Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

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Gruwe
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Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Gruwe » So 25. Feb 2018, 17:28

Hallo,

in den letzten Tagen waren ja wieder häufiger die Tafel in den Medien. Damit geht ja immer einher, dass das Aufkommen der Tafel als ein Zeichen verkorkster Politik gesehen wird.
Ich habe mir hierzu mal einige Gedanken gemacht, ob dem tatsächlich so ist oder ob es eine "normale" Erscheinung reicher Nationen ist und ob die Politik theoretisch gesehen,
überhaupt die Möglichkeit hat, das Erscheinen einer Organisation wie der Tafel zu verhindern (abgesehen natürlich von einem gesetzlichen Verbot). Dies würde ich hier gerne mal diskutieren,
dazu meine einführenden Gedanken, damit ihr wisst, wo genau ich drauf hinaus will:

Im Zuge der öffentlichen Diskussion über die Tafel wird ja stets die Meinung vertreten, dass es ein "Armutszeugnis" für ein reiches Land wie Deutschland ist, dass etwas wie die Tafeln notwendig ist.
Nun denke ich mir, dass ein reiches Land ja erstmal Grundvoraussetzung dafür ist, dass eine Tafel entstehen kann. Denn schließlich ist Grundlage für die Tafel, dass Lebensmittel gespendet werden.
Nun ist es aus meiner Sicht logisch, dass die Bereitschaft Lebensmittel zu spenden mit dem Reichtum eines Landes korreliert. Denn entweder muss ein Nahrungsüberschuss vorliegen (der nicht verkauft wird,
aus welchen Gründen auch immer), damit gespendet werden kann. Weiterhin sind Menschen eher bereits zu spenden, je höher die eigenen zur Verfügung stehenden Mittel sind. Beides liegt somit in reichen
Ländern eher vor, als in armen. Ich weiß jetzt zwar nicht, wie verbreitet solche Organisationen in Dritte-Welt-Ländern (wohl kaum) bzw. Schwellenländern sind, aber ein kurzer Blick in die Wikipedia verrät,
dass es in so ziemlich allen Ländern der EU/Europa Tafeln gibt, auch in der "reichen" Schweiz und Co.! Insofern sehe ich es als trivial an, dass es nicht nur "schlechte Politik" ist, dass Tafeln in reichen Ländern
vorhanden sind, sondern sogar dort hauptsächlich vorkommen.

So, warum gehen Menschen zur Tafel? Nun, das Geld ist knapp und muss rationiert werden. Entweder reicht es unter rationalen Gesichtspunkten tatsächlich nicht aus, um sich zu versorgen ODER es wird
eben auf die kostenfreien Lebensmittel zurückgegriffen, um das Budget etwas zu entspannen und mehr Geld für andere Bedürfnisse zur Verfügung zu haben...oder eben eine Mischung aus beidem. Nun ist
es logisch, dass demzufolge die Menschen, die zur Tafel gehen am unteren Rand der Einkommensbandbreite leben, sprich es wird stets ein "Substitutionsverhalten" vorliegen, Geld das für Lebensmittel
vorgesehen ist, dadurch für andere Dinge freizubekommen, dadurch dass man eben kostenfreie Lebensmittel erhält.

Was kann die Politik dagegen tun?

Die naheliegende Lösung wäre wohl, die Bezugssätze in den Hilfeleistungen zu erhöhen, sprich ALG, etc. zu erhöhen. Nun stellt sich die Frage, ob es möglich ist, die monetären Sozialleistungen derart
zu erhöhen, dass dieses Ausweichverhalten KOMPLETT zum erliegen kommt, sprich die Leute nicht mehr zur Tafel gehen, um das Budget zu entspannen und somit Geld für andere Dinge freizubekommen?
Natürlich gibt es irgendwo einen Hilfesatz, der diese Eigenschaft erfüllt. Die wenigsten Arbeitnehmer, etc. dürften wohl zur Tafel gehen, und das nicht nur, weil sie es nicht dürfen (nicht anspruchsberechtigt),
sondern weil sie "genug" verdienen bzw. das Ausweichverhalten dadurch beschränkt wird, dass die psychologische Hürde als höher eingeschätzt wird, als die Möglichkeit, die Budget freizuschaffen.

Allerdings wird es politisch kaum möglich sein, die Hilfesätze derart hoch festzulegen, da dadurch die Einkommenslücke zu geringen Einkommen geringer wird und ab einem bestimmten Punkte wieder das Thema
aufkommt, dass sich Arbeit nicht lohnt, da die Hilfesätze zu hoch seien.

Insofern könnte man formulieren, dass eine Tafel nur dann in einem Land nicht erscheint, wenn der Geldbetrag, den man als als Transferleistung auszahlen müsste, höher ist als die Geldschwelle, zu der der Besuch der Tafel komplett zum Erliegen kommt UND geringer ist, als die Geldschwelle, ab der Diskussionen über einen zu geringen Einkommensabstand zwischen Transferleistungsbeziehern und den unteren Arbeitseinkommen aufkommen.

Man könnte nun annehmen, dass mit ansteigendem Reichtum und steigender Produktivität eines Landes, sich das Problem von selbst löst, da das benötigte Budget für Lebensmittel immer geringer wird und - bei gleichbleibenden Relationen zwischen Transferleistungen und Einkommen - auch einen immer kleineren Anteil, der Transferleistung bedarf. Hierdurch würde dann die Geldschwelle, ab der keine Tafel mehr in Anspruch genommen wird, absinken und sich das Problem im Laufe der Zeit von selbst lösen, die Tafel wären also nur eine vorübergehende Erscheinung im Lebenszyklus eines Landes.

Die Vergangenheit zeigt, dass dies wohl nicht so ist: Aufgrund der Tatsache, dass die Bevölkerung mit steigendem Einkommen auch absolut (Annahme: relativ gesehen konstant, evtl. leicht sinkend) bereit ist, mehr Geld für Lebensmittel (relativ zum Einkommen eben evtl. konstant) auszugeben. Da die Menschen ja nicht unbedingt quantitativ mehr Lebensmittel kaufen, sondern dieses Mehr stark in die Qualität fließt, verdrängen qualitativ hochwertigere Lebensmittel die "Standard-Lebensmittel" vom Markt, wie es etwa wohl mit Bio-Lebensmittel kommen wird bzw. kommen könnte (sprich: Wer weiß ob in 10 Jahren ausschließlich teurere Bio-Lebensmittel zum Verkauf stehen...oder was die Zukunft noch so bringen wird). Dies führt dazu, dass auch ärmere Leute angewiesen sind, teure Lebensmittel zu kaufen, da die konventionellen Lebensmittel eben vom Markt verdrängt wurden!

So, ich hoffe, dass ich meine Gedanken ansatzweise verständlich rüberbringen konnte...und bin auf eure Meinungen zu meiner Ansicht gespannt! Sind die Tafeln also durch Politik zu vermeiden?
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Polibu » So 25. Feb 2018, 17:34

Ich kenne die Tafel als neue Erscheinung. So lange gibt es die doch noch gar nicht. Die Frage ist also warum man sie früher nicht benötigte und warum man sie heute benötigt?
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Ger9374 » So 25. Feb 2018, 17:43

Nicht pauschal mit armut zu erklären.
Wäre interessant welche Menschen diese Tafeln in anspruch nehmen. Ich denke das es viele neu eingewanderte sind die das Tafel image nicht stört, und die Lebensmittel gerne mitnehmen.
Dann etliche Deutsche kleinstrentner.Die trotz scham keine andere Wahl haben.Erstaunlich das bis anfang der neunziger jahre mir die Tafeln nichts sagten. Erst später .
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Boracay » So 25. Feb 2018, 17:55

Ger9374 hat geschrieben:(25 Feb 2018, 17:43)

Nicht pauschal mit armut zu erklären.
Wäre interessant welche Menschen diese Tafeln in anspruch nehmen. Ich denke das es viele neu eingewanderte sind die das Tafel image nicht stört, und die Lebensmittel gerne mitnehmen.
Dann etliche Deutsche kleinstrentner.Die trotz scham keine andere Wahl haben.Erstaunlich das bis anfang der neunziger jahre mir die Tafeln nichts sagten. Erst später .


Die Tafeln gibt es erst seit 1993, in der Masse erst seit 2005. Vor der Einführung von Hartz 4 gab es ja meist deutlich weniger Sozialhilfe als heute Hartz 4, trotzdem ist keiner verhungert. Ist irgendwann halt eine Mode-Erscheinung geworden, nötig hat es kein einziger der "Kunden".

Nun ist
es logisch, dass demzufolge die Menschen, die zur Tafel gehen am unteren Rand der Einkommensbandbreite leben, sprich es wird stets ein "Substitutionsverhalten" vorliegen, Geld das für Lebensmittel
vorgesehen ist, dadurch für andere Dinge freizubekommen, dadurch dass man eben kostenfreie Lebensmittel erhält.


Um Überhaupt bei den Tafeln "einkaufen" zu können musst du dein Bedürfnis nachweisen. So können auch nur "arme" dort hin gehen. Ansonsten würde da auch so mancher Gutverdiener "einkaufen" zum Beispiel ich.

Für die Gesundheit der "Betroffenen" haben die Tafeln einen negativen Effekt, da das gesparte Geld meist in Kippen, Bier oder Auslandsüberweisungen fliest.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » So 25. Feb 2018, 17:59

Polibu hat geschrieben:(25 Feb 2018, 17:34)

Ich kenne die Tafel als neue Erscheinung. So lange gibt es die doch noch gar nicht. Die Frage ist also warum man sie früher nicht benötigte und warum man sie heute benötigt?


Was ist neu? Die Tafel gibt es in Deutschland seit 25 Jahren in Frankreich z.B. schon länger. Und man benötigt sie hier auch nicht. Natürlich kann man die ganzen Lebensmittel auch wegschmeißen.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Orbiter1 » So 25. Feb 2018, 18:01

Die Tafeln konnten doch nur entstehen weil es Lebensmittel gab die sonst im Abfall gelandet wären. Start war vor 25 Jahren in Berlin. Die Dame die damit begonnen hat wurde ja in den letzten Tagen mehrfach interviewt. Soweit ich die technische Entwicklung mitbekomme (Künstliche Intelligenz, usw.) dürfte die Menge der Lebensmittel die täglich unverkauft entsorgt werden müssen deutlich abnehmen. Damit dürfte den Tafeln mehr und mehr die Grundlage entzogen werden und der Staat muß sich dieser Aufgabe annehmen.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Polibu » So 25. Feb 2018, 18:01

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(25 Feb 2018, 17:59)

Was ist neu? Die Tafel gibt es in Deutschland seit 25 Jahren in Frankreich z.B. schon länger. Und man benötigt sie hier auch nicht. Natürlich kann man die ganzen Lebensmittel auch wegschmeißen.


Die BRD besteht aber nicht erst seit 25 Jahren.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Boracay » So 25. Feb 2018, 18:03

Polibu hat geschrieben:(25 Feb 2018, 18:01)

Die BRD besteht aber nicht erst seit 25 Jahren.


Es gibt auch nicht die tafeln in der Breite seit 25 Jahren sondern eher seit 12 Jahren.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Polibu » So 25. Feb 2018, 18:04

Boracay hat geschrieben:(25 Feb 2018, 18:03)

Es gibt auch nicht die tafeln in der Breite seit 25 Jahren sondern eher seit 12 Jahren.


Hat nicht zufällig was mit den Reformen von Schröder zu tun?
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » So 25. Feb 2018, 18:05

Polibu hat geschrieben:(25 Feb 2018, 18:01)

Die BRD besteht aber nicht erst seit 25 Jahren.


Und stell dir vor. Die Welt gibt's noch viel länger.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Polibu » So 25. Feb 2018, 18:06

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(25 Feb 2018, 18:05)

Und stell dir vor. Die Welt gibt's noch viel länger.


Dann kannst du mir vielleicht jetzt die Frage beantworten warum man früher die Tafeln nicht benötigte und warum sie heute benötigt werden?
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » So 25. Feb 2018, 18:09

Polibu hat geschrieben:(25 Feb 2018, 18:06)

Dann kannst du mir vielleicht jetzt die Frage beantworten warum man früher die Tafeln nicht benötigte und warum sie heute benötigt werden?


Warum sollte man sie heute benötigen? Man benötigt sie heute genau so wenig wie vor 25 Jahren.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Polibu » So 25. Feb 2018, 18:10

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(25 Feb 2018, 18:09)

Warum sollte man sie heute benötigen? Man benötigt sie heute genau so wenig wie vor 25 Jahren.
Ah ja. Die Leuten stellen sich also aus lauter Langeweile in die Schlange. :)
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » So 25. Feb 2018, 18:11

Polibu hat geschrieben:(25 Feb 2018, 18:10)

Ah ja. Die Leuten stellen sich also aus lauter Langeweile in die Schlange. :)


nö, es ist billig und dient der Budgetoptimierung. Du fragst ja auch nicht, warum man vor 25 noch kein Handy oder einen PC benötigt hat
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Polibu » So 25. Feb 2018, 18:14

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(25 Feb 2018, 18:11)

nö, es ist billig und dient der Budgetoptimierung. Du fragst ja auch nicht, warum man vor 25 noch kein Handy oder einen PC benötigt hat


Dann sind die also alle gar nicht bedürftig? Sind alles nur Geizhälse, die ihre eigene Kohle nicht für Lebensmittel ausgeben wollen. So habe ich das natürlich noch nicht betrachtet.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » So 25. Feb 2018, 18:17

Polibu hat geschrieben:(25 Feb 2018, 18:14)

Dann sind die also alle gar nicht bedürftig? .


Doch, sie müssen das natürlich sein um gute Lebensmittel zum Spottpreis zu bekommen, die du nicht mehr haben willst, weil das MHD abgelaufen ist.
Notwendig ist das nicht. Es dient lediglich der Budgetoptimierung.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Quatschki » So 25. Feb 2018, 18:18

Offiziell werden die Tafeln nicht benötigt.
Die HartzIV-Sätze sind angeblich so kalkuliert, dass man davon genug zu Essen bekommt.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Adam Smith » So 25. Feb 2018, 18:26

Gruwe hat geschrieben:(25 Feb 2018, 17:28)

So, warum gehen Menschen zur Tafel?


Warum wohnen manche Menschen auf der Straße, wieso sammeln manche Menschen Flachen? Das könnte man genauso gut fragen. Bei der Tafel könnte es auch der soziale Kontakt sein. Das ist aber nur eine Vermutung von mir, weil ich noch nie selber eine Tafel besucht habe.

Hier mal Köln:

Voraussetzung für die Abgabe von Lebensmitteln ist der Nachweis der Bedürftigkeit in Form eines Hartz IV- oder Rentenbescheids sowie die Vorlage des Personalausweises. Auf dieser Karte finden Sie die Stadtteile Kölns. Wenn Sie diese anklicken, führt das zur Liste mit den jeweiligen Informationen der Ausgabestellen.


http://koelner-tafel.de/index.php?id=26
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Orbiter1 » So 25. Feb 2018, 18:28

Quatschki hat geschrieben:(25 Feb 2018, 18:18)

Offiziell werden die Tafeln nicht benötigt.
Die HartzIV-Sätze sind angeblich so kalkuliert, dass man davon genug zu Essen bekommt.
Dafür reicht es auch. Ist ja schon mehrfach überprüft worden. Aber es reicht natürlich nicht wenn man noch eine größere Smartphonerechnung hat, mehr raucht als vorgesehen .... oder noch Verwandschaft im Ausland versorgen will. Ist doch klar dass man sich dann bei den Tafeln versorgen lässt.
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Re: Die Tafel - Eine unvermeidbare Erscheinung?

Beitragvon Polibu » So 25. Feb 2018, 18:31

Quatschki hat geschrieben:(25 Feb 2018, 18:18)

Offiziell werden die Tafeln nicht benötigt.
Die HartzIV-Sätze sind angeblich so kalkuliert, dass man davon genug zu Essen bekommt.


Dann könnte man den Leuten, die zur Tafel gehen, ja die Bezüge kürzen. :)

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