[SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

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Realist2014
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Realist2014 » Do 15. Feb 2018, 15:01

Alter Stubentiger hat geschrieben:(15 Feb 2018, 14:54)

So habe ich es auch verstanden. Ic´h habe jetzt allerdings gehört daß die Versicherer selbst aus dem Geschäftsmodell raus wollen, zumindest einige, weil niedrige Zinsen und steigende Ansprüche de Versicherten und völlig fehlende Möglichkeiten zur Kostenkontrolle bei den Ausgaben ihnen die Refinanzierung ziemlich erschweren.

Von daher könnte sich das Problem auch von selber erledigen.



DIE Versicherer wollen das ganz und gar nicht

Über die Kostenkontrolle scheinst du keine Kenntnis zu haben...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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John Galt
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon John Galt » Do 15. Feb 2018, 16:07

Alter Stubentiger hat geschrieben:(15 Feb 2018, 14:54)

So habe ich es auch verstanden. Ic´h habe jetzt allerdings gehört daß die Versicherer selbst aus dem Geschäftsmodell raus wollen, zumindest einige, weil niedrige Zinsen und steigende Ansprüche de Versicherten und völlig fehlende Möglichkeiten zur Kostenkontrolle bei den Ausgaben ihnen die Refinanzierung ziemlich erschweren.

Von daher könnte sich das Problem auch von selber erledigen.


Viel Hörensagen und völlig falsche Vorstellungen vom PKV-Versicherungsgeschäft.

Es gibt kein Kostenkontrollenproblem, weil man einfach die Beiträge erhöhen kann. Das Problem ist, dass der Staat der PKV die Neukunden abgedreht hat. Und jetzt nicht auf das nächste Märchen reinfallen, dass die PKV ohne Neukunden zusammenbrechen würde, ist nicht der Fall.

Kein Unternehmen ist an einem Geschäftsbereich interessiert, dass langfristig keine Wachstumschancen hat.
Weiteres Manko sind die strengen Anlagerichtlinien, wodurch den Kunden Milliarden entgangen sind.

Über 50% im PKV-Bereich sind Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit, wo der Gewinn irrelevant ist, am Ende zahlt eh alles der Versicherte.
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 15. Feb 2018, 17:10

John Galt hat geschrieben:(15 Feb 2018, 16:07)

Viel Hörensagen und völlig falsche Vorstellungen vom PKV-Versicherungsgeschäft.

Es gibt kein Kostenkontrollenproblem, weil man einfach die Beiträge erhöhen kann. Das Problem ist, dass der Staat der PKV die Neukunden abgedreht hat. Und jetzt nicht auf das nächste Märchen reinfallen, dass die PKV ohne Neukunden zusammenbrechen würde, ist nicht der Fall.

Kein Unternehmen ist an einem Geschäftsbereich interessiert, dass langfristig keine Wachstumschancen hat.
Weiteres Manko sind die strengen Anlagerichtlinien, wodurch den Kunden Milliarden entgangen sind.

Über 50% im PKV-Bereich sind Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit, wo der Gewinn irrelevant ist, am Ende zahlt eh alles der Versicherte.


Nun ich informiere mich schon bevor ich was schreibe. Es gibt ja durchaus Experten die dir und den anderen PKV-Fans hier klar widersprechen. Und letztlich bist du es der Behauptungen in den Raum stellt. Jemand wie Stefan Etgeton verdient mit seinem Wissen übe die Branche sein Geld und hat eine Ruf zu verteidigen:
________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________
Etgeton: Es gibt das Argument, die Union sei enger verknüpft mit der Versicherungsbranche. So einfach ist das nicht. Natürlich ist die Versicherungswirtschaft offiziell gegen die Bürgerversicherung. Es gibt seit geraumer Zeit allerdings auch Gerüchte, große Versicherer würden lieber heute als morgen aus der privaten Krankenversicherung aussteigen.

SPIEGEL ONLINE: Was spräche dafür?

Etgeton: Das ist kein besonders lukratives Geschäftsmodell mehr. Ihre Versicherten haben sehr hohe Ansprüche, die Ärzte haben ebenfalls sehr hohe Erwartungen - und zugleich fehlen den privaten Versicherungen (PKV) Instrumente zur Kostenkontrolle gegenüber den Ärzten, wie sie die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat. Hinzu kommen die Alterung der Bevölkerung und der medizinisch-technische Fortschritt: Neue Therapien sind aufwendig und teuer. Und die PKV ächzt unter den niedrigen Zinsen. Sie können kaum noch wie früher Kapitalerträge erwirtschaften.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 92421.html
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...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Skull » Do 15. Feb 2018, 17:41

Alter Stubentiger hat geschrieben:(15 Feb 2018, 17:10)

Nun ich informiere mich schon bevor ich was schreibe. Es gibt ja durchaus Experten die dir
und den anderen PKV-Fans hier klar widersprechen. Und letztlich bist du es der Behauptungen in den Raum stellt.

Ich möchte da mal als ehemliger PKV-Versicherter Fakten sprechen lassen.

Über 20 Jahre gab es dabei folgende Entwicklung...
Der/die Tarife wurden damals an die Leistungen der GKV orientiert.
20 Jahre später hatte die GKV die Leistungen eher reduziert, meine Leistungen bestanden weiterhin.

Beitragsentwicklung war da wie folgt (KV und PV) :

START: GKV lag exakt bei 200 Prozent der PKV
ENDE: GKV lag nur noch 39 Prozent über der PKV

Unter Berücksichtigung der Entwicklung der BBMG:

GKV: PLUS 50,11 Prozent
PKV: PLUS 116,30 Prozent

Beitragsrückerstattungen außer acht gelassen, da diese ja zufällig sind.
Niemand sollte den Fehler machen an und bei "Krankheit" zu sparen.

Dieses mal zur Einordnung und tatsächlichen Entwicklungen.

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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 15. Feb 2018, 18:25

Skull hat geschrieben:(15 Feb 2018, 17:41)

Ich möchte da mal als ehemliger PKV-Versicherter Fakten sprechen lassen.

Über 20 Jahre gab es dabei folgende Entwicklung...
Der/die Tarife wurden damals an die Leistungen der GKV orientiert.
20 Jahre später hatte die GKV die Leistungen eher reduziert, meine Leistungen bestanden weiterhin.

Beitragsentwicklung war da wie folgt (KV und PV) :

START: GKV lag exakt bei 200 Prozent der PKV
ENDE: GKV lag nur noch 39 Prozent über der PKV

Unter Berücksichtigung der Entwicklung der BBMG:

GKV: PLUS 50,11 Prozent
PKV: PLUS 116,30 Prozent

Beitragsrückerstattungen außer acht gelassen, da diese ja zufällig sind.
Niemand sollte den Fehler machen an und bei "Krankheit" zu sparen.

Dieses mal zur Einordnung und tatsächlichen Entwicklungen.

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Also persönliche Erfahrungen. Ein paar Postings vor mir hast du mir genau dies vorgeworfen. Einzelfälle zählen nicht, auch wenn du der Einzelfall bist.
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Skull » Do 15. Feb 2018, 18:51

Alter Stubentiger hat geschrieben:(15 Feb 2018, 18:25)

Also persönliche Erfahrungen. Ein paar Postings vor mir hast du mir genau dies vorgeworfen.
Einzelfälle zählen nicht, auch wenn du der Einzelfall bist.

Ich bitte um Entschuldigung, das ich Deine Meinung der deutlich steigenden Beiträge teile ... und auch BESTÄTIGE.
Dann zählen ... ich und die meisten PKV Patienten eben nicht.

Was ich natürlich nicht teile, das VIELE PKV-Versicherte dadurch in die Verschuldung getrieben werden. ;)

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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon John Galt » Fr 16. Feb 2018, 07:52

Alter Stubentiger hat geschrieben:(15 Feb 2018, 17:10)Es gibt seit geraumer Zeit allerdings auch Gerüchte, große Versicherer würden lieber heute als morgen aus der privaten Krankenversicherung aussteigen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 92421.html


Die wollen aussteigen, weil es für die gewinnorientierten PKV schlichtweg ein uninteressantes Geschäftsfeld ist, nicht weil die draufzahlen. Ein Unternehmen will investieren und wachsen. Der PKV-Markt ist kein wachsender Markt mehr. Dazu kommt auch das politische Risiko. Wenn die Politik der PKV den Riegel völlig zuschiebt, dann darf man 50-100 Jahre lang eine handvoll Verträge verwalten und Unternehmensinfrastruktur vorhalten bis der letzte PKV-Kunde abgekratzt ist.

Da kann man den Geschäftsbereich auch gleich verkaufen.
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Dampflok94 » Fr 16. Feb 2018, 08:15

Realist2014 hat geschrieben:(15 Feb 2018, 15:00)
es geht hier um PKV als KrankenVOLL-Versicherung
DAS soll natürlich "verboten" werden um die jetzigen PKV-VOLL-Versicherten in die GKV zu zwingen.

Auch das ist so nicht richtig. Die mir bekannten Ideen gehen von einem Vertrauensschutz aus. D. h. die bisher Privatversicherten bleiben in der PKV.
das wird aber nicht statt finden

Vsl. nicht in dieser Legislaturperiode. Und schon gar nicht in diesem Ausmaß. Aber erste Schritte wären durchaus möglich.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 16. Feb 2018, 10:10

Skull hat geschrieben:(15 Feb 2018, 18:51)

Ich bitte um Entschuldigung, das ich Deine Meinung der deutlich steigenden Beiträge teile ... und auch BESTÄTIGE.
Dann zählen ... ich und die meisten PKV Patienten eben nicht.

Was ich natürlich nicht teile, das VIELE PKV-Versicherte dadurch in die Verschuldung getrieben werden. ;)

mfg


Das ist keine Meinug. Das ist so in der Schweiz. Das habe ich ja nun mehr als deutlich mit Quelle belegt. Aber nun ja, wir leben im Zeitalter der alternativen Fakten.
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Realist2014 » Fr 16. Feb 2018, 11:23

Dampflok94 hat geschrieben:(16 Feb 2018, 08:15)

Auch das ist so nicht richtig. Die mir bekannten Ideen gehen von einem Vertrauensschutz aus. D. h. die bisher Privatversicherten bleiben in der PKV.

Vsl. nicht in dieser Legislaturperiode. Und schon gar nicht in diesem Ausmaß. Aber erste Schritte wären durchaus möglich.


es ist der Versuch den "Nachschub" sozusagen "auszutrocknen"

auch das wird es mit der Union nicht geben...
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Realist2014 » Fr 16. Feb 2018, 11:25

Alter Stubentiger hat geschrieben:(16 Feb 2018, 10:10)

Das ist keine Meinug. Das ist so in der Schweiz. Das habe ich ja nun mehr als deutlich mit Quelle belegt. Aber nun ja, wir leben im Zeitalter der alternativen Fakten.



du solltest deine Quelle mal lesen

dort ist weder die Rede von "vielen", noch von irgendeiner "Mehrheit"

es gibt Zuschüsse für die ökonomische Unterschicht dort

derartige Zuschüsse ( anders geregelt) haben wir j auch in D
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Realist2014 » Fr 16. Feb 2018, 11:27

Alter Stubentiger hat geschrieben:(15 Feb 2018, 17:10)


SPIEGEL ONLINE: Was spräche dafür?

Etgeton: Das ist kein besonders lukratives Geschäftsmodell mehr. Ihre Versicherten haben sehr hohe Ansprüche, die Ärzte haben ebenfalls sehr hohe Erwartungen - und zugleich fehlen den privaten Versicherungen (PKV) Instrumente zur Kostenkontrolle gegenüber den Ärzten, wie sie die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat. Hinzu kommen die Alterung der Bevölkerung und der medizinisch-technische Fortschritt: Neue Therapien sind aufwendig und teuer. Und die PKV ächzt unter den niedrigen Zinsen. Sie können kaum noch wie früher Kapitalerträge erwirtschaften.[/i]

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 92421.html



naja,

das Problem löst sich auch wenn die Honorare für die PKV Versicherten nach UNTEN korrigiert werden...

wäre ich dafür..
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 16. Feb 2018, 11:33

Realist2014 hat geschrieben:(16 Feb 2018, 11:25)

du solltest deine Quelle mal lesen

dort ist weder die Rede von "vielen", noch von irgendeiner "Mehrheit"

es gibt Zuschüsse für die ökonomische Unterschicht dort

derartige Zuschüsse ( anders geregelt) haben wir j auch in D


Gemäss dem Euro-Gesundheits-Verbraucher-Indexexterner Link 2016 figuriert die Schweiz auf einer Liste von 35 Ländern bei allen Indikatoren auf dem zweiten Platz – nach den Niederlanden. Das Schweizer System wird als "exzellent, aber teuer" bezeichnet. [color]Die Prämien an die privaten Krankenkassen sind der zweithäufigste Grund für Verschuldung in der Schweiz[/color] – nach den Steuern. Die Prämien steigen Jahr für Jahr – seit Langem.
https://www.swissinfo.ch/ger/krankenver ... n/43270184
Zuletzt geändert von Skull am Fr 16. Feb 2018, 12:21, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Forbformatierung rausgenommen
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Realist2014 » Fr 16. Feb 2018, 12:47

Alter Stubentiger hat geschrieben:(16 Feb 2018, 11:33)



Probleme mit der Mengenlehre?

WO steht in dem Artikel irgendwas von einer Mehrheit in Bezug auf ALLE GKV versicherten dort?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 16. Feb 2018, 15:04

Realist2014 hat geschrieben:(16 Feb 2018, 12:47)

Probleme mit der Mengenlehre?

WO steht in dem Artikel irgendwas von einer Mehrheit in Bezug auf ALLE GKV versicherten dort?


Wer hat diese Frage gestellt?
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Realist2014 » Fr 16. Feb 2018, 15:23

Alter Stubentiger hat geschrieben:(16 Feb 2018, 15:04)

Wer hat diese Frage gestellt?



DEINE Behauptung war, dass "viele" der Krankenversicherten in der Schweiz ihre Prämien nicht bezahlen können und deswegen verschuldet sind..

das ist aber MUMPITZ und steht auch NICHT in dem von dir verlinkten Artikel
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Skull » Fr 16. Feb 2018, 16:31

Realist2014 hat geschrieben:(16 Feb 2018, 15:23)

das ist aber MUMPITZ und steht auch NICHT in dem von dir verlinkten Artikel

Korrekt.

In dem Artikel steht nämlich EXAKT,
das eine Schuldnerberatung bei IHREN "Kunden" viele Überschuldungen
in Verbindung mit den hohen Krankenkassenbeiträgen sieht.
An Nr. 1 IHRER Kunden - bei der Überschuldung - stehen da übrigens STEUERverbindlichkeiten. :D

Daraus dann einen Schluss für die gesamte Schweiz, viele Bürger oder was auch immer zu ziehen...
...ist ... ein eigenes Kunstwerk.
Man könnte genausogut den Schluss ziehen, das viele Schweizer ...
...wegen der dort HOHEN Steuern verschuldet sind. :p

mfg
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Positiv Denkender » Sa 17. Feb 2018, 00:04

Wähler hat geschrieben:(13 Feb 2018, 14:32)

Solange kein Versicherter terminliche Nachteile beim Facharzt davon hat, sind Zusatzversicherungen für Einzelzimmer im Krankenhaus oder nichtärztliche Gesundheitsdienstleistungen okay.

Terminliche Nachteile von GV basieren auf deine falsch Behauptungen . Es stimmt einfach nicht .
Akut erkrankte werden sofort behandelt . Bei einen Anteil von ca 10 % PV haben 10 Patienten von 100 kaum einen Einfluss
auf die Terminplanung . Die meisten Termine werden aber nur zu Kontrollbesuchen vereinbart . Da spielt eine oder 2 Wochen mehr
oder weniger eh keine Rolle . Normal ist beim letzten Arztbesuch vereinbart man den nächsten .
Nachteile beim Facharzt hat kein akut Erkrankter . Hast du schon mal Autos mit der 112 gesehen ?
Liegen dort nur PV drin ? Du willst jetzt erzählen diese akut erkrankten oder Verletzten lange Wartezeiten auf sich nehmen .
Fachärzte werden auch bei einer Bürgerversicherung ihre Terminplanung nicht verändern . Die Patientenzahl verändert sich dadurch nicht .
Die wenigen PV haben überhaupt keinen Einfluss auf die Terminplanung .Absurd diese Falschbehauptung .
Zuletzt geändert von Positiv Denkender am Sa 17. Feb 2018, 16:14, insgesamt 1-mal geändert.
Wähler
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Wähler » Sa 17. Feb 2018, 07:12

Positiv Denkender hat geschrieben:(17 Feb 2018, 00:04)
Terminliche Nachteile von GV basieren auf deine falsch Behauptungen .Absurd diese Falschbehauptung .

Du entscheidest also einfach ohne empirischen Quellenbeleg darüber, was Fake News von anderen Diskussionsteilnehmern sind. Inakzeptabler Diskussionsstil.
https://www.aerztezeitung.de/politik_ge ... hteil.html
Ärtzezeitung 5. Mai 2017 Nach einer aktuellen Erhebung der Grünen geht bei den Wartezeiten bei niedergelassenen Fachärzten die Schere zwischen Kassen- und Privatpatienten weiter auseinander
"Auf Initiative der Bundestagsabgeordneten aus Münster hatten Anrufer je zwei Mal in 405 Facharztpraxen in Nordrhein-Westfalen angerufen und um einen Termin gebeten – einmal als Kassenpatient, das nächste Mal als Privatpatient...Im Schnitt mussten Kassenpatienten rund 27 Tage länger auf einen Termin warten als Privatversicherte. Bei einer ähnlichen Erhebung vor zwei Jahren hatte die Differenz noch 20 Tage betragen. Nach Angaben von Klein-Schmeink hat sich dieser Trend auch bei Untersuchungen in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg gezeigt.
Klein-Schmeink macht darauf aufmerksam, dass es bei den Anfragen nicht um planbare Termine gegangen sei. Die Anrufer hätten Beschwerdebilder genannt, die das Wohlbefinden beeinträchtigen und bei denen weiteres Warten zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands führen konnte."
siehe auch eine andere Studie und Umfrage:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/g ... -1.3820465
SZ 11. Januar 2018 Am Ende des Quartals schicken Ärzte Kassenpatienten weg.
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/p ... -1.3822294
SZ 13. Januar 2018 Privat und gesetzlich Versicherte berichten der SZ über ihre Erlebnisse
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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syna
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon syna » Sa 17. Feb 2018, 12:18

Realist2014 hat geschrieben:(16 Feb 2018, 11:27)

naja,

das Problem löst sich auch wenn die Honorare für die PKV Versicherten nach UNTEN korrigiert werden...

wäre ich dafür..


Na Mensch, da sind wir ja fast schon bei der Lösung! :D

Wenn man die PKV-Honorare nach unten korrigieren würde und im Gegenzug
die GKV-Honorare erhöhen würde, so dass beide gleich sind - und voilà: Da hätten
wir das größte Problem gelöst: Die heute üblichen Fehlallokationen würden
sich dann nämlich zurückbilden - und das gesamte Gesundheitssystem würde
effektiver und insgesamt sogar kostengünstiger werden.

Ein zweites Problem bliebe noch, nämlich das sehr unterschiedliche
Klientel hinsichtlich Morbidität und Finanzen. Dieses könnte man durch
einen "erweiterten RSA" ausgleichen. Die PKVen müssten dann an diesem
RSA (=Risikostrukturausgleich) teilnehmen.

Mit diesen 2 Regelungen hätten wir schon eine "Bürgerversicherung light",
in welcher die PKVen mit ihren Besonderheiten (Vor- nach- und Überbehalt,
unterschiedliche Tarife usw.) bestehen bleiben könnten.
--~~/§&%"$!\~~--

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