[SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

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syna
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon syna » Di 9. Jan 2018, 14:33

syna hat geschrieben:
Es geht darum, mal etwas aus seinem eigenen persönlichen Nebel heraus-
zutreten und auf das Gesundheitssystem in Deutschland als Ganzes zu
blicken. Also nicht mehr aus seiner kleinen persönlichen Sicht - sondern
aus der "globalen" Sicht. Als ob man von oben auf diesen Planeten
herunterschaut
- und sieht: "Ah, da ist Germany" und sich dann das
Gesundheitssystem anguckt


Hallo Teeernte,

schön, dass Du Dir soviele Gedanken machst und die hier
mal so in lockerer Folge schreibst!

Was mir dabei auffällt: Du nimmst den kommerziellen
Aspekt bei den niedergelassenen Ärzten sehr sensibel
wahr.

Teeernte hat geschrieben:(09 Jan 2018, 11:13)
Wie soll - ob Privat oder Kasse - der Arzt daran interessiert werden - mich GESUND zu HALTEN ?
Garnicht ! >> Bei Kasse ? - im Nächsten Quartal doch noch mal vorbei zu schauen.


Naja - der Arzt ist in einem ernsten Zwiespalt: Einerseits hat er einstmals
höchst idealistisch und mit viel Motivation sein Studium begonnen.
Er hat ja den hippokratischen Eid geleistet - und ich denke mal,
dass sich jeder Arzt diesem auch wirklich verpflichtet fühlt - zumindest
in Sinne einer humanistischen Ethik des Heilens. Diese Ethik
unterscheidet nicht nach PKV oder GKV.

Teeernte hat geschrieben:(09 Jan 2018, 11:13)
Ob Privat oder Pflicht ist doch erstmal - egal.


Genau - so lernt es der Arzt am Anfang seines Studiums. Und
so sehen es Grundgesetz und unser humanistisches Menschenbild
ja auch vor.

Jedoch in der P r a x i s ...

... hat der Arzt lange studiert, und hat sich eventuell durch den Kauf einer Praxis in
Schulden gestürzt. Er wird dann plötzlich mit der kommerziell-finanziellen Seite
dieser Welt konfrontiert. Da macht es dann schon einen Unterschied, ob man
viele Privatpatienten behandelt und nach GOÄ abrechnen kann - oder ob arme
Kassenpatienten mit armseligen EBM-Vergütungen das Wartezimmer bevölkern.

--------------------------------------------------------------------------------------------

Genau das stößt viele Ärzte in einen inneren Konflikt: Einerseits wollen sie alle
Patienten gleich gut behandeln - ganz im ethisch-humanistischen Sinne. Andererseits
müssen die die Kredite abzahlen und müssen die Praxiskosten irgendwie tragen.

Manche denken sich alle möglichen "Zwischenlösungen" wie getrennte Wartezimmer
und Eingänge, getrennte Wartelisten, mehr IGEL-Leistungen usw. aus. Es bleibt
oft eine schizophrene Situation.

Durch Kostendruck und die finanzielle Situation im Hinterkopf ist es sicher nicht
auszuschließen, dass manche Ärzte ihren Privatpatienten einfach wohlwollender
gegenüberstehen, ihnen mehr Zeit widmen und mit ihnen ausführlicher über die
Diagnose und die möglichen Behandlungsmöglichkeiten reden. Es kann auch sein, dass
sich diese Präferenzmuster verfestigen - und sich in vielen Kleinigkeiten ausdrücken.
Insofern werden dann PKV-Patienten bevorzugt.

--------------------------------------------------------------------------------------------

Man sieht dabei gut: Das Problem sind nicht die Ärzte - ihr Verantwortungsbewusstsein
oder ihre ethische Gesinnung. Das Problem sind die unterschiedlichen
Vergütungssysteme für PKV- und GKV-Patienten. Und genau das sollte bereinigt werden.

--------------------------------------------------------------------------------------------

Teeernte hat geschrieben:(09 Jan 2018, 11:13)
Viele Rentner können die grossen Steigerungen nicht bezahlen - und fallen dann in die
"SOZIALKASSE" - DAS ist der eigentliche BETRUG!


Naja, die PKV erzeugt ja auch viel höhere Kosten. Durch

1. Hohe Provisionen bei Vertragsabschluss
2. Auszuschüttenden Gewinnanteil (Dividende etc.)
3. Kosten für Werbung, Marketing, Produktentwicklung u.a.
4. Mehr als 3-mal so hohe Verwaltungskosten (siehe
Verwaltungskosten pro Mitglied) durch komplexe
Vergütungsabwicklung
5. Bezahlung der Ärzte nach GOÄ (etwa 3 bis 3,5 mal mehr als
der Katalog EBM der GKVen)

ist die PKV schon mal viel teurer. Im mittleren Alter werden gerne Menschen
mit preiswerten Tarifen in die PKV gelockt. Diese Tarife werden dann aber
nach und nach besonders angehoben. Für Gutverdiener ist das kein Problem,
für mittlere Verdiener und Rentner kann's schwierig werden.

Teeernte hat geschrieben:(09 Jan 2018, 11:13)
20% der Versicherten sind "dauernd" Krank. - die MEISTEN davon Gesetzlich.


Ja - das nennt man "Rosinenpickerei": Die PKVen suchen sich
die Mensche aus, die möglichst gesund sind und die viel
Geld verdienen oder schon haben.

Deshalb sieht das SPD-Programm zur Bürgerversicherung ja vor,
dass sich die künftigen PKVen am Risikostrukturausgleich beteiligen.
Der Risikostrukturausgleich gleicht den unterschiedlichen Krankenstand
und die unterschiedliche Morbidität der Mitglieder der jeweiligen
Krankenkasse aus.

Greetings! :D
--~~/§&%"$!\~~--
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Teeernte
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Teeernte » Di 9. Jan 2018, 15:51

syna hat geschrieben:(09 Jan 2018, 14:33)

Hallo Teeernte,

schön, dass Du Dir soviele Gedanken machst und die hier
mal so in lockerer Folge schreibst!

Was mir dabei auffällt: Du nimmst den kommerziellen
Aspekt bei den niedergelassenen Ärzten sehr sensibel
wahr.




Ja - das nennt man "Rosinenpickerei": Die PKVen suchen sich
die Mensche aus, die möglichst gesund sind und die viel
Geld verdienen oder schon haben.

Deshalb sieht das SPD-Programm zur Bürgerversicherung ja vor,
dass sich die künftigen PKVen am Risikostrukturausgleich beteiligen.
Der Risikostrukturausgleich gleicht den unterschiedlichen Krankenstand
und die unterschiedliche Morbidität der Mitglieder der jeweiligen
Krankenkasse aus.

Greetings! :D



Wie schön - dass man sich mit unterschiedlichen Anschauungen auch nett unterhalten kan..

...die GKV ist aber auch kein Verfechter der MArktwirtschaft.

Bislang dürfen Ärzte oder Psychotherapeuten ihre Kassenärztliche Zulassung verkaufen oder vererben.
Hintergrund ist die Zulassungsbeschränkung in sog. überversorgten Gebieten, für die keine neue Zulassung erteilt wird,
sondern nur eine Kassenzulassung gekauft werden kann. Die Abgabe einer Praxis ist inzwischen an Auflagen gebunden,
die von den jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigungen festgelegt werden.

Bei Zahnärzten wird eine Kassenzulassung nicht mehr verkauft, seit zum 1. April 2007 die Zulassungsbeschränkung durch die Gesundheitsreform (GKV -Wettbewerbsstärkungsgesetz) im § 103 SGB V Abs. 8 [7] aufgehoben wurde.



Wie ein Eisverkäufer - der sich den Stand vom Eishändler kaufen muss.

....und nun soll der Eishändler auch noch ALLE Kunden kontrollieren...


Also - wenn der Arzt die "GOLDENEN" Kunden vorzieht - muss die Kasse - ( mit der der Arzt einen Vertrag hat - und die meisten Kunden bringt - )
ein Vertragsverletzungsverfahren anstreben.

Die PKV spricht bei der Kasse GKV (Mangelzulassung) von einer RATIONIERUNG der Ärzte - die den GEBIETSSCHUTZ der Eisverkäufer Durchsetzt.
(Monopol macht - und dann jammert....)


Die anderen Dinge - lassen sich regeln - dass die Kasse - bei der sich ein plötzlicher "sozialfall/Krankheitsfall" befindet - diesen zu staatlichen minimalkosten weiter halten muss. (Lehnt die Kasse dies ab - sind Transfer//Ausgleichszahlungen zu leisten)..


Über alles - halte ich es für wichtig - dass es ein System Gesundheitsversorgung gibt - was nicht ALLES Monopolistisch umfasst.

Eine VEB "Einheitsversicherung" brauch zB nur den technischen Fortschritt nicht anerkennen - und Behandlungen einfach nicht en Katalog aufnehmen ...

...den Papierkrieg der Ärzte noch weiter ausufern lassen...

Alle sind für Marktwirtschaft - bei Käse Wurst und Eiern....

Bei Ärzten und Apotheken nun nicht mehr .....und bei Kasse schon garnicht ?

Müsste man (möglicherweise) bei einer Einheitskasse (MONOPOL) die Ärztebindung (Kassenzulassung) aufheben ?
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Positiv Denkender » Di 9. Jan 2018, 17:07

syna hat geschrieben:(07 Jan 2018, 22:56)

Wenn auch die 10% PKV-ler in eine "Gesamtkrankenfinanzierung" einzahlen
würden, so wäre die Beitragssenkung so zwischen 16,2% (DGB-Berechnung)
und 20,0% (Rürup Kommission). Und das - so finde ich - ist ziemlich VIEL -
das ist schon happig.



Das SPD-Progamm sieht so aus:

1. Alle Bürger sind in der solidarischen Bürgerversicherung versichert.

2. An dieser Bürgerversicherung sind neben 300 GKVen auch 50 PKVen beteiligt.
Die PKVen sollen ihre Beiträge abhängig vom Einkommen der Versicherten
erheben - so wie heute die GKV ja auch. Also einen prozentualen Beitrag je
nach Einkommen.

3. Die Mitglieder der PKV würden per Umlage abgesichert (heute werden sie
per kapitalgedeckter risikoabhängiger Prämien abgesichert).

4. Die PKVen dürfen weiterhin Gewinne erzielen (und diese an die Teilhaber
ausschütten).

5. Die PKVen dürfen weiterhin bei den Beitragserhebungen den
Gesundheitszustand berücksichtigen. Sie müssen aber am Risikostrukturausgleich
teilnehmen.

6. Bereits angespartes Kapital in der PKV würde nicht angetastet werden.

7. Jederzeit ist ein Wechsel der Krankenversicherung, zwischen GKV und GKV,
PKV und PKV sowie GKV und PKV möglich.

8. Die Bürgerversicherung wird stufenweise und unter Berücksichtigung des
Vertrauensschutzes eingeführt: Für derzeit PKV-Versicherte ändert sich nichts.

9. Miet,- Zins- und Kapitaleinkünfte werden nur vom Finanzamt besteuert
und über den Risikostrukturausgleich den Krankenkassen zugeführt.

10. Die Beitragsbemessungsgrenze wird nicht abgeschafft, sondern erhöht
(Kompromiß zwischen Äquivalenzprinzip und Steuersystem).



Ooops - entweder kennst Du das Gesundheitssystem nur aus
Patientensicht bei Zipperlein, Erkältung und Unwohlsein - oder Du
kommst von einem ganz anderen Planeten. :?:

Die Bürgerversicherung würde die Effizienz, Qualität, Nachhaltigkeit
und Gerechtigkeit unseres Gesundheitssystems verbessern!

Die ineffiziente Überversorgung von Privatpatienten würde ebenso
beseitigt werden wie die Risikoselektion bei der Aufnahme dieser
Patienten. Die Qualität der Versorgung würde durch den intensiveren
Wettbewerb der Ärzte und Krankenhäuser verbessert werden. Wenn
in Zukunft das Einkommen von Spezialisten nicht mehr von der Quote
der Privatpatienten, sondern von der Qualität der Leistung abhängen
würde, könnten diese bedarfsgerechter eingesetzt werden. Die
Nachhaltigkeit der Krankenversicherung würde steigen, weil sich
am solidarischen System nicht nur die Empfänger von Löhnen und
Gehältern beteiligen würden, sondern auch Selbstständige, Beamte
und Gutverdienende.

:)

Deine Auflistung von angeblichen Vorteilen der Bürgerversicherung liegt unter dem Wahrheitsgehalt von Märchen .
Kein gesetzlich Versicherter profifiert dadurch ,dass PV ihre Verträge kündigen müssten um in die GKV umzusteigen .
Die 10 % der PV wären allein die Gelackmeierten . Schon die Erhöhung der Bemessungsgrenzen zu fordern zeigt
[Mod: editiert]
Wenn, müssen die Bemessungsgrenzen gesenkt werden .Das gilt für die KV genauso wie für die RV . Es würde weder in den Krankenhäusern für GKV etwas verbessert noch würden sich
die ärztlichen Leistungen in Praxen für GKV verändern .Es sei denn du siehst es als medizinische Verbesserung an, wenn
1 oder 2 Patienten in der Woche pro Arzt einmal einen schnelleren Termin bekommen .Das mag hier und dort mal geschehen
dadurch hat niemand der GKV einen Nachteil . Übrigens ich habe es noch nie erlebt dass jemand bei einem akuten Notfall
nicht sofort ärztlich versorgt wird. Oder kannst du Beweise anführen, dass man Menschen die mit dem Notarztwagen in KH gebracht wurden nicht oder falsch behandelt wurden ?
Die Bürgerversicherung erzeugt keine bessere medizinische Versorgung für alle ,sie befriedigt lediglich Gleichmacherei .
Der Widerspruch besteht doch schon darin ,dass die ärztliche Versorgung in Wohngebieten, wo Menschen geringere Einkommen haben
angeblich darn scheitert weil dort Privatpatienten angeblich bevorzugt werden .Sicher bemerkst du diesen Widerspruch nicht oderß
Zuletzt geändert von Positiv Denkender am Di 9. Jan 2018, 18:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Skull
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Skull » Di 9. Jan 2018, 17:34

Guten Tag,

eine letzte Warnung an den User Positiv Denkender.

Ich werde Deine ad-personam-Spam-Tiraden nicht weiter dulden.

Zukünftig werde ich mir die Mühe der Editierungen sparen
und die gesamten Beiträge in die Ablage verschieben.

Benehme Dich hier.
Man dient für Lohn und liebt sich für Geschenke
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Positiv Denkender » Di 9. Jan 2018, 18:29

Wähler hat geschrieben:(06 Jan 2018, 17:23)

Bitte mit empirischen Fakten antworten und nicht wieder nur mit rein persönlichen Erfahrungen. ;) Bei gleicher Dringlichkeit fällt eine längere Wartezeit bei den meisten Leiden medizinisch ins Gewicht.

Eine Behauptung oder welche Fakten hast du anzubieten .
Wieviel Privat Versicherte hat denn ein Arzt durchschnittlich ? 10 20 oder 100
Die kommen dann alle auf einmal sodass der GV warten muss ? Wie lange 1 Std. 1 Woche oder 1 Jahr ?
Selbst wenn ein Privatversicherte einmal bevorzugt wird verzögert sich der Behandlungstermin höchstens um wenige
Minuten .
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jorikke
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon jorikke » Di 9. Jan 2018, 21:45

syna hat geschrieben:(07 Jan 2018, 22:39)

Oha, oha! :?



Also :cool: jorikke!

In den Zeiten, wo Banker und Hedgefondmanager auf das
schnelle Geld aus sind, wo Werbung und Business suggerieren,
dass alles "schnell" und "hip" sein muss, da kontrastieren alte
Tugenden wie "Duldsamkeit" und "Gefügigkeit" ganz positiv!
Denn sie sind noch die "echten alten Tugenden"!

Und noch mehr: Um in einem Unternehmen - oder in irgendeiner
hierarchischen Struktur - erfolgleich zu sein, muss man sich nach
Anderen richten, und das geht nur mit "Gefügigkeit".

"Duldsamkeit" und "Gefügigkeit", vielleicht mit einer Komponente
"Demut", sind altbewähte Tugenden - schon Konfuzius hat die
gepredigt! Es sind Tugenden, die Wirtschaft, Gesellschaft und
Familie stabil halten. Und so wie ich Dich hier erlebe, hast Du mit
diesen Tugenden viel erreicht! Mein Respekt! :thumbup:

----------------------------------------------------------------------------------------------------

Aber in manchen Situationen passen "Duldsamkeit" und "Demut"
einfach nicht. Wenn die Menschen immer ausschließlich nach
den religiös-calvinisten Geboten "Duldsamkeit, Gefügigkeit, Demut,
Fleiß" - "Ora et labora!" gelebt hätten, dann hätten wir heute noch
eine feudale Sklavengesellschaft. Weil nämlich niemals jemand die die
Machtausübung der Oberen in Frage gestellt hätte. Jeder hätte lieber
fleißig, still und leise gearbeitet, bis zum Tode, und niemand hätte es
gewagt, anzuecken.

Die heutige demokratische, egalitär soziale Gesellschaft verdanken wir
mutigen, aufrührerischen Menschen, die sich nicht mehr alles gefallen
ließen - und die oft mit ihrem Leben dafür bezahlt haben.

----------------------------------------------------------------------------------------------------

Heute muss glücklicherweise niemand mehr mit dem Leben bezahlen,
wenn er gesellschaftliche Schieflagen und Ungerechtigkeiten
anprangert. Es gibt nur "Gegenwind" und "Anfeindungen".

---------------------------------------------------------------------------------------------------
Thema "Bürgerversicherung"
---------------------------------------------------------------------------------------------------

Zurück zum eigentlichen Thema: Mir geht es hier nicht um ein Bashing der
Art "Du bist in der xy-Versicherung - Du bist ein guter Mensch, Du bist
aber in der uv-Versicherung, Du bist ein schlechter Mensch". Darum geht
es nicht!


Die Krankenversicherung, die einer gewählt hat, ist seine persönliche Wahl -
mit vielen Vor- und Nachteilen - aber um diese persönliche Wahl soll es hier
nicht gehen.

Es geht darum, mal etwas aus seinem eigenen persönlichen Nebel heraus-
zutreten und auf das Gesundheitssystem in Deutschland als Ganzes zu
blicken. Also nicht mehr aus seiner kleinen persönlichen Sicht - sondern
aus der "globalen" Sicht. Als ob man von oben auf diesen Planeten
herunterschaut - und sieht: "Ah, da ist Germany" und sich dann das
Gesundheitssystem anguckt - unter Berücksichtigung möglichst vieler
Aspekte:

Der Versicherten von GKV und PKV, der Finanzströme, der KV, der
niedergelassenen Ärzte, der Krankenhäuser und ihren Problemen, der
Pflege, der Pharmaindustrie usw.

---------------------------------------------------------------------------------------------------
Was sehen wir dann?
---------------------------------------------------------------------------------------------------

Und wenn wir das tun, dann sehen wir - wenn wir hinsehen: In keinem
anderen Land Europas gibt es zwei Gesundheitssysteme nebeneinander,
ein gesetzliches und ein privates. Seltsam, oder?

Und wir sehen noch etwas: Die PKV-Versicherten - und das ist nicht
ihre Schuld, sondern die Schuld des Systems! - beteiligen sich mit keinem
Cent an den Solidarkosten!

Der gut verdienende gesetzlich Versicherte - wie Du ja einer bist - der ist
die Melkkuh des deutschen Gesundheitssystems. Nur ein Bruchteil seiner
Beiträge kommt ihm selbst zugute. Er zahlt für die Solidargemeinschaft –
und wenn er einen Termin beim niedergelassenen Arzt benötigt, muss er
warten, bis dieser alle privat Versicherten bevorzugt hat.

Wenn er ernsthaft erkrankt und braucht die Hilfe eines Universitätsprofessors
braucht, hängt es vom Glück und von seinen Beziehungen ab, ob er
jemals einen Termin bekommt. Wären alle Politiker, Richter und Professoren
gesetzlich versichert, könnte sich dieses System keine drei Monate halten.

Deshalb: Wenn es um den Abbau von Ungerechtigkeit geht, dann sind
"Duldsamkeit" und "Gefügigkeit" nicht die angesagtesten Tugenden. Wie wäre
es, wenn Du mal etwas "aus Dir heraustrittst" - und einfach mal selbst
nachrecherchierst, wie es um das Deutsche Gesundheitssystem steht?

Grüße, Syna. :thumbup:


Das hast du dir aber schön erklärt.
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Wähler » Mi 10. Jan 2018, 07:59

Wähler hat geschrieben:(06 Jan 2018, 17:23)
Bitte mit empirischen Fakten antworten und nicht wieder nur mit rein persönlichen Erfahrungen. ;) Bei gleicher Dringlichkeit fällt eine längere Wartezeit bei den meisten Leiden medizinisch ins Gewicht.

Positiv Denkender hat geschrieben:(09 Jan 2018, 18:29)
Eine Behauptung oder welche Fakten hast du anzubieten .
Wieviel Privat Versicherte hat denn ein Arzt durchschnittlich ? 10 20 oder 100
Die kommen dann alle auf einmal sodass der GV warten muss ? Wie lange 1 Std. 1 Woche oder 1 Jahr ?
Selbst wenn ein Privatversicherte einmal bevorzugt wird verzögert sich der Behandlungstermin höchstens um wenige Minuten .

https://www.aerztezeitung.de/politik_ge ... hteil.html
Ärtzezeitung 5. Mai 2017 Nach einer aktuellen Erhebung der Grünen geht bei den Wartezeiten bei niedergelassenen Fachärzten die Schere zwischen Kassen- und Privatpatienten weiter auseinander
Auf Initiative der Bundestagsabgeordneten aus Münster hatten Anrufer je zwei Mal in 405 Facharztpraxen in Nordrhein-Westfalen angerufen und um einen Termin gebeten – einmal als Kassenpatient, das nächste Mal als Privatpatient...Im Schnitt mussten Kassenpatienten rund 27 Tage länger auf einen Termin warten als Privatversicherte. Bei einer ähnlichen Erhebung vor zwei Jahren hatte die Differenz noch 20 Tage betragen. Nach Angaben von Klein-Schmeink hat sich dieser Trend auch bei Untersuchungen in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg gezeigt.

Klein-Schmeink macht darauf aufmerksam, dass es bei den Anfragen nicht um planbare Termine gegangen sei. Die Anrufer hätten Beschwerdebilder genannt, die das Wohlbefinden beeinträchtigen und bei denen weiteres Warten zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands führen konnte.

Die Ungleichbehandlung zwischen GKV-Patienten und PKV-Patienten lässt sich empirisch nicht von der Hand weisen.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Dampflok94
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Dampflok94 » Mi 10. Jan 2018, 08:01

Positiv Denkender hat geschrieben:(09 Jan 2018, 18:29)

Eine Behauptung oder welche Fakten hast du anzubieten .
Wieviel Privat Versicherte hat denn ein Arzt durchschnittlich ? 10 20 oder 100
Die kommen dann alle auf einmal sodass der GV warten muss ? Wie lange 1 Std. 1 Woche oder 1 Jahr ?
Selbst wenn ein Privatversicherte einmal bevorzugt wird verzögert sich der Behandlungstermin höchstens um wenige
Minuten .

Darum geht es doch gar nicht. Stell dir eine Schlange mit 100 Wartenden vor, welche irgendwo bedient werden wollen. Plötzlich darf jemand an der Schlange vorbei gehen und wir bevorzugt bedient. Daß bedeutet für die 100 Wartenden ggf. nur eine kleine Verlängerung ihrer Wartezeit. Unmut macht sich trotzdem breit. Warum darf der ohne Wartezeit gleich bedient werden? Das finden viele ungerecht. Du offensichtlich nicht.
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Boracay » Mi 10. Jan 2018, 09:02

Wähler hat geschrieben:Die Ungleichbehandlung zwischen GKV-Patienten und PKV-Patienten lässt sich empirisch nicht von der Hand weisen.


Schlichtweg Blödsinn

https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... unden.html
CaptainJack

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon CaptainJack » Mi 10. Jan 2018, 09:39

Dampflok94 hat geschrieben:(10 Jan 2018, 08:01)

Darum geht es doch gar nicht. Stell dir eine Schlange mit 100 Wartenden vor, welche irgendwo bedient werden wollen. Plötzlich darf jemand an der Schlange vorbei gehen und wir bevorzugt bedient. Daß bedeutet für die 100 Wartenden ggf. nur eine kleine Verlängerung ihrer Wartezeit. Unmut macht sich trotzdem breit. Warum darf der ohne Wartezeit gleich bedient werden? Das finden viele ungerecht. Du offensichtlich nicht.
Ich bin selbst Privatpatient, deshalb kann ich aus der Schule plaudern.
Vor langer Zeit hatte mein früherer Hausarzt tatsächlich ein zusätzliches, kleines Wartezimmer für PKVler. Diese wurden dann tatsächlich nach und nach "eingeschleust", so dass die Wartezeiten tatsächlich erheblich kürzer waren. Inzwischen gibt es das kaum noch.
Der Vorteil ist natürlich, dass ich bei einem Privatarzt einen Termin vereinbaren kann und keine Überweisung zu einem Facharzt benötige, sondern direkt hingehen kann.
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Wähler » Mi 10. Jan 2018, 10:23

Wähler hat geschrieben:(10 Jan 2018, 07:59)
https://www.aerztezeitung.de/politik_ge ... hteil.html
Ärtzezeitung 5. Mai 2017 Nach einer aktuellen Erhebung der Grünen geht bei den Wartezeiten bei niedergelassenen Fachärzten die Schere zwischen Kassen- und Privatpatienten weiter auseinander
Die Ungleichbehandlung zwischen GKV-Patienten und PKV-Patienten lässt sich empirisch nicht von der Hand weisen.


Bei der in der Ärztezeitung veröffentlichten Erhebung der Grünen wurde telefonisch ein direkter Vergleich zwischen PKV-Patient und GKV-Patient bei einzelnen Ärzten gemacht. Die von der PKV beauftragte Forschungsgruppe Wahlen hat nur eine Umfrage durchgeführt.
Sollten die Terminvergabestellen bei den gesetzlichen Krankenkassen inzwischen Wirkung zeigen, wäre das ein gutes Zeichen.
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 10. Jan 2018, 14:29

Dampflok94 hat geschrieben:(10 Jan 2018, 08:01)

Darum geht es doch gar nicht. Stell dir eine Schlange mit 100 Wartenden vor, welche irgendwo bedient werden wollen. Plötzlich darf jemand an der Schlange vorbei gehen und wir bevorzugt bedient. Daß bedeutet für die 100 Wartenden ggf. nur eine kleine Verlängerung ihrer Wartezeit. Unmut macht sich trotzdem breit. Warum darf der ohne Wartezeit gleich bedient werden? Das finden viele ungerecht. Du offensichtlich nicht.

Weil das eine Utopie ist die du da verbreitest .Wartezeiten gibt es bei Ärzten kaum noch weil nur noch Termine vergeben werden .
Egal wo . Wenn Wartezeiten anfallen dann hat der betreffende Arzt eine schlechte Terminplanung . Wartezimmer sind nur dünn besetzt
Bei guter Terminplanung planen Arztpraxen PV mit ein. Zahnarzt und 3 weitere Fachärzte rufen sogar am vorherigen Nachmittag an
um den Termin bestätigen zu lassen damit sie Leerlauf vermeiden . Welchen Beweis hast du denn ,dass dir ein PV vorgezogen wurde. ?
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Wähler » Do 11. Jan 2018, 07:02

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/g ... -1.3820465
SZ 11. Januar 2018 Am Ende des Quartals schicken Ärzte Kassenpatienten weg
Die Hamburger Forscher haben Daten der Techniker Krankenkasse aus den Jahren 2013 und 2014 ausgewertet, die zeigen, dass Ärzte immer am Ende eines Quartals weniger Patienten für einen Routinetermin annahmen. Doch sobald das neue Quartal begann, stieg die Zahl der Termine wieder sprunghaft an, sagt der Gesundheitsökonom Mathias Kifmann.

Bereitschaftseinsätze stiegen vier Wochen vor Quartalsende um 19 Prozentpunkte an: "Wenn Patienten sehr lange auf einen Termin warten müssen, suchen sie offenbar nach Alternativen", sagt Ökonom Kifmann.
Patienten, die privat versichert sind, erleben diesen Engpass nicht. Für sie gibt es kein Limit. Weil Fachärzte ganz offensichtlich eher motiviert sind, gut bezahlte Termine anzubieten, "dürften Privatversicherte unabhängig von Quartalen Termine bekommen", sagt Kifmann.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) etwa äußert "Bedenken", dass deutsche Patienten unangemessen viele Behandlungen bekämen. Die Zahl der ambulanten Arzttermine sei eine der höchsten in Europa. Allerdings, das zeigt die Hamburger Studie nun, betrifft dies Privatversicherte mehr als andere.

Eine Bürgerversicherung würde das Problem des Engpasses am Quartalsende nicht lösen, aber alle Patienten wären dann gleich davon betroffen.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Boracay » Do 11. Jan 2018, 07:11

Wähler hat geschrieben:Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) etwa äußert "Bedenken", dass deutsche Patienten unangemessen viele Behandlungen bekämen. Die Zahl der ambulanten Arzttermine sei eine der höchsten in Europa. Allerdings, das zeigt die Hamburger Studie nun, betrifft dies Privatversicherte mehr als andere.
.


Da sieht man auf was für einem Niveau gejammert wird. Die medizinische Versorgung ist in UK, Frankreich. Australien,... um Lichtjahre schlechter. Die halbe Welt kommt hierher um sich behandeln zu lassen und die Deutschen rennen ständig zum Arzt und Kotzen über die „schlechte Versorgung“.

Weltweit bekommst du nur in CH ein besseres Package, aber dort zu immensen Kosten.
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Dampflok94 » Do 11. Jan 2018, 10:10

Positiv Denkender hat geschrieben:(10 Jan 2018, 14:29)

Weil das eine Utopie ist die du da verbreitest .Wartezeiten gibt es bei Ärzten kaum noch weil nur noch Termine vergeben werden .
Egal wo . Wenn Wartezeiten anfallen dann hat der betreffende Arzt eine schlechte Terminplanung . Wartezimmer sind nur dünn besetzt
Bei guter Terminplanung planen Arztpraxen PV mit ein. Zahnarzt und 3 weitere Fachärzte rufen sogar am vorherigen Nachmittag an
um den Termin bestätigen zu lassen damit sie Leerlauf vermeiden . Welchen Beweis hast du denn ,dass dir ein PV vorgezogen wurde. ?

Willst Du mich jetzt veräppeln? Du weißt genau was gemeint ist. Der GKV-Patient bekommt seinen Termin in 6 Wochen. Der PKV-Patient sofort. Darum geht es.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Boracay » Do 11. Jan 2018, 11:28

Dampflok94 hat geschrieben:(11 Jan 2018, 10:10)

Willst Du mich jetzt veräppeln? Du weißt genau was gemeint ist. Der GKV-Patient bekommt seinen Termin in 6 Wochen. Der PKV-Patient sofort. Darum geht es.


Bei welchem Arzt konkret hast du schon mal 6 Wochen gewartet?

Meine Frau ist GKV Versichert und Apothekerin (einen Berufstand den Ärzte hassen wie die Pest), die bekommt genauso schnell einen Termin wie ich. Meine Kinder waren auch schon gesetzlich versichert, einen Unterschied zur jetzigen PKV kann ich nicht feststellen...
Positiv Denkender
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Positiv Denkender » Do 11. Jan 2018, 13:41

Dampflok94 hat geschrieben:(11 Jan 2018, 10:10)

Willst Du mich jetzt veräppeln? Du weißt genau was gemeint ist. Der GKV-Patient bekommt seinen Termin in 6 Wochen. Der PKV-Patient sofort. Darum geht es.

Wenn es um akute Erkrankungen geht bekommt man sofort einen Termin . Natürlich muss man dann etwas Zeit mitbringen
weil man ja irgendwo auf Kosten anderer Patienten dazwischen geschoben werden muss .
Welchen Beweis kannst du denn erbringen dass schwer erkrankte oder verletzte Menschen nicht zeitnah versorgt werden ?
Zu unseren Zahnarzt können wir bis 21 Uhr Sonnabends bis 16 Uhr kommen wenn es um plötzliche Zahnschmerzen oder um
Beschädigung von Kronen oder Brücken geht. Ansonsten ist es doch piep egal wann ich dort einen Termin bekomme .
Innerhalb einer Woche klappt das immer . Wie schon erwähnt am Tag vor dem Behandlungstermin erfolgt ein Anruf
zu Erinnerung .Nicht nur der Zahnarzt verfährt so unser Hausarzt und weitere 3 Fachärzte u.a. der Frauenarzt meiner Frau .
Man muss Termine nur rechtzeitig anmelden .Mag bei deinen Ärzten anders sein ich habe das Problem noch nie gehabt.
Früher als die Ärzte noch keine Termine ausgaben musste man schon mal 2- 3 Stunden im Wartezimmer verbringen .
Heute werden Wartezimmer selten benutzt . Wie schon erwähnt bei guter Terminplanung der Ärzte fallen keine langen Wartezeiten an .
Ende letzten Jahres habe ich eine Bekannte in die Notaufnahme eines Krankenhaus gebracht . Dort waren die Wartezimmer natürlich voll -
weil dort auch keine Termine ausgeben werden ,geht bei Notfällen auch nicht oder .
Mit einen Herzinfarkt oder
Schlaganfall muss da niemand einen Termin holen .Nach einem Routinebesuch beim Facharzt stimme ich gleich den
neunen Termin ab . Da ist es wurscht ob in 12 oder 13 Monaten .
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Ivanhoe
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Ivanhoe » Do 11. Jan 2018, 14:37

Eine Bekannte von mir ist in der PKV und bezahlt das Doppelte meines Beitrags in der GKV trotz hohen Selbstbehalts.
Mein Verdienst ist höher als ihres und meine Kinder sind auch bei mir mitversichert. Sie kommt als Selbständige aus der
PKV nicht raus und ein bedeutender Anteil Ihres Einkommens entfällt auf die Krankenversicherung. Solche Menschen
gehören sicherlich zu den Verlierern des jetzigen Systems. Im Grunde wird meine günstige Versicherung durch sie
mitfinanziert. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das so nicht möchte.
Es ist so wie es ist und wenn's anders wäre, wäre es auch so wie es ist.
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Boracay » Do 11. Jan 2018, 16:04

Ivanhoe hat geschrieben:(11 Jan 2018, 14:37)

Eine Bekannte von mir ist in der PKV und bezahlt das Doppelte meines Beitrags


Bedeutet wohl das du nur sehr wenig verdienst und weit weg bist von der BBG. Die BBG hat heute schon jeder Berufsanfänger und doppelt so viel zu zahlen (das wären 1.600€ im Monat) halte ich für kaum möglich.

Sie kommt als Selbständige aus der PKV nicht raus und ein bedeutender Anteil Ihres Einkommens entfällt auf die Krankenversicherung.


Auch das geht problemlos. Einfach bei einem Bekannten Fake-Anstellen und wieder raus schmeißen lassen.
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Adam Smith
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Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Adam Smith » Do 11. Jan 2018, 16:09

Boracay hat geschrieben:(11 Jan 2018, 16:04)

Bedeutet wohl das du nur sehr wenig verdienst und weit weg bist von der BBG. Die BBG hat heute schon jeder Berufsanfänger und doppelt so viel zu zahlen (das wären 1.600€ im Monat) halte ich für kaum möglich.



Auch das geht problemlos. Einfach bei einem Bekannten Fake-Anstellen und wieder raus schmeißen lassen.

Der Bekannte muss Unternehmer sein und doch für mindestens ein Jahe Beiträge abführen. Und sie müssen doch ihr Gewerbe aufgeben. Ansonsten fällt das doch auf. Und wie geht es danach weiter?

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