[SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

Moderator: Moderatoren Forum 1

Positiv Denkender
Beiträge: 3565
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Positiv Denkender » So 21. Jan 2018, 14:00

syna hat geschrieben:(20 Jan 2018, 17:52)

In diesem Fall stimmt das sogar: Der G-BA würde so ähnlich
wie heute bestehen bleiben. Er hat sich - siehe meine Ausführungen oben -
weitgehend bewährt.



Das stimmt so objektiv nicht.

Die Pro-Kopf-Ausgaben für Gesundheitheit sind in Deutschland überdurchschnittlich hoch,
während die mittlere Lebenserwartung vergleichsweise mäßig ist. Nachzulesen bei:
"OECD Health Data 2009 - Frequenlty requested Data" - retrieved 2011-08-06.

Alle neueren OECD-Reports zeichnen ein ähnliches Bild. In der WHO-Rangliste
ist Germany eher in der Mitte - hinter UK - und zwar trotz sehr viel höherer
Ausgaben.



Mmhh - viel mehr Einsicht als Deine wenigen persönlichen Arztbesuche
scheinst Du in das Gesundheitssystem nicht zu haben. Um zu bewerten, wer
wen stützt, muss man sich die Finanzströme und die unterliegenden Strukturen
ansehen. Das scheinst Du noch nie gemacht zu haben.

Falls Du dazu bereit bist, etwas dazu zu lernen, dann lies den folgenden
Abschnitt - g a n z l a n g s am - durch:

------------------------------------------------------------------------------------------------------

Diese Aussage der PKV-Vertreter ist eine perfide Vernebelungstaktik.
Um zu verstehen, wer was zahlt, müssen wir uns die Geldflüsse im
Gesundheitssystem genauer ansehen:

Der GKV-Versicherte zahlt alle Solidarlasten Anderer - also die von
Arbeitslosen, Einkommensschwachen, Rentnern und Familienmitgliedern mit.
Diese machen über 1/3 der Kosten der GKV aus.

Das heißt, dass ein Arbeitnehmer, der etwa 550 Euro Beitrag pro Monat in die
GKV zahlt, davon ca. 250 Euro alleine für die Solidarität Anderer bezahlt! Nur
300 Euro zahl er für sich ein.

Ein PKV-Versicherter dagegen zahlt ALLES, sein gesamten Beitrag zur PKV also,
NUR für sich ein. Deshalb hat die PKV dann natürlich genug Geld, dem Arzt aus
ihren Einnahmen ein höheres Honorar zu zahlen und noch Dividende auszuzahlen.
Dabei drückt sich die PKV aber um die Solidarität herum.

Man kann es so zusammenfassen: Die Private Krankenversicherung ist daher ein
System, welches Jahr für Jahr mit 9,7 Milliarden Euro von den Versicherten der
gesetzlichen Krankenversicherung subventioniert wird. Das ist nämlich der Betrag,
den die privat Versicherten in das Solidarsystem zahlen müssten, würden sie sich
wie die gesetzlichen Kassen beteiligen. Sie ist eine Art Steuerschlupfloch für Reiche
in der Krankenversicherung und müsste genauso konsequent dichtgemacht werden
wie andere Steuerschlupflöcher.



Was direkt vor wichtigen OPs passiert, kann man pauschal nicht
sagen - dazu habe ich auch nie irgendetwas behauptet. Was ich sage ist:

Ein GKV-Versicherter hat i.d.R. keinen Zugang zu den hochspezialisierten
Universitätsprofessoren an den Unikliniken. Im Falle viele ernster Erkrankungen
(Bauchspeicheldrüsenkrebs, bestimmte Tumorarten usw.) ist dieser Zugang
aber von lebensentscheidender Bedeutung.

Und da sage ich: Zu diesen Spezialisten hat der GKV-Versicherte i.d.R.
keinen Zugang!

Wer das nicht glaubt, der solle doch den Selbstversuch
starten, zum Telefonhörer greifen - und einfach mal in einer Uniklinik
bei einem Spezialzentrum - fast egal was - anrufen. Er wird als erstes
gefragt, wie er denn versichert sei. Wenn er dann GKV-versichert ist,
ist das Gespräch in 90% der Fälle hier beendet.

Woher nimmst du deine Auffassung nur Universitätsprofessoren wären in der Lage ernste Erkrankungen zu behandeln ?
Welche Anmaßung zu behaupten ,alle PV würden die Möglichkeit haben in Universitätskliniken behandelt zu werden .
Auch bei einer Bürgerversicherung könnten nur wenige Patienten von Professoren in Universitätskliniken behandelt werden .
Woher willst du denn die vielen Professoren hernehmen ? Bei den Kosten der Versicherung hast du einen Punkt ,wie ich vermute wissentlich ,
unterschlagen . Der GV kann seine gesamte Familie ,egal wie hoch die Personenzahl ist zum gleichen Beitrag mit versichern .Ein PV muss Kinder
Ehefrau zusätzlich versichern . Nochmals , eine Bürgerversicherung verbessert die medizinische Versorgung für GV Patienten nicht .
Die Zahl der Patienten wird dadurch nicht weniger . Meine Einsicht geht weit über deine hinaus. Bei Ärzten mit guter Terminplanung
sind lange Wartezeiten mehr als selten . Bei Zahnärzten seit Jahren ausgeschlossen . Natürlich kann sich bei einem Notfall
mal ein Termin um 10 oder 15 Minuten verschieben .Kein Beinbruch sondern notwendig .
Entscheidend ist die Zahl der niedergelassenen Ärzte . Da der Anteil der PV kaum ins Gewicht fällt ( es sei denn du wolltest
behaupten alle PV sind bei einem einzigen Arzt ) hat das auf Wartezeiten für GV kaum einen Einfluss .
Oder hast du gar Beweise dafür ,dass jeder Arzt auch 10 % PV am Tag behandelt ?Manche Ärzte behandeln nicht einen PV am Tag .
Rechne eine Arztpraxis mit 500 Patienten. Davon sind 10 % PV (oft weniger ) . Selbst wenn alle diese 50 PV im gleichen Zeitraum
krank würden hat die Zahl der PV auf die Gesamtzahl der Patienten bei der Terminplanung nur wenig Einfluss .
Benutzeravatar
syna
Beiträge: 423
Registriert: Fr 30. Okt 2015, 08:04

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon syna » Mo 22. Jan 2018, 18:14

Teeernte hat geschrieben:(09 Jan 2018, 15:51)
Eine VEB "Einheitsversicherung" brauch zB nur den technischen Fortschritt nicht
anerkennen - und Behandlungen einfach nicht en Katalog aufnehmen ...


Zu dem Thema "Behandlungen in den Katalog aufnehmen" hatte ich ja
schon ausführlich geschrieben (Stichwort Gemeinsamer Bundesaus-
schuss G-BA).

Das Schlagwort "Einheitsversicherung" geistert hier gerne durchs
Forum (nicht nur von Teeernte benutzt, auch z.B. von Neandertaler).

"E I N H E I T S V E R S I C H E R U N G" ...

... hört sich so schön negativ an und weckt Erinnerungen an die frühere
desolate DDR-Wirtschaft. Damit meinen viele, die Anhänger einer
Bürgerversicherung nachhaltig verschrecken zu können.

--------------------------------------------------------------------------------------
Aber wie ist es denn in Wirklichkeit?
--------------------------------------------------------------------------------------

In Wirklichkeit ist es so, dass EINE Bürgerversicherung für ALLE
endlich gleiche Bedingungen für alle schafft. Deshalb ist eine
Bürgerversicherung ja auch unbedingt notwendig.

Stell Dir vor, Du gehst in eine Bäckerei - und ja nachdem welchen
Vertrag Du irgendwo hast - oder welche Haarfarbe Du hast - kostet
das Brötchen einmal 50 cent und einmal 2 Euro. Die einen Kunden
zahlen 50 cent und die anderen Kunten zahlen 2 Euro. Wir hätten
dann eine 2-Klassengesellschaft bei der Bäckerei! Das wäre keine
Gleichberechtigung! Es wären keine gleichen Bedingungen am
Markt der Bäckereiprodukte!

Im Gesundheitssystem aber haben wir genau das, was ich hier
so absurd für die Bäckereien beschrieben habe: Eine 2-Klassen-
gesellschaft. Wir haben ungleiche Bedingungen - wir haben gar
keinen Markt!

Denn die Leistungen der Ärzte werden je nach Kunde - ganz
verschieden bezahlt: Die einen Kunden werden nach EBM-
Katalog bezahlt - die anderen nach GOÄ-Katalog. Und GOÄ
kostet etwas das 2- 4 fache!

--------------------------------------------------------------------------------------

Bei der Bürgerversicherung geht es darum, diese unterschiedlichen
Vergütungen abzuschaffen. Es geht darum, zu sagen: Jede
ärztliche Leistung wird genau gleich bezahlt, egal was für ein
Kunde (bzw. in diesem Fall "Patient") da behandelt wird.

Hier "Einheitskasse" zu schreien ist also vollkommen absurd. Es
geht um Gleichberechtigung und gleiche Bezahlung. Es geht darum,
überhaupt einen Markt gleichberechtigter Teilnehmer herzustellen.

Im Beispiel oben - beim Bäcker - würde ja niemand schreien:
"Einheitsbäcker wollen wir nicht". Das wäre ja auch vollkommen
am Thema vorbei und absurd. Schließlich sollen die unterschiedlichen
Brötchen bei unterschiedlichen Bäckern ja unterschiedlich viel kosten -
aber jeder Kunde bezahlt für ein und das gleiche Brötchen auch
das Gleiche.

Genauso wollen wir das auch im Gesundheitswesen: Es gibt da
eine Vielfalt - unterschiedliche Leistungen - sogar unterschiedliche
Kassen - aber für dieselbe Leistung soll auch dasselbe gezahlt werden!

Das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit - aber in unserem
Gesundheitssystem zur Zeit trotzdem nicht der Fall. Und genau
diese Selbstverständlichkeit soll mit der Bürgerversicherung endlich
erreicht werden.
--~~/§&%"$!\~~--
Benutzeravatar
jorikke
Beiträge: 6077
Registriert: Sa 30. Mai 2009, 09:05

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon jorikke » Mo 22. Jan 2018, 18:47

syna hat geschrieben:(22 Jan 2018, 18:14)

Zu dem Thema "Behandlungen in den Katalog aufnehmen" hatte ich ja
schon ausführlich geschrieben (Stichwort Gemeinsamer Bundesaus-
schuss G-BA).

Das Schlagwort "Einheitsversicherung" geistert hier gerne durchs
Forum (nicht nur von Teeernte benutzt, auch z.B. von Neandertaler).

"E I N H E I T S V E R S I C H E R U N G" ...

... hört sich so schön negativ an und weckt Erinnerungen an die frühere
desolate DDR-Wirtschaft. Damit meinen viele, die Anhänger einer
Bürgerversicherung nachhaltig verschrecken zu können.

--------------------------------------------------------------------------------------
Aber wie ist es denn in Wirklichkeit?
--------------------------------------------------------------------------------------

In Wirklichkeit ist es so, dass EINE Bürgerversicherung für ALLE
endlich gleiche Bedingungen für alle schafft. Deshalb ist eine
Bürgerversicherung ja auch unbedingt notwendig.

Stell Dir vor, Du gehst in eine Bäckerei - und ja nachdem welchen
Vertrag Du irgendwo hast - oder welche Haarfarbe Du hast - kostet
das Brötchen einmal 50 cent und einmal 2 Euro. Die einen Kunden
zahlen 50 cent und die anderen Kunten zahlen 2 Euro. Wir hätten
dann eine 2-Klassengesellschaft bei der Bäckerei! Das wäre keine
Gleichberechtigung! Es wären keine gleichen Bedingungen am
Markt der Bäckereiprodukte!

Im Gesundheitssystem aber haben wir genau das, was ich hier
so absurd für die Bäckereien beschrieben habe: Eine 2-Klassen-
gesellschaft. Wir haben ungleiche Bedingungen - wir haben gar
keinen Markt!

Denn die Leistungen der Ärzte werden je nach Kunde - ganz
verschieden bezahlt: Die einen Kunden werden nach EBM-
Katalog bezahlt - die anderen nach GOÄ-Katalog. Und GOÄ
kostet etwas das 2- 4 fache!

--------------------------------------------------------------------------------------

Bei der Bürgerversicherung geht es darum, diese unterschiedlichen
Vergütungen abzuschaffen. Es geht darum, zu sagen: Jede
ärztliche Leistung wird genau gleich bezahlt, egal was für ein
Kunde (bzw. in diesem Fall "Patient") da behandelt wird.

Hier "Einheitskasse" zu schreien ist also vollkommen absurd. Es
geht um Gleichberechtigung und gleiche Bezahlung. Es geht darum,
überhaupt einen Markt gleichberechtigter Teilnehmer herzustellen.

Im Beispiel oben - beim Bäcker - würde ja niemand schreien:
"Einheitsbäcker wollen wir nicht". Das wäre ja auch vollkommen
am Thema vorbei und absurd. Schließlich sollen die unterschiedlichen
Brötchen bei unterschiedlichen Bäckern ja unterschiedlich viel kosten -
aber jeder Kunde bezahlt für ein und das gleiche Brötchen auch
das Gleiche.

Genauso wollen wir das auch im Gesundheitswesen: Es gibt da
eine Vielfalt - unterschiedliche Leistungen - sogar unterschiedliche
Kassen - aber für dieselbe Leistung soll auch dasselbe gezahlt werden!

Das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit - aber in unserem
Gesundheitssystem zur Zeit trotzdem nicht der Fall. Und genau
diese Selbstverständlichkeit soll mit der Bürgerversicherung endlich
erreicht werden.


Du kritisierst immer die Sekundär Zahlungen.
Unter Primär Zahlungen verstehe ich die Beiträge, die der Versicherte in der GKV an seine Kasse andrücken muss.
Sekundär Zahlungen sind dann die Beträge, die von der Kasse an den jeweiligen Dienstleister ( Ärzte, Krankenhäuser usw.) bezahlte werden.
Da ergeben sich dann, je nach Versicherer (PK, GKV) in der Höhe unterschiedliche Beträge.
Hier wird Gleichheit für unterschiedliche Systeme gefordert. Wäre zweifellos ganz schön, weil alle die aus dem Bauch heraus rumnöhlen, dann nichts mehr zu meckern hätten. Immerhin, die höheren Rechnungen der PK bringen deren Versicherte selber auf und wenn´s denen recht ist, na schön.
Unterschiede müssen nicht sein.
Dafür bin ich auch.
Vergleichen wir also wirklich vergleichbare Kosten.
Die Primär Zahlungen der ges. Versicherten. Die Beiträge der GKV. Hier fallen ja die angeblichen Ungleichbehandlungsvorteile weg. Alle haben die gleichen Behandlungsansprüche.
Unterschiede?
Klar, bei den Beiträgen. Damit meine ich nun nicht die popeligen Unterschiede von Kasse zu Kasse, sondern die wahnsinnigen Unterschiede bei den Beiträgen.
Einen Beitrag von durchschnittlich 15.5% vom Brutto unterstellt, bezahlt man für die völlig identische med. Versorgung bei einem Einkommen von 2000,-€ monatlich 310,-€ für die GKV, bei einem
Einkommen von 4425,-€ monatlich 685,-€.
Das ist mehr als das Doppelte für völlig identische Versorgung.
Das wird klaglos hingenommen aber an den paar People in der PK tobt man sich aus.
Wähler
Beiträge: 4133
Registriert: Di 25. Dez 2012, 13:04
Wohnort: Bayern

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Wähler » Di 23. Jan 2018, 08:29

https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/i ... enten.html
Welt 23. Januar 2018 Kauder signalisiert SPD Entgegenkommen bei Kassenpatienten
Dagegen wären «höhere Honorare für die Behandlung von Kassenpatienten» aus seiner Sicht «ein sinnvolles Instrument».

«Eine einheitliche Gebührenordnung wäre die Einheitsversicherung durch die Hintertür», sagte Verbandsdirektor Volker Leienbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). «Jede Arztpraxis würde im Schnitt über 50.000 Euro pro Jahr verlieren, wenn die höheren Honorare der Privatversicherten wegfielen», sagte Leienbach. Viele Praxen müssten schließen. «Wenn nun die SPD verspricht, es gebe dabei keine Honorarkürzungen, dann kostet das wiederum jeden Durchschnittsverdiener in der Gesetzlichen Krankenversicherung pro Jahr über 440 Euro mehr Beitrag.»

Das ist wieder bezeichnend dafür, dass deutsche Politiker sich noch nicht einmal trauen, Privilegien von bestimmten Berufsgruppen auch nur ein bißchen zurecht zu stutzen. Deutsche Politiker können nur gestalten, wenn sie mehr Geld ausgeben dürfen.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 38880
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Realist2014 » Di 23. Jan 2018, 20:42

Wähler hat geschrieben:(23 Jan 2018, 08:29)

https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/i ... enten.html
Welt 23. Januar 2018 Kauder signalisiert SPD Entgegenkommen bei Kassenpatienten


Das ist wieder bezeichnend dafür, dass deutsche Politiker sich noch nicht einmal trauen, Privilegien von bestimmten Berufsgruppen auch nur ein bißchen zurecht zu stutzen. Deutsche Politiker können nur gestalten, wenn sie mehr Geld ausgeben dürfen.



welche "Berufsgruppen" haben hier "Privilegien"?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Wähler
Beiträge: 4133
Registriert: Di 25. Dez 2012, 13:04
Wohnort: Bayern

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Wähler » Di 23. Jan 2018, 21:40

Wähler hat geschrieben:(23 Jan 2018, 08:29)
https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/i ... enten.html
Welt 23. Januar 2018 Kauder signalisiert SPD Entgegenkommen bei Kassenpatienten
Das ist wieder bezeichnend dafür, dass deutsche Politiker sich noch nicht einmal trauen, Privilegien von bestimmten Berufsgruppen auch nur ein bißchen zurecht zu stutzen. Deutsche Politiker können nur gestalten, wenn sie mehr Geld ausgeben dürfen.

Realist2014 hat geschrieben:(23 Jan 2018, 20:42)
welche "Berufsgruppen" haben hier "Privilegien"?

Gleiche Arbeit bringt gleichen Lohn für den Arzt, aber zu einem fairen Preis für alle Kassenpatienten, ob privat oder gesetzlich versichert. Ist eine ähnliche Problematik, wie bei den Leiharbeitern. Zumindestens die SPD sollte das auf ihre Fahnen schreiben. Von der Union erwarte ich das erst gar nicht. Ist halt eine grundsätzliche Frage von Gleichheit und Gerechtigkeit.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
Benutzeravatar
syna
Beiträge: 423
Registriert: Fr 30. Okt 2015, 08:04

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon syna » Di 23. Jan 2018, 22:04

jorikke hat geschrieben:(22 Jan 2018, 18:47)

Du kritisierst immer die Sekundär Zahlungen.
Unter Primär Zahlungen verstehe ich die Beiträge, die der Versicherte in der GKV an seine Kasse andrücken muss.
Sekundär Zahlungen sind dann die Beträge, die von der Kasse an den jeweiligen Dienstleister ( Ärzte, Krankenhäuser usw.) bezahlte werden.

...

Klar, bei den Beiträgen. Damit meine ich nun nicht die popeligen Unterschiede von Kasse zu Kasse, sondern die wahnsinnigen Unterschiede bei den Beiträgen.

Einen Beitrag von durchschnittlich 15.5% vom Brutto unterstellt, bezahlt man für die völlig identische med. Versorgung bei einem Einkommen von 2000,-€ monatlich 310,-€ für die GKV, bei einem
Einkommen von 4425,-€ monatlich 685,-€.

Das ist mehr als das Doppelte für völlig identische Versorgung. Das wird klaglos hingenommen aber an den paar People in der PK tobt man sich aus.


Hallo Jorikke,

da hast Du vollkommen recht: Auf der Seite der Erhebung der Beiträge -
also das, was Du "Primärzahlungen" nennst - haben wir bei der GKV einen
"prozentualen Beitrag" vom Bruttoverdienst. Und der liegt bei 14,6 % +
Zusatzbeitrag.

----------------------------------------------------------------------------------------------

Wenn Du das für ungerecht hälst, dann müsstest Du Deine Steuerzahlungen
ja für noch ungerechter halten. Denn da bezahlst Du nicht nur einen prozentualen
Beitrag. Nein, mit zunehmendem Gehalt steigt der prozentuale Beitrag des
Grenzsteuersatzes sogar. Nämlich von ca. 14% (Eingangssteuersatz) bis auf
ca. 42%. Diesen prozentualen Anstieg nennt man "Progression".

D.h. für Dich müsste das Steuerzahlen ja vollkommen ungerecht - geradezu
hanebüchen - erscheinen - oder?

Warum hat unser Staat denn so eine "ungerechte" Steuererhebung - nämlich
progressiv prozentual? Und obendrauf noch so eine etwas "mäßiger ungerechte"
KV-Erhebung - nämlich prozentual? :eek:
--~~/§&%"$!\~~--
Benutzeravatar
syna
Beiträge: 423
Registriert: Fr 30. Okt 2015, 08:04

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon syna » Di 23. Jan 2018, 22:13

«Eine einheitliche Gebührenordnung wäre die Einheitsversicherung durch die Hintertür», sagte Verbandsdirektor Volker Leienbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). «Jede Arztpraxis würde im Schnitt über 50.000 Euro pro Jahr verlieren, wenn die höheren Honorare der Privatversicherten wegfielen», sagte Leienbach. Viele Praxen müssten schließen. «Wenn nun die SPD verspricht, es gebe dabei keine Honorarkürzungen, dann kostet das wiederum jeden Durchschnittsverdiener in der Gesetzlichen Krankenversicherung pro Jahr über 440 Euro mehr Beitrag.»


Wähler hat geschrieben:(23 Jan 2018, 08:29)
https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/i ... enten.html
Welt 23. Januar 2018 Kauder signalisiert SPD Entgegenkommen bei Kassenpatienten

Das ist wieder bezeichnend dafür, dass deutsche Politiker sich noch nicht einmal trauen, Privilegien von bestimmten Berufsgruppen auch nur ein bißchen zurecht zu stutzen. Deutsche Politiker können nur gestalten, wenn sie mehr Geld ausgeben dürfen.


Ja, das steht zu befürchten.

Jeder vernünftige Mensch würde hier ein "Nullsummenspiel" erwarten. D.h. die
gesamten Ausgaben steigen nicht - die Verteilung ändert sich aber.

Statt der beiden Leistungskataloge EBM und GOÄ wäre eine echte Reform mit
Nullsummenspiel, dass ein neuer einheitlicher Leistungskatalog erstellt würde,
der alle Leistungen erfasst - so eine Art Mittelding aus EBM und GOÄ - und zwar so,
dass das Gesamtbudget gleich bleibt. Das kann man leicht tun, wenn man die
Statistiken heranzieht und ein bißchen rechnet.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------

Leider ist es aber so, dass natürlich alle Interessengruppen aufschreien und
für sich ein Sonder-Süppchen kochen wollen. Dann ist es wahrscheinlch, dass
der Kompromiss in den jetzt anstehenden Koalitionsverhandlungen ziemlich
unausgegoren zulasten der Beitragszahler ausfallen wird.
--~~/§&%"$!\~~--
Benutzeravatar
jorikke
Beiträge: 6077
Registriert: Sa 30. Mai 2009, 09:05

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon jorikke » Di 23. Jan 2018, 22:21

syna hat geschrieben:(23 Jan 2018, 22:04)

Hallo Jorikke,

da hast Du vollkommen recht: Auf der Seite der Erhebung der Beiträge -
also das, was Du "Primärzahlungen" nennst - haben wir bei der GKV einen
"prozentualen Beitrag" vom Bruttoverdienst. Und der liegt bei 14,6 % +
Zusatzbeitrag.

----------------------------------------------------------------------------------------------

Wenn Du das für ungerecht hälst, dann müsstest Du Deine Steuerzahlungen
ja für noch ungerechter halten. Denn da bezahlst Du nicht nur einen prozentualen
Beitrag. Nein, mit zunehmendem Gehalt steigt der prozentuale Beitrag des
Grenzsteuersatzes sogar. Nämlich von ca. 14% (Eingangssteuersatz) bis auf
ca. 42%. Diesen prozentualen Anstieg nennt man "Progression".

Hör mal, du musst mir hier keine Trivialitäten erklären.
Aber einigermaßen hast du begriffen worauf ich letztlich hinaus will.
Gleiche Beiträge für gleiche Leistungen.
Sozialer Ausgleich ist über das Steuersystem herzustellen.


D.h. für Dich müsste das Steuerzahlen ja vollkommen ungerecht - geradezu
hanebüchen - erscheinen - oder?

Warum hat unser Staat denn so eine "ungerechte" Steuererhebung - nämlich
progressiv prozentual? Und obendrauf noch so eine etwas "mäßiger ungerechte"
KV-Erhebung - nämlich prozentual? :eek:
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 38880
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Realist2014 » Mi 24. Jan 2018, 20:25

syna hat geschrieben:(23 Jan 2018, 22:13)



Leider ist es aber so, dass natürlich alle Interessengruppen aufschreien und
für sich ein Sonder-Süppchen kochen wollen. Dann ist es wahrscheinlch, dass
der Kompromiss in den jetzt anstehenden Koalitionsverhandlungen ziemlich
unausgegoren zulasten der Beitragszahler ausfallen wird.


logisch

die nehmen die Leistung ja auch in Anspruch
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
syna
Beiträge: 423
Registriert: Fr 30. Okt 2015, 08:04

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon syna » Do 25. Jan 2018, 12:53

Ganz aktuell:

Stefan Kuzmany von Spiegel-Online schlägt vor:

Die CSU könnte ja bitte vielleicht doch nochmal in ihrem Herzen wühlen ....
... Sie könnten in ihrem eigenen Bundestagswahlprogramm nachschauen und
feststellen, dass Sie dort einer Zwei- oder Mehrklassenmedizin "eine Absage" erteilen
- da geht doch was! Gut, eine Bürgerversicherung lehnen Sie ebenfalls ab, aber die
muss ja am Ende nicht so heißen. Die Obergrenze heißt ja jetzt auch nicht mehr so.


Guckst Du hier
--~~/§&%"$!\~~--
Positiv Denkender
Beiträge: 3565
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Positiv Denkender » Fr 26. Jan 2018, 18:34

Wähler hat geschrieben:(23 Jan 2018, 21:40)

Gleiche Arbeit bringt gleichen Lohn für den Arzt, aber zu einem fairen Preis für alle Kassenpatienten, ob privat oder gesetzlich versichert. Ist eine ähnliche Problematik, wie bei den Leiharbeitern. Zumindestens die SPD sollte das auf ihre Fahnen schreiben. Von der Union erwarte ich das erst gar nicht. Ist halt eine grundsätzliche Frage von Gleichheit und Gerechtigkeit.

Du meinst nicht Gleichheit sondern Gleichmacherei .
Eine Bürgerversicherung würde nichts bei der ärztlichen Versorgung der GV ändern .
Möglicher Weise für PV verschlechtern .Für Neidhammel sicher ein Grund besser zu schlafen .
Nach dem Motto was ich nicht habe sollen andere auch nicht haben .
Zahle mehr in die GV ein .
Wähler
Beiträge: 4133
Registriert: Di 25. Dez 2012, 13:04
Wohnort: Bayern

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Wähler » Di 30. Jan 2018, 17:04

http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 36682.html
Handelsblatt 11. Januar 2018 Hausärzte sind offen für Bürgerversicherung
Genau diese Furcht ist bei Weigeldt deutlich geringer ausgeprägt. „Alle reden immer davon, dass die privaten Versicherungen mit ihren hohen Arzthonoraren die deutsche Gesundheitsversorgung subventionieren. Ich kann dieses Bild für die Hausärzte nicht bestätigen. Fünf bis zehn Prozent unserer Patienten sind privat versichert. Ungefähr genauso hoch ist auch der Anteil der von privaten Versicherungen gezahlten Honorare an unseren Gesamteinnahmen.“ Dafür gebe es einen plausiblen Grund: Die Gebühren in der privatärztlichen Gebührenordnung seien vor allem für technische Leistungen und Laborleistungen deutlich höher als die Zahlungen der gesetzlichen Kassen. „Bei persönlichen Leistungen, wie sie vor allem wir Hausärzte erbringen, sind die Unterschiede gar nicht so groß.“ Das gleiche Problem hätten auch Fachärzte, bei denen die sprechende Medizin dominiert und technische Leistungen wie Ultraschall, Röntgen oder MRT nicht so oft vorkommen.

Der Arzt und Wissenschaftsjournalist Werner Bartens hat einen wichtigen Punkt entdeckt: Die PKVs subventionieren die medizinisch fragwürdige Apparatemedizin.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
Benutzeravatar
syna
Beiträge: 423
Registriert: Fr 30. Okt 2015, 08:04

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon syna » Mi 31. Jan 2018, 09:15

Die Gebühren in der privatärztlichen Gebührenordnung seien vor allem für technische Leistungen und Laborleistungen deutlich höher als die Zahlungen der gesetzlichen Kassen. „Bei persönlichen Leistungen, wie sie vor allem wir Hausärzte erbringen, sind die Unterschiede gar nicht so groß.“


Wähler hat geschrieben:(30 Jan 2018, 17:04)
Der Arzt und Wissenschaftsjournalist Werner Bartens hat einen wichtigen Punkt entdeckt: Die PKVs subventionieren die medizinisch fragwürdige Apparatemedizin.


Hallo Wähler!

2 Anmerkungen:

1. "Apparate-Medizin" ist oftmals ziemlich wichtig! Ohne MRT oder CT
könnte man kaum etwas sehen. Die brauchen wir schon!

2. Die PKVen subventionieren auch die "Apparatemedizin" nicht. Richtig
ist, dass Radiologen und radiologische Abteilungen von der Dualen
Vergütungsstruktur überdurchschnittlich profitieren. Aber:

Für 2015 sind die Gesamtausgaben der GKVen 200 Mrd. Euro, die der PKVen
30 Mrd. Euro, das entspricht knapp 9 % der Gesamtausgaben im Gesundheitssystem.
Medizinische Großgeräte werden etwa im obigen Verhältnis - also zu 91% - von der GKV
finanziert. Trotzdem werden sie dabei überproportional von PKV-Patienten genutzt.
--~~/§&%"$!\~~--
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 38880
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Realist2014 » Mi 31. Jan 2018, 19:44

syna hat geschrieben:(31 Jan 2018, 09:15)


Für 2015 sind die Gesamtausgaben der GKVen 200 Mrd. Euro, die der PKVen
30 Mrd. Euro, das entspricht knapp 9 % der Gesamtausgaben im Gesundheitssystem.
Medizinische Großgeräte werden etwa im obigen Verhältnis - also zu 91% - von der GKV
finanziert
. Trotzdem werden sie dabei überproportional von PKV-Patienten genutzt.


diese deine Aussage entspricht nicht den Fakten....

deine Ableitung ist hier falsch...( die Korrelation von 1 gibt es hier nicht)
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
syna
Beiträge: 423
Registriert: Fr 30. Okt 2015, 08:04

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon syna » Do 1. Feb 2018, 19:43

Für 2015 sind die Gesamtausgaben der GKVen 200 Mrd. Euro, die der PKVen
30 Mrd. Euro, das entspricht knapp 9 % der Gesamtausgaben im Gesundheitssystem.
Medizinische Großgeräte werden etwa im obigen Verhältnis - also zu 91% - von der GKV
finanziert. Trotzdem werden sie dabei überproportional von PKV-Patienten genutzt.


Realist2014 hat geschrieben:(31 Jan 2018, 19:44)
diese deine Aussage entspricht nicht den Fakten....

deine Ableitung ist hier falsch...( die Korrelation von 1 gibt es hier nicht)


Doch, doch, das ist so!

Es ist sogar noch etwas extremer: Die Solidargemeinschaft - GKVen und
Steuerzahler - zahlen sogar mehr als die 91%. Denn die gesamte Infrastruktur
der Krankenhäuser wird alleine von den Ländern finanziert. Hierzu gehören
auch alle Großgeräte, im Wesentlichen MRTs, CTs, OP-Einrichtungen usw.

Und trotzdem werden diese Einrichtungen überproportional von den
PKV-Versicherten genutzt.
--~~/§&%"$!\~~--
Positiv Denkender
Beiträge: 3565
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Positiv Denkender » Sa 3. Feb 2018, 16:14

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Jan 2018, 15:05)

Es würde die GKV auf eine breitere Basis stellen wenn Millionen gutverdienender Beamte dazukämen. Im Endeffekt heißt dies: Die einzelne Schulter hat weniger zu tragen. Du denkst also zu kurz.

Ich denke ehr du denkst zu kurz . Wie hoch ist denn der Anteil der angeblich gut verdienenden Beamte.?
Würden Beamte in die gesetzliche KV zwangsverpflichtet müsste der AG Staat alle bestehende Verträge mit Beamte ändern .
Für den Staat nicht zu bezahlen ,denn Pensionen und KV sind Bestandteil der Arbeitsverträge .
Benutzeravatar
Realist2014
Beiträge: 38880
Registriert: Mo 26. Mai 2014, 14:12
Benutzertitel: Sozialer Marktwirtschaftler
Wohnort: München , Stadt des FC Bayern

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Realist2014 » Sa 3. Feb 2018, 16:43

syna hat geschrieben:(01 Feb 2018, 19:43)

Doch, doch, das ist so!

Es ist sogar noch etwas extremer: Die Solidargemeinschaft - GKVen und
Steuerzahler - zahlen sogar mehr als die 91%. Denn die gesamte Infrastruktur
der Krankenhäuser wird alleine von den Ländern finanziert. Hierzu gehören
auch alle Großgeräte, im Wesentlichen MRTs, CTs, OP-Einrichtungen usw.

Und trotzdem werden diese Einrichtungen überproportional von den
PKV-Versicherten genutzt
.


da die PKV Versicherten sie "überproportional" nutzen, BEZAHLEN sie logischerweise auch überproportional.

nämlich das 2-3 fache pro NUTZUNG

somit bezahlen sie NUR bei der "Technik" wesentlich MEHR als die 9%

egal ob bei Krankenhäusern oder Praxen

deswegen werden die PKV Versicherten ja "bevorzugt"...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
Benutzeravatar
jorikke
Beiträge: 6077
Registriert: Sa 30. Mai 2009, 09:05

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon jorikke » Sa 3. Feb 2018, 16:46

syna hat geschrieben:(01 Feb 2018, 19:43)

Doch, doch, das ist so!

Es ist sogar noch etwas extremer: Die Solidargemeinschaft - GKVen und
Steuerzahler - zahlen sogar mehr als die 91%. Denn die gesamte Infrastruktur
der Krankenhäuser wird alleine von den Ländern finanziert. Hierzu gehören
auch alle Großgeräte, im Wesentlichen MRTs, CTs, OP-Einrichtungen usw.

Und trotzdem werden diese Einrichtungen überproportional von den
PKV-Versicherten genutzt.


Die Untersuchungen an den Großgeräten werden von Ärzten angeordnet, weil sie dann höher abrechnen können, die Geräte sind besser ausgelastet und amortisieren sich eher, das kommt den GKV Versicherten zugute. Solange die PKV Versicherungen das Spiel mitmachen, sollte man sich nicht beschweren.
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 3685
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 3. Feb 2018, 18:03

Positiv Denkender hat geschrieben:(03 Feb 2018, 16:14)

Ich denke ehr du denkst zu kurz . Wie hoch ist denn der Anteil der angeblich gut verdienenden Beamte.?
Würden Beamte in die gesetzliche KV zwangsverpflichtet müsste der AG Staat alle bestehende Verträge mit Beamte ändern .
Für den Staat nicht zu bezahlen ,denn Pensionen und KV sind Bestandteil der Arbeitsverträge .

Es
Das ist nur wieder so eine Behauptung. Normale Arbeitnehmer müssen auch immer wieder Änderungen in ihrer Absicherung hinnehmen. Es ist nur eine Frage des politischen Willens.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)

Zurück zu „10. Sozialpolitik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast