Seite 19 von 45

Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Verfasst: So 17. Dez 2017, 11:41
von Wähler
Wähler hat geschrieben:(16 Dec 2017, 08:47)
Hast Du meinen Beitrag überhaupt gelesen? ;) Der mittlere Ring in München ist eine vierspurige Schnellstraße und die Miet- und Immobilienpreise diesseits und jenseits dieses Ringes unterscheiden sich bis auf einzelne Bezirke kaum noch. Die Niedrigverdiener hier müssen inzwischen fast 50% ihres Einkommens für Wohnkosten aufbringen. Du willst anscheinend, dass alle Betroffenen dann nach weit außerhalb von München ziehen.

Positiv Denkender hat geschrieben:(17 Dec 2017, 10:46)
Du suggerierst doch, dass dort Niedrigverdiener wohnen . Ist aber nicht so .Dort wohnten und lebten schon immer Menschen mit überdurchschnittlichen
Einkommen .Das gilt nicht nur für München sondern für die meisten Metropolen dieser Welt. Für sozialen Wohnungsbau sind diese Lagen nun zu teuer. Bebaute
Grundstücke gehören selten dem Staat sondern sind Eigentum Deshalb ist es unsinnig Sozialwohnungen in solchen Lagen zu bauen .
Wer in solchen Lagen 50 % seines Einkommens für Mieten aufbringen kann gehört sicher nicht zu den Niedrigverdienern .Wäre es so müsste man dort
für 600 ,-€ eine passable Wohnung mieten können .

Wir schreiben aneinander vorbei. Natürlich gibt es in der Innenstadt weniger einfache Lagen, als außerhalb des Mittleren Ringes. In den einfachen Lagen wohnen selbstverständlich auch NIedrigverdiener. Um die geht es ja gerade in der ganzen Diskussion. Wenn Du Dir zusätzlich die verlinkte Grafik anschaust, wirst Du feststellen, dass es auch noch einfache Lagen innerhalb des Mittleren Ringes gibt:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/woh ... -1.3410679
Fest steht aber für mich, dass es in ganz München noch genug städtische und vor Bodenspekulation geschützte Grundstücke gibt, um sozialen Wohnungsbau kostengünstig finanzieren zu können.
siehe auch:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/woh ... -1.3784610

Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Verfasst: So 17. Dez 2017, 11:43
von Teeernte
Positiv Denkender hat geschrieben:(17 Dec 2017, 11:26)

Was hatten wir schon ? Das jeder der in eine neue Wohnung zieht vorher obdachlos war?


Trend - Alleinerziehende.... vorher 1 Wohnung für Ehepaar mit Kind....nun 2 Wohnungen....und in 16 Jahren 3 Wohnungen....

Mangel an altersgerechtem Wohnen - die Leute bleiben in ihren viel zu grossen Wohnungen - und werden gleichzeitig immer älter.

Nebenbei wird der Bestand an LUXUS - Leerstand auch immer höher.. (Anlegermodelle)

Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Verfasst: So 17. Dez 2017, 11:49
von Teeernte
Wähler hat geschrieben:(17 Dec 2017, 11:41)
Wenn Du Dir zusätzlich die verlinkte Grafik anschaust, wirst Du feststellen, dass es auch noch einfache Lagen innerhalb des Mittleren Ringes gibt:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/woh ... -1.3410679
Fest steht aber für mich, dass es in ganz München noch genug städtische und vor Bodenspekulation geschützte Grundstücke gibt, um sozialen Wohnungsbau kostengünstig finanzieren zu können.


Noch....werden sie neu vermietet - wird es teuerer.

....um sozialen Wohnungsbau kostengünstig finanzieren zu können..... gibt es KEIN Finanzierungsmodell - ausser weiter Steuergeld einzusetzen - um dann die Miete aus Steuergeld zu finanzieren...

Mit der Wurst nach dem Schinken zu werfen.

Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Verfasst: So 17. Dez 2017, 11:57
von Wähler
Wähler hat geschrieben:(17 Dec 2017, 11:41)
Wir schreiben aneinander vorbei. Natürlich gibt es in der Innenstadt weniger einfache Lagen, als außerhalb des Mittleren Ringes. In den einfachen Lagen wohnen selbstverständlich auch NIedrigverdiener. Um die geht es ja gerade in der ganzen Diskussion. Wenn Du Dir zusätzlich die verlinkte Grafik anschaust, wirst Du feststellen, dass es auch noch einfache Lagen innerhalb des Mittleren Ringes gibt:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/woh ... -1.3410679
Fest steht aber für mich, dass es in ganz München noch genug städtische und vor Bodenspekulation geschützte Grundstücke gibt, um sozialen Wohnungsbau kostengünstig finanzieren zu können.
siehe auch:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/woh ... -1.3784610

Teeernte hat geschrieben:(17 Dec 2017, 11:49)
Noch....werden sie neu vermietet - wird es teuerer.
....um sozialen Wohnungsbau kostengünstig finanzieren zu können..... gibt es KEIN Finanzierungsmodell - ausser weiter Steuergeld einzusetzen - um dann die Miete aus Steuergeld zu finanzieren...
Mit der Wurst nach dem Schinken zu werfen.

Weiter oben habe ich von dem Vorschlag von Hans Jochen Vogel, dem ehemaligen Münchner Oberbürgermeister, geschrieben, der eine Wertzuwachssteuer auf Grundstücke in Ballungszentren an Stelle der Grunderwerbs- und Grundsteuer anregt. Damit könnte zielgerichtet sozialer Wohnungsbau finanziert werden.

Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Verfasst: So 17. Dez 2017, 12:31
von Teeernte
Wähler hat geschrieben:(17 Dec 2017, 11:57)

Weiter oben habe ich von dem Vorschlag von Hans Jochen Vogel, dem ehemaligen Münchner Oberbürgermeister, geschrieben, der eine Wertzuwachssteuer auf Grundstücke in Ballungszentren an Stelle der Grunderwerbs- und Grundsteuer anregt. Damit könnte zielgerichtet sozialer Wohnungsbau finanziert werden.


iss schon...

Privatpersonen müssen nicht nur auf ihr Einkommen Steuern bezahlen, sondern auch auf jegliche Form von Gewinnen aus privaten Veräußerungen sowie auf Einkünfte aus Kapitalanlagen wie Wertpapieren. Häufig wird für beide Steuern der Begriff „Spekulationssteuer“ verwendet. Die Spekulationssteuer ist häufig beim Immobilienverkauf ein Thema. Denn hier sind Verbraucher dazu verpflichtet, Steuern zu bezahlen, wenn sie das Objekt innerhalb einer bestimmten Frist nach dem Kauf veräußern. Wer jedoch einige Aspekte beachtet, kann sein Haus steuerfrei verkaufen.


Deshalb gibts ja ANLEGER-Modelle....oder man hat ne Firma mit Immobilienbesitz, die Verkauft wird - oder einen Chinesen der sein Einkommen hier nicht versteuern muss.

Neue Steuer ? Mehr Vermeidungsberater. GARANTIERT keine Sache bei sozial ....ähmmmmmm ....benachteiligten Gruppen.

Vom "Verbraucher" der Immobile zum Investor .. den Du doch haben willst - damit gebaut wird..

Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Verfasst: So 17. Dez 2017, 13:09
von Wähler
Wähler hat geschrieben:(17 Dec 2017, 11:57)
Weiter oben habe ich von dem Vorschlag von Hans Jochen Vogel, dem ehemaligen Münchner Oberbürgermeister, geschrieben, der eine Wertzuwachssteuer auf Grundstücke in Ballungszentren an Stelle der Grunderwerbs- und Grundsteuer anregt. Damit könnte zielgerichtet sozialer Wohnungsbau finanziert werden.

Teeernte hat geschrieben:(17 Dec 2017, 12:31)
Deshalb gibts ja ANLEGER-Modelle....oder man hat ne Firma mit Immobilienbesitz, die Verkauft wird - oder einen Chinesen der sein Einkommen hier nicht versteuern muss.
Neue Steuer ? Mehr Vermeidungsberater. GARANTIERT keine Sache bei sozial ....ähmmmmmm ....benachteiligten Gruppen.
Vom "Verbraucher" der Immobile zum Investor .. den Du doch haben willst - damit gebaut wird..

Hast Du eigentlich eine Vorstellung, welche Rendite private Grundstückverwerter und private Baufirmen bei einem Neubau in München rausschlagen? Als Wohnungsbaugenossenschaft haben wir mehrere Neubauten eines Passivhauses ohne Gründstückkosten für 3000 Euro den Quadratmeter in München außerhalb des Mittleren Ringes gebaut, während alle anderen Baufirmen 4500 Euro pro Quadratmeter bei vergleichbaren Projekten berechnet haben. Die Grundstückspreise in München haben sich seit 2007 verdoppelt. Und da kommst Du mit Anlegermodellen. Das ist doch reichlich weltfremd. Dass es an Neubauten oder Modernisierungen in Ballungsräumen fehlt, ist bei allen Experten unbestritten.

Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Verfasst: So 17. Dez 2017, 13:25
von Teeernte
Wähler hat geschrieben:(17 Dec 2017, 13:09)

Hast Du eigentlich eine Vorstellung, welche Rendite Grundstückverwerter und Baufirmen bei einem Neubau in München rausschlagen? Als Wohnungsbaugenossenschaft haben wir mehrere Neubauten eines Passivhaus ohne Gründstückkosten für 3000 Euro den Quadratmeter in München außerhalb des Mittleren Ringes gebaut, während alle anderen Baufirmen 4500 Euro pro Quadratmeter berechnet haben. Die Grundstückspreise in München haben sich seit 2007 verdoppelt.Und da kommst Du mit Anlegermodellen. Das ist doch reichlich weltfremd. Dass es an Neubauten oder Modernisierungen in Ballungsräumen fehlt, ist bei allen Experten unbestritten.


Ich hab ne Ahnung von der Rendite.

Du anscheinend NICHT - denn die RENDITE (Markt , Profit, ....) entscheidet darüber ......wer kauft und wer baut und wer mietet !!

Je höher der MANGEL - je grösser der PROFIT ! Also - viel Fläche für sehr teuere Wohnungen VERBRATEN ! Den Mangel weiter ausbauen !

Ähmmm Markt-Wirtschaft.

Wer dann noch BILLIG baut - und für eine "geschlossene" Gruppe herausgibt - wird den Markt ZUSÄTZLICH anheizen...durch weiteren MANGEL an (Markt) = Baufläche. (Das "Klientel" hätte sich die Wohnung NIEEEE leisten können.....nie eine Nachfrage auf dem Markt platzieren können.... wäre NIE auf dem Markt präsent...)

Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Verfasst: So 17. Dez 2017, 16:09
von hallelujah
Positiv Denkender hat geschrieben:(17 Dec 2017, 11:00)

Es ist doch völlig wurscht wo Arbeitsplätze entstehen .. Fakt ist in den Innenstädten sind Massenarbeitsplätze selten in Industrie und Gewerbe selten .
Weder Daimler , noch andere Industrie ,Logistikunternehmen werden ihre Produktionsstätten in die City verlegen . Entscheidend allein ist die Mitarbeiter
dieser Unternehmen leben doch heute auch in Wohnungen . Die Bevölkerungszahlen nehmen ab nicht zu . Völliger Quatsch das man in Citylage tausende von Wohnungen bauen könnte. Dafür besteht kein
Bedarf. Platz für Neubauten ist in Citylagen eh nicht vorhanden . Es war nie anders dass in Städten Mieten und Immobilienpreise unterschiedlich hoch waren .
Eine völlig unsinnige Diskussion das jetzt auf einmal verlangt wird in bestimmten Wohngegeneden sozialen Wohnungsbau voranzutreiben .
Jeder Mensch der eine neue Wohnung bezieht hinterlässt eine leere Wohnung .



Nun, die meisten Arbeitsplätze sind aber nicht mehr in der Industrie. Aber egal, ein Mindestmass zu pendeln, sollte man einfach erwarten können.

Sagte ich bereits, dass die Bevölkerung nicht zunimmt. Aber es krachen 2 Probleme aufeinander. Mehr Menschen wollen in die Stadt und der beanspruchte Wohnraum pro Kopf ist dramatisch gestiegen. Anzahl der Singlehaushalte auf Höchststand, in der Stadt noch höher als auf dem Land.
Ich hebe dabei aber deutlich hervor: diese Probleme hat nicht die Politik zu verantworten. Das sind individuelle Entscheidungen persönlicher Lebensgestaltung.

Ich wehre mich ja genau wie du dagegen, daß Politik sämtliche Konsequenzen gesellschaftlicher Entscheidungen ausbügeln soll.

Ich bemerkte auch bereits, dass man keine Sozialghettos anlegen soll. Aber in der Forderung, sozialen Wohnungsbau in teuerster Citylage zu betreiben, sehe ich ebenfalls keinen Sinn. Spätestens hier endet dann auch mein Verständnis für sozialen Wohnungsbau.

Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Verfasst: So 17. Dez 2017, 21:02
von Positiv Denkender
hallelujah hat geschrieben:(17 Dec 2017, 16:09)

Nun, die meisten Arbeitsplätze sind aber nicht mehr in der Industrie. Aber egal, ein Mindestmass zu pendeln, sollte man einfach erwarten können.

Sagte ich bereits, dass die Bevölkerung nicht zunimmt. Aber es krachen 2 Probleme aufeinander. Mehr Menschen wollen in die Stadt und der beanspruchte Wohnraum pro Kopf ist dramatisch gestiegen. Anzahl der Singlehaushalte auf Höchststand, in der Stadt noch höher als auf dem Land.
Ich hebe dabei aber deutlich hervor: diese Probleme hat nicht die Politik zu verantworten. Das sind individuelle Entscheidungen persönlicher Lebensgestaltung.

Ich wehre mich ja genau wie du dagegen, daß Politik sämtliche Konsequenzen gesellschaftlicher Entscheidungen ausbügeln soll.

Ich bemerkte auch bereits, dass man keine Sozialghettos anlegen soll. Aber in der Forderung, sozialen Wohnungsbau in teuerster Citylage zu betreiben, sehe ich ebenfalls keinen Sinn. Spätestens hier endet dann auch mein Verständnis für sozialen Wohnungsbau.

Alles richtig . Nichts hinzuzufügen . Singlehaushalte sind nur v0rrübergehend . Ich war auch mal Single .Bevor ich das beendet hatte war mein zu Hause
ein möbliertes Zimmer . Mehr war nicht drin .Arm ? deswegen bestimmt nicht .

Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Verfasst: So 17. Dez 2017, 21:09
von Positiv Denkender
Wähler hat geschrieben:(17 Dec 2017, 11:41)

Wir schreiben aneinander vorbei. Natürlich gibt es in der Innenstadt weniger einfache Lagen, als außerhalb des Mittleren Ringes. In den einfachen Lagen wohnen selbstverständlich auch NIedrigverdiener. Um die geht es ja gerade in der ganzen Diskussion. Wenn Du Dir zusätzlich die verlinkte Grafik anschaust, wirst Du feststellen, dass es auch noch einfache Lagen innerhalb des Mittleren Ringes gibt:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/woh ... -1.3410679
Fest steht aber für mich, dass es in ganz München noch genug städtische und vor Bodenspekulation geschützte Grundstücke gibt, um sozialen Wohnungsbau kostengünstig finanzieren zu können.
siehe auch:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/woh ... -1.3784610

Für Massenhaften Wohnungsbau gibt es auch in der Münchener City keine Grundstücke .Wer dort Grundstücke besitzt will die auch
profitabel verkaufen .War nie anders . Bestandsmieten steigen nicht . Hätte ich in München ein Grundstück würde ich es auch meistbetend verkaufen .So funktioniert Markt .Fakt ist auch in der Münchener City gibt es wie überall in den Metropolen keine freien Grundstücke .Sozialer Wohnungsbau
hat noch nie in Citylagen stattgefunden .Deine Links bestätigen doch wo für Neubauten Platz ist .Weit weg von der Innenstadt .
So sieht es in allen Städten aus . Ist auch ganz normal .Ob in unserer Stadt ,HH ,München Hannover usw. In den Sattelitenstädten gibt es den in Innenstädten
nicht . Unbezahlbar .

Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Verfasst: So 17. Dez 2017, 21:43
von hallelujah
Positiv Denkender hat geschrieben:(17 Dec 2017, 21:02)

Alles richtig . Nichts hinzuzufügen . Singlehaushalte sind nur v0rrübergehend . Ich war auch mal Single .Bevor ich das beendet hatte war mein zu Hause
ein möbliertes Zimmer . Mehr war nicht drin .Arm ? deswegen bestimmt nicht .


Vorrübergehend glaube ich nicht, nicht in Gänze. Die Entwicklung war über Jahrzehnte stetig.
Interessieren würde mich allerdings der Anteil der Singlehaushalte oder Alleinerziehend, die es nur wegen der Bedarfsgemeinschaftregelung gibt.

Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Verfasst: So 17. Dez 2017, 21:54
von Misterfritz
Positiv Denkender hat geschrieben:(17 Dec 2017, 21:02) Singlehaushalte sind nur v0rrübergehend . Ich war auch mal Single
Hallo,
Du gehst davon aus, nur weil Du nicht Single geblieben bist, würden das alle anderen auch nicht tun? Wie bekloppt ist das denn, vor Allem, wenn man Wohnungsbedarf berechnen will?

Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Verfasst: Mo 18. Dez 2017, 05:41
von Wähler
Wähler hat geschrieben:(17 Dec 2017, 13:09)
Hast Du eigentlich eine Vorstellung, welche Rendite private Grundstückverwerter und private Baufirmen bei einem Neubau in München rausschlagen? Als Wohnungsbaugenossenschaft haben wir mehrere Neubauten eines Passivhauses ohne Gründstückkosten für 3000 Euro den Quadratmeter in München außerhalb des Mittleren Ringes gebaut, während alle anderen Baufirmen 4500 Euro pro Quadratmeter bei vergleichbaren Projekten berechnet haben. Die Grundstückspreise in München haben sich seit 2007 verdoppelt. Und da kommst Du mit Anlegermodellen. Das ist doch reichlich weltfremd. Dass es an Neubauten oder Modernisierungen in Ballungsräumen fehlt, ist bei allen Experten unbestritten.

Teeernte hat geschrieben:(17 Dec 2017, 13:25)
Ich hab ne Ahnung von der Rendite.
Du anscheinend NICHT - denn die RENDITE (Markt , Profit, ....) entscheidet darüber ......wer kauft und wer baut und wer mietet !!
Je höher der MANGEL - je grösser der PROFIT ! Also - viel Fläche für sehr teuere Wohnungen VERBRATEN ! Den Mangel weiter ausbauen !
Ähmmm Markt-Wirtschaft.
Wer dann noch BILLIG baut - und für eine "geschlossene" Gruppe herausgibt - wird den Markt ZUSÄTZLICH anheizen...durch weiteren MANGEL an (Markt) = Baufläche. (Das "Klientel" hätte sich die Wohnung NIEEEE leisten können.....nie eine Nachfrage auf dem Markt platzieren können.... wäre NIE auf dem Markt präsent...)

Rendite allein ist kein sozialer Maßstab. Was Anlegermodelle für einen gesamtwirtschaftlichen Schaden anrichten können, hat die Hypothekenkrise in den USA gezeigt. Gentrifizierung in großen Städten lässt sich zwar nicht verhindern, aber für arme kranke oder arme alte Menschen durch eine Wertzuwachssteuer auf Grundstücke in Ballungsräumen und sozialen Wohnungsbau lindern. Diese Menschen in München systematisch und systemimmanent zu vertreiben, ist für mich nicht vereinbar mit dem Gedanken der sozialen Marktwirtschaft.

Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Verfasst: Mo 18. Dez 2017, 10:17
von Teeernte
Wähler hat geschrieben:(18 Dec 2017, 05:41)

Rendite allein ist kein sozialer Maßstab. Was Anlegermodelle für einen gesamtwirtschaftlichen Schaden anrichten können, hat die Hypothekenkrise in den USA gezeigt. Gentrifizierung in großen Städten lässt sich zwar nicht verhindern, aber für arme kranke oder arme alte Menschen durch eine Wertzuwachssteuer auf Grundstücke in Ballungsräumen und sozialen Wohnungsbau lindern. Diese Menschen in München systematisch und systemimmanent zu vertreiben, ist für mich nicht vereinbar mit dem Gedanken der sozialen Marktwirtschaft.


Bekommt der Unternehmer das Geld zurück - wenn die Immobilienblase platzt ?

Meine Meinung :

Arme, (Kranke und Alte können Besitz haben) - werden nicht vertrieben - ich hab auch keinen Platz im Ferrari.

Sozialer Wohnungsbau im Ballungsgebiet .....ist wie Gold-Panzerarmbänder verschenken.... treibt den Preis weiter - und verringert das Angebot.

Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Verfasst: Mo 18. Dez 2017, 11:28
von Positiv Denkender
Misterfritz hat geschrieben:(17 Dec 2017, 21:54)

Hallo,
Du gehst davon aus, nur weil Du nicht Single geblieben bist, würden das alle anderen auch nicht tun? Wie bekloppt ist das denn, vor Allem, wenn man Wohnungsbedarf berechnen will?

Single sein und bleiben sind zwei verschiedene Paar Schuhe . Wohnungsbedarf muss man nach Einwohnern berechnen .Die Zahl der Bevölkerung nimmt
drastisch ab und wird weiter drastisch abnehmen .Als Einzelperson ist man eh weniger eingeschränkt und könnte deshalb seinen Wohnsitz flexibel aussuchen . Ich war auch single . Nur damals bestand wirkliche
Wohnungsnot . Meine erste Wohnung ,nachdem ich bei meinen Eltern ausgezogen war ,bestand aus einem 14 qm möblierten Zimmer.
Meine Eltern selbst lebten in einer 60 qm Wohnung .Anfangs waren wir dort noch zu Viert. In unzählige Häusern, die nach dem Kriege wieder aufgebaut
wurden, lebten früher 3 Familien ,heute 1-2 Personen . Meine erste Wohnung als Nicht Single war 52 qm groß . Niemand hat uns deshalb als arm verunglimpft .
Wie schon erwähnt die Rosinen im Kopf vieler sind zu groß .Sozialer Wohnungsbau kann nur dort stattfinden wo großzügige Bauflächen angeboten werden .
In City Nähe gibt es solche Flächen nicht . Sozialwohnungen hat es in der City nach dem Kriege eh nie gegeben . Die sind weit außerhalb entstanden .
Wo heute Wohncentren stehen waren vor der Bebauung Kleingärten angesiedelt oder eben riesige Freiflächen vorhanden . Die City wurde nicht als Wohngegend
aufgebaut sondern dort siedelten sich EH ,Gastronomie ,Banken ,Ärzte und Behörden an .
Wäre sicher wenig sinnvoll gewesen, wären die sogenannten Sattelitenstädte im Innenstadtbereich entstanden .
Dort wohnen nun mal die meisten Menschen .Dort sind auch die Mieten nicht höher als die Einkommen gestiegen .
In den Vorstädten mit hohem Altbauanteil sinken die Mieten eher . Dort stehen massenweise Wohnungen und Geschäfte leer.

Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Verfasst: Mo 18. Dez 2017, 11:35
von Positiv Denkender
Wähler hat geschrieben:(18 Dec 2017, 05:41)

Rendite allein ist kein sozialer Maßstab. Was Anlegermodelle für einen gesamtwirtschaftlichen Schaden anrichten können, hat die Hypothekenkrise in den USA gezeigt. Gentrifizierung in großen Städten lässt sich zwar nicht verhindern, aber für arme kranke oder arme alte Menschen durch eine Wertzuwachssteuer auf Grundstücke in Ballungsräumen und sozialen Wohnungsbau lindern. Diese Menschen in München systematisch und systemimmanent zu vertreiben, ist für mich nicht vereinbar mit dem Gedanken der sozialen Marktwirtschaft.

Hast du etwas gegen Rendite ? Wer Wohnungen schafft will nicht zulegen der will und soll verdienen .Sonst investiert niemand . Durch den Bauboom wird es spätestens in 20 Jahren riesige Leerstände geben weil die Bevölkerungszahl drastisch sinkt .
Schon heute liegt die Geburtenrate weit unter der Sterberate .

Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Verfasst: Mo 18. Dez 2017, 17:23
von Wähler
Wähler hat geschrieben:(18 Dec 2017, 05:41)
Rendite allein ist kein sozialer Maßstab. Was Anlegermodelle für einen gesamtwirtschaftlichen Schaden anrichten können, hat die Hypothekenkrise in den USA gezeigt. Gentrifizierung in großen Städten lässt sich zwar nicht verhindern, aber für arme kranke oder arme alte Menschen durch eine Wertzuwachssteuer auf Grundstücke in Ballungsräumen und sozialen Wohnungsbau lindern. Diese Menschen in München systematisch und systemimmanent zu vertreiben, ist für mich nicht vereinbar mit dem Gedanken der sozialen Marktwirtschaft.

Teeernte hat geschrieben:(18 Dec 2017, 10:17)
Bekommt der Unternehmer das Geld zurück - wenn die Immobilienblase platzt ?
Meine Meinung :
Arme, (Kranke und Alte können Besitz haben) - werden nicht vertrieben - ich hab auch keinen Platz im Ferrari.
Sozialer Wohnungsbau im Ballungsgebiet .....ist wie Gold-Panzerarmbänder verschenken.... treibt den Preis weiter - und verringert das Angebot.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/soz ... .3447371-2
SZ 3. April 2017 Senioren haben es schwer auf dem Mietmarkt
Aber auf der Warteliste stehen derzeit 11 500 Münchner Haushalte, fast jeder zehnte Betroffene ist älter als 65. Tausende Wohnungen bieten GWG und Gewofag an, doch die Nachfrage ist weit höher. Voriges Jahr kamen in München auf 3200 freie Sozialwohnungen 24 000 Anträge.

Was soll denn jetzt mit diesen Menschen geschehen?

Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Verfasst: Mo 18. Dez 2017, 17:26
von Positiv Denkender
Wähler hat geschrieben:(18 Dec 2017, 17:23)

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/soz ... .3447371-2
SZ 3. April 2017 Senioren haben es schwer auf dem Mietmarkt

Was soll denn jetzt mit diesen Menschen geschehen?

Wo leben denn die Menschen jetzt ? Haben die alle keine Wohnung gehabt ?

Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Verfasst: Mo 18. Dez 2017, 17:30
von Misterfritz
Positiv Denkender hat geschrieben:(18 Dec 2017, 17:26)

Wo leben denn die Menschen jetzt ? Haben die alle keine Wohnung gehabt ?
Vielleicht dürfen sie nicht mehr in den Wohnungen bleiben, weil sie (z.B. Witwe) kein Geld von der Kommune für zu grosse Wohnungen bekommen.

Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Verfasst: Mo 18. Dez 2017, 17:35
von Positiv Denkender
Misterfritz hat geschrieben:(18 Dec 2017, 17:30)

Vielleicht dürfen sie nicht mehr in den Wohnungen bleiben, weil sie (z.B. Witwe) kein Geld von der Kommune für zu grosse Wohnungen bekommen.

Vielleicht oder gewiss ?