Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

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Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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KarlRanseier
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon KarlRanseier » Mi 21. Feb 2018, 23:14

https://www.test.de/Krankenversicherung ... 7-2197767/

1,3 Millionen Menschen in Deutschland haben keine Krankenversicherung. Das war 2004. Würde mich nicht wundern, wenn es heute 3-5 Millionen sind. Muss man mal recherchieren...

Das wird man wohl nicht so leicht herausfinden können. Ist ja auch nicht so wichtig wie die Börsenkurse oder die Befindlichkeiten und Wünsche von Systemrelevanten, die jederzeit auf dem aktuellsten Stand publiziert werden.

Die Medien sind zwar nicht gleichgeschaltet, aber sie sind, und da hat die AfD durchaus recht, gelegentlich ekelerregend. :(
Zuletzt geändert von KarlRanseier am Mi 21. Feb 2018, 23:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon KarlRanseier » Mi 21. Feb 2018, 23:18

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(21 Feb 2018, 19:31)

Ach du bist aus dem Osten der Republik? Wie alt? Hast du das repressive System in der DDR schon bei vollem Sachverstand mitbekommen?



Ja, habe ich. Die DDR ging für mich gerade rechtzeitig unter. Nur so blieb es mir erspart, zur Armee zu müssen!
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Boracay » Mi 21. Feb 2018, 23:24

KarlRanseier hat geschrieben:(21 Feb 2018, 23:00)
Wie kommt es dann, dass immer mehr Menschen hierzulande ihren Krankenversicherungsschutz verlieren? :?: :?: :?:


In der Regel hat dies mit der privaten Krankenversicherung zu tun. Das ist ein völlig anderes Thema und hat mit Obdachlosigkeit absolut gar nichts zu tun. Null und gar nix.

Sind seit GerHartzens Reformen die Leute einfach faul und blöde geworden?


Seit der Einführung der Hartz Reformen ist die Zahl der Krankenversicherten massiv gestiegen und die Zahl der nicht krankenversicherten massiv gesunken. Das hat unter anderem mit der defakto Vollbeschäftigung zu tun (Arbeitslosigkeit gibt es ja nicht mal mehr Gerüchteweise [Mod editiert] ) aber auch mit Einführung der Versicherungspflicht 2007.

Das man sich ausgerechnet in einem Punkt der sich dramatisch verbessert hat über "gestiegende Armut" beklagt ist schon aberwitzig.

Warum wird Bedürftigen aus nichtigem Anlass Miete und Krankenversicherung gestrichen


Die Krankenverischerung wird auch bei (den extrem seltenen und notwendigen) 100% Sanktionen bezahlt. Das kannst du dir in 3 Sekunden ergoogeln.

Im übrigens gibt es kaum 100% Sanktionen 6.000 bestehende, davon fast alle völlig zurecht. Da muss man sich schon mächtig anstrengen um 100% Sanktionen zu bekommen und das dauert sehr sehr lange. In Dänemark wärst du sehr viel schneller 100% los und zwar sofort wenn du einen Job ablehnst. Wenn man dann noch bedenkt das es in fast allen Fällen [Mod editiert] ) ohnehi ndie große Mehrheit der Hartzer) dann kommt man sich als Steuerzahler schon verarscht vor. Wie blöde ist der Deutsche Staat eigentlich und wie lange füttert er [Mod editiert] mit zusätzlichen Sozialeistungen durch?

Der Staat fördert die Armut weil er nicht früher eingereift und nicht viel früher Leistungen streicht.
Zuletzt geändert von Skull am Mi 21. Feb 2018, 23:31, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Hetze entfernt
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Skull » Mi 21. Feb 2018, 23:37

Guten Abend,

ich bin es leid, ich werde jetzt nicht mehr die Beiträge des Users Boracay
von Hetze und Beleidigungen befreien und editieren.

Ich werde sie umgehend und komplett in die Ablage entsorgen.

Weitere Maßnahmen nicht ausgeschlossen.
Man dient für Lohn und liebt sich für Geschenke
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Ger9374 » Mi 21. Feb 2018, 23:40

Odin1506 hat geschrieben:(21 Feb 2018, 20:16)

Und wieder eine falsche Aussage.
Jeder Obdachlose hier in Deutschland hat noch nicht einmal eine Krankenversicherung.
Also nichts mit Grundbedürfnisse werden hier erfüllt.


Wer obdachlos ist entzieht sich bewusst der Sozialen Grundversorgung. Eigene Entscheidung.
Meldeadresse, Anträge.Wohnung , Arbeitsplatz suche.
Dann halt platte, Alkohol, rumjammern.
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon KarlRanseier » Mi 21. Feb 2018, 23:44

Boracay hat geschrieben:(21 Feb 2018, 23:24)

In der Regel hat dies mit der privaten Krankenversicherung zu tun. Das ist ein völlig anderes Thema und hat mit Obdachlosigkeit absolut gar nichts zu tun. Null und gar nix.



Seit der Einführung der Hartz Reformen ist die Zahl der Krankenversicherten massiv gestiegen und die Zahl der nicht krankenversicherten massiv gesunken. Das hat unter anderem mit der defakto Vollbeschäftigung zu tun (Arbeitslosigkeit gibt es ja nicht mal mehr Gerüchteweise [Mod editiert] ) aber auch mit Einführung der Versicherungspflicht 2007.

Das man sich ausgerechnet in einem Punkt der sich dramatisch verbessert hat über "gestiegende Armut" beklagt ist schon aberwitzig.



Die Krankenverischerung wird auch bei (den extrem seltenen und notwendigen) 100% Sanktionen bezahlt. Das kannst du dir in 3 Sekunden ergoogeln.

Im übrigens gibt es kaum 100% Sanktionen 6.000 bestehende, davon fast alle völlig zurecht. Da muss man sich schon mächtig anstrengen um 100% Sanktionen zu bekommen und das dauert sehr sehr lange. In Dänemark wärst du sehr viel schneller 100% los und zwar sofort wenn du einen Job ablehnst. Wenn man dann noch bedenkt das es in fast allen Fällen [Mod editiert] ) ohnehi ndie große Mehrheit der Hartzer) dann kommt man sich als Steuerzahler schon verarscht vor. Wie blöde ist der Deutsche Staat eigentlich und wie lange füttert er [Mod editiert] mit zusätzlichen Sozialeistungen durch?

Der Staat fördert die Armut weil er nicht früher eingereift und nicht viel früher Leistungen streicht.



Du brauchst mir doch Keinen vom Pferd zu erzählen, hab's doch selbst erlebt, als "Aufstocker". 6 Monate keine Beiträge gezahlt, wäre fast draußen gewesen. Ja, sicher hat man Rechte, die nützen einem aber nichts, weil die Sachbearbeiter unglaublich viel Zeit haben. Nicht jeder Vermieter und nicht jede Krankenkasse ist so geduldig. Das hat Methode, denn jeder Aufstocker, der durchdreht oder sich aufhängt, verschwindet aus der Statistik.

Ob die Zahl der Menschen ohne KV gesunken ist, bleibt zu prüfen. Wer weiß, wen die Zahlenfrisöre da wieder alles herausgerechnet haben...

Für die 1,3 Millionen habe ich eine offizielle Quelle genannt. "Lügenpresse"?
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Boracay » Do 22. Feb 2018, 00:23

KarlRanseier hat geschrieben:(21 Feb 2018, 23:44)
Du brauchst mir doch Keinen vom Pferd zu erzählen, hab's doch selbst erlebt, als "Aufstocker". 6 Monate keine Beiträge gezahlt, wäre fast draußen gewesen.


Wie kann man als Aufstocker keine Beiträge bezahlen? Wie geht das? Erklär mal?
Zweifelst du an der absolut lachhaften Zahl von 80.000?

Ja, sicher hat man Rechte, die nützen einem aber nichts, weil die Sachbearbeiter unglaublich viel Zeit haben. Nicht jeder Vermieter und nicht jede Krankenkasse ist so geduldig.


Nochmals: Willst du bestreiten dass die Zahl der Nichtversicherten dramatisch gesunken ist??

Das hat Methode, denn jeder Aufstocker, der durchdreht oder sich aufhängt, verschwindet aus der Statistik.


Die Selbstmordrate sinkt seit Jahren und sinkt seit Einführung der Hartz Gesetze weiter.
https://magazin.spiegel.de/SP/2016/33/1 ... index.html

Ob die Zahl der Menschen ohne KV gesunken ist, bleibt zu prüfen. Wer weiß, wen die Zahlenfrisöre da wieder alles herausgerechnet haben...


Das bleibt nicht zu überprüfen. Das kannst du auch auf Wikipedia nachlesen. Diese "offizielle Quelle" test.de (geile Quelle, ohne Angabe der Quelle) aus 2004 ist also allen Ernstes das was du hier in den Raum wirfst weil du überall sonst 80.000 findest.

Hier die offizielle Quelle die von einem Zensus
https://www.destatis.de/DE/PresseServic ... _p002.html

Was der Zensus aber nicht erfasst hat ist illegale Einwanderung. Das kann aber kaum erfasst werden, denn wer sich nirgendwo meldet und nirgendwo registriert kann sich auch kaum krankenversichern. Das liegt aber nicht am bösen kapitalistischen Staat, sondern einfach daran dass Kassen wohl kaum einfach Blanko Karten an Bahnhöfen verteilen können.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon KarlRanseier » Do 22. Feb 2018, 00:52

Boracay hat geschrieben:(22 Feb 2018, 00:23)

Wie kann man als Aufstocker keine Beiträge bezahlen? Wie geht das? Erklär mal?
Zweifelst du an der absolut lachhaften Zahl von 80.000?



Nochmals: Willst du bestreiten dass die Zahl der Nichtversicherten dramatisch gesunken ist??



Die Selbstmordrate sinkt seit Jahren und sinkt seit Einführung der Hartz Gesetze weiter.
https://magazin.spiegel.de/SP/2016/33/1 ... index.html



Das bleibt nicht zu überprüfen. Das kannst du auch auf Wikipedia nachlesen. Diese "offizielle Quelle" test.de (geile Quelle, ohne Angabe der Quelle) aus 2004 ist also allen Ernstes das was du hier in den Raum wirfst weil du überall sonst 80.000 findest.

Hier die offizielle Quelle die von einem Zensus
https://www.destatis.de/DE/PresseServic ... _p002.html

Was der Zensus aber nicht erfasst hat ist illegale Einwanderung. Das kann aber kaum erfasst werden, denn wer sich nirgendwo meldet und nirgendwo registriert kann sich auch kaum krankenversichern. Das liegt aber nicht am bösen kapitalistischen Staat, sondern einfach daran dass Kassen wohl kaum einfach Blanko Karten an Bahnhöfen verteilen können.



Kann ich Dir gern erklären.

Hatte mich selbständig gemacht. Mein Anspruch auf ALG2 lag unter 50 Euro/Monat, allerdings zzgl. der Krankenkassenbeiträge (GKV). Selbständige haben den gesamten Betrag zu zahlen, also gut 15%. Wer allerdings wenig verdient, hat prozentual deutlich mehr zu zahlen. Wir haben ja einen Sozialstaat, und einem Selbständigen mit 7000 Euro/Monat Gewinn kann man ja nicht, wie einem Menschen mit 1000 Euro/Monat Gewinn, zumuten, 15% zu zahlen. Geringverdiener zahlen also mehr als diese 15%, Großverdiener deutlich weniger. Naja, so ist halt das Gesetz.
Die Sachbearbeiter ließen sich mehr als 6 Monate Zeit, die Krankenkasse drohte mir bereits damit, dass ich den Versicherungsschutz verliere und mein Konto gepfändet wird. Schikane pur, wer da keine starken Nerven hat, der geht kaputt.

Aber sag mal, wie ist das eigentlich mit der erwarteten Altersarmut? Liegt das an GerHartzens Rentenreform, insbesondere dem drastischen Sinken des Rentenniveaus, oder ist das die Schuld der Zuwanderer und Flüchtlinge? :?:
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Ger9374 » Do 22. Feb 2018, 01:12

Wenn die Altersarmut wirklich durch das absenken des Rentenniveaus ansteigt, besteht
auch da in unserem Sozialnetz Hilfe. Wohngeld als Hilfe bei Mietkosten, und bei bedarf auch Sozialhilfe gegen Armut im Alter.( korrekte bez. habe ich nicht parat).
Der Grundbedarf wird also abgedeckt.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon KarlRanseier » Do 22. Feb 2018, 01:24

Ger9374 hat geschrieben:(22 Feb 2018, 01:12)

Wenn die Altersarmut wirklich durch das absenken des Rentenniveaus ansteigt, besteht
auch da in unserem Sozialnetz Hilfe. Wohngeld als Hilfe bei Mietkosten, und bei bedarf auch Sozialhilfe gegen Armut im Alter.( korrekte bez. habe ich nicht parat).
Der Grundbedarf wird also abgedeckt.



Naja, verhungern müssen sie nicht. Aber würdest Du nicht sagen, dass Menschen, die auf soziale Hilfen angewiesen sind, egal ob es Hartz, GruSi, Wohngeld oder Ähnliches ist, arm sind? Bitte nicht vergleichen mit Arbeitslosen in Burundi oder im Kongo, sondern den Lebensbedingungen in Deutschland, bevor klobalisiert wurde.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Boracay » Do 22. Feb 2018, 01:41

KarlRanseier hat geschrieben:(22 Feb 2018, 00:52)
Hatte mich selbständig gemacht. Mein Anspruch auf ALG2 lag unter 50 Euro/Monat, allerdings zzgl. der Krankenkassenbeiträge (GKV). Selbständige haben den gesamten Betrag zu zahlen, also gut 15%. Wer allerdings wenig verdient, hat prozentual deutlich mehr zu zahlen. Wir haben ja einen Sozialstaat, und einem Selbständigen mit 7000 Euro/Monat Gewinn kann man ja nicht, wie einem Menschen mit 1000 Euro/Monat Gewinn, zumuten, 15% zu zahlen.


Du hast dich selbständig gemacht mit einem Geschäft das sich nicht gelohnt hat und für 150€ eine Krankenversicherung ohne Selbstbehalt bekommen? Gibt es eigentlich noch paradiesischere Zustände?

Die Sachbearbeiter ließen sich mehr als 6 Monate Zeit, die Krankenkasse drohte mir bereits damit, dass ich den Versicherungsschutz verliere und mein Konto gepfändet wird.


Wenn du mittellos bist (und ich vermute mal das warst du), dann verlierst du den Versicherungsschutz nicht.
Drohen kann die Kasse mit allem möglichen - spielt freilich keine Rolle. Wenn du nicht mittellos bist dann kannst auch zahlen.

Aber sag mal, wie ist das eigentlich mit der erwarteten Altersarmut? Liegt das an GerHartzens Rentenreform, insbesondere dem drastischen Sinken des Rentenniveaus, oder ist das die Schuld der Zuwanderer und Flüchtlinge? :?:


Es gibt keine Altersarmut, der Anspruch ist mit jedem Jahr durch die deutlich höhere Lebenserwartung deutlich gestiegen. Du bekommst heute eine 4x so hohe Rente wie in den 70ern und kaufkraftbereinigt immer noch eine doppelt so hohe Rente durch das steigen der Lebenserwartung.
Die Flüchtlinge werden dann zum Problem wenn sie keinen Job finden oder schon mit über 35 nach Deutschland gekommen sind. Das führe aufgrund des geringen Leistungsanspruchs natürlich auch zu niedrigen Renten.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Boracay » Do 22. Feb 2018, 01:45

KarlRanseier hat geschrieben:(22 Feb 2018, 01:24)

Naja, verhungern müssen sie nicht. Aber würdest Du nicht sagen, dass Menschen, die auf soziale Hilfen angewiesen sind, egal ob es Hartz, GruSi, Wohngeld oder Ähnliches ist, arm sind? Bitte nicht vergleichen mit Arbeitslosen in Burundi oder im Kongo, sondern den Lebensbedingungen in Deutschland, bevor klobalisiert wurde.


Sie sind oftmals sehr viel reicher als in den Herkunftsländern und das gänzlich ohne Arbeit und einer gratis Krankenversicherung.

Noch in den 70ern ging es Deutschland sehr viel beschissener als heute. Größtes Problem an meiner Uni laut Studentenbefragung: Nicht genügend Parkplätze. Ein eigenes Auto als Student war früher eine Seltenheit, heute hat das jeder.

Dürfen wir das absurde Märchen von den Millionen nicht krankenversicherten jetzt eigentlich zu den Akten legen? Oder woher der plötzliche Themenwechsel. Schreib es doch einfach mal: Ja, ich hatte unrecht. Ohne Krankenversicherung ist in Deutschland ein irrelevant kleiner Anteil und das meist unwissentlich.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Ger9374 » Do 22. Feb 2018, 01:52

KarlRanseier hat geschrieben:(22 Feb 2018, 01:24)

Naja, verhungern müssen sie nicht. Aber würdest Du nicht sagen, dass Menschen, die auf soziale Hilfen angewiesen sind, egal ob es Hartz, GruSi, Wohngeld oder Ähnliches ist, arm sind? Bitte nicht vergleichen mit Arbeitslosen in Burundi oder im Kongo, sondern den Lebensbedingungen in Deutschland, bevor klobalisiert wurde.


Das Alte bei uns zum Amt müssen ist gewiss demütigend.Und ich bin nicht glücklich damit.
Aber ist Hunger, Obdachlosigkeit im alter nicht noch schlimmer. Sollte es vielen erspart bleiben zum Amt zu gehen, ich wäre dafür. Aber das Rentensystem musste reformiert werden.
Mir stinkt es auch das unzählige Milliarden € ins Ausland gejagt werden, Sozial Schmarotzer unsere Systeme anzapfen, Banken mit Steuern gerettet werden wo andere Unternehmen einfach abgewickelt werden. Das ist Regierungspolitik a la Merkel… Das Volk wählt sie also muss das Volk auch mit ihrer Regierung leben.
Aber die Alten mit ihren zukünftigen minirenten
hätte ich den gang zum Amt gerne erspart:-((
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Boracay » Do 22. Feb 2018, 09:45

Ger9374 hat geschrieben:(22 Feb 2018, 01:52)
Das Alte bei uns zum Amt müssen ist gewiss demütigend.Und ich bin nicht glücklich damit.


Es sind lediglich 2% der Rentner auf Grundsicherung angewiesen. Ein Witz also. Und das sind nicht die Remter die ein Leben lang gearbeitet haben, sondern Leute die fast nix eingezahlt haben.

Banken mit Steuern gerettet werden wo andere Unternehmen einfach abgewickelt werden.


Welche Banken wurden denn gerettet und mussten die "Rettung" nicht komplett zurück zahlen?

Die Banken wurden nicht gerettet sondern (Teil) Verstaatlicht, die HRE wurde abgewickelt und ihre Eigner haben alles verloren.

Aber die Alten mit ihren zukünftigen minirenten
hätte ich den gang zum Amt gerne erspart:-((


Sie hätten Kinder bekommen sollen was sie nicht getan haben. Die Rentenasprüche sind heute die höchsten jemals, auch kaufkraftbereinigt. Die Bezugszeit hat sich quasi verdoppelt und trotzdem sind die Netto-Renten noch gestiegen. Und da beklagt man sich???
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Positiv Denkender » Do 22. Feb 2018, 17:17

KarlRanseier hat geschrieben:(22 Feb 2018, 01:24)

Naja, verhungern müssen sie nicht. Aber würdest Du nicht sagen, dass Menschen, die auf soziale Hilfen angewiesen sind, egal ob es Hartz, GruSi, Wohngeld oder Ähnliches ist, arm sind? Bitte nicht vergleichen mit Arbeitslosen in Burundi oder im Kongo, sondern den Lebensbedingungen in Deutschland, bevor klobalisiert wurde.

Nee sind sie nicht .Sie wären ohne die sozialen Hilfen arm .Die sind aber großzügig ausgelegt in diesem Land .
Wir leben nicht in Burundi sondern in einer Leistungsgesellschaft .Sozialhilfe dient zur Überbrückung .Sein Leben sollte man nicht darauf einrichten . Wer mehr haben will muss halt dafür etwas tun .Andere Staaten lachen doch über die Großzügigkeit dieses Sozialstaates .
In keinem EU Land ist möglich so einfach Sozialleistungen zu beziehen wie in Deutschland .
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 22. Feb 2018, 17:20

KarlRanseier hat geschrieben:(21 Feb 2018, 23:14)

https://www.test.de/Krankenversicherung ... 7-2197767/

1,3 Millionen Menschen in Deutschland haben keine Krankenversicherung. Das war 2004. Würde mich nicht wundern, wenn es heute 3-5 Millionen sind. Muss man mal recherchieren...



Heute sind es wohl weniger. Weil die rechtliche Situation eine andere ist als in 2004.
„Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.“ (Karl Valentin)
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon KarlRanseier » Do 22. Feb 2018, 17:53

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(22 Feb 2018, 17:20)

Heute sind es wohl weniger. Weil die rechtliche Situation eine andere ist als in 2004.



So wie es aussieht, habe ich mich in dem Punkt wohl geirrt, Du hast recht.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Positiv Denkender » Do 22. Feb 2018, 18:00

KarlRanseier hat geschrieben:(22 Feb 2018, 17:53)

So wie es aussieht, habe ich mich in dem Punkt wohl geirrt, Du hast recht.

Jeder Hartz IV Bezieher ist krankenversichert jeder AN ebenso . Selbständige dürfen selbst entscheiden .Die entscheiden
sich sicherlich für eine PKV . Lediglich Menschen die hier nicht registriert sind haben keine KV . Woher auch .
Wolltest du die Kosten dafür übernehmen ?
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Boracay » Do 22. Feb 2018, 21:02

Positiv Denkender hat geschrieben:(22 Feb 2018, 18:00)
Lediglich Menschen die hier nicht registriert sind haben keine KV .


Behandelt werden diese trotzdem und wenn sie mittellos sind (und das sind nun mal alle nicht-registrierten) dann war das sowieso gratis.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Zinnamon » Fr 23. Feb 2018, 07:44

Positiv Denkender hat geschrieben:(22 Feb 2018, 18:00)

Jeder Hartz IV Bezieher ist krankenversichert jeder AN ebenso . Selbständige dürfen selbst entscheiden .Die entscheiden
sich sicherlich für eine PKV . Lediglich Menschen die hier nicht registriert sind haben keine KV . Woher auch .
Wolltest du die Kosten dafür übernehmen ?


Die Kosten der KV für pflegende Angehörige will auch keiner übernehmen. Wenn man schon im Dienste der Gemeinschaft ohne Wochenenden und Feiertage durchmalocht, dann kann man doch wenigstens die KV selbst bezahlen von den paar Hundertern Pflegegeld. :thumbup:

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