Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

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Odin1506
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Odin1506 » Do 15. Mär 2018, 10:40

aleph hat geschrieben:(15 Mar 2018, 10:24)

Das dürfte ein Grenzbereich sein. Wenn der Bedürftige nachweisen kann, dass er für keines der Angebote die gesundheitliche Voraussetzungen erfüllt, dürfte er nicht abgelehnt werden.

Das ist eine Frage an die Experten, an denen es hier ja nicht mangelt :D


Als Zwangsarbeit werden Arbeiten bezeichnet, zu denen Menschen unter Androhung einer Strafe oder eines sonstigen empfindlichen Übels gegen ihren Willen gezwungen werden.
Art.12 GG
Art.2 ILO-Übereinkommen 29.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon aleph » Do 15. Mär 2018, 11:00

Odin1506 hat geschrieben:(15 Mar 2018, 10:40)

Als Zwangsarbeit werden Arbeiten bezeichnet, zu denen Menschen unter Androhung einer Strafe oder eines sonstigen empfindlichen Übels gegen ihren Willen gezwungen werden.
Art.12 GG
Art.2 ILO-Übereinkommen 29.


Da meldet sich ja schon gleich der erste Experte :D
Ja, ja, das ist bekannt. Die Frage ist nur, ob die Ablehnung von HIV ein solches empfindliches Übel darstellt usw.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Odin1506 » Do 15. Mär 2018, 11:21

aleph hat geschrieben:(15 Mar 2018, 11:00)

Da meldet sich ja schon gleich der erste Experte :D
Ja, ja, das ist bekannt. Die Frage ist nur, ob die Ablehnung von HIV ein solches empfindliches Übel darstellt usw.


Experte bin ich nicht, aber man braucht nur "Zwangsarbeit" in einer Internetsuchmaschine eingeben. Auch für dich sollte es einfach zu machen sein.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon pikant » Do 15. Mär 2018, 11:24

aleph hat geschrieben:(14 Mar 2018, 11:53)

Das ist kein Problem, das zu organisieren und wird ja auch schon gemacht. Viele Städte haben Firmen, die genau solche Langzeitarbeitslosen beschäftigen. Nicht kostendeckend, aber transparent. Jeder kann prüfen, ob es Vorteile bringt, oder ob es besser ist, die Leute sitzen zu Hause und bekommen ihr Hartz IV ohne solche Programme.

Klar, wenn diese Leute gewinnbringend arbeiten könnten, würden sie ja auf dem freien Markt unterkommen oder sich selbstständig machen können.


es gibt ja diese Ausnahmeregelung fuer Langzeitarbeitslose ueber 12 Monate, wo AG nicht verpflichtet sind fuer 6 Monate den Mindeslohn zu zahlen - Diese Regelung wird faktisch nicht wahrgenommen, da Langzeitarbeitslose meist auch dem Betrieb keinen Gewinn bringen, wenn diese in den ersten 6 Monaten geringer bezahlt werden.

In der Privatwirtschaft sind Langzeitarbeitslose nur zu einem kleinen Teil vermittelbar und wenn man diese beim Staat anstellt ist der Effekt so: Geringe Effektivitaet bei hohen Kosten - Darum denkt auch die Politik nicht darueber nach, dieses verpflichtend einzufuehren, denn der Anteil unter den Langzeitarbeitslosen, die fuer den Arbeitsmarkt von den Kosten verloren sind, ist extrem hoch.

kostenguenstiger ist es dann Hartz4 zu bezahlen, als einen lustlosen Langzeitarbeitslosen ohne Perspektive beim Staat fuer viel mehr Geld einzustellen.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon pikant » Do 15. Mär 2018, 11:30

Odin1506 hat geschrieben:(15 Mar 2018, 11:21)

Experte bin ich nicht, aber man braucht nur "Zwangsarbeit" in einer Internetsuchmaschine eingeben. Auch für dich sollte es einfach zu machen sein.



der Begriff ist doch zweitrangig, aber mir hat noch niemand hier erklaeren koennen, was eine Anstellung von Langzeitarbeitslosen beim Staat fuer Vorteile hat, wenn man dies verpflichtend macht und damit enorme Streueffekte in Kauf nimmt auf Staatskosten.
Warum muss man einen Langzeitarbeitslosen, der in der freien Wirtschaft keine Stelle mehr findet, zu staatlicher Arbeit verplichten?
Dann stelle ich mir das Szeneario mal vor, der lustlose Langzeitarbeitslose bekommt dann das gleiche Gehalt als ein voll motivierter Mitarbeiter im gleichen Bereich und wie wil man dann sanktionieren?
Weniger Geld, wieder auf Hartz4 oder Aufpasser daneben, der schaut, dass der lustlose Langzeitarbeitslose in Trab kommt und der Gemeinde eine Hilfe ist?
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon pikant » Do 15. Mär 2018, 12:26

sünnerklaas hat geschrieben:(13 Mar 2018, 13:59)

Man kann es sich als Selbständiger und als Unternehmer einfach nicht erlauben.


ein Unternehmen muss Gewinne generieren und ich stelle doch keinen AN ein, der sein Geld nicht einspielt.
Bei Langzeitarbeitslosen ist das leider zu oft der Fall, auch wann man in den ersten 6 Monaten keinen Mindestlohn zahlen muss und darum wird dies nicht angenommen.
Wenn der Staat die Rahmenbedingungen nicht verbessert um Langzeitarbeitslose einzustellen, dann wird sich daran auch nichts aendern.
das Gros der Langzeitarbeitslosen ist aus diesen Gruenden nicht vermittelbar, auch wenn man 6 Monate lang Personalkosten sparen kann.

ein freiwilliges Angebot vom Staat diese Langzeitarbeitslosen zu beschaeftigen ist sicherlich zu begruessen aber das verpflichtend zu machen nicht.
die Gruende habe ich schon in einem anderen Posting dargelegt.
Man kann von einer Gemeinde nicht erwarten, dass diese wirtschaftliich arbeitet, wenn man ihr per Gesetz Personalkosten aufdrueckt, die es in der privaten Wirtschaft nicht so gibt.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Do 15. Mär 2018, 12:51

pikant hat geschrieben:(15 Mar 2018, 11:30)

...
Warum muss man einen Langzeitarbeitslosen, der in der freien Wirtschaft keine Stelle mehr findet, zu staatlicher Arbeit verplichten?
...

Man lese die Beiträge hier durch. Sehr oft klingt durch "die Faulenzer sollen wieder arbeiten lernen, es geht nicht an, daß jemand auf der Couch sitzt und nichts tut". Mit anderen Worten, da klingt der typisch deutsche Geist der Mißgunst wegen vermeintlicher Vorteile durch. Und um die paar zu erwischen, die das tatsächlich so machen, verdonnert man dann halt alle.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon pikant » Do 15. Mär 2018, 13:00

zollagent hat geschrieben:(15 Mar 2018, 12:51)

Man lese die Beiträge hier durch. Sehr oft klingt durch "die Faulenzer sollen wieder arbeiten lernen, es geht nicht an, daß jemand auf der Couch sitzt und nichts tut". Mit anderen Worten, da klingt der typisch deutsche Geist der Mißgunst wegen vermeintlicher Vorteile durch. Und um die paar zu erwischen, die das tatsächlich so machen, verdonnert man dann halt alle.


ja, aber ein Argument habe ich hier noch nicht lesen duerfen.
man will Sie beim Staat anstellen, damit sie nicht weiter schwarz arbeiten koennen und damit mehr verdienen als einer, der Vollzeit hart arbeitet und sich ganz legal verhaelt.

Ansonsten ist der Staat nicht dazu da, Menschen zu beschaeftigen, die es privat nicht schaffen eine Arbreitsstelle zu finden - da sollte der Staat eher darueber nachdenken, die Anreize fuer die Wirtschaft so zu schaffen, dass man auch vermehrt Langzeitarbeitslose einstellt.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon think twice » Do 15. Mär 2018, 16:15

aleph hat geschrieben:(15 Mar 2018, 11:00)

Da meldet sich ja schon gleich der erste Experte :D
Ja, ja, das ist bekannt. Die Frage ist nur, ob die Ablehnung von HIV ein solches empfindliches Übel darstellt usw.

Ablehnung von HIV? :?
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Selina » Do 15. Mär 2018, 17:24

zollagent hat geschrieben:(15 Mar 2018, 12:51)

Man lese die Beiträge hier durch. Sehr oft klingt durch "die Faulenzer sollen wieder arbeiten lernen, es geht nicht an, daß jemand auf der Couch sitzt und nichts tut". Mit anderen Worten, da klingt der typisch deutsche Geist der Mißgunst wegen vermeintlicher Vorteile durch. Und um die paar zu erwischen, die das tatsächlich so machen, verdonnert man dann halt alle.


Richtig. Das schrieb ich ja weiter oben auch. Das Ganze hat Methode. Die Hartz-vier-Bezieher müssen unbedingt diffamiert werden, damit man sich - im Gegensatz zu ihnen - als braver Kleinbürger richtig gut fühlen kann. "Kein Wunder, dass die so wenig Knete haben, warum sind sie auch so faul", typische Deutsche-Michel-Auffassung. Die Kehrseite wäre nämlich: Nähme man die Bedürftigen und Armen ernst in diesem Land, würde man auch wollen, dass sich da politisch was ändert. Wer den status quo aber erhalten will, also das Oben und das Unten, der braucht dann wiederum diese Diffamierung der Betroffenen. Ohne diese Diffamierung (faul, können nix, wollen nix) könnte man sich nicht so gemütlich und selbstgerecht zurücklehnen.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Wähler » Do 15. Mär 2018, 17:38

Die Diskussion trifftet immer wieder in gegenseitige moralische Vorhaltungen ab. Offenbar will sich die Mehrheit nicht mit konkreten Verbesserungsvorschlägen, die auch hier von verschiedenen Seiten angerissen worden sind, beschäftigen:
Es wurde eine fehlerkorrigierte Neuauflage der sogenannten Ein-Euro-Jobs in öffentlichen Unternehmen angesprochen. Es wurde auf eine stärkere Subventionierung von sogenannter Bürgerarbeit in gemeinnützigen Vereinen abgehoben. Haushaltsnahe Dienstleistungen bei Wohnungsgesellschaften und großen Immobilienbesitzern könnten staatlich unterstützt werden.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Selina » Do 15. Mär 2018, 17:45

Das einzige, was helfen würde, wären ordentliche unbefristete sozialversicherte Jobs, wo niemand zusätzlich noch aufstocken muss bei der Behörde. Aber für das bisschen Grundsicherung oder dieses bisschen Hartz-vier (das ja künstlich niedriggerechnet wurde) als Äquivalent nun auch noch irgendwelche "Arbeitsdienste" leisten zu müssen, das kann wieder nur jemandem einfallen, der selbst immer im Wohlstand lebte. Die gesamte Wirtschafts- und Sozialpolitik gehört endlich mal vom Kopf auf die Füße gestellt. Da bei denen zu beginnen, die schon ganz unten sind, ist der falsche Ansatz.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Wähler » Do 15. Mär 2018, 18:01

Selina hat geschrieben:(15 Mar 2018, 17:45)
Das einzige, was helfen würde, wären ordentliche unbefristete sozialversicherte Jobs, wo niemand zusätzlich noch aufstocken muss bei der Behörde. Aber für das bisschen Grundsicherung oder dieses bisschen Hartz-vier (das ja künstlich niedriggerechnet wurde) als Äquivalent nun auch noch irgendwelche "Arbeitsdienste" leisten zu müssen, das kann wieder nur jemandem einfallen, der selbst immer im Wohlstand lebte. Die gesamte Wirtschafts- und Sozialpolitik gehört endlich mal vom Kopf auf die Füße gestellt. Da bei denen ganz unten zu beginnen, ist der falsche Ansatz.

Also mehr staatliche Unternehmen, finanziert durch mehr Steuern? Die Schuldenbremse schließt eine andere Finanzierung ja aus. Die Zahl genossenschaftlicher Unternehmen, die per Idee auf Rendite verzichten, ist bekanntlich begrenzt.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Selina » Do 15. Mär 2018, 18:07

Wähler hat geschrieben:(15 Mar 2018, 18:01)

Also mehr staatliche Unternehmen, finanziert durch mehr Steuern? Die Schuldenbremse schließt eine andere Finanzierung ja aus. Die Zahl genossenschaftlicher Unternehmen, die per Idee auf Rendite verzichten, ist bekanntlich begrenzt.


Nö. Abschaffung von Leiharbeit, Abschaffung vom massenhaften Unterwandern des Mindestlohnes, Abschaffung von Zwangsteilzeit für Leute, die liebend gerne Vollzeit arbeiten würden, aber keine entsprechenden Stellen finden etcpp. Im Unternehmertum muss angesetzt werden. Die verdienen sich dumm und dämlich an den befristeten Niedriglöhnern. Dafür muss die Politik die Rahmenbedingungen fürs Wirtschaften verändern. Der Arbeitnehmer muss wieder aufgewertet werden. Er ist heute (vor allem im Osten) zu oft der Bittsteller. Ohne ihn würde sich jedoch kein Rad drehen ;)
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Wähler » Do 15. Mär 2018, 18:11

Wähler hat geschrieben:(15 Mar 2018, 18:01)
Also mehr staatliche Unternehmen, finanziert durch mehr Steuern? Die Schuldenbremse schließt eine andere Finanzierung ja aus. Die Zahl genossenschaftlicher Unternehmen, die per Idee auf Rendite verzichten, ist bekanntlich begrenzt.

Selina hat geschrieben:(15 Mar 2018, 18:07)
Nö. Abschaffung von Leiharbeit, Abschaffung vom massenhaften Unterwandern des Mindestlohnes, Abschaffung von Zwangsteilzeit für Leute, die liebend gerne Vollzeit arbeiten würden, aber keine entsprechenden Stellen finden etcpp. Im Unternehmertum muss angesetzt werden. Die verdienen sich dumm und dämlich an den befristeten Niedriglöhnern. Dafür muss die Politik die Rahmenbedingungen fürs Wirtschaften verändern. Der Arbeitnehmer muss wieder aufgewertet werden. Er ist heute (vor allem im Osten) zu oft der Bittsteller. Ohne ihn würde sich jedoch kein Rad drehen ;)

Hartz I abzuschaffen ist nur dann eine gute Idee, wenn der gewerkschaftliche Organisationsgrad in der Dienstleistungsbranche hoch genug ist, um auch für die Niedriglöhner gute Löhne erkämpfen zu können. Das wird aber nicht von heute auf morgen gehen. Für die Leiharbeiter wären eher die Industriegewerkschaften zuständig.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon zollagent » Do 15. Mär 2018, 18:12

Wähler hat geschrieben:(15 Mar 2018, 18:01)

Also mehr staatliche Unternehmen, finanziert durch mehr Steuern? Die Schuldenbremse schließt eine andere Finanzierung ja aus. Die Zahl genossenschaftlicher Unternehmen, die per Idee auf Rendite verzichten, ist bekanntlich begrenzt.

Nein, auf solche Maßnahmen verzichten, Langzeitarbeitslosen mehr Weiterbildungsangebote und Arbeitgebern mehr Anstellungsanreize, möglicherweise auch verbunden mit einer Auflage der Mindestdauer der Beschäftigung. Wirklich sinnvoll sind staatliche Beschäftigungsangebote eh nicht.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Selina » Do 15. Mär 2018, 18:16

Wähler hat geschrieben:(15 Mar 2018, 18:11)

Hartz I abzuschaffen ist nur dann eine gute Idee, wenn der gewerkschaftliche Organisationsgrad in der Dienstleistungsbranche hoch genug ist, um auch für die Niedriglöhner gute Löhne erkämpfen zu können. Das wird aber nicht von heute auf morgen gehen. Für die Leiharbeiter wären eher die Industriegewerkschaften zuständig.


Stimmt. Die Gewerkschaften müssen unbedingt wieder gestärkt werden. Das ist ja leider auch ein Feld, das gerade gerne von Rechtspopulisten besetzt wird (sorry für OT).
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Wähler » Do 15. Mär 2018, 18:35

Wähler hat geschrieben:(15 Mar 2018, 18:11)
Hartz I abzuschaffen ist nur dann eine gute Idee, wenn der gewerkschaftliche Organisationsgrad in der Dienstleistungsbranche hoch genug ist, um auch für die Niedriglöhner gute Löhne erkämpfen zu können. Das wird aber nicht von heute auf morgen gehen. Für die Leiharbeiter wären eher die Industriegewerkschaften zuständig.

Selina hat geschrieben:(15 Mar 2018, 18:16)
Stimmt. Die Gewerkschaften müssen unbedingt wieder gestärkt werden. Das ist ja leider auch ein Feld, das gerade gerne von Rechtspopulisten besetzt wird (sorry für OT).

Mir ist natürlich auch klar, dass sich die meisten Hartz-IV-ler ohne Hilfe nicht aus ihrer gesellschaftlichen Position befreien können. Aber soziale und finanzielle Anerkennung auch durch kleine Zusatzverdienste in Vereinen und Wohnungsverwaltungen zeigt ihnen, dass die Gesellschaft sie nicht vergessen hat. Gerade die über 50jährigen werden von einer möglichen sozialpolitischen Wende nicht mehr viel haben. Weil die Hartz-Reformen inzwischen fast 15 Jahre ihre Wirkung entfaltet haben, wird eine Umkehr ihre Zeit brauchen.
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Odin1506 » Do 15. Mär 2018, 19:09

pikant hat geschrieben:(15 Mar 2018, 11:30)

der Begriff ist doch zweitrangig, aber mir hat noch niemand hier erklaeren koennen, was eine Anstellung von Langzeitarbeitslosen beim Staat fuer Vorteile hat, wenn man dies verpflichtend macht und damit enorme Streueffekte in Kauf nimmt auf Staatskosten.
Warum muss man einen Langzeitarbeitslosen, der in der freien Wirtschaft keine Stelle mehr findet, zu staatlicher Arbeit verplichten?
Dann stelle ich mir das Szeneario mal vor, der lustlose Langzeitarbeitslose bekommt dann das gleiche Gehalt als ein voll motivierter Mitarbeiter im gleichen Bereich und wie wil man dann sanktionieren?
Weniger Geld, wieder auf Hartz4 oder Aufpasser daneben, der schaut, dass der lustlose Langzeitarbeitslose in Trab kommt und der Gemeinde eine Hilfe ist?


Selbst weniger Geld nützt nichts, dann ist die Gefahr groß, dass einige Arbeitslose kriminell werden. Und einen Aufseher daneben stellen nützt auch nichts, was will ein Aufseher bei, sagen wir mal, 20 Arbeitslosen ausrichten, wenn sie die Arbeit verweigern?
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Re: Arbeitsdienst bei Arbeitslosen

Beitragvon Boracay » Do 15. Mär 2018, 20:12

Selina hat geschrieben:Abschaffung von Zwangsteilzeit für Leute, die liebend gerne Vollzeit arbeiten würden


Und wie??

Hier im Süden mangelt es massiv an Teilzeit Stellen. Gute 300-400% mehr Teilzeitkräfte würde einen entsprechenden Job suchen, müssen aber Vollzeit oder gar nicht arbeiten.

Und in Dunkeldeutschland arbeitet gelernte Industriemechaniker oder Elektriker Teilzeit?? Das ist doch ein Witz... die haben im Süden in 2min einen Job wenn sie wollen.

Leider sind ausgebildete Leute (keine Bürokräfte, Verkäufer oder Servierer) auch in Looser-Deutschland Mangelware.

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