Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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Wähler
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Wähler » Mo 12. Mär 2018, 16:59

Odin1506 hat geschrieben:(12 Mar 2018, 16:56)
Ok, dann frage mal nach wer alles, ausser die Rentner, noch Geld aus der Rentenversicherung bekommt. Wenn du dir mal anschaust, dass die Ausgaben für Rentenversicherung und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung 98.252.249.000 € sind und wieviel bei den Rentnern ankommt und zwar 7.130.000.000 €, dann ist da schon was faul. Da solltest du mal nachfragen an welchen Vereinen das Geld geht.
Übrigens diese Zahlen sind offizielle Zahlen.

Schon wieder monströse Zahlen ohne vernünftige Quellenangaben. Wie soll man da weiterdiskutieren?
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon sünnerklaas » Mo 12. Mär 2018, 17:02

Odin1506 hat geschrieben:(12 Mar 2018, 16:56)

Ok, dann frage mal nach wer alles, ausser die Rentner, noch Geld aus der Rentenversicherung bekommt. Wenn du dir mal anschaust, dass die Ausgaben für Rentenversicherung und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung 98.252.249.000 € sind und wieviel bei den Rentnern ankommt und zwar 7.130.000.000 €, dann ist da schon was faul. Da solltest du mal nachfragen an welchen Vereinen das Geld geht.
Übrigens diese Zahlen sind offizielle Zahlen.


Die RV ist u.a. für Reha-Maßnahmen zuständig - wenn es etwa darum geht, eine drohende EU abzuwenden. Da geht nicht unerheblich viel Geld weg. Hinzu kommt noch der gesamte Verwaltungskopf, medizinische Dienste, Rechtsabteilungen etc. - das alles frisst sehr viel Geld.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Odin1506 » Mo 12. Mär 2018, 17:05

Wähler hat geschrieben:(12 Mar 2018, 16:59)

Schon wieder monströse Zahlen ohne vernünftige Quellenangaben. Wie soll man da weiterdiskutieren?


Du willst eine Quelle?
Hier: https://www.bundeshaushalt-info.de/#/20 ... /1102.html
Aber das nächste mal kannst du selber suchen, damit du nicht zu faul wirst.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 12. Mär 2018, 17:11

Odin1506 hat geschrieben:(12 Mar 2018, 16:56)

...wieviel bei den Rentnern ankommt und zwar 7.130.000.000 €, dann ist da schon was faul.

Diese Summe ist der Posten "Grundsicherung im Alter". Was soll daran faul sein? Die anderen Zuschüsse für die allgemeine Rentneversicherung kommt ja auch den Rentnern zu Gute.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 12. Mär 2018, 17:14

sünnerklaas hat geschrieben:(12 Mar 2018, 16:55)

Der "Straßenkehrer" - also der Beruf des kommunalen Arbeiters - ist heute durchaus anspruchsvoll. Erwartet wird, dass die Leute selbständig arbeiten können, selbständig erkennen, wo Handlungsbedarf besteht. Das ist eine Tätigkeit, die nicht wirklich etwas für Ungtelernte ist. In der Regel haben solche Leute eine abgeschlossene Ausbildung im Bereich Straßen- und Tiefbau und/oder Garten- und Landschaftsbau.

Klar, und der Müllkutscher hat demnächst einen Bachelor... So kann man natürlich auch die Ansprüche an Qualifikationen hochschrauben, bis man keine geeigneten AN mehr findet und dann kann man auch wieder vortrefflich über den Fachkräftemangel lamentieren. Mir stellt sich dann nur die Frage, was die vielen Flüchtlinge in Deutschland jemals arbeiten sollen, wenn schon "Straßenkehrer" so anspruchsvoll geworden ist...

Dann wird derjenige eben Helfer des Straßenkehrers, wo ein Wille, da ein Weg.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Wähler » Mo 12. Mär 2018, 17:22

Odin1506 hat geschrieben:(12 Mar 2018, 16:56)
Ok, dann frage mal nach wer alles, ausser die Rentner, noch Geld aus der Rentenversicherung bekommt. Wenn du dir mal anschaust, dass die Ausgaben für Rentenversicherung und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung 98.252.249.000 € sind und wieviel bei den Rentnern ankommt und zwar 7.130.000.000 €, dann ist da schon was faul. Da solltest du mal nachfragen an welchen Vereinen das Geld geht.
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Die großen Brocken des Bundeszuschusses gehen nicht an "irgendwelche Vereine", sondern die einzelnen rentenbeziehenden Bürger. Pfeile in der Lise aufklappen und angehängte PDF-Dateien öffnen. Solltest Du tiefer vorgedrungen sein, könntest Du die Behauptung mit den Vereinen mit einem Beispiel benennen. Mir ist, ehrlich gesagt, nicht klar, was Du meinst.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 12. Mär 2018, 17:23

Odin1506 hat geschrieben:(12 Mar 2018, 17:05)

Du willst eine Quelle?
Hier: https://www.bundeshaushalt-info.de/#/20 ... /1102.html
Aber das nächste mal kannst du selber suchen, damit du nicht zu faul wirst.


Irgendwie schon sehr schräg, wie du aufgrund dieser Quelle zu deiner Aussage kommst.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon sünnerklaas » Mo 12. Mär 2018, 17:28

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Mar 2018, 17:14)

Klar, und der Müllkutscher hat demnächst einen Bachelor... So kann man natürlich auch die Ansprüche an Qualifikationen hochschrauben, bis man keine geeigneten AN mehr findet und dann kann man auch wieder vortrefflich über den Fachkräftemangel lamentieren. Mir stellt sich dann nur die Frage, was die vielen Flüchtlinge in Deutschland jemals arbeiten sollen, wenn schon "Straßenkehrer" so anspruchsvoll geworden ist...

Dann wird derjenige eben Helfer des Straßenkehrers, wo ein Wille, da ein Weg.


Allein schon an der Anforderung des "selbständigen Arbeitens" scheitern viele.
Die ganz einfachen Arbeiten machen übrigens heute Maschinen. Per Hand von einer Kolonne mit Vorarbeiter als Aufpasser diese Maschinenarbeit erledigen zu lassen, wäre komplett unbezahlbar.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon think twice » Mo 12. Mär 2018, 19:08

Die Diskussion wird immer grotesker.

Der eine meint, wenn man Wert auf ein selbstbestimmten Leben legt, sollte man vielleicht den Sozialstaat abschaffen.

Der nächste sorgt sich um die eingerosteten Rücken der Arbeitslosen, meint aber gleichzeitig, er hätte aufgrund eigener, entrichteter Sozialbeiträge ein Recht, darauf, Arbeitslose zur Arbeit zu zwingen.

Selbstbewusstseinsstaerkung und Wertschätzung sind immer gute Argumente, um Hiwi-Taetigkeiten zu verrichten.

Andere wollen Millionen Planstellen im oeffentlichen Dienst fuer Strassenkehrer, um die Arbeitslosen vom Sofa zu kriegen.

Und dann gibt es noch den, für den die "Sozen" an allem schuld sind. Wahrscheinlich auch am 2. WK.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 12. Mär 2018, 19:51

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Mar 2018, 17:14)

Klar, und der Müllkutscher hat demnächst einen Bachelor... So kann man natürlich auch die Ansprüche an Qualifikationen hochschrauben, bis man keine geeigneten AN mehr findet und dann kann man auch wieder vortrefflich über den Fachkräftemangel lamentieren. Mir stellt sich dann nur die Frage, was die vielen Flüchtlinge in Deutschland jemals arbeiten sollen, wenn schon "Straßenkehrer" so anspruchsvoll geworden ist...

Dann wird derjenige eben Helfer des Straßenkehrers, wo ein Wille, da ein Weg.


Diese Geringschätzung von ehrlicher Arbeit die aber gemacht werden muß finde ich ziemlich daneben. Ein wenig mehr Wertschätzung würde es manchen vielleicht einfacher machen eine sozial nicht so anerkannte Arbeit anzunehmen. Und wo gibts denn noch Straßenkehrer mit Reisigbesen?
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon odiug » Mo 12. Mär 2018, 20:02

sünnerklaas hat geschrieben:(12 Mar 2018, 16:05)

Man sollte das auch mal Unternehmern erklären, denen durch diese Konkurrenz Aufträge verloren gehen, weil es da Leute gibt, die noch Geld zum arbeiten mitbringen...

Eben ... die werden sich auch beschweren.
Ein erzwungener Arbeitsdienst ist ein erheblicher Eingriff in den Arbeitsmarkt ... ein ganz erheblicher und ich wäre nicht überrascht, wenn das Verfassungsgericht da auch noch seinen Senf dazu geben würde.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon odiug » Mo 12. Mär 2018, 20:05

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Mar 2018, 17:14)

Klar, und der Müllkutscher hat demnächst einen Bachelor... So kann man natürlich auch die Ansprüche an Qualifikationen hochschrauben, bis man keine geeigneten AN mehr findet und dann kann man auch wieder vortrefflich über den Fachkräftemangel lamentieren. Mir stellt sich dann nur die Frage, was die vielen Flüchtlinge in Deutschland jemals arbeiten sollen, wenn schon "Straßenkehrer" so anspruchsvoll geworden ist...

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Ach ja ... Flüchtlinge ... wurde auch Zeit :p
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 12. Mär 2018, 20:32

sünnerklaas hat geschrieben:(12 Mar 2018, 17:28)

Allein schon an der Anforderung des "selbständigen Arbeitens" scheitern viele.

Ach hör doch auf. Das liest sich alles so, als wären diese Menschen zu rein gar nichts mehr Nutze, völlig überflüssig. Und da wird sich dann gewundert, wenn sich diese Leute von der Gesellschaft verabschieden und AfD wählen.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 12. Mär 2018, 20:36

odiug hat geschrieben:(12 Mar 2018, 20:05)

Ach ja ... Flüchtlinge ... wurde auch Zeit :p

Und? Wenn ja schon die Arbeitslosen, die unser Bildungssystem durchlaufen haben, zu nichts Nutze sind und es eh keinerlei geringer qualifizierte Arbeit mehr gibt, wie sollen die Neubürger (die natürlich auch von meinem Vorschlag profitieren würden) dann jemals Arbeit finden?
Stimmt, die Einwände und Bedenken sind nicht stichhaltig, oft genug auch reine Polemik wie hier: viewtopic.php?p=4153740#p4153740 Dass bei meiner Idee niemand gezwungen wird und der "Straßenkehrer" als Gegenargument angebracht wurde, hat tt bis heute noch nicht geschnallt. Aber Hauptsache mal loskeifen... :dead:
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 12. Mär 2018, 21:17

odiug hat geschrieben:(12 Mar 2018, 20:02)

Eben ... die werden sich auch beschweren.
Ein erzwungener Arbeitsdienst ist ein erheblicher Eingriff in den Arbeitsmarkt ... ein ganz erheblicher und ich wäre nicht überrascht, wenn das Verfassungsgericht da auch noch seinen Senf dazu geben würde.

Wie man dass macht ohne den Arbeitsmarkt zu gefährden kann man sich in Dänemark abgucken.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon odiug » Mo 12. Mär 2018, 21:57

Alter Stubentiger hat geschrieben:(12 Mar 2018, 21:17)

Wie man dass macht ohne den Arbeitsmarkt zu gefährden kann man sich in Dänemark abgucken.

Du meinst die 0 euro Jobs :?:
Bei uns heißen die 1 Euro Jobs.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon KarlRanseier » Mo 12. Mär 2018, 23:04

Beeindruckend ist, wie hier diskutiert wird. Das erinnert frappierend an die Diskussion G8 oder G9 (Abitur nach der 12. oder 13. Klasse). KEINER kam da auf die Idee, die Interessen der Kinder zu berücksichtigen. Man wollte sie nur so früh wie möglich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen, also zu Humankapital verwursten. Wieviele Kinder man dabei zerstört, interessierte keine Sau. Es ging nur darum, den "Fachkräftemangel" schnellstmöglich zu lindern und Kosten bei den Schulen einzusparen.

Genauso ist es hier. Man diskutiert nur über die Interessen der Unternehmer. Wenn es deren Interessen dient, ist man bereit, die Grundrechte anderer Schichten mit Füßen zu treten. Das ist, meine ich, zutiefst erbärmlich, und es zeigt, dass wir keine Werte mehr haben. Und es ist in gewisser Weise "typisch deutsch", man kriecht und schleimt in geradezu ekelerregender Weise vor der Obrigkeit.

Außerdem ist hier das eindimensionale Denken weit verbreitet. Der GeHartzte ist, wie es der jahrelangen Propaganda entspricht, "faul", "dumm" und "unflexibel". Wieso durchschauen die Leute die Hetzkampagnen nicht?

Leute, macht Euch doch mal kundig! Wieviele Akademiker sind verHartzt? Sind die alle faul und unflexibel?

Ich selbst habe studiert und hatte genug von meinem Job. Dann war ich "Aufstocker". Vor knapp 3 Jahren gelang es mir, wieder auf eigenen Beinen zu stehen, ohne einem Ausbeuter dienen zu müssen. Dabei half mir allerdings Vitamin B. Die Hetzer gegen Arbeitslose sind, meine ich, ziemlich weich in der Birne. Es wird nicht mehr lange dauern, bis degenerierte Propagandaopfer Neid auf Krebskranke schieben werden, weil die im Krankenhaus liegen und kostenlos Essen erhalten.

Meint hier jemand, dass mir das "Jobcenter" geholfen hätte? Sicher, Jobs im Lager haben sie für mich gefunden. Diese Typen sind selbst GeHartzte, die temporär einen "Job" ausüben, von dem sie keine Ahnung haben. Die legten mir Steine in den Weg und meinten, sie würden keine Selbständigkeit finanzieren. Es ging denen offenbar nicht darum, möglichst wenig zu zahlen, sondern sie wollten mich fertigmachen. Denn jeder Aufstocker, der sich den Strick nimmt oder schwer depressiv wird, verschwindet aus jeder Statistik, deshalb wird maximaler Druck ausgeübt. :thumbup: Ich habe es trotz dieser Armleuchter geschafft, bin aber der Meinung, dass man solche Zustände in einem vermeintlichen Rechtsstaat bekämpfen muss.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Nero » Mo 12. Mär 2018, 23:20

Inhumanismus war schon immer eine deutsche Eigenart.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon KarlRanseier » Mo 12. Mär 2018, 23:26

Nero hat geschrieben:(12 Mar 2018, 23:20)

Inhumanismus war schon immer eine deutsche Eigenart.



Man sollte zwar nicht verallgemeinern, aber ein Funken Wahrheit an dieser Aussage ist nicht zu bestreiten, leider. Und dann labert der Deutsche immer von "Aufklärung" oder "Menschenrechten", obwohl er nicht die geringste Ahnung davon hat. Wir leben im Mittelalter, die Rolle der Fürsten, vor denen man damals kroch, haben die Konzerne übernommen. :(
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Kael » Di 13. Mär 2018, 03:25

Man muss eben akzeptieren was man ist und nicht versuchen es zu verändern.

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