Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 13. Mär 2018, 07:31

relativ hat geschrieben:(12 Mar 2018, 11:06)

Das ist auch wieder so eine engstirnige Vermutung, daß es genau so laufen wird ,oder müsste.
Zur erweiterung des Horizontes, oder durchbrechen einer kopflastigen Mauer, benötigt man manchmal mehr, als nur seine subjektive Sichtweise als in Stein gemeißeltes Monument.

Wie gesagt, hier steht langjährige Erfahrung gegen naives Wunschdenken.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 13. Mär 2018, 07:48

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Mar 2018, 11:11)

Für die Phrasen bist du zuständig, ich werde hier sehr konkret.


Wenn man Phantastereien als konkret ansieht, mag das stimmen.

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Mar 2018, 11:11)Also macht jeder Angestellte und Beamte beim Staat "Freiluftübungen"?


Wenn du nicht mal hier verstehen kannst, um welche Gruppen, nämlich Langzeitarbeitslose und nicht reguläre Staatsbedienstete, es hier geht, kann ich nicht sehen, wie du dich hier sinnvoll an der Diskussion beteiligen könntest.

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Mar 2018, 11:11)Der Staat hat keine Gewinnerzielungsabsicht, sondern soll dem Bürger dienen. Der Staatsapparat ist an vielen Stellen überlastet, da schlicht unterbesetzt, jede Entlastung ist höchst willkommen, damit hilft man auch den Bürgern.


Wenn das so ist, ist es kein Problem, Planstellen auszuzweisen und das benötigte Personal einzustellen. Dazu braucht es keinen "Arbeitsdienst", mit dem Arbeitslose als billige Arbeitskräfte Löcher stopfen sollen.

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Mar 2018, 11:11)Keine Ahnung, wie du auf so etwas kommst, in meinem Vorschlag sollen die neuen Mitarbeiter in den normalen Arbeitsalltag eingegliedert werden.


Mitarbeiter, die Keiner braucht, die Aufgaben erledigen sollen, die reine Beschäftigungstherapie sind, wie wird da der "normale Arbeitsalltag" aussehen? :p
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 13. Mär 2018, 07:51

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Mar 2018, 11:14)

Sehe ich auch so. Aber dafür ist ja kein Geld da, außerdem sind die Fallbearbeiter ja auch völlig überlastet, mit 100 "Kunden", die sie gleichzeitig zu betreuen haben. Das läuft dann eben nach der 08/15-Prozedur ab, mit Sanktionsautomatik, weil die Quote ja stimmen muss. Die Jobcenter sind Arbeitslosigkeitsverwaltungsämter.

Eben! Deshalb sollte man DA ansetzen und nicht einen Zwangsarbeitsdienst für die ohnehin Benachteiligten fordern. Ein Teilnehmer hat hier gefragt "wie komme ich auf nach unten treten". Diese Forderung ist die Antwort, wie ich darauf komme.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon relativ » Di 13. Mär 2018, 07:56

zollagent hat geschrieben:(13 Mar 2018, 07:31)

Wie gesagt, hier steht langjährige Erfahrung gegen naives Wunschdenken.

Sorry aber diese Erfahrungen sind doch ob der Ziels und Vorschlags ziemlich irrelevant, weil sie eben kein richtiges Argument dagegen darstellen. Ich schmeiße doch keinen Vorschlag in den Müll, nur weil ein paar Manager von Zeitarbeitfirmen ihren hochfliegenden Habitus raushängen lassen und dir dies noch mitteilen.
Ob dieser Vorschlag jemals Realität wird, mag man ja bezweifeln, aber einfach nur mit naiv die Diskussion abwürgen geht mal gar nicht.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 13. Mär 2018, 07:57

Alter Stubentiger hat geschrieben:(12 Mar 2018, 11:58)

Natürlich nicht. Das werden wie in Dänemark eher leichte kommunale Tätigkeiten sein. Angst vor körperlicher Bewegung? Kann auch gut tun wenn man sonst nichts zu tun hat.

Laubsammeln? So wird man Menschen ganz bestimmt für reguläre Arbeit gewinnen. :p edit mod
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Di 13. Mär 2018, 07:59

relativ hat geschrieben:(13 Mar 2018, 07:56)

Sorry aber diese Erfahrungen sind doch ob der Ziels und Vorschlags ziemlich irrelevant, weil sie eben kein richtiges Argument dagegen darstellen. Ich schmeiße doch keinen Vorschlag in den Müll, nur weil ein paar Manager von Zeitarbeitfirmen ihren hochfliegenden Habitus raushängen lassen und dir dies noch mitteilen.
Ob dieser Vorschlag jemals Realität wird, mag man ja bezweifeln, aber einfach nur mit naiv die Diskussion abwürgen geht mal gar nicht.

Es gibt in der Tat keine Argument, DAS DU VERSTEHST! Es geht ja nicht darum, daß "ein paar Manager von Zeitarbeitsfirmen" das selbst für ein Placebo halten. Es geht schlicht darum, daß DIESER Vorschlag eines Arbeitsdienstes schlichter Humbug ist. SO wird man Langzeitarbeitslose niemals in eine Dauerbeschäftigung bringen.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Wähler » Di 13. Mär 2018, 08:06

zollagent hat geschrieben:(13 Mar 2018, 07:48)
Wenn das so ist, ist es kein Problem, Planstellen auszuzweisen und das benötigte Personal einzustellen. Dazu braucht es keinen "Arbeitsdienst", mit dem Arbeitslose als billige Arbeitskräfte Löcher stopfen sollen.

Welche Planstellen sollen das denn sein?
http://www.sueddeutsche.de/karriere/fac ... -1.3897339
Grafik: Top Ten der Engpassberufe:
http://gfx.sueddeutsche.de/apps/e909631 ... 840q70.png
Es gibt im öffentlichen Dienst keinen Bedarf für schlecht qualifizierte, langzeitarbeitslose Hartz-IVler. Die Entwicklung im 1. Arbeitsmarkt geht doch dahin, dass es immer weniger einfach qualifizierte Tätigkeiten infolge von Digitalisierung und Automatisierung geben wird. Viele Menschen werden in Zukunft im Bereich personen- und haushaltsnaher Dienstleistungen tätig sein, ob nun als Arbeitskräfte bezahlt, oder ehrenamtlich mit entsprechender Grundsicherung. Eines steht aber fest, ein Mehr an Sozialstaat können wir uns nur bei regelmäßigen Produktivitätssteigerungen leisten. Der Verzicht auf jeglichen sozialen Druck geht halt nur bei entsprechender Kassenlage. Nicht nur Hartz-IVler habe eine Frustrationstoleranzschwelle.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon relativ » Di 13. Mär 2018, 08:11

odiug hat geschrieben:(12 Mar 2018, 20:02)

Eben ... die werden sich auch beschweren.
Ein erzwungener Arbeitsdienst ist ein erheblicher Eingriff in den Arbeitsmarkt ... ein ganz erheblicher und ich wäre nicht überrascht, wenn das Verfassungsgericht da auch noch seinen Senf dazu geben würde.

Das mag sein das eine Gericht da etwas zu sagen hätte, wenn denn die ausgearbeiteten Details nicht passen.
Aber wir können hier auch gerne mal die Kirche im Dorf lassen und die völlig überzogenen Formulierungen diesbezüglich weg lassen , denn um welche und wie viele Menschen geht es denn hier.
Wir haben laut aktueller Statistik ca. 850.000 Langzeitarbeitslose von mom. ca. 40.000.000 Erwerbstätigen, also häufig Menschen die nur schwer in den mom. Arbeitsmarkt integriert werden können, oder sich schon in das Hartz 4 leben ergeben haben. Um diese Menschen geht es.
Klar kann man jetzt der Ansicht sein, naja paar die können wir auch bis zu ihren ableben Sozial subventionieren, aber dies kann doch unmöglich der Anspruch sein, oder?
Zu den 850.000 gehören ja auch teilweise noch Familien mit Kindern, also wenigstes da sollte der Staat wirklich fast alles unternehmen um den eltern dieser kinder wieder eine normale Lebensperspektive zu ermöglichen.
Ich bin mir ziemlich sicher kommuniziert man dies anständig mit Gewerkschaften und Unternehmen, macht dazu ordentliche Gesetze (wenn nötig), bekommt man eine wirksame Waffe gegen Langzeitarbeitslosigkeit.
Evtl. und die Hoffung besteht ja, werden bisherige Praktiken von einigen Unternehmen die Langzeitarbeitslose einstellen dann auch obsolet und dieser Arbeitsmarkt verbessert sich dann auch. Denn die Suche nach Personal wird ja absehbare Zeit nicht aufhören.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon relativ » Di 13. Mär 2018, 08:14

zollagent hat geschrieben:(13 Mar 2018, 07:59)

Es gibt in der Tat keine Argument, DAS DU VERSTEHST! Es geht ja nicht darum, daß "ein paar Manager von Zeitarbeitsfirmen" das selbst für ein Placebo halten. Es geht schlicht darum, daß DIESER Vorschlag eines Arbeitsdienstes schlichter Humbug ist. SO wird man Langzeitarbeitslose niemals in eine Dauerbeschäftigung bringen.

Wenn du immer noch von einem Arbeitsdienst sprichst, dann solltest du meine posts lieber nochmal duchgehen.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon relativ » Di 13. Mär 2018, 08:23

Wähler hat geschrieben:(13 Mar 2018, 08:06)

Welche Planstellen sollen das denn sein?
http://www.sueddeutsche.de/karriere/fac ... -1.3897339
Grafik: Top Ten der Engpassberufe:
http://gfx.sueddeutsche.de/apps/e909631 ... 840q70.png
Es gibt im öffentlichen Dienst keinen Bedarf für schlecht qualifizierte, langzeitarbeitslose Hartz-IVler. Die Entwicklung im 1. Arbeitsmarkt geht doch dahin, dass es immer weniger einfach qualifizierte Tätigkeiten infolge von Digitalisierung und Automatisierung geben wird. Viele Menschen werden in Zukunft im Bereich personen- und haushaltsnaher Dienstleistungen tätig sein, ob nun als Arbeitskräfte bezahlt, oder ehrenamtlich mit entsprechender Grundsicherung. Eines steht aber fest, ein Mehr an Sozialstaat können wir uns nur bei regelmäßigen Produktivitätssteigerungen leisten. Der Verzicht auf jeglichen sozialen Druck geht halt nur bei entsprechender Kassenlage. Nicht nur Hartz-IVler habe eine Frustrationstoleranzschwelle.


Also was die Zukunft betrifft mag dies alles sein und natürlich sollte man sich darauf vorbereiten, aber mom. ist doch die gegenwart mal akut und was wir in der geegnwart nicht besser hinbekommen verfolgt uns meist auch in die Zukunft, ob bei Bildung , oder die staatliche Vernachlässigung/Gleichgültigkeit von Bürgern mit Fanmilie ohne, oder schlechter Perspektive.
Also wer meint es gäbe im öffentlichen Dienst keine niedrigqualifizierten und bezahlten Jobs mehr der kennt wohl z.B. kein AKAFÖ und auch städtische Straßenbbetriebe haben solche Jobs. Es ist fraglich wann solche Menschen durch Roboter ersetzt werden. Das Arbeitgeber (auch der öffentliche) generell natürlich lieber qualifizierte und erfahrene Arbeiter nehmen , steht doch auf einen ganz anderen Blatt
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 13. Mär 2018, 08:41

odiug hat geschrieben:(12 Mar 2018, 21:57)

Du meinst die 0 euro Jobs :?:
Bei uns heißen die 1 Euro Jobs.

Ich bitte dich. Versuch es mal mit Sachlichkeit.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 13. Mär 2018, 08:46

zollagent hat geschrieben:(13 Mar 2018, 07:57)

Laubsammeln? So wird man Menschen ganz bestimmt für reguläre Arbeit gewinnen. :p Mann, Mann, Mann, welche Traumtänzer hier durch die Landschaft wedeln. :mad2:

Du verstehst nicht worum es geht. Der Erfolg gibt den Dänen recht.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 13. Mär 2018, 08:50

Wähler hat geschrieben:(13 Mar 2018, 08:06)

Welche Planstellen sollen das denn sein?
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Das mit der Digitalisierung höre ich jetzt schon seit der IBM PC auf dem Markt erschien. Da sollte man nicht zuviel drauf geben. Da wo Berufe verschwinden entstehen andere auf Grund der Digitalisierung. Denn Computer sind immer noch dumm und Roboter scheitern an einer Sensorik die nicht mal die Fähigkeiten einer Küchenschabe erreicht.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Wähler » Di 13. Mär 2018, 09:02

relativ hat geschrieben:(13 Mar 2018, 08:23)
Also wer meint es gäbe im öffentlichen Dienst keine niedrigqualifizierten und bezahlten Jobs mehr der kennt wohl z.B. kein AKAFÖ und auch städtische Straßenbbetriebe haben solche Jobs. Es ist fraglich wann solche Menschen durch Roboter ersetzt werden. Das Arbeitgeber (auch der öffentliche) generell natürlich lieber qualifizierte und erfahrene Arbeiter nehmen , steht doch auf einen ganz anderen Blatt

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten ... ernetLive2
Beschäftigte des öffentlichen Dienstes nach Aufgabenbereichen, 30. Juni 2016
Von 4,7 Millionen arbeiten gerade einmal 129 000 im Bereich Wohnungswesen, Städtebau, Raumordnung und kommunale Gemeinschaftsdienste
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon relativ » Di 13. Mär 2018, 10:00

Wähler hat geschrieben:(13 Mar 2018, 09:02)

https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten ... ernetLive2
Beschäftigte des öffentlichen Dienstes nach Aufgabenbereichen, 30. Juni 2016
Von 4,7 Millionen arbeiten gerade einmal 129 000 im Bereich Wohnungswesen, Städtebau, Raumordnung und kommunale Gemeinschaftsdienste

Ja, unter anderen weil auch der Bereich unter Stellenstreichungen im öffentlichen Dienst zu leiden hatte. D.h. doch nicht, daß ein Bedarf diesbezüglich nicht vorhanden ist, um dort auch neue Stellen zu schaffen.
Wenn die Notwendigkeit Politisch erkannt wird, ist dies doch möglich. War und ist z.B. bei der Neueunstellung Polizisten, oder Lehrer auch gegangen.
Hier hat man sogar die Möglichkeit schneller zu reagieren, weil eine langjährige Ausbildung ja meist nicht nötig ist.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Wähler » Di 13. Mär 2018, 10:06

Wähler hat geschrieben:(13 Mar 2018, 09:02)
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten ... ernetLive2
Beschäftigte des öffentlichen Dienstes nach Aufgabenbereichen, 30. Juni 2016
Von 4,7 Millionen arbeiten gerade einmal 129 000 im Bereich Wohnungswesen, Städtebau, Raumordnung und kommunale Gemeinschaftsdienste

relativ hat geschrieben:(13 Mar 2018, 10:00)
Ja, unter anderen weil auch der Bereich unter Stellenstreichungen im öffentlichen Dienst zu leiden hatte. D.h. doch nicht, daß ein Bedarf diesbezüglich nicht vorhanden ist, um dort auch neue Stellen zu schaffen.
Wenn die Notwendigkeit Politisch erkannt wird, ist dies doch möglich. War und ist z.B. bei der Neueunstellung Polizisten, oder Lehrer auch gegangen.
Hier hat man sogar die Möglichkeit schneller zu reagieren, weil eine langjährige Ausbildung ja meist nicht nötig ist.

Interessant finde ich, dass kommunale Gemeinschaftsdienste im Bereich Wohnungswesen und Städtebau angesiedelt sind. Hier sehe ich auch bei privaten Wohnungsgesellschaften und Dienstleistungsunternehmen Nachfrage nach Jobs bei haushaltsnahen Dienstleistungen. Ob der Staat mit eigenen Unternehmen aktiv wird, oder private Unternehmungen mit Anschubfinanzierungen unterstützt, kommt vielleicht auf das Gleiche hinaus.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon relativ » Di 13. Mär 2018, 10:17

Wähler hat geschrieben:(13 Mar 2018, 10:06)

Interessant finde ich, dass kommunale Gemeinschaftsdienste im Bereich Wohnungswesen und Städtebau angesiedelt sind. Hier sehe ich auch bei privaten Wohnungsgesellschaften und Dienstleistungsunternehmen Nachfrage nach Jobs bei haushaltsnahen Dienstleistungen. Ob der Staat mit eigenen Unternehmen aktiv wird, oder private Unternehmungen mit Anschubfinanzierungen unterstützt, kommt vielleicht auf das Gleiche hinaus.

Nunja bei alles für Bürger essentiellen Dingen wünsche ich schon, daß sich der Staat da nicht komplett rauszieht. Ausserdem können da genau diese Fragen, die wir hier gerade Diskutieren wesentlich besser gelöst werden als z.B. bei Privaten, die da ja meist keinen sozialen Lösungsansatz wählen, sondern eher einen Rechnerischen. Daher sehe ich es Kritisch, den Unternehmen einfach nur das Geld in die Hand zu drücken und dann Augen zu und macht mal , so wie es schon mit einigen dieser staatlichen Arbeitssubventionen gelaufen ist. Es kann natürlich eine Alternative sein, aber der Drang, bzw. die Verführung für Unternehmen diese staatliche Subventionen nicht ihrer eigentlichen Bestimmung/Sinn zuzuführen ist m.M. zu groß.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon sünnerklaas » Di 13. Mär 2018, 10:31

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Mar 2018, 20:32)

Ach hör doch auf. Das liest sich alles so, als wären diese Menschen zu rein gar nichts mehr Nutze, völlig überflüssig. Und da wird sich dann gewundert, wenn sich diese Leute von der Gesellschaft verabschieden und AfD wählen.


Es ist leider so, dass es Leute gibt, die man nur in einer Arbeitskolonne einsetzen kann - mit Vorarbeiter/Polier vor der Nase, der ihre Arbeit überwacht und ihnen sagt, was sie zu tun und zu lassen haben. Nur ist es leider so, dass es einen Polier nicht gratis gibt und auch nicht zum Gesellen-Tarif. Die meisten Kunden wollen das nicht bezahlen.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon relativ » Di 13. Mär 2018, 11:02

sünnerklaas hat geschrieben:(13 Mar 2018, 10:31)

Es ist leider so, dass es Leute gibt, die man nur in einer Arbeitskolonne einsetzen kann - mit Vorarbeiter/Polier vor der Nase, der ihre Arbeit überwacht und ihnen sagt, was sie zu tun und zu lassen haben. Nur ist es leider so, dass es einen Polier nicht gratis gibt und auch nicht zum Gesellen-Tarif. Die meisten Kunden wollen das nicht bezahlen.

Das es solche Fälle gibt und auch weiterhin geben wird, ist doch kein Argument etwas nicht zu tun!
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon sünnerklaas » Di 13. Mär 2018, 11:05

relativ hat geschrieben:(13 Mar 2018, 11:02)

Das es solche Fälle gibt und auch weiterhin geben wird, ist doch kein Argument etwas nicht zu tun!


Man braucht dafür aber auch Kunden und Auftraggeber, die dafür zu zahlen bereit sind.
Und man darf nicht vergessen: viele einfache Tätigkeiten werden heute von Maschinen gemacht, andere sind ins billigere Ausland verlagert.

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