucki2013 hat geschrieben:
(17 Mar 2018, 06:24)
Das ist ein Irrglaube. Dann es würden diese Menschen von anderen wieder voll ausgenutzt und wieder ausgegrenzt werden. Wer sagt eigentlich, dass alle Bezieher von Sozialleistungen "verwahrlost" sind. Ein Großteil hat ebenfalls vor Hartz IV in den Rentenversicherung eingezahlt.


Und das ist falsch ein Großteil hat nie in die RV eingezahlt.
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Ger9374
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Ger9374 » Di 20. Mär 2018, 09:16

Die Gemeinden und Städte die finanziell klamm sind , sollen nicht statt dessen sondern zusätzlich Sozialleistungs empfänger als Helfer verplanen dürfen.Keine vollzeitkräfte sondern im niedrigen stunden bereich.
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zollagent
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 20. Mär 2018, 10:12

Ger9374 hat geschrieben:(20 Mar 2018, 09:16)

Die Gemeinden und Städte die finanziell klamm sind , sollen nicht statt dessen sondern zusätzlich Sozialleistungs empfänger als Helfer verplanen dürfen.Keine vollzeitkräfte sondern im niedrigen stunden bereich.

Mit anderen Worten, die Ärmsten sollen den Kommunen aus der Klemme helfen. Vielsagend! :|
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zollagent
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 20. Mär 2018, 10:14

Boracay hat geschrieben:(20 Mar 2018, 09:14)

Die Behauptung war



Und das ist falsch ein Großteil hat nie in die RV eingezahlt.

Rede doch keinen Unfug. Einzahlungen in die RV sind NICHT voraussetzung für den Bezug von ALG II. DAS ist der Knackpunkt.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 20. Mär 2018, 10:16

Ob das irgendwann mal bis ins Bewusstsein vordringt - menschliche "Arbeit" wird völlig willkürlich mit einem "Wert" versehen. Ist eine Berufsgruppe mal als wenig "wertvoll" bestimmt, wird das auf alle Mitglieder dieser Berufsgruppe übertragen.

Dabei ist die eigentliche Leistung, besondere Erschwernisse usw. völlig unerheblich. Weil das so ist, werden Personen die eine solche Arbeit ausüben, über ihre Arbeit auch gesellschaftlich einsortiert. Umgekehrt, verliert jemand eine in jeder Hinsicht privilegierte Arbeit, geht ihm / ihr damit auch der damit verbundenen soziale Rang verloren. Die Gründe warum jemand seinen Arbeitsplatz verliert, werden gnadenlos mit dessen Person verbunden. Was immer jemand zuvor geleistet haben mag, wie viel Mühe und Aufwand es ihn / sie gekostet hat, ist nun völlig belanglos.

Über allem hält sich hartnäckig das Märchen, für jeden seien genügend Möglichkeiten vorhanden um - wenn der oder die Betreffende sich nur ausreichend bemühe. Würde klar, dass es in Zukunft immer weniger, auch von durchschnittlich gebildeten Menschen, zu leistende Beschäftigungen geben wird, was würde das bedeuten ?

Für eine ganze Reihe der Mitdiskutanten besteht ein eher befremdliches Verhältnis zu Demokratie und den Regeln die diese vorgibt. Es war kein Versehen, die nun geltenden Regeln was "Arbeitsdienst" angeht in ihrer nationalsozialistischen Ausprägung UND dem hier nun geltenden Recht gegenüberzustellen. Das dies ignoriert wird und für eine bestimmte Gruppe - was das GG immerhin im Artikel 12 - also den ersten 20 Artikeln - explizit verbietet, wirft ein "erhellendes Licht" auf alle die dies mehr oder weniger versteckt fordern. Das nicht sofort nachdem dieses Thema unter "Arbeitsdienst für Arbeitslose" entstanden war, jemand die korrekte Antwort dazu hatte - Schluss Punkt - es ist verfassungsfeindlich eine solche, nur einer bestimmten Gruppe gegenüber Zwangsbeschäftigung zu fordern, zeigt wie wenig offensichtlich für einige Recht und Gesetz bedeuten.

Das Konzept der Nazis, das "Volk" in bestimmte Gruppierungen einzuteilen, die entsprechen dieser Einteilung weniger Rechte haben, als andere, hat mit dem Geist der Verfassung nichts gemein. Dort - bei den Nazis - ist das Individuum der Gruppe untergeordnet. Eine der beiden humanistischen Weltsichten. Nur wer der "Gruppe" dienlich ist, kann auch auf deren Hilfe und Gnade rechnen. Genau diese Haltung kann man verschiedenen Beiträgen entnehmen.

Das in der humanistischen Weltsicht, wo dem Individuum die Priorität zukommt, derartige Vorstellungen fremd sind, scheint sich nicht wirklich herumgesprochen zu haben. Jemanden also Sozialleistungen zu gewähren, ist kein Gnadenakt, sondern solidarische Pflicht DIESER Gesellschaft.

Das es dafür Regeln geben muss - "wann - wie - wo - wer" ist selbstverständlich. Das man allerdings, sobald jemand "hilfsbedürftig" auch automatisch bestimmte Rechte verliert, entspringt der kranken Fantasie und Rechtsauffassung der immer noch "Gestrigen".

Es ist schon bemerkenswert, welche "Wichtigkeit" dem Artikel 4 GG zugebilligt wird, und mit welcher Unbekümmertheit sich einige über Artikel 12 hinwegsetzen. Selbstverständlich "schadet Arbeit nicht" - im Gegenteil Menschen definieren sich selbst über ihre Arbeit - doch hier klingt es völlig anders, wenn Menschen, die selbst wohl in "geordneten Verhältnis lebend" der "Stab" über andere brechen und diese zu Arbeiten zwingen wollen, zu denen sie selbst keinesfalls bereit wären. Ich tippe mal auf eine tiefsitzende Angst, selbst in diese Lage zu kommen - und so macht man den "Graben" zwischen sich und den "Anderen" möglichst tief.

Je vehementer man solche Forderungen gegen diese unbestimmte, zufällig entstandene Gruppe stellt, desto tiefer sitzt die Angst selbst versagen zu können. Etwas, mit dem JEDER rechen muss. Eine Garantie selbst privilegiert zu sein, gibt es leider nicht - JEDER kann in diesen Zustand kommen. Die Chancen sich selbst und aus eigener Kraft da wieder herauszuwinden, sind eher bescheiden. Die Zahlen der Langzeitarbeitslosen, aber auch der "immer wieder Arbeitslosen" ist groß. Die Sprüche die einige für sich geltend machen, zeigen eher wie unreif und wenig lebenserfahren sie doch sind. Nichts als "Pfeifen im Dunkeln"....

Ob das überhaupt noch auffällt bei diesen Diskussionen.... :?:
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Realist2014 » Di 20. Mär 2018, 10:36

zollagent hat geschrieben:(20 Mar 2018, 10:14)

Rede doch keinen Unfug. Einzahlungen in die RV sind NICHT voraussetzung für den Bezug von ALG II. DAS ist der Knackpunkt.



Die Beitragszahlungen in die RV führen zu Rentenanwartschaften in Form von Rentenpunkten

Deren Existenz hat mit dem Bezug von ALG II nun tatsächlich nichts zu tun.

Auf der anderen Seite hat der Bezug von ALG II auch keinerlei Einfluss auf die bestehenden Rentenanwartschaften
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 20. Mär 2018, 10:39

Realist2014 hat geschrieben:(20 Mar 2018, 10:36)

Die Beitragszahlungen in die RV führen zu Rentenanwartschaften in Form von Rentenpunkten

Deren Existenz hat mit dem Bezug von ALG II nun tatsächlich nichts zu tun.

Auf der anderen Seite hat der Bezug von ALG II auch keinerlei Einfluss auf die bestehenden Rentenanwartschaften

Wo du Recht hast, hast du Recht. :thumbup:
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Kleinlok » Di 27. Mär 2018, 03:56

Misterfritz hat geschrieben:(11 Mar 2018, 13:20)

Man ist nicht darauf angewiesen, beim Jobcenter nach Jobs zu suchen. Heutzutage bekommt man auch die Stellenangebote der Tageszeitungen online, von den ganzen Job-Portalen ganz zu schweigen.


Das es verschiedene Möglichkeiten gibt an Jobangebote heran zu kommen dürfte so ab dem Eintritt in die Volljährigkeit
wohl die meisten arbeitssuchenden Menschen wissen. Was nutzt nur einem das, wenn ein Großteil dieser öffentlich gemachten
Jobangebote einfach nur ein schlecht bezahlter Schrott sind?
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Ger9374
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Ger9374 » Di 27. Mär 2018, 05:29

Kleinlok hat geschrieben:(27 Mar 2018, 04:56)

Das es verschiedene Möglichkeiten gibt an Jobangebote heran zu kommen dürfte so ab dem Eintritt in die Volljährigkeit
wohl die meisten arbeitssuchenden Menschen wissen. Was nutzt nur einem das, wenn ein Großteil dieser öffentlich gemachten
Jobangebote einfach nur ein schlecht bezahlter Schrott sind?


Es ist in der Tat vieles im Dienstleistungssektor angesiedelt der bescheiden bezahlt wird.
Manchmal hat man etwas gefunden, dann scheitert es an den immensen Fahrtkosten.
Doch darf man sich nicht von allem entmutigen lassen, notfalls kurze zeit überbrücken und mit minijob aufstocken, wenn das noch möglich ist.
Haben so manche gemacht die die zeit noch hatten, nur um im arbeitsleben zu bleiben.
Ist hart , aber besser wie megalücken im lebenslauf.Alleine fürs Selbstwertgefühl.
Sollte das nicht gehen, kann man aufstocken ,
wenn möglich. Alles besser wie kapitulieren, oder resignieren!
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon sünnerklaas » Di 27. Mär 2018, 10:53

Ger9374 hat geschrieben:(27 Mar 2018, 06:29)

Es ist in der Tat vieles im Dienstleistungssektor angesiedelt der bescheiden bezahlt wird.
Manchmal hat man etwas gefunden, dann scheitert es an den immensen Fahrtkosten.
Doch darf man sich nicht von allem entmutigen lassen, notfalls kurze zeit überbrücken und mit minijob aufstocken, wenn das noch möglich ist.
Haben so manche gemacht die die zeit noch hatten, nur um im arbeitsleben zu bleiben.
Ist hart , aber besser wie megalücken im lebenslauf.Alleine fürs Selbstwertgefühl.
Sollte das nicht gehen, kann man aufstocken ,
wenn möglich. Alles besser wie kapitulieren, oder resignieren!


Ein sehr interessanter Artikel in der Welt, der die eigentlichen Probleme bei der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen beschreibt. Darin heisst es u.a.:


Die Vorstellung, dass Langzeitarbeitslose einfach mal schnell in wirtschaftsstärkere Regionen umziehen, ist illusorisch. Abgesehen von persönlicher Verwurzelung und familiärer Bindung spricht etwas anderes dagegen: Häufig suchen Langzeitarbeitslose Jobs, die keine hohen Qualifikationen voraussetzen.

Da stellt ein Umzug eine finanzielle Hürde dar. Denn in wirtschaftsstarken Regionen wie Bayern ist Wohnen oft so teuer, dass der Ortswechsel zum Wagnis wird.

(...)

Die überforderten Städte und Kreise haben nicht genügend Ressourcen, um Menschen auf Jobsuche zu unterstützen. Verantwortlich für die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen sind die Jobcenter. Sie werden von der Bundesagentur für Arbeit und den Kommunen getragen. Nicht immer sind die Jobcenter personell so gut ausgestattet sind, wie sie es müssten.

Quelle: a.a.O.


Kommunen in Regionen, die einem starken Strukturwandel unterliegen sind komplett überfordert. Ihnen fehlt es an Geld, an Personal und an Möglichkeiten, diese Leute in Arbeit zu bringen. In diesen Regionen wird praktisch nichts mehr nachgefragt. Gleichzeitig stehen die Jobcenter massiv unter Druck, weil Kandidaten und Mandatsträger bei Wahlen mit den Arbeitslosenzahlen Wahlkampf machen. Und der geforderte Umzug in andere, wirtschaftsstärkere Regionen funktioniert am Ende auch nicht wirklich, weil er den Steuerzahler sehr viel Geld kostet und mit großen wirtschaftlichen Risiken behaftet ist. Hinzu kommt: ganze Regionen ausbluten zu lassen, erweist sich als kontraproduktiv. Am Ende bleibt nur noch der absolute soziale Bodensatz dort - das, was als DDR, Der-Dumme-Rest bezeichnet wird. Parallelgesellschaften sind so vorprogrammiert.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 27. Mär 2018, 11:56

Selbst, wenn "auf dem Papier" ausreichend "geeignete" Arbeitsplätze vorhanden sind (was ich für die Realität heftig bezweifle), kommt noch deren Verteilung (worauf sünnerklaas gerade hingewiesen hat) hinzu.

Was allerdings die hiesigen Schlauberger, die entweder noch niemals selbst in einer solchen Situation waren oder zu schnell vergessen, wie sie sich dabei gefühlt haben, immer brav unterdrücken - Menschen sind nun einmal keine Roboter, welche man einfach mal mit tollen Aufgaben und beim nächsten Mal mit einem Job versorgt, den sonst niemand auch nur anfassen möchte. Die hiesigen Klugscheißer erklären einfach frech jeden zum maroden Faulpelz, der eben nicht mit seiner unverschuldeten Lage sofort mit dem gewünschten Kadavergehorsam reagiert.

Ich wünsche allen, welche so dummdreist über ihre Mitmenschen urteilen auf das allerherzlichste eine baldigen Jobverlust, einen möglichst tiefen gesellschaftlichen Absturz - sie haben sich den durchaus verdient :mad:

Möchte in solchen Situationen - ohne hier Einzelne herauszugreifen - mal "Mäuschen sein" und deren Angst und Verzweiflung zu mit solchen Vorfällen einhergeht sehen und mich daran weiden. Ich behaupte - Statistiken die das klar belegen gibt es aus gutem Grund nicht - das wäre sicher zu "beunruhigend" für alle, denen es "aus ihrer tollen eigenen Kraft" so gut geht - es gibt weniger "menschenwürdige" Arbeitsplätze, wo sich jeder seiner Arbeitsleistung erfreuen und wie "vorgesehen" über seine Arbeit definieren kann. Es gibt logische Gründe warum sich diese Lage weiter verschärfen wird.

Nur so ein "Gefühl", wenn permanent eine vergleichsweise große Anzahl von Menschen erhebliche Probleme hat "menschenwürdige" Arbeitsplätze, wo sich jeder seiner Arbeitsleistung erfreuen und wie "vorgesehen" über seine Arbeit definieren kann, zu finden, kann das nur bedeuten, diese Menschen sind schlicht zu faul, zu unfähig und was bestimmten "Mitmenschen" sonst noch dazu einfällt ? Besonders, wenn man beobachtet , dass sich die "Menge" von Protagonisten eben nicht auf eine permanent vorhandene Gruppe bezieht, sondern erhebliche Verteilung in allen Bereichen über die Jahre erkennen lässt ?

Das innerhalb einer Dekade, immer mehr Menschen schon mal in den "Genuss" solcher Probleme kamen und weiter kommen werden ?
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Flaschengeist » Di 27. Mär 2018, 12:47

Positiv Denkender hat geschrieben:(01 Mar 2018, 17:09)

Arbeitsdienste sind nach unserem Grundgesetzt nicht möglich .



Klar ist das möglich. Ich wurde von diesem Staat doch auch zur Zwangsarbeit (Wehrdienst) verplichtet. Unter Androhung von Gefängnis.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 27. Mär 2018, 12:49

Flaschengeist hat geschrieben:(27 Mar 2018, 13:47)

Klar ist das möglich. Ich wurde von diesem Staat doch auch zur Zwangsarbeit (Wehrdienst) verplichtet. Unter Androhung von Gefängnis.

Hier wäre die einzige Ursache nicht eine Bedrohung des Staates, sondern die individuelle Arbeitslosigkeit der Betroffenen. Und das macht es schlicht zur verfassungsmäßigen Unmöglichkeit.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Flaschengeist » Di 27. Mär 2018, 12:53

zollagent hat geschrieben:(27 Mar 2018, 13:49)

Hier wäre die einzige Ursache nicht eine Bedrohung des Staates, sondern die individuelle Arbeitslosigkeit der Betroffenen. Und das macht es schlicht zur verfassungsmäßigen Unmöglichkeit.



Dabei steht doch der Russe vor der Tür. :|
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 27. Mär 2018, 12:59

Flaschengeist hat geschrieben:(27 Mar 2018, 13:53)

Dabei steht doch der Russe vor der Tür. :|

Dem wirst du mit einem Arbeitsdienst nicht beikommen.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon sünnerklaas » Di 27. Mär 2018, 15:48

immernoch_ratlos hat geschrieben:(27 Mar 2018, 12:56)

Selbst, wenn "auf dem Papier" ausreichend "geeignete" Arbeitsplätze vorhanden sind (was ich für die Realität heftig bezweifle), kommt noch deren Verteilung (worauf sünnerklaas gerade hingewiesen hat) hinzu.

Was allerdings die hiesigen Schlauberger, die entweder noch niemals selbst in einer solchen Situation waren oder zu schnell vergessen, wie sie sich dabei gefühlt haben, immer brav unterdrücken - Menschen sind nun einmal keine Roboter, welche man einfach mal mit tollen Aufgaben und beim nächsten Mal mit einem Job versorgt, den sonst niemand auch nur anfassen möchte. Die hiesigen Klugscheißer erklären einfach frech jeden zum maroden Faulpelz, der eben nicht mit seiner unverschuldeten Lage sofort mit dem gewünschten Kadavergehorsam reagiert.


Was immer unterschlagen wird: damit ein Arbeitsvertrag zustande kommt, bedarf es exakt zweier Akteure - den Bewerber und den Arbeitgeber. Es gibt Bewerber, die Arbeitgebern aus unterschiedlichen objelktiven Gründen ganz einfach nicht zumutbar sind und bei denen jeder Arbeitgeber jeden Arbeitsvermittler, der mit solchen Leuten ankommt, mit dem Knüppel vom Hof jagt. Man kann sich da als Arbeitgeber einen Haufen richtig heftigen Ärger einhandeln - gerade, was überschuldete Arbeitnehmer angeht. Wenn es dabei um Unterhaltsschulden und Rosenkriege geht, kann man ganz schnell zwischen die Fronten geraten. Und da kann man sich auch Ärger mit der Staatsanwaltschaft einhandeln (Stichwort: geldwerte Sachleistungen, Beihilfe zum Betrug etc.). Ich glaube, ich werde es nie verstehen: da wird dann von den Gläubigern gutes Geld schlechtes Geld mit vollen Händen hinterhergeworfen, irgendwann ist der Schuldner vollkommen am Ende und man hat NULL Chance überhaupt irgendetwas von der geschuldeten Summe wiederzusehen - im Gegenteil, es wurde noch feste draufbezahlt.

Die Beschäftigung von Ex-Knackis ist auch so ein Problem. Herrscht in einer Branche ein sehr harter Wettbewerb, kann man es sich überhaupt nicht leisten, solche Leute einzustellen. Wenn das ein Konkurrenzunternehmen heraus bekommt, wird ganz schnell mal beim Kunden Guerilla-Marketing betrieben. Manche Unternehmensführungen schrecken da im Konkurrenzkampf eben vor nichts zurück. Das Bemerkenswerte: genau solche Chefs beschweren sich dann bei IHK-Stammtischen etc. lautstark über die Kriminalität im Land und regen sich über hohe Rückfallquoten auf. Ich kann da richtig sauer werden und haue da inzwischen richtig auf den Tisch, wenn da wieder irgendeiner mit so einer Schwadroniererei anfängt.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Kleinlok » Mi 28. Mär 2018, 10:53

Ger9374 hat geschrieben:(27 Mar 2018, 06:29)

Es ist in der Tat vieles im Dienstleistungssektor angesiedelt der bescheiden bezahlt wird.
Manchmal hat man etwas gefunden, dann scheitert es an den immensen Fahrtkosten.
Doch darf man sich nicht von allem entmutigen lassen, notfalls kurze zeit überbrücken und mit minijob aufstocken, wenn das noch möglich ist.
Haben so manche gemacht die die zeit noch hatten, nur um im arbeitsleben zu bleiben.
Ist hart , aber besser wie megalücken im lebenslauf.Alleine fürs Selbstwertgefühl.
Sollte das nicht gehen, kann man aufstocken ,
wenn möglich. Alles besser wie kapitulieren, oder resignieren!


Du betreibst da einen satten Denkfehler.

Erst einmal fragst du nicht danach, warum im Dienstleistungssektor sor bescheiden bezahlt wird?
Gibt es da zwingende Gründe, die eine solche Schlechtbezahlung begründen können?

Meines Erachtens gibt es diese Gründe nicht.
Es muss und es darf sie auch nicht geben,
denn zweitens haben die im Dienstleistungssektor arbeitenden Menschen auch wie andere besserverdienende Arbeitnehmer
auch einen Lohn verdient, der ihnen ein ordentliches Leben ermöglicht. Es ist Aufgabe von Politik und Wirtschaft dafür
zu sorgen, dass ein solch fairer Lohn ermöglicht wird. das Geld dafür ist vorhanden.

Da du die besagte Problemlage nicht da lösen willst, wo sie m.E. angegangen gehört (bei den Löhnen)
treibst du die Problemverkennung auf die Spitze, indem du einseitig die Arbeitnehmer zu einer Disziplin aufrufen willst,
welche lieber mal die Arbeitgeber zeigen sollten, die so miese Köhne zahlen.

Geht´s noch?

Man soll sich von all dem miesen Lohndrückereien, miesen Bewerbungs- und Handlungspraktiken zahlreicher
deutscher Unternehmen "nicht entmutigen" lassen?

Notfalls sollte man die "kurze zeit" solch schlechter Arbeitsverhältnisse überbrücken und mit minijob aufstocken, wenn das noch möglich ist?

Diese Schlechtbehandlung soll man sich gefallen lassen "nur um im arbeitsleben zu bleiben"?

IDas wäre hart, soll aber besser sein wie megalücken im lebenslauf und soll
angeblich fürs Selbstwertgefühl taugen?

Frage an dich:

Hast du all diese Scheiße, die auf dem deutschen Arbeitsmarkt inzwischen vielerorts üblich ist schon einmal selber mitgemacht?
Sprich hast du dir diese Verarsche gefallen lassen, zu deren Akzeptanz du hier aufrufen willst? :mad2:


wenn möglich. Alles besser wie kapitulieren, oder resignieren![/quote]
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Misterfritz » Mi 28. Mär 2018, 12:03

Kleinlok hat geschrieben:(28 Mar 2018, 11:53)

Du betreibst da einen satten Denkfehler.

Erst einmal fragst du nicht danach, warum im Dienstleistungssektor sor bescheiden bezahlt wird?
Gibt es da zwingende Gründe, die eine solche Schlechtbezahlung begründen können?

Meines Erachtens gibt es diese Gründe nicht.
Doch, diese Gründe gibt es:
Die Kunden wollen einfach nicht mehr für Dienstleistungen bezahlen. Und da gibt es halt nur die Möglichkeiten, die Dienstleistung entweder gar nicht anzubieten oder eben billig.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Kleinlok » Mi 28. Mär 2018, 12:49

immernoch_ratlos hat geschrieben:(27 Mar 2018, 12:56)

Selbst, wenn "auf dem Papier" ausreichend "geeignete" Arbeitsplätze vorhanden sind (was ich für die Realität heftig bezweifle), kommt noch deren Verteilung (worauf sünnerklaas gerade hingewiesen hat) hinzu.


Ausreichend Arbeit und die in Deutschland, wo geizige Scheißkapitalisten beim Lohn an jeder Ecke geizen? :?

Schön blöd wer das glauben mag.
Hier mal eine kleine Aufklärung:

https://www.youtube.com/watch?v=v2bWZF08Yns

https://www.youtube.com/watch?v=Pb7QbK6ke40

Es gibt zwar genug Jobs, aber viel zu wenig bezahlte Arbeit und noch mal weniger gut bezahlte Arbeit
Und da wird mit einer gamzen Reihe von miesen Tricks gerabeitet um den deutschen Gartenzwerg zum Billigheimer
runter zu putzen:

1. Es sollen Arbeitskosten auf Kosten der Arbeitnehmer gesenkt werden indem Arbeit künstlich verknappt wird,
sprich Stellenabbau, Überestunden, Arbeitsverlagerung in Billiglohnländer.
2. Als einen nützlichen Nebeneffekt dieser Arbeitsverknappung nehmen die korrupten Arbeitgeber
die damit verbundene Verunsicherung der Arbeitnehmerschaft mit.
3. Diese Verunsicherung wird medial verstärkt, z.B. in dem medial die in Punkt 1. benannte Arbeitsangebotverknappung
geleugnet wird. Es wird von einer fast Vollbeschäftigung schwadroniert, angeblich findet nur der keine Arbeit,
der faul und unqualifiziert wäre. Arbeitnehmer werden systematisch beschämt um sie als Bettvorleger ausnutzen zu können.

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