[SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

Moderator: Moderatoren Forum 1

Benutzeravatar
Der Neandertaler
Beiträge: 1562
Registriert: Sa 12. Jul 2008, 02:48
Benutzertitel: Experimentální králíci

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Der Neandertaler » So 7. Jan 2018, 13:24

Hallo Positiv Denkender.
Positiv Denkender hat geschrieben:Das würde aber für die öffentliche Hand nicht preiswerter weil ...
Dies ist insofern richtig! Die öffentliche Hand hätte wohl einen Vorteil, wenn ab sofort alle Beamte in einer gesetzlichen- bzw.: in einer zukünftigen Bürgerversicherung Mitglied wären. Beamte werden, qua (Tarif-) Vertrag, üppig bezuschußt, wenn sie sich privat versichern. Die Bertelsmann Stiftung hat seinerzeit errechnet, daß der Staat bis 2030 etwa 60 Milliarden Euro sparen könnte, wenn die Beamten in die gesetzlichen Kassen gehievt würden.

Momentan machen Beamte etwa 50 Prozent der Privatversicherten aus - das sind etwa 4,5 Millionen Beamte. Das Bundesland Hamburg versucht es nun: es zahlt seinen Beamten ebenfalls Zuschüße, wenn sie in gesetzliche Kassen wechseln. Auf diese Errechnung bin ich gespannt. Es wird bestimmt nicht viel billiger, was die Gesamtrechnung der Einheitsversicherungsgegner gehörig durcheinander bringen dürfte.
"Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern können." (Voltaire)
Benutzeravatar
Dampflok94
Moderator
Beiträge: 12526
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 16:59
Benutzertitel: Betriebsrat
Wohnort: Berlin

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Dampflok94 » So 7. Jan 2018, 14:13

Auch wenn ich sie befürworte glaube ich ja nicht, daß eine Bürgerversicherung kommen wird. Die CDU wird das zu verhindern wissen. Könnte aber teuer werden. Was ich mir vorstellen könnte, daß es eine Neuregelung der Deckelung der Arbeitgeberbeiträge gibt. Denn auch die ist ja sehr umstritten.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 3685
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Alter Stubentiger » So 7. Jan 2018, 15:05

Positiv Denkender hat geschrieben:(07 Jan 2018, 12:50)

Das würde aber für die öffentliche Hand nicht preiswerter weil dann alle Beamten höhere Bruttolöhne bekommen müssten .
Letztendlich hat man diese Regelung Beamten bei der Einstellung zugesichert .Letztendlich sind Beamte nur ein Teil der
der Privatversicherten . Frage welchen Vorteil haben heute gesetzlich Versicherte davon ,wenn Privatversicherte in die gesetzl. KV wechseln`?
Richtig erkannt , keinen . Lediglich eine Beruhigung für Neidhammel. Für die gesetzlich Versicherten würde sich nichts ändern .
Wenn man alle Sitzplätze in den Stadien in Stehplätze umwandelt würde sich für jetzige Stehplatzbesucher nichts ändern .
Hier wird argumentiert gerade in Gegenden oder Stadtteilen wo Menschen mit geringerem Einkommen dauert es lange um einen Termin zu bekommen . Du meinst nun wenn die PKV wegfällt würde sich darn etwas ändern ? Kaum anzunehmen das dort Privatversicherte
den gesetzl. Versicherten die Termine wegnehmen .


Es würde die GKV auf eine breitere Basis stellen wenn Millionen gutverdienender Beamte dazukämen. Im Endeffekt heißt dies: Die einzelne Schulter hat weniger zu tragen. Du denkst also zu kurz.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 14060
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Teeernte » So 7. Jan 2018, 15:44

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Jan 2018, 15:05)

Es würde die GKV auf eine breitere Basis stellen wenn Millionen gutverdienender Beamte dazukämen. Im Endeffekt heißt dies: Die einzelne Schulter hat weniger zu tragen. Du denkst also zu kurz.


:D :D :D Beamte haben den höchsten Krankenstand - und benötigen den Hauptteil der Krankenversicherung (Entgeldfortzahlung ) nicht .

Den Beamten wird das Gehalt bei Krankheit ohne zeitliche Begrenzung weiter gezahlt (bei lang andauernder Erkrankung kann das Pensionierungsverfahren eingeleitet werden).
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Positiv Denkender
Beiträge: 3563
Registriert: Sa 16. Apr 2016, 16:51

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Positiv Denkender » So 7. Jan 2018, 16:54

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Jan 2018, 15:05)

Es würde die GKV auf eine breitere Basis stellen wenn Millionen gutverdienender Beamte dazukämen. Im Endeffekt heißt dies: Die einzelne Schulter hat weniger zu tragen. Du denkst also zu kurz.

Ich denke ich denke lang und gut . Es ist doch absurd zu glauben bei einer Bürgerversicherung würden Beiträge sinken .
Nochmals für den Staat käme eine Bürgerversicherung teurer. Die Brutto Gehälter müssten angehoben werden der AG Zuschuss
müsste gezahlt werden .Letztendlich gibt es die Bemessungsgrenze. Die würde auch für gut verdienende Beamte gelten .
Niemand hätte dadurch einen Vorteil . Millionen PV müssten vertragsbrüchig werden .Die Kosten dafür darfst du gerne tragen.
Keine OP würde für Versicherte anders verlaufen ,kein Zahnersatz würde preiswerter .Wartezeiten verkürzen sich ebenfalls nicht ,da die 10 % der PV ohnehin pro Arzt kaum eine Rolle spielen .Ich kenne eh keinen Arzt bei dem ich länger als 30 Minuten im Wartezimmer sitzen müsste .
Meistens sehr viel kürzer. Termine werden auch von Ärzten zumeist eingehalten . Die Zeiten das jemand in volle Wartezimmer sitzen muss
ist Schnee von gestern. Allenfalls durch Notfälle kann sich ein Termin verzögern .
Die meisten Fachärzte sowie der Zahnarzt rufen sogar einen Tag vorher an und erinnern an den Termin ,weil sie Ausfälle vermeiden wollen.
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 3685
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Alter Stubentiger » So 7. Jan 2018, 20:06

Teeernte hat geschrieben:(07 Jan 2018, 15:44)

:D :D :D Beamte haben den höchsten Krankenstand - und benötigen den Hauptteil der Krankenversicherung (Entgeldfortzahlung ) nicht .


Dürfte also den Mißbrauch der Beamten um eine Frühpensionierung zu gelangen ebenfalls das Wasser abgraben. Interessanter Nebeneffekt.
Was da alles an Privilegien zum Vorschein kommt wenn man nur tief genug bohrt ist unfassbar.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 3685
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Alter Stubentiger » So 7. Jan 2018, 20:08

Positiv Denkender hat geschrieben:(07 Jan 2018, 16:54)

Ich denke ich denke lang und gut . Es ist doch absurd zu glauben bei einer Bürgerversicherung würden Beiträge sinken .
Nochmals für den Staat käme eine Bürgerversicherung teurer. Die Brutto Gehälter müssten angehoben werden der AG Zuschuss
müsste gezahlt werden .Letztendlich gibt es die Bemessungsgrenze. Die würde auch für gut verdienende Beamte gelten .
Niemand hätte dadurch einen Vorteil . Millionen PV müssten vertragsbrüchig werden .Die Kosten dafür darfst du gerne tragen.
Keine OP würde für Versicherte anders verlaufen ,kein Zahnersatz würde preiswerter .Wartezeiten verkürzen sich ebenfalls nicht ,da die 10 % der PV ohnehin pro Arzt kaum eine Rolle spielen .Ich kenne eh keinen Arzt bei dem ich länger als 30 Minuten im Wartezimmer sitzen müsste .
Meistens sehr viel kürzer. Termine werden auch von Ärzten zumeist eingehalten . Die Zeiten das jemand in volle Wartezimmer sitzen muss
ist Schnee von gestern. Allenfalls durch Notfälle kann sich ein Termin verzögern .
Die meisten Fachärzte sowie der Zahnarzt rufen sogar einen Tag vorher an und erinnern an den Termin ,weil sie Ausfälle vermeiden wollen.


Ach ich denke es ist klar warum du so ein Szenario enwirfst. Es geht nur darum überkommene Besitzstände zu wahren.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Benutzeravatar
syna
Beiträge: 423
Registriert: Fr 30. Okt 2015, 08:04

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon syna » So 7. Jan 2018, 22:39

jorikke hat geschrieben:(06 Jan 2018, 12:12)
Du bist ja recht gnädig mit mir. Das ist angenehm.

Am besten hat mir der Satz gefallen, ich sei duldsam und gefügig.
Da möchte ich nichts Eigenes zu sagen. Du solltest das mal mit
meiner Frau diskutieren. (Ich würde schon aufpassen das dir nichts
passiert.)


Oha, oha! :?

jorikke hat geschrieben:(06 Jan 2018, 12:12)
Immerhin, ich frage mich oft, wie es sein konnte 1960 als Stift in einer
Firma mit 15,-DM Lehrlingsvergütung anzufangen und in der gleichen
Firma zwanzig Jahre später, 1980, erstmals ein Jahresgehalt von 100.000,-
erreicht zu haben. Das hat mir so gefallen, ich blieb dort weitere 23
Jahre mit (fast) ständig steigendem Salär. Jetzt weiß ich es.
Duldsamkeit und Gefügigkeit.


Also :cool: jorikke!

In den Zeiten, wo Banker und Hedgefondmanager auf das
schnelle Geld aus sind, wo Werbung und Business suggerieren,
dass alles "schnell" und "hip" sein muss, da kontrastieren alte
Tugenden wie "Duldsamkeit" und "Gefügigkeit" ganz positiv!
Denn sie sind noch die "echten alten Tugenden"!

Und noch mehr: Um in einem Unternehmen - oder in irgendeiner
hierarchischen Struktur - erfolgleich zu sein, muss man sich nach
Anderen richten, und das geht nur mit "Gefügigkeit".

"Duldsamkeit" und "Gefügigkeit", vielleicht mit einer Komponente
"Demut", sind altbewähte Tugenden - schon Konfuzius hat die
gepredigt! Es sind Tugenden, die Wirtschaft, Gesellschaft und
Familie stabil halten. Und so wie ich Dich hier erlebe, hast Du mit
diesen Tugenden viel erreicht! Mein Respekt! :thumbup:

----------------------------------------------------------------------------------------------------

Aber in manchen Situationen passen "Duldsamkeit" und "Demut"
einfach nicht. Wenn die Menschen immer ausschließlich nach
den religiös-calvinisten Geboten "Duldsamkeit, Gefügigkeit, Demut,
Fleiß" - "Ora et labora!" gelebt hätten, dann hätten wir heute noch
eine feudale Sklavengesellschaft. Weil nämlich niemals jemand die die
Machtausübung der Oberen in Frage gestellt hätte. Jeder hätte lieber
fleißig, still und leise gearbeitet, bis zum Tode, und niemand hätte es
gewagt, anzuecken.

Die heutige demokratische, egalitär soziale Gesellschaft verdanken wir
mutigen, aufrührerischen Menschen, die sich nicht mehr alles gefallen
ließen - und die oft mit ihrem Leben dafür bezahlt haben.

----------------------------------------------------------------------------------------------------

Heute muss glücklicherweise niemand mehr mit dem Leben bezahlen,
wenn er gesellschaftliche Schieflagen und Ungerechtigkeiten
anprangert. Es gibt nur "Gegenwind" und "Anfeindungen".

---------------------------------------------------------------------------------------------------
Thema "Bürgerversicherung"
---------------------------------------------------------------------------------------------------

Zurück zum eigentlichen Thema: Mir geht es hier nicht um ein Bashing der
Art "Du bist in der xy-Versicherung - Du bist ein guter Mensch, Du bist
aber in der uv-Versicherung, Du bist ein schlechter Mensch". Darum geht
es nicht!


Die Krankenversicherung, die einer gewählt hat, ist seine persönliche Wahl -
mit vielen Vor- und Nachteilen - aber um diese persönliche Wahl soll es hier
nicht gehen.

Es geht darum, mal etwas aus seinem eigenen persönlichen Nebel heraus-
zutreten und auf das Gesundheitssystem in Deutschland als Ganzes zu
blicken. Also nicht mehr aus seiner kleinen persönlichen Sicht - sondern
aus der "globalen" Sicht. Als ob man von oben auf diesen Planeten
herunterschaut - und sieht: "Ah, da ist Germany" und sich dann das
Gesundheitssystem anguckt - unter Berücksichtigung möglichst vieler
Aspekte:

Der Versicherten von GKV und PKV, der Finanzströme, der KV, der
niedergelassenen Ärzte, der Krankenhäuser und ihren Problemen, der
Pflege, der Pharmaindustrie usw.

---------------------------------------------------------------------------------------------------
Was sehen wir dann?
---------------------------------------------------------------------------------------------------

Und wenn wir das tun, dann sehen wir - wenn wir hinsehen: In keinem
anderen Land Europas gibt es zwei Gesundheitssysteme nebeneinander,
ein gesetzliches und ein privates. Seltsam, oder?

Und wir sehen noch etwas: Die PKV-Versicherten - und das ist nicht
ihre Schuld, sondern die Schuld des Systems! - beteiligen sich mit keinem
Cent an den Solidarkosten!

Der gut verdienende gesetzlich Versicherte - wie Du ja einer bist - der ist
die Melkkuh des deutschen Gesundheitssystems. Nur ein Bruchteil seiner
Beiträge kommt ihm selbst zugute. Er zahlt für die Solidargemeinschaft –
und wenn er einen Termin beim niedergelassenen Arzt benötigt, muss er
warten, bis dieser alle privat Versicherten bevorzugt hat.

Wenn er ernsthaft erkrankt und braucht die Hilfe eines Universitätsprofessors
braucht, hängt es vom Glück und von seinen Beziehungen ab, ob er
jemals einen Termin bekommt. Wären alle Politiker, Richter und Professoren
gesetzlich versichert, könnte sich dieses System keine drei Monate halten.

Deshalb: Wenn es um den Abbau von Ungerechtigkeit geht, dann sind
"Duldsamkeit" und "Gefügigkeit" nicht die angesagtesten Tugenden. Wie wäre
es, wenn Du mal etwas "aus Dir heraustrittst" - und einfach mal selbst
nachrecherchierst, wie es um das Deutsche Gesundheitssystem steht?

Grüße, Syna. :thumbup:
--~~/§&%"$!\~~--
Benutzeravatar
syna
Beiträge: 423
Registriert: Fr 30. Okt 2015, 08:04

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon syna » So 7. Jan 2018, 22:56

Positiv Denkender hat geschrieben:(07 Jan 2018, 16:54)
Es ist doch absurd zu glauben bei einer Bürgerversicherung würden Beiträge sinken.


Wenn auch die 10% PKV-ler in eine "Gesamtkrankenfinanzierung" einzahlen
würden, so wäre die Beitragssenkung so zwischen 16,2% (DGB-Berechnung)
und 20,0% (Rürup Kommission). Und das - so finde ich - ist ziemlich VIEL -
das ist schon happig.

Positiv Denkender hat geschrieben:(07 Jan 2018, 16:54)
Millionen PV müssten vertragsbrüchig werden.


Das SPD-Progamm sieht so aus:

1. Alle Bürger sind in der solidarischen Bürgerversicherung versichert.

2. An dieser Bürgerversicherung sind neben 300 GKVen auch 50 PKVen beteiligt.
Die PKVen sollen ihre Beiträge abhängig vom Einkommen der Versicherten
erheben - so wie heute die GKV ja auch. Also einen prozentualen Beitrag je
nach Einkommen.

3. Die Mitglieder der PKV würden per Umlage abgesichert (heute werden sie
per kapitalgedeckter risikoabhängiger Prämien abgesichert).

4. Die PKVen dürfen weiterhin Gewinne erzielen (und diese an die Teilhaber
ausschütten).

5. Die PKVen dürfen weiterhin bei den Beitragserhebungen den
Gesundheitszustand berücksichtigen. Sie müssen aber am Risikostrukturausgleich
teilnehmen.

6. Bereits angespartes Kapital in der PKV würde nicht angetastet werden.

7. Jederzeit ist ein Wechsel der Krankenversicherung, zwischen GKV und GKV,
PKV und PKV sowie GKV und PKV möglich.

8. Die Bürgerversicherung wird stufenweise und unter Berücksichtigung des
Vertrauensschutzes eingeführt: Für derzeit PKV-Versicherte ändert sich nichts.

9. Miet,- Zins- und Kapitaleinkünfte werden nur vom Finanzamt besteuert
und über den Risikostrukturausgleich den Krankenkassen zugeführt.

10. Die Beitragsbemessungsgrenze wird nicht abgeschafft, sondern erhöht
(Kompromiß zwischen Äquivalenzprinzip und Steuersystem).

Positiv Denkender hat geschrieben:(07 Jan 2018, 16:54)
Keine OP würde für Versicherte anders verlaufen, kein Zahnersatz würde preiswerter.
Wartezeiten verkürzen sich ebenfalls nicht, da die 10 % der PV ohnehin pro Arzt kaum
eine Rolle spielen.
...


Ooops - entweder kennst Du das Gesundheitssystem nur aus
Patientensicht bei Zipperlein, Erkältung und Unwohlsein - oder Du
kommst von einem ganz anderen Planeten. :?:

Die Bürgerversicherung würde die Effizienz, Qualität, Nachhaltigkeit
und Gerechtigkeit unseres Gesundheitssystems verbessern!

Die ineffiziente Überversorgung von Privatpatienten würde ebenso
beseitigt werden wie die Risikoselektion bei der Aufnahme dieser
Patienten. Die Qualität der Versorgung würde durch den intensiveren
Wettbewerb der Ärzte und Krankenhäuser verbessert werden. Wenn
in Zukunft das Einkommen von Spezialisten nicht mehr von der Quote
der Privatpatienten, sondern von der Qualität der Leistung abhängen
würde, könnten diese bedarfsgerechter eingesetzt werden. Die
Nachhaltigkeit der Krankenversicherung würde steigen, weil sich
am solidarischen System nicht nur die Empfänger von Löhnen und
Gehältern beteiligen würden, sondern auch Selbstständige, Beamte
und Gutverdienende.

:)
--~~/§&%"$!\~~--
Boracay
Beiträge: 3976
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Boracay » Mo 8. Jan 2018, 03:46

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Jan 2018, 15:05)

Es würde die GKV auf eine breitere Basis stellen wenn Millionen gutverdienender Beamte dazukämen.


78% der Beamten sind im einfachen, mittleren und gehobenen Dienst. Da würden die meisten Mitarbeiter bei DAX Konzernen nicht mal aufs Klo gehen für das lächerliche Salär das Beamte beziehen.
Wähler
Beiträge: 4130
Registriert: Di 25. Dez 2012, 13:04
Wohnort: Bayern

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Wähler » Mo 8. Jan 2018, 06:21

Wähler hat geschrieben:(06 Jan 2018, 17:07)
Das ist erwiesener Maßen falsch:
https://www.aerztezeitung.de/politik_ge ... eiten.html
Ärztezeitung 25.April 2014 Überlastung meist Grund für längere Wartezeiten
Bei gleicher Dringlichkeit werden Privatpatienten bevorzugt.
siehe auch:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... uf-Termine
Ärzteblatt 3. Juni 2016 Kassenpatienten warten laut Test noch immer länger auf Termine
Daher wurden jetzt auch Servicestellen eingerichtet, um bedürftige Patienten schneller zu vermitteln.

Teeernte hat geschrieben:(07 Jan 2018, 13:13)
Ähmmm Du kannst Dich Zusatzversichern.
Solange die "Wartezeit" nicht medizinisch relevant ist - legt der Arzt fest - wann er - für welches Klientel "Öffnungszeiten" hat.

Das ist doch das Gleiche in Grün. Daher nur ein Auswahlverfahren durch den Arzt nach rein medizinischen Gründen, nicht nach ökonomischen. Der Vergleich mit der Hotelbranche ist folglich nicht angemessen.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 3685
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 8. Jan 2018, 15:55

Boracay hat geschrieben:(08 Jan 2018, 03:46)

78% der Beamten sind im einfachen, mittleren und gehobenen Dienst. Da würden die meisten Mitarbeiter bei DAX Konzernen nicht mal aufs Klo gehen für das lächerliche Salär das Beamte beziehen.


Klar. Man muß sich ja an den Mitarbeitern der DAX-Konzernen orientieren die zum Teil auf einer Insel der Seligen leben. Die meisten Arbeitnehmer arbeiten allerdings auch nicht bei DAX-Konzernen und haben auch nicht deren Salär. Das selbstgefällige Elitedenken der Beamten nervt.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Benutzeravatar
Dampflok94
Moderator
Beiträge: 12526
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 16:59
Benutzertitel: Betriebsrat
Wohnort: Berlin

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Dampflok94 » Di 9. Jan 2018, 08:33

Alter Stubentiger hat geschrieben:(08 Jan 2018, 15:55)Das selbstgefällige Elitedenken der Beamten nervt.

Woran machst Du denn dieses Elitedenken fest? Ich kann da nix sehen.

Beamte haben halt rechtlich eine besondere Position. Nicht zuletzt festgelegt durch unser Grundgesetz. Nun kann man lang und breit darüber diskutieren, ob das sinnvoll ist oder nicht. Das bringt aber nicht viel. Schon gar nicht im Zusammenhang mit diesem Thema hier. Beamte in die GKV zu bekommen, fände ich richtig. Um die Grundlage zu verbreitern.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 3685
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 9. Jan 2018, 08:59

Dampflok94 hat geschrieben:(09 Jan 2018, 08:33)

Woran machst Du denn dieses Elitedenken fest? Ich kann da nix sehen.

Beamte haben halt rechtlich eine besondere Position. Nicht zuletzt festgelegt durch unser Grundgesetz. Nun kann man lang und breit darüber diskutieren, ob das sinnvoll ist oder nicht. Das bringt aber nicht viel. Schon gar nicht im Zusammenhang mit diesem Thema hier. Beamte in die GKV zu bekommen, fände ich richtig. Um die Grundlage zu verbreitern.


Das ist abe der Punkt. Einzelne Gruppen versuchen mit aller Macht ihren besonderen Status zu zementieren. So kann man natürlich nirgendwo etwas restrukturieren um für die Zukunft besser dazustehen. Die sozialen Sicherungssysteme sind enorm wichtig für den Bestand und den Erfolg eines Staates. Darum sollten alle an einer Weiterentwicklung mitarbeiten.

Das alles mag im Moment nicht drängend erscheinen. Die Konjunktur brummt. Vollbeschäftigung. Aber wenn der Einbruch kommt, und er wird kommen, sollten alle gut gesichert sein. Sonst laufen die Leute ganz schnell denen hinterher die alles versprechen und die Welt doch nur in einen Krieg treiben. Es läuft alles darauf zu. Unzufriedenheit, Nationalismus, Protektionismus. Ich denke nicht daß ich in Friedenszeiten sterben werde.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 14060
Registriert: Do 11. Sep 2014, 17:55

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Teeernte » Di 9. Jan 2018, 11:13

syna hat geschrieben:(07 Jan 2018, 22:39)

Oha, oha! :?




Es geht darum, mal etwas aus seinem eigenen persönlichen Nebel heraus-
zutreten und auf das Gesundheitssystem in Deutschland als Ganzes zu
blicken. Also nicht mehr aus seiner kleinen persönlichen Sicht - sondern
aus der "globalen" Sicht. Als ob man von oben auf diesen Planeten
herunterschaut - und sieht: "Ah, da ist Germany" und sich dann das
Gesundheitssystem anguckt - unter Berücksichtigung möglichst vieler
Aspekte:

Der Versicherten von GKV und PKV, der Finanzströme, der KV, der
niedergelassenen Ärzte, der Krankenhäuser und ihren Problemen, der
Pflege, der Pharmaindustrie usw.

---------------------------------------------------------------------------------------------------
Was sehen wir dann?
---------------------------------------------------------------------------------------------------

Und wenn wir das tun, dann sehen wir - wenn wir hinsehen:

Grüße, Syna. :thumbup:


Nun - schau mal GENAUER hin !

Es wird NICHT >>Gesundheit bezahlt - sondern Behandlung (beim Arzt) - und im Krankenhaus gibts Fallpauschale.

Also - wie beim Auto in der Werkstatt

Pos 1 - Deckel auf, 5 Eu,
Pos 2 - Diagnosestecker rein 30 Eu.....

Der VORTEIL - beim AUTO >> hier ist GARANTIE. - und da wird so lange repariert bis es läuft.
Die Markenwerkstatt hat AHNUNG. Repariert - bis die Kiste rund läuft.

Mit der Krankenversicherung ?

Ja - der Kranke ist kein Auto.....

.....und wir treten aufs GAAAAS - bis der Arzt kommen muss.

Aber - was wird dann geboten ? (Machen Sie sich mal oben frei - zum Abhorchen ? ....auch nur bei jungen Mädels)

Grippe dauert mit Arzt 14 Tage.. 3 Wochen .....und ohne das selbe.

Rückenschmerzen - das Angebot reicht von OP Angeboten über Spritzenkur ,bunte Pillen, ..... Quaddeln, monatelang Bett liegen -
ein Chiropraktiker braucht 5 Minuten ... - mit dem Tip für die Zukunft (Reiten, Motorradfahren und Schwimmen) - ja Fallabhängig.

(Und ne Beratung - die Spritzenkur/Tabletten ist nur gegen die Schmerzen, Nebenwirkung >>Magenschmerzen...)

ICH will doch GESUND/Schmerzfrei werden ! ....ich brauch keinen Zettel für 1000 Jahre zu hause bleiben !

Keine Kasse kann das bieten !

Wie soll - ob Privat oder Kasse - der Arzt daran interessiert werden - mich GESUND zu HALTEN ?

Garnicht ! >> Bei Kasse ? - im Nächsten Quartal doch noch mal vorbei zu schauen.

Blutdruck / Zucker ? Die Werte werden dauernd geändert - der Kunde "Klinisch" (Chronisch) Dauerkrank - damit die Kasse klingelt !
...und die Tabletten einen Abnehmer haben.

Keiner zahlt für einen "Gesunden" Kunden. Methode des unbekümmerten Probieren.... Schmerzen ? >> Röntgen... nix >> MRT...Nix (Beim Knie //Fuß würde man bei manchen Ärzten jetzt mal "rein" schauen ins Knie....)

Oder man kauft neue Schuhe ......(Fach - Verkäufer = mit denen müssten sie ja schon Schmerzen oben an der Wade am Knie haben.... :D :D :D )

Ob Privat oder Pflicht ist doch erstmal - egal.

Ich kenn beides und bin bei PFLICHT/Gesetzlich freiwillig... Soviel "Vorteil" ist es nicht. Wer selbständig ist - da ists am ANFANG etwas preiswerter.

- Viele Rentner können die grossen Steigerungen nicht bezahlen - und fallen dann in die "SOZIALKASSE" - DAS ist der eigentliche BETRUG !
Dann wenn es TEUER wird - die Leute wieder abgeben - an die Solidargemeinschaft .

20% der Versicherten sind "dauernd" Krank. - die MEISTEN davon Gesetzlich ..... (Privat LOHNT da nicht)

....und ein weiterer Unterschied ....private ..(Selbständige) brauchen Keine "Krankschreibung" keinen Zettel - wenn sie zu hause bleiben müssen/wollen !
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Boracay
Beiträge: 3976
Registriert: So 30. Dez 2012, 23:26

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Boracay » Di 9. Jan 2018, 11:28

Alter Stubentiger hat geschrieben:(08 Jan 2018, 15:55)

Klar. Man muß sich ja an den Mitarbeitern der DAX-Konzernen orientieren die zum Teil auf einer Insel der Seligen leben. Die meisten Arbeitnehmer arbeiten allerdings auch nicht bei DAX-Konzernen und haben auch nicht deren Salär. Das selbstgefällige Elitedenken der Beamten nervt.


Kien Beamte hält sich für "die Elite", sondern die meisten halten sich für völlig unterbezahlte Verlierer. Selbst verglichen mit dem Mittelstand ist der Beamtensold ein schlechter Witz, zumindest als Single.

Nehmen wir mal Beamte im mittleren Dienst auf dem Finanzamt. Die normalen Sachbearbeiter. Die bekommen Brutto 2.200€, also ungefähr so viel wie ein Hilfsarbeiter (aber einer der so gut wie kein Wort Deutsch spricht). Pro Stunde ist das noch weniger, denn die dürfen 42h pro Woche arbeiten. Die Stellen werden wie bei Friseusen fast immer von Frauen besetzt, alleine kann man sich das Leben gar nicht leisten mit so einem Witz Einkommen.

Mit abgeschlossem Studium kommt ein Beamter auf dem Finanzamt auf 2.700€ Brutto. Kennst du auch nur einen Berufsanfänger der so wenig verdient? Und komm mir nicht mit "da geht ja keine RV weg", in der freien Wirtschaft kommt man teils auf das Doppelte und da gibt es noch einen Bonus und Aufstiegsmöglichkeiten die man als Beamter gar nicht hat.

Das ist der allerletzte Scheißjob und keiner dort hält sich für eine Elite. Das sind Geringverdiener und entsprechend qualifiziertes Personal wird dort angezogen.
pikant
Beiträge: 54531
Registriert: Mi 10. Feb 2010, 13:07

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon pikant » Di 9. Jan 2018, 11:32

Boracay hat geschrieben:(09 Jan 2018, 11:28)

Kien Beamte hält sich für "die Elite", sondern die meisten halten sich für völlig unterbezahlte Verlierer. Selbst verglichen mit dem Mittelstand ist der Beamtensold ein schlechter Witz, zumindest als Single.

Nehmen wir mal Beamte im mittleren Dienst auf dem Finanzamt. Die normalen Sachbearbeiter. Die bekommen Brutto 2.200€, also ungefähr so viel wie ein Hilfsarbeiter (aber einer der so gut wie kein Wort Deutsch spricht). Pro Stunde ist das noch weniger, denn die dürfen 42h pro Woche arbeiten. Die Stellen werden wie bei Friseusen fast immer von Frauen besetzt, alleine kann man sich das Leben gar nicht leisten mit so einem Witz Einkommen.

Mit abgeschlossem Studium kommt ein Beamter auf dem Finanzamt auf 2.700€ Brutto. Kennst du auch nur einen Berufsanfänger der so wenig verdient? Und komm mir nicht mit "da geht ja keine RV weg", in der freien Wirtschaft kommt man teils auf das Doppelte und da gibt es noch einen Bonus und Aufstiegsmöglichkeiten die man als Beamter gar nicht hat.

Das ist der allerletzte Scheißjob und keiner dort hält sich für eine Elite. Das sind Geringverdiener und entsprechend qualifiziertes Personal wird dort angezogen.


Arbeitsplatz ist sicher und man kann langfristig planen :)
Benutzeravatar
Dampflok94
Moderator
Beiträge: 12526
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 16:59
Benutzertitel: Betriebsrat
Wohnort: Berlin

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Dampflok94 » Di 9. Jan 2018, 11:43

Alter Stubentiger hat geschrieben:(09 Jan 2018, 08:59)

Das ist abe der Punkt. Einzelne Gruppen versuchen mit aller Macht ihren besonderen Status zu zementieren.

Das ist doch normal. Wer gibt so etwas schon gerne her. Das mache ich denen nicht mal zum Vorwurf. Wer daohne Sünde ist...
Aber dann muß man eben dagegen vorgehen. Und in einer Demokratie macht man das mit Gesetzen, die entsprechende Mehrheiten benötigen.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
Benutzeravatar
Alter Stubentiger
Beiträge: 3685
Registriert: Fr 6. Jan 2012, 08:20
Benutzertitel: Sozialdemokrat

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 9. Jan 2018, 12:04

Boracay hat geschrieben:(09 Jan 2018, 11:28)

Kien Beamte hält sich für "die Elite", sondern die meisten halten sich für völlig unterbezahlte Verlierer. Selbst verglichen mit dem Mittelstand ist der Beamtensold ein schlechter Witz, zumindest als Single.

Nehmen wir mal Beamte im mittleren Dienst auf dem Finanzamt. Die normalen Sachbearbeiter. Die bekommen Brutto 2.200€, also ungefähr so viel wie ein Hilfsarbeiter (aber einer der so gut wie kein Wort Deutsch spricht). Pro Stunde ist das noch weniger, denn die dürfen 42h pro Woche arbeiten. Die Stellen werden wie bei Friseusen fast immer von Frauen besetzt, alleine kann man sich das Leben gar nicht leisten mit so einem Witz Einkommen.

Mit abgeschlossem Studium kommt ein Beamter auf dem Finanzamt auf 2.700€ Brutto. Kennst du auch nur einen Berufsanfänger der so wenig verdient? Und komm mir nicht mit "da geht ja keine RV weg", in der freien Wirtschaft kommt man teils auf das Doppelte und da gibt es noch einen Bonus und Aufstiegsmöglichkeiten die man als Beamter gar nicht hat.

Das ist der allerletzte Scheißjob und keiner dort hält sich für eine Elite. Das sind Geringverdiener und entsprechend qualifiziertes Personal wird dort angezogen.


Für Hilfsarbeiter gibts allenfalls noch Jobs beim Subunternehmer. Aber dass ist ein ganz anderes Thema. Ansonsten ist ein Hilfsarbeiter in der heutigen Welt kaum nocht zu finden. Der Beamte hat außerdem kaum Abgaben. Von 2500€ bleiben 2150€ übrig. Davon kann der Arbeitnehmer nur träumen.

Mit den ganzen Zuschlägen und Vergünstigungen hat der Beamte rund das Doppelte eines Arbeitnehmers in vergleichbarer Position.
Beamte – Was die Adeligen von heute wirklich verdienenvon Torsten Ermel:
https://www.amazon.de/gp/product/382883 ... ag=ksta-21
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
Benutzeravatar
syna
Beiträge: 423
Registriert: Fr 30. Okt 2015, 08:04

Re: [SPD + Gesundheit] Bürgerversicherung?

Beitragvon syna » Di 9. Jan 2018, 13:41

Hey Leute!

Die Beamtendiskussion könnt ihr hier führen!
Hier geht's um die "B ü r g e r v e r s i c h e r u n g",
die aktuell bei den Sondierungsverhandlungen zwischen
CDU/CSU und SPD das Thema ist.
--~~/§&%"$!\~~--

Zurück zu „10. Sozialpolitik“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast