Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

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Sybilla
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Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Sybilla » Do 9. Nov 2017, 23:55

Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Laut statistischen Bundesamt Pressemitteilung Nr. 392 vom 08.11.2017 sind 16,5% der Bevölkerung war jede sechste Person in Deutschland im Jahr 2016 armutsgefährdet. Das entsprach rund 13,4 Millionen Menschen. Bitte nicht vergessen das Medien, Wirtschaft Wissenschaft un Politik in weiten Teilen Deutschland bereits von Vollbeschäftigung sprechen.3,7 % der Bevölkerung in Deutschland waren im Jahr 2016 von erheblicher materieller Entbehrung betroffen. Das bedeutet, dass ihre Lebensbedingungen aufgrund von fehlenden finanziellen Mitteln eingeschränkt waren. Sie waren zum Beispiel nicht in der Lage, ihre Rechnungen für Miete, Hypotheken oder Versorgungsleistungen zu bezahlen, ihre Wohnungen angemessen zu beheizen oder eine einwöchige Urlaubsreise zu finanzieren. 9,6 % der Bevölkerung unter 60 Jahren lebten in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbsbeteiligung und damit in Haushalten, in denen die tatsächliche Erwerbsbeteiligung der erwerbsfähigen Haushaltsmitglieder im Alter von 18 bis 59 Jahren insgesamt weniger als 20 % betrug.

Das sind schon einmal 19,7 % der Bevölkerung Deutschlands die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht ist, und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Denn viele Mittelschichteinkommen werden von den exorbitant hohen Mieten, Mietnebenkosten und Haushaltskosten der Daseinsvorsorge verschlungen. Das Problem des Niedriglohn ist weitaus größer als mancher denkt.

Aber viele neoliberale und ihre Claquore und viele Medienmächtige glauben tatsächlich, dass die Meldung ARBEITSMARKT IM OKTOBER - So wenige Arbeitslose wie nie seit Wiedervereinigung Die Lebenswirklichkeit der Menschen in Deutschland widerspiegelt.
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Quatschki
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Quatschki » Fr 10. Nov 2017, 00:22

Zur Bevölkerung Deutschlands im Sinne dieser Statistik gehören auch die Zuwanderer, also zum Beispiel EU-Bürger vom Balkan oder Flüchtlinge.

Da kannst du umverteilen, so viel wie du willst.
Es wird nur mehr Menschen anlocken, die sich am unteren Ende der Skala einreihen und sich auch durch slumähnliche Lebensbedingungen nicht abschrecken lassen.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Positiv Denkender » Sa 11. Nov 2017, 17:36

Sybilla hat geschrieben:(09 Nov 2017, 23:55)

Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Laut statistischen Bundesamt Pressemitteilung Nr. 392 vom 08.11.2017 sind 16,5% der Bevölkerung war jede sechste Person in Deutschland im Jahr 2016 armutsgefährdet. Das entsprach rund 13,4 Millionen Menschen. Bitte nicht vergessen das Medien, Wirtschaft Wissenschaft un Politik in weiten Teilen Deutschland bereits von Vollbeschäftigung sprechen.3,7 % der Bevölkerung in Deutschland waren im Jahr 2016 von erheblicher materieller Entbehrung betroffen. Das bedeutet, dass ihre Lebensbedingungen aufgrund von fehlenden finanziellen Mitteln eingeschränkt waren. Sie waren zum Beispiel nicht in der Lage, ihre Rechnungen für Miete, Hypotheken oder Versorgungsleistungen zu bezahlen, ihre Wohnungen angemessen zu beheizen oder eine einwöchige Urlaubsreise zu finanzieren. 9,6 % der Bevölkerung unter 60 Jahren lebten in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbsbeteiligung und damit in Haushalten, in denen die tatsächliche Erwerbsbeteiligung der erwerbsfähigen Haushaltsmitglieder im Alter von 18 bis 59 Jahren insgesamt weniger als 20 % betrug.

Das sind schon einmal 19,7 % der Bevölkerung Deutschlands die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht ist, und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Denn viele Mittelschichteinkommen werden von den exorbitant hohen Mieten, Mietnebenkosten und Haushaltskosten der Daseinsvorsorge verschlungen. Das Problem des Niedriglohn ist weitaus größer als mancher denkt.

Aber viele neoliberale und ihre Claquore und viele Medienmächtige glauben tatsächlich, dass die Meldung ARBEITSMARKT IM OKTOBER - So wenige Arbeitslose wie nie seit Wiedervereinigung Die Lebenswirklichkeit der Menschen in Deutschland widerspiegelt.

Die Wirklichkeit sieht so aus dass der Wohlstand in Deutschland nie höher war als heute . Armut wenn sie es denn gibt ist größtenteils importiert .
Ob diese Menschen sich arm fühlen kann keine Statistik erfassen .Wenn, wäre es doch klug
wenn diese Leute wieder in´s Land ihres Reichtums zurückkehren würden .
Der sogenannte Schuldenatlas hat nichts mit Armutsgefährdung zu tun sondern mit unverantwortlichem Umgang mit Geld.
Wer keine Schulden macht muss auch keine Privatinsolvenz anmelden . Mit zu hohen Mieten hat das wenig zu tun . Ca 30 % des Monatseinkommens
gingen auch schon früher für Mieten drauf . Das Problem des Niedriglohns besteht durch den Mindestlohn nicht .
Letztendlich verfügen die meisten Haushalte heute über 2 Einkommen . Die Rosinen in den Köpfen mancher sind zu groß .Hat aber nichts mit Armut zu tun .
Wer sich verschuldet muss halt auch die Konsequenzen tragen .Niemand muss sich verschulden.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Mi 15. Nov 2017, 17:16

Sybilla hat geschrieben:(09 Nov 2017, 23:55)

Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Laut statistischen Bundesamt Pressemitteilung Nr. 392 vom 08.11.2017 sind 16,5% der Bevölkerung war jede sechste Person in Deutschland im Jahr 2016 armutsgefährdet. Das entsprach rund 13,4 Millionen Menschen. Bitte nicht vergessen das Medien, Wirtschaft Wissenschaft un Politik in weiten Teilen Deutschland bereits von Vollbeschäftigung sprechen.3,7 % der Bevölkerung in Deutschland waren im Jahr 2016 von erheblicher materieller Entbehrung betroffen. Das bedeutet, dass ihre Lebensbedingungen aufgrund von fehlenden finanziellen Mitteln eingeschränkt waren. Sie waren zum Beispiel nicht in der Lage, ihre Rechnungen für Miete, Hypotheken oder Versorgungsleistungen zu bezahlen, ihre Wohnungen angemessen zu beheizen oder eine einwöchige Urlaubsreise zu finanzieren. 9,6 % der Bevölkerung unter 60 Jahren lebten in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbsbeteiligung und damit in Haushalten, in denen die tatsächliche Erwerbsbeteiligung der erwerbsfähigen Haushaltsmitglieder im Alter von 18 bis 59 Jahren insgesamt weniger als 20 % betrug.

Das sind schon einmal 19,7 % der Bevölkerung Deutschlands die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht ist, und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Denn viele Mittelschichteinkommen werden von den exorbitant hohen Mieten, Mietnebenkosten und Haushaltskosten der Daseinsvorsorge verschlungen. Das Problem des Niedriglohn ist weitaus größer als mancher denkt.

Aber viele neoliberale und ihre Claquore und viele Medienmächtige glauben tatsächlich, dass die Meldung ARBEITSMARKT IM OKTOBER - So wenige Arbeitslose wie nie seit Wiedervereinigung Die Lebenswirklichkeit der Menschen in Deutschland widerspiegelt.

Ich finde diese Zahlen bedenklich. Deutschland ist so reich wie nie und zugleich sitzen viele im Dung.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Perdedor » Mi 15. Nov 2017, 17:36

Laut statistischen Bundesamt Pressemitteilung Nr. 392 vom 08.11.2017 sind 16,5% der Bevölkerung war jede sechste Person in Deutschland im Jahr 2016 armutsgefährdet. Das entsprach rund 13,4 Millionen Menschen. Bitte nicht vergessen das Medien, Wirtschaft Wissenschaft un Politik in weiten Teilen Deutschland bereits von Vollbeschäftigung sprechen.3,7 % der Bevölkerung in Deutschland waren im Jahr 2016 von erheblicher materieller Entbehrung betroffen. Das bedeutet, dass ihre Lebensbedingungen aufgrund von fehlenden finanziellen Mitteln eingeschränkt waren. Sie waren zum Beispiel nicht in der Lage, ihre Rechnungen für Miete, Hypotheken oder Versorgungsleistungen zu bezahlen, ihre Wohnungen angemessen zu beheizen oder eine einwöchige Urlaubsreise zu finanzieren. 9,6 % der Bevölkerung unter 60 Jahren lebten in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbsbeteiligung und damit in Haushalten, in denen die tatsächliche Erwerbsbeteiligung der erwerbsfähigen Haushaltsmitglieder im Alter von 18 bis 59 Jahren insgesamt weniger als 20 % betrug.


Mal ganz wertungsneutral gefragt:
Welchen Sinn ergibt die Unterteilung der von sozialer Ausgenzung bedrohten Personen in
1) Armutsgefährdete,
2) von erheblicher materieller Entbehrung Betroffene und
3) Haushalte mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung?

2) dürfte doch wohl eine Teilmenge von 1) sein.
Ein Großteil von 3) ebenfalls und diejenigen aus 3) auf die 1) nicht zutrifft, sind eben die, die reich genug sind um nicht (bzw wenig) arbeiten zu müssen. Das wäre doch eher ein Vorteil und bedeutet nicht automatisch von sozialer Ausgenzung bedroht.
Die einzig relevante Zahl sollte die Armutsgefährdungsquote sein.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Wähler » Mi 15. Nov 2017, 18:15

Quatschki hat geschrieben:(10 Nov 2017, 00:22)
Zur Bevölkerung Deutschlands im Sinne dieser Statistik gehören auch die Zuwanderer, also zum Beispiel EU-Bürger vom Balkan oder Flüchtlinge.
Da kannst du umverteilen, so viel wie du willst.
Es wird nur mehr Menschen anlocken, die sich am unteren Ende der Skala einreihen und sich auch durch slumähnliche Lebensbedingungen nicht abschrecken lassen.

Diese Menschen haben aber Kinder und um die sollten wir uns auch in unserem eigenen Interesse kümmern. Ich möchte nicht in einer Gesellschaft mit steigender Armut von Alleinerziehenden oder kinderreichen Familien leben. Mir kommt es dabei allerdings mehr auf die Bekämpfung der Bildungsarmut bei den Kindern an. Der Sozialstaat muss sich in Zukunft mehr als je zuvor auf die wirklich Bedürftigen konzentrieren und nicht die Mittelschicht, zu der inzwischen auch vielen Menschen mit Migrationshintergrund gehören, mit zahlreichen verschiedenen Sozialleistungen subventionieren. Ein Einwanderungsgesetz brauchen wir allerdings auch und zwar dringend.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Teeernte » Mi 15. Nov 2017, 20:04

Wähler hat geschrieben:(15 Nov 2017, 18:15)

Diese Menschen haben aber Kinder und um die sollten wir uns auch in unserem eigenen Interesse kümmern. Ich möchte nicht in einer Gesellschaft mit steigender Armut von Alleinerziehenden oder kinderreichen Familien leben. Mir kommt es dabei allerdings mehr auf die Bekämpfung der Bildungsarmut bei den Kindern an. Der Sozialstaat muss sich in Zukunft mehr als je zuvor auf die wirklich Bedürftigen konzentrieren und nicht die Mittelschicht, zu der inzwischen auch vielen Menschen mit Migrationshintergrund gehören, mit zahlreichen verschiedenen Sozialleistungen subventionieren. Ein Einwanderungsgesetz brauchen wir allerdings auch und zwar dringend.


Windbestäubung ? Keiner - auch die Kinder können nichts für die EIGENE arme Verwandschaft....

Die (nicht) angeheiratete Verwandschaft wählt ? ?

Der Staat sollte die Alimente der alleinerziehenden straffer einziehen.....

Ansonsten - Evolution... seit jahrhunderten nichts Neues.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Boracay » Mi 15. Nov 2017, 21:37

Sybilla hat geschrieben:(09 Nov 2017, 23:55)
Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung


Ob das wohl an der Armutszuwanderung und an der Verdoppelung der Studentenzahlen (in der Statistik alle arm) liegt?

Hör auf hier so einen Mist zu verzapfen.

Aber viele neoliberale und ihre Claquore und viele Medienmächtige glauben tatsächlich, dass die Meldung ARBEITSMARKT IM OKTOBER - So wenige Arbeitslose wie nie seit Wiedervereinigung[/url] Die Lebenswirklichkeit der Menschen in Deutschland widerspiegelt.


Heute haben Berufsanfänger Gehaltsvorstellungen jenseits der 60k€, mein Bruder bekommt im ersten Berufsjahr auf 72k€. Bewerber unter 30 die über 100k€ Jahresgehalt wollen sind keine Seltenheit. Grund: Der Wirtschaftsboom, die Vollbeschäftigung und die immer höher steigenden Löhne sorgen dafür das man das fordern kann und auch bekommt.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Boracay » Mi 15. Nov 2017, 21:41

Wähler hat geschrieben:(15 Nov 2017, 18:15)
Diese Menschen haben aber Kinder und um die sollten wir uns auch in unserem eigenen Interesse kümmern. Ich möchte nicht in einer Gesellschaft mit steigender Armut von Alleinerziehenden oder kinderreichen Familien leben.


Kinderarmut geht in Deutschland bei Deutschen seit Jahren zurück und stagniert bei Migranten. Lediglich bei "Zuwanderern" steigt sie dramatisch. Wer Kalkutta nach Deutschland holt der rettet nicht Kalkutta, sondern wird selbst Kalkutta.

Je mehr Leistungen man diesen Familien gibt desto mehr werden es und desto schlimmer wird die Situation. Darum halten auch viele Anhänger der Linkspartei die leistungslosen 1.050€ pro Monat für jeden Flüchtlinge wie es die Linkspartei gerne hätte für totalen Irrsinn.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Misterfritz » Mi 15. Nov 2017, 22:08

Boracay hat geschrieben:(15 Nov 2017, 21:41)

Kinderarmut geht in Deutschland bei Deutschen seit Jahren zurück und stagniert bei Migranten. Lediglich bei "Zuwanderern" steigt sie dramatisch. Wer Kalkutta nach Deutschland holt der rettet nicht Kalkutta, sondern wird selbst Kalkutta.

Je mehr Leistungen man diesen Familien gibt desto mehr werden es und desto schlimmer wird die Situation. Darum halten auch viele Anhänger der Linkspartei die leistungslosen 1.050€ pro Monat für jeden Flüchtlinge wie es die Linkspartei gerne hätte für totalen Irrsinn.
Deine Behauptungen kannst Du sicherlich alle belegen, oder?

Fakt ist, dass in die Bildung ALLER Kinder hier in Deutschland investiert werden muss.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Wähler » Do 16. Nov 2017, 07:16

Boracay hat geschrieben:(15 Nov 2017, 21:41)
Kinderarmut geht in Deutschland bei Deutschen seit Jahren zurück und stagniert bei Migranten. Lediglich bei "Zuwanderern" steigt sie dramatisch. Wer Kalkutta nach Deutschland holt der rettet nicht Kalkutta, sondern wird selbst Kalkutta.
Je mehr Leistungen man diesen Familien gibt desto mehr werden es und desto schlimmer wird die Situation. Darum halten auch viele Anhänger der Linkspartei die leistungslosen 1.050€ pro Monat für jeden Flüchtlinge wie es die Linkspartei gerne hätte für totalen Irrsinn.

Migrationspolitik allein durch die Staffelung von Sozialleistungen zu betreiben, ist wenig zielführend. Ein neues Einwanderungsgesetz sollte auch für Flüchtlinge gelten, wenn diese nach 3 oder 5 Jahren eine unbefristete Niederlassungserlaubnis in Deutschland beantragen. Bis zu diesem Zeitpunkt sollten Sozialleistungen für Flüchtlingskinder als Entwicklungshilfe verbucht werden.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Positiv Denkender » Do 16. Nov 2017, 17:16

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(15 Nov 2017, 17:16)

Ich finde diese Zahlen bedenklich. Deutschland ist so reich wie nie und zugleich sitzen viele im Dung.

Du ja , andere nicht . Gerade gestern konnte man wieder lesen Deutsche sind zufrieden .Weiter den Deutschen geht es so gut wie lange nicht .
Man sagen so gut wie seit 1945 nicht . Es ist immer erstaunlich wenn Leute von steigender Armut labern dabei vergessen dass diese
Armut wenn es sie denn gäbe importiert wurde .Bei über 1 Millionen Flüchtlingen in den letzten 2 Jahren bei zunehmender freiwilliger Einwanderung
aus Südost und Ost Europa liegt der Grund doch auf der Hand warum Armutsgefährdung prozentual zunimmt.
Die Frage bleibt doch ob diese Leute vorher wohlhabender waren bevor sie sich freiwillig in Deutschland der Armut ausgesetzt haben .
Deutschland gibt mehr als 50 % für den Sozialhaushalt aus. Mehr geht nicht ,denn dieses Geld wird allen denen hinterzogen, die mit ihren
Steuern und Abgaben diese rein statistischen Armen finanzieren .
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Positiv Denkender » Do 16. Nov 2017, 18:06

Wähler hat geschrieben:(15 Nov 2017, 18:15)

Diese Menschen haben aber Kinder und um die sollten wir uns auch in unserem eigenen Interesse kümmern. Ich möchte nicht in einer Gesellschaft mit steigender Armut von Alleinerziehenden oder kinderreichen Familien leben. Mir kommt es dabei allerdings mehr auf die Bekämpfung der Bildungsarmut bei den Kindern an. Der Sozialstaat muss sich in Zukunft mehr als je zuvor auf die wirklich Bedürftigen konzentrieren und nicht die Mittelschicht, zu der inzwischen auch vielen Menschen mit Migrationshintergrund gehören, mit zahlreichen verschiedenen Sozialleistungen subventionieren. Ein Einwanderungsgesetz brauchen wir allerdings auch und zwar dringend.

Um die Kinder sollten sich vor allem die Eltern kümmern .Das hat mit der finanziellen Ausstattung nichts zu tun . Es gibt Kindergeld .nützt nur etwas
wenn man es auch den Kindern zukommen lässt .
Kinderarmut = 100% .Die wenigsten Kinder haben eigene Einkommen .
Übrigens unsere Eltern hätten sich glücklich geschätzt hätten sie uns Kindern den heutigen Lebensstandard von heutigen "Armutsgefährdeten bieten können .
Damals waren mehr als 25 % Alleinerziehend . Allerdings aus anderen Gründen als heute . Diese Alleinerziehenden haben ihre Männer im Krieg verloren .
Heute kennen viele Alleinerziehende ihren Partner nur mit Vornamen .Dafür kann der Staat nichts .
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon hallelujah » Do 16. Nov 2017, 19:07

Misterfritz hat geschrieben:(15 Nov 2017, 22:08)


Fakt ist, dass in die Bildung ALLER Kinder hier in Deutschland investiert werden muss.



Ich richte die Frage mal an dich, da ich deine Meinung schätze und du einer der Wenigen hier bist, von dem ich eine sinnvolle und vernünftige Antwort erwarte. ;)

(die Betonung auf ALLE gefällt mir schon mal)

Aber zur eigentlichen Frage: es wird viel darüber geredet, daß in Bildung investiert werden soll. ok, soweit, so gut. Aber wie genau soll investiert werden?
Renovierungsarbeiten an Schulgebäuden sind sicherlich nötig, aber die Lösung gegen Armutsgefährdung?
Mehr Lehrer, ok, meinetwegen. Aber bringt es das, wenn ein Teil der Klientel einfach keinen Bock hat, z.B.?
Gäbe es einen Gott, hätte er keine Religionen erschaffen.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Misterfritz » Do 16. Nov 2017, 19:53

hallelujah hat geschrieben:(16 Nov 2017, 19:07)

Ich richte die Frage mal an dich, da ich deine Meinung schätze und du einer der Wenigen hier bist, von dem ich eine sinnvolle und vernünftige Antwort erwarte. ;)

(die Betonung auf ALLE gefällt mir schon mal)

Aber zur eigentlichen Frage: es wird viel darüber geredet, daß in Bildung investiert werden soll. ok, soweit, so gut. Aber wie genau soll investiert werden?
Renovierungsarbeiten an Schulgebäuden sind sicherlich nötig, aber die Lösung gegen Armutsgefährdung?
Mehr Lehrer, ok, meinetwegen. Aber bringt es das, wenn ein Teil der Klientel einfach keinen Bock hat, z.B.?
Danke für die Blumen ;)

Na ja, das erste ist natürlich der Spracherwerb. Und das muss, wenn es nicht im Elternhaus passiert/passieren kann, im Kindergarten gemacht werden. Sonst sind die ersten Misserfolge in der Schule vorprogrammiert. Und Misserfolge motivieren nicht zum lernen. Das bedeutet natürlich Pflicht zum Kindergartenbesuch.
Dafür bräuchte man mehr, grössere und besser ausgestattete Kindergärten/Kindertagesstätten. Und viele Ideen, z.B., dass Stadtbüchereien mit Kindergärten kooperieren, um Kinder an Bücher heranzuführen, dass sie Spass am Lesen bekommen. Oder auch mit Sportvereinen, damit Kinder Spass an Bewegung und Sport bekommen. Gilt genauso für Musik. Und das Ganze sollte mindestens in der Grundschule fortgeführt werden.
Und Grundschule sollte wirklich GRUNDlagen für den späteren Schulweg geben. Das heisst: Kinder müssen richtig Lesen und Schreiben lernen, Leseverständnis. Es bringt nichts, wenn Kinder zwar irgendwie lesen können, aber kein Verständnis für den Text entwickeln. Und eben auch Rechnen, Zahlenverständnis.

M.E.n wären in sehr vielen Situationen Ganztagsschulen nötig, ohne Hausaufgaben, da dabei Kinder ohne Unterstützung durch die Eltern ins Hintertreffen geraten. Ich halte auch die Aufteilung nach der 4. Klasse für zu früh, ich denke, nach 6 Schuljahren ist es früh genug. Zumal es durchaus Kinder gibt, die sich "intellektuell" etwas später entwickeln.

Man wird damit sicherlich nicht für alle die Armutsgefährdung ausschliessen können, man wird nie 100% mitnehmen können. Aber es wäre ein gewaltiger Schritt voran.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 16. Nov 2017, 20:11

hallelujah hat geschrieben:(16 Nov 2017, 19:07)

Ich richte die Frage mal an dich, da ich deine Meinung schätze und du einer der Wenigen hier bist, von dem ich eine sinnvolle und vernünftige Antwort erwarte. ;)

(die Betonung auf ALLE gefällt mir schon mal)

Aber zur eigentlichen Frage: es wird viel darüber geredet, daß in Bildung investiert werden soll. ok, soweit, so gut. Aber wie genau soll investiert werden?
Renovierungsarbeiten an Schulgebäuden sind sicherlich nötig, aber die Lösung gegen Armutsgefährdung?
Mehr Lehrer, ok, meinetwegen. Aber bringt es das, wenn ein Teil der Klientel einfach keinen Bock hat, z.B.?

Gebäude und sachliche Ausstattung sind normalerweise Sache der Kommunen. Lehrpersonal ist beim Land angestellt oder verbeamtet.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon hallelujah » Do 16. Nov 2017, 20:13

Misterfritz hat geschrieben:(16 Nov 2017, 19:53)

Danke für die Blumen ;)

Na ja, das erste ist natürlich der Spracherwerb. Und das muss, wenn es nicht im Elternhaus passiert/passieren kann, im Kindergarten gemacht werden. Sonst sind die ersten Misserfolge in der Schule vorprogrammiert. Und Misserfolge motivieren nicht zum lernen. Das bedeutet natürlich Pflicht zum Kindergartenbesuch.
Dafür bräuchte man mehr, grössere und besser ausgestattete Kindergärten/Kindertagesstätten. Und viele Ideen, z.B., dass Stadtbüchereien mit Kindergärten kooperieren, um Kinder an Bücher heranzuführen, dass sie Spass am Lesen bekommen. Oder auch mit Sportvereinen, damit Kinder Spass an Bewegung und Sport bekommen. Gilt genauso für Musik. Und das Ganze sollte mindestens in der Grundschule fortgeführt werden.
Und Grundschule sollte wirklich GRUNDlagen für den späteren Schulweg geben. Das heisst: Kinder müssen richtig Lesen und Schreiben lernen, Leseverständnis. Es bringt nichts, wenn Kinder zwar irgendwie lesen können, aber kein Verständnis für den Text entwickeln. Und eben auch Rechnen, Zahlenverständnis.

M.E.n wären in sehr vielen Situationen Ganztagsschulen nötig, ohne Hausaufgaben, da dabei Kinder ohne Unterstützung durch die Eltern ins Hintertreffen geraten. Ich halte auch die Aufteilung nach der 4. Klasse für zu früh, ich denke, nach 6 Schuljahren ist es früh genug. Zumal es durchaus Kinder gibt, die sich "intellektuell" etwas später entwickeln.

Man wird damit sicherlich nicht für alle die Armutsgefährdung ausschliessen können, man wird nie 100% mitnehmen können. Aber es wäre ein gewaltiger Schritt voran.


Spracherwerb ist Voraussetzung, können wir als d`accord abhaken.
Kindertagesstätten: gab es vor 2 oder 3 Jahren hier bei uns ein nettes Beispiel: die Stadtverwaltung hatte alle potentiellen Eltern angeschrieben, deren Kinder in absehbarer Zeit ins Kita-Alter kommen. Hintergrund: Bedarfsplanung. Überrascht es dich, wenn ich dir sage, daß die Rückläuferquote bei -ich glaube- 15% lag?
Hier ist wieder das altbekannte Thema. Ohne Mitwirkung der gesamten Bevölkerung wird es schwierig. Wenn also Eltern nicht mal in der Lage sind, ein einfaches Antwortschreiben zurückzuschicken, damit die Stadt vernünftig planen kann, dann wird das nüscht. Es werden aber die gleichen Eltern sein, die jammern alles scheisse...

Die Art des Bildungssystem halte ich dagegen für zweitrangig. Wichtiger fände ich:
a) gegebenfalls mehr Sozialarbeiter, die auch für Ruhe sorgen, damit der Lehrer auch seinen Unterricht gestalten kann. Und die sich intensiv um Problemfälle kümmern können.
b) Nicht mit aller Gewalt einfach nur mehr Lehrer, damit es auf dem Papier gut aussieht. Sondern Lehrkräfte, die ihre Berufsbezeichnung auch verdienen
c) Lehrer mit sozialer Kompetenz, wo auch die Autorität nicht durch die Eltern bei jedem kleinsten Mist untergraben wird.
Gäbe es einen Gott, hätte er keine Religionen erschaffen.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon hallelujah » Do 16. Nov 2017, 20:14

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(16 Nov 2017, 20:11)

Gebäude und sachliche Ausstattung sind normalerweise Sache der Kommunen. Lehrpersonal ist beim Land angestellt oder verbeamtet.



Und die Kommunen beklagen sich darüber, daß die Gelder vom Bund bei den Landeskassen hängen bleiben...
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 16. Nov 2017, 20:23

hallelujah hat geschrieben:(16 Nov 2017, 20:14)

Und die Kommunen beklagen sich darüber, daß die Gelder vom Bund bei den Landeskassen hängen bleiben...

Die Kommunen sind, wenn man sie mal über einen Kamm scheren darf, mit zu wenigen eigenen, frei allozierbaren Mitteln ausgestattet. Daran ändert der kommunale Ausgleich innerhalb der meisten Bundesländer nur bedingt etwas. Man könnte etwa den Solidaritätszuschlag in einen normalen Bestandteil von Einkommens- und Körperschaftssteuer umwandeln. Wobei zumindest von der Körperschaftssteuer die Gemeinde keinen unmittelbaren Anteil hat.
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Re: Armut/Armutsgefährdung in Deutschland erreicht Rekordwert seit der Wiedervereinigung

Beitragvon hallelujah » Do 16. Nov 2017, 20:30

Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(16 Nov 2017, 20:23)

Die Kommunen sind, wenn man sie mal über einen Kamm scheren darf, mit zu wenigen eigenen, frei allozierbaren Mitteln ausgestattet. Daran ändert der kommunale Ausgleich innerhalb der meisten Bundesländer nur bedingt etwas. Man könnte etwa den Solidaritätszuschlag in einen normalen Bestandteil von Einkommens- und Körperschaftssteuer umwandeln. Wobei zumindest von der Körperschaftssteuer die Gemeinde keinen unmittelbaren Anteil hat.



Man sollte das Kooperationsverbot kippen, damit der Bund überhaupt die Möglichkeit hat, Gelder direkt an Kommunen fliesen lassen zu können...
Gäbe es einen Gott, hätte er keine Religionen erschaffen.

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