Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

Moderator: Moderatoren Forum 1

Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 23750
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon relativ » Mi 14. Mär 2018, 08:01

think twice hat geschrieben:(14 Mar 2018, 06:50)

"Eine Planstelle ist eine im Stellenplan eines Haushaltsplanes des jeweiligen Verwaltungsträgers nach Amt und Besoldungsgruppe ausgewiesene Stelle eines Beamten. Für eine auf diese Weise ausgewiesene Stelle werden Haushaltsmittel zur Zahlung der Dienstbezüge bereitgestellt."
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Planstelle

Sorry aber Planstellen gibt es genauso für Angestellte im öffentlichen Dienst und nicht nur für Beamte. Deine engstirnige und einseitige Sicht scheint dich hier ein wenig zu behindern, dies mal in einem größern Kontext zu belichten.
Das Planstellen im öffentlichen Dienst natürlich von der öffentlichen Verwaltung nach haushaltslage geplant und zugewiesen werden ist doch auch völlig logisch.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 23750
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon relativ » Mi 14. Mär 2018, 08:14

think twice hat geschrieben:(14 Mar 2018, 07:19)

Ja sorry, du warst der falsche Adressat. Andere User haben aber sehr wohl von Planstellen geschrieben.
Wie ich dir schon geraten habe. Erfasse den größeren Kontext, ich glaube dies ist dir Grundsätzlich möglich.
Unabhängig von Planstellen muss jeder Dienstposten in einer oeffentlichen Verwaltung nach Bedarf, Haushaltsetat, genauer Taetigkeitsbeschreibung (ist wichtig fuer die Eingruppierungin der Lohntabelle) und Wirtschaftlichkeit angemeldet, in mehreren Gremien ueberprueft werden. Gerade bei befristeten Verträgen gibt es komplizierte Regularien und Vorgaben.
Ich sehe da kein Problem. Routine in der Verwaltung

Da kann man nicht einfach sagen, dass man mal den Langzeitarbeitslosen XY für ein paar Monate zur Pflege von Streuobstwiesen einsetzt, damit er wieder einen geordneten Tagesablauf kennenlernt und sich nicht langweilt.

Hier geht es um ein Projekt, wie sich dies genau auswirkt kann man vorher schlecht sagen, aber ich bin mir sicher, daß bei einigen Langzeitarbeitlosen schon ein paar Monate geregelte und normal bezahlte Arbeit, den Unterschied ausmachen können. Nochmal diese Projekt bezieht sich hier erstmal nur auf die Langzeitarbeitslosen.

Dazu kommt noch, dass "einfache Tätigkeiten" von Bediensteten im oeffentlichen Dienst kaum noch ausgeführt werden. Entweder sind sie wegrationalisiert worden (Aktentraeger braucht heute niemand mehr) oder sie wurden ausgecourt, an Fremddienstleister abgegeben oder entsprechende Bereiche wie Abfallentsorgung wurden privatisiert.
Es gibt sie aber noch und auch der Bedarf an möglicher Arbeit ist noch da, wenn man sich den öffentlichen Raum anschaut und die Aufgabe die der Staat zurzeit übernimmt. Ich glaube für ca. 850.000 wäre da noch Platz

Das dürft ihr jetzt zur Kenntnis nehmen oder weiterhin so tun, als wäre eine oeffentliche Verwaltung ein Arbeitsbeschaffungsorgan, welches dafuer zuständig ist, Langzeitarbeitslose in die arbeitende Gesellschaft zu re-integrieren.

Natürlich ist das einer der Aufagebn, warum glaubst du sonst gibt es massive öffentliche Subventionen in zig Industrieellen Bereichen. Nur um die Bilanzen einzelner Unternehmen aufzufrischen?
Natürlich kann der Staat selber als Arbeitgeben fungieren und tut es ja auch. Ich bin sogar absolut dafür, daß sich der Staat um die Problemfälle kümmert, die die Industrie augenscheinlich nicht haben will und für mich gehört zum Kümmern eben mehr als diesen menschen jeden Monat das "Gnadenbrot der Steuerzahlers" in Form von Hartz 4 zu überweisen
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
think twice
Beiträge: 19052
Registriert: Fr 4. Jul 2014, 14:14
Benutzertitel: sozialdemokratisch
Wohnort: Bunte Republik Deutschland

Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon think twice » Mi 14. Mär 2018, 08:27

Eine Reinigungskraft muss 200 Quadratmeter Fläche pro Stunde schaffen, um wirtschaftlich rentabel zu arbeiten. Danach wird auch der Bedarf errechnet. Da komm du mal mit Langzeitarbeitslosen, die ein bischen beschäftigt werden sollen.
Boracay
Beiträge: 3976
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Boracay » Mi 14. Mär 2018, 08:34

think twice hat geschrieben:(14 Mar 2018, 08:27)

Eine Reinigungskraft muss 200 Quadratmeter Fläche pro Stunde schaffen, um wirtschaftlich rentabel zu arbeiten. Danach wird auch der Bedarf errechnet. Da komm du mal mit Langzeitarbeitslosen, die ein bischen beschäftigt werden sollen.


Willst du etwa sagen Langzeitarbeitslose sind faul?
Wähler
Beiträge: 4045
Registriert: Di 25. Dez 2012, 13:04
Wohnort: Bayern

Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Wähler » Mi 14. Mär 2018, 08:36

think twice hat geschrieben:(14 Mar 2018, 07:19)
Dazu kommt noch, dass "einfache Tätigkeiten" von Bediensteten im oeffentlichen Dienst kaum noch ausgeführt werden. Entweder sind sie wegrationalisiert worden (Aktentraeger braucht heute niemand mehr) oder sie wurden ausgecourt, an Fremddienstleister abgegeben oder entsprechende Bereiche wie Abfallentsorgung wurden privatisiert.

Das Outsourcing an Fremddienstleister war vermutlich auch eine Reaktion auf den Bericht des Rechnungshofes und die Beschwerden freier Unternehmen über Wettbewerbsverzerrungen:
http://www.fr.de/wirtschaft/umfrage-bun ... -a-1102460
29. Mai 2009 Erste Befragung im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit bei Ein-Euro-Jobber
Besonders moniert der Rechnungshof, dass die Tätigkeiten nicht wie gesetzlich vorgeschrieben zusätzlich geschaffen würden, sondern reguläre Arbeitsplätze verdrängten. "Zwei Drittel der geprüften Maßnahen erfüllten nicht die gesetzlichen Fördervoraussetzungen", konstatiert der Bundesrechnungshof.
Beispielsweise ersetzen Ein-Euro-Jobber in der Pflege ausgebildete Kräfte, statt den Patienten zusätzlich als Betreuer zur Verfügung zu stehen. In gemeinnützigen Unternehmen machen sie privaten Handwerksbetrieben Konkurrenz. Massenweise treten sie an die Stelle von voll bezahlten Hausmeistern oder Bauarbeitern, wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) beklagt.

Der Staat könnte allerdings Vereine wieder stärker subventionieren mit der Auflage, mehr bezahlte ehrenamtliche Jobs auf 450,- Euro Basis nur für langzeitarbeitslose Hartz-IV-ler zu schaffen. Das wäre für die dann ein möglicher erster Schritt auf dem Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
Benutzeravatar
aleph
Moderator
Beiträge: 7219
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 17:25
Benutzertitel: Hat den Überblick
Wohnort: ប្រទេសអាល្លឺម៉ង់

Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon aleph » Mi 14. Mär 2018, 08:37

think twice hat geschrieben:(14 Mar 2018, 08:27)

Eine Reinigungskraft muss 200 Quadratmeter Fläche pro Stunde schaffen

das erklärt einiges
Auf dem Weg zum Abgrund kann eine Panne lebensrettend sein. Walter Jens
Economic Left/Right: -2.5 Social Libertarian/Authoritarian: -3.54
Benutzeravatar
odiug
Moderator
Beiträge: 9949
Registriert: Di 25. Sep 2012, 06:44

Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon odiug » Mi 14. Mär 2018, 08:38

aleph hat geschrieben:(13 Mar 2018, 21:58)

sogar geistig behinderte können in Werkstätten produktiv arbeiten. es dürfte nur wenige Leute, hauptsächlich kranke, absolut nicht arbeiten können. man findet immer was. allerdings würde ich das nicht staatlich machen. angeblich kann doch alles von privaten Unternehmen besser gemacht werden.

Produktiv sind Behindertenwerkstätten vielleicht ... aber nicht rentabel.
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 23750
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon relativ » Mi 14. Mär 2018, 08:45

think twice hat geschrieben:(14 Mar 2018, 08:27)

Eine Reinigungskraft muss 200 Quadratmeter Fläche pro Stunde schaffen, um wirtschaftlich rentabel zu arbeiten. Danach wird auch der Bedarf errechnet. Da komm du mal mit Langzeitarbeitslosen, die ein bischen beschäftigt werden sollen.

Ich habe hier schon mehrmals erwähnt, daß es mir in erster Linie bei diesen Menschen nicht um irgendeine Wirtschaftlichkeit geht, daß ist btw. ihre Subventionierung für das Arbeitslos sein ja auch nicht.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 23750
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon relativ » Mi 14. Mär 2018, 08:57

Wähler hat geschrieben:(14 Mar 2018, 08:36)

Das Outsourcing an Fremddienstleister war vermutlich auch eine Reaktion auf den Bericht des Rechnungshofes und die Beschwerden freier Unternehmen über Wettbewerbsverzerrungen:
http://www.fr.de/wirtschaft/umfrage-bun ... -a-1102460
29. Mai 2009 Erste Befragung im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit bei Ein-Euro-Jobber

Der Staat könnte allerdings Vereine wieder stärker subventionieren mit der Auflage, mehr bezahlte ehrenamtliche Jobs auf 450,- Euro Basis nur für langzeitarbeitslose Hartz-IV-ler zu schaffen. Das wäre für die dann ein möglicher erster Schritt auf dem Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt.

Auch in diese Richtung darf ,kann und sollte überlegt werden.
Ich habe diesbezüglich nur ein Problem.
Es ist für mich bezahlt eben kein Eherenamt mehr und warum soll man dann daraus eine so niedrig bezahlten Job machen? Da sind wir m.M. wieder bei den Dingen die bisher schon nicht erfolgreich waren.
Vereine stärker zu Fördern in denen auch Langzeitarbeitslose arbeiten können ist aber zur Zeit (mom. machbare) eine der besseren Alternativen, da in Vereinen auch meist etwas flexibler gestaltet werden könnte, was dem Langzeitarbeitslosen evtl. den Einstieg erleichtern könnte.
Als endgültige Lösung halte ich dies alleine aber nicht für ausreichend.

Das Outsourcing im öffentlichen Dienst war tatsächlich feine Lobbyarbeit der neoliberalen Markbefürworter in Kombination mit politischen Parteien und dem Sparzwang in den öffentlichen Haushalten.
Btw. in den aller meisten Fällen bezahlt der Steuerzahler natürlich immer noch die Aufgaben, die jetzt die Industrie für den Staat übernommen hat, Nachteile inklusiv.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
odiug
Moderator
Beiträge: 9949
Registriert: Di 25. Sep 2012, 06:44

Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon odiug » Mi 14. Mär 2018, 08:59

relativ hat geschrieben:(14 Mar 2018, 08:45)

Ich habe hier schon mehrmals erwähnt, daß es mir in erster Linie bei diesen Menschen nicht um irgendeine Wirtschaftlichkeit geht, daß ist btw. ihre Subventionierung für das Arbeitslos sein ja auch nicht.

Das ist ja lieb und nett und auch durchaus lobenswert.
Nur ... und darauf bestehe ich dann schon: auch der öffentliche Dienst muss wirtschaftlich arbeiten.
Das heißt jetzt nicht gewinnorientiert, aber kosteneffektiv.
Ich bin dagegen, den öffentlichen dienst als Sozialangebot zu missbrauchen.
Das muss man trennen, auch um die nötige Transparenz gegenüber dem Steuerzahler zu gewährleisten.
Ich will wissen, wofür der Staat Geld ausgibt und dass er das mit der nötigen Sorgfalt macht.
Wenn ich Sozialaufgaben querfinanziere durch den öffentlichen Dienst, öffnet das Verschwendung und Missbrauch Tür und Tor, mal ganz abgesehen von der Akzeptanz des öffentlichen Dienst in der Gesellschaft.
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 23750
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon relativ » Mi 14. Mär 2018, 09:50

odiug hat geschrieben:(14 Mar 2018, 08:59)

Das ist ja lieb und nett und auch durchaus lobenswert.
Nur ... und darauf bestehe ich dann schon: auch der öffentliche Dienst muss wirtschaftlich arbeiten.
Das heißt jetzt nicht gewinnorientiert, aber kosteneffektiv.
Ich bin dagegen, den öffentlichen dienst als Sozialangebot zu missbrauchen.
Das muss man trennen, auch um die nötige Transparenz gegenüber dem Steuerzahler zu gewährleisten.
Ich will wissen, wofür der Staat Geld ausgibt und dass er das mit der nötigen Sorgfalt macht.
Wenn ich Sozialaufgaben querfinanziere durch den öffentlichen Dienst, öffnet das Verschwendung und Missbrauch Tür und Tor, mal ganz abgesehen von der Akzeptanz des öffentlichen Dienst in der Gesellschaft.

Ich glaube hier war niemand dabei, der diesen Langzeitarbeitslosen eine Arbeit von Staat anbieten wollte, die gar keinen Nutzen für den Staat Gesellschaft hat.
Mich würde aber schon genauer interessieren was du diesbezüglich den mit wirtschaftlich meinst?
Transparenz und Sorgfalt bin ich ganz bei dir.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 53259
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Mi 14. Mär 2018, 11:19

Tom Bombadil hat geschrieben:(13 Mar 2018, 20:44)

Es war trotzdem nicht meine Idee, alle Langzeitarbeitslosen zu Straßenkehrern zu machen. Warum können Leute wie zollagent oder du eigentlich nicht sachlich und zum Thema diskutieren? Warum immer diese Wortverdrehereien, Strohmänner und Aggressionen? Begreife ich nicht. Damit wird alles nur abgewürgt und auf die persönliche Ebene getragen, letztlich leidet das Forum ganz massiv unter so einem Verhalten, weil keiner mehr Lust hat, neue Ideen und Themen beizutragen.

Ausgerechnet DU beschwerst dich über Wortverdrehereien und Strohmänner? Mit Fragen wie "machen dann alle im Staatsdienst Freiübungen?", obwohl die Gruppe, um die es geht, völlig klar ist, und ähnlichem Unfug? Abgewürgt werden Schnapsideen, die schon von der Anlage her schlicht illegal sind. Über so was zu diskutieren ist genauso fruchtbar wie eine Diskussion über das Liebesleben der Engerlinge. Faß dich an deine eigene Nase, bevor du hier andere angehst.
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 53259
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Mi 14. Mär 2018, 11:21

Misterfritz hat geschrieben:(13 Mar 2018, 21:59)

Warum wird immer auf diesen Punkten rumgehackt? Es müssen keine "niederen Bürojobs" sein. Keine Phantasie?
Ich höre immer wieder z.B. von Streuobstwiesen in Gemeinde-Besitz, die von den Gemeinden nicht genügend gepflegt werden können. Dafür werden keine Planstellen eingerichtet, weil es den Gemeinden schlicht an Geld fehlt. Gepflegt wird es dann evtl. von einigen Privatpersonen in ihrer Freizeit.
Man sollte schlicht mal abseits der Planstellen, speziellen Fähigkeiten und so nachdenken. Aber das fällt denen, die sofort "Zwang" schreien, anscheinend schwer.

Also werden letztlich nichts anderes als billige Arbeitskräfte, die mit Druck zwangsverpflichtet werden sollen, gesucht? Das, mein lieber Misterfritz, ist nichts, was helfen würde, Leute in Arbeit zu bringen. Das ist Ausbeutung und nichts sonst.
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 53259
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Mi 14. Mär 2018, 11:23

relativ hat geschrieben:(14 Mar 2018, 01:46)

Du meinst also Hartz 4 finazieren, Stellen in der privaten Wirtschaft finanzieren, ect.pp. sind jetzt die Sparsamen und Wirtschaftlichen und vor allem funktionierenden Lösungen, des Staates?
Ich weiss auch nicht warum du dich hier immer bei Beamtenjobs aufhälst. Wohl kaum einer der Langzeitarbeitslosen um die es hier geht kommt wohl für einen Beamtenjob in frage. Nur hab ich und andere ja schon erklärt wieviele andere Stellen es im öffentlichen Dienst noch gibt, für die man eben keinen besondere Qualifikation braucht, sehr häufig Zeit oder Teilzeitstellen sind und am unteren Gehaltsektor angesiedelt sind.
Wenn du und Zölli dies konsequent ignoieren wollt bitte, aber die Diskussion kann man dann mit euch auch beenden.

Illegales zu diskutieren, ist auch nicht wirklich fruchtbar.
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 53259
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Mi 14. Mär 2018, 11:25

Boracay hat geschrieben:(14 Mar 2018, 08:34)

Willst du etwa sagen Langzeitarbeitslose sind faul?

Nein. Solche Begriffe schwirren hier bei Euch durch die Köpfe. "Die müssen wieder lernen, einen strukturierten Tagesablauf zu haben". Sagt dasselbe, nur verklausuliert.
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 53259
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Mi 14. Mär 2018, 11:31

relativ hat geschrieben:(14 Mar 2018, 09:50)

Ich glaube hier war niemand dabei, der diesen Langzeitarbeitslosen eine Arbeit von Staat anbieten wollte, die gar keinen Nutzen für den Staat Gesellschaft hat.
Mich würde aber schon genauer interessieren was du diesbezüglich den mit wirtschaftlich meinst?
Transparenz und Sorgfalt bin ich ganz bei dir.

Und der Nutzen kann bestimmt nicht darin bestehen, Leute zu Arbeiten zu verdonnern, für die man schlicht keine adäquaten Vergütungen zahlt. Odiug hat durchaus Recht mit seinem Argument, daß hier Mißbrauch Tür und Tor geöffnet wird. Man betrachte, wie die Geschichte mit den 1-Euro-Jobs ausgeufert ist. Welcher Stadtkämmerer würde nicht seine städtischen Grünflächen lieber von billigen Arbeitslosen pflegen lassen statt von teuren, angestellten Gärtnern oder gar Privatfirmen? Ihr könnt Euch noch so wehren, es läuft mit solchen Ideen immer auf dasselbe hinaus, nämlich, daß es hier um unzulässige Methoden geht, die letztlich "dem Staat" Geld sparen. Welche Arbeitnehmerrechte hätten solche Leute denn? Schon mal daran gedacht?
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 23750
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon relativ » Mi 14. Mär 2018, 11:34

zollagent hat geschrieben:(14 Mar 2018, 11:23)

Illegales zu diskutieren, ist auch nicht wirklich fruchtbar.

Das ist Quatsch, wo steht das, daß es für den Staat illegal seien soll, sich über die Beschäfigung von Langzeitarbeitslosen gedanken zu machen, bzw. überhaupt diese Menschen zu beschäftigen ?
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
zollagent
Beiträge: 53259
Registriert: Mo 8. Aug 2011, 11:21

Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Mi 14. Mär 2018, 11:40

relativ hat geschrieben:(14 Mar 2018, 11:34)

Das ist Quatsch, wo steht das, daß es für den Staat illegal seien soll, sich über die Beschäfigung von Langzeitarbeitslosen gedanken zu machen, bzw. überhaupt diese Menschen zu beschäftigen ?

Was hier diskutiert wurde, ist ausnahmslos illegal. So what?
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 23750
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon relativ » Mi 14. Mär 2018, 11:44

zollagent hat geschrieben:(14 Mar 2018, 11:25)

Nein. Solche Begriffe schwirren hier bei Euch durch die Köpfe. "Die müssen wieder lernen, einen strukturierten Tagesablauf zu haben". Sagt dasselbe, nur verklausuliert.

Nunja, der Fakt, daß sie Langzeitarbeitslose sind suggeriert auf jedenfall schon mal, daß sie für die Industrie, die du ja für die Lösung hälst, genaugenommen in deren Verfassung nicht zu gebrauchen sind.
Wir können uns auch gerne über die menschliche Psyche unterhalten, bei gewissen immer wiederkehrenden Tagesabläufen, die des menschlichen Selbstvertrauens, oder Selbstwertgefühls und wie wichtig dies für die Menschen, nicht nur in ihrer Entwicklung ist, sondern auch in ihren Alltag und vorallem wie dies alles zusammenhängt mit einer funktionierenden sozialen Gesellschaft.
Hier geht es um pragmatische Lösungsansätze und nicht darum Menschen, die in ein Loch gefallen sind, aus dem sie sich selber nur noch schwer, oder gar befreien können, zu gängeln.
Wenn du den Diskussionspartner diese Intention hier nicht abnehmen willst, sag es und die Diskussion hat sich mit dir erledigt.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
Benutzeravatar
relativ
Beiträge: 23750
Registriert: Di 17. Jul 2012, 09:49
Benutzertitel: Relativitätsversteher
Wohnort: Pott

Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon relativ » Mi 14. Mär 2018, 11:45

zollagent hat geschrieben:(14 Mar 2018, 11:40)

Was hier diskutiert wurde, ist ausnahmslos illegal. So what?

Zeig die Gesetzesstelle , wo das steht, daß der Staat sowas nicht kann, oder darf.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.

Zurück zu „10. Sozialpolitik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste